Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

alles, was nicht in die übrigen Technik-Kategorien passt

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LutzB
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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#61 Beitrag von LutzB » 2013-09-17 21:33:21

Junge, Junge, Du machst sachen. :D

Lutz
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Mit den Menschen ist es wie mit den Autos, Laster sind schwer zu bremsen.(Heinz Erhardt)

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#62 Beitrag von Oschi » 2013-09-18 21:28:27

Oschi steht jetzt ganz in der Nähe und ich kann nach Feierabend schnell mal was dran machen. Ein Vorteil, jetzt wo die Tage deutlich kürzer werden. Dort ist auch der Schnappschuss zu meinem Avatar entstanden.

Ich nutze den schönen Montagabend, um mit diesem seltsamen Gerät (Ein-/Blindnietmutternzange*)
16092013791.jpg
Nietmutternzange
solche Dinger (Ein-/Blindnietmuttern)
16092013789.jpg
Nietmuttern
im Fahrerhaus zu setzen. Habe ich natürlich nicht erfunden sondern bin das erste Mal in Luigis Buch darauf gestossen. Jetzt weiss ich endlich, was es damit auf sich hat.

Beim Ausbau der Innenverkleidung waren etliche der Plastikclips (Verkleidungsclips) mangels richtigem Werkzeug kaputt gegangen. Irgendwann habe ich im Netz einen sog. Verkleidungsheber entdeckt und aus einer kleinen Maurerkelle nachgebaut. Die Kelle wird soweit gekürzt, dass sie von der Hebelkraft nicht mehr stark verbogen wird. Dann schneidet man mit der Flex einen Schlitz in das Metallblatt. Wenn man diesen Schlitz von der Kante aus nach hinten zum Griff verjüngt, passt der Schlitz auf unterschiedliche Clip-Größen. So sieht mein Behelfswerkzeug aus:
18092013794.jpg
DIY-Verkleidungsheber
Damit bekamen wir die Verkleidungen schnell und schonend abgebaut. Trotzdem halte ich die Clips für Mist und werde die neuen Verkleidungen anschrauben. Dazu sind die M5-Einnietmuttern da.

Kaum zu glauben, dass ich davon ca. 80 Stück im Fahrerhaus untergebracht habe, oder?

* Großen Dank an meinen Haus- und Hofschlosser, der mir sein Werkzeug geliehen hat.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#63 Beitrag von Oschi » 2013-09-20 10:06:18

Die Tage werden schnell immer kürzer, ich werde mir eine Lampe zum Schrauben besorgen müssen :idee: .

Habe Mittwoch nicht viel geschafft, nur den Pendelhalter Rückstrahler (hat lange gedauert, bis ich diesen Fachbegriff fand), den falsch montierten Spiegelarm umgedreht (ja, ich weiss jetzt wie das Spiegelhalterstangendingsbums richtig heisst), die Schwerschichtmatten nachgeklebt (das Zeug ist praktisch kleberabweisend, habs zusätzlich mit Panzerband fixiert). Und endlich habe ich die richtigen Karosseriestopfen für meine 20mm Löcher gefunden.

Donnerstag habe ich eine neue Dichtschnur in die zweite Seitenscheibe eingepopelt. Mühsame Fummelei, das, auch mit Spüli. Im Anschluss habe ich noch die Spritzwasserschlauchdurchführung in der Stirnwand (eine von dreien) durch ein Originalteil ersetzt. Jede andere Lösung, auf die ich gekommen bin, hätte aufgebohrt und/oder aufwändig abgedichtet werden müssen. Es gab die Teile bei MAN sogar einzeln, ich hatte mit einer kompletten Spritzwasseranlage gerechnet. Als ich den Preis von 10.5 EUR auf dem Monitor sah habe ich mich sogar kurzzeitig gefreut - bis ich erfuhr, dass jede(!) einzelne Durchführung soviel kostet ... hmpf. Da ich das Teil bei eingebauter Frontscheibe nicht gleichzeitig von außen festhalten konnte, war es ganz schön kniffelig, von innen die neue Mutter aufzuschrauben. Um mein Seelenheil nicht zu gefährden, habe ich mich nur einem Teil versucht.

Ach ja Frontscheibe: Die Dichtung nimmt MAN nicht zurück :wack: Wenn sich jemand daran probieren möchte, sie wäre abzugeben.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#64 Beitrag von Oschi » 2013-09-23 20:54:15

Einen hab ich noch vergessen, zu erzählen:

Oschis Fahrersitz hatten wir ja erst letztes WE für die Heimfahrt wieder montiert. Davor lag der Sitz monatelang auf der Pritsche. Montag war mir eine Stecknuss zwischen Lehne und Sitz gerollt. Ich also nichtsahnend in die Ritze gegriffen und die Nuss gesucht ... iiiiiiiiiiiihihihihigiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiit !!!

Gefunden habe ich ... eine Banane :eek:. Leicht mumifiziert, außen, innen war sie noch ... nun ja ... weich :sick:. Pfui Teufel, wie kam die da bloss rein? Bah, mich schüttelts jetzt noch.

Das wär vielleicht ein eigenes Thema wert: Was ist das ekelhafteste, das Ihr je in Eurem Fahrzeug gefunden habt? :joke:
Zuletzt geändert von Oschi am 2013-10-18 19:06:49, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#65 Beitrag von Oschi » 2013-09-23 21:08:58

Und weiter geht die wilde Fahrt: Im Rahmen der Nachbarschaftshilfe wechselt Oschi zum Wochende erneut den Stellplatz, denn der Aufbau muss langsam mal vorbereitet werden. Das wird höchste Zeit, denn es wird immer kälter und ich will keine Probleme bei der Materialverarbeitung bekommen.

Samstag dürfen wir uns in einem Schuppen ein bischen Platz schaffen, um die Pritsche leer zu räumen. Dann macht sich Oschi obenrum mal frei ^^. Plane und Spriegel werden abgerissen. Der Holzboden ist mit vielen verrosteten Torx am Pritschenunterrahmen verschraubt. Die Hälfte der Schrauben lässt sich rausdrehen bzw. abbrechen. Bei der anderen Hälfte drehe ich nur den Schraubenkopf rund :( . Die Bohlen müssen mit dem Stemmeisen rausgebrochen werden und das wird noch dauern. Dann können wir sondieren, ob/wie die Pritsche als Aufbaulagerung zu gebrauchen ist.
23092013797.jpg
Oschi oben ohne
Wir erneuern die zweite von drei Spritzwasserdurchführungen.

Sonntag bringen wir neue Türfolien an. Leider höre ich auf einen Mechaniker-Tipp und wir verkleben Bauplane mit Sikaflex. Vom Zeitaufwand und Ergebnis her hätte es sich gelohnt, noch länger nach selbtklebender Türfolie zu suchen...

Die Pseudo-Heckscheibe wird mit Panzerband fixiert. Das Mistding ist gerade dabei, sich aus der Dichtung zu verabschieden.

Besonders viel Spass haben wir mit der dritten und letzten Spritzwasserdurchführung. Diese sitzt uneinsehbar ganz links ganz oben im Armaturenbrett unmittelbar hinter der Scheibenwischermechanik, wo man mit den Fingern kaum rankommt. Mit meinen Händen groß wie Klodeckel ist es kaum möglich, das Neuteil zu montieren, aber ich bekomme kompetente Hilfe von meiner geschickteren Hälfte. Bei der Montage finden wir hinter dem Tacho eine tadellos erhaltene Durchführung??? Ich habe eine zuviel gekauft...
23092013800.jpg
vorher - nachher
Ich flicke die Kabel der Spiegelheizung zusammen und wickle silbernes Panzerband drumrum. Das sieht so was von sch... aus, aber ich habe nichts besseres zur Hand.
23092013801.jpg
geflicktes Kabel Beifahrerseite
23092013803.jpg
geflicktes Kabel Fahrerseite
Die Beifahrertür braucht immer noch recht viel Kraft zum Schließen und die Fahrertür muss kurz angedrückt werden, um sie zu öffnen. Ich probiere nochmal den Schließwinkel zu ändern, aber ohne Erfolg. Die Dichtung ist zu "breit". Bei der Fahrertür habe ich den Eindruck, dass die türseitige Verriegelung nicht leichtgängig ist. Entweder ist eine Feder zu lahm, oder irgendwas bremst innen. Mal sehen, ob ich das zerlegen kann.
23092013802.jpg
Türverriegelung Fahrerseite
Die Dreiecksfenster sind trotz aufgeklebtem PVC-Band immer noch undicht. Solange da Regenwasser reinläuft, will ich die Inneneinrichtung nicht montieren. Ich ersetze 1mm PVC durch 4mm selbstklebendes PU-Band. Das Fenster sitzt jetzt stramm in der Dichtung. Aber der Klappmechanismus hat einen unheilbaren angeborenen Konstruktionsmangel: die untere Drehachse liegt einige Millimeter frei und lässt sich mit Klebestreifen nicht wirkungsvoll abdichten, wenn das Fenster noch geöffnet werden soll. Vielleicht sollte ich eine Art Dichtungsscheibe über die Achse stecken? Wie immer sind es die Kleinigkeiten, die Zeit kosten.
23092013798.jpg
Autofokus tut nicht was er soll - 1
23092013799.jpg
Autofokus tut nicht was er soll - 2
Die Seitenmarkierungsleuchten der Pritsche werden abgebaut und die Achse vom Heizungsmotor geputzt-geölt-gefettet. Die Heizung ist seit März zerlegt, mal sehen, ob ich sie wieder zusammen bekomme. Ein neuer Motor soll bei MAN 160 Euro kosten. Er ist noch in Ordnung, nur die Achse quitschte auf der Überführung nervend wie ein Vogelkäfig. Ich habe ordentlich Lösungsmittel, WD40 und Wälzlagerfett benutzt. Sollte ich das Quitschen nicht sicher loswerden, kaufe ich vielleicht noch den ... äh ... selektiv bepreisten ... Motor.

