Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

alles, was nicht in die übrigen Technik-Kategorien passt

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Oschi
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Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#1 Beitrag von Oschi » 2013-06-25 23:18:12

Hallo,

nachdem ich hier und da schon mal Laut gegeben habe, will ich mein Vorhaben mal gründlicher vorstellen und hiermit gleich die Doku dazu eröffnen. Da mein eigenes Wissen wesentlich auf diesem Forum basiert, möchte ich hiermit auch etwas zurückgeben.

Angespornt durch einige Outdoor-Urlaube habe ich mir (bzw. haben wir uns) viele Gedanken um unsere Wunschbedingungen beim Reisen gemacht: Frei und unabhängig mit kleinen Zugeständnissen an den nötigen Komfort, und ohne Verzicht auf ein Stück sicheres Zuhause als Rückzugsmöglichkeit.

Seit 2009 gingen die Gedanken von Rucksackreisen zum Fahrradanhänger, über Geländewagen bis zum Transporter mit Allrad. Irgendwann habe ich dann das erste LKW-Wohnmobil entdeckt. Alles hat Vor- und Nachteile, aber irgendwann kommt man mit rationalem Abwägen nicht mehr weiter sondern muss es ausprobieren.

Inzwischen habe ich vom Aigner einen Steyr 12M18 geholt und auf den Namen Oschi getauft. Warum gerade dieses Fahrzeug? Weil er technisch alles hat, was ich mal brauchen könnte. Weil das Fahrerhaus groß genug aber nicht zu groß ist. Und weil mir das Design absolut gefällt. Letzlich gehts aber nicht ums Auto, sondern ums Reisen.

Der Franz hat für uns schlauchlose 14er Räder und einen zweiten Originaltank montiert. Fotos vom grünen Monster finden sich auf seiner neuen Homepage unter den Referenzen.

Als Wohnkabine ist ein Eigenbau aus Holz-Sandwich/Fachwerk vorgesehen. Auch hier gibts pro und contra, aber ich will es einfach wissen. Punkt.

Innerhalb eines Jahres soll die Mobilie grob reisefertig sein, was mir anfangs üppig erschien, inzwischen erscheint es aber sehr sportlich. Es wird schon aufgrund knapper Mittel kein High-Tech-Showmobil werden, Ziel ist ein No-Stress-Mobil: praktisch, bodenständig und zuverlässig.

Geschraubt werden kann nur am Wochenende, und obwohl bisher rund 200 Stunden investiert wurden, sieht man noch nicht soooo viel. Man muss halt genau hinsehen:
--Kühlwasserschläuche vermessen und mit Meterware erneuert
--Ölschläuche vermessen und mit Meterware erneuert
--ein paar altersschwache Bauteile aufgearbeitet
--ein paar Einzelteile gestrahlt und lackiert
--ein paar vom Rost zerfressene Einzelteile neu angefertigt
--quitschende Heizung zerlegt
--Fahrzeug innen und außen komplett gestrippt

Da der Steyr doch etwas mehr Rost im Detail zeigt, als bei der Besichtigung wahrgenommen, will ich ihn einmal gründlich aufarbeiten. Ich habe im Vorfeld mit etlichen Strahl- und Lackierbetrieben gesprochen, auch mit einschlägigen Adressen. Am Ende hat sich eine tolle Kooperationsmöglichkeit ergeben, bei der ich viel Eigenleistung erbringen kann.

Nebenbei bemerkt: Obwohl das mein erstes Großprojekt dieser Art ist, läuft es bislang sehr gut. Ich treffe bei Handwerkern bisher durchweg auf Begeisterung und Hilfsbereitschaft. Empfehlungen und Kontakte kommen fast von allein. Wir bekommen so viel Hilfe angeboten, das hätte ich nie erwartet!

Also, Stand des Projektes: Fahrgestell zerlegt und mit Trockeneis gestrahlt. Sandstrahlarbeiten haben begonnen.

Die weitere Entwicklung will ich hier - ja, natürlich mit Bildern - dokumentieren. Tipps und Kritik willkommen!

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#2 Beitrag von Oschi » 2013-06-26 22:22:12

Als Startpunkt hier noch ein paar "wie-alles-begann"-Bilder, in Ermangelung frühzeitiger Dokumentationsbestrebungen leider nur als Links: Hier, da und dort.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#3 Beitrag von Lassie » 2013-06-27 0:04:51

Als Wohnkabine ist ein Eigenbau aus Holz-Sandwich/Fachwerk vorgesehen.
Hallo,

das hört sich doch mal spannend an. Und ja, wir wollen Bilders :joke:
Viele Grüsse
Jürgen
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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#4 Beitrag von mountain » 2013-06-27 22:51:29

Oschi hat geschrieben: Als Wohnkabine ist ein Eigenbau aus Holz-Sandwich/Fachwerk vorgesehen. Auch hier gibts pro und contra, aber ich will es einfach wissen. Punkt.
Hallo,
da bin ich ebenfalls interessiert an deiner Doku. Hast du schon Pläne oder Vorstellungen, wie die Kabine gebaut werden soll?

