Akku-Schlagschrauber: welches Drehmoment?

alles, was nicht in die übrigen Technik-Kategorien passt

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Pirx
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Akku-Schlagschrauber: welches Drehmoment?

#1 Beitrag von Pirx » 2018-04-03 15:11:43

Hallo Forum!

Der jährliche Reifenwechsel an den PKW's ist in vollem Gang, und wie immer um diese Zeit nistet sich im Kopf der Wunsch nach einem Akku-Schlagschrauber ein.

Ich habe die alten Beiträge zwar durchforstet, aber keine Antwort auf meine Frage gefunden. Welches Löse-Drehmoment sollte ein Akku-Schlagschrauber für PKW-Radmuttern (auch festgerostete z.B. vom Anhänger) denn haben?

Je mehr desto besser, das ist mir schon klar. Aber ich würde gerne ein älteres Gerät anschaffen, das mit meiner vorhandenen Akku-Ladetechnik kompatibel ist. Und das bedeutet 9,6V oder 12V oder 14,4V. Da finde ich Geräte mit maximal 140 Nm (weiß aber nicht, ob Anziehmoment oder Lösemoment angegeben ist).

Also, wie viel Drehmoment braucht der Mensch?

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meggmann
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Re: Akku-Schlagschrauber: welches Drehmoment?

#2 Beitrag von meggmann » 2018-04-03 15:26:40

Hallo Pirx,

Losbrechmoment so ca. 3xAnzugsmoment (PKW also ca. 3xx NM).

Gruß, Marcel
- Punkt 1 erreicht, THW Iveco 90-16 ist zu Hause (07.11.2014)
- Punkt 2 erreicht, LAK 2 ist zu Hause (7.12.2014)
- Punkt 3 erreicht, geänderte Fahrzeugart begutachtet (19.01.2015)
- Punkt 4 erreicht, Eisenschwein ist zugelassen (17.03.2015)
- Punkt 5 erreicht, Umbauten am "Trägerfahrzeug" beendet (12.04.2015)
- Punkt 6 erreicht, H Gutachten erteilt (15.12.2015)

steyermeier
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Re: Akku-Schlagschrauber: welches Drehmoment?

#3 Beitrag von steyermeier » 2018-04-03 22:15:23

Hallo ,
Ich bin dabei meine Akku Technik auf milwaukee umzustellen. Weil die so ein breites Programm haben. .u.a. die schlagschrauber. In 18v habe ich ein älteren..mit 600nm. ..der macht schon auch einiges am Lkw. Beim Pkw Radmuttern muss der sich nicht wirklich mühen...beim Steyr schafft er es nicht ganz. Jetzt gibt es ein neuen mit 900nm....lechzt. .. :eek:
Gruß markus

visual
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Re: Akku-Schlagschrauber: welches Drehmoment?

#4 Beitrag von visual » 2018-04-03 22:17:19

Her große Milwaukee hat doch knapp 1500nm lösemoment?!

Alternativ der große Makita

steyermeier
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Re: Akku-Schlagschrauber: welches Drehmoment?

#5 Beitrag von steyermeier » 2018-04-03 22:27:16

3/4 Zoll? Noch besser....
Aber ob ich damit auf sie Pkw Radmuttern losgehen will...? Vielleicht sann doch mit dem drehmoment Schlüssel nachkontrollieren.... :totlach:

visual
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Re: Akku-Schlagschrauber: welches Drehmoment?

#6 Beitrag von visual » 2018-04-03 22:29:28

Es geht ja ums lösen.
Fest oder anziehen sollte man eigentlich nicht mit dem Schlaggi machen.

Btw der Makita hat 3 Stufen und es gibt ihn auch als halb zoll

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Re: Akku-Schlagschrauber: welches Drehmoment?

#7 Beitrag von Pirx » 2018-04-04 7:28:30

Danke für die bisherigen Antworten!

Also gedacht hatte ich an ein 1/2-Zoll-Gerät, und wenn ich die vorhandene Ladetechnik weiterverwenden will, muß es ein Makita-Gerät mit maximal 14,4 V sein. Aber wie ich hier rausgehört habe, hat der zu wenig Drehmoment für wirklich festsitzende Radmuttern, also lasse ich es bleiben.

Klar wäre ein aktuelles 18-Volt-Teil mit 500 bis 1000 Nm eine feine Sache, aber für ein einziges Gerät das sehr selten zum Einsatz kommt, schaffe ich nicht ein komplett neues Akku-System an. Ich ärgere mich jetzt schon, daß ich für die Akku-Kartuschenpresse ein zweites System angeschafft habe, weil es da für meine vorhandenen Akkus nichts Passendes gab.

Ich bin jetzt noch am überlegen, ob nicht ein 230-Volt-Schlagschrauber was wäre. Die gibt es recht günstig und haben Kraft. Aber damit wäre wieder mangels Stromanschluß am Bauwagen auf der Wiese nichts zu machen. Grübel ...

