Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

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Oschi
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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#241 Beitrag von Oschi » 2020-08-02 17:17:35

Den ganzen Tag lang an der Hinterachse die eingewachsenen Schlitz-Madenschrauben herausoperiert (wie auch schon an der Vorderachse) und durch gut eingefettete Innensechskant ersetzt. Schlitz-Madenschrauben ... Wer denkt sich so einen Mist aus?

Die bündig eingedrehten Schrauben sind vom Rost wie verschweißt. Keine Chance, da mit einem Schraubendreher, Linksausdreher, Schlagschrauber oder Hitze etwas zu bewegen.

Also immer weiter aufgebohrt, etliche Bohrer abgebrochen und stumpfgedreht und dazwischen die Reste mit Feinwerkzeug herausgemeißelt. Die letzte Schraube war vielleicht gar keine mehr weil hart wie Werkzeugstahl...?

Übrigens war die ganze Aktion völlig sinnfrei. Ich dachte, ich fette dann hinten die Radnaben neu, weil da keine Abschmiermöglichkeit ist. Aber die hinteren Lager laufen im Diff-Öl ... deshalb ist da keine Abschmiermöglichkeit. Ich wusste das nicht... Hmpf. :wack:

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680GL
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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#242 Beitrag von 680GL » 2020-08-02 19:33:39

Servus Oschi,
wenn die Radlager der Hinterachse bei Deinem 12M im Öl laufen, dann war die Aktion nicht sinnfrei, dann hast Du die nächste Baustelle gefunden. Die Radlager laufen, wie bei der VA in Fett, d.h. Deine HA ist undicht.
LG Stefan

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RobertH
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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#243 Beitrag von RobertH » 2020-08-03 10:44:25

Oschi hat geschrieben:
2020-08-02 17:17:35
Den ganzen Tag lang an der Hinterachse die eingewachsenen Schlitz-Madenschrauben herausoperiert (wie auch schon an der Vorderachse) und durch gut eingefettete Innensechskant ersetzt. Schlitz-Madenschrauben ... Wer denkt sich so einen Mist aus?

Die bündig eingedrehten Schrauben sind vom Rost wie verschweißt. Keine Chance, da mit einem Schraubendreher, Linksausdreher, Schlagschrauber oder Hitze etwas zu bewegen.

Also immer weiter aufgebohrt, etliche Bohrer abgebrochen und stumpfgedreht und dazwischen die Reste mit Feinwerkzeug herausgemeißelt. Die letzte Schraube war vielleicht gar keine mehr weil hart wie Werkzeugstahl...?

Übrigens war die ganze Aktion völlig sinnfrei. Ich dachte, ich fette dann hinten die Radnaben neu, weil da keine Abschmiermöglichkeit ist. Aber die hinteren Lager laufen im Diff-Öl ... deshalb ist da keine Abschmiermöglichkeit. Ich wusste das nicht... Hmpf. :wack:


IMG_20200802_160356967~2.jpg
Kauf Dir mal einen Hand-Schlagschraubendreher. Ist nicht teuer und genau dafür gemacht derartige Schlitz- oder Kreuzschlitzschrauben zu lösen und funktioniert hervorragend.
Und wenn Du so eine Madenschraube mal durch etwas mit Sechskant ersetzt hast und die dann festgammelt - rüstest Du freiwillig wieder auf Schlitzantrieb um.

Ansonsten - wie Stefan ja schon schrieb - gehört in das Radlager kein Öl. Fehlerquelle ist vermutlich die Achsentlüftung, oder die Dichtringe sind einfach alt.
Die Wellendichtringe im Achsrohr sind dann wohl hinüber, kosten ja aber kein Geld.
Die Fettpackung im Radlager solltest Du erneuern - ist im Werkstatthandbuch beschrieben (Radnabe samt Radlager ausbauen).
Bei der Gelegenheit gleich den großen DIchtring erneuern (140x160x13 ASL) - bei der Scheibenbremse würde ich da welche aus FPM nehmen.

