Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

alles, was nicht in die übrigen Technik-Kategorien passt

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Lassie
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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#91 Beitrag von Lassie » 2013-11-23 9:35:47

Die Festlager ... heissen die wirklich richtig so? Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Ich würd sie lieber Querlager nennen ... sind kraft- und formschlüssig konstruiert,
HALT!
Nach meinem Wissen und nach meinem Verständnis dürfen bei einer Rautenlagerung (oder 4-Punkt-Lagerung) die Dreh und Festlager NICHT formschlüssig konstruiert werden, da die neutrale Faser bei Verschränkung des Fahrgestells eben idR genau nicht durch die Lager geht und es demzufolge es eine Längenänderung in allen 3 Dimensionen gibt :huh:
Soll heissen: die Lager bzw der Rahmen sollte in gewissem Rahmen nachgeben können - ich kann das leider nicht so gut und anschaulich erklären. Aber schau dir mal die Aufbaulagerung eines Unimogs U1300L zB bei der BW-Pritsche an, bzw lies mal die Aufbaurichtlinie vom Unimog durch.

Du kannst es aber auch auf einen Versuch ankommen lassen: bau deine Lagerung fertig, setz einen provisorischen Zwischenrahmen drauf und lade mal ca 2 Tonnen Ziegelsteine / Betonplatten / etc auf und fahre durch eine Verschränkungspassage.

Ich hoffe natürlich, ich hab richtig verstanden was du bauen willst, hab mich halbwegs verständlich (und sachlich richtig ausgedrückt) und mache hier nicht unnötig die Pferde scheu :ninja:

Viele Grüsse
Jürgen
... was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest ?

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#92 Beitrag von pari » 2013-11-23 9:52:36

KLASSE!!!

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tichyx
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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#93 Beitrag von tichyx » 2013-11-23 12:41:32

Hallo Jürgen,

soweit ich das auf den Fotos erkennen kann, sind das die gleichen Halbschalenlager, wie beim Unimog. Entscheidend sind die Gummieinlagen, die eine Bewegung und Drehung in allen Achsen erlauben.

Schön gebaut das Ganze…allerdings würde mich am Ende das Gewicht interessieren. Die Rückwand erscheint mir doch reichlich überdimensioniert.

Grüße

Olli
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http://www.gelberunimog.de

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#94 Beitrag von DäddyHärry » 2013-11-23 15:40:22

Oschi hat geschrieben:...
Knickverstärkung.jpg
DAS nenn ich mal ordentlich beschriftet!

Klasse.

Gruß Härry
Die Bundesfamilienministerin warnt:
Fläschchengeben führt bei Vätern zum Auftreten von Stilldemenz!

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Oschi
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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#95 Beitrag von Oschi » 2013-11-24 20:44:48

Lassie hat geschrieben:Nach meinem Wissen und nach meinem Verständnis dürfen bei einer Rautenlagerung (oder 4-Punkt-Lagerung) die Dreh und Festlager NICHT formschlüssig konstruiert werden
Entschuldigt bitte, falls ich durch die sinnfreie Verwendung von Fachbegriffen Verwirrung stifte. Ich bezog mich auf die Adapterplatten für das mittlere Querlager. Das sind die seltsam ausgeschnittenen 12mm Stahlplatten, in welche die Wellenstummel geschweisst wurden. Diese Platten sind so gebaut, dass sie sich bei der Befestigung am Rahmen am Federbock und Obergurt abstützen werden. Das wollte ich mit formschlüssig ausdrücken. Der Kraftschluss wird in meiner eigenen kleinen Welt dann durch die Verschraubung hergestellt.

Die Lagerpunkte an sich - Unimog-Halbschalen/Gummis/Wellenstummel bzw. Silentbuchsen - werden etwas Spiel bieten. Ob das reicht und wieviel Spiel wir wirklich benötigen, finden wir noch heraus :idee: .

tichyx hat geschrieben:…allerdings würde mich am Ende das Gewicht interessieren. Die Rückwand erscheint mir doch reichlich überdimensioniert.
Bis jetzt sind ca. 400Kg Stahl verbaut. Der rückwärtige Hochbau soll mal das Ersatzrad tragen, da ist der verantwortliche Konstrukteur (ich) aus anderer Leute Schaden klug geworden. :mellow:

DäddyHärry hat geschrieben:Knickverstärkung.jpg ...DAS nenn ich mal ordentlich beschriftet!
Da hab ich auch gestaunt, als der Meister meinte, die Teile wären jetzt Verzinkerei-sicher beschriftet :lol: . 50 Jahre Schweisserfahrung und immer noch Freude am Detail!

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#96 Beitrag von Oschi » 2013-12-01 22:42:51

Wieder ist eine Woche vergangen, in der ich weg von der Straße war und keine dummen Sachen anstellen konnte *. Die Arbeiten an Oschi gingen sehr gut voran, wenngleich ich auch gern ein noch höheres Tempo anschlagen würde. Vielleicht zerreist es mich aber dann irgendwann...

Hier in Kurzform die einzelnen Punkte mit ein paar handwerklichen Details zur Info:

Lagerung / Hilfsrahmen:
--Klemmringe im Sternformat 5mm vorgebohrt, 10.5mm aufgebohrt, M12 Gewinde geschnitten.
--Stege (420x60x10mm) zur Abstützung auf dem Obergurt abgelängt und an die Adapterplatten geschweisst (einmal vermessen, zweimal geschweisst... :angry: ). Das Querrohr auf den Fotos hält vorübergehend den Auspuff.
Querlager 1.jpg
Querlager 2.jpg
Querlager 3.jpg
--Provisorische Stützen zur Anprobe und Einmessung des Hilfsrahmens auf Oschi mit den Lagerhalbschalen "zusammengebraten".
Querlager 4.jpg
--Hilfsrahmen anprobiert und bis auf 3mm ausgerichtet. Bodenunebenheiten, unterschiedliche Blattfederspannung oder Reifenluftdruck erschweren zwar das Austarieren, aber dieser Anblick entschädigt mich für alles:
Größenabschätzung.jpg
--Schablonen für die Wippen aus Sperrholz zugesägt. Der obere Teil klappte auf Anhieb, das untere Gegenstück habe ich zweimal verhunzt: Bolzenauge für die Silentbuchse einmal zu hoch und einmal zu tief :wack: . Mach ich nächste Woche nochmal mit mehr Geduld.

Reserveradträger:
--Bohrungen Knickverstärkungen angesenkt
--Handseilwinde (extra zum Heben von Lasten zugelassen), Seilrollen und Seilführungen konstruktiv vorbereitet :idee: .

Dachträger:
--Die schon vor langer Zeit konisch zurechtgeschnittenen Trägergrundplatten (ups ... 7mm stark :angel: ) 6mm vorgebohrt, 8.5mm aufgebohrt und beidseitig angesenkt.
--Grundplatten mit der großen Presse und Amboss und Schmiedehammer vom Meister konkav biegen lassen, um sie an die Rundungen der Dachkante anzupassen ( :unwuerdig: was hab ich gestaunt)
--je Seite drei individuelle Gegenhalter (3mm Blech) für innen ausgeschnitten, 6mm vorgebohrt, 11mm aufgebohrt, beidseitig angesenkt und gebogen (wollte zwecks besserer Druckverteilung nicht einfach U-Scheiben verwenden). Hier sind die Bohrlöcher größer gewählt, weil sich durch das Biegen der Lochabstand - für mich unberechenbar - ändert
--erste Konstruktionszeichnung gekritzelt und parallel um Hilfe ersucht.

Durchstieg:
--Tür zur Probe montiert, um die Anschläge zu bemessen.
--Anschläge und alle Stege fertig geschweisst.
--Tür mit 10Kg :eek: gewogen zur Berechnung der Gasdruckdämpfer.

Fahrerhaus:
--Da ist so ein großer Schlitz zwischen Fahrersitz und Motortunnel, durch den die Luftversorgung für Handbremse und Sitze verläuft. Bei mir war der Schlitz mit einem großen Klumpen Silikon verschlossen. Da mir das nicht gut genug war, fertigte ich ein Abdeckblech 120x20mm an und versah es mit passenden Bohrungen (2x 8mm, 3x 10mm, 2x3mm). Das Blech verschraubte und verklebte ich dann auf den Schlitz.
Fahrerhaus Schlitz von oben.jpg
Fahrerhaus Schlitz von unten.jpg
--Smartsitze besorgt.

