Ungewöhnliches Projekt

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Klappspaten
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Ungewöhnliches Projekt

#1 Beitrag von Klappspaten » 2020-05-26 14:52:31

Hallo,

nachdem ich hier vor einigen Jahren viel Input bekommen habe zu meinem LKW hätte es eigentlich langsam los gehen sollen. Die Planungen standen so weit aber wie das Leben so spielt kommt alles anders.
Deshalb habe ich mich entschieden statt einem LKW ein Anhänger mit Quad Garage zu bauen (kostet die Hälfte und braucht weniger platz).

Hier stehe ich aber gerade im Punkto Leichtbau noch vor einigen Hindernissen ich hoffe Ihr könnt mir hier trotzdem weiterhelfen:

Mein Vorbild für diesen Häger ist der Sportscaravan Cube 5
https://sportcaravan.de/de/cube-5-de.html

Ich hätte gerne einen Hänger mit 2 m Innenbreite und 5.5m Innenlänge. Hier bin ich bei WM Meyer fündig geworden
https://www.wm-meyer-anhaenger.de/az-2755-200-s40.html

Details zu dem Hänger:
Achabstand: 710 mm
Achsen sind 200 mm ohne Rampe bzw 300 mm nach hinten mit Rampe zur Mitte versetzt.

Laut Hersteller könnte ich die Achsen aber noch verändern und den Radstand erhöhen das ich auf ca 1m komme wie beim Sportscaravan.

Meine Probleme ergeben sich nun in der Berechnung der Stützlast sowie des Gesamtgewichtes wo ich gerne inkl Ladung bei 2100 Kg bleiben möchte.

Meine Rechnung sieht bisher so aus:
Hänger 900 Kg
Alurampen 15 Kg
4 Stützen 25 Kg
Trennwand 25 Kg
Fenster 10 Kg
Kleber und Schrauben 10 Kg

Gesamt 985 Kg

Mein ATV sollte mit Ausrüstung auf ca 500 KG kommen. Bleiben noch 615 KG (gerundet 600 Kg) für den Innenausbau inkl. Frischwasser.

Ich stehe gerade vor den Problemen, wie verteile ich die Innenaustattung so das die Stützlast beladen und un beladen noch passt? Wie müsste ich die Achsen genau setzen. Da hab ich Probleme mit der Berechnung.
Gibt es evtl noch Tipps wie ich Gewicht sparen kann?

Zur Strom und Wärmeversorgung ist geplant 4 Dünnschichtmodule mit 600 Wp zu verkleben eine Lithium Batterie 200 Ah mit Wechselrichter auf 220 V
Die Solar Anlage wird ca 80 Kg in Anspruch nehmen mit allem.
Wärme + Warmwasser wäre eine Dieselstandheizung mit Boiler diese sollte nochmal so 20 - 40 Kg mit allem in Anspruch nehmen.

Frischwasser war gedacht ca 100l (evtl auch weniger)
Das Bett sollte Quer sein und sich von 80*200 auf 160 * 200 vergrößern lassen.

Am Hänger selbst könnte ich evtl noch Gewicht Sparen, wenn ich die Stützen durch Kunstoff Stützen von Alko ersetze bringt ca 20 KG (obs was Taugt?)

Ziel wäre es mit dem Hänger 3-4 Tage Autark zu sehen.

Ich bin über jeden Tipp Dankbar, auch wenn das nicht so ganz ins Forum hier passt, aber Leichtbau und Gewichtsverteilung ist hier auch wichtig :)

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Moerk
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Re: Ungewöhnliches Projekt

#2 Beitrag von Moerk » 2020-05-26 15:16:41

Hallo Klappspaten,

Mit dem Hänger hast Du ja schon mal eine Basis.

Ich würde zuerst Dein "Vorbild" mal für zwei Tage mieten (steht ja auch als Angebot auf deren Homepage). Dann bekommst Du am schnellsten Ideen und siehst auch, was für Dich nicht passt. Für mich wäre zum Beispiel die Bettkonstruktion nix.

Im Hinblick auf Deine Fragen, kann ich nicht so viel beitragen (bin auch noch beim Planen), ich denke aber das Du das Wasser und die Batterien zum Ausbalancieren nehmen musst. Also wenn das Quad hinten steht, müssen Wasser/Abwasser und Batterien vorne sein, damit die Stützlast nicht überschritten wird. Das schränkt ein/definiert dann Deinen Grundriss ja dann schon.