Viele Grüße

Robert

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#244 Beitrag von Oschi » 2020-08-03 12:25:09

RobertH hat geschrieben:
2020-08-03 10:44:25
Kauf Dir mal einen Hand-Schlagschraubendreher.
Gehört leider mit zu den bei den Ausdrehversuchen geschrotteten Werkzeugen. Trotz LKW-Werkstattqualität. In dem Zusammenhang haben sich auch Linksausdreher als Fehlkauf erwiesen.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#245 Beitrag von Oschi » 2020-08-12 16:01:30

Der Sommer geschieht ... ohne uns. Oschi, aka die havarierte Dreckskarre, ist im Industriegebiet auf einem Werkstatthof gestrandet und wir leben seit vier Wochen neben drei stinkenden Müllcontainern. Österreich vermeldet unübliche Schäden an den zugeschickten Achsteilen. Der Sommer 2020 wird uns in Erinnerung bleiben: Es ist heiß, es ist übel, und es wird richtig teuer. Two more weeks to go...

Meanwhile...
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Jac0b
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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#246 Beitrag von Jac0b » 2020-08-12 17:18:09

Mein Beileid, ihr seid nicht zu beneiden. Sind die Achsteile noch zu retten, oder muss was neues/gespendetes her? Gibt es schon Theorien wo die „unüblichen“ achsschäden her kommen könnten?

Kopf hoch, wenigstens ist euch das nich fern guter Infrastruktur passiert.

Liebe Grüße, Jacob

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Willipinz
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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#247 Beitrag von Willipinz » 2020-08-12 18:00:03

Das ist wirklich ätzend. Vielleicht hilft ja der Gedanke daran, wenn alles fertig ist, ist hoffentlich für sehr sehr lange Zeit Ruhe und Ihr könnt wieder die Welt erkunden.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#248 Beitrag von sico » 2020-08-13 14:38:22

Jac0b hat geschrieben:
2020-08-12 17:18:09
Mein Beileid, ihr seid nicht zu beneiden. Sind die Achsteile noch zu retten, oder muss was neues/gespendetes her? Gibt es schon Theorien wo die „unüblichen“ achsschäden her kommen könnten?

Kopf hoch, wenigstens ist euch das nich fern guter Infrastruktur passiert.

Liebe Grüße, Jacob
Leider sind die in den Bildern gezeigten Schäden an der Vorderachse der 12M18 üblicher Standard. Vor allem Gelenkwellen leiden am meisten an den Laufflächen der Wälzkörper.
Die Ursache liegt aller Wahrscheinlichkeit im militärischen Einsatz. Viele verschiedene Fahrer, viel Schlamm, Dreck und Wasser, dann der Hochdruckreiniger. Da ist Rost und Verschleiß vorprogrammiert.
Die Feuerwehrfahrzeuge der S-Reihe zeichnen hier ein deutlich besseres Bild.
mfg
Sico

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#249 Beitrag von Oschi » 2020-08-20 21:12:41

Neulich wollte jemand wissen, ob Oschi nicht ein Groschengrab sei. Ich kannte den Ausdruck nicht, kann mir aber vorstellen, was damit gemeint war. Ich habe dann geantwortet, dass man bei Oschi mit Groschen nicht weit kommt. Da gehen schon richtig große Scheine über den Tresen...

Wie auch immer, der Wendepunkt ist erreicht. Es wird Herbst... und ich baue die Vorderachse wieder zusammen. Nächsten Dienstag würde ich nach 7 Wochen Sommer im Industriegebiet mit frischem TÜV gerne wieder rollen. Schau mer mal...
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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#250 Beitrag von Mark86 » 2020-08-21 1:35:37

In nen LKW trägt man keine Groschen sondern scheine, Gruene, gelbe und rosafarbene...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#251 Beitrag von siegerland » 2020-08-21 9:52:04

Hallo Christian,

mmh, ein Groschengrab kennst Du evtl. vom Rummel, man wirft Coins auf einen vorhandenen Berg, ein oszillierender Schieber soll den Berg abtragen und Dir mehr ausspucken als Du reingesteckt hast, was beinahe nie funktioniert

Diese Gefahr sehe ich im übertragenen Sinne nicht, wie ich Dich einschätze arbeitest Du mit Profis Hand in Hand.

