Ersatzrad in Europa mitnehmen?

alles, was nicht in die übrigen Technik-Kategorien passt

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beboquin
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Ersatzrad in Europa mitnehmen?

#1 Beitrag von beboquin » 2018-05-03 20:37:19

Hallo Forum,
wollte nochmal kurz eine Frage in die Runde werfen:
Ist ein Ersatzrad in Europa unbedingt notwendig mitzunehmen? Klar ich weiß schon Größe etc. Mein Reifen ist 14.00R20.
Ich hatte auf der Fahrt von Berlin in den Hunsrück meinen Reifen auf der Doka befestigt. Naja vom Fahrgefühl ging so, mir persönlich kam das etwas schwammig vor, und ich würde lieber vor meiner Fahrt nach Frankreich (später weiter nach Spanien-Portugal) den Reifen (nur die Decke mit Schlauch und Felgenband) wieder runter nehmen wollen. Den verkorksten Schwerpunkt habe ich beim Lenken gespürt, klar Autobahn etc. Geradeausfahrt war in Ordnung aber in Frankreich gibt es reichlich Kreisel zu fahren und dann finde ich diese Kombination auf der Doka nicht so prickelnd. Würde liebe leichtes Geröddel auf Dach packen in Alu Zarges Kisten und den Reifen zu Hause lassen.
Gewicht ist auch noch ein Thema da nur bis 7.49 Tonnen.
Wie seht Ihr das?
Gruß Bernd
Fahrzeug Magirus Deutz 170D11FA kl. Doka / THW
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Chriss71
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Re: Ersatzrad in Europa mitnehmen?

#2 Beitrag von Chriss71 » 2018-05-03 21:15:47

Hallo Bernd,
möglich ist das wohl, allerdings würde ich persönlich das nie freiwillig machen.

Viele Grüße

Christian

Flammkuchenklaus
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Re: Ersatzrad in Europa mitnehmen?

#3 Beitrag von Flammkuchenklaus » 2018-05-03 21:15:50

!4 er Reifen liegen auch in Europa nicht bei jedem Gummionkel im Lager.Das kann dann schon 1-2 Tage dauern ,und du bist seiner Preisvorstellung im Moment ausgeliefert.

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brummiwomo
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Re: Ersatzrad in Europa mitnehmen?

#4 Beitrag von brummiwomo » 2018-05-03 21:17:20

Merkt man echt ein Rad auf dem FH-Dach beim Fahren ?

Ich würde ja immer ein Ersatzrad mitnehmen. Aus 2 Gründen: ich hab dann im Bedarfsfall nicht das Theater mich um einen Reifendienst kümmern zu müssen UND ich hab ein Ersatzrad :)
Iveco 95-17
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lunschi
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Re: Ersatzrad in Europa mitnehmen?

#5 Beitrag von lunschi » 2018-05-03 22:18:32

Rad auf dem Dach? Ich würde mal denken das eine 14.00R20-Decke weit mehr als einen Zentner wiegt. Sowas lagert man besser nicht am höchsten möglichen Punkt im Fahrzeug. Ich glaube gern dass man das beim Fahren merkt. Aber allein das Geassel den Reifen da draufzukriegen würde mich schon davon abhalten.
Davon abgesehen ist die Lagerung eines Reifens unter ständiger UV-Bestrahlung bei großen Temperaturwechseln auf dem Fahrzeugdach auch unter dem Gesichtspunkt der Reifenalterung alles andere als vorteilhaft.

Das Ganze läuft für mich unter der Rubrik "sieht zwar rallyemäßig aus ist aber eigentlich Schwachsinn wenn man mal drüber nachdenkt".

Für das Ersatzrad (das bei dieser Reifendimension sicher absolut sinnvoll ist) muss es einfach einen besseren Platz geben.

Kai
Zuletzt geändert von lunschi am 2018-05-03 22:20:57, insgesamt 1-mal geändert.
Kaputt ist wenn man aufhört zu reparieren.

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Pingu
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Re: Ersatzrad in Europa mitnehmen?