Pirx

P.S.: Ach ja, und natürlich geht es nur ums Lösen. Festgezogen wird mit Drehmomentschlüssel. Versteht sich ja aber von selbst ...
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Re: Akku-Schlagschrauber: welches Drehmoment?

#8 Beitrag von Pitmaster » 2018-04-04 7:46:09

Hallo Pirx,

ich habe einen mit 850Nm Lösemoment, der ist beim PKW gerade so noch brauchbar. Hatte letztes Jahr am PKW die Räder in der Werkstatt wechseln lassen, die waren am Samstag mit dem kleinen nicht lösbar, mussten alle vorm demontieren vorher mit "langer Ratsche" gelöst werden. Habe in der Halle noch einen mit 1700Nm Lösemoment, damit geht schon viel aber vor den LKW Radschrauben hat der auch kapituliert. Beides sind halbzöllige Hazet Druckluftgeräte.
Ich denke wenn Akku Technik die funktionieren soll, braucht es entsprechende Akkukapazität dahinter. Habe auf einer Baustelle mit dem 22V Hilti System von einem Hallenbauer gearbeitet, selbst den fand ich jetzt nicht sooo kräftig.
Wie Du schon schreibst, viel Geld für ein Gerät was selten gebraucht wird. Ich bleibe bei Druckluft.

Guido
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Re: Akku-Schlagschrauber: welches Drehmoment?

#9 Beitrag von egn » 2018-04-04 7:50:29

Mir geht es genauso wie Dir, will eigentlich keine 500 Euro ausgeben (sollte auch die Radmuttern des KAT lösen können).

Ich habe mir stattdessen vor 3 Jahren einen Druckluftschrauber von Hazet gekauft, da ich eigentlich immer Druckuft zur Verfügung habe.

Mit den jetzt auf 550 Nm angezogenen Muttern beim KAT tut er sich etwas schwerer. Ich habe auch nur einen 400 l/min Baumarktkompressor, aber mit dickem Druckluftschlauch, direkt am Druckbehälter angeschlossen, geht es. Hat für mich ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis.
Gruß Emil

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Re: Akku-Schlagschrauber: welches Drehmoment?

#10 Beitrag von vergessen » 2018-04-04 8:12:37

Habe einen Makita mit guten 400 NM. Habe ihn ohne jegliches Zubehör gekauft (200€) und für 20€ einen 4Ah Akku aus dem Modellbau dran gefrickelt. Für die Radbolzen vom Pkw ist er super. Am Lkw kapituliert man aber meistens.

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Re: Akku-Schlagschrauber: welches Drehmoment?

#11 Beitrag von Zentralgestirn » 2018-04-04 9:30:15

Hallo,

wie ich letztes Jahr mal im KAT Forum geschrieben habe.
So,

lange hat es gedauert, DHL sei Dank. Habe beide Schlagschrauber, DTW285 und DTW1001, je einen passenden Koffer, ein Schnelladegerät DC18RC, 2 Akkus 5Ah und einen Akku 1,5Ah bekommen.

Zu erst mal etwas äußerliches, die Koffer sind Ok, ist ja eines von den beiden verbreiteten Systemen, die sich bei vielen Herstellern finden lassen. Die Koffer sind pinnig aber tun ihren dienst. Das man sie Stapeln kann ist gut, dass man sie als Turm verbinden kann, naja, braucht man ab und an mal aber nicht zu oft bei meinen aufgaben. Die Maschinenspezifische Einlage ist Schrott. billigstes dünnsten Plastik. Wird nicht ewig halten, kenne ich von anderen Makita Koffern oder wie Makita sie nennt MakPac. Die Einlagen sind Maschinenspezifisch aber immer für Vollaustattung geeignet, also Platz für 2 große Akkus und das Ladegerät.Bei dem großen ist auch ein Platz für einen Adapter von 3/4" auf 1/2" vorgesehen. Da es keine Absicherung nach oben gibt können die Teile im Koffer munter durcheinander purzeln, wenn der Koffer mal nicht senkrecht getragen wird. Das ist auch schon der nächste negative Punkt, die koffer sind nur mit einem Griff gesegnet und der ist mittig auf dem Deckel. Das ganze ist also maximal unhandlich und sperrig. Die Arme müssen immer vom Körper abgespreizt werden, damit der Koffer und das Bein nicht Krieg spielen. Maß der Dinge ist hier der Systemkoffer von Fein. Im vergleich, ne, geht nicht. Wirklich nicht, bis auf das der Fein-Koffer sich nicht mit anderen zum Turm verbinden lässt ist der Makita in allen Belangen dagegen eine glatte 5. Ich habe sie mir auch eher der Ordnung im Regal gekauft. Im Set sind sie bezahlbar und die Maschinen im Regal vor Sonne und Staub geschützt.

Kommen wir zu den Maschinen selber. Ich fange mal bei klein an und steigere mich dann.