Bodenplatte Kabine:
--Die ersten beiden Platten fest miteinander verbunden: Quer- und Längsbalken nachgearbeitet und verklebt, weitere 150 Bohrlöcher von der Unterseite im Liegen über Kopf angezeichnet, gebohrt, gesenkt und Schrauben gesetzt. Provisorische Gasheizung in Betrieb genommen und zwei Schichten Lasur aufgetragen (das Zeug verschwindet spurlos im Holz, rein fürs Auge brauche ich noch was anderes).
Bodenplatte.jpg

* Naja, ich wäre nicht ich, wenn mir nicht trotzdem was misslungen wäre. So lernte ich den Unterschied zwischen gutem und schlechtem Werkzeug kennen und schrottete in zwei Tagen drei Elektrowerkzeuge. Zunächst die gute Hilti vom Meister. Nachdem der Winkelschleifer während des Betriebs in den letzten Tagen immer wieder bruzzelte verabschiedete er sich mit einem orangen Aufleuchten des Gehäuses. Hab ich mir nix bei gedacht, wird halt schon paar Jahr(zehnt)e Baustelleneinsatz hinter sich haben. Dann meine Bosch eingestöpselt, eingeschaltet und BRRRRRRRRRZZZZZZZZZZZZZZ, verabschiedete sie sich mit einem grünen Aufleuchten des Gehäuses. Diese unerwartete Lightshow weckte dann doch leise Zweifel an der Beschaltung der dafür genutzten Steckdose. Der Meister fand dort später 380V anstelle von 220V ... :ohmy: Mein Respekt gilt der Hilti! Das dritte Werkzeug war mein Excenterschleifer, bei dem beim Gummischmirgeln (nur) die Haftscheibe verschmorte...

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Speed5
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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#97 Beitrag von Speed5 » 2013-12-03 10:58:49

Fahrerhaus:
--Da ist so ein großer Schlitz zwischen Fahrersitz und Motortunnel, durch den die Luftversorgung für Handbremse und Sitze verläuft. Bei mir war der Schlitz mit einem großen Klumpen Silikon verschlossen. Da mir das nicht gut genug war, fertigte ich ein Abdeckblech 120x20mm an und versah es mit passenden Bohrungen (2x 8mm, 3x 10mm, 2x3mm). Das Blech verschraubte und verklebte ich dann auf den Schlitz.

Moin,


das geht mit Sicherheit in die Hose!
Die Leitungen werden dort durchscheuern und das sehr schnell.

Nim Schottverschraubungen so bist du sicher das dir die Leitungen nicht durchscheuern.
So zum Beispiel klick

Gibt es auch abgewinkelt



Gruß Michael
http://www.Dickschiff-Treffen.de

Ab dem Moment wo du „ach scheiß was drauf" denkst, wird es entweder grandios,
Oder absolut desaströs.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#98 Beitrag von Nannup » 2013-12-03 11:18:17

Speed5 hat geschrieben:
Fahrerhaus:
--Da ist so ein großer Schlitz zwischen Fahrersitz und Motortunnel, durch den die Luftversorgung für Handbremse und Sitze verläuft. Bei mir war der Schlitz mit einem großen Klumpen Silikon verschlossen. Da mir das nicht gut genug war, fertigte ich ein Abdeckblech 120x20mm an und versah es mit passenden Bohrungen (2x 8mm, 3x 10mm, 2x3mm). Das Blech verschraubte und verklebte ich dann auf den Schlitz.
Moin,
das geht mit Sicherheit in die Hose!
Die Leitungen werden dort durchscheuern und das sehr schnell.
Nim Schottverschraubungen so bist du sicher das dir die Leitungen nicht durchscheuern.
So zum Beispiel klick
Gibt es auch abgewinkelt
Gruß Michael
Hi,

oder sowas in der Art: Kabeldurchführung

Grüsse,
Ralf

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Ulf H
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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#99 Beitrag von Ulf H » 2013-12-03 12:03:35

... das eine ist zu viel, das ander zu wenig ... Schottverschraubung / Kabeldurchführung in der Bauart wie im ersten link, aber aus Kunststoff sollte genau das sein was da hingehört ... bei Conrad-Elektrokempel gibts die in sehr verschiedenen Grössen und Ausführungen ...

Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

Magirus-Deutz 170D11FA ... Bild in Cinemascope extrabreit, Sound in 6-kanal Dolby 8.5 ...

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#100 Beitrag von Oschi » 2013-12-03 22:21:43

Michael, Ralf, Ulf - ich danke Euch. Ich hätte gerne die Schottverschraubungen genommen, die ich genau zu diesem Zweck aus Edelstahl besorgt hatte. Jedoch, als die Teile vor mir lagen, zeigte sich der Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Aufgrund ihres großen Außendurchmessers - über den reinen Schlauchdurchmesser von 6 bzw. 8mm hinaus - waren die fünf auf dem begrenzten Platz im Schlitz nicht gut unterzubringen.

Als zweite Lösung hatte ich die Bohrungen 2mm über den Schlauchdurchmesser vergrößert, um den Schlauch an der Engstelle aufzudoppeln. Den Platz hat der Lack aber wieder aufgebraucht.

Am Ende habe ich als dritte Lösung schließlich den Raum über und unter dem Blech mit Polymerkleber aufgefüllt, so dass die Luftschläuche wieder in einem dicken elastischen Block verlaufen. Also fast wie in der ursprünglichen Lösung... :frust:

Die Gefahr des Durchscheuerns ist hoffentlich nicht mehr akut. Trotzdem, Schottverschraubungen hätten mir auch besser gefallen!

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#101 Beitrag von Oschi » 2013-12-08 22:41:27

Allen Bedenkenträgern im persönlichen Umfeld zum Trotz arbeiten wir weiter dafür, Oschi binnen 12 Monaten reisefähig auf die Räder zu stellen. Vier Monate verbleiben, allerdings unter erschwerten Witterungsbedingungen. Wäre es geschickter gewesen mit der Kabine zu beginnen? Theoretisch ja, doch praktisch hatten wir die heutigen super hilfreichen Kontakte damals nicht. Außerdem, (fast) alles ist zu irgendetwas gut.

Die vergangene Woche hatte es in sich, doch neues gibt es wenig:

Nach mehreren vergeblichen Versuchen bekam ich endlich halbwegs brauchbare Sperrholzschablonen für die restlichen Lagerungen ausgesägt (das Holz wurde auch schon knapp...). Man merkt schon, ich bin nicht CAD-afin... Die Schablonen werden in gelaserte Platten umgesetzt, welche dann mal die Wippen bilden sollen.
081220131003.jpg
eine von vielen Schablone
Inspiriert durch des Kuhtreibers Vorbild sägte ich aus einem breiten U-Stahlträger acht L-förmige Befestigungswinkel raus (sowie ein kleines Stück aus dem Handrücken) und bohrte die fertig aus.

Der Meister drehte derweil schon hübsche Lagerbuchsen:
081220131004.jpg
hübsche Lagerbuchsen
Die Originalkotflügel werden wiederverwendet. Dazu musste ich die Befestigungslaschen (die mit der Pritsche entsorgt wurden) neu anfertigen. Acht Stück, jedes ein Unikat :-) (nein, ich will nicht darüber reden). Grundmaterial ist ein 45x8mm Flachstahl, um die 13cm lang, jeweils mit zwei M10-Bohrungen, beidseitig angesenkt. Senken mit dem Fräser macht mir großen Spass, das Ergebnis sieht so schön professionell aus.

Bisserl blöd stellte ich mich beim Ablängen der Laschen an. Da die Dinger nach unten hin schräg abstehen (Kotflügel sind schräg), habe ich sie zunächst gerade abgeschnitten und dann eine Ecke abgeflext. Ressourcenschonender ist natürlich, die Dinger gleich schräg abzulängen, die Schräge des ersten ist dann gleich der spiegelverkehrten Schräge des folgenden Stücks. Das passt nicht nur bei 45-Grad-Schnitten!

Auch die kleine Originalstaukiste hinten rechts wird recycelt. Da ich sie nicht an den Kabinenboden schrauben will, spannen wir drei L-Profile (30x30x4mm) zwischen die letzten beiden Auslegern des Hilfsrahmens. Daran wird die Kiste befestigt. Das ganze symmetrisch auf beiden Seiten, um auch hinten links noch ein Originalkischtle unterzubringen (Dominik???) ... also ... da bräuchte ich noch ein zweites. Wer würde seins hergeben?

Viel Zeit ging auch für die Durchstieg-Tür und die Bodenplatte drauf (die hoffentlich bald vorzeigbar ist): 90% (Ver)messen, 10% arbeiten.