Ich habe noch ein Schlauchstück und ein abgewinkeltes Rohrstück, um die Heizung am Kühlkreislauf anzuschliessen. Beides verbaue ich vorbereitend und dabei zeigt sich mal wieder, wie schnell Unfälle passieren können und dass eine Schutzbrille oft ein gute Sache ist ... wäre, wenn man sie denn tragen würde. Das Kühlwasser spritzt stärker als erwartet und auch noch mitten ins Gesicht :ohmy: ! Zum Glück ist nichts passiert.
Zuletzt geändert von Oschi am 2013-10-18 19:10:19, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#66 Beitrag von DäddyHärry » 2013-09-24 13:52:31

Zwitschert am Motor ein Wälzlager?? ;)
Ansonsten versuchs mal mit Teflonspray.

Gruß Härry
Die Bundesfamilienministerin warnt:
Fläschchengeben führt bei Vätern zum Auftreten von Stilldemenz!

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#67 Beitrag von Oschi » 2013-09-26 9:24:57

Was war bisher los diese Woche (Mo/Di/Mi):

Einen nicht ganz standesgemäßen Plastik-Kennzeichenhalter vorn verklebt. Das Kennzeichen hatte ich vor dem Lackieren mit doppelseitigem 3M-Klebeband direkt ans Fahrerhaus geklebt. Das Zeug hielt so gut, dass das Kennzeichen nicht werkzeuglos abgerissen werden konnte (dabei ist es total verbeult).

Fensterschachtdichtung außen erneuert. Hab ewig nach dem richtigen Profil gesucht, nun passt die Form aber das Material ist Vollgummi. Es fehlt die "flauschige" Innenseite, so dass die Dichtung an der Scheibe klebt. Vorteil: Die Steyr-Krankheit der rutschenden Seitenscheibe ist behoben. Nachteil: Es braucht etwas Kraft um die Scheibe runterzukurbeln.

Mit viel Kraftaufwand den Holzboden der Pritsche vollständig rausgerissen. Die abgebrochenen Schrauben gekappt. Paar Kilo Dreck erst von der Pritsche aufs Fahrgestell und dann weiter auf den Boden gekehrt. Eingeöltes Fahrgestell dadurch mit Used-Optik versehen... Pritschenholz abholfertig zugesägt.
Ich war eine Pritsche.jpg
Spritleitungen zwischen Umschalter und Motor verlegt, da sie sonst beim Verwindungstest und Abheben der Pritsche unter die Längsträger geraten könnten.

Zwei Verschränkungstests "light" durchgeführt: Pritsche nur an den hinteren beiden Befestigungspunkten (mittig über HA) verschraubt, mitte und vorn lose -> Oschi auf zwei versetzte 40cm hohe Böcke gefahren (HA-Sperre gebraucht!) -> -> Böcke einmal versetzt und Test wiederholt.

Resultat: Die Pritsche hebt am ersten Befestigungspunkt vorn knapp 4cm ab. Allerdings hängt die Pritsche vom Eigengewicht über die Diagonale schief runter und zeigt nicht die volle Wegstrecke des Abhebens. Da würde ich noch mind. 2cm addieren.

Soweit bestätigt dieser zweite Verschränkungstest mit Pritsche das Ergebnis des ersten ohne Pritsche. 6cm Verwindung wären mit einer Federlagerung machbar.

Aber ich sehe folgende Herausforderungen:
--Den Versatz zwischen Stirnwand der Pritsche und Fahrerhaus finde ich sehr groß für einen fest verbundenen Durchgang.
--Die Pritsche schlägt auf der Fahrerseite am Einfüllstutzen des Zusatztanks an.
--Die Pritsche ist unverstärkt viel zu weich für eine Federlagerung (die Bordwände könnten noch etwas Stabilität reinbringen, aber...).
--Der Luftansaugschlauch vom Luftfilter zum Turbo wird massiv gequetscht (und der ist schon im Ruhezustand nicht gut verlegt).
--Das Auto war unbeladen, aus dem Bauch heraus würde ich noch einen Puffer beim Federweg einplanen.
--Das Hitzeschutzblech an der Stirnwand müsste evtl. verkleinert werden, es könnte bei noch größerer Verwindung am Fahrerhausbügel anschlagen.

Da ich zur Verwindung der Pritsche eines Steyr 12M18 noch keine Bilder im Netz gefunden habe, stelle ich mal eine Serie ein:
Beifahrerseite von vorne.jpg
Beifahrerseite von hinten.jpg
Vorderachse.jpg
Hinterachse.jpg
Pritsche von hinten.jpg
Versatz Fahrerseite.jpg
Versatz Beifahrerseite.jpg
Verwindung am vorderen Ende.jpg
Verwindung an vorderem Befestigungspunkt.jpg
Verwindung Seite.jpg
Verwindung vorn.jpg

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#68 Beitrag von tomtom112 » 2013-09-29 21:41:55

Oschi hat geschrieben: Sonntag bringen wir neue Türfolien an. Leider höre ich auf einen Mechaniker-Tipp und wir verkleben Bauplane mit Sikaflex. Vom Zeitaufwand und Ergebnis her hätte es sich gelohnt, noch länger nach selbtklebender Türfolie zu suchen...
Falls noch nicht erledigt: Such mal nach Butyl-Rundschnur z.B. hier http://shop.berner.eu/berner/de/product ... nContext=1

oder gleich sowas http://shop.berner.eu/berner/de/product ... nContext=4

Gruß
Tom

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#69 Beitrag von Lenker » 2013-09-30 18:43:24

Noch einfacher: Klebe eine Dampfsperrfolie vom Trockenbau oder ähnliches mit dem entsprechenden Klebeband (z. B. Siga Rissan oder Würth Eurasol) auf die Türen, fertig. Das Klebeband ist bedingt wasserfest; das hält bei mir schon Jahre.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#70 Beitrag von Oschi » 2013-09-30 21:04:00

Lieber Tom, lieber Lenker, vielen Dank für Euren guten Rat. Für mich kommt er leider zu spät, ich bekomme das Sikazeugs nicht mehr gut ab (die Folie dagegen schon :mad:). Aber durch Eure Tipps sparen andere Bastler hoffentlich Lehrgeld.

Ich hab derweil weiter gebastelt:

Donnerstag 26.9.:

Viel mit dem Schlosser fachgesimpelt (er vom Fach, ich Simpel :unwuerdig: ).

Die Pritsche kann zwar durch zusätzliche Querträger versteift werden, aber
--der umlaufende Rahmen muss dazu aufgeschnitten werden
--mind. ein vorhandenener Querträger muss verlegt werden
--mind. ein "zu langer" Längsträger muss gekürzt oder die Luftansaugung verlegt werden
--im Bereich der Hinterachse müssen rostzerfressene Profile erneuert werden
--die Stirnwand muss ausgeschnitten werden
--das ganze Teil muss vor dem Lackieren/Aufbau gestrahlt werden

Das ist ganz schön viel Arbeit, um die Originaloptik und damit die Chance auf ein "H" zu wahren. Ich habe pro und contra gesammelt und bewertet, kann hier aber kein PDF anhängen.

Samstag, 28.9:

Puzzle für Erwachsene:
Chaos.jpg
Heizung zusammengebaut. Gehäuseteile alle gestrahlt und lackiert und neu gedichtet -> so weit, so gut. Dann die frisch geölte schwammige Bowdenzugmechanik montiert -> naja. Zum Abschluss das billige Klump von Plastikabdeckung drauf -> ganze Arbeit entwertet. Seufz, Hauptsache sie macht warm....

Dachhimmel mit Sprühkleber "grundiert" und zugeschnitten.

