zwei tanks miteinander verbinden

alles, was nicht in die übrigen Technik-Kategorien passt

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burkhard
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Re: zwei tanks miteinander verbinden

#31 Beitrag von burkhard » 2019-11-20 21:37:57

erongo hat geschrieben:
2019-11-20 21:24:07
Und was bitte ist ein "Originaltank" bei einem LKW? Wo doch praktisch alle Fahrzeug dieser Kategorie individuell konfiguriert und im Werk gebaut werden (plus die Modifikationen der Aufbauhersteller).
Das hat MAN doch in der Aufbaurichtlinie erklärt. Der Originaltank nennt sich "Hauptbehälter".

"Hauptluftbehälter sind die Kraftstoffbehälter mit denen das Fahrzeug ab Werk ausgeliefert wurde, nicht jedoch Kraftstoffbehälter die nachträglich z.B. vom Aufbauhersteller oder von Werkstätten angebaut werden."

Es ist also der Tank, mit dem das Fahrzeug das Werk verlassen hat, egal ob der Kunde einen großen oder kleinen bestellt hat. Irgendeiner war ja dran und der zählt dann ab dem Zeitpunkt als "Hauptbeälter".

Das ist dokumentiert (z.B in der Datenkarte). Die möglichen Varianten ab Werk stehen in der ABE (jedenfalls in der ABE von meinem Fahrzeug und bei anderen Fahrzeugen wird das nicht anders sein).

Viele Grüße
Burkhard

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Pirx
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Re: zwei tanks miteinander verbinden

#32 Beitrag von Pirx » 2019-11-20 22:00:30

burkhard hat geschrieben:
2019-11-20 21:37:57
erongo hat geschrieben:
2019-11-20 21:24:07
Und was bitte ist ein "Originaltank" bei einem LKW? Wo doch praktisch alle Fahrzeug dieser Kategorie individuell konfiguriert und im Werk gebaut werden (plus die Modifikationen der Aufbauhersteller).
Das hat MAN doch in der Aufbaurichtlinie erklärt. Der Originaltank nennt sich "Hauptbehälter".

"Hauptluftbehälter sind die Kraftstoffbehälter mit denen das Fahrzeug ab Werk ausgeliefert wurde, nicht jedoch Kraftstoffbehälter die nachträglich z.B. vom Aufbauhersteller oder von Werkstätten angebaut werden."

Es ist also der Tank, mit dem das Fahrzeug das Werk verlassen hat, egal ob der Kunde einen großen oder kleinen bestellt hat. Irgendeiner war ja dran und der zählt dann ab dem Zeitpunkt als "Hauptbeälter".

Das ist dokumentiert (z.B in der Datenkarte). Die möglichen Varianten ab Werk stehen in der ABE (jedenfalls in der ABE von meinem Fahrzeug und bei anderen Fahrzeugen wird das nicht anders sein).
Dann habe ich ja Glück gehabt! Denn die aktuell angebauten Dieseltanks hat kein Aufbauhersteller und keine Werkstatt angebaut, sondern ich selbst. :D
Außerdem bezweifle ich, daß in der ABE meines 1974er Kurzhaubers das Wort Dieseltank auftaucht. In meiner Datenkarte steht davon sowieso nichts ...

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Re: zwei tanks miteinander verbinden

#33 Beitrag von erongo » 2019-11-20 22:05:04

Und ich habe wieder Pech gehabt. Ich habe nämlich keinen MAN und somit interessiert mich auch deren Aufbaurichtlinie nicht sonderlich.

Irgendwie habe ich nach wie vor keine Erklärung auf welcher Grundlage ich den Diesel in meinen Tanks verzollen sollte...

Gruß

Ulli

PS: Was sagt denn MAN wenn das Fahrzeug mit einem Überführungstank das Werk verlässt, was auch nicht so selten ist. Nach der hier vorgetragenen Theorie müsste dann ja die Dieselmenge verzollt werden, die das Volumen eben dieses meist kleinen Tanks übersteigt...