Mal was anderes: Generell erregt Oschi eher positive Aufmerksamkeit (tolles Gerät, was schluckt der denn so, was hat der für eine Maschine drin, wo soll es hingehen...). Und bis auf ein zwei Bekannte hat sich noch niemand wirklich kritisch über unser Projekt geäußert. Viele fragen allerdings, warum wir nicht lieber ein fertiges Fahrzeug gekauft haben. Diese Frage beschäftigt uns. I.d.R. kommt sie von "Kopfarbeitern", jedoch nie von Handwerkern. Mal abgesehen davon, dass wir keine paar Zehntausend aus der Portokasse nehmen können (und keine Schulden haben wollen), ziehen wir als Bürowesen durchaus eine Befriedigung daraus, mit unseren eigenen Händen etwas zu schaffen, trotz laienhaftem Ergebnis. Es stimmt uns nachdenklich, wenn das "Selbermachen" nicht für sich als erstrebenswert angesehen wird. Ich meine manchmal sogar eine gewisse Geringschätzung herauszuhören, wenn man etwas selber macht, anstatt es zu kaufen. Das nur am Rande...
Zuletzt geändert von Oschi am 2013-12-16 10:49:12, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#102 Beitrag von Lassie » 2013-12-09 6:19:42

Ich meine manchmal sogar eine gewisse Geringschätzung herauszuhören, wenn man etwas selber macht, anstatt es zu kaufen.
... lass die Leute reden! Lass dich nicht ärgern - fertig kaufen kann jeder, bauen dagegen nur wenige....
Ich bin - auch wenn ich in vielen Bereichen halt auch nur 'ein interessierter Sesselfurzer' bin - davon begeistert, was man alles mit etwas Hirn, Wissen, Werkzeug (oder noch besser ohne Riesen-Maschinenpark) und dem Mut der Kreativen schaffen kann.

Das 'Schaffen' ist das, was dir Befriedigung gibt - und hinterher bei der Benutzung das Wissen wie es entstanden ist, wie es repariert werden kann und wo du das nächste Mal ( :angel: ) etwas verbessern kannst.

Was mich immer mit Verwunderung erfüllt: da wollen gestandene Männder mit tollen Weltreisemobilen auf große Fahrt ins Abenteuer der Unwägbarkeiten des wilden Lebens jenseits von EU-Normen gehen - und verklagen die Aufbauer wegen mit der Zeit abweichender Spaltmasse ihrer Schränke, fehldimensionierter Wechselrichtern oder kondenswassertropfenden Panorama-Dachluken ;)

Echte Männer bauen selber, verklagen niemanden, lernen aus ihren eigenen Fehlern und ggf der Erfahrung anderer und bessern bei Bedarf ihren eigenen Sch*** nach! So ich habe gesprochen :joke:

Von daher bist du auf dem absolut richtigen Weg! Wegtreten, weitermachen.... :D

Viele Grüsse
Jürgen
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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#103 Beitrag von franz_appa » 2013-12-09 9:44:32

Oschi hat geschrieben:Es stimmt uns nachdenklich, wenn das "Selbermachen" nicht für sich als erstrebenswert angesehen wird. Ich meine manchmal sogar eine gewisse Geringschätzung herauszuhören, wenn man etwas selber macht, anstatt es zu kaufen. Das nur am Rande...
Das sind dann in der Regel die Leute die diese Gesellschaft nicht weiter bringen...
Ich bin froh das ich so'n Bekloppter bin und immer wieder auch Vorbild für Tochter und deren Freunde-/innen sein kann - die kennen das nämlich sonst nicht... spielen aber umso lieber mit dem selbstgebauten Märcheneschloss oder im 8-eckigen Baumhaus :D

aber eins ist klar:
Ihr werdet am Ende nicht günstiger wegkommen als wenn ihr fertig (gebraucht) gekauft hättet - aber reicher an Erfahrung... :cool:

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#104 Beitrag von sico » 2013-12-09 19:46:57

hallo Oschi,
man kann das von Lassie (Jürgen) Gesagte nur unterstreichen.
Du bist auf dem richtigen Weg. Schaut alles recht gut aus, was du da machst.
An einigen Details wirst du vielleicht etwas "Lehrgeld" zahlen. Wird sich aber m.E. in Grenzen halten.

Laß dich von blöden Kommentaren nur nicht verwirren.

mfg
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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#105 Beitrag von Oschi » 2013-12-16 23:08:09

franz_appa hat geschrieben:aber eins ist klar:
Ihr werdet am Ende nicht günstiger wegkommen als wenn ihr fertig (gebraucht) gekauft hättet - aber reicher an Erfahrung...
Na, jetzt hast Du ja die Pointe verraten :D


"Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran!"

Hilfsrahmen:

Die Kotflügellaschen sind verschweisst und zusätzliche Befestigungsbohrungen in den Auslegern gesetzt. Die Montageprofile für die Originalstaukästen sind verschweisst.
Staukischtle.jpg
Sicherheitshalber fertigte ich noch einen Satz mehrfach gebohrter Befestigungslaschen für den Rahmen "auf Halde" an, damit ich später nicht für irgendwelche Leitungen, Schläuche, Tanks u.s.w. den Hilfsrahmen anbohren muss.
Satz Befestigungslaschen.jpg
Durchstieg:

Beim Durchstiegrahmen bekam ich endlich mal die Aufnahemen für Schlossfalle und -riegel ausgebohrt, nicht schön, aber selten. Das zuerst ausgearbeitete Maß musste nach dem Einlegen der Dichtung vergrößert werden, da die Dichtung über die ganze Länge nicht mehr nennenswert komprimiert werden kann. Hatte der Meister ja gleich gesagt...

Die Drückergarnitur aus schwarzem Kunststoff war einzupassen und der Kunststoffvierkant des Schlosses aufzufeilen. Der Vierkant hatte nur ein 8mm Loch, die Brandschutz-Drückergarnitur aber einen 9mm Vierkant.

Die Durchstiegtür bekam auf der Außenseite ein verzinktes 1,5mm-Blech. Damit wiegt sie jetzt ca 13Kg und fällt wohl in die höchste Beschussklasse. Jaaa, ist mir etwas aus dem Ruder gelaufen...

Aus Symmetriegründen (Symmetrie sei ja die Kunst der Doofen...) bekam die Tür zwei Gasfedern. Die Berechnung der benötigten Gasfedern fand ich ganz spannend. Perfekt konfiguriert hätten sie ordentlich Asche gekostet, also ersteigerte ich für kleines Geld ungefähr passende Heckklappenfedern. Ungefähr passend heisst, dass die Tür jetzt richtig Bums hat und ein unbedarfter Türöffner einen technischen K.O. riskiert :hacker: . Die Befestigung der Dämpfer erforderte kleine Kunststücke.
Durchstiegtür geöffnet.jpg
Zum Verzinken braucht es in geschlossenen Profilen immer Löcher, welche die Luft und das flüssige Zink entweichen lassen. Die Löcher waren in den Ecken des Durchstiegrahmens zu setzen und können hoffentlich später für die Befestigung einer Abdichtung gegenüber der Wohnkabine genutzt werden.

Und jetzt ab damit in die Verzinkerei.


Reserveradträger:

Die Seilführung der Handseilwinde bereitet einiges Kopfzerbrechen. Die Seilwinde kann nicht direkt seitlich am Reserveradträger montiert werden, das Rad ist zu groß. Außerdem kommt die Seilwinde aufgrund der Heckschräge auf mindestens 1,9m Höhe. Da mir die begonnene Seilführung zu kompliziert erscheint denke ich über die Montage an einem schwenkbaren Ansteckkranarm über dem Rad nach. Dann müsste ich aber vom Innenraum oder vom Dach aus kurbeln oder eine sehr lange Leiter dabei haben. Hmpf ... oder doch eine E-Winde direkt über dem Rad? Immerhin habe ich für die Befestigung des fünften Rades ein Konzept und schon ein paar Teile.


Kabinenbau:

Die Bodenplatte ist fertig (die hintere Schräge vernachlässigen wir mal). Da die Lasur immer spurlos im Holz verschwand, strichen wir die Innenseite fürs ruhige Gewissen zusätzlich in grau. Das Styrodur ist mit 2K verklebt. Es ließ sich an die unregelmäßige Holzbalkenkontur nicht perfekt anpassen, die Ritzen stopften wir mit Streifen und PU-Kleber.