#6 Beitrag von Pingu » 2018-05-03 22:20:01

Die Frage ist auch: Was gilt in Frankreich? Insbesondere nachdem ich gerade die Tage gelesen habe, dass man in Frankreich auch alle Ersatzglühbirnen mitführen muss.

Thilo

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advi
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Re: Ersatzrad in Europa mitnehmen?

#7 Beitrag von advi » 2018-05-03 22:28:27

Es soll ja Leute geben, die nur ein Reifenflickset mitnehmen ;)

Geschichte am Rande..... nachdem die Landcruiser Fahrer zum Jahrewechsel mitbekommen haben, das ich ein Ersatzrad im Buschtaxi dabei habe, haben Sie ihre alle in Tunesien in Douz ihre auf dem Campingplatz gelassen.
Nach dem Motto, sonst sind unsere Fahrzeuge zu schwer.....was lernen wir daraus? Freunde mit dem passenden Ersatrad mitnehmen :)
Frank

Unserer heißt Alladin und ist ein MAN LE220 mit ausgebautem Kühlkoffer

Ausbau siehe http://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/p ... 35&t=55758

Meine Gedanken zu wie viel Expeditionsmobil ist nötig http://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/p ... 18&t=75381

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franz_appa
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Re: Ersatzrad in Europa mitnehmen?

#8 Beitrag von franz_appa » 2018-05-03 23:21:39

Pingu hat geschrieben:
2018-05-03 22:20:01
Die Frage ist auch: Was gilt in Frankreich? Insbesondere nachdem ich gerade die Tage gelesen habe, dass man in Frankreich auch alle Ersatzglühbirnen mitführen muss.

Thilo
Hi
Das gilt für fast ganz Europa - ausser Deutschland :D

Aber auch da gilt: Lieber mal ein Birnchen dabei haben, auch wenn es vielleicht nicht vorgeschrieben ist :dry:

Und diese Ersatzrad-Diskussion finde ich müssig...

@Bernd
Bevor ich mir ne Dusche, nen Konverter, ne Sound-Anlage, nen Backofen, oder auch nur Ersatz-Bettwäsche einpacke - habe ich nen Ersatzrad an Bord.
my cents

Oder hast du auch keinen Wagenheber an Bord?

Greets
natte
Eat a Peach: Allman Brothers - Gov't Mule - Blues-Rock
26.05. 2018 im Beatles Museum "Yellow Submarine", Bad Ems

04.08. 2018 Transpool - eigene Songs, viel Energie, punkyfunkysong&roll
auf dem Lava-Rock Festival bei Mayen

Dead Baron:
jazzy, funky, improvisiertes Zeugs
01.09.2018 Mahlberg Festival Bad Ems
teaser gefällig? https://www.youtube.com/watch?v=V1qCLXN37Dw

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Tomduly
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Re: Ersatzrad in Europa mitnehmen?

#9 Beitrag von Tomduly » 2018-05-04 8:04:04

franz_appa hat geschrieben:
2018-05-03 23:21:39
Und diese Ersatzrad-Diskussion finde ich müssig...
Yep. Nur weil einem plötzlich auffällt, dass es der mit Abstand unhandlichste Gegenstand an Bord ist und er eigentlich nirgends ins Konzept rein passt. Auch nur eine Decke mitzunehmen und kein vollwertiges Rad, halte ich für einen faueln Kompromiss. Reifenpannen passieren nach Murphy's Law immer an denkbar ungünstigen Orten (12 Uhr mittags vor einem tunesischen Schulzentrum, uns passiert...) oder zu unpassenden Zeitpunkten (4h vor Abfahrt der gebuchten Fähre). Da hat man nciht immer Zeit und Muße, den Reifen von der Felge zu hebeln oder nen Schlauch zu flicken und alles wieder zusammen zu bauen. Auf ner Autobahn ist schon das bloße Rad wechseln u.U. lebensgefährlich, da will ich nicht noch zur eigenen Reifenbastelbude auf dem Seitenstreifen mutieren müssen.
Und bei LKW-Rädern nimmt der hilfsbereite Einheimische mit seinem Fiat 500 das kaputte Rad auch nicht einfach mal so im Kofferraum mit zur nächsten Werkstatt, d.h. man muss erst mal nen geeigneten Transporteur finden. Und das havarierte Fahrzeug steht dann u.U. 1-2 Tage lang an einer blöden Stelle.
Mit E-Rad ist man nach 10min wieder fahrbereit (zumindest aus der Gefahrenzone raus und kann sich dann in Ruhe um das Pannenrad kümmern bzw. selbst eine Werkstatt ansteuern).