Viele Grüße und viel Erfolg beim Umbau
Raimund

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#5 Beitrag von Oschi » 2013-06-29 19:06:33

mountain hat geschrieben: Hast du schon Pläne oder Vorstellungen, wie die Kabine gebaut werden soll?
Hallo Raimund, noch ist nichts fertig, die Pläne entstehen erst so nebenbei. Ich habe mal ein paar Ideen skizziert, aber noch nicht alles maßstabsgetreu. Wir arbeiten aber derzeit an einem Balsaholzmodell 1:10, um ein Gefühl für die Konstruktion zu bekommen; davon steht aber erst die Bodenplatte.

Ich versuch mal ein Bild meiner "Projekttür" einzustellen:
29062013639.jpg
Ist das sch... Bild jetzt wohl mal mitten im Text pla(t)ziert? - Ja, ist es.
Zuletzt geändert von Oschi am 2013-06-29 19:16:51, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#6 Beitrag von Oschi » 2013-06-29 19:38:00

Ok, nachdem ich das mit den Bildern jetzt hinbekomme, kanns ja losgehen:

Diese Woche war Superheldentreffen. Hier ein - leider völlig nichtssagendes - Bild von Trockeneisman bei der Arbeit:
Trockeneis-Man.jpg
Trockeneisman hat 3h altes Fett vom Rahmen und der Hütte gepustet. Und dabei echt viel Lärm fürs Geld gemacht.

Dann hat sich Sandstrahlman an die Arbeit gemacht:
Sandstrahl-Man.jpg
Wobei ich Sandstrahlman inzwischen eher zu den Superschurken als den Superhelden zähle, bei all den Kollateralschäden an Kühler, Heckscheibe, Scheinwerfer, ... Hier noch ein Bild vom aktuellen Zwischenstand:
Der Dateianhang 29062013628.jpg existiert nicht mehr.
Dateianhänge
29062013628.jpg

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#7 Beitrag von Lassie » 2013-06-29 19:46:51

Wobei ich Sandstrahlman inzwischen eher zu den Superschurken als den Superhelden zähle, bei all den Kollateralschäden an Kühler, Heckscheibe, Scheinwerfer, ... Hier noch ein Bild vom aktuellen Zwischenstand:
Ähhh, was erwartest du? Soweit ich weiss, sollte man nur freigelegte und 'entkabelte', 'gummilose' und 'entglaste' Werkstücke zum Sandstrahlen geben. Der Rest löst sich halt unter dem Einsatz von Sand einfach auf bzw nimmt Schaden. ;)

Viele Grüsse
Jürgen
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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#8 Beitrag von Oschi » 2013-06-29 20:05:04

Übrigens ist mir ein Tankspannband beim Lösen abgerissen - Rostfraß. Ich wäre echt dankbar für Tipps, ob ich das irgendwo günstig online als "Meterware" bekomme. Am liebsten mit den passenden Unterleggummis, plug&play.

MAN konnte zwar bisher alles liefern was ich anfragte, wollte aber fast immer mindestens 1000 Euro haben, deswegen habe ich die noch nicht angefragt...

Das sind die beiden Enden meines Spannbandes, Gesamtlänge 147cm:
Tankspannband Begin.jpg
Tankspannband Ende.jpg

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#9 Beitrag von ClausLa » 2013-06-29 20:56:12

Moin Oschi,
Oschi hat geschrieben:Hallo,

Da der Steyr doch etwas mehr Rost im Detail zeigt, als bei der Besichtigung wahrgenommen, will ich ihn einmal gründlich aufarbeiten.

Also, Stand des Projektes: Fahrgestell zerlegt und mit Trockeneis gestrahlt. Sandstrahlarbeiten haben begonnen.
unter gründlich aufarbeiten verstehe ich aber was anderes; unter zerlegtem Fahrgestell auch.

Wenn Du schon den Aufwand (und auch die Kosten) der Strahlerei auf Dich nimmst, dann hätte ich an Deiner Stelle deutlich mehr abgeschraubt; bei jeder nicht gelösten Verbindung dringt Strahlsand ein, und es wird da nach einiger Zeit vermutlich zu rosten beginnen...
Schraubverbindungen einfach überstrahlen, nicht abgedeckte Scheiben, Schläuche und Leitungen etc. sind m.E. Pfusch.