Der DTW285, genauer DTW285RTJ, wobei die letzten Buchstaben und ggf Ziffern das Zubehör spezifizieren. RTJ ist also mit Koffer, Ladegerät und 2x 5Ah Akkus.
Der kleine ist genial. Er ist absolut handlich und super kompakt. Mein kleinster aber auch mein schwächster, für die aller meisten Aufgaben aber ausreichend. Ich habe ihn mir zum allgemeinen Schrauben und zum Radwechsel am PKW gekauft, da ich der Meinung bin, das die Akkus so teuer sind aber in beide passen kann man sich dann doch mal den Luxus des zweiten Gerätes gönnen. Denn schon mal so viel vorweg, der große ist auch groß und damit schwer, mir unnötig zu unhandlich für PKW Schrauben.
Die Haptik ist gut, das angespritze Gummi an Griff und Gehäuse sinnvoll und ergonomisch verteilt. Das Gummisocken an der Spitze ist mehrteilig. Der vorderste kleine Ring ist besonders weich und warum auch immer, er leuchtet im Dunkeln, dank an die Spielkinder und Fans der Fluoreszens bei Makita, einen wirklichen Nutzen konnte ich dem jedoch nicht zuordnen.
Das Gummi soll verindern, das empfindliche Teile verschrammt oder vermackt werden und das Gerät selbst natürlich auch. Bei den Druckluftschlagschraubern meist teures Extra.

Dann mal zum ersten Test. Meine Felgen, nicht originale ziehe ich mit 550Nm an und das Nachziehen habe ich auch gemacht, dnach ca 300km gefahren und der Kleine hat doch tatsächlich mehrere von den Radmuttern auf bekommen! :shock: Konte ich gar nicht glauben, Drehmo geholt, ich hatte vorher Eddingstriche gemacht um zu sehen wie weit die Muttern sich bewegen, bzw ob sie sich überhaupt bewegen. Drehmo bestätigte mir, das ein klein wenig Vorspannung weg war. Frisch mit 550Nm angezogen bewegte sich nichts mehr. Aber Hallo, der Kleine ist mit 280Nm spezifiziert. Ich bin begeistert.
Spätere Tests haben dann ergeben, das die kleinste Stufe Punktlandung für Autofelgen ergibt. Bei 120Nm mit dem Drehmomentschlüssel nachgezogen und da Bewegte sich nicht immer was und wenn dann nur ganz wenig. Also Vorsicht, nicht zu lange schlagen lassen, ich habe ihn wenn überhaupt 2 Sekunden schlagen lassen auf der kleinsten Stufe.
Auf volle Leistung schafft er mit 440Nm angezogene M24 Schrauben, dafür habe ich dann einen 1/2" auf 3/4" Adapter benutzt, der Leistung kostet benutzt. Die Schrauben hat er knapp gelöst bekommen. Ich denke mal so 5 Sekunden brauchte er schon.
Das sind jetzt nicht wirklich reale Werte, da ich meine Testschrauben immer Fette. In der realen Welt kommt dann noch Rost und Dreck dazu, dann wird das vermutlich nicht mehr so viel werden, falls einer drüber nachdenkt, den Kleinen für die Räder am KAT zu kaufen. Da ein klares nein von mir.
Der Kleine hat als einziger der Beiden eine Akkuanzeige mit 3 Balken. 3 Balken heißt aber nur min 50% oder mehr, erst darunter werden es weniger Balken. Das ist nicht unwichtig, da der kleine Akku keine Anzeige hat, die großen haben eine. Die MAschine ist mit beiden Akkus gut ausbalanciert.
Weiter hat nur der kleine noch eine Funktion, das die MAschine im Linkslauf stoppt, sobald die Schraube lose ist. Ein erneutes Drücken des Abzuges lässt den Ambos wieder drehen. Der Abzug ist stufenlos. Wird er voll gezogen, bleibt der Ambos nach einer gewissen kurzen Zeit stehen, zieht man ihn nur etwas, dann dreht er so lange man will. Getestet habe ic das mal an den Radbolzen. Er bleibt knapp bevor die Mutter runter ist stehen. Bei kleineren Schrauben, wo die Mutter also flacher ist, bzw die Einschraubtiefe gering ist, könnte das aber schon zu viel sein.
Ich kann noch nicht genau sagen was ich davon halte.
Der Ambos, also der Antriebsvierkant hat 1/2", eine Bohrung für die Sicherung der Werkzeuge mit Pin und O-Ring, sowie einen Hog-Ring oder Friction Ring. Wie von mir bereits erwähnt, das hat Makita vermutlich schlecht Kopiert und nicht verstanden. Unter den Ring, er ist wie ein C geformt, gehört für eine gute Funktion ein O-Ring, der als Feder fungiert und so den Anpressdruck des Ringes gegen das Werkzeug sicherstellt. Die Schlagschrauber Werkzeuge haben keine Nuten, wo der Ring eingreift. Zumindest habe ich noch keines gesehen und ich habe viele Hersteller in meinem Regal stehen. Es funktioniert, aber bei weitem nicht so schön und kräftig wie ich es gewohnt bin. Das hätte besser sein können. Weiter ist der Radius am Vierkant zum Schaft hin zu groß. Er verursacht schon nach diesen wenigen Sekundes des Nutzens einen deutlichen Grat an den Werkzeugen. Das kannte ich bisher noch nicht von meinen anderen Werkzeugen. Kann man mit leben, ist aber nicht nötig.