Bei den Siebdruckplatten stellte sich die Frage, ob die rauhe oder die glatte Seite nach unten außen zeigen soll. Nach einigem Abwägen haben wir uns für die rauhe Seite entschieden, da hieran nachträglich besser geklebt werden kann. Die 9mm Siebdruckplatten sind krumme Hunde und wölben sich in alle Richtungen. Um sie zu bändigen müssen wir die Außenhaut verletzen und die Platten mit Edelstahlschrauben - 6.000 Stk. billigst erstanden - an die KVH-Unterkonstruktion schrauben. Die angesenkten Bohrlöcher wurden jeweils mit Dichtkleber aufgefüllt und nach dem Einschrauben auch damit versiegelt.
Styrodur Zuschnitt.jpg
Styrodur fertig verklebt.jpg
Bodenplatte Abschluss.jpg
Ich hatte eine Zeitlang überlegt, ob der Siebdruckboden nicht besser noch durch ein durchgehendes Blech geschützt wird. Heute gehe ich davon aus, nur an besonders belasteten Stellen - wie über den Rädern - einen Schutz an den Unterboden zu kleben. Wiegt ja alles und will auch bezahlt werden.

Gedauert hat die Erstellung der Bodenplatte nach meinem Gefühl überraschend lang (wie naiv kann ich noch sein?). Aber es gab halt viel zu lernen: so viele Messungen, so viele Handgriffe, so viele Werkzeugwechsel, so viel Über-Kopf-Arbeit. Bei den kommenden Wänden werden wir die Maße der Bohrungen radikal vereinfachen und mehr mit Schablonen arbeiten. Außerdem wird das Baumaterial leichter.


Werkzeug-/Materialerfahrung:

Ich habe einen Elektrohobel zu schätzen gelernt, den finde ich viel brauchbarer als einen Bandschleifer.

Cumaru ist Hartholz und muss vorgebohrt werden, da Schrauben sonst einfach abbrechen. Wir haben einen 2.5mm, zwei 3mm und einen 11mm Stahlbohrer im Cumaru abgebrochen. :eek: Das Cumaru hat auch meine seit 20 Jahren für unzerstörbar gehaltene Hanseatic Bohrmaschine auf dem Gewissen.

Torx-Schrauben finde ich großen Mist, weil mir immer der Bit stecken bleibt.

Schraubzwingen kann man beim Holzbau nie genug haben, mind. 20 Stück. Ebenso wie Bohrschrauber, mind. 2 Stück.

Wir verkleben das Holz mit Soudal (PU), die Kartusche 2.5 Euro. Die Iso haben wir mit 2K-Parkettleim verklebt. Da die Klebermenge ein nicht zu vernachlässigendes Ausmaß annimmt, ergibt sich hier noch Einsparpotential durch Großgebinde. 50Kg werden wir insgesamt schon unterbringen.

Und: Holz ist krumm!


Freundlichen Gruß
Oschi
6000 Edelstahlschrauben.jpg
Zuletzt geändert von Oschi am 2014-01-06 22:14:16, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#106 Beitrag von pari » 2013-12-17 9:36:39

Hi Oschi,

immer wieder schön auf dem laufenden gehalten zu werden
und die Fortschritte zu sehen! :D


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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#107 Beitrag von tonnar » 2013-12-17 12:45:14

Oschi hat geschrieben:Die 9mm Siebdruckplatten sind krumme Hunde und wölben sich in alle Richtungen.
Hey Oschi,
hab am Wochenende auch unserer Bodengruppe gebastelt. Die gelieferten Siebdruckplatten waren auch krumm und von miserabler Qualität. :motz: Ich hab den ganzen Mist wieder zurückgegeben und mir bei Hornbach neue Platten geholt. Der Qualitätsunterschied war gigantisch. Es gibt diese Platten also auch ohne Wölbungen und Kantenausrisse.
Oschi hat geschrieben:Und: Holz ist krumm!
Nur wenn man es krumm lässt und sich den Aufwand erspart, es selbst zuzuschneiden. Aus diesem Grund arbeitet jeder gute Tischler mit Tischkreissäge, Abricht- und Dickenhobel.

Gruß...

Kater
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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#108 Beitrag von Kater » 2013-12-20 21:22:14

sehr schön geschrieben.

Ich habe es am Stück durchgelesen, einige Umwege und Irrungen im Zeitraffer miterlebt und freue mich, das ihr immer noch mit Dampf dabei seit. Selbst die feine Ironie ist erhalten geblieben.

"Holz hört erst auf zu arbeiten, wenn es als Asche auf der Schaufel liegt."
Sagte mir vor 35 Jahren ein erfahrener Tischlermeister.

Peter

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#109 Beitrag von Oschi » 2013-12-23 22:53:22

:blush:

Letzte Woche stellte ich überrascht fest, dass es diese Woche bereits weihnachtet! Wie jedes Jahr wurde ich auch diesmal wieder völlig von den Ereignissen überrumpelt... So gab es hier eine Feier und da eine Verpflichtung und einmal - ja, ich gestehe - schwänzte ich auch die Arbeit an Oschi. Trotzdem gab es Fortschritte, doch seht selbst...

Rautenlagerung:
Hier und da platziere ich Zurrbügel, insgesamt vier. Da ich heute noch nicht abschätzen kann, was ich mal alles am Auto transportieren will/muss, sind das zusätzliche Freiheitsgrade.
Zurrbügel.jpg
Zurrbügel in Action.jpg
Wohnkabine:
Ich begann die Heckschräge der Kabine. Aufgrund des komplizierten Zusammentreffens unterschiedlicher Materialstärken an den Schrägen wird diese "Wand" von außen nach innen gebaut. Zuerst die Siebdruckplatte mit dem aufgeklebten umlaufenden Holzrahmen zusägen (22,5 Grad Schnitte) und ausfräsen, dann die mittleren Verstärkungen einsetzen, mit Styrodur ausfachen und zuletzt den Innenboden anpassen. Zusammenkleben werde ich die ersten beiden Kabinenteile mit einer Fremdfeder, aber erst viel später bei Montage auf dem Hilfsrahmen. Übrigens klebt auf der Siebdruck-Beschichtung nichts wirklich gut, aber zum Halten und Abdichten reichts...

Und hier habe ich mich an einem Heizungskonzept versucht und erhoffe mir nützliche Hinweise von Euch.

Ersatzradträger:
Der Meister freut sich immer, wenn ich mit meinen Konstruktionskrakeleien ankomme. Diese Freude möchte ich Euch nicht vorenthalten. Hier eines meiner Werke:
Gekrakel.jpg
Klar, CAD ist professioneller, aber meine perspektivische Zeichnung hat mehr Herz :p .

Das ist also meine neueste Idee zur Seilführung beim Ersatzrad: Ein umsteckbarer Kranarm mit zwei Seilrollenböcken und innenliegender Seilführung. Das Seil wird im Inneren des Vertikalträgers in einem zusätzlich eingeschweissten Rohr nach unten geführt. Am unteren Austrittspunkt wird das Seil erneut umgelenkt. Um eine etwas umständliche Seilführung komme ich nicht herum, wenn ich bequem am Boden an der Handseilwinde kurbeln will.