Grüße,
Mörk
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Re: Ungewöhnliches Projekt

#3 Beitrag von Klappspaten » 2020-05-26 15:40:08

Eben weil das Bett so nichts für mich ist, möchte ich ein Hänger wo das Bett quer rein passt.
So hat man zu 2 die Möglichkeit das einer Schlafen geht un der andere unten sitzen kann und irgend was tun kann.

Evtl findet sich ja noch jemand der mir bei den Berechnungen der Gewichtsverteilung und Achspostion helfen kann :)
Beim Cube Sitzt der Wassertank genau auf der ersten Achse.

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Re: Ungewöhnliches Projekt

#4 Beitrag von daniel » 2020-05-26 15:55:04

Bei dieser variablen Gewichtsverteilung wäre eigentlich ein Drehschemelanhänger die beste Basis. Ich habe die aber noch nirgendwo als geschlossenen Kasten gesehen, sondern immer nur als Pritsche mit oder ohne Bordwände.

Grüße,
Daniel

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Re: Ungewöhnliches Projekt

#5 Beitrag von Moerk » 2020-05-26 16:23:26

Die Berechnung der Stützlast ist doch einfach, wenn Du die Tandemachse als einen Drehpunkt annimmst:

Stützlast: alle Kräfte zwischen der Tandemachse und der Anhängerkupplung jeweils multipliziert mit ihrem Abstand zur Achse addieren und alle Kräfte hinter der Achse jeweils multipliziert mit ihrem Abstand zur Achse subtrahieren. Dann noch durch den Abstand von Achse und Anhängerkupplung dividieren.

Ich würde mir dazu ein Exceltool bauen, wo ich jeweils die Masse und den Abstand meiner Bauteile eintrage und dann ein bißchen "spiele". Problematisch ist es halt, wenn Du dann Dein Quad volltankst oder alle Deine gelagerten Bierkisten austrinkst...
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Re: Ungewöhnliches Projekt

#6 Beitrag von Klappspaten » 2020-05-26 16:24:16

Drehschemel fällt raus da der von aus aus 300-400 Kg mehr Gewicht bringt.
Variabel ist da nicht so viel. Zumindest nicht während der Fahrt.

Wenn ich steh habe ich stützten das ist dann kein Problem.

Nur für den Tüv muss ich einmalig ohne Beladung hin und sollte dann von der Stützlast her nicht zu hoch sein.
Mir schwebt auch noch was mit Ballasttanks vor für kleinere Fahrzeuge wie eine Cross Maschine oder so was.

Haupt Fokus liegt aber auf ATV 500 KG, Wohnhausbau, welcher solo ohne Beladung beim TÜV durch muss mit nicht zu hoher Stützlast und Gewichtsreduktion das ich auf unter 2,1 Tonnen komme.

Wichtig wäre es zu wissen wo ich wie viel Gewicht brauche bei welcher Achspostion damit ich die Stützlasten erreiche. Ich sag mal ohne Ladung 85 KG mit Ladung 25 KG (lieber etwas mehr)

Wenn ich die Daten habe kann ich die Raumaufteilung machen und schauen wo ich was an Gewicht sparen könnte.
In nächsten Step würde ich dann 4 Ballasttanks planen welche ich mittels pumpe befüllen kann vorne hinten in jeder Ecke 15 Liter oder so und eine Entleerung dieser Schritt wäre aber der letzte und optional.

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Re: Ungewöhnliches Projekt

#7 Beitrag von Tomduly » 2020-05-26 17:08:50

Das Bett würde ich in die Garage hineinragen lassen. Kann man ja höhenverstellbar/klappbar realisieren. Dann hat man bei Bedarf Stehhöhe in der Garage, bei abgelassenem Bett eine vernünftige Schlafhöhle (und würde die Beiboote auch noch raus- und reinkriegen). Vor allem wenn man da tatsächlich zu viert unterwegs ist, ist ein komplettes Überbauen des Wohnbereichs ein No Go, finde ich. In der Garage würde ich noch eine klappbare Werkbank o.ä. vorsehen. Dann kann man bei Schietwetter auch mal kleinere Wartungen im trockenen durchführen.