Ich würde Sagen, er ist deutlich potenter wie von mir erwartet. Ich bin mir noch nicht sicher wie Glücklich ich damit sein soll, da ich ihn auch für kleinere Schrauben benutzen wollte und extra einen etwas, naja gedacht, schwächeren Schlagschrauber kaufe. Wobei die Auswahl bei Makita extrem begrenzt ist, das ist der einzige mit 1/2" Vierkant vom großen mal abgesheen, den es ja mit beiden größen gibt. Zum Radwechsel und Arbeiten an den Bremsen beim PKW sicherlich genau richtig, da sehr handlich und stark. Bis jetzt bin ich voll zufrieden. Die Tests habe ich mit dem kleinen Akku gemacht. Also gut möglich das noch ein klein wenig mehr geht mit dem großen Akku.

Kommen wir zum vermutlich für euch interessanteren Schlagschrauber, den DTW1001. Ich habe ihn als DTW1001Y1J gekauft, also mit Koffer und einem 1,5Ah Akku. Es gibt ihn aber auch wie den kleinen Als DTW1001RTJ, also wieder mit dem Ladegerät, Koffer und 2 Akkus a´5Ah. Noch kurz zur weiteren Auswahlmöglichkeit, es gibt ihn auch ohne Koffer ohne alle und und und. Das variiert auch etwas je nach Händler. Es sind nicht alle Möglichkeiten bei Makita angegeben.
Der DTW1001 hat eine 3/4" Aufnahme, der DTW1002 eine 1/2".
Die kleine 1/2" Aufnahme hat kein Loch für einen Stift und O-Ring zum sichern des Werkzeugs. Der Friction Ring oder Hog-Ring ist ohne O-Ring. Taugt also nur begrenzt, wie beim Kleinen näher beschrieben ja auch nicht so toll ist. Der größere 3/4" Vierkant hat aber zusätzlich zum Ring auch noch das Loch für den Stift und O-Ring zum sichern. Das Loch hat einen schön großen Radius zum einführen des Stiftes. Das gefällt mir gut.
Die Maschine selbst ist groß und schwer. Für kleine Arbeiten am Auto ist sie mir doch deutlich zu unhandlich und vor allem zu schwer. Bei Arbeiten an der PKW Bremse als Beispiel könnte da schnell der Platz an manchen Stellen eng werden. Er ist mit den 5Ah Akkus Kopflastig. Nicht nur ein klein wenig. Es ist aber noch bewältigbar, aber ein Mannloch oder großen Abdeckungen mit sehr vielen großen Schrauben stelle ich mir ermüdend vor. Druckluftschlagschrauber schneiden da aber nicht besser ab. Da sie keinen Akku als Konterpart haben. Für mich ist er weit weg von einem kleinen handlichen Allrounder, für seine Leistung aber angemessen schwer und doch noch gut kompakt. Ich fühle mich aber voll in meiner 2 Maschinenstrategie bestätigt. Sie ergänzen sich bisher sehr gut.
Das Gehäuse ist wie der Kleine auch gut und sinnvoll mit Gummi überspritzt. Also eigentlich wie beim kleinen auch, gut ergonomisch und zum Schutze der Maschine und der Umgebung sinnvoll angebracht. Der Überzug Vorne taugt auch. Er ist wie beim kleinen auch abnehmbar, damit man da drunter auch gut sauber machen kann.
Was mir am Gehäuse auch gut gefällt, das die Schrauben von hinten nach vorne, also in die Metallfront geschraubt sind und nicht in das Kunststoff was hinten ist.
Bei beiden hat mich jetzt noch keine Kühlluft angepustet oder gestört, was mich bei manchen anderen Maschinen enorm stört, da so Dreck in die Augen gepustet werden kann und man ob des Luftzuges am blinzeln ist. Also das ist hier bisher bei mir noch nicht passiert. Sehr schön.
Ja, erster Test wieder am KAT mit den nicht Serien Felgen und 550Nm Anzugsmoment. Absolut easy. Wenige male geschlagen und auf waren sie. Hat einen sehr souveränen Eindruck auf mich gemacht.
Das hat mir aber nicht gereicht, also wieder auf den "Prüfstand" In der ersten Stufe könnte es eng werden mit den originalen 450+50Nm die die tDV und vorgibt, sollte aber knapp unterschritten werden.
Ich habe meine M24 10.9 Schrauben gefettet mal auf ca 1100Nm gebracht. Dazu habe ich sie mit meinem Drehmomentverstärker, der von einem Drehmomentschlüssel seine Kraft bekommt nach Tabelle angezogen. Die Schrauben hat der Große gut aufbekommen. Ich würde sagen da ist noch etwas Luft nach oben aber nicht mehr viel. Wird also für sehr vieles am KAT gut ausreichen. Für die Radbolzen auf jeden Fall.
Das Licht kann man wie beim kleinen deaktivieren. Der Lichtkegel ist gut auf das Werkzeug ausgerichtet. Durch die Anbringung über dem Abzug ist die Ausleuchtung eines kleinen Werkzeuges aber eher bescheiden. Das liegt nur an der Positionierung. Andere Hersteller haben die Beleuchtung unten beim Akku, dann ist das wesentlich besser mit der Ausleuchtung. Ich habs ausgeschaltet und habe es beim Druckluftschlagschrauber auch noch nie so wirklich vermisst. Bei einem Bohrschrauber etc wäre mir das erheblich wichtiger.
Das Schlagschrauber hat keine Akkufüllstandsanzeige, das ist für alle Akkus ab 2Ah im Akku verfügbar und war bei mir Serienausstattung. Eine automatische Stoppfunktion beim Lösen wie beim Kleinen gibt es hier nicht.
Die Aufnahme für den Akku ist Gummigelagert. Das soll die Vibrationen und Schläge auf die Aufnahme und den Akku reduzieren. Dadurch soll die Aufnahme weniger verschleißen und sich auch sonst nichts kaputt vibrieren. Also nicht wundern was das da unten so wabbelt und sich bewegen lässt, das gehört so. Finde ich auch eine gute Idee, da man von anderen im Netz doch mal lesen konnte das bei intensiver Nutzung die Akkuaufnahme doch schnell verschlissen sein kann. Hat man viel von den roten Maschinen gelesen. Kann aber auch sein weil das die verbreitetsten zu sein schein.