Die Realisierung weicht von der Skizze ab, u.a. wird die Seilwinde nicht mehr an einem Ansteckarm befestigt, sondern hinten mittig unter dem Hilfsrahmen. Die Handkurbel wird dann mit einer (abnehmbaren) Achsverlängerung mit Linearführung unter dem letzten Ausleger bis zur Beifahrerseite verlegt.
aufgeheizt.jpg
heiss gemacht
reingekloppt.jpg
Achsverlängerung.jpg
Linearführung 1.jpg
Linearführung 2.jpg
Der Verlauf der Achsverlängerung bestimmt die Montageposition der Seilwinde, die deshalb auf einer Adapterplatte sitzt:
Seilwinde mit Adapterplatte.jpg
Den umsteckbaren Kranarm haben wir schon gebaut:
Umsteckkran.jpg
innenliegende Seilführung.jpg
Anstelle eines U-Profils fand ein Rechteckrohr Verwendung. Der Kran steckt in einem auf den Reserveradträger aufgeschweissten Quadratrohr. Sowohl Park- als auch Arbeitsposition sollten mit einem Bolzen (quer zur Fahrtrichtung) gesichert werden ... worin ein kleiner aber feiner konstruktiver Fehler lag, denn die mittige(!) Bolzensicherung kreuzt das Seil. Den Konstruktionsfehler haben wir inzwischen mit aufgeschweissten Muttern behoben. Anstelle eines durchgehenden Bolzens wird der Kran im Einsteckrohr nun direkt mit ein oder zwei kurzen Schrauben fixiert.
Anschweissmutter.jpg
Alle Rohrführungen werden unter Hitzeeinwirkung aufgehalst, um die Kanten zu entschärfen:
aufhalsen.jpg
Für die untere Umlenkung am Seilaustritt ist meine dritte erworbene Seilrolle leider zu groß, am Montageort ist nur Platz für eine einfache Walzenumlenkung aus einem Edelstahlrest. B.t.w. verkaufe einen Seilrollenbock...
Walzenumlenkung.jpg
Die Befestigungsgrundplatte für das Ersatzrad ist am Vertikalträger dicht verschweisst. Die 15mm-Stahlplatte weisst drei Schraublöcher auf.
Reserveradbefestigungsgrundträgerplatte.jpg
Das Ersatzrad wird auf Höhe der Platte dann mit diesem "Topf" an die Grundplatte geschraubt:
Topf mit Griffen und Kragen.jpg
Die Felge ist im Durchmesser nur 1mm größer als der Topf und damit in horizontaler und vertikaler Richtung gesichert.
Topf Anprobe.jpg
Gegen eine Vor-/Rückbewegung hat der Topfrand einen Kragen aus Vierkantstahl, welcher die Felge bzw. die überstehende Reifenflanke an den Grundträger presst.
Zur Radsicherung rechne ich die drei M14-Schrauben sowie das Drahtseil der Winde. Vielleicht finde ich sogar noch Platz für einen großen Rundbügel. Das hängt aber davon ab, ob wir noch einen Korb für das Rad realisieren oder nicht.

Die Vorteile der Konstruktion: Primitiv, mit einer Leiter leicht zu bedienen und das Rad kann nach dem Lösen am Träger hinunter gleiten und muss nicht von einer Befestigung abgehoben werden (deswegen ist der nicht allzu schwere Topf auch abnehmbar). Kurbel auf 140cm Höhe am Strassenrand (zumindest bei Rechtsverkehr).

Für das Aufzählen der Nachteile meiner Konstruktion seid Ihr zuständig ;) , Feuer frei!

Dachträger:
Dank visueller Unterstützung durch die Reiseprominenz habe ich jetzt ein Konzept für den Dachträger. Die Grundplatten sind schon gebohrt und gebogen. Gegenüber dem Vorbild sind sie mir viel zu massiv geraten, ich kam nicht auf die Befestigungsidee des Originals ... ... aber wozu hat man einen 12-Tonner?
Grundplatten Dachträger.jpg
Die Platten erhalten eine Gummiunterlage, aus der ich die Löcher mit einem Locheisen ausstanzte (wär ich auch nicht von allein drauf gekommen):
Gummi lochen.jpg
Noch etwas Pathos: Ich möchte dem Mann meinen virtuellen Dank aussprechen, ohne den unser verrücktes Projekt in dieser Qualität und dieser Geschwindigkeit gar nicht möglich wäre - meinem hochverehrtem Schlosser. Ohne Ihren unermüdlichen Einsatz nach Feierabend und am Wochenende, Ihre Kreativität, Ihre unerschöpflichen Lagerbestände, und der unvergleichlich angenehmen Atmosphäre, in der das alles statt findet, lieber Obermeister R., wäre alles nichts!

:hug:

Für dieses Jahr soll es das gewesen sein. Euch, die Ihr diese Doku mit Interesse, Rat und Zuspruch verfolgt, wünsche ich besinnliche, entspannte Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Schrauberjahr.

Weihnachtliche Grüße
oschi
Zuletzt geändert von Oschi am 2014-01-06 22:00:23, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#110 Beitrag von Oschi » 2014-01-05 21:46:16

Hallo, da bin ich wieder! Ein gutes neues Jahr wünsche ich Euch und viel Erfolg bei allem, was Ihr Euch vorgenommen habt und möglichst keine Rückschläge.

Viel Erfolg wünsche ich uns für 2014 auch selbst, denn dies ist das Jahr, in dem Oschi grob reisefertig werden soll - und in dem auch die erste Belastungsprobe stattfinden wird.

"Zwischen den Jahren", wie man hier sagt oder über Weihnachten und Neujahr bastelten wir fleissig an der Kabine. Alle Wände und Schrägen sind begonnen: Die Stirn- und Heckwand zumindest als Vorbereitung der Einzelteile (Ablängen und Ausklinken der Stützkonstruktion, Zuschnitt der Platten), das Dach ist bereits teilmontiert und die Seitenwände sind montagefertig.

Die Wände werden in Anlehnung an das äußerst erleuchtende Thema Kofferbau von innen nach außen gebaut, dann zu einer Kabine zusammengefügt und schließlich außen verschalt. Erleuchtend fand ich das verlinkte Thema deshalb, weil es mir die Initialzündung für die konkrete Bauweise gegeben hat. Dem Ersteller ist mein Dank sicher! :unwuerdig:

Wir haben die Herstellung der Komponenten stärker rationalisiert und arbeiten damit weit schneller. Zuerst werden alle Träger abgelängt und darauf dann die Plattenstöße vermessen. Die Vierkantbalken der Unterkonstruktion werden generell für eine (Kreuz-)Überblattung ausgeklinkt. Beim Probe-Ausrichten der Multiplexplatten auf der Unterkonstruktion werden die "Schraublinien" gezogen. Diese Schraublinien kennzeichnen auf den Platten die Lage der darunterliegenden Balken. Da wir nur 60mm Vierkanthölzer verarbeiten, sind die Lagen der Schraublinien auf den Balken immer die gleichen, entweder 30mm für die Mitte oder je 15mm vom Rand entlang der Plattenstöße. Schließlich werden die Platten mit der Unterkonstruktion verleimt, echt ausgerichtet und per Schraubzwingen fixiert.

Alle zehn Zentimeter wird eine 5x50 Senkkopf-Holzschraube gesetzt (d.h. eingezeichnet, Platte durchgebohrt, Bohrloch angesenkt, mit PU-Kleber gefüllt, verschraubt und abschließend mit PU-Kleber verspachtelt). Die ersten beiden High-Quality-PZ2-Bits sind schon zerbröselt; daher war heute auch früher Schluss, denn ohne Bit kein Schraub.

Diese auf meinem Mist gewachsene Konstruktionsmethode führt beispielsweise allein bei der Dachplatte zu rund 38m Stützkonstruktion mit insg. 72 wechselseitigen Auskerbungen und auf beiden Seiten fast 900 sichernden Schrauben (zzgl. ca. 7Kg Holzkleber). Anzahl und Position der Querträger ergeben sich in erster Linie aus den Plattenstößen, ggfs. wird ein als "zu groß" empfundenes Fach noch unterteilt.

Anbei noch ein paar Bilder. Zu den Seitenwänden sei angemerkt, dass die Unterkonstruktion noch nicht vollständig ist. Sie wird nach und nach von außen synchron zum Innenausbau ergänzt. So können wir in der noch "offenen" Wand die nötigen Befestigungsmöglichkeiten für die Bordmöbel schaffen, bevor wir die Außenverschalung montieren.

Jetzt aber die Bilder:
montagefertige Seitenwand.jpg
Detail Seitenwand.jpg
Kreuzüberblattung.jpg
Ausbohrung für Mutter und Unterlage zu Schlossschraube.jpg
Heckschräge in Einzelteilen.jpg
fertige Heckschräge mit Nut für Fremdfeder.jpg
Unterkonstruktion Dach Einzelteile.jpg
Unterkonstruktion Dach zusammengesteckt.jpg
Ein paar mahnende Worte noch zu den Schrägen: Positiv ist diesem Konstruktionsmerkmal anzurechnen, dass es den Kabinenkörper stabilsiert. Das ist dann auch schon alles Gute. Der zeichnerische und rechnerische Aufwand, das fehleranfällige Schrägsägen und die pausenlose "Angst" vor Fehlberechnungen (was ab ist, ist ab) führen zu Verzweifelungsanfällen. Hätte ich das vorher gewusst, dass ich allein für den Winkelschnitt an einer Seitenwand mehrere Stunden benötige (ohne bis jetzt zu wissen, ob es passt! :ohmy: ), ich hätte es wohl gelassen...
Stilleben mit Schrauben.jpg
Zuletzt geändert von Oschi am 2014-01-06 22:11:06, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#111 Beitrag von tonnar » 2014-01-06 9:21:27

Auch dir ein gesundes neues Jahr und weiterhin viel Erfolg bei deinem Projekt.
Oschi hat geschrieben:Die ersten beiden High-Quality-PZ2-Bits sind schon zerbröselt;
Deshalb kaufe ich keine Kreuz-Schlitz-Schrauben mehr. Torx heißt das Zauberwort. ;-)

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#112 Beitrag von cguenther » 2014-01-06 10:31:00

Hallo,

tolles Projekt mit nettem Text dazu.