Beim Reisen ohne E-Rad wälzt man im Pannenfall ne Menge Last auf andere ab und plant das insgeheim schon mit ein, dass andere helfen _müssen_. Diese vorsätzliche Hakuna Matata Mentalität liegt mir nicht. Aber ich kenne auch Zeitgenossen, die der Ansicht sind, ein Wagenheber pro Gruppe reicht doch völlig. Oder die abends am Lager daherkommen: "Du, ich müsste mal Öl nachfüllen, Du hast doch bestimmt welches dabei?"

Grüsse
Tom

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Chris_G300DT
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Re: Ersatzrad in Europa mitnehmen?

#10 Beitrag von Chris_G300DT » 2018-05-04 8:09:29

Eine rechtliche Plicht zum mitführen eines Reserverades gibt es in Deutschland nicht.
Du musst halt im Pannenfall vermutlich direkt abgeschleppt werden und musst halt die Rechnung zahlen. Ein 14.00er braucht (in Deutschland) mindestens 1-2 Werktage bis er bei dir ist. Somit ist nichts mit wechseln auf der Standspur.

Das Rad auch noch auf dem Dach zu transportieren ist... nunja recht fragwürdig.
Mindestens ein Rad sollte doch recht schnell verfügbar sein.

Eine Halterung für das Ersatzrad sollte man geplant haben, bevor der weitere Aufbau dran ist. Beim Hausbau beginnt man auch nicht mit dem Erdgeschoss und überlegt sich im nachhinein einen Keller zu benötigen.

Wenn du auf ein Reserverad verzichten möchtest, solltest du auf gängige 22,5er umrüsten. Bei neuen LKWs ist das Reserverad samt Werkzeug aufpreispflichtig und wird auch gerne eingespart. Da kommt dann der Reifenonkel mit der mobilen Werkstatt an den Standstreifen und bringt dir direkt einen neuen Reifen mit.

Gruß
Chris

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Andy
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Re: Ersatzrad in Europa mitnehmen?

#11 Beitrag von Andy » 2018-05-04 9:11:06

Moins,

Ich fahre mittlerweile auch immer mit ersatzrad.

Das teil ist bei mir vorne an der nase.
10 minuten für nen radwechsel halte ich sogar bei meinen reifen sehr sportlich. Ich bin wohl einer der wenigen, die mit den 8.25er trennscheiben unterwegs sind und hinten noch zwiling bereifung. Laut waage, reicht eigendlich auch einer von den zwillingen. Theoretisch fahre ich 3 ersatzräder rum. Sieht aber dann schon komisch aus, wenn hinten so ne schmale pelle drauf ist.

Der platz des e. Rades ist auch nicht optimal, aber auf dem dach will ich die nur knapp 80kg auch nicht haben.

Wichtig zum e rad sind auch 2 wagenheber oder einer mit ordendlich hublänge oder genug klötze oder nen bock. Sogar bei den 8.25er reicht der originale wagenheber nicht.

Aber so nen rad tröt hatte wir auch schon mal.

Der eine ist mit reifenpannen gesegnet, mind. 2 pro 4 wochen, der andere fährt und nix passiert. Wenn jahrelang nix passiert kommt man auf so gedanken, der der ewig prass hat stellt sich die frage gar nicht :lol:

Vg
Andy
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meggmann
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Re: Ersatzrad in Europa mitnehmen?