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Re: zwei tanks miteinander verbinden

#34 Beitrag von flaming_homer » 2019-11-20 22:30:59

erongo hat geschrieben:
2019-11-20 22:05:04
[...] Nach der hier vorgetragenen Theorie müsste dann ja die Dieselmenge verzollt werden, die das Volumen eben dieses meist kleinen Tanks übersteigt...
Leider ist es aber genau so:
http://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin ... n&nr=23180

Viele Grüße
Daniel

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Re: zwei tanks miteinander verbinden

#35 Beitrag von Pirx » 2019-11-20 22:51:57

flaming_homer hat geschrieben:
2019-11-20 22:30:59
erongo hat geschrieben:
2019-11-20 22:05:04
[...] Nach der hier vorgetragenen Theorie müsste dann ja die Dieselmenge verzollt werden, die das Volumen eben dieses meist kleinen Tanks übersteigt...
Leider ist es aber genau so:
http://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin ... n&nr=231805


Viele Grüße
Daniel
Naja,

bereits in der Urteilsbegründung steht ja, daß dies nur für den konkreten Einzelfall jenes Gerichtsverfahrens gilt:
Mit der von ihm aufgeworfenen Frage, "wer als Hersteller des Nutzfahrzeugs anzusehen ist", formuliert der Kläger keine abstrakte Rechtsfrage, die einer allgemeingültigen Klärung fähig ist, sondern er möchte die Frage beantwortet wissen, ob unter den besonderen Umständen des Streitfalles nicht der Hersteller des Fahrgestells, sondern der Karosseriebauer, nämlich die GmbH, Hersteller des Nutzfahrzeugs ist.
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Re: zwei tanks miteinander verbinden

#36 Beitrag von erongo » 2019-11-20 23:05:19

Nun wird's aber lustig, aber ich versuche mich auch mal als Jurist:

1. ist die Entscheidung des Bundesfinanzhofs schon wieder überholt. Das Finanzgericht Düsseldorf hat nämlich in einem ähnlichen Fall den EuGH um eine Klärung gebeten.

2. geht es ja zolltechnisch um die dann -vermeintlich- fällige Energiesteuer. Die fällt aber ohnehin nur an, wenn:

"Gemäß § 15 Abs. 2 Satz 1 EnergieStG entsteht die Steuer, wenn Energieerzeugnisse im Sinne des § 4 EnergieStG aus dem steuerrechtlich freien Verkehr eines Mitgliedstaats in das Steuergebiet verbracht werden und sie erstmals im Steuergebiet zu gewerblichen Zwecken in Besitz gehalten oder verwendet werden."

Damit sollten Wohnmobile ohnehin nicht betroffen sein.

Und ich bleibe bei meiner ganz persönlichen Frage: was macht denn der Zoll wenn es gar keine Originaltanks bzw. deren Eintrag in den Fahrzeugpapieren gibt?

Gruß

Ulli

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Re: zwei tanks miteinander verbinden

#37 Beitrag von burkhard » 2019-11-21 0:32:04

Das steht doch auch da, im zweiten Teil des Satzes:

"..., nicht jedoch Kraftstoffbehälter die nachträglich z.B. vom Aufbauhersteller oder von Werkstätten angebaut werden."

Wenn das Fahrzeug mit einem Überführungstank vom Werk zum Aufbauhersteller gefahren wird, dann zählt trotzdem der Tank, mit dem das Fahrzeug das Werk verlassen hat, als Haupttank. Also in diesem Fall der Überführungstank. So ist es eben geregelt, ob es einem gefällt oder nicht.

Ich denke beim Zoll funktioniert das dann so wie bei jeder Steuerschätzung auch. Der Zoll wird etwas schätzen, was ihm plausibel erscheint. Du kannst dann im Nachgang Widerspruch einlegen, musst dabei aber beweisen, mit was für einem Tank das Fahrzeug das Werk verlassen hat. Dazu benötigst du eine Herstellerbescheinigung. Der Hersteller wird dir dann die Größe des Überführungstanks bescheinigen. Was soll er auch anderes machen, wenn es den Tatsachen entspricht und du hast dann ganz einfach Pech gehabt.

Viele Grüße
Burkhard
Zuletzt geändert von burkhard am 2019-11-21 8:55:21, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: zwei tanks miteinander verbinden

#38 Beitrag von Sternwanderer » 2019-11-21 2:11:23

Wir hatten halt das Pech das der Zollbeamte auf die in die EU eingeführte Dieselmenge geachtet hat. Ich war ja schon froh das der Zöllner sich darauf eingelassen hat das wir unsere Tanks eingetragen haben. Trotz des 1100l eingetragenen Tankvolumes sagte mit der Zöllner das es nicht gestattet sei mehr als 600l einzuführen. Ich fühlte mich einem mir schon entgegen gekommenden Zollbeamten auch nicht in der Position zu fordern den zuviel eingeführten Diesel nicht zu verzollen. Vielmehr waren wir froh keine Strafe zu erhalten und rund die hälfte des fälligen Zolls erlassen bekommen zu haben. Gespart haben wir durch den günstigen Russlanddiesel ja immer noch reichlich.
Ob der polnische Zöllner Zuviel oder zu Unrecht Zoll verlangt hat, habe ich zu dem Zeitpunkt nicht gewusst und später auch nicht recherchiert.
In der Zukunft würden wir über Litauen ausreisen, da hörten wir, wird auf die Dieseltanks nicht geachtet. Aber das ist auch nur Hörensagen.
http://www.die-sternwanderer.de


