Bau eines wassergekühlten Batterieladegenerators

alles, was nicht in die übrigen Technik-Kategorien passt

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egn
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#1 Beitrag von egn » 2006-10-23 12:04:43

Hallo,

ich bin momentan auf der Suche nach Komponenten für den Bau eines kleinen Batterieladegenerators ähnlich den Geräten von Fischer-Panda nur viel einfacher.

Bestehen soll das Teil aus einem wassergekühlten Kleindieselmotor mit mindestens 3 KW Dauerleistung und einer 28 V Lichtmaschine, nach Möglichkeit ebenfalls wassergekühlt.

Momentan gibts als Alternativen folgende Motoren:
Bukh-Farymann 18W
Kubota EA300

Bei den Lichtmaschinen habe ich bisher keine wassergekühlte 28 V Version mit mindestens 100 A gefunden.

Wer kennt weitere geeignete Komponenten?

Danke,
Gruß Emil

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Zem
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#2 Beitrag von Zem » 2006-10-23 13:58:36

Kurze zwuschenfrage, willst du dir ein Mini BHKW bauen? oder was hast du mit dem ganzen heißen wasser vor?

gruß
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Mogros
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#3 Beitrag von Mogros » 2006-10-23 14:26:45

Hallo Zem
Kurze zwischenfrage, willst du dir ein Mini BHKW bauen? oder was hast du mit dem ganzen heißen wasser vor?
Auch wenn ich Emils Pläne nicht genau kenne hier doch mal paar Punkte, welche für einen wassergekühlten Batterieladegenerator sprechen:
- Die Abwärme des Generators kann zur Erzeugung von Heisswasser (Boiler, Heizung) verwendet werden.
- Im Gegensatz zu einem lüftgekühlten System kann ein wassergekühltes komplett gekapselt werden, ist also viel leiser.

Emil orientiert sich ja IMHO auch Richtung Osten (Sibirien) und für diesen Fall hätte er so doch einiges an Redundanz in seinem Fhz bezüglich Stromerzeugung und Heizung und zusätzlich ist es ein weiterer Schritt in Richtung 1-Brennstoff-Konzept (Imgegensatz zu Truma und Co.). Er will ja IMHO einiges über Strom betreiben (Kochherd)... wenn ich dies denn noch richtig im Kopf habe... ist halt eine Alternative (oder Ergänzung) zu Joe's Batteriebank-Lösung.

Zumindest wären dies die Gründe, welche für mich zählen würden.

Gruss
Chrigu

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Zem
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#4 Beitrag von Zem » 2006-10-23 15:11:31

@Mogros: Sach ich doch, Ein Mini BHKW halt! :cool:

Ich denk ja auch über sowas nach, allerdings mit einem vorhandenen Benzin Aggi als Generator, und meinem alten Taurus motor als Kraftquelle.

Warmluft könnte man da auch abzeigen, die Maschine hat ja schließlich ne zwangskühlung. Das ganze in eine Lärmresistente Kabine, und am Auspuffkrümmer nochmal einen Afterburner für die Luft montiert. :)


gruß


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#5 Beitrag von Joe » 2006-10-23 16:16:33

Hallo Emil und andere,

Emil will einen wassergekühlten Motor verwenden, da sein KAT luftgekühlt ist. Damit baut er dann sein Mini-BHKW. So ist das halt, wenn man "lärmgekühlt" ist!:D:unwuerdig:

@Emil: Leider kann ich dir nicht 100%-ig passend antworten, aber ich habe vor 2 Monaten bei Ebay zugeschlagen: Hatz 24V Dieselgenerator 70A oder so mit E-Start, geräuschgekapselt = 68dBA in 7 m, leider luftgekühlt! Kommt von den Daten nicht mit SEV oder Panda mit, aber kostet dafür je nach Glück bei Ebay eben auch nur 5 - 10% von obigen Produkten. Ist SACKSCHWER, 150 kg!! :wack:
Habe seitdem in Ebay keinen mehr mit E-Start gefunden, aber mit Geduld .... . Befürchte allerdings, dass das für dich und deine Ansprüche an die optimale Lösung keine Alternative ist.

Drückt mir die Daumen, dass ich ihn noch vor der nächsten Saison reinbekomme!
Zuletzt geändert von Joe am 2006-10-23 16:17:42, insgesamt 1-mal geändert.
Mit lieben Grüßen von der Nahe
Joe

Die "private" Seite ist unter www.gertenbach.mobi zu finden.

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#6 Beitrag von egn » 2006-10-23 16:50:07

Mogros hat genau meine Beweggründe geschrieben. Dem ist praktisch nichts mehr hinzu zu fügen. :-)

Einen Generator brauche ich sowieso. Wenn dieser gleichzeitig auch noch die Heizung mit übernehmen kann umso besser. Bisher war die Überlegung einen wassergekühlten 230 V Generator zu verwenden. Aber das Problem dabei ist dass damit eine Menge Energie (20-30 %) in den Batterieladegeräten verbraten wird. Mit 230 V direkt kann ich nichts anfangen da die 230 V Versorgung vollständig über die Wechselrichter realisiert ist.

Deshalb meine Überlegung hier eines einfachen Kleindieselladegenerators bestehend aus einem wassergekühlten Dieselmotor und einer Standardlichtmaschine mit Sterlingregler. Das sollte zum halben Preis eines Fischer-Panda realisierbar sein. Ganz nebenbei wiegt diese Lösung wahrscheinlich nur knapp 50 kg.