Sonntag,29.9.:

Würth klebt + dichtet unter die etwas abstehenden Dichtungen der vorderen Dreieckfenster gepumpt, innen und außen, viel hilft viel. Spalt zwischen Führung Türscheibe und Fensterrahmen auch vollgepumpt. Für alle Fälle. Wenn man die Stellen, auf die keine Dichtmasse soll, vorher mit Krepp abklebt, muss man nachher auch keine Montagespuren überlackieren... :blush:

Undichte Stelle an der Dachluke entdeckt: Das Dichtprofil liegt nicht überall sauber an, werde mir ein neues besorgen, das höher aufbaut.

Verschiedene Klebersorten an der Innenverkleidung und den Fussmatten ausprobiert (letztere werden wohl auch etwas fürs Kapitel Lehrgeld).

Armaturenbrett geputzt, Kontakte gereinigt, Sicherungskasten ausgebaut.

Montag, 30.09.:

Bei MB nach Unimog-Halbschalen erkundigt... :angel:

Paar Plastikverkleidungen vom Innenraum testweise mit mattschwarzem Ralleylack besprüht ... da kommen Erinnerungen an schwarz-breit-tiefe Jugendsünden hoch :cool:

Sicherunskasten geputzt, lackiert, zusammengebaut.

Cockpit geputzt - aha, die Cockpitbeleuchtung ist gar nicht so schwach, die Lämpchen sind nur mit einer grauen Schmutzschicht verklebt. Bei mir sind drei verschiedene Lampensorten im Cockpit verbaut. Im Prinzip kann aber alles was schwarz/grau/beige und quadratisch/sechseckig ist mit einer Drehbewegung gelöst werden.
Zuletzt geändert von Oschi am 2013-10-18 19:14:23, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#71 Beitrag von Oschi » 2013-10-07 10:56:47

In der letzten Woche arbeiteten wir an vielen Baustellen gleichzeitig. Mit einem Brückentag ergaben sich üppige vier freie Tage, so dass wir das Schrauben etwas langsamer angegangen sind. Insgesamt packten wir diese Schritte an:

Die Heizung ist verbaut. Entgegen aller Erwartung verkabelte ich den Vorwiderstand auf Anhieb richtig. Und auch das Quitschen ist vollständig beseitigt. Nur ein übriges Gummiprofil fiel mir nach dem Einbau in die Hände, aber da wir Gebläsegehäuse und -mechanik mit selbstklebendem Zellkautschukband abdichteten, gibt es hoffentlich keine unerwünschten Nebenwirkungen.

Der Einbau der Heizung war nicht ganz so einfach wie der Ausbau. Zunächst waren die original zerbröselten Schaumstoffprofile nachzuschneiden und an Ort und Stelle zu kleben. Diese und das Zellkautschukband trugen etwas zu dick auf, aber mit etwas List und Tücke und viel roher Gewalt klemmte die Heizung schließlich im Armaturenbrettschacht. Von den vorhandenen sechs Bohrungen im Fahrerhaus passten seltsamerweise nur vier auf die sechs Muttern der Heizung. Zwei Bohrungen oder Muttern waren definitiv am falschen Fleck. Dichtmasse kam daher großzügig zum Einsatz.

Ich versuche, den Innenraum des Fahrerhauses von braun auf schwarz umzustellen. Dazu haben wir alle Abdeckungen des Armaturenbretts ausgebaut und schwarz lackiert bzw. mit schwarzem Kunstleder bezogen. Das Ergebnis gefällt mir gut, wenn ich auch Zweifel an der Beständigkeit der Farbe habe. Falls es nicht lange hält, ist es nicht schade um den Aufwand, da die Verkleidungsteile sowieso ramponiert sind.
Armaturenbrett.jpg
Hinter dem Armaturenbrett fanden sich haufenweise Sand und Glassplitter vom Sandstrahlen. Den Dreck konnten wir gründlich entfernen und Gaszug, Standgashebel und Scheibenwischermechanik neu ölen. Auch die Beleuchtung sollte nach Entfernen des Grauschleiers auf den Birnchen heller strahlen. Bei der Gelegenheit verlegte ich hinter dem Armaturenbrett auch ein paar Blindkabel zum Sicherungskasten, falls wir irgendwo einmal Strom benötigen.

Einige Plastikabdeckungen des Armaturenbretts klebte ich beim Einbau rein, weil Klemmvorrichtungen abgebrochen waren. Dann lassen sie sich zwar nur mit Aufwand wieder ausbauen, dafür muss ich mich nicht laufend über klapprige Teile ärgern.

Hier mal noch ein Beispiel für die neuen hinteren Seitenverkleidungen. Das Grundmaterial ist 9mm Siebdruck. Darauf ist mit Sprühkleber Steppschaumstoff befestigt, damit das Kunstleder beim beziehen glatt gespannt werden kann und nicht an den Ecken durchsticht. Kunstleder und Schaumstoff sind verklebt und an der Rückseite im Holz festgetackert. Anstelle der Original Lüftungsbohrungen kamen eloxierte Alu-Lüftungsgitter (Ämäsonn) zum Einsatz. Die Befestigungslöcher werden erst bei der Montage vor Ort durchgestochen.
Verkleidung vorher.jpg
Verkleidung nachher.jpg
Ein "Kunst"-Stück ist mir beim Andrücken des Kunstleders auf den Sprühkleber gelungen. Für hohen Anpressdruck bin ich auf der ersten Verkleidung herumgelaufen. Dabei ist der Schaumstoff mit dem Kleber so komprimiert, dass ich meine Fussabdrücke verewigt habe.

Bei der Dachluke tauschte ich das originale Dichtprofil („D“) gegen ein höher aufbauendes „O-Profil mit zwei Ohren“ aus. Da die Abschlusskante gegen die Dachluke nicht eben ist, musste ich etwas fummeln und das Schloss noch nach unten versetzen, um wirklich alle Spalten zu schließen.

Dabei entdeckte ich ein kleines Loch im Dach, und zwar zwischen Dach und Dachluke. Der Rahmen der Luke ist mit (überlackierter) Dichtungsmasse ins Dach eingeklebt, diese hatte bei mir ein 2mm großes Loch. Da ich keinen Regenwasserabfluss in das Fahrerhaus brauche, kam wieder Dichtungsmasse zum Einsatz.

Nach der Beifahrerfußmatte beklebte ich auch die Oberseite der Fahrerfußmatte mit scharzem Karo-Riffelgummi. Von unten kommt noch Zellkautschuk dagegen um die eigentlich kaputte Originalfußmatte wasserdicht zusammenzuflicken. Damit könnte Oschi die fluffigsten Fußmatten aller Steyr haben… Ich habe hier übrigens einen Profilgummikleber von Teroson verwendet (look & feel wie Pattex).

Da ich den grünen Lackiernebel von den vordersten Kotflügeln nicht allein mit Lösungsmittel entfernen konnte, probierte ich hier (und dort) mal Kunststoffhaftvermittler und den mattschwarzen Ralley-Lack aus. Davon hatte ich 6 Dosen günstig im Netz (ibäi) geschossen und das Zeug muss ja irgendwo hin.

Das Lenkrad bekam ich nun auch endlich mal ab, allerdings war ein Abzieher nötig. Das erleichtert einerseits die Arbeiten am Armaturenbrett, anderseits muss es auch noch ein oder zwei Zacken versetzt werden. Für den spillerig dünnen Griffkranz habe ich mir etwas ausgedacht - naja, eigentlich ist die Idee geklaut, aber wenn es gut klappt, folgt hier eine bebilderte Anleitung.

Erschreckt stellten wir fest, dass die To-Do-Liste bedrohlich schrumpft. Damit uns die Arbeit nicht ausgeht, planten wir Kabine und Hilfsrahmen etwas weniger grob und erstellten eine Einkaufsliste für Werkzeug und Material.

Ach, das habe ich noch nicht mitgeteilt: Die Pritsche ist als Stahlschrott entsorgt worden. Nachdem Aufwand und konkreter Nutzen in kein gesundes Verhältnis zueinander zu bringen waren (bei einem Alu-Shelter mag das anders aussehen) wurde mit dem Schneidbrenner abholfertiges Kleineisen daraus gemacht.
Altmetall.jpg
Zuletzt geändert von Oschi am 2013-10-18 19:17:42, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#72 Beitrag von Oschi » 2013-10-15 21:14:05

KW 41: Gabs was neues? Eigentlich nicht. Irgendwie waren es wieder die gleichen Baustellen wie letzte Woche.

Armaturenbrett: Fertig, siehe Foto.
12102013840.jpg
mattschwarzes Armaturenbrett
Nix klappert mehr, alles in schwarz matt lackiert, Beleuchtung strahlend hell, Elektrikfehler (Beleuchtung Öldruck, Heizung und Zigarettenanzünder links) aufgeklärt. Dazu musste ich allerdings die (gerade verklebte) Heizungsverkleidung nochmal rausreissen.