Eine Frage: Betreibst Du ein "aktives Gewichtsmonitoring"? Wenn ich so die filigranen Metallarbeiten ansehe kommen mir meine Zweifel, dass es ein Gewichtslimit gibt, welches zu beachten wäre bzw. in dessen Grenze gebaut wird?

LG
Carsten

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#113 Beitrag von Oschi » 2014-01-14 15:53:09

Hallo Carsten,

Gewicht, Gewicht, ich bin ja nicht auf Diät ...

Manches wäre wohl unkomplizierter, manches auch hinderlicher, würde ich unter der 7.5to Grenze bleiben (wollen). In Verbindung mit einem Steyr 12M18 nahm ich diese magische Grenze bisher eher als "Thema verfehlt" wahr. Es scheint zwar möglich, ist aber sicher nicht die Regel, sondern eher die Ausnahme. Die nächste Grenze wären dann die 12to, da werde ich hoffentlich drunter bleiben ;) . Erfahrenere Offroadfahrer merken oft an, dass auf weichem Untergrund jedes Kilo weniger von Vorteil wäre. Tja, ich kann nicht alles haben und wurde ja schon durch mein Heizungskonzept zum Campingplatzbesuch verdonnert.

Und so werkel ich in Massivbauweise weiter:

Vom Kabinenbau gibt es nichts spektakuläres zu berichten. Das Setzen hunderter Schrauben hat schon etwas von Meditation. Zuviel Tiefenentspannung ist aber auch nicht gut, denn dann unterlaufen wieder Fehler: War ich doch neulich so stolz auf unsere rationelle Fertigung. Wollte ich das auch in Abwesenheit meiner aufmerksameren Hälfte fortführen und zeichnete Schraublinien und so an die 130 Bohrlöcher für die Stirnwand ein. Platte weggeklappt, Unterkonstruktion eingeleimt, Platte draufgezogen(!), ausgerichtet und mit Zwingen fixiert. Nehme ich die Bohrmaschine in die Hand und stutze: Wo zum Teufel sind die Markierungen hin? Hach ja... Pairospam würde jetzt schreiben: The IDIOT had nothing better to do than to confuse top side with bottom side... :wack:
Dach Innenseite.jpg
Wie bekomme ich die Plattenstöße dicht? Der Meister hatte es schon früher mal vorgeschlagen, doch hatte ich jetzt erst ein Ohr dafür: Durch Überlappen. Ich hab das mal ausprobiert und so gehts:
überlappender Plattenstoß.jpg
Hätte, hätte ... ich mal früher ... und so weiter. Die nächste Kabine wird besser. :ninja:

Trotzdem wären die Wände jetzt soweit, dass man sie zu einer Kabine zusammenpappen könnte. Das scheitert überraschenderweise an der noch unfertigen Lagerung. Hätte nie gedacht, dass wir mit dem Kabinenbau schneller als mit dem Metallbau sind. Nachdem ich mit meinem Kleinzeugs beim Lasern nicht zum Zuge kam, machen wir die fehlenden Wippen jetzt doch von Hand. Der Meister nahm kurzerhand Schweissbrenner und große Flex zur Hand und schnitt die benötigten "Bleche" anhand unserer Vorlage aus einer 8mm Stahltafel. Ich bezweifle, dass bei einer Materialstärke von 8mm "Blech" noch die richtige Bezeichnung ist. Doch was die Materialstärke angeht, vertraue ich meinem Schlosser.
Wippenbleche.jpg
Übrigens bin ich jetzt an dem Punkt angelangt, wo ich feststelle, dass ich den Punkt, an dem ich Tür, Fenster und Klappen ordern sollte, zeitlich schon verpasst habe. Also... Oschi proudly presents ... die "Fensterfrage"! Welche ... ok, ok, es gibt bereits genug solcher Themen im Netz. Der Tenor ist fast immer derselbe: Wie bekomme ich KCT-Qualität zum Preis von Seitz. Der gedankliche Ansatz ist verständlich - haben wir ihn uns doch auch zu eigen gemacht - jedoch nicht zielführend.

Zur Kenntnisnahme die von uns gefundenen Kandidaten:
-- KCT, die Referenz
-- Pabst Airtec (die undankbare Sandwichposition, teurer als Seitz, aber oft als nicht so gut wie KCT wahrgenommen)
-- Outbound (gefällt mir optisch richtig gut und ich finde, gegen niederländisches Design, da hast Du keine Schnitte)
-- Dometic/Seitz (wahrscheinlich das meistverbaute WoWa/-Mo-Fenster)
-- Alpinafenster, insb. das Neptun Outside, das sehr vielversprechend aussieht. Aber in einem Telefonat riet mir der Geschäftsführer - selbst WoMo-erfahren - eindringlich davon ab, Hausfenster - auch seine - für ein Womo zweckzuentfremden ... zu zweckzuentfremden ... zu zweckentfremden :motz: . Er kennt den Bedarf, aber seine Beschläge seien nachweislich nicht auf Dauer für Vibrationen geeignet.
-- Schiffsluken, -fenster und Bullaugen von Bomar u.a. (vgl. SVB)
-- Weitere bekanntere oder unbekanntere Namen, die Google auf die Stichworte "Schwingfenster", "Dachluke", "Bootsluke" und "Bullauge" ausspuckt

Als einfachste Lösung des Fensterproblems erscheint mir, das vorgesehene Budget zu nehmen, es durch die Mindestmenge an Fenstern, Türen und Klappen zu teilen und sich den (oder auch die) passenden Hersteller mit projektplantauglicher Lieferzeit auszusuchen. Wir werden heute lieber weniger Löcher in die Wände machen und diese höherwertiger verschließen. Wir können ja später noch weitere Fenster oder Klappen einbauen, wenn die Portokasse sich vom Schlimmsten erholt hat.

Ganz nebenbei bauen wir daheim ein Lager mit Innenausstattung auf: Küche, Bad, Sanitär, Elektro, Heizung, es läppert sich. Gespannt bin ich auf unsere Versuchsaufbauten zu Elektrik und Gas, das dürfte unterhaltsam werden... :joke:

Grüße aus dem Dometic-Zweigstellenlager
Oschi

PS: Wer die feinsinnige Ironie vermisst, die ging gestern spontan aus und wurde durch eine Spontandepression ersetzt, als ich einen Gehrungsschnitt an der Rückwand ganz böse versägte... :frust:

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#114 Beitrag von pari » 2014-01-16 11:20:46

Hallo Oschi,

toll wie das bei dir vorangeht, weiter so :rock:
Wir planen ja auch einen Holzkoffer und verschwenden so manchen Gedanken daran.
Für dich unvermeidbar rückt ja nun der Innenausbau näher, und ich würde gerne wissen ob du dir schon Gedanken gemacht hast bezüglich
Materialausdehnung zwischen Koffer und Ausbau.
Ich hab schon einiges gelesen im Bereich Shelter und GfK-Koffer. Da geht es offenbar nicht ohne Platz zu lassen.
Ich denke das es bei einem Holzkoffer und dem Ausbau aus Holz nicht zu großen Ausdehnungen kommt.
Evtl. haben da ja Mitleser auch schon einschlägige Erfahrungen damit und möchten die teilen. :angel:

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#115 Beitrag von micha der kontrabass » 2014-01-16 19:04:55

Kleiner Tipp zum Problem mit den Bits, die in den Torx-Köpfen stecken bleiben.

Es gibt auch Bithalter mit Rückzugmechanismus, funktioniert wunderbar.
Ich kenne das Problem, würde deshalb aber nicht (mehr) auf Torx-Schrauben verzichten, das mit den Kreuzschlitz ist eine ewige Quälerei.

Sowas hier meine ich, gibts auch von anderen namhafteren Herstellern.

Verfolge dein Projekt als Holzkofferbauer und -Fahrer sehr interessiert!