#12 Beitrag von meggmann » 2018-05-04 9:56:31

Ich fahre mit Anhänger und der hat - gaaaaanz zufällig - die gleiche Radgrösse wie das Zugfahrzeug. Diese Gummiwürste zum Flicken hab ich auch dabei.
Bin auch schon ohne Ersatzrad los - fand ich ein seltsames Gefühl und mach ich auch nicht mehr.

Gruß, Marcel
- Punkt 1 erreicht, THW Iveco 90-16 ist zu Hause (07.11.2014)
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- Punkt 5 erreicht, Umbauten am "Trägerfahrzeug" beendet (12.04.2015)
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pete
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Re: Ersatzrad in Europa mitnehmen?

#13 Beitrag von pete » 2018-05-04 10:23:38

Chris_G300DT hat geschrieben:
2018-05-04 8:09:29
Eine rechtliche Plicht zum mitführen eines Reserverades gibt es in Deutschland nicht......
Da kommt dann der Reifenonkel mit der mobilen Werkstatt an den Standstreifen und bringt dir direkt einen neuen Reifen mit.
Aber meist nicht das gewünschte Fabrikat oder Profil.
Oft mit langen Wartezeiten, je nachdem ob noch einer vor dir dran ist, Entfernung , usw .
Einige Reifengrößen nicht auf Lager u. U.

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Re: Ersatzrad in Europa mitnehmen?

#14 Beitrag von Mark86 » 2018-05-04 10:41:44

Wenn du auf ein Reserverad verzichten möchtest, solltest du auf gängige 22,5er umrüsten. Bei neuen LKWs ist das Reserverad samt Werkzeug aufpreispflichtig und wird auch gerne eingespart. Da kommt dann der Reifenonkel mit der mobilen Werkstatt an den Standstreifen und bringt dir direkt einen neuen Reifen mit.
22,5 ist in der Regel ne Trailerbereifung. In der gibt es so gut wie keine MPT Profile und wenn du unterwegs son Reifen auftreibst, was eher kein Problem ist, dann ist das bestenfalls n Trailerreifen eines Markenreifenherstellers zum Listenpreis zuzüglich Montage und idr. mit FRT Kennzeichnung / nicht geeignet für Lenk und Antriebsachsen.
Der kostet dich dann mit vor Ort Montage 1000-1200€ und zum nächsten Tüv kannst ihn wegwerfen.
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Ersatzrad in Europa mitnehmen?

#15 Beitrag von dibbelinch » 2018-05-04 12:30:19

Andy hat geschrieben:
2018-05-04 9:11:06

Ich fahre mittlerweile auch immer mit ersatzrad.
Das teil ist bei mir vorne an der nase.

Andy
Also DAVON möchte ich ein Foto :lol:

Gruss, Ulf

P.S. Ich habe zwar nicht als allererstes meinen Ersatzradhalter gebaut. Aber der Platz, wo das rad hinkommt, war von Anfang an klar und wurde freigehalten. Ich würde auch nicht one Ersatzrad losfahren wollen.
Oh Lord
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felix
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Re: Ersatzrad in Europa mitnehmen?

#16 Beitrag von felix » 2018-05-04 12:42:20

Moin,

das Führerhaus vom 170 bricht, wenn da dauerhaft ein 14er Rad drauf liegt. Die Holme biegen ja schon, wenn man darauf läuft. War eine Einzelkabine, aber das Dach der Doka ist tendenziell noch instabiler.

MlG,
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Re: Ersatzrad in Europa mitnehmen?

#17 Beitrag von Chris_G300DT » 2018-05-04 12:55:10

Mark86 hat geschrieben:
2018-05-04 10:41:44

22,5 ist in der Regel ne Trailerbereifung.
Das stimmt so nicht ganz. So gut wie jeder Fernverkehrs-LKW steht auf 22,5 Zoll Reifen. Auch auf Lenk- und Antriebsachsen. Du meinst vermutlich breitere Single-Bereifung in 22,5. Da gebe ich dir Recht.