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Re: zwei tanks miteinander verbinden

#39 Beitrag von OliverM » 2019-11-21 6:05:22

Sternwanderer hat geschrieben:
2019-11-21 2:11:23
Wir hatten halt das Pech das der Zollbeamte auf die in die EU eingeführte Dieselmenge geachtet hat. Ich war ja schon froh das der Zöllner sich darauf eingelassen hat das wir unsere Tanks eingetragen haben. Trotz des 1100l eingetragenen Tankvolumes sagte mit der Zöllner das es nicht gestattet sei mehr als 600l einzuführen. Ich fühlte mich einem mir schon entgegen gekommenden Zollbeamten auch nicht in der Position zu fordern den zuviel eingeführten Diesel nicht zu verzollen. Vielmehr waren wir froh keine Strafe zu erhalten und rund die hälfte des fälligen Zolls erlassen bekommen zu haben. Gespart haben wir durch den günstigen Russlanddiesel ja immer noch reichlich.
Ob der polnische Zöllner Zuviel oder zu Unrecht Zoll verlangt hat, habe ich zu dem Zeitpunkt nicht gewusst und später auch nicht recherchiert.
In der Zukunft würden wir über Litauen ausreisen, da hörten wir, wird auf die Dieseltanks nicht geachtet. Aber das ist auch nur Hörensagen.

Der polnische Zoll ist da schon sehr speziell. Das muss man sportlich nehmen oder die EU-Aussengrenze in einem anderen Land überschreiten.

Gruß

Oliver
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Re: zwei tanks miteinander verbinden

#40 Beitrag von Bahnhof » 2019-11-21 7:16:02

erongo hat geschrieben:
2019-11-20 23:05:19
Nun wird's aber lustig, aber ich versuche mich auch mal als Jurist:

1. ist die Entscheidung des Bundesfinanzhofs schon wieder überholt. Das Finanzgericht Düsseldorf hat nämlich in einem ähnlichen Fall den EuGH um eine Klärung gebeten.

2. geht es ja zolltechnisch um die dann -vermeintlich- fällige Energiesteuer. Die fällt aber ohnehin nur an, wenn:

"Gemäß § 15 Abs. 2 Satz 1 EnergieStG entsteht die Steuer, wenn Energieerzeugnisse im Sinne des § 4 EnergieStG aus dem steuerrechtlich freien Verkehr eines Mitgliedstaats in das Steuergebiet verbracht werden und sie erstmals im Steuergebiet zu gewerblichen Zwecken in Besitz gehalten oder verwendet werden."

Damit sollten Wohnmobile ohnehin nicht betroffen sein.

Und ich bleibe bei meiner ganz persönlichen Frage: was macht denn der Zoll wenn es gar keine Originaltanks bzw. deren Eintrag in den Fahrzeugpapieren gibt?

Gruß

Ulli

Wie schon vorher geschrieben
Der Zöllner macht was er will.

Selbst wenn du recht hast und der Zöllner nicht, was willst du denn tun?

Gerade bei so einem schwammigen Thema wie Diesel.
Und wenn er dir nur 50l zugesteht und die restlichen 600l bitte Mit 500€ versteuern sollst, willst ihm irgendein ausgedrucktes Blättchen unter die Nase heben??