Grüsse
Tom

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Re: Ungewöhnliches Projekt

#8 Beitrag von Klappspaten » 2020-05-26 17:30:36

Das Bett wird 80 cm oder evtl ein bisschen mehr in die Garage rein ragen. Nach dem vorbild vom Cube 5 den ich verlinkt habe.
Höhenverstellung fällt raus da ich es Geruchsdicht haben möchte.
Das einzige was ich mir wegen der Stützlast noch vorstellen könnte, wäre ein komplett auf schienen gelagerter beweglicher Wohnbereich.

ATV drin = Wohnblock vorne
ATV Raus am Standplatz = Wohnblock zurück für mehr Wohnraum.

Ein Höhenverstellbares bett und eine Werkbank passen leidern nicht mehr in mein Zielgewicht.

Der Cube 5 hat ein Wohnausbau der 450 KG Wiegt ich meine Ohne Wasser, da bin ich mir aber nicht ganz sicher.
Das werde ich kaum unterbieten können. Zumal der Cube keine Dieselheizung hat sondern nur ein Heizlüfter.

Ich werde sehr viel mit Pappel und Balsa Sperrholz arbeiten. Daher bin ich um jedes KG wo ich am Hänger sparen kann froh.

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Re: Ungewöhnliches Projekt

#9 Beitrag von Nimrod » 2020-05-26 18:54:55

Variabler Wohnblock klingt erst mal verlockend. Aber ich denke das Quad gibt wie alle Motorfahrzeuge, insbesondere Benziner, irgendwelche Ausdünstungen von sich. Entweder steht man auf den Geruch oder man muss sorgfältig Garage zu Wohnraum abdichten, dann ist aber nichts mehr variabel.
LG
Harald

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Re: Ungewöhnliches Projekt

#10 Beitrag von Klappspaten » 2020-05-26 19:01:06

Das mit dem Geruch vermute auch auch. Deswegen ist der Sports Carvan so interessant.
Ich bräuchte jemand wo mit die Gewichts und Achsverteilung berechnen kann da gibts hier doch sicher Spezis für.

Wenn ich dann am Hänger mittels Leichtbau evtl noch ein paar KG optimieren kann wäre ich an meinem Ziel.

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Re: Ungewöhnliches Projekt

#11 Beitrag von Moerk » 2020-05-26 19:20:39

Klappspaten hat geschrieben:
2020-05-26 19:01:06
Ich bräuchte jemand wo mit die Gewichts und Achsverteilung berechnen kann.
Siehe oben.
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Re: Ungewöhnliches Projekt

#12 Beitrag von Klappspaten » 2020-05-26 20:45:57

Moerk hat geschrieben:
2020-05-26 16:23:26
Die Berechnung der Stützlast ist doch einfach, wenn Du die Tandemachse als einen Drehpunkt annimmst:

Stützlast: alle Kräfte zwischen der Tandemachse und der Anhängerkupplung jeweils multipliziert mit ihrem Abstand zur Achse addieren und alle Kräfte hinter der Achse jeweils multipliziert mit ihrem Abstand zur Achse subtrahieren. Dann noch durch den Abstand von Achse und Anhängerkupplung dividieren.

Ich würde mir dazu ein Exceltool bauen, wo ich jeweils die Masse und den Abstand meiner Bauteile eintrage und dann ein bißchen "spiele". Problematisch ist es halt, wenn Du dann Dein Quad volltankst oder alle Deine gelagerten Bierkisten austrinkst...
Ah den Post habe ich völlig überlesen.

Aber so ganz kann ich dir nicht folgen. Kannst du mal eine Beispielrechnung machen? Und wie verhält es sich wenn ein Teil der Ladung genau auf der Achse steht das wird dann komplizierter.

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Re: Ungewöhnliches Projekt

#13 Beitrag von DanielD » 2020-05-26 21:04:32

Das Quad ist doch vorne und hinten ungleich schwer.
Wenn die Stützlast zu viel ist, park das Quad halt anderst rum, und mach die Möbel mit Euroboxen, dann kannst umladen biss die Stützlastwage für ein paar schmale Taler zufrieden ist.

Mit dem Ding muss man sich nicht mal mehr bücken.......
https://www.fritz-berger.de/artikel/ats ... gLxTfD_BwE

und die 560g Eigengewicht sind nicht erheblich...