Ein luftgekühlter Motor kommt auch deswegen nicht in Frage da der einzig verfügbare Einbauplatz bei meinem Fahrzeug der Motorraum ist. Ohne aufwändige zusätzliche Belüftung würde ein luftgekühlter Generator zumindest im Sommer dort den Hitzetot sterben.

Ein zuätzliches Plus einer Lösung mit wassergekühltem Generator ist dass in Verbindung mit der Wärmepumpe in der Klimaanlage die Hälfte des Diesels gegenüber einer reinen Dieselheizung beim Heizen eingespart werden. Dies verlängert nicht nur die Aufenthaltszeit bei verfügbarem Tankvolumen, es spart bei den heutigen Treibstoffpreisen auch eine Menge Geld.

Gruß,
Emil
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#7 Beitrag von kochy25 » 2006-10-23 22:46:26

egn hat geschrieben:Dies verlängert nicht nur die Aufenthaltszeit bei verfügbarem Tankvolumen, es spart bei den heutigen Treibstoffpreisen auch eine Menge Geld.
Der ist Gut, Sein KAT verbraucht sage und schreibe sicherlich 30 liter Pro Stunde unter Vollast und dann meckert er über 1 - 2 liter die so ein Hatz diesel so verbraucht. Mit so ner Rütelplatte kann mann den ganzen tach lang mit 5 Litern Diesel dem Nachbarn ganz schön auf den Keks gehen. Das sind fast 8 Stunden Spaß für weniger als 10 Euro., Da sind jede 100 KM fahrt teuere erkauft. :walkman:
Ist nicht ganz ernst gemeint aber beim spritverbrauch kommts bei dem auto auf nen halben liter mehr oder weniger auch nicht mehr an.

Marco
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#8 Beitrag von osterlitz » 2006-10-24 1:04:02

Es wird sich unter Umständen kaum lohnen, eine teure wassergekühlte LiMa zu holen, wenn eine normale aus dem LKW mit Flügelrad sich selbst belüften kann. Die Masse an Abwärme schafft eh der Motor..

Ausserdem wirst du ja nicht immer Wärme per Wasser abnehmen können, also kommst du vermutlich eh nicht um einen zwangsbelüfteten Kühler herum. dazu kommt noch die Wasserpumpe für die Umwälzung, die bringt der wassergekühlte Motor hoffentlich mit.

Hat jemand schon mal über eine kombinierte Lösung 230V/28V nachgedacht? Könnte ein Regler für eine Drehstromlima mit den 230V-Spulen zusammenwirken? Ist ja (naiv gefragt) beides erstmal dreiphasig... ein Generator mit 2 Reglern, ginge das?

Wenn das ganze frostsicher werden soll, musst du auch noch einen Wärmetauscher vorsehen.

Hast du schon mal bei Lombardhini gesucht? Die haben auch interessante Motoren.

Wie soll denn die Drehzahlregelung laufen? Hast du da schon Komponenten?

Die Idee finde ich klasse, man schlägt damit doch einige Fliegen..

Grüße,
Stefan
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#9 Beitrag von egn » 2006-10-24 7:34:05

kochy25 hat geschrieben:Ist nicht ganz ernst gemeint aber beim spritverbrauch kommts bei dem auto auf nen halben liter mehr oder weniger auch nicht mehr an.
Wenn wir nur Urlaubsreisen machen und dabei km fressen würden dann gebe ich Dir vollkommen recht. Wir wollen in dem Fahrzeug aber über viele Jahre leben, auch länger in Gegenden und zu Zeiten wo eine Heizung ständig eingeschaltet sein muss. Da muss der Generator sowieso jeden Tag mindestens eine Stunde laufen.

Warum sollte man dann die Abwärme des Generators nicht nutzen?

Davon abgesehen ist der Generator auch Teil des Redundanzkonzeptes. Wenn die Webasto ausfällt hat man dann immer noch den Generator für die Heizung zur Verfügung. Man könnte natürlich auch eine zweite Heizung einbauen. Dies wäre aber auch nicht viel billiger als der Aufpreis von einem luftgekühlten auf einen wassergekühlten Generator.

Und da wir nicht km fressen sondern eher gemächlich unterwegs sein wollen macht der Verbrauch für die Stromerzeugung und die Heizung schon 10-20 % des Treibstoffverbrauches aus. Bei Treibstoffkosten von 5000-10000 Euro/Jahr ist das doch nicht unerheblich. Und die Treibstoffkosten werden auf Dauer nicht sinken. :(

Es sind sicherlich keine riesen Beträge die man hier spart. Aber jeder Euro der an diesem Punkt gespart werden kann kann man wieder für andere Dinge ausgeben.

@osterlitz:
Wenn man keine wassergekühlte LiMa verwendet hat man Probleme beim der Schalldämmung. Eine externen thermostatgesteuerten Kühler brauche ich auf jeden Fall.

Bei den günstigen Preisen für Wechselrichter ist eine kombinierte Lösung kaum rentabel. Und wenn dann bräuchtest Du zwei verschiedene Generatoren am Motor. Und natürlich braucht man einen Wärmetauscher. Du kannst das Schema hier sehen.

Der kleinste wassergekühlte Lombardini LDW 502 hat schon zuviel Leistung.