Gruß Claus

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#10 Beitrag von guenni » 2013-06-29 22:05:41

Hallo Oschi.
Erstmal Glückwunsch zum Schritt dein Projekt nicht nur kosmetisch "schön" zu machen,
sondern deinen 12M18 für sie nächsten Jahrzehnte zu präparieren.
Ich hab gerad genau dieselben Schritte hinter mich gebracht.
Natürlich gibt es wie immer sehr viele Wege nach Rom.
Du hast wohl deutlich weniger demontiert als ich letztens....

Bild

das spart Zeit,
die du dann in die "KollateralSchäden" investieren kannst.
Kommt doch fast aufs selbe raus. :happy:

Fahrzeugscheiben und Scheinwerfer sind ja vielleicht noch zu retten.
Andererseits hab ich ne völlig intakte Frontscheibe gegen eine mit Grünkeil + Grüntönung (120€) ausgetauscht, den Dichtgummi gleich mit (56€).

@ Claus:
Luftleitungen, alle ElektrikKabelbäume, Hydraulikschläuche, etc. bleiben beim Sandstrahlen völlig unangetastet. Da kann man mit vollem Druck drauf gehen, es geht rein garnichts kaputt !
So verhält es sich mit allen elastischen Materialien am Fahrzeug.
Demontage wäre deshalb nur vergebene Liebesmüh'.

Anders beim Trockeneisstrahlen.
ElektroKabelbäume sind kritisch. Durch den tief unterkühlten Stickstoff (<-70°C) werden die Isolierungen sofort hart und spröde. Mit dem zweiten Strahl platzen die dann harten Plastikteile in tausend kleine Teile. Aber man kann den TrockeneisStrahl sehr viel besser steuern als beim Sandstrahlen, und genau die Kabelbäume auslassen.
Für den nächsten Allradler schreib ich gerade nen Bericht über diese Thematik.

Gerade für das Entfernen von Korriosnschutz (Wachs etc.)
oder den sehr fettigen Fahrwerksteilen ist Trockeneissstrahlen eine sehr effektive Wohltat... :

vorher:
Bild

nach der Grobbearbeitung.... (ca 1 Min. später... !!!)
Bild

Grüsse
guenni

http://www.guenthersleben.de

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#11 Beitrag von Oschi » 2013-06-29 22:49:58

Günni, teilst du mit mir dein wissen, wo du so viel günstiger als ich einkaufst? Meine frontscheibendichtung kostet das 6fache.
Zuletzt geändert von Oschi am 2013-06-30 8:06:15, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#12 Beitrag von Donnerlaster » 2013-06-29 23:50:29

Oschi hat geschrieben:Übrigens ist mir ein Tankspannband beim Lösen abgerissen - Rostfraß. Ich wäre echt dankbar für Tipps, ob ich das irgendwo günstig online als "Meterware" bekomme. Am liebsten mit den passenden Unterleggummis, plug&play.

Versuche es mal hier: http://www.borges-seelze.de/de/tanks/ta ... nlagen.php

Ich habe dort Ende letzten Jahres meinen neuen Tank gekauft und dann in diesem Jahr 2 Spannbänder und Unterleggummis für einen weiteren (vorhandenen) Tank gebraucht und ohne Probleme bekommen. Die bauen bei Bedarf auch auf Maß.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#13 Beitrag von ClausLa » 2013-06-30 11:56:55

Moin,
meine Bedenken deshalb:
Beim Sandstrahlen gelangt das Strahlgut in feiner Form in sämtliche Ritzen, spalten etc.
Es kann passieren, dass Schraubverbindungen nach dem Strahlen nicht mehr aufgehen, da Strahlgut in Gewindegänge eingedrungen ist und beim Versuch, zu lösen, frisst...
Wie man bei guennis Fahrgestell sehr gut sieht, befindet sich Rost häufig hinter angeschraubten Bauteilen, dazu noch Strahlgut im Spalt wird das Ganze nicht verschönern...

Ich gebe Dir recht, da beide Strahlarten unterschiedlich wirken, muss für jede einzeln vorbereitet werden; wie z.B. an der Federaufhängung müsste fürs Sandstrahlen der Schmiernippel abgedeckt (oder später ersetzt) werden; ideal ist eigentlich eine Komplettzerlegung und Abdeckung von Oberflächen, die nicht beschädigt werden sollen...