Lenksäule: schwarz lackiert. Lenksäulenverkleidung zweimal montiert, da Blinkerhebel vergessen (siehe Foto).

Cockpit: zwei Aluleisten abgelängt, an den Ecken abgerundet, schwarz lackiert und mit ebenfalls schwarz lackierten Flachkopfschrauben durch das Cockpit im Armaturenbrett verschraubt. Diese verdecken die ausgebrochenen Originalschraublöcher in den Ecken vom Cockpit. Spielerei, aber das Auge fährt mit.

Elektrik: Ich bin ja lernwillig, aber Oschis Elektrik erscheint mir suspekt. Bei der letzen Überführung waren ein Bremslicht rechts, ein Schlusslicht links und beide Rückfahrscheinwerfer ausgefallen. Nun geht scheinbar von selbst alles bis auf das eine Bremslicht. Ich habe inzwischen nur die Heizung verkabelt. Das wird doch nicht zusammenhängen?

Frontgrill: Mir gefiel nicht, dass das Fahrerhaus unterm Frontgrill grün durchscheint. Daher habe ich das Blech unterm Grill schwarz überstrichen, nicht ohne Protest meiner besser organisierten Hälfte, ob da nicht noch wichtigere Dinge zu tun wären... Ob ich ihr dann erzähle, dass ich den (inzwischen wieder völlig verdreckten) Fahrerhausboden auch noch grün überstrichen habe? Besser nicht... :joke:

Murphy schlug auch zu: Natürlich habe ich über das Abdeckband hinausgestrichen. Beim Versuch, den frischen schwarzen Tropfen vom grünen Fahrerhaus mit Silikonentferner zu entfernen, wischte ich gleich bis zur Grundierung durch. Das beweist mir, dass sich die BK 3in1-Schichten beim Überstreichen tatsächlich anlösen und chemisch verbinden.

Mein Bemühen um gesetzeskonformes Verhalten mündete in der Anschaffung von klappbaren Parkwarntafeln. Leider kann ich die gesetzlichen Grenzwerte der Montage (max 1m über dem Boden, max 10cm von der Seite entfernt) bei Oschi mit einer Fixmontage nicht einhalten. Wie/wo hättet Ihr die Tafeln montiert?
15102013844.jpg
Parkwarntafel
Heizung: entlüftet. Man benötigt einen kurzen Flachschraubendreher ... und einen gut saugenden Lappen, da die Entlüftungsschraube unmittelbar neben dem elektrischen Anschluss der Heizung ist :ohmy: . Frischluftleitblech unterm Fahrerhaus montiert.

Innenverkleidung Fahrerhaus: neues Teil für Rückwand unten ge-sägt -bohrt -schliffen und -ölt. Die beiden Motortunnelabdeckungen geflickt und mit Teppich beklebt. Von den getesten Klebern (Pattex, PU, MS Polymer) hält der MS Polymer die Gummirückseite des Teppichs am besten auf dem Kunststoffmaterial. Ich weiss, für jede Materialkombination gibt es den richtigen Kleber, aber wie erkenne ich das Material??? Ausprobieren...

45min lang :eek: das erste neue Verkleidungsteil an der Dachluke montiert (inkl. mehreren Wutanfällen weil ich die Bohrlöcher vom Griff durch die Verkleidung hindurch nicht gefunden habe :motz: ).

Aufbaulagerung: Lagerteile vom Unimog bei MB geholt (Dank an Pirx für die Auskunft). Erste Konstruktionszeichnungen gekritzelt. Zuschnittsliste erstellt und 30m Stahl (100x60x4mm) bestellt. Es wird eine Rautenlagerung. Warum ? Weil ich mich gefühlt ewig im Kreis gedreht und mein Umfeld endlos mit Vor- und Nachteilen diverser Lagerungen genervt habe und dann irgendjemand rief: "STOPP! Wir bauen jetzt so eine sch**** Raute und dann ist Ruhe!" Und das wars :blush: .

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#73 Beitrag von Oschi » 2013-10-20 15:01:24

Wieder eine Woche rum, wieder keine Kabine gebaut, aber die Tage auch anders rumgebracht:

Montag: Bisserl mit Elektrik beschäftigt und geplant, recherchiert, beschafft, verbucht, ...

Dienstag: Neue Be-/Entlüftungsleitung am Zusatztank angeklemmt. Fahrersitz wieder mal ausgebaut. Verpackungskunst à la Christo und anschließend Fahrerhausboden gestrichen.

Mittwoch: zwei Schablonen zurechtgeschnitten, eine für die Halteplatte der mittleren Wippe der Rautenlagerung am Rahmen, eine für den Ausschnitt der Heckscheibe um den Durchgang herum.
Schablone Wippe.jpg
Apropos Durchgang: ein Loch ist in Oschi, in Oschi, in Oschi, ein Loch ist in Oschi, in Oschi ist ein Loooooooch!
geplant.jpg
gesägt.jpg
Hm ja, es war - wie hier wohl viele bestätigen können - ein mulmiges Gefühl, die Stichsäge anzusetzen. Ich hatte danach auch ein kleines seelisches Tief.

Hier im Forum wurde zur Blechschere geraten, um die Verbreitung rostanfälligen Metallstaubs zu vermeiden. Mangels brauchbarer Schere habe ich doch gesägt. Im leergeräumtem Innenraum konnte ich den Staub gut zusammenfegen. Außen sollte dem Rahmen bei der dicken Farb- und Ölschicht nichts passieren, was nicht auch anderweitig durch Umwelteinflüsse passieren könnte. Den Schnittkanten liess ich etwas temporären Korrosionsschutz angedeihen.

Als stolzer Altmetallbesitzer stockte ich meine Geldanlage um 300Kg Schwarzstahl auf:
mein Schaaatz.jpg
Das sind 5 Rechteckrohre à 6m Länge, Das Maß 100x60x4mm habe ich vor allem nach dem Gewicht gewählt. Wir hatten erst 120x60x5 im Auge, wie auch im Netz häufiger gewählt. Das wäre aber anderthalb mal so schwer geworden. So rechne ich mit 300Kg (zzgl. Verzinkung) für den Hilfsrahmen und 100Kg+ für die Wippen.

Vielleicht fällt das "+" auch etwas größer aus, für die Achsstummel für die mittlere Wippe war nämlich nur so ein Brocken verfügbar:
mein Rohr.jpg
Ob die Wandstärke noch ausreicht, wenn da noch 1mm runtergedreht wird? :joke:

Donnerstag/Freitag: Den Mitteltunnel weiter mit Teppich beklebt. Aufgrund der Rundungen gehts hier schrittweise voran.
Tunnel bekleben.jpg
Beifahrersitz von der Konsole demontiert.

Samstag: Fahrersitz von der Konsole demontiert und beide Konsolen "zugeschnitten".
Die neue Rückwand besteht aus mehreren Teilen 6mm Pappelsperrholz (das schlechteste Sperrholz, das man im Baumarkt kaufen kann). Der untere Teil, der hinter der Liege verschwindet, wurde mit Teppich beklebt. Der obere Teil zurechtgesägt und geölt.
Rückwand oben.jpg
Unter der Liege im Steyr-Fahrerhaus befindet sich eine große, unten offene Metallbox, die nach meiner Vorstellung einen Teil der WoMo-Elektrik aufnehmen soll. Dazu habe ich auf beiden Schmalseiten Lüftungsschlitze reingeschnitten:
Lüftungsschlitze.jpg
Für das Kapitel Lehrgeld meines Anti-Ratgebers "Wohnmobilselbstausbau - wie man es nicht machen sollte" arbeite ich an einem weiteren Beispiel: die Erneuerung der Türverkleidung. Ausschnitt und Bohrung erfolgten nach Originalvorlage, trotzdem sind zahlreiche Nachbesserungen erforderlich.
Türpappe anpassen.jpg
Das Hauptproblem war die Türwölbung. Es ist schon ein Unterschied, ob man eine paar mm dicke Hartfaserplatte an die Türwölbung anlegt oder ein 9mm Multiplex-Brett unter Spannung setzt. Die Wölbung ist für das dicke Brett relativ stark. Ich lagerte die Bretter eine Woche lang auf Spannung, das bewirkte glücklicherweise die erforderliche Formveränderung.
Türpappe.jpg
Jetzt ist keine nennenswerte Spannung mehr drauf. Zuvor hatte ich an einem Reststück noch ausprobiert, ob ich das Brett nicht spalten kann (aus 1 mach 2), aber das ging nicht gut.

Sonntag: Heute nur Kleinkram (vermessen, gezeichnet, geplant, bestellt).