Wenn du ohne Ersatzrad auskommen willst, musst du halt einige Kröten schlucken.
z.B.
-am besten keine Single-Bereifung
-kein MPT Profil
Im Pannenfall
-musst du nehmen was man dir anbietet und zu dem Preis den man dir anbietet
-musst du mit dem Risiko leben mal eben 1000 Euro für einen Reifen zu zahlen, der eben schnell wieder runter muss.
-musst du die Abschleppkosten einkalkulieren, falls der Reifen doch nicht direkt auftreibbar ist und du die Standspur blockierst

Unterm Strich kann man sagen, ohne Ersatzrad unterwegs zu sein, ist nicht sonderlich pfiffig.

Gruß
Chris

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Re: Ersatzrad in Europa mitnehmen?

#18 Beitrag von Pepone1 » 2018-05-04 13:12:18

Ich bin genau einmal ohne Ersatzrad mit dem LKW gefahren. Ich war beim umziehen, das erste Ersatzrad war bereits umgezogen und so dachte ich, du fährst ja eh nur leer und bei 2 Ersatzrädern wirds dann bei der Rückfahrt vielleicht etwas knapp mit dem Platz. Hat mich dann 1100 € gekostet. Passierte am Anfang der Abfahrt von einer Schnellstraße, sprich keine Möglichkeit irgendwohin auszuweichen um nicht total im Weg zu stehen. Abschlepper war also notwendig und sobald der auflädt kostet es Geld, insofern also gleich in die Werkstatt geschleppt worden und zu meinem Glück konnten sie bei irgendeinem Reifendealer einen gebrauchten 12.5R20 mit Militärprofil auftreiben. Bilanz: Eine Nacht am LKW verbracht, da zum Zeitpunkt der Panne spätabends kein Abschlepper erreichbar war, 1100 € in cash losgeworden, die Erkenntnis, daß man 100TKM mit Ersatzrad rumfahren kann, der einzige Reifenschaden aber genau dann Eintritt, wenn man mal 500km ohne unterwegs ist....

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Re: Ersatzrad in Europa mitnehmen?

#19 Beitrag von AL28 » 2018-05-04 13:29:46

Hallo
Ich habe mich darüber 2015 mit einen Mitarbeiter vom LKW Notdienst vom Stinnes in Nürnberg unterhalten .
Sie haben auch einen 14.00 , sowie auch 12.5er 14.5er 10.00 und die ganzen alten Größen zumindest einmal da .
ABER ! Nur Michelin und der Preis ist Liste ohne ihrgentwelche Rabatte .
Da kann man sich von den einen Reifen , schon einen günstigen Satz Conti leisten :-)
Ein Grund weshalb ich auch auf die kl. 12.00-20 geblieben bin .
Leichter als ein 14er . austauschbar mit einen13R22.5 ( Gibt es bei jeder größeren Reifenhandlung sogar in Marokko zum mitnehmen ) .
Ich bekomme zwei Ersatzräder nebeneinander unter . Kein kaschieren der Penisgröße Notwendig .
Außerdem wäre mir im Gelände die Übersetzung zu lang . Ich habe kein Problem mit 80 km/H auf der Autobahn mich an die maximale zulässige Höchstgeschwindigkeit zu halten .
Kein Geld für Geschwindigkeits- Überschreitungen in Frankreich :-)
Gruß
Oli

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Re: Ersatzrad in Europa mitnehmen?

#20 Beitrag von meggmann » 2018-05-04 13:35:17

... in Frankreich ist 90 km/h das Limit für LKW auf Autobahnen.

Gruß, Marcel
- Punkt 1 erreicht, THW Iveco 90-16 ist zu Hause (07.11.2014)
- Punkt 2 erreicht, LAK 2 ist zu Hause (7.12.2014)
- Punkt 3 erreicht, geänderte Fahrzeugart begutachtet (19.01.2015)
- Punkt 4 erreicht, Eisenschwein ist zugelassen (17.03.2015)
- Punkt 5 erreicht, Umbauten am "Trägerfahrzeug" beendet (12.04.2015)
- Punkt 6 erreicht, H Gutachten erteilt (15.12.2015)

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Re: Ersatzrad in Europa mitnehmen?