Gruß Claus

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#14 Beitrag von Oschi » 2013-07-01 19:46:00

Der Modellbau der Kabine schreitet voran. Hilfsrahmen/Federlagerung, Bodenplatte, Decke und Stirnwand sind fertig:
01072013640.jpg
01072013642.jpg
01072013641.jpg
01072013643.jpg

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#15 Beitrag von Oschi » 2013-07-02 21:17:20

Heute habe ich die Arbeiten am Auto mal "überwacht". Das Sandstrahlen wurde abgeschlossen und der Staub ausgeblasen. Dabei trat leider ein Schaden am Original-Zusatztank zu Tage. Der Tank hat auf der Unterseite einen großen Flicken, bei dem am Rand Diesel austritt. Ich hoffe, das kommt in Ordnung. Abgesehen davon kann das Lackieren beginnen.

Die Frage der Grundierung und Lackierung und evtl. Rostumwandlung (in was auch immer) hat mich lange beschäftigt, ich habe sie für mich mit Branth-Chemie (Brantho Korrux nitrofest, Brantho Korrux 3in1) und Kovermi beantwortet. Aber die Verantwortung dafür, was aufs blanke Fahrgestell geschmiert wird, wiegt recht schwer.

Lackiert wurden heute nur die im Februar erst neu lackierten Felgen (Kollateralschaden). Die Felgen bekamen drei Schichten nitrofest Grundierung. Da die Felgen nicht geplant waren, fehlt mir dafür der Decklack. Der Lackierer wird auf der Felgeninnenseite den 3in1 Chassislack ausprobieren.

Vorher hatte ich alle Reifen abgezogen und Wuchtpulver von Counteract reingekippt. Ich will das ausprobieren, weil die 14er ganz schön am Auto rumzerren. Das Zeug ist teuer und es gibt widersprüchliche Aussagen über die Wirkung. Nun kann ich herausfinden, ob es Voodoo ist oder wirklich hilft. Da es mir recht großzügig zugeteilt wurde, beträgt die Füllmenge 500-600 gr je Rad.

Der Reifenwechsel war bei den Felgen (Velgenopmaat) übrigens nicht ohne Hilfsmittel (Vorschlaghammer) zu machen. Obwohl der Reifen schon locker war, liess er sich nicht einfach herunterziehen: die Wulst kam nicht aus der hinteren Rille. Das hatte ich schon mal anders gelesen...

Nun noch ein paar sehenswerte Bilder, die für sich sprechen :eek: :
aufgestützt.jpg
Dachklemmung.jpg
Zuletzt geändert von Oschi am 2013-07-12 11:22:27, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#16 Beitrag von Oschi » 2013-07-04 19:29:05

Jetzt sind Rostkonverter und Grundierung drauf, wie vom Hersteller empfohlen in drei Schichten (grau-schwarz-grau).
04072013652.jpg
Als nächstes folgen zwei Schichten Chassislack in schwarz. Der Motor wird der Einfachheit halber mitlackiert (wurde auch mitgestrahlt). Ich bin sehr sehr sehr gespannt auf das Ergebnis.

Was ich inzwischen empfehlen kann ist, man sollte - wenn man ein Fahrgestell nach dem Kauf aufbereiten will - zuerst Strahlen und dann mit den Details weitermachen. Weder Sand- noch Trockeneisstrahlen ist Mikrochirurgie, da kann in der Praxis einiges mehr beschädigt werden als in der Theorie. Bin mir z.B. nicht sicher, ob ich nicht einige Meter Kabel und Dieselleitungen erneuern muss :(. Naja, wo gehobelt wird...

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#17 Beitrag von Oschi » 2013-07-09 21:59:13

Hallo Interessierte,

jetzt ist mein Rahmen lackiert und das Ergebnis finde ich ganz ordentlich. Es ist keine ganz staubfreie Lackierung, aber das habe ich gern in Kauf genommen, Oschi ist und bleibt ja ein Gebrauchsobjekt.

Hier ein paar Bilder:
07072013656.jpg
07072013655.jpg
07072013654.jpg
Ich finde, das sieht doch schon nach einem ganz anderen Fahrzeug aus als vorher.

Es sind jetzt eine Schicht Rostkonverter (3l), drei Schichten Grundierung (15l) und zwei Schichten Chassislack (10l) drauf (zzgl. 10l Verdünnung). Das 3in1 war nach 24h noch butterweich und beim Montieren der ersten Anbauteile gab es gleich einige Macken zu überpinseln. Nach 48h war der Lack schon robuster aber noch lange nicht belastbar. Wir werden ganz am Schluss, wenn auch das Fahrerhaus gemacht ist, nochmal eine Abschlussschicht rein für die Optik über die Pinselstriche legen. Wenn dann zum Herbst hin alles ausgehärtet ist, soll noch Wachs und Fett in die Ritzen. Ich hoffe, das hält dann weitere 28 Jahre.

