Stahl: viele Gehrungsschnitte - mit welcher Säge?

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tichyx
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Stahl: viele Gehrungsschnitte - mit welcher Säge?

#1 Beitrag von tichyx » 2019-07-16 20:58:49

Hallo,

ich möchte massiven Flach- und Quadratstahl mit verschiedenen Durchmessern (10-40mm) mit 45° Gehrungsschnitten absägen. Immer unterschiedliche Längen und die Gehrungen in wechselnden Richtungen, so dass das Werkstück mal links und mal rechts vom Sägeblatt abgeschnitten wird, je nach dem wie ich anzeichnen musste.
Im Moment mache ich das mit einer einfachen Berg & Schmid Kappsäge, bei der der Spannbock auf 45° gedreht wird, das Blatt bleibt fest. Die Schnittqualität an sich ist tadellos. Das Problem ist aber das Ausrichten des Werkstückes unter dem Sägeblatt. Es dauert immer ewig, bis ich den Stahl exakt ausgerichtet habe, weil entweder der Anriss links vom Blatt liegt und sehr schlecht einsehbar ist oder das Sägeblatt ungünstig steht und erst ein Sägezahn auf die kurze Stelle gedreht werden muss, an der sich Anriss (90°) und Blatt (45°) kreuzen oder beide Probleme zusammen. Oft muss ich dann nachschneiden, weil der Schnitt 5/10 oder mehr daneben liegt. Das nervt und kostet viel Zeit.
Das Ganze muss halbwegs präzise sein und die Längen variieren zwischen 20cm und 2 Metern.

Hat jemand einen Tipp, mit welcher Säge das halbwegs bezahlbar und vor allem schnell machbar ist? Wie machen das die Profis?
Wie ist das z.B. mit einer Bandsäge wie der Femi NG 120. Geht das damit besser und schneller? Andere Vorschläge?

Vielen Dank schon mal!
Grüße

Olli
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OliverM
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Re: Stahl: viele Gehrungsschnitte - mit welcher Säge?

#2 Beitrag von OliverM » 2019-07-16 22:36:46

Moin Olli,
wir machen das mittlerweile mit einer Bandsäge ,

https://www.top-maschinen.de/berg-schmi ... XsQAvD_BwE


Gruß

Oliver
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Unimuck
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Re: Stahl: viele Gehrungsschnitte - mit welcher Säge?

#3 Beitrag von Unimuck » 2019-07-16 22:45:38

Hi,
Ich habe eine alte Eisele Kaltkreissäge. Bei der schwenkt man das Sägeblatt um einen Drehpunkt Hinterkante Schraubstock.
Aber fünf Zehntel Millimeter auf 2 Meter ist doch schon recht brauchbar!?
Gruß Hartmut

Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden. (Sokrates)

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Zentralgestirn
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Re: Stahl: viele Gehrungsschnitte - mit welcher Säge?

#4 Beitrag von Zentralgestirn » 2019-07-16 23:05:16

Hallo,

Eine Kaltenbach KKS400 ist die beste Säge die ich bisher gefunden habe. Hatte sie als 370 wobei die HDM 900 auch super war aber zu groß für dich. Anschlag mit eigenem Messsystem ist das einzige was da schnell und genau funktioniert. Braucht ja nichts mit Glasmaßstäbe sein, ein Maßband reicht da schon. Da ein Anschlag dran und da den Anschlag so weit rechtwinklig abstehen lassen wie die größten Werkstücke tief sind, damit du bei gehrungsschnitten die Spitze erwischt. Für jeden Winkel wirst du dann aber bei den allermeisten Maschinen mehr wie eine Skala brauchen, damit du das für den Winkel genau machen kannst. Hat der Anschlag auch noch einen nonius wird es noch genauer.

Für Mal eben so, geht auch gut ein stahlmaß oder linieal an das Sägeblatt halten und runter ziehen. Bis auf das Werkstück, so daß es Sägeblatt und Werkstück gleichzeitig berührt. Damit kannst du dir nicht nur an der tiefsten Stelle des Kreissägeblattes die Flucht zum anriss holen. Den anriss mit einem Winkel über die gesamte Breite des Werkstückes zu mache. Ist jetzt aber auch nicht so viel mehr Arbeit.