Da man ja eine Gleichstromlichtmaschine antreibt ist keine bestimmte Drehzahl nötig. Man wird deshalb die Drehzahl wählen wo der Verbrauch optimal ist. Beim Farymann ist das so in dem Bereich 2.200-2.500 U/min. Die Drehzahl wird normalerweise über einen Fliehkraftregler eingestellt. Beim Farymann kann man entweder eine feste Drehzahl einstellen oder diese über einen Bautenzug varieren. Letzteres hat den Vorteil dass man auf größerer Höhe wo die Leistung des Motors nachlässt eine höhere Drehzahl mit mehr Leistung verwenden kann. Es macht natürlich wenig Sinn den Generator solange laufen zu lassen bis die Batterien voll sind. Man kann den Batteriecomputer dazu verwenden den Generator automatisch abzuschalten wenn eine gewisse Zeit die Ladeschlussspannung erreicht wurde.
Gruß Emil

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#10 Beitrag von egn » 2006-10-25 9:36:48

Ich habe heute die Kennlinie einer 180 A Lichtmaschine erhalten. Aus dieser geht hervor dass diese Drehstromlichtmaschinen nur einen Wirkungsgrad von 50 % haben. :(

Das bedeutet einmal dass die Verluste bei der Stromerzeugung mit der Lichtmaschine ob jetzt Generator oder Motor wenig effizient ist. Und zum anderen dass man ohne Wasserkühlung erhebliche Probleme bekommt da man die elektrische Leistung die man abnimmt quasi auch noch als Wärme irgendwie abführen muss.

Ich dachte immer dass die modernen Drehstromlichtmaschinen einen höheren Wirkungsgrad haben.

Vielleicht muss ich doch in den saueren Apfel beissen und doch einen Fischer-Panda mit Permanentmagnet-Generator kaufen. :(
Gruß Emil

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#11 Beitrag von egn » 2006-10-25 15:06:21

Ich habe ja im alten Forum schon mal was zu den sogenannten APUs geschrieben. Diese Geräte wären eigentlich fast ideal für die autarke Versorgung von Wohnmobilen da sie neben Batterieladung auch Kühlung und Heizung im Stand liefern. Ich hatte bisher in Europa nichts gefunden und die Geräte aus den USA sind alle auf 12 V ausgelegt.

Jetzt bin ich per Zufall auf die Webseite http://www.eco-wind.it/ gestossen. Wegen der geringen Ladeleistung (max. 40 A/28 V) ist das zwar nichts für mich aber vielleicht ist es für den einen oder anderen interessant. Mein Lombardini-Kontaktmann hat mir allerdings gesagt dass das Teil derzeit nur direkt in Italien zu beschaffen ist.
Gruß Emil

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#12 Beitrag von scynet » 2006-10-25 15:33:17

Den kannst auch selbst bauen, dann auch Wassergekühlt:
www.otherpower.com
Wer zwei Röcke hat gebe dem einen,
der einen hat, auf dass der auch zwei
habe.

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Pirx
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#13 Beitrag von Pirx » 2006-10-25 20:08:23

egn hat geschrieben:Ich habe ja im alten Forum schon mal was zu den sogenannten APUs geschrieben. Diese Geräte wären eigentlich fast ideal für die autarke Versorgung von Wohnmobilen da sie neben Batterieladung auch Kühlung und Heizung im Stand liefern. Ich hatte bisher in Europa nichts gefunden und die Geräte aus den USA sind alle auf 12 V ausgelegt.
Hallo Egon,

auf der diesjährigen Nutzfahrzeug-IAA gabs auch einiges zum Thema APU's für LKW zu sehen. Die sollten auch für 24 Volt zu bekommen sein.

Leider waren APU's nicht mein Hauptinteressengebiet beim Durchstreifen der Messe, daher kann ich mich nur noch an den Eberspächer- oder Webasto-Stand mit entsprechendem Angebot erinnern. Es gab aber noch mehr Anbieter.

Pirx
Der mit der Zweigangachse: 15 Vorwärtsgänge, 3 Rückwärtsgänge, Split, Schnellgang, Differentialsperre
---
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Ein Unimog-Fahrer.

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#14 Beitrag von ilja » 2006-10-25 20:42:42

Hallo egn,

meine Eltern haben auf dem Boot einen Fischer-Panda. Der ist bislang gut gelaufen, geräuschmässig durch seine Kapselung recht leise und sehr kompakt. Motor und Generator wassergekühlt (2-Kreis wg Salzwasser, im LKW reicht Einkreis).
Ob nun ein Ladegenerator oder 230 V mit Ladegerät (auf für "Landstrom" nutzbar und somit vorhanden) musst Du wissen, ich würde den Generator auf die Verbraucher ausrichten: viel 230V Verbraucher->Generator auch 230V.

Tip: Auf den Bootsmessen gibts recht viel Rabatt, z.B. im Januar in Düsseldorf.

Schöne Grüße, Ilja.