Ach ja, zum bisherigen Lackieraufwand (inkl. Felgen): 5h Trockeneisstrahlen, 10 Sandstrahlen, ca. 3 Tage Lackieren. Und ungezählte Wochenendstunden Eigenleistung.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#18 Beitrag von Oschi » 2013-07-10 23:14:19

Heute bin ich "in the mood" ein wenig Nabelschau zu betreiben.

Los gehts mit einem typischen Tag in meinem Schrauberleben. Früh morgens vor der Arbeit war ich schon in Sachen Oschi unterwegs: beim Schlosser mit anpacken, ein paar unlösbare Schraubverbindungen lösen. Ich hatte ja schon die Idee, dass man eine Mutter sprengen kann, wusste aber nicht dass das mit Hammer und Meissel geht. Ich habe auch selbst ein paar zarte Schläge probiert, aber zu viel Schiss mir auf die Finger zu hauen. Also hat es dann doch der gemacht, der es kann.

Nach der Arbeit war ich dann weitere zwei Stunden in Sachen Oschi unterwegs: die nächsten Handgriffe am Fahrerhaus besprechen. Wo muss geschweisst werden, welche Grundierung / Füller / Lackqualität wird benötigt, wie baue ich die Scheiben aus (d.h. die übrigen, die Heckscheibe hat sich ja erledigt, grummel :mad: ), was ist mit Türen / Innenraum usw.? Ausserdem habe ich noch ca. 100kg Stahl zum Verzinken abgeliefert.

Schon verzinkt (und z.T. neu gebaut) sind: alle 6+2 Kotflügelhalterungen, die LuFi-Schelle und die Trittbleche. Noch verzinkt werden die "hinteren vorderen" Kotflügelhalter, diverse Halteplatten von Aggregaten, Unterfahrschutz, Federanschläge, Hitzeschutzbleche, die großen Bleche unterhalb der Türen, und noch weiterer Kleinkram bei dem ich schon gar nicht mehr weiss, wo ich den weggebaut hab - zum Glück hab ich hunderte Fotos gemacht.

Den obligatorischen Gang zum Baumarkt habe ich mir heute gespart, da war ich ja gestern...

Kein normaler Tag vergeht, ohne dass mich das Projekt beschäftigt. Wenn nicht geschraubt wird, dann wird geplant oder eingekauft. Das ganze Projekt frisst enorm Zeit, muss aber neben Beruf und Familie und anderen Interessen zu machen sein. Wie lange hält meine Motivation wohl noch an? Kommt irgendwann der Moment wo es mir reicht? Oder geht zuerst das Geld oder die Motivation aus?

Naja, fürs Wochende steht schon wieder ausreichend Arbeit auf der ToDo-Liste. Das ist übrigens Endlospapier, oben streiche ich 10 erledigte Punkte raus, unten kommen 15 neue dazu...

Hier noch ein echtes Highlight, ein gelungener Versuch unsere Innenausstattung plastisch darzustellen:
Raumplanung.jpg

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#19 Beitrag von sugar » 2013-07-11 11:09:50

Hey Oschi,

meint Tipp wäre, wenn man so voller Enthusiasmus startet dann geht einem deutlich vor Motivationsende das Geld aus...

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#20 Beitrag von Oschi » 2013-07-14 21:58:52

Hurra, wir haben heute keinen Glasbruch gehabt! Obwohl wir zum ersten Mal eine Autoscheibe ausgebaut haben.

Die beiden Seitenscheiben im Steyr gehen ganz einfach raus. Zunächst muss von aussen eine Gummiwurst (Kehlleiste?) aus der Dichtung gezogen werden. Dann hebt man die Dichtung außen von der Karosserie ab und drückt die Scheiben sanft nach innen. Wenn man das flächig macht, kann man die Scheibe samt Dichtung vorsichtig durch die Fensteröffnung nach innen rutschen lassen, wo sie dann der Partner in Empfang nimmt.

Bei der Frontscheibe wurde mir von einem Mechaniker empfohlen, die Dichtung außen aufzuschneiden und beim Einbau später zu ersetzen. Also habe ich brav eine neue Dichtung besorgt - für ein Heidengeld natürlich. Nur, jetzt brauche ich sie wohl gar nicht. Mein Lackierlehrer hat mir nämlich gezeigt, wie ich die Dichtung vom Innenraum aus mit einem flachen breiten Schraubendreher unter den Falz klemme. Start ist oben in der Mitte, dann geht es zu den oberen Ecken. Die Ecken lässt man aus und arbeitet dann die Seiten von oben bis zu Mitte herunter. So arbeitet man sich Zentimeter um Zentimeter voran. Wenn also die obere Hälfte der Dichtung unter dem Falz klemmt, kippt die Scheibe durch die Öffnung nach außen wo man sie gut greifen kann (ein Gerüst ist von Vorteil). Ein bisschen ruckeln und anheben, schon war sie frei. Das größte Risiko ist jetzt die Aufbewahrung bis die Hütte lackiert ist.