Noch kurz zu den Akkus. Das Gehäuse ist wertig gefertigt aus hochwertigen Materialien. Dafür hat der Akku kein Gummi angespritzt. Stellt man die Maschinen auf dem Akku auf einer Schrägen ab, kann die Fuhre ins rutschen kommen und durch das harte Plastik kann der Untergrund leichter beschädigt, verkratzt werden. Auch ist keine Stoßdämpfende Wirkung zu erwarten. Da mache ich mir dann aber keine Sorgen und den Akku, sondern um die Akkuaufnahme. Die Verriegelung funktioniert gut und macht einen wertigen eindruck auf mich. Reviews anderer haben nicht auffälliges an den Akkus zu Tage gebracht. Einzig was mir etwas sorgen macht. Alle MAkita Geräte mit einem Stern im Gehäuse und ebenso im Akku können miteinander kommunizieren. Wird dem Akku zu viel Strom entnommen, sagt er das dem erät und dieses fährt die Leistung herunter. Das finde ich zum schutze des Akkus und damit auch meiner Geldbörse gut. Wo die aber evtl etwas zu vorsichtig geworden sind ist die Schutzverriegelung der Akkus. Ist der Akku, ich vermute mal 3 mal, es gibt unterschiedliche Aussagen darüber, in die Unterspannung gegangen, kann der Akku nicht wieder benutzt werden. auch ein aufladen mit anderen Ladegeräten oder der austausch defekter Zellen bringt hier nichts. Das ist dann ein Fall für die Tonne. Das kann z.B, mit gesunden Akkus im extrem Falle passieren, wenn sie bei hohen Temperaturen komplett geleert werden und dann bei Tiefen Temperaturen geladen werden. Klingt erstmal unwahrscheinlich. Nur ist nicht die Umgebungstemperatur sondern die Zellentemperatur entscheidend. Bei hohen Verbräuchen wird der Akku warm. Auch im Winter. Steht das Ladegerät dann draußen und der Akku hat evtl noch zeit draußen ab zu kühlen oder wird evtl vom Kühllüfter des Ladegerätes zu kalt, sinkt die Leerlaufspannung der Zellen evtl unter das Maß, wo die Akkuelektronik einen Fehler Zählt. So die Theorie was da los sein kann. Da wird viel im Internett ohne belastbare Fakten diskutiert und das hier stellt nur meine Zusammenfassung dar. Wenn das so ist finde ich das nicht so gut.
Man sollte hier aber auch an einen wichtigen Vorteil denken. Die Energiedichte solcher Zellen ist hoch, sehr hoch. Die können das Brennen anfangen und zwar nicht nut wenig. So das sie ganz leicht das umliegende Materiel in Brand stecken können. Das soll vermutlich in erster Linie verhindert werden. Denn wenn der unwissende Benutzer das ding immer und immer wieder defekt in das Ladegerät steckt und dieses gnadenlos lädt, kann das mMn schon zum Brand kommen. Die Zellen sind da wirklich deutlich empfindlicher wie von früher bekannt und gewohnte Akkutypen.