Ein Groschengrab wäre es wenn gepfuscht würde und weniger herauskäme als Du hinein gesteckt hast

Es ist auch streng genommen keine Wertsteigerung sondern dient dem Werterhalt

Hoffe ihr seit bald wieder auf Achse

Gruß

Stefan
Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben
.Curd Jürgens.
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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#252 Beitrag von Oschi » 2020-08-21 21:19:21

siegerland hat geschrieben:
2020-08-21 9:52:04
...
Ein Groschengrab wäre es wenn gepfuscht würde und weniger herauskäme als Du hinein gesteckt hast...
Du ahnst es nicht:

Der Dienstagtraum ist geplatzt. Nicht nur, dass ich dem passenden Achsmutterschlüssel seit drei Wochen erfolglos hinterherlaufe (2x bezahlt, 1x Betrüger aufgesessen, 1x passt nicht), es läuft auch sonst nicht.

Kaum hatte ich die ersten Teile in die Hand genommen, schon hatte ich Mist gebaut: Auch bei neuen Lagern sollen Lagerringe (Lagerschalen) und Lager wohl auf keinen Fall untereinander vertauscht werden.

Und wer wusste das natürlich nicht? Wer nahm die vom österreichischen Spezialisten brav zusammen verpackten Einzelteile auseinander, ohne sich die Zuordnung zu merken?

Da bemüht man zwei LKW Werkstätten in zwei Ländern, scheut keinen Zeitaufwand und latzt tausende Euro um alles richtig zu machen und nutzt die erste Gelegenheit, um einen Bock zu schießen. Die Zuordnung ist nicht wieder herstellbar, die Passungen sind nicht speziell gekennzeichnet. Und der Frustlevel erreicht stetig neue Bestmarken.

Und nun...? Was kann schlimmstenfalls passieren? Zusammenbauen und fahren? Oder alles zurück auf Null: die unbenutzten Lager entsorgen und wieder neue Lager aufpressen?

Ich würde zwar gerne noch in diesem Jahr wieder etwas Grün um mich herum sehen, aber ohne den Achsmutterschlüssel kommen wir ohnehin nicht hier weg...
Zuletzt geändert von Oschi am 2020-08-21 21:24:40, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#253 Beitrag von CharlieOnTour » 2020-08-21 21:22:56

Welche Art Schlüssel also Typ und Größe brauchst du denn?
Es findet sich doch bestimmt eine Lösung im Forum.

Gruß
Chris

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#254 Beitrag von Oschi » 2020-08-21 21:31:44

CharlieOnTour hat geschrieben:
2020-08-21 21:22:56
Welche Art Schlüssel also Typ und Größe brauchst du denn?
Der Typ, der passen sollte, passt leider nicht. Also weiß ich nicht, welchen Typ ich brauche. Die Mutter kann ich gerade auch nicht vermessen, die liegt in der abgeschlossenen Werkstatt... Vielleicht morgen?

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#255 Beitrag von steyermeier » 2020-08-21 23:42:15

Moin!
verbaust du neue nutmuttern?
ich habe mir den achsmutter Schlüssel aus zwei alten.muttern selbst gebaut. zwei übereinander geschweißt,in die Nuten passende stahl streifen eingeschweißt,die über stehen,Scheibe mit Mutter auf die andere Seite drauf,geht. lediglich der stahl der Streifen könnte härter sein...muss man ab und zu wieder richten.
wenn du mir sagst wohin,kann ich dir den zuschicken...leihweise.
Lager ist doof....die Radlager? die gibt's als Standardteile im Großhandel...bei mir innerhalb von 1 Tag da.
0171 2758863
Gruß Markus

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#256 Beitrag von Oschi » 2020-08-22 7:57:26

steyermeier hat geschrieben:
2020-08-21 23:42:15
...verbaust du neue nutmuttern?...
Guten Morgen Markus, ich verbaue keine neuen Muttern. Die haben beim gewaltsamen Ausbau zwar an den Nuten gelitten, gehen aber noch. Ich fahre heute mit der Mutter zu MAN, vielleicht leihen die mir einen passenden Schlüssel aus. Einen dritten habe ich gestern Abend noch bestellt ... Falls alle guten Dinge nicht Drei (Vier?) sind, würde ich gerne auf Dein Angebot zurück kommen - Danke! Das grüne Wrack steht übrigens in Hagen.