Auch hilfreich wenn es verschiedene "park" Positionen für Reserve und Wasserkanister gibt, damit kann man doch sehr passabel trimmen.

Und für die Berechnung ist ein Excel sheet doch supi einfach:

1.) Koordinatennullpunkt ist die Mitte der Tandemachse.
2.) Gewichte zwischen Kupplung und 1.) zählen positiv
3.) Es wird der Abstand zu1 mit dem Gewicht multipliziert und alles zusammenaddiert => Ergebnis ist die Stützlast. Das haut aufs Kilo hin, wenn die Eingabedaten stimmen.
4.) Steht ein Objekt genau auf der Achse ist sein Summenbeitrag 0, weil Abstand=0, also 0mm* 200 tonnen =0 Effekt auf die Stützlast.
5.) Die Summe der Einzelgewichte auch rechnen => wegen zGG.


Je mehr "Einzelposten" Du eingibst desto Präziser wird das Ergebnis.
kennst du den Stützlastbeitrag deines leeren Hängers ? den musst nämlich gleich mal als Startwert nehmen....

Die Höhe des Massenschwerpunktes kannst in der Excel Tabelle gleich mit erfassen, das ist zuweilen auch interessant.....

Und obacht ! - Bei der Tandemachse: ist deine Anhängekugel etwas höher lupft es die Vorderachse, und es ist nur eine Achse belastet => Also auch ein Obacht....

Gruß Daniel

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Re: Ungewöhnliches Projekt

#14 Beitrag von Klappspaten » 2020-05-26 21:51:42

Das ATV passt wegen der Höhe nur Rückwärts rein da das Bett in die Garage rein Ragt, muss der Lenker vorne sein.
Qusi ein Alkovenbett.

Stützlast vom Hänger ist so eine Frage..... Die Achse wird so eingebaut wie ich das gerne haben möchte.

Das mit dem Tandem und zu Hoher Kupplung ist ein guter Hinweis.
Beim Berechnen der Stützlast war doch noch was mit Hebelarm da die Deichsel 1,5 m länger ist.

Habe ich dann nicht 2 Nullpunkte? Meine Achsen sind 1 Meter auseinander?
Dann müsste ich das Excle so bauen das er Nullpunkt sich verschieben kann.

Das mit dem Positiv und Negativ hab ich verstanden.

F_Stützlast = F_Schwerpunkt / d * l
d = Länge von Achse (Nullpunkt) zu Kupplung
l = Abstand von Gewicht Nullpunkt

Für das Positive Gewicht wäre das dann z.B. den Wassertank 1 m vor der Achse Richtung Kupplung

100 Kg / 4,25m * 1m = 23,5 KG Stützlast


Die 4,25 m sind bei Mittiger Achse mit 1,5 m Deichsel.

Wenn ich den Tank nun Hinter die Achse stelle nehme ich nur das Gewicht negativ.

Sitzt die Achse nicht Mittig, so verändert sich auch mein Hebelarm korrekt?
Beispiel die Achse sitzt um 25 cm nach hinten verschoben dann wäre die Rechnung:

100 Kg / 4,5 * 1,25 m = 17,18 Warum wird es hier weniger? Der Tank sitzt genau an selber Postion?

Passt die Rechnung so aber?

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Re: Ungewöhnliches Projekt

#15 Beitrag von Moerk » 2020-05-27 8:03:10

Hier mal eine Skizze, vielleicht hilft die. Der Abstand zur Kupplung ist s.
3B701DAD-864E-45C1-8588-4CA86682C364.jpeg
Wenn Du sehr tief in die Materie einsteigen willst: es gibt auch spezielle Software zur Berechnung. Ich würde aber nach der Formel oben vorgehen und dann die Optimierung mit einer Waage machen.

Bei der Tandemachse ist es wichtig die Stützlast genau auf der Höhe zu messen, wo die Kupplung ist. Dafür gibt es auch extra Geräte.
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Re: Ungewöhnliches Projekt

#16 Beitrag von Landei » 2020-05-27 9:31:24

Beim Lesen des Tröts überlegte ich, ob gut ausbalancierte Tandemachser eigentlich nicht auch sogar ohne Stützlast sein können. Allerdings: War da nicht was mit einer Mindeststützlast?
Da ich wahrscheinlich nicht der Einzige bin, der das nicht im Kopf hatte, hier eine mögliche Quelle:
Welche Stützlast muss der Anhänger mindestens haben?