Die Hütte haben wir heute leer geräumt. Hier ein älteres VORHER-Bild, also bevor wir Türen, Dachluke, 100 Schrauben und Gummistöpsel , Griffe, Gurte, noch mehr Teile vom Armaturenbrett, Wegfahrsperre :D und was weiss ich was alles herausgeholt haben:
leergeräumt.jpg
Die gesamte Inneneinrichtung samt Befestigungstechnik liegt schon seit Monaten verteilt in der Wohnung herum... Mehr als die Aufbewahrung der Einzelteile stresst mich aber, dass wir immer mehr auseinander- und bislang kaum zusammenbauen. Allerdings dürfte heute ein Wendepunkt im Zerlegen erreicht sein. Zur Markierung der Halbzeit habe ich dann feierlich die Luftfilterschelle wieder festgezogen - nicht ohne an der Spannung derselben zu verzweifeln (Schraube zu kurz, Winkel zu doof). Aber meine bessere Hälfte hatte dann die rettende Idee mit der Vorspannung.

Neue Bilder gibts keine, da war nach dem manuellen Anziehen von 32 Radschrauben der Enthusiasmus alle...

PS: Bitte lasst mich nicht dumm sterben und sagt mir, ob ich Bilder auch ohne den Dateianhang-Rahmen einstellen kann.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#21 Beitrag von Oschi » 2013-07-16 19:08:27

Was gibt es schöneres, als an einem heißen Sommertag mit einem Liter Silikonentferner altes Wachs, Fett, Dichtungsmasse und sonstigen Schmodder aus dem Fahrerhaus zu putzen? :sick:

Vorher:
16072013699.jpg
16072013700.jpg
16072013701.jpg
Nachher:
16072013702.jpg
16072013703.jpg
16072013704.jpg
Die Hohl-/Zwischenräume weiss ich nicht sinnvoll zu putzen, die sprühe ich dann später mit Owatrol aus.

An den Bodenblechen hängt innen eine Art Kunststoff (PVC?), der lässt sich kaum entfernen. Wo er hält, sieht der Boden darunter auch gut aus, aber wo er sich lösen lässt, sitzt der Rost. Also ran mit dem Spachtel.

Warum mach ich das eigentlich? Angeblich kann das Fahrerhaus nur lackiert werden, wenn es vorher angeschliffen ist und angeblich kann man Fett weder schleifen noch lackieren. Und angeblich kann ich es nicht bezahlen, wenn der Lackierer tagelang putzt. Aber nach dem heutigen Tag würde ich doch lieber jemand für diese Strafarbeit bezahlen... Oder weiss jemand wie es besser geht?

Über die Art der Farbe für das Fahrerhaus habe ich lange nachgedacht. Branth-Chemie produziert ja auch noch einiges mehr, als man beim Korrosionsschutzdepot im Katalog findet (u.a. auch 2K-Lacke). Bisher lande ich aber wieder bei Brantho Korrux 3in1 oder eventuell Brantho Korrux Robustlack als Decklack. Hat es vielleicht Sinn, über den löchrigen PVC-Boden Flüssigkunststoff drüber zu kippen?

So long, mal sehen was das Wochenende bringt.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#22 Beitrag von Oschi » 2013-07-18 13:20:34

Eine Frage an die Lackiererfahrenen:

Ich brüte immer noch über dem Decklack des Fahrerhauses. Das Haus wird nicht gestrahlt, da das vom Rostbefall her nicht nötig ist und große Flächen verbeulen würden. Der alte Lack wird also nur angeschliffen. Wo aber Rost vorhanden ist, wird punktuell gröber angepackt ("Negerkeks" + Kovermi).

Grundiert wird dann mit BK nitrofest wegen Rostschutz, Schichtdicke, Füllereigenschaften, Haftvermittlung - und auch um eine von zwei Farbvarianten auszuprobieren.

Als Decklack wollte ich zunächst wieder was von Branth-Chemie nehmen. Aber die 1K-Farben trocknen mir zu langsam für eine Garagenlackierung, bei der Staub durchaus ein Thema ist. Die 2-Kompo-Farben von Branth werden leider erst ab 25 bzw. 30Kg in meiner Wunschfarbe gemischt. Das ist vielzuviel und kostet auch vielzuviel.

Ich suche einen spritzbaren, korrosionsschützenden, hochbelastbaren (streifende Äste, Staub-/Sandstürme), einigermaßen ansehnlichen, schnelltrocknenden, seidenmatten Decklack.