Bei den Radlagern: Es besteht eine 50:50 Chance, dass ich die durcheinander gewürfelten neuen Ringe beim Zusammenbau richtig zuordne. Falls nicht, gehen die Lager vermutlich schneller kaputt als normalerweise. Aber die alten waren auch kaputt, und ich bin gefahren ohne das zu merken. Spricht etwas dagegen, die Chance zu nutzen und erst einmal zu fahren? Radlager tauschen wäre mit dem richtigen Nutmutterschlüssel ja nicht mehr das ganz große Problem.

PS: Nummer ist notiert und kann gelöscht werden ;-)

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RobertH
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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#257 Beitrag von RobertH » 2020-08-22 11:36:25

Was soll denn bei vertauschten Lagerschalen bei werksneuen identischen Kegelrollenlagern das Problem sein?
Wenn die Lager mal eingebaut waren und eingelaufen sind muss man die Zuordnung beachten.
Aber bei neuen Lagern sind die Rollen, Außen- und Innenringe baugleich -da würde ich mir keine Gedanken machen.
Die Außenringe vom äußeren und inneren Lager werdet Ihr ja unterscheiden können.

Zum Nutmutternschlüssel gibts im Steyrforum ja diverse Lösungen, für das Bordwerkzeug genügt ein Eigenbau völlig.
Ob man den jetzt aus einem passenden Stück Rohr baut oder Plättchen auf eine Scheibe schweißt macht keinen großen Unterschied.

Viele Grüße

Robert

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#258 Beitrag von HähWieMetal » 2020-08-22 13:23:31

Moin,

hab einen originalen Schlüssel für die MAN/Benz Europaachsen und einen verstellbaren Nutmutternschlüssel hier, bin nächsten Samstag wohl unweit von Hagen Fenster für meinen neuen Aufbau besichtigen, wenn Bedarf besteht könnte ich die beiden mal einpacken und damit vorbei kommen.

Grüße, Marco
Mann muß nicht verrückt sein um zu überleben, aber es hilft...

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#259 Beitrag von Oschi » 2020-08-22 18:50:55

RobertH hat geschrieben:
2020-08-22 11:36:25
Was soll denn bei vertauschten Lagerschalen bei werksneuen identischen Kegelrollenlagern das Problem sein?
Das war ja meine Frage... Die Info erhielt ich in einem Nebensatz und wenn man im Netz danach sucht, findet man sie bei den Lagerherstellern: Dürfen nicht vertauscht werden.

Aaaber, ich habe saugute Nachrichten: SKF hat die Passungen doch nummeriert. Und die Nummern sind im eingebauten Zustand noch lesbar! Und das heißt, ich bringe Lager und Lagerring doch richtig zusammen. Juchhu!

Ich muss zugeben, ich habe vor Freude fast geheult (also nachdem ich zuvor aus Verzweifelung sowie geheult habe). Die Geschichte schlägt mir mittlerweile auf's Gemüt...