#21 Beitrag von Mark86 » 2018-05-04 15:39:42

@Chris: Sorry, zumindest meine 385/65/22,5er Bereifung war bisher problematisch.
N Richtiger Weltreiselaster braucht eh min. 2 Ersatzräder, bzw. wenigstens 1 Rad und 1 Reifendecke...

Mit einem kaschieren der Penisgröße hat dass nix zu tun, ich fahre in der Regel nicht nackt LKW, so dass ja niemand den kleinen Penis sieht.
Das hat eher was mit "fahren im Sand" zu tun...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Ersatzrad in Europa mitnehmen?

#22 Beitrag von Jofri » 2018-05-05 8:50:43

Hallo,

worüber man alles diskutieren kann...
Meine Meinung: Das Mitschleppen von Ersatzrädern oder Decken ist Blödsinn, die brauchst du nur, wenn du eine Reifen/Felgenpanne hast!

Gruß
Jochen



(der immer mit zwei Ersatzrädern unterwegs ist/war)

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Re: Ersatzrad in Europa mitnehmen?

#23 Beitrag von Andy » 2018-05-05 9:10:07

Alles Quatsch,

der Plattfuß ist immer unten.
Einfach rad drehen.

Auf Eisen kann man auch fahren, man kommt nur später an, die Bahn macht es doch vor.

:joke:

Andy
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Re: Ersatzrad in Europa mitnehmen?

#24 Beitrag von Jofri » 2018-05-05 9:21:44

Andy hat geschrieben:
2018-05-05 9:10:07
Alles Quatsch,

der Plattfuß ist immer unten.
Einfach rad drehen.
...
Andy
Andy, das ist genial!
Gleich klebe ich mir ein Zettelchen mit dem Tipp ans Armaturenbrett!
Glücklicherweise hatte ich beim MAN noch keinen Platten, jetzt weiß ich was im Pannenfalle zu tun ist!

Gruß
Jochen

Donnerlaster
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Re: Ersatzrad in Europa mitnehmen?

#25 Beitrag von Donnerlaster » 2018-05-05 21:57:43

Kleiner Tipp, den ich vor kurzem erst gehört habe: wenn du einen Plattfuß hast, solltest du erst einmal das Rad auf eine andere Achse schrauben,
um festzustellen, ob der Fehler mitwandert......

Dann kannst du immer noch entscheiden, ob es richtig war, ohne Reserverad zu fahren.

:joke: :joke: :joke: :joke: :joke:

Mathias-Peter
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Re: Ersatzrad in Europa mitnehmen?

#26 Beitrag von Mathias-Peter » 2018-05-05 22:04:28

Donnerlaster hat geschrieben:
2018-05-05 21:57:43
Kleiner Tipp, den ich vor kurzem erst gehört habe: wenn du einen Plattfuß hast, solltest du erst einmal das Rad auf eine andere Achse schrauben,
um festzustellen, ob der Fehler mitwandert......

Dann kannst du immer noch entscheiden, ob es richtig war, ohne Reserverad zu fahren.

:joke: :joke: :joke: :joke: :joke:
Habe ich mal gemacht. Das Problem ist NICHT mitgewandert. Erst als ich den Wagenheber runter gelassen habe, ist das Problem auch auf der anderen Achse aufgetreten. Soll ich jetzt lieber einen zweiten Wagenheber mitnehmen, oder einfach beim weiterfahren den Wagenheber dranlassen ?

:angel:

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Re: Ersatzrad in Europa mitnehmen?

#27 Beitrag von u1550 » 2018-05-05 22:32:10

Zündung aus und wieder an.
Vielleicht ist der Fehler nach einem Reboot weg.
:wack:
v.G. Richard
Wer nicht spinnt, ist nicht normal.