Man ist ja nicht das erste Reisefahrzeug welches über die Grenze will und es haben ja wirklich fast alle gut große Tanks und Interesse an günstigen Dieselkosten.
In der Regel geht das Meiste gut


Manche Tanken im Iran mehrere 1000l und zehren da noch monatelang dran




Gruß

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Re: zwei tanks miteinander verbinden

#41 Beitrag von Pirx » 2019-11-21 8:29:36

burkhard hat geschrieben:
2019-11-21 0:32:04
Du kannst dann im Nachgang Widerspruch einlegen, musst dabei aber beweisen, mit was für einem Tank das Fahrzeug das Werk verlassen hat. Dazu benötigst du eine Herstellerbescheinigung. Der Hersteller wird dir dann die Größe des Überführungstanks bescheinigen.
Da bin ich aber gespannt, was z.B. die Firma Hanomag dem Halter des A-L 28 bescheinigt ... :huh:

Mal im Ernst: es gibt bei Nutzfahrzeugen bereits ab Werk unzählige Varianten an Dieseltanks. Solange es keine Datenbank gibt, auf die Zollbeamte EU-weit zugreifen können, um nachzuschlagen, was original verbaut war, funktioniert das doch nicht. Von älteren Fahrzeugen, deren Daten wahrscheinlich gar nicht vorliegen, mal ganz abgesehen.

Ich würde es drauf ankommen lassen und rechne mir bei einem möglicherweise entstehenden Widerspruch/Gerichtsverfahren gute Chancen aus. Zumindest bei Mercedes-Benz wird sich niemand mehr auftreiben lassen, der die genaue Originaltank-Konfiguration eines 1974 ausgelieferten Fahrzeugs belegen kann, das kann ich mit Sicherheit sagen!

Pirx
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Re: zwei tanks miteinander verbinden

#42 Beitrag von FrankyT » 2019-11-21 8:38:38

Sers Zusammen,

mag ja alles sein.. Dann ist man meinetwegen für den ersten Tank safe, muss aber trotzdem jeden weiteren versteuern... Ändert ja nix.

Nochmal zum eigentlichen zurück:

Kann ich den Diesel beim umpumpen von Tank zu Haupttank gleich filtern?

Und wie wahrscheinlich ist es, dass einem ein Tank mit Pumpe als Gefahrentransport ausgelegt wird? (Da nicht dauerhaft verbunden). :ohmy:

Grüße
Franky
Iveco Magirus 120-19 mit Kabinenkürzung und Koffer aus Iso-Paneelen (im Bau)
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Re: zwei tanks miteinander verbinden

#43 Beitrag von CharlieOnTour » 2019-11-21 9:15:00

FrankyT hat geschrieben:
2019-11-21 8:38:38

Kann ich den Diesel beim umpumpen von Tank zu Haupttank gleich filtern?
Du kannst auch einen Magnet in die Leitung zwischen den Tanks binden, das bringt genauso viel :)

Die Umpumplösung ist teurer als eine Umschaltlösung, fehleranfälliger und bietet keine weiteren Vorteile.
Das wird nur gemacht, weil es bei Geländewagen ab und an gemacht wird und manche diese Erfahrung eben mitbringen. Beim Geländewagen macht man das nur, weil man keinen Platz hat, ordentliche Tanks anzubauen und deshalb jeden verwinkelten freien Fleck dazu nutzt.

Gruß
Chris

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Re: zwei tanks miteinander verbinden

#44 Beitrag von Konstrukteur » 2019-11-21 9:29:47

Hallo Chris (CharlieOn Tour),

jetzt möchte ich doch noch zu Deinen Ausführungen Stellung nehmen, denn ich kann sie nicht nachvollziehen.

Ja, meine Lösung funktioniert bei mir "erst" seit 3000km, aber wie zuvor schon Oschi schrieb, funktioniert es bei Ihm schon 5 Jahre so. Ist das lang genug?

Warum sollte der Tank redundant sein? Sind bei Dir die anderen Systeme auch redundant? Motor, Getriebe....?
Fahre ich in Gegenden mit schlechtem Sprit, überlege ich eher, ob ich bessere Filter (mit Heizung > hilft dann eventuell auch bei Sommerdiesel im Winter :) ) mit Ersatzfiltern einbaue/mitnehme,
ehe ich mir eine zweite Dieselpumpe einbaue/anschließe.
Außerdem tanke ich nach Möglichkeit selbst, sehe also, was in meinen Tank reinkommt. Und wozu immer nur einen Tank betanken??? Ich habe einen zweiten Tank angebaut um weiter zu kommen.

Wie kommt ein Loch in den Tank? Klar in Gegenden mit bleihaltiger Luft kann das schnell passieren, aber da will ich nicht hin. :)
So leicht kommt in einen Stahltank kein Loch und ehe er Bodenkontakt hat, haben vorher schon die Achsen Kontakt. Und selbst dann, so leicht geht kein Loch in den Tank (eher Beulen).