Gruß
Micha d.k.
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Warum Dirigenten und Generäle so alt werden? Vielleicht liegt es am Vergnügen, anderen seinen Willen aufzuzwingen.
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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#116 Beitrag von Oschi » 2014-01-20 9:14:52

Hallo Pari,

danke für Deine Unterstützung! Tatsächlich denke ich an nicht viel anderes mehr, die dauernde Schrauberei macht geistig doch recht eingleisig... Da Kabine und Ausbau aus Holz bestehen, gedenke ich alles mit allem zu verkleben und zu verschrauben. Aus der Erfahrung selbstgebauter Möbel kann ich sagen, das hält schon bei mir.

Zum Innenausbau fiel mir wieder ein, wie wir im Januar letzten Jahres bei eisigen Temperaturen unter den ungläubigen Blicken der Nachbarn mit bunter Strassenmalkreide verschiedene Grundrisse auf den Asphalt malten und darin "Wohnmobil" spielten :spiel: . Seinerzeit noch in Shelter-Maßstäben denkend, wurde dadurch klar, dass da nicht viel "Wohn" im "Mobil" ist (gut, wird mit dem Eigenbau auch nicht vieeeel mehr). Damals legten wir uns auf den klassischen Grundriss fest: Bett hinten quer, eine Seite sitzen, andere Seite kochen, Bad als Dreckschleuse hinter der Eingangstür.

Zum Leidwesen meiner konsequenteren Hälfte nahm ich das Thema Grundriss nochmals auf die Tagesordnung, da ich nach einem Ansatzpunkt für den Innenausbau suchte. Ganz Frau, quittierte sie mein Aufrollen bereits gefällter Entscheidungen mit einem hörbaren Augenrollen, ganz Mann, konnte ich das Gute zugunsten eines etwaigen noch Besseren einfach nicht ruhen lassen. Des lieben Frieden willens und im Bewusstsein meiner leicht autistischen Charakterzüge gewährte sie dann diesem Grundriss ihr Placet:
Grundriss.jpg
Meinen Fehlschnitt an der Rückwand habe ich reparieren können, wenn auch recht aufwändig. Vielleicht erkennt man es auf den Fotos.
Tetris.jpg
Die Kreissäge hat beim Gehrungsschnitt nicht genügend Schnittiefe, also sägen wir sonst von beiden Seiten und schleifen in der Mitte etwas nach. Diesmal sägte ich jedoch den Rest von Hand durch, in der Annahme, der Maschinenschnitt würde das Sägeblatt ausreichend sicher führen. Pustekuchen, auf dem letzten Drittel kam ich um 1cm vom Weg ab. Leider zu steil, denn zu flach, das hätte ich einfach nachschneiden können. So musste ich unplanmäßig weitere Zentimeter für einen neuen Schnitt opfern. Den zu dünnen originalen Abschlussbalken doppelte ich auf, die fehlenden Zentimter werde ich durch Multiplexabschnitte ergänzen.
Aufdoppelung.jpg
Die ersten beiden Wippen der Lagerung stehen, und so sehen sie aus:
Querlagerwippe.jpg
Es sind die Wippen fürs Querlager (sorry, aber "Fest"+"lager" ist immer noch ein Widerspruch in sich für mich). Ich freue mich wie Bolle über den sichtbaren Fortschritt und bin sehr stolz auf uns, dass wir das von Hand hinbekommen haben, und der Meister ist das glaube ich auch ein bisschen, denn von so neumodischem Zeugs wie Lasern, da hält er nicht so viel davon ;) ;) ;) .

Alles echte Handarbeit und das sieht man natürlich. Aber, ich muss zugeben, zu Oschi passt es gerade richtig. Nichts an Oschi ist perfekt, schön oder glatt, alles ist etwas kernig, rau oder robust gemacht. Gelaserte Bleche würden bei unserem Projekt womöglich einen Stilbruch darstellen. Damit will ich nichts gegen andere Projekte gesagt haben, bei denen CNC-gefräste Teile oder robotergelaserte Bleche Verwendung finden. Wenn alles zusammen aus einem Guss erscheint, gefällt mir das mindestens genau so gut. In unserem Fall, wo man ohne groß suchen zu müssen all die kleinen Macken der "Manufaktur" findet, da passen solche handgefertigen Teile hervorragend dazu. Manufaktur, hmmmmm...

Oh, vom Thema abgeschwiffen ... abgeschweift ... :motz: ... abgekommen :p . Die Wippen konnten noch nicht wie erhofft in den auf dem Fahrzeug liegenden Hilfsrahmen "eingedreht" werden, zu wenig Platz.
Querlagerwippe und Hilfsrahmen.jpg
Der Hilfsrahmen muss also demnächst mal angehoben werden. Das machen wir wegen der mühsamen Ausrichterei aber erst dann, wenn wenigstens noch eine Lagerbrücke steht.

Samstag morgen dann eine freudige Überraschung: der Durchstieg-Rahmen ist aus der Verzinkerei zurück. Und da es ein wunderbarer Vorfrühlingstag war, habe ich den Rahmen sogleich mit Unmengen MS Polymer eingeklebt - und genietet!
Durchstieg außen.jpg
Durchstieg innen.jpg
Ja, ich oute mich als Kleber und Niete ... Nieter! Um die Kritik vorwegzunehmen: Nach meiner Beobachtung verblieben dank zähen Klebers und langer Edelstahl-Nieten locker 2-3mm Klebeschicht, so dass der Rahmen nicht bis aufs Blech gezogen wurde. Natürlich habe ich nicht mit dem schwarzen Kleber gegeizt und auch die ganze Rückwand des Fahrerhauses kräftig eingesaut, worauf wiederum eine Lackierorgie in grün folgte. Jetzt sind aber einige Fahrgestellteile grün gesprenkelt, so dass ich auch noch zu Schwarz greifen muss ... aber so kennt ihr mich ja noch vom Sommer...

Um noch produktiv voranzukommen, wurde Sonntag bis in die Dunkelheit ein Teil der Inneneinrichtung von der Wohnung ins Auto transplantiert: untere Rückwand (bei mir jetzt zweiteilig), hintere Seitenverkleidungen, Mitteltunnel (beide Teile), ein Gurt und die Einstiegsgriffe. Immer wieder ein Spass, durch die 16mm Verkleidungen die Nietmuttern in der Karosserie zu suchen... Aber, es wird gemütlich.

Freundlichen Gruß
Oschi

PS: Diese Woche sicherte ich meine Doku mal nach Word und ließ die Rechtschreibprüfung darüber laufen. Du meine Güte, wann bin ich denn zum Analphabeten konvertiert? So viele _systematische_ Rechtschreibfehler... *schäm* ... vor allem mit ß und ss ... boah, das hatte ich mal ganz gut im Griff ... aber nun, voll verlernt ...

PPS Micha: Merci! Ich komme seit jeher so wunderbar mit Kreuzschlitzschrauben und "diamant"besetzten Bits klar, dass sich mir der Nutzen von Torx bislang nicht erschloss. Ich bin aber mit beidem ausgerüstet und bin gern bereit zu glauben, dass hinter dem Erfolg irgendwo auch ein echter Vorteil stecken muss.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#117 Beitrag von Allradler_Nico » 2014-01-20 10:37:59

Moin!

Zum Thema Torx hier ein Auszug aus Wikipedia :
Das Torx-Profil sorgt für eine optimale Kraftübertragung. Wegen der senkrecht verlaufenden Antriebsflächen ist keine erhöhte Andrückkraft beim Festziehen erforderlich, und es treten keine Rückschubkräfte auf (cam-out, siehe auch Axialkraft). Dadurch können Akkuschrauber mit hohen Drehmomenten für ein rasches Befestigen ohne Beschädigung des Innenprofils verwendet werden. Ein weiterer Vorteil des Torx-Profils besteht darin, dass Drehkräfte nicht (wie z.B beim Inbus-System) punktuell an den Ecken angreifen, sondern mittig und flächig an den Flanken der einzelnen Zacken. Das macht das System deutlich verschleißärmer.
Bei uns kommt bei Montage von Holzschrauben nichts anderes in frage. Die schrauben können nicht wegknicken beim ansetzen, es muss nicht nachgedrückt werden damit sich der Bit rausdreht (wie oben beschrieben der Cam-Out Effekt), dadurch kaum verschleiß an den Bit´s und Schrauben ( was sehr ärgerlich sein kann wenn man eine Schraube mal wieder rausschrauben muss, aber die Flanken beim einschrauben schon verschlissen sind) und und und.