Die tatsächliche Stützlast sollte einen bestimmten Wert aber auch nicht unterschreiten. Wenn sie zu gering ist, dann besteht die Gefahr, dass der hintere Teil des Anhängers sich absenkt und möglicherweise die Fahrbahn berührt.

Wenn die vordere Achse des Anhängers angehoben wird und weniger Druck auf die Straße ausübt, lässt sich der Anhänger außerdem schlechter steuern. Im Extremfall kann sich die Verbindung des Gespanns dabei sogar lösen.

Deshalb schreibt die StVZO in § 44 Absatz 3 eine minimale Stützlast für Anhänger vor, die nicht von der Konstruktion der Fahrzeuge abhängt, sondern alleine aus dem Gewicht des Anhängers abgeleitet wird.

Demnach muss die tatsächliche Stützlast mindestens 4 % der tatsächlichen Gesamtmasse eines Anhängers betragen. Sie muss 25 kg dabei aber auch nicht überschreiten, wenn der Anhänger eine zulässige Gesamtmasse von nicht mehr als 3,5 Tonnen hat.

Sie können, um für Ihren Anhänger die minimale Stützlast zu berechnen, diese Formel verwenden:

minimale Stützlast = tatsächliche Anhängelast x4
-----------------------------------------------------------
100
Quelle

Jochen

P.S. Toll wäre für dein Nutzungsprofil, wenn man die hintere Tandemachse bei Fahrten ohne Quad leicht liften könnte

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Re: Ungewöhnliches Projekt

#17 Beitrag von Klappspaten » 2020-05-27 9:39:33

Das mit der Sützlast weiß ich.
in meinem Fall bräuchte ich 84 KG allerdings wie schon geschrieben muss es nicht mehr wie 25 KG sein.

Das gilt nun zu berechnen.

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Re: Ungewöhnliches Projekt

#18 Beitrag von meggmann » 2020-05-27 9:54:04

Interessant ist doch der Bereich der Stützlast.

Ich würde es so bauen, dass mit geladenem Quad die Stützlast an der Untergrenze ist (25 kg) - das Quad entlastet ja beim Beladen die Anhängerkupplung und wenn man ohne Quad fährt an der Obergrenze der Stützlast (sowohl Hänger als auch Zugfahrzeug). Bei 100 kg Stützlast ergeben sich aus den 75 kg Differenz und dem Hebelarm ja geschätzt schon das Quad Gewicht.
Je weiter das Quad über die hintere Achse nach vorne kommt umso neutraler wird es.
Hänger kaufen, Quad und Inneneinrichtung (gefüllte Tanks, Batterien oder Ziegelsteine) daraufstellen und Personenwaage mit Kantholz unter die Kupplung (damit die Höhe stimmt) und mal messen was rauskommt (wenn man nicht rechnen will).

Gruß Marcel
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Re: Ungewöhnliches Projekt

#19 Beitrag von rotertrecker » 2020-05-27 10:20:46

Hallo Klappspaten!

Mal ein paar Anregungen von mir, auch wenn die nicht so ganz in Dein bisheriges Konzept passen:

1. Quad unter Plane!
Damit sparst Du sicher einige Kilo´s, und bei Deinem Konzept kommst es ja nun wirklich auf jedes einzelne an.
2. Quad nach vorn!
Warum? Beim fahren mit Anhänger hinter einem PKW kommt es nicht nur auf die Stützlast an, sondern auch auf die Verteilung der Massen.
Ich habe vor einigen vielen Jahren mal eine Mercedes Heckflosse mit einem 123er T-Model gezogen.
Da der gute nach dem Vorwärts-Laden Ordentlich in die Knie ging, habe ich die Flosse umgedreht, Motor hinten.
Stützlast war augenscheinlich immer noch reichlich vorhanden.
Nach 15 km durch den Westerwald habe ich mir einen Parkplatz gesucht und die Schose alleine noch mal umgedreht (Flosse lief nicht, Windeneinsatz von Hand...)
Die Fuhre war mit dem Gewicht des Motors hinten am Anhängerende nicht fahrbar, der Anhänger schob in den Kurven den 123er sonst wo hin!