Jetzt noch zur Fehleranfälligkeit.
Die "Problematik" Absperrhahn habe ich erwähnt. (ist das wirklich problematisch?)
Beim Tanken schließe ich den Hahn und mache beide Tanks voll. Ein paar hundert Kilometer später (Toilettenpause) öffne ich den Hahn.
Wenn ich das nicht mehr schaffe, fahre ich kein Auto mehr. :)
Bei absetzendem Dreck in der Leitung > Tank 1 bleibt nutzbar. (Leitung spülen/austauschen und gut ist)
Und ein hochschnellender Ast schlägt gegen die U-Schiene und gut ist auch wieder. (die U-Schiene aus Stahl ist an den Tankkonsolen festgeschweißt)

Also ich sehe keine großen Nachteile, die gegen diese Lösung sprechen.

Gruß Uwe
Ich will reisen und nicht rasen, wozu brauche ich also Höchstgeschwindigkeit?

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Re: zwei tanks miteinander verbinden

#45 Beitrag von Jac0b » 2019-11-21 9:53:29

Moin,
Das Problem bei deiner Lösung, Uwe, könnte dann entstehen falls du wirklich Schnodder im Tank 2 hast. Dann muss die überbrückungsleitung raus. An für sich kein Stress, aber dann laufen beide Tanks leer, oder? Also Diesel irgendwie auffangen, nur womit? Lösung wird sich finden lassen, aber eben umständlich.

Bei der Lösung mit dem umschaltventil braucht es nur eben dieses, und etwas Leitung und Anschlüsse. Eine neue/ weitere Pumpe ist nicht nötig. Das von Oliver verlinke Ventil hat 3 Ein- und Ausgänge, also wie gemacht für 2 separate Tanks die mit vor und Rücklauf da drauf Gehen und dann von dort zu vorförderpumpe/ESP.

Ich hab das ganze auch noch vor mir, aber tendiere zur Umschaltventillösung. Einfach zu bauen, keine sauerei die entstehen könnte und der Tank kann auch auf die andere Seite.

Liebe Grüße, Jacob

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Re: zwei tanks miteinander verbinden

#46 Beitrag von meggmann » 2019-11-21 10:09:09

Meine 20-€-EBay-Chinaböller-Dieselpumpe weiss nicht, dass die nix taugt und läuft einfach. Ist ja nicht so, dass die jeden Tag stundenlang fördern würde, sitzt geschützt im Innenraum und selbst wenn irgendwas abreißen würde passiert nix, weil ich Flüssigkeiten grundsätzlich von Oben entnehme (Wasser auch). Die Leitung mündet im Tankstutzen des Haupttanks und wird mit einer Druckluft Schnellkupplung angeschlossen (ja ich weiß....).
Gekostet hat der Anschluss insgesamt vielleicht 60€ inkl. Schalter, Tankuhr, Dieselleitung, Druckluftzeug, Kabel,...

Loch im Tank? Wenn dann wohl von Diesel-Dieben. Ich schließe den Tank nie ab. Lieber leer als kaputt. Da wo ich meist stehe klaut auch keiner Diesel, weil keiner da. Und wenn Loch dann saubermachen, Dirko HT drauf, übernachten, füllen, weiterfahren.

Zu dem Zoll mach ich mir erst dann Gedanken wenn es eingetreten ist, um noch nicht vergossene Milch mache ich mir ja auch keinen Kopf...

Gruß Marcel
- Punkt 1 erreicht, THW Iveco 90-16 ist zu Hause (07.11.2014)
- Punkt 2 erreicht, LAK 2 ist zu Hause (7.12.2014)
- Punkt 3 erreicht, geänderte Fahrzeugart begutachtet (19.01.2015)
- Punkt 4 erreicht, Eisenschwein ist zugelassen (17.03.2015)
- Punkt 5 erreicht, Umbauten am "Trägerfahrzeug" beendet (12.04.2015)
- Punkt 6 erreicht, H Gutachten erteilt (15.12.2015)

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Re: zwei tanks miteinander verbinden

#47 Beitrag von burkhard » 2019-11-21 10:22:41

Hallo Pirx,

der Zoll muss gar nicht auf irgendwelche Datenbanken zurück greifen. Bei einem begründeten Anfangsverdacht (z.B. übergroße Doppeltankanlage, zwei Tanks an einer Rahmenseite, selbst gebastelter Tank, Teile aus dem Hydraulik- und nicht Automotive-Bereich) macht der Zoll eine Schätzung, welche Tankgröße seiner Meinung nach original dran war. Die Beweislast für das Gegenteil hat dann der Fahrer/Halter. Falls der Fahrer/Halter den Nachweiß aus welchen Gründen auch immer nicht erbringen kann bleibt es bei der Schätzung. So einfach ist das aus der Sicht des Zolls. Der Zoll ist fein raus, weil er keine Beweislast hat.