Sollte mal der Notfall eintreten das dringend und schnell schrauben benötigt werden nutzen wir auch mal die Asi schrauben aus der Würth´schen Apotheke (die nächste Niederlassung ist nur 500 Meter weg) , aber das nur sehr ungern. Meiner Meinung nach hat dieses System was dem Torx eigentlich sehr ähnlich ist alle Vorteile des Torx eben nicht . Es ist ja leicht Konisch und somit treten wieder die Axialkräfte auf. Des weiteren passen nur Assy Bits. Würth ist aber leider so vom eigenen System überzeugt das sie Torx Schrauben nicht mal anbieten....


Zu deinem Aufbau :
Sehr sehr geil :unwuerdig: !! Auch wenn es das komplette Gegenteil zu dem ist, was wir machen (ultraleichte Kabine) , finde ich die Handwerkliche Leistung extrem gut und Ordentlich ausgeführt! Und die Baugeschwindigkeit erst!! Weiter so! Wir warten ständig auf neue Bilder.
MfG
Nico

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#118 Beitrag von micha der kontrabass » 2014-01-20 13:03:56

Naja, für die Größe denke ich wird der koffer auch Ultraleicht, vom Zwischenrahmen glaube ich das eher nicht...

Mein jetztiger (und auch mein nächster) Koffer ist ganz ähnlich aufgebaut, auch von innen nach aussen, aber ohne Zwischenrahmen direkt auf den Fahrgestellrahmen als 4-Punkt-Lagerung light. Reicht für meine Zwecke. Dafür hab ich nicht so einen schicken Ersatzradhalter.

Gruß
Micha d.k.

Ps, hier gibts für Holz auch nur noch Torx, man glaubt gar nicht, welche Schrauben man nach 8 Jahren mal plötzlich wieder rausschrauben muß....
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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#119 Beitrag von Oschi » 2014-01-26 23:28:11

Die Ups and Downs der Woche:

Trotz Joker das Vorgespräch mit dem lokalen TÜV gesucht. In NE abgeblitzt, kaum dass ich - noch relativ entspannt - durch die Tür war :huh: . Danach eine halbe Stunde lang panisch mit verschiedensten Abteilungen des TÜV Rheinland telefoniert :ohmy: . Schließlich auf gut Glück nach MG gefahren und dort auf zwei sehr zuvorkommende, interessierte und "very very very open minded" Personen getroffen. Vor Aufregung fast in die Hosen gemacht und hektisch mit AufbauRiLi, technischen Zeichnungen, Fotos, usw. um mich geworfen und trotzdem eine positive Zukunftsperspektive gezeichnet bekommen. Vor Erleichterung beinahe geheult :blush: . Sogar das H-Thema wurde offen angesprochen, wenn auch nicht mit ganz so viel Optimismus.

Dienstag den Meister genötigt, im Dunkeln bei Kälte und Regen am Heckträger zu schweißen. Dabei von sehr symphatischem Foren-Besuch ertappt worden. Allen Charme zusammengekratzt, um nicht als herzloser Sklaventreiber dazustehen ("... der wollte das doch auch ...").

Teile der überarbeiteten Inneneinrichtung sind verbaut. Der Einbau eskalierte leider in eine Orgie roher Gewalt :blush: . Da wir den Mitteltunnel mit dickem Teppich und die Fußmatten mit Gummi überklebten, das Fahrerhaus in der Größe aber nicht gewachsen ist, sitzt alles mehr als "spack". Wenn gutmütiges Hebeln nicht half, wurde auch per Fäustel und Schlagholz argumentiert, um die Sitzbank oder die Fußmatten zum Einrasten zu überreden. Nach zehn Monaten Lagerzeit ist es auch nicht überraschend, dass mehr und mehr nicht mehr zuordbare Teile übrig bleiben.

Die beiden Türverkleidungen sorgten für gut fünf Stunden Unterhaltung: Erste Verkleidung eingebaut; festgestellt, dass ich eine Schraube in der Tür vergessen hatte; Verkleidung wieder raus, Schraube raus, beide Verkleidungen eingebaut; Türgriffe eingebaut; festgestellt, dass der Ausschnitt für den Türöffner zu knapp bemessen ist; beide Verkleidungen wieder raus und nachgefräst; die Türgriffe hielten nicht sauber in der Tür aufgrund ausgenudelter M5-Gewinde; M6 Gewinde nachgeschnitten; beide Verkleidungen wieder rein; Griffe dran; eine von je vier Griffschrauben hält auch in M6 nicht richtig :motz: . Die neuen Türverkleidungen sind auch so dick, dass originale Fensterkurbel und Türöffner nicht mehr ganz einfach aufzustecken sind. Ich habe mir Vielzahn-Fensterkurbeladapter vom VW-Passat besorgt (zu beziehen über VW Classic Parts); die passen vom Prinzip, sind aber zu lang. Mal sehen, was ich da noch frickeln kann.
M6 Gewinde nachschneiden.jpg
Wir haben eine neue Quelle für Türen und Klappen entdeckt. Die Teile sollen aus Schweden stammen und werden für Pferdeanhänger gebaut. Ich habe mir das persönlich angeschaut und halte es für eine interessante Basis. Das Türblatt ist 35mm stark, und alles besteht aus verpressten bzw. vernieteten Aluprofilen. Für den WoMo-Einsatz im Originalzustand nicht unbedingt geeignet, aber ich denke, wir werden das nehmen und optimieren (thermische Trennung, mehrstufige Abdichtung).

Der Meister baute die Seilwinde fertig an und zusammen kurbelten wir feierlich das Reserverad an seinen Platz. Das und die Befestigung mittels Topf funktionieren wie geplant, das freut mich riesig!!!
Kurbelverlängerung Seilwinde.jpg
Seilwinde in ganzer Pracht.jpg
Heckträger mit Reserverad.jpg
Dann hievten wir mittels Kran noch das Rahmenende hoch, um die Querlagerstützen in den Rahmen einzudrehen. Damit können wir uns jetzt auf die vordere und hintere Wippe konzentrieren. Nachdem der Mobilkran wieder verräumt war, stellte der Meister frustriert fest, dass wir eine Stütze verkehrt herum eingesetzt haben. Die sind zwar symmetrisch, doch hatten wir die Einbaulage vorher explizit gekennzeichnet... :frust:

Am Wochenende dann das erste Elektrikexperiment. Dachte, das was ich schon in der Schule im Physikunterricht nicht kapiert hatte, hole ich jetzt mal praktisch nach. Praktisch an der Sache ist auch, dass das ihre Spielsachen sind. Wenn es gut geht, ernte ich also Bewunderung, wenns schlecht läuft ... naja ... dann .. muss ich wohl eine Weile auf dem Sofa schlafen. Also vier Yellow Tops mit Polklemmen und gleichlangen Kabeln ausgestattet. Je zwei in Reihe geschaltet und mit dem 24V-Ladegerät geladen und einige Zeit lang an den farbigen Kontrolleuchten erfreut. Resultat: Bude nicht abgefackelt.
Experiment.jpg
Hier meine laienhafte Überschlagsrechnung: Unsere elektrischen Verbraucher (Kühlschrank, Wasserpumpen, Beleuchtung, Wechselrichter, Radio, etc.) werden in Summe nicht mehr als 1700 Watt Leistung aufnehmen. Bei 12 Volt fließen dann rund 140 Ampere, die sich auf vier Akkus zu je rund 35A aufteilen. Wenn ich für die einzelnen Kabelquerschnitte zu den Polen 16mm2 verwende, bin ich dick auf der sicheren Seite. Für die Sammelleitungen scheinen mir 50mm2 ausreichend.

Optimistische Grüße
Oschi

PS: Wie mountain inzwischen vermutete, machte ich mir vor dem Anschluss des Laders anhand der technischen Specs noch einen Kopf um das richtige Ladeprofil. Die Frage, ob Yellow Tops denn wirklich AGMs sind, konnte nach langer Sucherei einfach beantwortet werden: es steht groß auf den Akkus drauf... Für meinen 24V-Lader verdoppelte ich mangels tieferen Elektrik-Verständnis die 12V-Werte dann einfach rechnerisch. Mir erscheinen die in den Specs angegebenen Spannbreiten recht großzügig.
Zuletzt geändert von Oschi am 2014-01-27 13:07:02, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#120 Beitrag von Wombi » 2014-01-27 0:32:49

Sehe ich das richtig und Du lädts mit 29,5 Volt ??? :eek:

Gruß, Wombi
Es ist an der Zeit, die Reste der Welt zu entdecken........

15.4.2013, ab da werden wir uns für seeeehr lange Zeit nicht mehr sehen :-))))

Der Urlaub ohne Stress hat begonnen :-))) www.wombi-on-tour.de

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