Anderes Beispiel sind die Pferdeanhänger für die Kutschenfahrer.
Diese haben eine verlängerte Deichsel, und die Kutsche steht vor den Pferden auf der Deichsel (Anhängerachse bleibt unter dem Pferdeabteil)
Wassertank und Solaranlage/Batterie auf die Achse, oder nahe dran eher hinten, um das Gewicht des Quads zu kompensieren.
Auf keinen Fall die 500 kg Quad ganz hinten!
Die Ladung immer variabel vorsehen, damit die ausbalancieren kannst.
Und, bei dem Gesamtgewicht der Geschichte und den Abmessungen solltest Du m.E. an die maximale Stützlast Deines Zugfahrzeuges gehen, dann hast Du die maximale Stabilität im Gespann.

Womit willst Du denn den Anhänger ziehen?
Ich habe neulich einen 7,7m-Wowa gekauft, der kurz vorher mit dem ziehenden Kastenwagen (nicht beladen...) ein Tänzchen auf die BAB gelegt hatte.
Er war sehr günstig...

Gruß Sven
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Re: Ungewöhnliches Projekt

#20 Beitrag von rotertrecker » 2020-05-27 10:25:21

Hallo Marcel,

gerade Deinen Beitrag gelesen:
Gerade mit geladenem Quad die minimale Stützlast zu haben ist, wie ich eben geschrieben habe, echt heikel zu fahren.
Ausserdem:
Die Achsen sind in etwa mittig unter dem Anhänger.
Das Quad steht ganz hinten.
Wiegt 500 kg.
Die Deichsel ist ca. 1,2 m länger, ok.
Bin gerade zu faul zum rechnen, aber da kommt sicher mehr als 60 kg Entlastung der Kupplung raus! (85-25kg)

Bei Quad hinten hab ich echt dolle Bauchweh!

Gruß Sven
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Re: Ungewöhnliches Projekt

#21 Beitrag von meggmann » 2020-05-27 10:32:26

Zum fahren hab ich mir keinen Kopf gemacht - ziehe Hänger nur mit dem 90-16 (da ist es uninteressant mit dem 3,5t der BW, hast Du nicht den gleichen?) oder mit der X-Klasse (350) - auch eher unspektakulär.
Ich hab generell gerne die meiste Masse in Achsnähe.
Wohnwagen oder ähnliches habe ich keine Erfahrung mit - daher mit Vorsicht zu genießen. Rechtlich wäre es zumindest zulässig.
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Re: Ungewöhnliches Projekt

#22 Beitrag von rotertrecker » 2020-05-27 10:45:14

Hallo Marcel,

ja, den 3,5 BW hab ich auch, mit nem RW1-Koffer drauf. Frauenzimmer halt. Daher der Spitzname Schuhschrank.
Hinter dem Blauen merk ich den gar nicht.

Aber, ich habe Erfahrungen gesammelt mit Wohnwagengespannen, daher habe ich ja jetzt als neues Familien-Großraumprojekt den Minisattelzug...

Gruß Sven
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Re: Ungewöhnliches Projekt

#23 Beitrag von meggmann » 2020-05-27 10:53:26

... wenn ich mal nen günstigen 4,5 t Drehschemelanhänger mit Druckluftbremse finden würde wäre er meiner (Multi-use)

Sorry fürs Thread-Kapern

Sind die Quads so schwer? Ich hab nen Buggy (L7e) - der wiegt aber keine 500 kg.

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Re: Ungewöhnliches Projekt

#24 Beitrag von Klappspaten » 2020-05-27 14:45:00

Also ja Quads sind so schwer. Ich habe ein 800 ccm 2 Zylinder mit Winde und co.

Leergewicht ohne Fahrer Vollgetankt 465 Kg dazu kommt noch etwas Ersatz Benzin, Helm, Kleidung etc also rund 500 Kg

Quad vorne wie soll das den gehen? Ich möchte komfortabel be und entladen vorne müsste ich jedes mal den Hänger abhängen und das auto weg fahren. Wenn man nur Tagesweise steht sehr nervig.

Ich plane 600 Kg vorne und 500 Kg hinten maximal 600 hinten.
Die Achsen sind so wie ich das möchte wie ihr gesehen hab vergrößere ich den Achsabstand auf 1m und die Postion ist frei wählbar.