Nun habe ich vom Mipa Chemie diesen 2K-Polyurethan-Acryllack gefunden: MIPA PU 240-30. Farbe und Menge wie gewünscht und schnell staubtrocken. Noch dazu im Komplettpaket mit Härter und Verdünnung vermeintlich günstig zu haben.

Habt Ihr eine Meinung zu diesem Lack?

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#23 Beitrag von Koenigsdorf » 2013-07-18 20:31:33

Greif auf das zu was die Nutzfahrzeuglackierer nehmen. 2K Lack -die Trockenlänge kannst du mit dem Härter bestimmen.


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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#24 Beitrag von tonnar » 2013-07-18 22:56:57

Die Bundeswehr verwendet mipa-Lacke für ihre Fahrzeuge. Den genauen Typ weiss ich nicht mehr aber schwarz und oliv habe ich schon verarbeitet, beides mit sehr gutem Ergebnis. Die Farbtöne gibt´s auch als Spraydose falls man später mal ne kleine Stelle nachbessern muss.

Für Brantho-Korrux gibt´s aber auch Härter um schnellere Trockenzeiten zu erreichen. Mit der Verarbeitung war ich sehr zufrieden, wobei es mit mipa- und Profi-2K-Lacken einfacher ist glatte Oberflächen zu bekommen als mit der dicken Branth-Brühe.

Gruß...

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#25 Beitrag von Oschi » 2013-07-19 16:46:34

Ok, dann liege ich mit dem Lack als LKW-Lack ja nicht so falsch. Danke fürs Feedback. Ich habe 5kg bestellt und wir werden sehen.

Heute gibts Grund zu feiern: Hab die E-Prüfung zum CE bestanden. Hatte auch einen super guten Fahrlehrer (Danke Wolfgang!), so dass es preislich am untersten Rand geblieben ist!

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#26 Beitrag von Oschi » 2013-07-29 19:24:28

So, vorletzte Woche Freitag gab es eine Schubkarre voll Teile vom Verzinken zurück:
20072013705.jpg
Das ist eine schöne Sache, guter sauberer Rostschutz und es setzt auch nette Akzente am Fahrgestell. Allerdings sehen die Teile auf dem Foto besser aus als in Echt. Das nachträgliche Feuerverzinken ist mit der Qualität verzinkter Massenware (z.B. aus dem Baumarkt) nicht zu vergleichen. Das Zink trägt bei mir richtig dick auf, es gibt Tropfen, Pickel, Grate und manchmal schwarze Krusten. Etwas Nachbearbeitung ist dann immer nötig. Diese Bleche haben sich etwas verzogen, lassen sich beim Anschrauben aber wieder in Form ziehen:
20072013706.jpg
Die Nachbearbeitung hat mich dann einen Samstagvormittag beim Schlosser gekostet.

Die neugebauten Einstiegskästen sind auch schon fertig (die Teile kosten bei MAN oder sonst wo rund 750Eur pro Stück!!!

(Bild folgt wenn die Flatrate wieder mitspielt)

Oschi hat also ein paar silberne Akzente bekommen. Außerdem neue Schrauben. Kennt Ihr das, dass immer gerade die Schraubengröße/-länge / Mutter / U-Scheibe fehlt, die man braucht? Ich habe inzwischen massig Eisenwaren, aber der Steyr wartet immer wieder mit einer neuen Größe auf. Vom Gefühl her war da schon mal jemand dran am Auto, soviel unterschiedliche Schrauben und U-Scheiben gabs doch kaum ab Werk!

Außerdem habe ich locker 200 Kabelbinder am Auto verbraten, Hauptsache es wackelt nix mehr am Kabelbaum. Wenn man schonmal die Chance hat, dann sollte man Scheuerstellen gleich vorbeugen. Am besten kauft man gleich Großpackungen - 100er oder 200er - das kriegt man schon unter. Meine Lieblingskabelbinder sind die hier, die sind besonders gut für Bohrungen oder Löcher im Rahmen zu verwenden. Die Dinger sind von HellermannTyton und heissen Befestigungsbinder für Einlochmontage.

Heute ging dann mal wieder einen Urlaubstag zum Schrauben drauf. Ein paar Besorgungen, ein paar Kabelbinder hier, ein paar Schrauben da, 2h für die Hitzeschutzbleche zwischen Kabelbaum und Auspuff (passte irgendwie nicht mehr so wie zuvor), und noch flugs den Fahrerhausbügel abgebaut, schon war der Tag rum.

Eine andere Baustelle ist der Hilfsrahmen für meine Wohnkabine. Ich hatte ja hier im Forum mal danach gefragt und auch nette Tipps bekommen. Ich habe zwar einige nette Leute kennengelernt, aber ich bin noch nicht wirklich weiter (zumal ich den Weg nach Hamburg mangels fahrbereitem Auto scheue). Naja, die Aufbaurichtlinien hatte ich mir mal als Bettlektüre vorgenommen.