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Gordie
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Re: Ersatzrad in Europa mitnehmen?

#28 Beitrag von Gordie » 2018-05-06 8:00:32

In der Ferne hier habe ich mir mal ein paar Gedanken dazu gemacht. Erst war ich auch der gleichen populären Meinung das ein Reserverad unbedingt notwendig ist.
Nach meinen neuen Überlegungen würde ich sagen, das man es doch wagen könnte ohne Ersatzrad los zu fahren, insbesondere wenn man nicht vorhat den Asphalt zu verlassen und über einen Reifenfüllschlauch verfügt.
Dabei würde ich jedoch einige Punkte beachten.
1 Die vier Reifen sollten recht neu und im guten Zustand sein damit die Chance auf ein Reifenplatzer minimiert wird
2 du solltest in der Lage sein einen Reifen selbst reparieren zu können. Also von der Felge runter und wieder auf die Felge montieren zu können. Falls nicht daheim das ganze mal ausprobieren und lernen. Reifenflickzeug und Schlauchflickzeug muss dabei sein und einen Ersatzschlauch
Auch SOS Klebeband ist nicht verkehrt. Damit könnte man ein defektes Ventil abdichten.
3 kaufe eine Reifenluftdruck überwachung, damit man rechtzeitig den Verlust des Luftdruckes bemerkt um in diesen Fall vom Standstreifen mit nachgepumpter Luft bis zum nächsten Parkplatz kommen kann, wo man dann in Ruhe den Reifen flickt.

So könnte ich mir das vorstellen, auch wennn ich selbst immer zwei bis vier Reserveräder dabei habe.
Ein kleines Restrisiko bleibt natürlich. Aber was solls? Denn auch durch unwegsames Gelände zu fahren birgt jede Menge Risiko das teuer werden könnte.


Gruss aus dem fernen Land, in dem selbst ein Reserverad zu wenig ist.

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Re: Ersatzrad in Europa mitnehmen?

#29 Beitrag von AL28 » 2018-05-06 12:02:37

Hallo
Reifenfüllschlauch :joke: :joke: :joke: :joke:
Reifendruckregelanlage , ich noch viel besser .
Zur Not einfach ein Rad hochbinden und mit 7 Weiterfahren ! :idee: :rock:
Aber auch das mit dem Reifenfüllschlauch ist endlich . :ohmy:
Gruß
Oli
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Re: Ersatzrad in Europa mitnehmen?

#30 Beitrag von gunther11 » 2018-05-06 12:05:23

Ich habe auch ein wenig darüber nachgedacht.
Gegen die Mitnahme spricht:
- Unterbringung
- Gewicht
Und es summiert sich:
+ Rad plus Reifen ca. 150 kg
+ Wagenheber ca. 15 kg
+ Montage (bei mir Traverse hinten) ca. 20/30 kg
+ Radkreuz, Verängerung etc. ca. 20 kg

Also ganz grob 200 kg

Für die Mitnahme spricht:
+ Wenn es seien muss kann ich
+ Keine "ewigen" Wartezeiten bei einer Panne
+ Die Qualität des Reifens ist bekannt und vor allem vollwertig, kein fauler Kompromiss

Ich denke in einigen Ländern hat man eine recht gute Versorgung innerhalb von 48 Std.
Aber irgendwo im weiten Norden könnte es schon mal spannend werden.

Am Ende habe ich mich für die Mitnahme entschieden, dort wo mich das Gewicht wirklich bedrückt würde ich die Tanks nur halb füllen (Diesel und Wasser), weil Diesel und Wasser bekomme ich in Europa immer recht einfach. Ist für mich eine Abwägung der Versorgungslage.

Soweit meine Gedanken (allerdings fehlen mir noch einige Erfahrungen von Reifenwechsel unter unschönen Bedingungen)


Ein schönes Wochenende
Gunther
13.10.17 Fahrzeug mit Kabine da :-) getauft auf Lulatsch

Ich würde nie einem Club beitreten der Menschen aufnimmt wie mich.

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