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#15 Beitrag von DieGrüneKuh » 2006-10-26 0:39:40

Moin,
wie sieht es denn mit einer Brennstoffzelle für die Stromversorgung aus, ist das eventuell sogar mit APU gemeint? Mit kleiner Leistung gibt es die ja schon für Camping und Caravan. Allerdings noch ziemlich teuer bzw. zu teuer?
Gruß Stefan

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#16 Beitrag von egn » 2006-10-26 6:25:45

Brennstoffzelle käme nur in Frage wenn sie mit Diesel betrieben werden kann. Sowas wird es in 1-2 Jahren von Webasto geben. Die deutschen Hersteller investieren anscheinend ausschliesslich in die Bz-APU.

http://www.webasto.de/press/de/press_product_5905.html
http://www.staxerafuelcells.de/?Startseite

Die heute verfügbaren Bz haben die folgenden Nachteile:
- hohe Anschaffungskosten für die Leistung
- hohe Betriebskosten (3-5 €/kWh)
- Treibstoff nur vom Hersteller
- Lebensdauer etwa 5000 h (200-250 Tage bei 24 h Betrieb)
- Methanoldämpfe im Fahrzeug hoch giftig
- frostgefährdet
- Betriebstemperatur eingeschränkt (max. 40° C)
- keine temperaturkompensierte IUoU-Ladung
- Brennstoff nicht überall verfügbar
- Verbrauch bei 100 Ah/Tag etwa 1,3 l Methanol/Tag
- Platzbedarf für Treibstoffvorrat
- Tankpatronen sind Abfall
Zuletzt geändert von egn am 2006-10-26 6:34:08, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Emil

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#17 Beitrag von Ananda » 2006-10-26 17:46:26

@ egn

die miese Kennlinie der Limas ist schuld an deren schlechtem Wirkungsgrad. Es gibt aber Generatorregler die aus der Lima ein wares Kraftwerk machen sollen. Die Ladezeiten werden so um die 40% verkürzt (muß ich noch mal nachlesen). Leider sind die Dinger nicht ganz billig und ich habe sie auch noch nicht getestet, kommt aber bei mir in die engere Wahl. Hier mal ein Link zu einer Info, wobei es da sicher noch weitere Anbieter gibt.

Grüße aus der Hallertau

Ananda

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#18 Beitrag von egn » 2006-10-27 7:27:31

Nein, die Kennline ist nicht schuld am schlechten Wirkungsgrad sondern der Aufbau der gängigen Niederspannungsdrehstromlichtmaschinen.

Der Regler hat nur einen Einfluss darauf bis zu welcher Spannung geladen wird. Bis 14/28 V bietet ein Hochleistungsregler keinerlei Vorteile bei der Ladung der Batterien gegenüber einem Standardregler. Die Verkürzung der Ladezeit findet dadurch statt dass durch die höhere Ladespannung auch weiterhin ein hoher Ladestrom fliesst während beim Standardregler mit dem erreichen von 14/28 V automatisch der Ladestrom abnimmt.

Eine Verbesserung des Wirkungsgrades erreicht man nur wenn z.B. ein Permanentmagnetgenerator verwendet wird. Diese erreichen Wirkungsgrade deutlich über 90 %. Leider hat der höhere Wirkungsgrad auch zur Folge dass die Kosten wesentlich höher sind.
Zuletzt geändert von egn am 2006-10-31 8:10:30, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Emil

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#19 Beitrag von Alexander » 2006-10-27 22:41:11

Hallo egn

habe auch so einen "Hochleistungsregler" und mal eine Frage

Als Nichtelektriker habe ich verstanden, daß die Leistung der Lichtmaschine durch den höheren Ladestrom voll ausgeschöpft wird.

Ich habe zwar bisher keine Probleme aber habe immer Bedenken, daß die Lichtmaschine irgendwie "überfordert" wird durch die hohe Leistung und Langfristig den Hitzetod stirbt.
Ich Lade jetzt ja nicht nur die Fahrzeugbatterien sondern noch mal 400Ah/24V. Ich habe so die Vorstellung dass die Lichtmaschine garnicht für so langen Betrieb bei maximaler Leistung gedacht ist?

Gruß
Alexander

Edit:
Ist ja eigentlich nicht Thema - passte aber gerade so gut :angel:
Zuletzt geändert von Alexander am 2006-10-27 22:53:23, insgesamt 1-mal geändert.

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#20 Beitrag von egn » 2006-10-30 11:49:32

Alexander hat geschrieben:Als Nichtelektriker habe ich verstanden, daß die Leistung der Lichtmaschine durch den höheren Ladestrom voll ausgeschöpft wird.
Wie ich oben schon schrieb wirkt sich ein Hochleistungsregler wie z.B. der Sterling erst bei Spannungen oberhalb der 14/28 V aus. Vorher bestimmt im wesentlichen der Batterietyp und die dicke der Verkabelung den Strom der fliesst und damit die abgeforderte Leistung. Deshalb ist es unbedingt wichtig bei größeren Batterien die man schnell volladen will einen dicken Querschnitt zu verlegen damit kein zu hoher Spannungsabfall vorhanden ist. Bei Deiner Kapazität und entsprechend der Leitungslänge sollten es schon 50-70 qmm sein.
Ich habe zwar bisher keine Probleme aber habe immer Bedenken, daß die Lichtmaschine irgendwie "überfordert" wird durch die hohe Leistung und Langfristig den Hitzetod stirbt.
Normalerweise verhindert der Standardregler dass die Lichtmaschine überhitzt. Der Regler aht eine eingebaute Temperaturkompensation die dazu führt dass die Spannung und damit der Strom der in die Batterie fliesst sinkt. Dies merkt man z.B. daran dass nach dem Starten eines Fahrzeugs mit kalter Lichtmaschine erstmal in eine leere Batterie 10-20 % mehr Strom fliesst als der Nennleistung entspricht. Nach ein paar Minuten reduziert sich das aber in der Regel auf die Nennleistung und je nach Kühlung auch darunter.