Heute war der Chef von Alu4x4 da und hat ganz fix alles vermessen. Wir haben auch einen einfachen Verschränkungstest gemacht, indem wir mit dem Stapler ein Hinterrad anhoben. Die Längsrahmen vom (nackigen) Steyr verziehen sich dabei relativ zueinander um nicht mehr als 6cm! Das bischen Verwindung spricht meiner Meinung nach ganz klar für eine Federlagerung.

Etwas problematisch ist die Montagehöhe meiner Originaltanks und des Luftfilters. Die Bodenplatte würde sich vorne außen um ca. 12cm pro Seite bewegen. Damit sie nicht an den Tanks anstösst, muss sie 26cm über den Längsträgern liegen, und damit ca. 150cm vom Boden entfernt (mit 14.00R20 Rädern). Bei 2.20m Aufbauhöhe wird das Auto dann 3.70m hoch! Niedriger ginge es nur mit Ausschnitten im Koffer, worauf ich aber keine Lust habe. Die Längsträger werden wohl 160mm hoch, darauf die Querträger mit 100mm (alles U-Profile). Der Reserveradträger soll hinten in die Längsträger integriert werden.

Soweit die Theorie, praktisch warte ich seit Wochen auf die Lackierung meines leergeräumten Fahrerhauses...Vielleicht habe ich ja auch einen Vogel, z.B. so einen Fischreiher, wie er Sonntag vor der Haustür wartete:
27072013708.jpg
Zuletzt geändert von Oschi am 2013-08-02 22:07:24, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#27 Beitrag von frizzz » 2013-07-29 19:45:02

Andere Verzinkerei suchen.....die legen Kleinteile oft ins bereits erkaltete Zinkbad, dann gibts die Tropfen

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#28 Beitrag von Oschi » 2013-08-01 23:16:13

frizzz hat geschrieben:Andere Verzinkerei suchen.....die legen Kleinteile oft ins bereits erkaltete Zinkbad, dann gibts die Tropfen
hatte heute ein längeres gespräch mit meinem lieblingsschlosser zum thema rostschutz per verzinken / lackieren / pulverbeschichten. Danach gilt lieber unschön verzinkt als schlecht beschichtet. Und bei einem ordentlichen lackaufbau weiss man immer was man hat. Beim steyr weiss ich inzwischen auch, dass der antriebstrang nicht ordentlich, d.h. zu dünn lackiert wurde. Hab zur zeit alle hände zu tun mit nacharbeiten, da sich am verteilergetriebe schon wieder rost zeigt!? Mann, wenn man nicht alles selber macht, grrr! Jetzt muss ich nochmal abbürsten, fertanisieren, kärchern, lackieren. Scheint sich zu empfehlen, dass ich mein fahrerhaus wohl selber lackiere(n muss). Kein bock auf pfusch. Naja, rückschläge machen den champion ;-)

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#29 Beitrag von tonnar » 2013-08-01 23:52:04

Wie Frizzz schob schrieb, solltest du mal ein ernstes Wort mit der Verzinkerei reden oder wechseln. Da gibt´s riesige Qualitätsunterschiede. Als wir unsere Bodengruppe vom Verzinken abgeholt haben, konnte man die Nasen und Grate an einer Hand abzählen. Super Ergebnis für so ein großes Teil mit zahlreichen Löchern und Kanten.
Ich kann mir aber leider die Frage nicht verkneifen, was du mit dem Laster vor hast? Einmal durch den Busch und ein paar Kilometer Schotterpiste und du wirst garantiert Kratzer und Schadstellen finden.
Nichts ist für die Ewigkeit!

Grüße...

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Re: Umbaudoku Oschi: Steyr 12M18

#30 Beitrag von ClausLa » 2013-08-02 8:57:29

Moin,
ein Teufelskreis....

Der Kunde akzeptiert mangelhafte Arbeit, anstatt zu reklamieren, warum sollte der Verzinker bessere Qualität liefern?

Mein Nachbar ist Schlosser, baut Geländer, Mülltonnenhäuschen, Zäune etc.
Jedesmal, wenn er von der Verzinkerei zurückkommt, schimpft er über mangelhafte Qualität, da werden Teile zurückgeliefert, die ich dem Verzinker um die Ohren hauen würde...

Versaute Oberflächen, die aussehen wie gesandet, Tropfnasen an jedem Teil, Fehlstellen usw.
Auf die Frage, warum er es überhaupt so annimmt, kommt dann, weil er sowieso schon spät dran sei (und arbeitet dann teils Stunden nach :wack: )

Gruß Claus

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