Es ist so wie bei der Einreise am Flughafen mit einem original verpacken Laptop. Ohne Kassenzettel macht der Zoll eine Schätzung. Hat man ein Schnäppchen gemacht und den Laptop billiger erworben hat man eben Pech gehabt.

Solange man die Tanks so baut, das kein Anfangsverdacht entsteht, ist alles entspannt. Wenn man es mit den Tanks nicht übertreibt würde ich mir da keinen Kopf machen.

Viele Grüße
Burkhard

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Re: zwei tanks miteinander verbinden

#48 Beitrag von Konstrukteur » 2019-11-21 10:35:12

Hallo Jacob,

so problematisch sehe ich das mit dem "Schnodder" in Tank zwei nicht.
Da der Tank 2 höher als der Haupttank eingebaut ist und sie über die Ablassschrauben verbunden sind, läuft der Tank 2 häufig komplett leer. :)
(die Ablassschrauben sitzen ja am tiefsten Punkt des Tanks)

Habe ich da nicht eher bei der Umschaltlösung das Problem, dass sich bei beiden Tanks unten der "Schnodder" mit der Zeit sammelt?

Gruß Uwe
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Re: zwei tanks miteinander verbinden

#49 Beitrag von CharlieOnTour » 2019-11-21 10:49:45

Konstrukteur hat geschrieben:
2019-11-21 9:29:47
Hallo Chris (CharlieOn Tour),

jetzt möchte ich doch noch zu Deinen Ausführungen Stellung nehmen, denn ich kann sie nicht nachvollziehen.

Ja, meine Lösung funktioniert bei mir "erst" seit 3000km, aber wie zuvor schon Oschi schrieb, funktioniert es bei Ihm schon 5 Jahre so. Ist das lang genug?
Er hat ein anderes System verbaut wie du.
Konstrukteur hat geschrieben:
2019-11-21 9:29:47
Warum sollte der Tank redundant sein? Sind bei Dir die anderen Systeme auch redundant? Motor, Getriebe....?
Fahre ich in Gegenden mit schlechtem Sprit, überlege ich eher, ob ich bessere Filter (mit Heizung > hilft dann eventuell auch bei Sommerdiesel im Winter :) ) mit Ersatzfiltern einbaue/mitnehme,
ehe ich mir eine zweite Dieselpumpe einbaue/anschließe.
Außerdem tanke ich nach Möglichkeit selbst, sehe also, was in meinen Tank reinkommt. Und wozu immer nur einen Tank betanken??? Ich habe einen zweiten Tank angebaut um weiter zu kommen.
Das kannst du in vielen Gegenden einfach mal vergessen. Der Beruf des Tankwarts ist in vielen Ländern noch etabliert. Da verbietet es der Anstand dem guten Mann seine Arbeit weg zu nehmen.
Zumal manche Zapfsäulen auch erst vom Tankwart freigeschaltet bzw die Pumpe eingeschaltet werden muss.
Konstrukteur hat geschrieben:
2019-11-21 9:29:47
Wie kommt ein Loch in den Tank? Klar in Gegenden mit bleihaltiger Luft kann das schnell passieren, aber da will ich nicht hin. :)
So leicht kommt in einen Stahltank kein Loch und ehe er Bodenkontakt hat, haben vorher schon die Achsen Kontakt. Und selbst dann, so leicht geht kein Loch in den Tank (eher Beulen).
Hochfliegende Sandbleche, Holz, Steine im Matsch und Dreck, bei der Überfahrung von Kuppen, Unfälle, Unachtsamkeit beim Rangieren (herausstehendes Eisen z.B.)
Konstrukteur hat geschrieben:
2019-11-21 9:29:47
Jetzt noch zur Fehleranfälligkeit.
Die "Problematik" Absperrhahn habe ich erwähnt. (ist das wirklich problematisch?)
Beim Tanken schließe ich den Hahn und mache beide Tanks voll. Ein paar hundert Kilometer später (Toilettenpause) öffne ich den Hahn.
Wenn ich das nicht mehr schaffe, fahre ich kein Auto mehr. :)
Das vergessen wird dir irgendwann passieren. Alles was schief gehen kann, geht irgendwann schief.
Konstrukteur hat geschrieben:
2019-11-21 9:29:47
Bei absetzendem Dreck in der Leitung > Tank 1 bleibt nutzbar. (Leitung spülen/austauschen und gut ist)
Und ein hochschnellender Ast schlägt gegen die U-Schiene und gut ist auch wieder. (die U-Schiene aus Stahl ist an den Tankkonsolen festgeschweißt)

Also ich sehe keine großen Nachteile, die gegen diese Lösung sprechen.