Wird ein Hochleistungsregler verwendet dann sollte man darauf achten dass dieser Hochleistungsregler entweder die Temperatur der Lichtmaschine überwacht und gegebenenfalls zurückregelt oder sich gar ganz abschaltet.

Oder es ist z.B. wie beim A2B-Wandler von Sterling so dass die Temperaturkompensation des Standardreglers über die abgegebene Spannung die Leistung des Hochleistungsreglers regelt. Beim A2B-Regler funktioniert das so dass er der Lichtmaschine nur soviel Leistung abfordert dass die Spannung an der Lichtmaschine nicht unter 13,2 V sinkt. Wird die Lichtmaschine zu heiss dann regelt der Standardregler soweit runter bis sich ein Gelichgewicht ergibt. Zusätzlich hat der A2B-lader auch noch einen Temperaturfühler für die Lichtmaschine. Steigt die Temperatur über 90° C so wird der A2B-Lader deaktiviert.
Ich Lade jetzt ja nicht nur die Fahrzeugbatterien sondern noch mal 400Ah/24V. Ich habe so die Vorstellung dass die Lichtmaschine garnicht für so langen Betrieb bei maximaler Leistung gedacht ist?
Es ist klar dass die Lichtmaschine je nach Belastung eine kürzere Lebensdauer hat. Allerdings solltest Du auch bedenken dass wir mit unseren Wohnmobilen auch nicht soviele km unterwegs sind wie kommerzielle Fahrzeuge. Dies sollte die Mehrbelastung einigermaßen ausgleichen.
Gruß Emil

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#21 Beitrag von Alexander » 2006-10-30 23:56:40

Hallo egn,

vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Habe einen Regler der Fa. Agtar, ob der die Temperatur der Lichtmaschine überwacht werde ich mal überprüfen, jedenfals wurde der normale Regler abgeklemmt.
Ich weiß nur von einem Fühler für die Temperatur der Batterien.

Deine Aussage, dass solche "Tuning Aktionen" zu laßten der Lebensdauer gehen finde ich plausibel.
Immer wenn etwas nur Vorteile hat werde ich halt mistrauische.


Gruß

Alexander

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#22 Beitrag von egn » 2006-10-31 8:05:07

egn hat geschrieben:Der kleinste wassergekühlte Lombardini LDW 502 hat schon zuviel Leistung.
Ich habe mich jetzt nochmal mit den Lombardini Leuten unterhalten. Sie würden mir den LDW 702 für den Einsatzzweck empfehlen. Den LDW 502 ist eigentlich für diese Kleinfahrzeug gedacht. Preislich liegt der LDW702 nur etwa 500 Euro höher als der Farymann und hat auch einen 24 V Anlasser.

Der LDW 702 hat natürlich eine sehr hohe Leistung. Auf der anderen Seite muss man bedenken, dass der Motor auf 5000 m Höhe betrieben nur noch die Hälfte der Leistung hat (1 % weniger pro 100 m Höhe) und eine normale Lichtmaschine mit 150 A und nur etwa 50 % Wirkungsgrad eine Antriebsleistung von ca. 8 KW benötigt.

Bezüglich der Lichtmaschine prüfe ich derzeit noch eine Alternative mit einem Permanentmagnet-Generator so wie er z.B. in kleinen Windkraftwerken verwendet wird. Diese erzeugen Drehstrom mit einem Wirkungsgrad von über 90 %, der mit einem Brückengleichrichter zu Gleichstrom wird. Dann braucht man nur noch einen Laderegler. Auch hier gibt es Komponenten aus dem Windradbau.

Damit könnte man problemlos aus dem LDW702 auch in 5000 m Höhe eine Ladeleistung von 28V/200A rausholen und ansonsten den Motor bei einer Drehzahl im Bereich von 2000-2500 U/min laufen lassen. Hier braucht der am wenigsten Sprit und der Verschleiss ist gering.
Zuletzt geändert von egn am 2006-11-03 6:51:44, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Emil

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#23 Beitrag von egn » 2006-10-31 8:07:58

Alexander hat geschrieben:Habe einen Regler der Fa. Agtar, ob der die Temperatur der Lichtmaschine überwacht werde ich mal überprüfen, jedenfals wurde der normale Regler abgeklemmt.
Ich weiß nur von einem Fühler für die Temperatur der Batterien.
Dass der Agtar-Regler auf die Lebensdauer der Lichtmaschine wird in deren Handbuch irgendwo geschrieben. Es wird sogar empfohlen beim Einbau gleich eine gebrauchte Lichtmaschine durch eine neue zu ersetzen.
Gruß Emil

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#24 Beitrag von osterlitz » 2006-10-31 12:08:43

28V/200A
Gemäß der alten Regel von 1/10 Batteriekapazität kannst du dann ja immer noch 2000Ah Batterien laden!

Wird das Ding grade nicht etwas überdimensioniert?