Der Cube 5 hat ähnliche Abmessungen mit Quads hinten und läuft super stabil.

Daher kann ich nicht einfach los und ein Hänger kaufen das ist eine Sonderanfertigung. Daher zuerst rechnen dann sagen wo was hin muss und dann bauen lassen ;)

Plane fand ich sehr interessant, da hab ich aber ein pervers hohen Kostenfaktor. Da der Hersteller mit 2 Komponenten arbeiten müsste. Vorne GFK PU hinten Sandwich.

Nur mal so als Anhaltspunkt mein Hänger kostet mit vergrößertem Achsabstand, freier Achspositionierung, Rampe, Türe und einer Zurrleiste mittig nicht mal 12.000 inkl TÜV und Zulassung.
Der Preis ist echt Human. Vorteil beim PU Sandwich ist einfach das nochmals der Diebstahlschutz mit erhöht wird. Gerade wenn mal Werkzeug hinten drin liegt.

Das macht es ja so knifflig mein Vorhaben

Zugfahrzeug wird ein größerer SUV

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Re: Ungewöhnliches Projekt

#25 Beitrag von Pirx » 2020-05-27 16:22:34

meggmann hat geschrieben:
2020-05-27 10:53:26
... wenn ich mal nen günstigen 4,5 t Drehschemelanhänger mit Druckluftbremse finden würde wäre er meiner (Multi-use)

Sorry fürs Thread-Kapern
Hallo Marcel!

Nur leicht off-topic:

Hier wäre grad ein schöner im Angebot:
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 7-276-7359

Gesamtgewicht 5,4 t. Bei Ablastung auf 4,5 t bleiben immer noch 2390 kg Nutzlast.

Diese ehemaligen 3-Tonnen-Anhänger der Bundeswehr gibt es in allen Preislagen und Zuständen reichlich, in letzter Zeit werden sie oft vom THW ausgesondert. Dieser hier ist zwar recht teuer, aber er ist mir wegen des außergewöhnlich guten Zustands aufgefallen.

Pirx
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Re: Ungewöhnliches Projekt

#26 Beitrag von meggmann » 2020-05-27 20:59:30

Super Danke! Die Richtung ist absolut meins - da weiss ich wonach ich schauen muss.

Gruß Marcel
- Punkt 1 erreicht, THW Iveco 90-16 ist zu Hause (07.11.2014)
- Punkt 2 erreicht, LAK 2 ist zu Hause (7.12.2014)
- Punkt 3 erreicht, geänderte Fahrzeugart begutachtet (19.01.2015)
- Punkt 4 erreicht, Eisenschwein ist zugelassen (17.03.2015)
- Punkt 5 erreicht, Umbauten am "Trägerfahrzeug" beendet (12.04.2015)
- Punkt 6 erreicht, H Gutachten erteilt (15.12.2015)

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Re: Ungewöhnliches Projekt

#27 Beitrag von rotertrecker » 2020-05-28 10:37:44

Hallo Klappspaten,
Quad vorne wie soll das den gehen? Ich möchte komfortabel be und entladen vorne müsste ich jedes mal den Hänger abhängen und das auto weg fahren. Wenn man nur Tagesweise steht sehr nervig.
Ich zitiere mich mal selbst:
Mal ein paar Anregungen von mir, auch wenn die nicht so ganz in Dein bisheriges Konzept passen:
Ganz einfach, das Quad seitlich laden.
Ja, da passt Dein Raumkonzept nicht ganz, Thema Sitzbank unter Bett und so. Daher meine zuvor gestellte Aussage, die ich noch mal zitiert habe. Aber bei der Riesenschüssel kommt es auf die dann erforderlichen cm eh nicht an...

Dann:
Plane fand ich sehr interessant, da hab ich aber ein pervers hohen Kostenfaktor. Da der Hersteller mit 2 Komponenten arbeiten müsste. Vorne GFK PU hinten Sandwich.
Ich hatte eher gedacht, den Koffer entsprechend kürzer zu machen, und für das Quad ein "Zelt", also 3 Wände und Dach überm Quad in Plane.
Man könnte sogar die schwere Bodenplatte in diesem Bereich weglassen, nur leichte Aluschienen für das Quad.
Das mit den zwei Materialien verstehe ich ehrlich gesagt nicht?