Am Rande bemerkt: Wir schrauben immer noch "im Freien", was zu dieser Jahreszeit nach Feierabend gleichbedeutend mit "im Dunkeln" ist. Aber ich habe eine LED-Stirnlampe im Fundus und die kommt jetzt fleissig zum Einsatz. Gar nicht so verkehrt das Teil, wo man auch hinguckt, ist es hell :-).

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#74 Beitrag von Oschi » 2013-10-24 12:51:13

Bei mir wird wohl demnächst die Holzbestellung rausgehen. Ich habe mich jetzt gegen die ganz großen Platten entschieden, vor allem weil sie überproportional teuer und auch zu dick werden.

Meine Wahl für außen wäre Siebdruck (wetterfest) und für innen Birke Multiplex (Wohnklima, Optik).

Siebdruck misst 250x125cm, war erst 8mm stark und beidseitig glatt, jedoch 5-schichtiges asiatisches Holz mit finnischer Beschichtung (aufpassen!). Jetzt ist unten, vorne, hinten, links und rechts 7-schichtiges 9mm finnisches Karosseriesperrholz angesagt, und das Dach wird aus 15mm Karosseriesperrholz.

Birke Multiplex wird 300x150cm messen und an den Wänden und der Decke ebenfalls 8mm dick sein (erst 7, dann 5, jetzt wieder 7-schichtiges finnisches Material).

Die Haupt-Bodenplatte wird aus 21mm Birke Multiplex sein.

Beide Platten erfüllen bei Vorliegen der entsprechenden Datenblätter die TÜV-Süd Empfehlungen für Splitterschutz und schwere Entflammbarkeit.

Für die Fachwerkkonstruktion zwischen den Wänden will ich mit Konstruktionsvollholz (KVH) arbeiten, 60x60mm Fichte/Tanne in 5m Länge (nicht keilverzinkt angesetzt). Jede Wand soll einen umlaufenden Rahmen bekommen, über den die Wände mit Schlossschrauben M10x120 verschraubt werden. Der Rahmen sollte ursprünglich aus Cumaru oder Bankirai werden, das klappte aber nicht mit der Iso-Dicke, daher wird der Rahmen aus KVH.

Ursprünglich war ich der Meinung, die Wände wegen der Wasserdampfdiffusion eigentlich tauschen zu müssen. Meine Annahme, dass Siebdruck als Dampfsperre und Birke Multiplex als Dampfbremse anzusehen ist, war aber falsch. Auch beschichtetes Sperrholz hat einen SD-Wert von maximal 400. SD-Werte werden nach meiner Recherche in Metern angegeben, also bleibt bei 8mm nicht viel übrig. Die Kabine wird wohl oder übel diffusionsoffen sein, auch wenn ich die Birkenplatte in der Wand bis zur Sättigung öle (Vom Öl sind wir jetzt weg, es wird eine Dünnschichtlasur).

Die Innenseite auch aus Siebdruck (6mm) zu machen und aus optischen Gründen nochmal zu verkleiden (3-5mm, dazwischen evtl. Folie) erscheint mir über die Länge der Kabine nicht stabil genug.

Das Dampfsperrgedöns sehe ich nicht als allzu heilig an, wir werden am Ende sowieso viele Löcher in den Wänden haben (Schrauben, Durchführungen, Klappen, Fenster, etc). Feuchtigkeit muss m.E. "herausgelüftet" werden.

EDIT: Planung der Realität angepasst.

NOCHMAL EDIT: Realität der Planung angepasst.
Zuletzt geändert von Oschi am 2013-11-05 23:13:11, insgesamt 4-mal geändert.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#75 Beitrag von samson_braun » 2013-10-24 13:34:52

Das Dampfsperrgedöns sehe ich nicht als allzu heilig an, wir werden am Ende sowieso viele Löcher in den Wänden haben (Schrauben, Durchführungen, Klappen, Fenster, etc). Feuchtigkeit muss m.E. "herausgelüftet" werden.
... oder halt nen kleinen holzofen reinbauen - die trockene luft ist für sowas sehr gut. im sommer ist dampfdiffussion eh kein problem - nur der winter - und eine kochstelle hast du dann quasi mit dabei :joke:
Krieg ist scheiße aber der Sound ist geil!!

Manche Männer bemühen sich lebenslang, das Wesen einer Frau zu verstehen. Andere befassen sich mit weniger schwierigen Dingen z.B. der Relativitätstheorie.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#76 Beitrag von Oschi » 2013-10-28 22:27:08

Wieder mal hat ein Vorhaben mehr Zeit gekostet als gedacht. Das ist wohl eine der goldenen Bastler-Regeln: Wenn Du mal eben schnell was (am Auto/am Computer/...) machen willst, plane die 10fache Zeit ein...

Die Lüftungsschlitze der E-Box zu entgraten hat lange gedauert. Man bekommt die feinen Grate weder mit der Fächerscheibe noch mit der Drahtbürste weg, weil die Grate sich beim Schleifen immer wieder feige in den Schlitzen verstecken. Letztlich halfen nur viele Streifen Nassschleifpapier mit der haltbaren Textilrückseite und geduldiges Schleifen. Nachdem die Box dann gründlich angeschliffen und mit Silikonentferner geputzt war, bekam sie neue Farbe. Auch die aktuelle Werkstatt verfügt über einen Kompressor - leider war irgendwie die Lackierpistole nicht in Form (trotz intensiver Reinigung aller Einzelteile in Nitro). Drückte ich den Abzug, kam gar nichts raus, liess ich den Abzug los, spritzte ein satter Strahl Farbe raus. Am Ende haben wir die Box dann gerollt. Zuerst grundiert:
24102013865.jpg
Dann im Corporate Design lackiert:
26102013871.jpg
Ebenfalls zu sehen sind die Bleche zur Verkleidung des übrigen Fensterausschnitts am Durchgang, die habe ich gleich mit lackiert.

Die Türverkleidungen sind jetzt fertig bezogen: Zuerst wurde Steppschaumstoff, dann Kunstleder mit Sprühkleber aufgeklebt.
26102013869.jpg
Eine konvexe Wölbung zu bespannen ist natürlich ein Problem, "spannen" darf man da nicht viel. Außer dem Kleber und den Schrauben werden noch die zusätzlichen Gepäcknetze (auf dem Foto nicht zu sehen, aber inzwischen montiert) das Leder in der Krümmung halten. Wenn es dann noch Probleme gibt, lässt sich nachträglich auch noch eine Zierleiste aufschrauben, dick genug dafür ist das Holz ja.

Übrigens hat mir der Polsterer von Sprühkleber abgeraten. Wie so oft sind Sprühdosen zwar einfacher zu verarbeiten (Vom Müll mal abgesehen), aber das Material sei entsprechend "fein", um aus der Dose gesprüht werden zu können. Damit hat es oft nicht die Qualität von streichbarem Material. So soll der Sprühkleber den sommerlichen Temperaturen im Auto nicht gewachsen sein. Da ich von meiner inneren Einstellung noch nicht so weit bin, mit 2-K-Kleber und Zahnspachtel rumzumatschen und den (vertikal stehenden) Bezug auch noch umfangreich fixiere, verwende ich doch Sprühkleber. Vielleicht schaffe ich es ja beim Dachhimmel, mich zu überwinden.

Vor Monaten schon begonnen haben wir das Modell unseres Aufbaus aus Balsaholz im Maßstab 1:10 nun fertiggestellt. Hierbei haben wir schon viel konstruktive Erfahrungen gesammelt. Beim Umbau der Quaderform in einen angeschrägten Kasten fielen zwar ein paar Späne, man kann die wesentlichen Details aber dennoch erkennen:
28102013872.jpg
28102013873.jpg
28102013875.jpg
28102013878.jpg
28102013879.jpg
28102013882.jpg
Auch mein Typenschildproblem ist gelöst, Oschi hat dank tatkräftiger Unterstützung von Königsdorf jetzt Replika der Originale bekommen:
26102013870.jpg
Mehr Heldentaten gibt es nicht zu bejubeln (füge hier den Selbstironie-Smilie ein), der Rest der vergangenen Woche ging für Planung und Besorgung drauf, u.a. ist die Holzbestellung auf dem Weg. Da die Maße dann doch nicht wie geplant verfügbar waren, haben wir die Konstruktion etwas abgeändert.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#77 Beitrag von Oschi » 2013-11-04 21:09:55

Manchmal lese ich meinen Blog und hoffe, dass es weiter ging ... Ihr auch? :joke: Aber, in Abwandlung des Spruchs "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es", geht es nicht weiter, außer ich mache es selbst. Und wenn man nicht alles selber macht, dann vergibt man auch viele Chancen aus Fehlern zu lernen...