Grüße,
Stefan
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#25 Beitrag von egn » 2006-10-31 13:26:59

osterlitz hat geschrieben:Gemäß der alten Regel von 1/10 Batteriekapazität kannst du dann ja immer noch 2000Ah Batterien laden!
Die Hersteller von Batterien machen in der Regel Vorgaben für den Ladestrom von 10-30 % der Batteriekapazität. Da ich rund 800 Ah habe liegt das durchaus im sinnvollen Bereich. Die Laufzeit des Generators soll ja auch so kurz wie möglich sein. Dies reduziert den Verschleiss, reduziert die Häufigkeit der Wartungen, Zeitdauer des Lärms, usw.

Mein Ziel ist es den Generator maximal 1 Std pro Tag laufen zu lassen um den durchschnittlichen Tagesverbrauch zu decken, vielleicht auch nur alle paar Tage.

Das gleiche gilt übrigens auch für das Laden mit dem Motor.
Wird das Ding grade nicht etwas überdimensioniert?
Du hast recht, es ist sicher überdimensioniert. Aber wenn sich die Kosten sich nicht wesentlich erhöhen und auch andere Vorteile dabei rausspringen dann nehme ich das in Kauf.
Gruß Emil

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#26 Beitrag von JStefan » 2006-11-02 18:29:39

Aber wenn sich die Kosten sich nicht wesentlich erhöhen und auch andere Vorteile dabei rausspringen dann nehme ich das in Kauf
und da es mir dito geht, schliesse ich mich emil bedenkenlos an ;)
LG Stefan
Zuletzt geändert von JStefan am 2006-11-02 18:31:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Bau eines wassergekühlten Batterieladegenerators / Piaggio-M

#27 Beitrag von Kraftsport » 2016-12-29 12:50:15

Hallo,

ich baue mir bald ein BHKW aus einem Piaggio-LEADER-Motor.
Der Motor ist wassergekühlt, hat 125ccm und ist als Benziner relativ leise.
Für Piaggio gibt es viele Tuning-Teile und Ersatzteile und der Motor ist
vernünftig konstruiert, hat im Gegensatz zu vielen Aggregaten einen Ölfilter,
eine Steuerkette für die kleine obenliegende Nockenwelle, 4 Ventile und kann
relativ hoch drehen, was aber nicht ausgereizt wird, sodass er lange halten
wird. So 3000rpm wird die Arbeitsdrehzahl sein, man wird 2-3kW von ihm
abverlangen, oder weniger, wenn die Batterien relativ voll sind, und man
mit dem Laptop im LKW sitzt und sich an der Abwärme des Motors im Herbst
laben will.
Der Motor hat eine Wasserpumpe und Wasserkühlung weil man bei Plaste-Rollern
anders die Wärme nicht wegbekommt. Wasserkühlung sorgt für BHKW-Tauglichkeit
und dämpft Lärm. Die Rollerschwinge hat einen Keilriemen, der Motor eine Riemen-
scheibe und die Schleifkupplung ist an der Abtriebsseite vom Hinterradgetriebe, das
keiner braucht.
Also Hinterradgetriebe ausbauen, und entlang der Schwinge 1-2 Lichtmaschinen
einbauen. Der Riemen vom Motor kann die erste Lichtmaschine treiben, die
soll eine doppelte Riemenscheibe haben und kann die 2. Lichtmaschine treiben.
Interessant wäre es noch, einen Klimakompressor mit Magnetkupplung aus einem
PKW mit anzutreiben, denn so kann man mit viel Auswand noch eine Klima-Anlage
mit Heiz- und Kühlbetrieb realisieren, was aber wirklich viel Arbeit macht, aber
einen sehr guten Wirkungsgrad im Sibirienbetrieb (Benziner startet auch bei -60C)
bringt.
Die Schwinge ist, weil sie massiv gebaut ist ein sehr gutes schwingungsarmes
Maschinenbett und sie besteht aus Alu-Legierung und daher kann man auch leicht
Einschnitte und Fräsungen anbringen.
Aufgehängt wird das an der Hauptständer-Befestigung und den Befestigungspunkten
zum Rollerrahmen hin.
Gegen Körperschall wird man Silentblöcke (Gummi-Metall-Lager) oder was besseres
brauchen.
Wichtig ist schwingende Lagerung und dass alle Teile an der Schwinge solide befestigt
sind. Alles soll nach Möglichkeit Wasserkühlung haben. So braucht man keine Lüftung,
und kann eine dichte Lärmkapsel bauen. Auch die Ansaugluft und die Abgasführung soll
man nach oben verlegen, damit das Aggregat bei einer Flussdurchfahrt gefahrlos getaucht
werden kann!
Die Lichtmaschine in Wassergekühlt habe ich bisher nur von Bosch in 12V, verbaut in
VW/Audi, BMW 7er und Mercedes E-Klasse gesehen.
Sowas gibts in 24/28V nur für Militäreinsatz, z.B. von Jenoptik. Ich glaube, dass man
nicht nach dem Preis fragen soll :D
Dann wird das ganze an einen Rahmen gebaut, der wieder mit Silentblöcken am LKW-
Koffer oder am Rahmen befestigt wird.
Steinwolle und Alubleche machen einen schallgedämmten Kasten draus. Ideal wäre innen
Alu-Lochblech, Steinwolle, Alu-Massivblech für aussen.
Das Lochblech wirkt als Helmholz-Resonator und kann Schall schlucken mit der Steinwolle.