Noch was zum Ladegerät, es hat einen Lüfter zum Kühlen der Akkus beim Laden. Wird ein zu warmer Akku eingesteckt, kühlt das Gerät den Akku erst runter und lädt dann. Das wird auch angezeigt. Der Lüfter ist aber alles andere als leise. Fällt in der betriebsamen Werkstatt oder Baustelle nicht auf. Im Hobbykeller oder dergleichen würde mich das aber nerven.
Beim einstecken des Akkus und nach beendigung des Ladevorganges gibt das Ladegerät eine Akustische Meldung ab. Der "Klingelton" kann verändert werden. Finde ich interessant wenn man mehrere Ladegerät oder mehrere Menschen mit ihren gleichen Ladegeräten an einer Stelle arbeiten, da man so seine Geräte Personalisieren kann. Also ich weiß somit ob meines oder welches meiner Geräte fertig ist. Auf den zweiten Gedanken gar nicht mal so blöd.

Garantie, diese, bzw ich meine die Gewährlesitung kann bei registration bis 4 Wochen nach dem Kauf direkt bei Makita auf 3 Jahre für die Geräte und 2 Jahre für die Akkus verlängert werden. Eine gute Sache, zumal sie dann auch nachverfolgt werden können, da sie auf meinen Namen und Adresse registriert sind. Kann im Verlustfall ein Vorteil sein, hoffe aber das ich das nicht brauchen werde.

Fazit: Beide Maschinen, als Tag Team besonders, haben mich überzeugt. Auch wenn die Makita Firmenfarbe mir persönlich im Auge schmerzt, so steigen beide mit enormer Kraft in den Ring. Ich konnte bis auf den schlechten Frictionring keine besonderen Nachteile finden. Die Performance ist super und die Maschinen für mich absolut ihr Geld wert. Ich würde sie mir sofort wieder kaufen. Bleibt noch die Langzeiterfahrung zu bekommen. Ich sehe dem aber absolut positiv und optimistisch entgegen.
Ich möchte hier auch noch mal klar stellen, das ich versucht habe objektiv zu berichten und meine Persönlichen und besonders subjektiven eindrücke kenntlich machen wollte. Ich habe weiter versucht dem Hobbyschrauber wie auch dem Professionellen Anwender seiner Sicht der Dinge und Bedürfnisse gerecht zu werden. Welche Anforderungen und Ansprüche ein jeder hat muss er für sich wissen und bitte entsprechend meine Punkte für sich bewerten. Ich habe das mal nicht nur für den einen einigen Fall, die Radbolzen vom KAT in Gedanken gehabt.
Gratuliere wer es bis hier durchgelesen hat :D

Bin nach wie vor höchst zufrieden mit den beiden.

Grüße Sebastian
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Re: Akku-Schlagschrauber: welches Drehmoment?

#12 Beitrag von Zentralgestirn » 2018-04-04 12:02:23

Kleiner Erfahrungsbericht nach fast einem Jahr Nutzung.

Der Kleine hat diverse Radwechsel am PKW hinter sich. Bis auf ein paar vereinzelte Radbolzen alle aufbekommen. Die waren aber auch gut angerostet. Für arbeiten am Fahrwerk uä auch an meinem KAT war er oft ausreichend.
Der Große war bisher kein einziges mal zu schwach :unwuerdig: Sogar immer recht souverän bei der Arbeit. Auch ewig alte Radbolzen von Bauwägen hat er ohne zu mucken geöffnet.

Das in meinem Text oben angesprochene Frictionring Problem tritt jetzt langsam ein. Die Nüsse halten beim Großen langsam schlechter, der kleine geht noch halbwegs. Da wird in nicht all zu weiter Ferne ein neuer nötig sein. Denn auch wenn es jetzt viel Klingt aber mehr wie 10 Akkus hat er noch nicht gelaufen, eher weniger.

Der Große hält aufgrund seiner Bauweise gut fest, also man hat doch gewisse Kräfte in der Hand die ihn am drehen hinder wollen. Nicht schlimm aber dennoch deutlich mehr wie bei einem Zweihammer Mechanismus. Dafür haut der Makita mit stärkeren Schlägen.

Zusammengefasst. Würden sie mir heute gestohlen werden würde ich mir heute genau die wieder kaufen.

Ein Freund sagte Ostern zu mir: " Schade das wir nicht eher auf den Schlagschrauber gekommen sind, es macht das Schrauben dermaßen viel angenehmer." Recht hat er. Und ich möchte ergänzend sagen, das der Mehrpreis für Akku, die nicht mehr nötige rödelei mit Kompressor, Schlauch, zu wenig Druck auf dem Kessel etc mir persönlich absolut wert ist.

Grüße Sebastian

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Re: Akku-Schlagschrauber: welches Drehmoment?

#13 Beitrag von 2brownies » 2018-04-04 13:45:35

Servus Sebastian,

ich hatte hier mal still mitgelesen, da mich das Thema schon länger interessiert. Bisher ist mir noch kein so ausführlicher Erfahrungsbericht untergekommen. Echt super! Besten Dank dafür!