Und von Bandsägen halte ich deutlich weniger wie von Kaltkreissägen mit Segmentsageblätter.

Grüße Sebastian

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tichyx
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Re: Stahl: viele Gehrungsschnitte - mit welcher Säge?

#5 Beitrag von tichyx » 2019-07-17 16:51:31

Hallo,

vielen Dank für die Antworten. Die genannten Maschinen übersteigen das Budget für das Projekt leider... Unter 1000 Euro sollte es schon bleiben. Aber vielleicht kommt eine gebrauchte Kaltsäge in Frage. Oder eben die Femi NG120 Bandsäge als Ergänzung zu meiner Kappsäge... Hat vielleicht jemand längerfristige Erfahrungen mit dem Teil?
Ich vermisse einfach den Laser/Schatten, wie es ihn bei meiner Dewalt Holzkappsäge gibt. Damit ist das Arbeiten wirklich super schnell und wenn man ein bisschen übt auch super präzise... Warum baut das keiner bei Stahlsägen ein? Zu ungenau?
Das größte Problem bei meiner Berg&Schmid ist wohl der Sägeblattschutz, der sich automatisch auf und zu klappt und bei hochgestelltem Sägeblatt die Sicht versperrt... :mad:

Grüße

Olli
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Re: Stahl: viele Gehrungsschnitte - mit welcher Säge?

#6 Beitrag von Zentralgestirn » 2019-07-17 16:59:04

Hallo,

Mit etwas suchen sollten gute gebrauchte Sägen zu finden sein. Ich habe noch nie mehr wie 800€ bezahlt und das für die Monstersäge. Geduldig suchen hilft da viel.

Den Schutz hätte ich schon sehr lange abgebaut wenn er stört.

Wenn du zufrieden mit deiner Säge bist, was ich bei B&S verstehe baue dir doch einen Anschlag mit Messsystem und Ruhe hast. Brauchste nicht viel Geld ausgeben und weißt wie die Säge geht bzw was für nicht geht.

Bandsägen sind zwar schon billig bei großen Sagebereichen aber so sauber und genau wie eine Kaltkreissäge funktionieren sie idr nie.

Grüße Sebastian

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Re: Stahl: viele Gehrungsschnitte - mit welcher Säge?

#7 Beitrag von Wuiderer » 2019-07-17 17:00:35

tichyx hat geschrieben:
2019-07-17 16:51:31
Das größte Problem bei meiner Berg&Schmid ist wohl der Sägeblattschutz, der sich automatisch auf und zu klappt und bei hochgestelltem Sägeblatt die Sicht versperrt... :mad:
Lässt sich der nicht modifizieren und an die benötigten Gegebenheiten anpassen ;)

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Re: Stahl: viele Gehrungsschnitte - mit welcher Säge?

#8 Beitrag von steyermeier » 2019-07-18 11:00:52

Bei meiner RYOBI holzkappsäge ist der Laser in dem sägeblattflansch verbaut...den müsste man auch auf eine Metall kappsäge umbauen können.
Hab ich auch noch nicht dran gedacht....wir haben das Thema auch.
Gruß markus

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Re: Stahl: viele Gehrungsschnitte - mit welcher Säge?

#9 Beitrag von orangina » 2019-07-18 22:09:52

Hallo,

Habe eine Femi 785XL und bin damit seit 6 Jahren zufrieden. Hatte damals direkt in Italien für nen guten Kurs bestellt und die 785er packt auch mal größere Brocken...

Grüße,
Markus

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Re: Stahl: viele Gehrungsschnitte - mit welcher Säge?

#10 Beitrag von Palmer » 2019-07-19 9:21:02

Ich habe eine BOMAR Ergonomic Bandsäge, gut und günstig.
Da kann man den Sägebügel schwenken ohne dass sich das Längenmaß ändert, das Sägeband geht exakt durch den Drehpunkt des Sägebügels.

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