Regelung:
Der Gaszug (Vergaser oder Drosselklappenteil, falls man einen Motor mit Einspritzung -
Nachfolger vom LEADER-Motor hat) wird von einem Fernsteuerservo bewegt, und die Lichtmaschine bekommt möglichst einen externen Regler. Notfalls wird das ganze von Hand gefahren:
Ein Poti steuert über ein Schaltnetzteil / Tiefsetzsteller mit relativ dickem Elko 2200uF/63V am Ausgang die Feldwicklung (Mehr Strom an der Feldwicklung ist mehr Ladestrom und mehr Schleppmoment
am Motor)
Ein Poti-Knopf mit einem PWM-Generator, z.B. mit IC NE555 steuert den Servo, der am
Seilzug der Drosselklappe zieht.
So kann man etwas Gas vorgeben mit dem PWM-Steller und dann mit dem Strom durch die
Feldwicklung den Motor belasten, sodass er nicht abstirbt aber man Ladestrom bekommt.
Ein normaler Lichtmaschinenregler könnte je nach Drehzahlverhältnis den kleinen Motor bei
leeren Batterien niederknüppeln, wenn man eine dicke Lichtmaschine verbaut.
Will man nur etwas warm haben und langsam laden, und die Nachbarn auf der Strasse oder nem
Campingplatz nicht nerven, stellt man den Motor auf gehobenen Leerlauf (ca. 2000 rpm) ein.
Die Lichtmaschine wird bei 2000 rpm schon genug Strom machen, wenn man die Feldwicklung
ordentlich bestromt, und wenn das Schleppmoment zu grosz wird, dann stirbt der kleine Motor
ab, also zuerst von Hand regeln, und später einem Arduino-Microcontroller die Macht über das PWM-
Signal und die Feldwicklung geben. Dann kann man einen Temperatur-Fühler an die Akkus machen,
die Ladespannung und den Strom über einen Shunt messen, und eine menge schlauer Programme
schreiben, welche die Anlage optimal fahren. Drehzahl misst man über einige Windungen, die man
auf dem Eisenkern der Zündspule wickelt. Die Kühlwassertemperatur misst man über einen NTC-
Widerstand. Hier kann man, wenn man vorsichtig ist, den vorhandenen Sensor am Motor nehmen,
aber man muss aufs Motorsteuergerät Rücksicht nehmen, und darf nur Spannungen messen und
niemals irgendwo Strom einspeisen.
Ein Wahlschalter "Leise", "Mittel", "Power" sagt dem Controller worauf es gerade ankommt. Und die Kühlwassertemperatur kann man benutzen und man bekommt ein je nach Software Wärmegeführtes oder Stromgeführtes oder Michform davon BHKW. Am besten auch mit zum Wahlschalter.

Handsteuerung ist erstmal einfacher und besser zum lernen. Ich glaube es ist erstmal besser
als Anlagenfahrer zu lernen, wie das Aggregat tickt, als Monatelang irgendwelche tolle Software
zu schreiben.
Noch ein Vorteil zum Benzinaggregat von der Stange: Es gibt Elektrostart. Wer mag bastelt sich eine
Startautomatik in die Software oder hat einfach einen Taster an der Instrumententafel.

Nochwas:
Falls es eine Wegfahrsperre im Roller gibt, braucht man den roten
Schlüssel und die Transponderspule vom Zündschloss.
Man nimmt eine Frischhaltedose und packt die Transponderspule und
den Schlüssel rein. Die Transponderspule ist ein Ring der um das Zuendschloss gelegt ist,
und über Kabel mit dem Zündsteuergerät / CDI - Kondensatorzündung verbunden ist.
Das ganze zusammen tapen, damit der Motor auch startet. Alternativ kann man ein neues Zündsteuergerät basteln und da auch die intelligente Aggregate-Steuerung mit unterbringen.

Piaggio-Anleitung zum Motor :

http://pscgroup.square7.ch/Manuals/Piag ... %20125.pdf

http://www.vespaclub.org.pl/images/manu ... Manual.pdf

http://www.aprilia125.com/manuals/1Apri ... manual.pdf

Ueberall ist der LEADER-Motor verbaut, den ich benutzen möchte.

Es gibt viele Teile und auch Tuning (mehr ccm).

Wassergekühlt ist perfekt weil man die Verluste auch zum Heizen des
LKW (drinnen sind Heizkörper wie im Haus und ein Wärmetauscher mit
Gebläse) benutzen kann,

Leider habe ich noch keine 28-24V-Lichtmaschine mit Wasserkühlung gefunden.
Wenn man keine Kühlluft braucht, dann kann man auch eine gute Lärmkapsel bauen.

Das ganze wird zum Schluss in Steinwolle und Alu-Blech eingepackt. Die
Wärme muss ans Wasser gehen. Einen Abgas-Wasser-Wärmetauscher muss ich
mir auch irgendwie aus Edelstahl zimmern. Edel wäre es noch einen
PKW-Edelstahl-Katalysator mit dem Auspuffkrümmer zu verbinden, den Kat warm
in Steinwolle zu packen, damit er gut das CO zu CO2 umsetzt und für heisses
Abgas sorgt, das dann vom Edelstahl Abgas-Wasser-Wärmetauscher in mehr
Wärme für die Heizkörper umgesetzt wird.
Und für den Sommer baut man noch den original Kühler aus dem Roller unter den
LKW, und ein paar Magnetventile, damit man nicht aus dem LKW einen Saunaclub
macht, nur weil man mal mit dem Laptop Blödsinn in ein Forum schreiben will, und
die Sonne gerade keine Lust hat, für volle Akkus zu sorgen.