Ich hatte mal die Gelegenheit, mit dem großen von Milwaukee zu hantieren und war ganz begeistert. Der ist zwar echt schwer, hat aber auch eine enorme Kraft. Unlängst hatte ich mir in einer Werkstatt den großen Makita ausleihen dürfen. Ich bekam die Kronenmutter vom VTG nicht von Hand auf. Das war mir dem Schlagschrauber ein Klacks.
Ich überlege immer noch, einen Schlagschrauber anzuschaffen. Ich glaube, der kleine Makita könnte für den Hano ausreichend sein.

Beste Grüße
2brownies
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Re: Akku-Schlagschrauber: welches Drehmoment?

#14 Beitrag von Zentralgestirn » 2018-04-05 0:09:53

Hallo,

Milwaukee ist sicherlich nicht das schlechteste nur so richtig mögen, also rein subjektiv, tu ich die Firma nicht. Ist halt son China Konzern. Nennt sich TTI, da gehören auch Ryobi und AEG zu. Unterschiedliche Marken für unterschiedliche Qualitäten und so. Ne, ich hasse zwar die Farbe von Makita und finde das Angebot von denen etwas unübersichtlich aber die Qualität ist gut. Habe auch noch eine Akkuflex von denen und bin auch damit sehr zufrieden.

Der Kleine bekommt nicht unbedingt immer alle Radbolzen vom PKW auf. Die werden mit nur 120Nm angezogen. Ich weiß nicht ob der dann für dich der richtige für dich ist. Für mich ist der kleine eine Ergänzung zum großen. Die Akkus und das Ladegerät sind teurer wie der kleine Schlagschrauber. Eine Ergänzung die ich nicht mehr missen möchte. Damit erledige ich viele Arbeiten wo man sonst die Knarre für ausgepackt hat. Wenn nur einen und mehr wie PKW, dann würde ich schon den großen nehmen. Der macht es dann garantiert. Sich solche teuren Werkzeuge anschaffen und dann packt der kleine die ihn angedachten Aufgaben nicht ist sicherlich frustrierend, weil das hat Geld gekostet und er tut nicht wie er soll. Ich schraube viel und gerne und Werkzuege sind halt auch mein Hobby, da ist es mir in weiten Grenzen egal ob ich es brauche oder was es kostet, wenn ich es haben will. Für jemand der da weniger Spaß dran hat Werkzeug zu kaufen und es benutzen muss und das eher gelegentlich, dem würde ich klar zu einem Pneumatischen Schlagschrauber raten. Ein Chicago Pneumatic kurz CP 7748 ist eine excellente Maschine für die Werkstatt und Unterwegs. Habe selber einen davon, noch lange bevor die Akkumaschinen bei mir Einzug gehalten haben. Der sollte für doch gut passen und kostet erheblich weniger. Die Druckluftversorgung mit einem dicken Schlauch, ich meine damit sowas wie 12mm Innen sollte dann auch an den meisten LKW ausreichend sein. Am Renault TRM2000 klappt das. Mein Kumpel hat die Kombination. Die weiter oben angesprochenen Schlagschrauber von Hazet sind mwn von M7 hergestellt. bestimmt nicht schlecht, nur würde ich den aus 2 Gründen nicht kaufen. Hazet hat keine Kompetenzen in Schlagschraubern, kauft sie zu. Da hat man als Kunde wenig Einblick was sich wie da bei den Asiaten ändert und ob die Einkäufer von Hazet da auch immer den Überblick haben? Zweitens merkt man ersteres bei den technischen Angaben bei Hazet zu ihren pneumatischen Schlagschraubern, da steht nicht all zu viel. Bei CP z.B. steht da mehr, was einfach ehrlicher ist und mir als Kunden das Produkt besser einschätzen lässt. ET Listen haben beide, das ist schon mal viel wert. Ich kaufe aber lieber bei der Firma, die ihre Kernkompetenz genau da drin hat und dabei auch noch einen guten Ruf und mich mit umfangreichen technischen Daten versorgt. Aber das ist meine spezielle Sicht auf diese Dinge und ich bin da manchmal etwas perfektionistisch :D

Das mal als meine Meinung zu deiner Frage. Und danke für die Blumen über meinen Beitrag.

Grüße Sebastian

EDIT: Von Makita gibt es auch noch einen der zwischen den beiden liegt. Der ist aber wirklich etwas outdated mit seinem Bürstenmotor. Ich habe mir, nachdem ich erste Erfahrungen mit bürstenlosen Motoren gesammelt habe gesagt, dass ich keine Akkugeräte mit Bürstenmotor mehr haben will, wenn es keinen zwingenden Grund dafür gibt. Der Unterschied ist mir einfach viel zu groß, als das ich die vielen Vorteile nicht mitnehmen möchte.

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Re: Akku-Schlagschrauber: welches Drehmoment?

#15 Beitrag von magmog » 2018-04-05 19:35:18

Guuden,

Vorsicht mit Schlagschraubern! :eek:
https://www.youtube.com/watch?v=G9JGNWz1P7E

Tschö! Justus.

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2brownies
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Re: Akku-Schlagschrauber: welches Drehmoment?