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#260 Beitrag von Oschi » 2020-08-22 18:54:17

HähWieMetal hat geschrieben:
2020-08-22 13:23:31
... hab einen originalen Schlüssel für die MAN/Benz Europaachsen und einen verstellbaren Nutmutternschlüssel hier, bin nächsten Samstag wohl unweit von Hagen ...
Herzlichen Dank! Es ist wohl nicht mehr nötig. Ich konnte von MAN einen fast passenden Schlüssel bis Montag früh ausleihen. Ich musste die Muttern nur etwas abfeilen, aber der Schlüssel passt.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#261 Beitrag von DaPo » 2020-08-23 13:45:26

Hallo Robert,
RobertH hat geschrieben:
2020-08-22 11:36:25
Was soll denn bei vertauschten Lagerschalen bei werksneuen identischen Kegelrollenlagern das Problem sein?
Wenn die Lager mal eingebaut waren und eingelaufen sind muss man die Zuordnung beachten.
Aber bei neuen Lagern sind die Rollen, Außen- und Innenringe baugleich -da würde ich mir keine Gedanken machen.
es kommt auf Lager, Anwendung und Belastung an.

Es gibt ja durchaus auch viele Lager, bei denen Innen- und Aussenring separat bestellt werden (können/müssen), die kann man natürlich mischen, solange sie neu sind.

Bei gepaarten Lagern namhafter Hersteller sollte normalerweise auch nicht viel passieren, wenn man da mal was vertauscht wird, dann ist die Lebensdauer halt nicht 100%, sondern vielleicht nur 95%. Die Präzision in der Fertigung ist schon recht gut...
Grüße
DaPo (Daniel)

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#262 Beitrag von RobertH » 2020-08-23 16:12:39

DaPo hat geschrieben:
2020-08-23 13:45:26
Die Präzision in der Fertigung ist schon recht gut...
Genau das meinte ich ja. Bei einem gemeinen Kegelrollenlager werden Innen- und Außenring getrennt gefertigt, die Rollen sowieso.
Die Winkel der Laufflächen werden einheitlich geschliffen und zur Qualitätskontrolle vermessen.
Da sortiert ja keiner passende Paare aus einem Haufen unterschiedlicher Fertigungstoleranzen.
Bei gemeinsamer Auslieferung ist im günstigsten Fall ein Probelauf des fertigen Lagers erfolgt.

Aber wenn sich die Paare anhand der Seriennummer wieder zusammenfügen ließen ist ja alles gut - da hält das Lager ja gleich gefühlt doppelt so lange. :joke:

Viele Grüße
Robert

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#263 Beitrag von Oschi » 2020-08-24 20:56:48

Es geht aufwärts: Doppelgelenkwellen, Achsgabeln, Lenkhebel, Radlager, Radnaben, Mitnehmer und Bremsscheiben waren gestern schon montiert. Zwischendurch hatte ich die Bremsscheiben vergessen. :wack:

Das Einstellen des Radlagerspiels vorne ist beim Steyr völlig dämlich gelöst. Eigentlich muss man dazu ja nur die Lager mit der Achsmutter in ihre Sitze pressen, bis ein zu bestimmender Rollwiderstand erreicht wird. Die Achsmutter des Steyrs ist aber eine Endmutter, die mit Einstellblechen unterlegt werden muss. Was ein Aufwand... :bored:

Heute morgen verbrachte ich viel Zeit damit, neues Öl ins Diff zu füllen. Dann wurden die Bremssättel geputzt und mit neuen Belägen montiert. Am Abend bördelte ich meine erste Bremsleitung. Eigentlich zwei, aber die erste war Ausschuss. Bei der zweiten Leitung begann ich in der Mitte und arbeitete mich zu den Anschlüssen vor. Das fand ich leichter. :idee:

Wenn ich morgen mit ein paar Metern Rohr die Bremse fertig bekomme, schmeiße ich noch den Motor an und lasse die Räder etwas drehen. Die drehen nämlich auch (entgegengesetzt) im Leerlauf, warum auch immer... :spiel:

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#264 Beitrag von Oschi » 2020-08-25 20:38:10

IMG_20200825_154057994_HDR~2.jpg

Nachtrag: Die zweite selbstgebördelte Bremsleitung ist beim Meister auch durchgefallen.

Aber dann klappte es und jetzt ist die Bremse "zu". Motor lief schon und sprang nach 7 Wochen an wie eine Eins plus. Ich glaube, der Steyr will hier auch weg...