Der Stahl für den Hilfsrahmen war jetzt ausreichend abgelagert, daher schnitt ich ihn mal an.
Stahl anschneiden.jpg
Welle sägen.jpg
"Wer zweimal mißt muß nur einmal sägen", heisst es hier irgendwo in einer Signatur, und das sollte mein Motto sein. Also maß ich mehrfach, bevor ich sägte. Es trägt allerdings nicht zur Qualitätssicherung bei, wenn man konsequent den gleichen Messfehler macht. Dieser fiel mir natürlich erst nach dem Schneiden auf, als ich die Teile mal grob zusammensteckte.

Die Längsträger der Lagerung liegen 50mm außerhalb des Fahrzeugrahmens. 12mm davon nimmt die Trägerplatte für die mittlere Lagerwelle weg. Die verbleibenden 38mm waren für einen inneren Stellring (verstellbare Buchse) neben den Lagerschalen vorgesehen. Außen gibt es einen zweiten Stellring. Leider vergaß ich, dass die Lagerschale breiter als der Längsträger ist und damit nach innen (und außen) je 20mm übersteht und am Spielraum knabbert. Innen habe ich also nur noch 18mm Lagerspiel, zu wenig für den ursprünglichen Stellring. Nach kurzer Krisensitzung mit dem Obermeister, ob ich jetzt aus dem verbliebenen Stahl neue längere Querträger säge (und die seitlichen Ausleger entsprechend kürze) oder wir innen einfach eine Buchse fest auf die Trägerplatte schweißen, fiel die Entscheidung für letztere Lösung. Puh, ... kleiner Fehler, zum Glück nur kleine Auswirkung. Für den verbliebenen äußeren Stellring hatte ich die Welle lang genug abgesägt.

Die Längsträger probierten wir auf Oschi an und maßen die Position der Hauptquerträger ein.
Position Querträger.jpg
An deren Stelle waren dann auch gleich die Löcher für die Verzinkerei anzureissen (mit einem Streichmass, ein Werkzeug, das ich bisher nicht kannte).
Streichmaße.jpg
Alle Trägerteile entgrateten wir dann fürs Verschweißen.

Mein Hilfsrahmen ist ja ein dreistes Plagiat im Netz gefundener Lösungen. Für deren Veröffentlichung bin ich im übrigen unendlich dankbar, da mir selbst eine technische Ausbildung völlig ab geht. Um die Bodenplatte mit dem Hilfsrahmen zu verbinden, schaute ich mir Laschen ab, die ich zurechtschnitt und entgratete. Bei sieben Querträgern gibt es pro Seite insgesamt (5 x 2 + 2) x 2 = 24 innenliegende Befestigungslaschen für M10 Schrauben.
Laschen bohren.jpg
Mit ungebrochenem Optimismus begannen wir den Montagerahmen für den Durchstieg: Gehrungsschnitte aus 50x20x2mm Rechteckrohr, danach entgraten und an den Spitzen zum Schweißen auf halbe Materialstärke abschleifen. Nachdem das ganze fachmännisch (also nicht von mir) zusammengeschweisst war, gab es eine Anprobe am Fahrerhaus: passt!
Anprobe Durchgang.jpg
Zur Befestigung des Durchgangs am Fahrerhaus habe ich etliche Befestigungsstege abgemessen und abgelängt. Auch die innenliegenden Stege, auf die ich das Dichtprofil für die Verbindungstür ins Fahrerhaus klemmen will. Und auch die Stege, die einmal ein passendes Gegenprofil für einen Faltenbalg aufnehmen sollen. Dann wurden alle vorhandenen Durchgangsteile geschliffen und entgratet.

Für mein Lenkradprojekt schnitt ich zögerlich ein bischen Leder zu. Das Knifflige daran ist für einen totalen Laien wie mich, die Konturen sauber abzunehmen, aber das erzähle ich ein anderes Mal.
abledern.jpg
Auf einer großen braunen Rolle Packpapier zeichneten wir Wand- und Bodenaufbau unserer geplanten Kabine in Originalgröße auf und überlegten die geeignete Lösung für die Schrägen des Grauens (die es gar nicht braucht, die wir aber trotzdem haben wollen...).
Packpapier Schrägen.jpg
Packpapier Originalgröße.jpg
Montag soll das Holz kommen, also haben wir Sonntag abends eine Tonne Stahl in der Werkstatt verräumt, um Platz für das Holz zu machen. Dann war aber Ende im Gelände...

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#78 Beitrag von Lassie » 2013-11-05 5:18:37

Servus Oschi,

schöne Doku! Baust du eine Holzkiste?!
Wo kommt bei dir das E-Rad hin?

Viele Grüsse
Jürgen
... was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest ?

Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.
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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#79 Beitrag von fernreisende » 2013-11-05 21:20:30

Hallo Jürgen :eek: Du

Bei mir wird wohl demnächst die Holzbestellung rausgehen. Ich habe mich jetzt gegen die ganz großen Platten entschieden, vor allem weil sie überproportional teuer und auch zu dick werden.

Meine Wahl für außen wäre Siebdruck (wetterfest) und für innen Birke Multiplex (Wohnklima, Optik).

Siebdruck misst 250x125cm, ist 8mm stark und beidseitig glatt (5-schichtiges finnisches Material).

Birke Multiplex wird 300x150cm messen und ebenfalls 8mm dick sein (5-schichtiges finnisches Material).

Beide Platten erfüllen bei Vorliegen der entsprechenden Datenblätter die TÜV-Süd Empfehlungen für Splitterschutz und schwere Entflammbarkeit.

Für die Fachwerkkonstruktion zwischen den Wänden will ich mit Konstruktionsvollholz arbeiten, 60x60mm Fichte/Tanne in 5m Länge (nicht keilverzinkt angesetzt). Jede Wand soll einen umlaufenden Rahmen bekommen, über den die Wände mit Schlossschrauben M10x120 verschraubt werden.

Eigentlich müsste ich die Wände wegen der Wasserdampfdiffusion tauschen (sofern meine Annahme stimmt, dass Siebdruck als Dampfsperre und Birke Multiplex als Dampfbremse anzusehen ist). Allerdings will ich die Birkenplatte in der Wand bis zur Sättigung ölen.

Die Innenseite auch aus Siebdruck (6mm) zu machen und aus optischen Gründen nochmal zu verkleiden (3-5mm, dazwischen evtl. Folie) erscheint mir über die Länge der Kabine nicht stabil genug.
Hallo Oschi

respekt. Weiter so!!!!!!
Gruß Günni


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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#80 Beitrag von Oschi » 2013-11-05 23:28:40

Lassie hat geschrieben:Wo kommt bei dir das E-Rad hin?
Hallo Jürgen, Danke für die :blume:n und ja, wir probieren uns an einer Holzkiste. Für mich ein sympathisches Material und das einzige, von dem ich mir einbilde, zumindest etwas Grundkenntnis zu besitzen. Mit Deiner Frage nach dem Ersatzrad triffst Du einen weißen Fleck auf meinem Projektplan :blush: . Ich denke noch darüber nach. Ich habe mir - hoffentlich - eine Option beim Hilfsrahmen gelassen, ansonsten, oben wäre noch Platz und so eine Ladebordwand ist ja auch eine feine Sache... Grüße zurück

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#81 Beitrag von Lassie » 2013-11-06 10:29:50

Hi,

Holzkiste find ich prima - ich erwärme mich mehr und mehr dafür, hab ja mein Kischtle2-Projekt im Hinterkopf.
Ich persönlich denke allerdings an einen Rahmen aus Stahl-L-Winkeln, aufgeklebten Multiplex-Platten, aufgeklebten Aluwinkeln als Kantenschutz und innen Styrodur-Dämmung und Birke oder Pappel-Multiplex-Innenverkleidung. Falls nötig Versteifung bzw Vertstärkungen aus Leisten aus Hartholz oder verleimten Multiplex-Streifen.
Von daher bin ich recht an Erfahrungswerten und Konstruktionseinzelheiten interessiert :cool:

Viele Grüsse
Jürgen
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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#82 Beitrag von pari » 2013-11-06 10:42:36

Lassie hat geschrieben: Ich persönlich denke allerdings an einen Rahmen aus Stahl-L-Winkeln, aufgeklebten Multiplex-Platten, aufgeklebten Aluwinkeln als Kantenschutz
Hallo Jürgen,
warum nicht gleich die Stahlwinkel-Konstruktion nach aussen, damit sparst du dir die Aluwinkel.
vg
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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#83 Beitrag von A N D R E A S » 2013-11-06 10:55:45

Oschi hat geschrieben: ... und so eine Ladebordwand ist ja auch eine feine Sache... Grüße zurück
Das ist auch meine Idee! Für den Kat habe ich bisher nur Steyr-Ladebordwände angebaut gesehen.
Weißt jemand vielleicht, wo man die herbekommt?
Bei uns sind nur die üblichen Verdächtigen (Bär, MBB, Hollandia etc.) bekannt.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#84 Beitrag von Lassie » 2013-11-06 11:33:08

warum nicht gleich die Stahlwinkel-Konstruktion nach aussen, damit sparst du dir die Aluwinkel.
... jetzt wo du es sagst :blush:

Naja, aber wenn es soweit ist, mach ich einen eigenen thread auf - da lass ich erst mal alle Ideen zerreissen und bau es dann doch falsch :blush:

@ Oschi: weiter so! Bin gespannt auf die Inneneinrichtung deiner Holzkiste.
Das E-Rad ist bei mir immer das grösste Planungs-Ärgernis, das auf Platz- und Gewichtsverteilung (zumindest bei meinem relativ leichten Mog) mit den grössten Einfluss hat....