#16 Beitrag von 2brownies » 2018-04-05 22:06:18

@Sebastian
Mit Makita und Milwaukee hatte ich in meiner Zeit als Selbstständiger auch nix am Hut, da mir die beiden Marken aus verschiedenen Gründen nicht zu gesagt haben. Viele Kollegen hatten aber Makita im Einsatz und da muss man schon sagen, dass das Preis-Leistungsverhältnis stimmte. Jedenfalls in den meisten Fällen.
Bei Gelegenheit möchte ich auch mal einen Druckluftschrauber an Hano testen. Mir geht es gar nicht um ein Räderwechsel, sondern viel mehr, um mal eine festsitzende Schraube/Mutter zu lösen, an die man einfach schlecht ran kommt. Besonders wenn man noch Verlängerungen benötigt oder sich Teile mitdrehen.

Also vielen Dank nochmal!

Beste Grüße
2brownies
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Zentralgestirn
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Re: Akku-Schlagschrauber: welches Drehmoment?

#17 Beitrag von Zentralgestirn » 2018-04-06 10:42:29

Hallo,

wenn du beim Apfelpeter zum Blühten spannen kommst, sag mir bescheid, dann bringe ich mal was mit zum testen für dich.

Um die Eingangsfrage von Pirx noch mal genauer auf zu greifen.

Mein kleiner hier ja ausführlichst beschriebener Schlagschrauber macht im Katalog 285Nm, manchmal habe ich beim Lösen das Gefühl es müsste mehr sein, weil er meine Kronenmuttern von den Kugelköpfen auf bekommt, die mit etwas weniger angezogen werden aber manchmal kapituliert er auch vor einem PKW Radbolzen. Ich vermute da in erster Linie Korrosion unter der Kontaktfläche am Kopf/ Konus. Soll heißen, weniger sollte es nicht sein. Mir ist so grade keiner in der Klasse unter 18V bekannt der das kann, bin da aber nicht bei jeder Marke und aktuellem Programm auf dem laufenden.

Ich bin gerade dabei Neuanschaffungen von Hand geführten Geräten auf Akku um zu stellen. Das spielt sich aber in der 18V Klasse ab. Die Auswahl an Geräten ist groß und die Leistungsfähigkeit ist beachtlich. Evtl ist das ja auch eine Möglichkeit als Einstieg in die Kabellose Werkstatt für dich. Die Angebote der Hersteller sind sehr umfangreich. Da Akkus teuer sind kann ich deinen Wunsch gut verstehen, da die Erstausrüstung mit Akkus und Ladegerät sehr viel Geld verschlingt.

Wenn du eine so spezielle und nach deiner Aussage einzige Aufgabe für den Schlagschrauber hast, denke doch mal über einen Pneumatischen nach. Hier bekommst du in der +-1000Nm Klasse tolle Geräte für das Geld was ein nackter guter Akkuschlagschrauber kostet. Für die 2 Aktionen im Jahr kann man bestimmt gut mit dem Schlauch am Gerät leben. Die 1000Nm Klasse schafft immer und Zuverlässig jeden Radbolzen auf. Da würde sogar etwas weniger reichen, dann kannst du dir die kompakten Modelle ansehen, die sind leichter und handlicher. Die höhere Leistungsdichte wird aber vermutlich auf die Lebensdauer gehen, was für deine Anwendungen vermutlich völlig egal ist.

Akkuschlagschrauber sind super, der Luxus des kabellos muss aber auch mit einem guten Aufschlag an Geld bezahlt werden. Wer also nicht ständig mit Arbeitet muss sich entscheiden, wer viel damit arbeitet ist mMn mit den Akkugeräten besser beraten. Druckluft ist ein sehr teures Medium, da die Wirkungsgrade beim Verdichten und später wieder umsetzen deutlich schlecht sind. Das fällt aber nur beim häufigen benutzen ins Gewicht. Der Unterschied ist wirklich gewaltig.

Beim Radbolzen einziehen habe ich versuchsweise mal mit dem hier besprochenen großen Makita eingezogen und mal mit meinem mehr als doppelt so starkem 1" Pneumatikschlagschrauber. der 4kW Verdichter hatte die Zeit über gelaufen wie ich mit dem Schlagschrauber gearbeitet habe. Das war aber nicht wirklich schneller wie der Akkuschlagschrauber, der hat aber nur einen 90Wh Akku, der für mehr wie eine Nabe gereicht hat.

Grüße Sebastian

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Re: Akku-Schlagschrauber: welches Drehmoment?

#18 Beitrag von 2brownies » 2018-04-06 11:39:27

Zentralgestirn hat geschrieben:
2018-04-06 10:42:29
Hallo,

wenn du beim Apfelpeter zum Blühten spannen kommst, sag mir bescheid, dann bringe ich mal was mit zum testen für dich.



Grüße Sebastian
Vielen Dank für dein Angebot! Wird sich aber hoffentlich noch etwas hinziehen, sind derzeit noch auf Reisen. ;-)
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