Letztlich denke ich, das für Dich Dein Konzept nicht mehr groß verhandelbar ist, ich wünsche Dir gutes Gelingen und später dann sichere Fahrt.

Gruß Sven
Alles wird gut!! (Irgendwann irgendwo)

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Re: Ungewöhnliches Projekt

#28 Beitrag von Klappspaten » 2020-05-28 12:38:42

Also ich glaube die Skizze hat mir erst mal geholfen ich werde mich mal dran setzen und versuchen ein Excle zu bauen
Dh meine Formel und Beispielrechnung war korrekt? Wie berechne ich das dann mit 2 Achsen? Alles zwischen den Achsen ist 0 und dann hab ich einfach 2 Versetzte Null Punkte?

Seitlich laden geht nicht mein ATV ist 2,38 m lang der Hänger nur 2 Meter breit.

Wenn ich selbst ein Planenaufbau mache müsste ich den Aufbau komplett TÜV abnehmen lassen. Wenn ich den Koffer fertig kaufe nur die Ausstattung das ist viel einfacher.

2 Materialien am Koffer sind recht simpel erklärt.
Im Wohnbereich wird 25 mm PU Sandwich verbaut. Im Garagenbereich wird mit 15 mm Monopan Platten weiter gemacht. Das Dach im Garagenbereich wird dann durch ein GFK Lichtdach ohne Isolierung ersetzt.

Zum Thema Bodenplatte hab ich mir auch überlegt im Wohnbereich 12 mm Platten zu nehmen für die Garage die originale 18 mm platte.
Da die Platten aber im Koffer im Rahmen eingefasst sind, kann man die nicht mal eben so tauschen.

Für mich würde das bedeuten Koffer selbst bauen, wovor ich Respekt habe Holz kenne ich Metall etwas, aber GFK Klebstoffe etc... Null Erfahrung und dann gleich in Projekt in der Größe?

Schienen habe ich auch überlegt ich hätte aber gerne ein geschlossenen kasten hinten den man dann auch mal für ein Boot oder Motorrad nutzen könnte.

Ich hab heute mal etwas rum gerechnet. Wenn ich den Koffer aus den 2 Materialien mit Lichtdach baue und die Kurbelstützen durch Kunststoff Stützen ersetze, sowie eine 2 geteilte Bodenplatte mit unterschiedlicher stärke,
hätte ich fast 100 Kg eingespart. Nur bezweifel ich das ich ein Hersteller finde der den Koffer so zu einem vertretbarem preis baut. Mein Limit lag bei 15.000 und der TÜV muss auch mit machen.

Bei einem Fertigen GFK Koffer gibt es Muster abnahmen etc. Danach muss ich nur noch sagen hier stützt last ist OK alles ordentlich gesichert ende. Wenn ich so ein Koffer komplett selbst baue ahne ich schon Probleme mit dem TÜV.

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Re: Ungewöhnliches Projekt

#29 Beitrag von rotertrecker » 2020-05-28 13:52:46

Hallo Klappspaten,

zwei Argumente stechen!
- Breite vs Länge Quad und
- TÜV für den fertigen Koffer.

Das mit dem Boden...
Ggf. beim Hersteller den dünneren Boden über alles einbauen lassen, und dann nur in den Bereichen wo es nötig selber durch aufdoppeln (flächig verleimen) verstärken?

Falls der Hersteller das macht...

Also, weiter gutes Gelingen!

Gruß Sven
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Re: Ungewöhnliches Projekt

#30 Beitrag von Klappspaten » 2020-05-28 14:20:38

Dünneren Boden verbauen sie leider nicht.
Ich werde die Wochen mal zum Hersteller fahren und die Hänger vor Ort anschauen. Evtl lässt sich bei einem Persönlichem Gespräch noch das ein oder andere Detail verändern

Eben um dem Tüv für den fertigen koffer geht es mir. Mein Onkel hat schon ein Foodtruck bauen lassen, wichtig war dem Tüv das das drum herum passt und die Geräte innen Solide und sicher stehen. Null Probleme. Da das Fahrzeug fertig zugelassen war. Einbauten angeschaut TÜV Stempel drunter ende.

Die Frage ist mit welchen Kniffen könnte ich noch Gewicht sparen. An was ich noch gar nicht gedacht habe ist, dass ich die Ecken (Aluprofile) nachisolieren muss.

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