Viele Grüsse
Jürgen
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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#85 Beitrag von franz_appa » 2013-11-06 15:29:19

Oschi hat geschrieben:
02082013729.jpg
Hallo
Was ist das eigentlich für ein nettes Fahrzeug im Hintergrund??
Gehört das irgendjemand? ... ... :angel:

ansonsten: weiterhin viel Erfolg und Spaß und: tolle Doku


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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#86 Beitrag von kuhtreiber_74 » 2013-11-09 19:41:36

Hallo Oschi,

mit wieviel Tonnen willst Du denn Deine 2 Festlager in der Mitte belasten? Meinst nicht das ist etwas überdimensioniert und vor allem etwas zu schwer? Es gibt ein Rohr das hat 101,6 x 5mm. Bei meinem Haus und Hof-Schlosser kein Problem. Das haben der Scott und ich... Ich geh mal davon aus, daß Du die Festlager auch mit den Unimog Lagerschalen machen willst wie wir?

Ansonsten bin ich auf Deinen weiteren Ausbau gespannt.

LG Stefan

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#87 Beitrag von Oschi » 2013-11-10 17:08:28

Hallo, ist ja ganz schön was los hier. Und auf frischer Tat ertappt beim Abgucken wurde ich auch :angel: . Vielen Dank für die aufmunternden Worte, das tut der geschundenen Schrauberseele gut. Meist stelle ich hier ja nur Ergebnisse vor, das lädt halt nicht so zu Diskussionen ein. Falls es so wirken sollte als ob ich wüsste wie es geht - das täuscht :unwuerdig: . Ich frage Euch fast täglich um Rat, mehrfach, aber eben über die Suchfunktion :search: .

Nachdem wir vergangenen Sonntag eine Tonne Stahl bewegt hatten, um Platz für eine Tonne Holz zu schaffen, bewegten wir Montag eine Tonne Holz, um wieder Platz für den Stahl zu schaffen. Die Hin- und Herräumerei nehmen wir aber gern in Kauf, weil wir dafür in einem Lager um die Ecke zu Gast sein dürfen.
Holzplatten.jpg
Holzrahmen.jpg
Nach einer schlaflosen Nacht aufgrund der wahrgenommenen schlechten Qualität wurden Dienstag ein paar hundert Kilo der asiatischen Rotholz-Betonschalungsplatten mit finnischem Film (8mm, 5 Schichten, glatt/glatt) gegen 100% finnisches Karosseriesperrholz (9mm, 7 Schichten, Sieb/glatt) getauscht. Die Rotholzware wäre beim Sägen und Fräsen hoffnungslos zersplittert, der Unterschied in der Festigkeit ist sehr groß!

Die Woche Schrauberurlaub im Dauerregen brachte aber auch echte Fortschritte:

In den Hilfsrahmen wurden erst kleine und dann große Löcher für das Verzinken gebohrt.
05112013924.jpg
kleine und große Abflusslöcher für das Zink
Dann wurde er ausgerichtet und "ins Wasser gebracht".
08112013935.jpg
Hilfsrahmen ausrichten
Für das rechtwinklige Ausrichten wurden die Diagonalen aufs gleiche Maß gebracht (solche Techniken beschreibe ich nur, um sie von Laie zu Laie weiterzugeben, die Könner dürfen mit den Augen rollen). Die Details dazu erspare ich Euch, das waren viele Kleinigkeiten wie hier ne Schraubzwinge, da ne Unterlage, dort ein Heften, usw. Der Meister schweisste ihn zusammen und ich durfte ein paar Schweissnähte schleifen.
09112013940.jpg
Zuarbeiten
Die äußeren Stege des Durchgangs zur Befestigung am Fahrerhaus und zur Aufnahme des Faltenbalges sind angeheftet.
06112013929.jpg
Durchstieg
Für die ultimative Anprobe tat sich Samstag ein trockenes Fenster im Wetter auf, das ich auch gleich nutzte, um die Schnittkanten am Fahrerhaus zu schleifen und zu lackieren (ich kanns halt nicht lassen). Bin ich ursprünglich davon ausgegangen, die Fensterbleche neben dem Durchgang in den Fensterausschnitt einzuschweissen, habe ich mich nun auf Nieten eingestellt. Dazu war die Überlappung der ersten Fensterbleche mit dem Ausschnitt allerdings zu klein. Wir haben sie nochmal 5mm größer angefertigt. Wer Fensterbleche zum Einschweissen für einen mind. 700mm breiten Durchgang braucht, ich hab jetzt welche übrig...

Da Holz, Lasur, Kleber und Iso angekommen sind, gab es kein Halten mehr und der Kabinenbau begann. Hier wird Parallelbaustelle Nr. 283 gerade begründet:
05112013928.jpg
Das Chaos beginnt
Wir beginnen die Bodenplatte als 72mm starke Sandwichkonstruktion:
--9mm Siebdruck unten (Schutz gegen aufgewirbelten Dreck und Feuchtigkeit),
--darüber 42mm Cumaru Balkenkonstruktion (mit eingepasster 40mm Styrodur-Isolierung),
--und oben drauf 21mm Multiplex (wird eines fernen Tages mit dem Hilfsrahmen verschraubt und hält die Kabine auf dem Auto).
--Gewicht? - Kein Kommentar!

Soweit der Plan. Wir fangen oben an: Zunächst war das Hilfsrahmenmaß auf die (erste von drei) Multiplex aufzutragen und die Bohrlöcher einzumessen. Man mag es für überzogen halten, aber auf 2.4x1.5m fallen ca. 120 Bohrlöcher kaum auf. Der Zeitaufwand für Rechnen, Messen, (Vor- und Nach-)bohren, Senken und Schleifen ist hoch. Da wir noch viele weitere Platten mit weiterer Unterkonstruktion bohren müssen, fertigten wir aus einem Streifen Siebdruck eine Bohrschablone an. Damit geht es deutlich schneller.
09112013937.jpg
Bohrschablone
Lange tüftelten wir, wie sich ohne großen Aufwand das Ausbrechen der Multiplex-Rückseite beim Bohren vermeiden lässt. Am schnellsten ist, die Balken zuerst auf die Platte zu kleben und dann erst zu bohren.

Die Cumaru-Unterkonstruktion wird ausgeklinkt (Kreuzüberblattung), damit die Balken nicht durchtrennt werden müssen sondern über die ganze Länge und Breite der Kabine durchlaufen können.
09112013938.jpg
ausgeklinkter Querbalken
Hierzu machen wir den ganzen Maschinenpark mobil: Kreissäge oder Kapp- und Gehrungssäge bereiten die Ausschnitte vor, der Stechbeitel ist für das grobe Entfernen des Auschnittmaterials und die Oberfräse besorgt den Feinschliff. Wenn ich brav bin, darf ich auch mal mit ihren(!) Maschinen spielen, sagt sie... :wub:

Während die Unterkonstruktion von der Oberseite an die Multiplex geschraubt (und mit PU geklebt) wird, werden von unten die Schlossschrauben durchgesteckt, welche die Wände zu einer Kabine zusammenhalten sollen. Für die Schlossschrauben ist das Cumaru durchgebohrt. Die Aufnahme für den Schraubenkopf muss noch vertieft werden.

Nachdem die ersten Hölzer nach Plan verschraubt waren, haben wir sie auf dem Hilfsrahmen kontrolliert und ... :D ... erstaunlicherweise passt alles ganz gut zusammen!
09112013944.jpg
Kontrolle I
09112013945.jpg
Kontrolle II
Die ersten Bauteile bekamen zwei Schichten Dünnschicht-Lasur drauf. Trotz blauem Umweltengel stinkt das Zeug wie Hölle. Entweder kann es also richtig was ... oder es ist kaputt :eek: .

Die Kabine ist zwar lange noch nicht fertig, aber wenn, dann... wird man sie wohl mal hin- und herschieben müssen :idee: . Dazu bastelten wir vier Rollbretter. Die Lenkrollen tragen über 100Kg pro Stück und jedes Brett hat drei davon (vier würden nie plan auf dem Boden aufliegen).
08112013934.jpg
Schwerlast-Rollbretter
Danke für Euer Interesse und bis bald!