IMG_20200825_191929177~2.jpg

Morgen wird entlüftet, dann kommen die Räder wieder dran. Hinten muss ich auch noch die Bremsbeläge überprüfen, aber ich kann wenigstens mal auf dem Hof rangieren, damit die Müllcontainer geleert werden können. :sick:

Nebenbei habe ich ein paar neue Heavy-Duty-Scheinwerferhalter zugeschnitten ... Mein alter Haus- und Hofschlosser wäre stolz auf mich. :D Bloß kein Gramm verschenken.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#265 Beitrag von Oschi » 2020-08-27 8:39:36

Gestern mit Freudentränen in den Augen fast 100m auf eigener Vorderachse gefahren! :wub:

IMG_20200826_121049624.jpg

Vom Standplatz in die Werkstatt zum Bremsenentlüften und dann weiter auf den Bremsenprüfstand. Die Vorderachse bremst absolut perfekt! Ein sehr beruhigendes Gefühl, nachdem ich das alles selbst zusammen gebaut habe. :spiel:

Die "Light Wight"-Scheinwerferträger sind jetzt auch an Ort und Stelle. By the way: Ich muss den Steyr dringend wieder auflasten lassen. :angel:

IMG_20200827_181244141~2.jpg

Jetzt fehlen nur noch so kleine Details wie TÜV und Licht, dann...

Aber da wäre noch etwas anderes: Ich würde gerne den Rost am Frontscheibenrahmen begutachten und beheben lassen. Da haben alle Steyr 12M18 eine Schwachstelle unten an der Fahrerseite. Ich war da vor 7 Jahren bei der Sanierung zwar dran, aber jetzt rostet es langsam wieder durch. Die Scheibe muss also raus und der Rahmenfalz aus frischem Blech aufgebaut werden.

Wo fände ich denn in NRW/RLP/HES/BW einen Karosseriebauer mit großer Halle, entsprechenden Möglichkeiten und etwas Spaß an Oldtimern? Der Lackaufbau wäre im Anschluss übrigens denkbar einfach: BK 3in1, nix anderes.
Zuletzt geändert von Oschi am 2020-08-27 18:20:04, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#266 Beitrag von Mark86 » 2020-08-27 8:55:42

Guck doch einfach in die gelben Seiten, ruf einen an und frage...
Gute Handwerker haben derzeit so viel Arbeit, die findest du selten im Internetz...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#267 Beitrag von Weickenm » 2020-08-27 9:33:11

Moin,

ein Bekannter von mir ist Autoglaser und weiß wie er mitm Schweißgerät umzugehen hat.
Seine Werkstatt ist im Raum Rastatt (südlich von Karlsruhe), er ist aber glaube ich auch mobil unterwegs...
Schick' mir mal 'ne PN mit Deinen Kontaktdaten, dann leite ich sie weiter :)

Ja, er ist Oldtimeraffin. Baut sich gerade einen 170er auf.

Beste Grüße
Florian
I'm the reason my guardian angel drinks

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#268 Beitrag von Bad Metall » 2020-08-28 18:02:06

Aber da wäre noch etwas anderes: Ich würde gerne den Rost am Frontscheibenrahmen begutachten und beheben lassen. Da haben alle Steyr 12M18 eine Schwachstelle unten an der Fahrerseite. Ich war da vor 7 Jahren bei der Sanierung zwar dran, aber jetzt rostet es langsam wieder durch. Die Scheibe muss also raus und der Rahmenfalz aus frischem Blech aufgebaut werden.
Die standen wohl 30 Jahre im Freien. Die Feuerwehren 12S 13S,16S , die ich kenne sind vom Fahrerhaus rostfrei.
Gutes gelingen,
LG Bernd

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#269 Beitrag von Oschi » 2020-08-31 15:18:43

Oschi hat geschrieben:
2020-08-01 15:05:27
...die ... origalen Teelichtern am Steyr ... wer mit den Funzeln nachts oder im Regen unterwegs ist, geht keine kleinen Risiken ein...
Fast fertig...

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