Gruß Uwe
Dann ist es doch gut. Du musst ja damit leben.
Weiterempfehlen würde ich diese Lösung dennoch nicht.

Gruß
Chris

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Re: zwei tanks miteinander verbinden

#50 Beitrag von Konstrukteur » 2019-11-25 22:17:52

Hallo Chris,

nachdem du meinen Beitrag so ausführlich zitiert hast, will ich zum Abschluss nur noch zwei Anmerkungen machen.

Deinen Antworten kann ich entnehmen, dass Du auf Deinen Reisen mit Deinem Fahrzeug viel Pech gehabt hast oder hattest. :(
Ich hoffe, dass ich davon verschont bleibe. Ich denke, eine gute Vorbereitung kann schon Mal vor vielen bösen Überraschungen schützen. :)
Wenn ich vor der Fahrt immer schon überlegen soll, was alles schief gehen könnte, ist es glaube ich besser, die Reise gar nicht erst anzutreten. :(

Aber ich werde natürlich hier weiter berichten, wie sich mein System im weiteren Einsatz bewährt! :)

Gruß Uwe
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Re: zwei tanks miteinander verbinden

#51 Beitrag von tonnar » 2019-11-25 23:31:55

Hallo Arne,
wenn man auf low-tech steht, bleiben m. M. n. eigentlich nur zwei Varianten:

1. ein 2-Wege-Umschaltventil, wie von Oliver verlinkt
2. das "Vakuum-Prinzip", wie hier beschrieben. Also Vor- und Rücklauf in Tank 1 wie bisher belassen, einen "dichten" Tankdeckel drauf und eine Saugleitung an das Steigrohr von Tank 2. Diesen mit dem belüftenden Tankdeckel verschließen (zusätzliche Belüftung durch den Rücklaufanschluss ist auch ok).

Beide Varianten haben den Vorteil, das eine Leckage an einem Tank nicht zwangsläufig zum Verlust der gesamten Kraftstoffmenge aus beiden Tanks führt. Auch ein Leerfahren eines Tanks um diesen bspw. mit Winterdiesel zu befüllen, ist bei beiden Varianten möglich (einfach den ersten Tank belüften/Tankdeckel tauschen).
Wie wahrscheinlich die Gefahr eines zerknitterten Tanks durch eine verstopfte Saugleitung ist kann ich nicht sagen, da ich so eine Situation noch nie erlebt habe. Allerdings habe ich schon von Düdos gehört, bei denen durch eine mangelhafte Belüftung des Tanks der Motor unter Last zu wenig Treibstoff bekommen hat.

Da du bei dir nur zwei relativ kleine Tanks mit insgesamt 270l verbinden willst, würde ich wahrscheinlich die Vakuum-Variante vorziehen.

Gruß
Tino

OliverM
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Re: zwei tanks miteinander verbinden

#52 Beitrag von OliverM » 2019-11-25 23:43:05

Konstrukteur hat geschrieben:
2019-11-25 22:17:52

Wenn ich vor der Fahrt immer schon überlegen soll, was alles schief gehen könnte, ist es glaube ich besser, die Reise gar nicht erst anzutreten. :(

Aber ich werde natürlich hier weiter berichten, wie sich mein System im weiteren Einsatz bewährt! :)

Gruß Uwe
Moin Uwe,
du weißt aber schon daß ein Optimist einfach nur ein Pessimist ohne Erfahrung ist . ;)

Gruß

Oliver
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Re: zwei tanks miteinander verbinden

#53 Beitrag von laforcetranquille » 2019-11-26 7:39:27

Hallo Burkhard,
wie verhaelt es sich bei dieser Inerpretation (werksseitig verbaute Originaltanks) dann in dem, mal garnicht so unueblichen Fall, wenn das Fahrgestell vom Hersteller mit einem 'Uberfuehrungstank" ausgeliefert an den Aufbauer ausgeliefert wird und dieser erst das Fahrzeug fertigstellt. Ejn Fahrgestell ohne Fahrerhaus zB. fuer einen Vollintegrierten ist dich im Sinne des Gesetzgebers gar kein fertiges und einsatzfaehiges Fahrzeug
Gruss Wim
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Re: zwei tanks miteinander verbinden