Sowas kann man nicht kaufen, man muss es basteln.
Klein-Dieselmotor wäre besser, aber er ist vergeichsweise laut.
Getankt wird zum Schluss aus nem Bundeswehrkanister im BW-Kanisterhalter mit
BW-Saugschnörchel für Aggregate und fest verlegtem halbstarrem Heizungsrohr,
in das eine Gewebeumschlossene Treibstoffleitung gezogen ist. So ist die Leitung
gut geschützt und das Rohr kann man mit der Hand so biegen, dass es im LKW
um die Ecken passt und man braucht nur wenige Schellen, um es zu befestigen.

Woher bekomme ich eine günstige wassergekühlte Lima in 28V/120A?

Habt Ihr noch Verbessrungsvorschläge? Wo bekomme ich eine 28V-Lichtmaschine
mit Wasserkühlung?

Viel Spass

Ludwig, der ohne Servolenkung immer Kraftsport am Lenkrad macht.
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Re: Bau eines wassergekühlten Batterieladegenerators

#28 Beitrag von Bahnhofs-Emma » 2016-12-29 13:54:57

Hallo und willkommen Kraftsport,

das klingt nach einer interessanten Lösung, bitte halte uns da auf dem Laufenden.

Nebenher bitte nicht wundern, wenn Du für Deinen Beitrag hier den goldenen Klappspaten verliehen bekommst. Der Thread, auf den du geantwortet hast, ist schon 10 Jahre alt. Fachlich hast du dir dabei einen guten Thread ausgesucht, EGN ist m.M.n. einer der kompetentesten Schreiber hier (nicht nur) zu mobilen Elektrikthemen und auch immer noch sehr aktiv.

Viel Spaß hier bei den Allrad-Verrückten! :spiel:

Grüße

Marcus
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Baltikums-Tour: http://www.gaz66.de/Baltikum-2017.html

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Andere Leute nehmen ein Sabatical, ich nehme gerade eher ein Workoholical.

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Re: Bau eines wassergekühlten Batterieladegenerators

#29 Beitrag von Pitmaster » 2016-12-30 1:30:25

Hallo Kraftsport,

herzlich willkommen und Danke für das Ausgraben. In 10 Jahren hat sich viel getan.
Deinen Ansatz finde ich super, und schon weit fortgeschritten.
Letzte Woche ergab sich die Gelegenheit mit einem Mitarbeiter, ein Gespräch über seine berufliche Vergangenheit zu führen. Er kommt aus dem Bereich Entwicklung BHKW. Als er von meinem Vorhaben ein autarkes Fzg zu bauen erfuhr, erklärte er mir exakt die Vorteile die Du, und auch ich in einem solchen System sehe.
Ich bin der Meinung das genau dieses Konzept für Fernreisemobile ideal ist. Zu Hause versucht jeder die maximale Effizienz aus seiner Anlage rauszuholen. Unterwegs wo die Ressourcen Speicherung z.B Wärme durch kleine Energiespeicher (keine 2000l Puffer im Keller usw.) knapp sind, kann ein BHKW wirklich sinnvoll sein. Bei Wintercamping liefert es den Strom, für Batterieladen usw., den die Sonne nicht bringt, zusätzlich kann ich die Abwärme zum Heizen nutzen (Fussbodenheizung). Im Sommer liefert es den Strom für eine Klima, zusätzlich kann ich die Abwärme zur Warmwasseraufbereitung nutzen. Selbstverständlich muss es eine Anlage sein, die nicht sonderlich laut ist. Auch muss durch eine entsprechende Regelstrategie ein effizienter Betrieb gewährleistet sein.
Die Idee meines Mitarbeiters ist, einen wassergekühlten Gasmotor, mit einem wassergekühlten 230V Generator zu verwenden (marktüblich), da er meint, dass der Landanschluss mit entsprechender 230/24 V Ladetechnik, eh vorhanden ist, und Gas in der Branche mehr als zuverlässig arbeitet. Meine Einwände das ich kein Gas im Auto wegen der Versorgung möchte, konnte er durch einen entsprechenden Diesel (im BHKW Betrieb auch mit Heizöl) entkräften.
Ich werde die Tage mal sein Angebot annehmen und mit Ihm die entsprechende Anbieter besuchen.
Wenn Du Interesse hast kann ich Dir gerne seine Mailadresse per PN mitteilen.
Dein Ansatz, einen Klimakompressor direkt ohne elektrische Verluste zu betreiben finde ich auch spannend.

Auch finde ich, dass die natürlichen Ressourcen, Wind, Sonne (Photovoltaik ausgenommen) im Reisesektor noch nicht effizient genutzt werden.

Lass uns mal am "Ball" bleiben

Gruß Guido
Meine Vermutung wurde bestätigt, dass ein Auto mit zwei angetriebenen Rädern nur eine Notlösung ist. Walter Röhrl

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Re: Bau eines wassergekühlten Batterieladegenerators

#30 Beitrag von Schnecke » 2016-12-31 18:23:54

Nachdem ich diesen Thread gestern gelesen habe, lässt mir das Thema keine Ruhe mehr. Mikro-BHKW im Womo erscheint mir ziemlich ideal. Falls ihr neue Informationen habt, lasst uns teilhaben. Kompakt gebaut, im Staukasten unterm Koffer! Ich will auch so ein Ding. :D

Ciao Ralf

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