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#88 Beitrag von Oschi » 2013-11-18 8:23:15

Liebes Tagebuch, hier die Missgeschicke der Woche:

Da war die Sache mit der Durchgangssicherung und dem Dauerpluskabel im Handschuhfach. Mein neues digitales Multimeter und ich - wir sind uuuunzertrennlich - machten uns zuerst auf die Suche nach dem Plusdraht des Kabels. Und natürlich halten wir uns - selbst bei totaler Ahnungslosigkeit bezüglich Elektrik - nicht mit so etwas überflüssigem wie der Bedienungsanleitung auf. Das erklärt sich Mann doch von selbst :p ! Gut, nach zwei heftigen Kurzschlüssen und zwei nagelneuen aber dann angeschmolzenen Messelektroden überprüfte ich dann doch mal, ob die Bedienungsanleitung stimmt - und siehe da, wenn man die Anleitung genau befolgt, gibt es keinen Kurzen. Geht doch! Die Batteriespannung beträgt 24,65V ... ja ... ist das nun gut oder schlecht? Sagen wir, sie liegt im Rahmen der Erwartungen.

Beim Zusatztank waren immer die überlangen Kunststoffrohr-Spritleitungen abgeknickt, hier bekam ich mit 90 Grad Schneidringverschrauben für 10x1 Rohr die Kurve (im Dunkeln, mit Stirnlampe). Mangels brauchbarem Kurzzeitgedächtnis habe ich Vor- und Rücklauf wieder auf gut Glück angeschlossen.

Für die Reserveradhalterung ziehe ich die Längsträger hinter der Kabine hoch: zunächst die kleine Schräge entlang, dann ein Stück die Rückwand hoch, die Knicke innenliegend durch eine Flachstahlkonstruktion verstärkt. Für die Winkel schnitt ich experimentell eine Ecke eines übrigen Stahlrohres ab. Rechteckrohre passen dann stumpf in einem 45Grad-Winkel zueinander wenn die Schnittflächen gleich groß sind, also teilte ich den 45Grad-Winkel auf beide Rohre mit je 22.5 Grad auf. Um alle Längen an der Schräge zu berechnen frischte ich meine Schulkenntnisse in Trigonometrie auf. Auf Wikipedia las ich, dass der Tangens zu einem gegebenen Winkel bei Kenntnis der Länge der Ankathete die unbekannte Länge der Gegenkathete liefert. Zu Schulzeiten hatte ich ja nicht geglaubt, dass ich den Sch... mal für was brauchen könnte. Mit den aufgefrischten Kenntnissen konnte ich dann die Rohre auf der Bandsäge richtig vermessen. Richtig geschnitten habe ich sie trotzdem nicht, aber um den Spalt kümmert sich der Meister beim Schweißen.
Heckträger 1.jpg
Heckträger 2.jpg
Verstärkung.jpg
Für den Hilfsrahmen richtete ich nach und nach die Ausleger zum Schweißen aus und brachte den Meister damit regelmäßig um seinen wohlverdienten Feierabend. Zum Dank brauchte ich dafür alle Schraubzwingen auf. Inzwischen hat sich unsere Arbeitsteilung bewährt, bei der ich mich um das Ausrichten, Ablängen und die Schweißnahtvorbereitung kümmere und er dann meine Fehler wieder ausbügelt. Der ganze Trum von Hilfsrahmen ist super gerade geworden, keine 2mm Abweichung :D
Ausleger 2.jpg
Ausleger 4.jpg
Für die Montage der mittleren Lager wird ein Kraft- und Formschluss am Rahmen angestrebt. Die dafür um Federbock und Stabi ausgeschnittenen Adapterplatten sollen an den vorhandenen Bohrungen befestigt werden, die wir auf M14 aufreiben wollen. Das Übertragen des Lochbildes auf die erste Platte per Messung ging leider schief, alle Löcher konsequent 2mm neben dem Ziel :ohmy: . Hätte ich mal auf den Meister gehört und die Platte vom Rahmen aus gebohrt, aber dazu muss noch etwas mehr Platz geschaffen werden und das erzähle ich ein anderes Mal...

Zu einer gewissen Manie entwickelt sich die Arbeit an den Fensterblechen. Nachdem ich sie gestrichen hatte (déjà-vu), bohrte ich weitere Nietlöcher. Danach schliff ich die Bohrlöcher und strich die Fensterbleche erneut... Vielleicht ist die Reihenfolge noch geringfügig optimierbar :angel: .

Obwohl wir eine Tonne Holz lagern, musste ich für die Durchstieg-Tür im Baumarkt zwei Platten zuschneiden lassen. Unsere gelagerten Platten sind so gut verplant, dass der Ausschnitt daraus nicht machbar war. Die Tür besteht aus zwei Siebdruckplatten, 9 und 21mm stark. Die dicke Platte ist passend für den Schlosskasten ausgefräst, ebenso die Vertiefung an der Kante für die Schloßstulpe (Namen gibts...). Die Platten werden noch verschönert und miteinander verklebt und verschraubt.
Türschloss Durchstieg 1.jpg
Türschloss Durchstieg 2.jpg
An der Bodenplatte der Kabine sind die Längsträger fertig ausgeklinkt. Die Arbeit an der Kabine muss noch hinter dem Hilfsrahmen zurückstehen, erst wenn der fertig auf den Boden gelegt werden kann, geht hier mehr.

Fertig geworden ist zwar nicht viel, aber wir sind auf allen Parallelbaustellen sehr gut vorangekommen. Sind halt eine Menge einzelner Handgriffe... Natürlich wollen wir auch mal wieder eine Sache abhaken, aber da müssen wir uns noch gedulden.
Zuletzt geändert von Oschi am 2013-11-22 23:58:59, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#89 Beitrag von Oschi » 2013-11-22 23:54:28

Liebe Forumisten, durch die zeitintensive Schrauberei verkümmern meine sozialen Kontakte, so müsst ihr nun meine Geschichten zur Kenntnis nehmen :joke: . Das WE wird schrauberfrei, deshalb gibt es heute schon was zu lesen.

Der Hilfsrahmen geht rasant der Fertigstellung entgegen. So sind jetzt die Befestigungslaschen (mittlerweile - aus Symmetriegründen? - in der Zahl von 24 auf 38 angewachsen) angeschweisst und plan geschliffen.

Die grobe Form des in den Hilfsrahmen integrierten Ersatzradhalters ist konstruiert, geschweisst, geschliffen, innen verstärkt, ausgerichtet aber nicht gaaaaanz im Wasser (so what? :smoking: ), vorgebohrt, aufgebohrt, mit Gewinde versehen und befestigt.

Die Adapterplatten* der Festlager ... heissen die wirklich richtig so? Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Ich würd sie lieber Querlager nennen ... sind kraft- und formschlüssig konstruiert, vorausschauend auf das Maß nach Verzinken abgedreht, gebohrt (Originallochbild vom Fahrzeugrahmen genutzt), geschliffen und angesenkt. Lagerwelle und Adapterplatte sind zusammengeschweisst (es fehlt noch die Auflage für den Obergurt), die Stell- oder Klemmringe ausgefräst (grmpf sch... ka... mist ...dre... Originallochbild).

In diese Ringe ist schon richtig viel Arbeitszeit versenkt worden, sie bestehen - mangels passendem Grundmaterial - aus jeweils zwei Ringen, einzeln gesägt und auf der Drehbank abgedreht. Die Ringe wurden dann mit Hitze ineinander verpresst, beidseitig eine Fase gedreht und wieder verschweisst. Und jetzt noch ausgefräst. A Woansinn is dös....

Am Rande bemerkt: Macht man sich darüber Gedanken? Der Schwerpunkt liegt zwischen(!) Quer- und hinterem Längslager, nicht auf dem Querlager. Das fand der Meister spontan unschön, liegt aber am Ersatzradträger. Es fehlen mit Reserverad etwa 150Kg Gegengewicht vorn. Dadurch bekommt das vordere Lager Zug, nicht Druck wie alle anderen. Für das Lager an sich kein Problem, aber anstatt die Last auf vier Punkte zu verteilen, liegt sie dann nur auf dreien...

Erschreckend, wie schnell das geschrieben ist und wie zeitaufwändig im Gegensatz dazu die Fertigung ist... ;)

"Abenteuer Erde - Island" aus der Südwestfunk Mediathek hat meine Flat aufgebraucht, daher hier nur eine kleine Bilderauswahl:
Rahmen mit Reserveradträger.jpg
Knickverstärkung.jpg
mittlere Lager.jpg
Befestigungslaschen.jpg
*sorry für die Verwirrung, jetzt präziser und mit ohne Tippfehler
Zuletzt geändert von Oschi am 2013-11-24 20:29:36, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#90 Beitrag von TobiasXY » 2013-11-23 0:10:02

Alter Schwede, du legst aber ein heftiges Tempo vor....

Weiter so, auf das dein Atem reicht :D

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