#54 Beitrag von laforcetranquille » 2019-11-26 7:47:41

Ich habe uebrigends die selbe Loesung wie Uwe.
Originaltank unveraendert zur Entnahme und fuer den Ruecklauf. Zusatztank nur mit Be/ Entlueftung etwas hoeher und in der Leitung zwischen den Ablasschrauben einen Absperrhahn . Das funzt seit mehreren zehntausend Km ohne irgendwelche Probleme. Der Absperrhahn wird einfach geoeffnet wenn meine Tankuhr Reserve anzeigt und vor dem Tanken wieder geschlossen. Hat nebenbei den Vorteil das man den zweiten Tank nur bei wirklichem Bedarf fuellen kann.
Gruss Wim
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Re: zwei tanks miteinander verbinden

#55 Beitrag von burkhard » 2019-11-28 10:47:57

Hallo Wim,

schwierige Frage, die du da stellst. Einerseits ist der Satz "..., nicht jedoch Kraftstoffbehälter die nachträglich z.B. vom Aufbauhersteller oder von Werkstätten angebaut werden." eindeutig und trifft auch auf ein unvollständiges Fahrzeug zu, das dann vom Aufbauhersteller vervollständigt wird. Auch in diesem Fall hat das unvollständige Fahrzeug das Werk mit einem Tank verlassen, so dass man sagen könnte, dieser Tank zählt.

Andererseits ist bei einem unvollständigen Fahrzeug das Zulassungsverfahren ein anderes. Es besteht dann aus zwei Teilen. Der Hersteller füllt den ersten Teil des COC aus, der Aufbauhersteller nach Abschluss seiner Arbeiten den zweiten Teil. Erst dann ist das COC gültig. Mann könnte also auch sagen, es zählt der Tank, der zum dem Zeitpunkt, an dem das COC gültig wird, dran war. Das wäre dann der Tank, den der Aufbauhersteller montiert.

Viele Grüße
Burkhard

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Re: zwei tanks miteinander verbinden

#56 Beitrag von DaPo » 2019-11-28 13:26:31

Hallo zusammen,

die nächste Frage wäre dann, wer bei einem "unvollständigen" Fahrgestell dann letztendlich als Hersteller in den Papieren steht.
Grüße
DaPo (Daniel)

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Re: zwei tanks miteinander verbinden

#57 Beitrag von laforcetranquille » 2019-11-28 13:33:40

Mein Chassis wurde seinerzeit ohne Huette nackt beim Aufbauer angeliefert. Im Brief steht aber nicht RMB sondern MAN.
Vielleicht hat sich das ja zwisvhenzeitlich geaendert.
Gruss Wim
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Re: zwei tanks miteinander verbinden

#58 Beitrag von burkhard » 2019-11-28 13:48:37

Die ganze Materie ist schon recht komplex.

https://www.sgs-tuev-saar.com/images/pd ... rzeuge.pdf

Dort steht:

Hersteller
Die Person oder Stelle, die gegenüber der Genehmigungsbehörde für alle Belange des Typgenehmigungs- oder Autorisierungsverfahrens sowie für die Sicherstellung der Übereinstimmung der Produktion verantwortlich ist.


Das müsste dann meines Erachtens nach bei einer Mehrstufen-Typgenehmigung der letzte Aufbauhersteller in der Kette sein.

Viele Grüße
Burkhard

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Re: zwei tanks miteinander verbinden

#59 Beitrag von laforcetranquille » 2019-11-28 13:55:05

Mein Chassis wurde seinerzeit ohne Huette nackt beim Aufbauer angeliefert. Im Brief steht aber nicht RMB sondern MAN.
Vielleicht hat sich das ja zwisvhenzeitlich geaendert. COC gabs damals fuer diese Fahrzeuge noch nicht.
Gruss Wim
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Re: zwei tanks miteinander verbinden

#60 Beitrag von laforcetranquille » 2019-11-28 14:01:04

Ich habe mal kurz Revue passieren lassen. COC gibt es seit Anfang der 2000er. 2005 habe ich in Deutschland ei n in Italien aufgebautes Womo auf Sprinter gekauft. Das hat ein COC Dokument und ich konnte so in Frankreich ohne Einzelabnahme sofort zulassen. In den franz. Papieren stand dann Daimler, was im Deutschen Brief stand weiss ich nicht mehr.
Gruss Wim
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