mobile Sandstrahlgeräte

alles, was nicht in die übrigen Technik-Kategorien passt

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husky869
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mobile Sandstrahlgeräte

#1 Beitrag von husky869 » 2011-07-07 12:37:18

Seit längerer Zeit spiele ich mich mit dem Gedanken, ein
Sandstrahlgerät anzuschaffen.
Dabei ist mir in der Last und Kraft dieses Teil aufgefallen.

http://www.powerplustools.de/strahlgera ... e795191f3a


Hat Jemand Erfahrungen mit solchen Geräten machen können.
Welche Geräte haben sich in der Praxis bewährt? Welche nicht?

Danke für die Antworten.

lg
Michael

Feron
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#2 Beitrag von Feron » 2011-07-07 14:51:53

280 liter/mn bei 6 bar scheinen mir sehr knapp.
Ist das Billigramsch aus China?


Als Vergleich, was man in der Industrie einsetzt, siehe u.a. Seite 24:
http://www.sapigmbh.de/PDF/Mobile%20Str ... 8%20MB.pdf

husky869
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#3 Beitrag von husky869 » 2011-07-07 17:27:40

Danke für den Tipp.

Habe mir zwischenzeitlich ein Angebort v. SAPI eingeholt.
Werde mir die nächsten Tage einen alten Mercur-Kotflügel
unter den Arm klemmen und dort testen.

Die Möglichkeit bieten die an. Das finde ich schonmal seriös.
Bin mal gespannt.

lg
Michael
Zuletzt geändert von husky869 am 2011-07-07 17:28:33, insgesamt 1-mal geändert.

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osterlitz
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#4 Beitrag von osterlitz » 2011-07-07 19:16:05

Hi,
die notwendige Luftmenge hängt sehr stark von der Düse ab, die wiederum das verwendbare Strahlgut begrenzt. Mit feinem Sand und wenig Luft/Druck ist das so, wie mit einem dicken Marker alles anzumalen - mehr geht auf einmal nicht weg.

Dicke Farbschichten und nennenswerte Flächen gehen ab 500l Luft und 7mm Düse, damit kann man auch anständiges Korundstrahlgut hernehmen.

Eine Strahlkabine ist sinnvoll, ich benutze sie dauernd, um kleine und verwinkelte Teile zu reinigen. Ich habe mir eine Kabine selbst gebaut, wo ich alles bis Felgengröße reinkriege. Das geht schon recht gut, ist aber V1.0, da ist einiges bei zu beachten. Es gibt halt noch zu viele Ecken, wo sich das Strahlgut sammeln kann. Aus OSB-Platten und einer Fensterscheibe kann man ber schon viel bauen, wenn es günstig sein soll.

Im Vergleich zur Strahlkabine ist Freistrahlen eine Pest, mit den Mobilgeräten geht das aber auch ganz gut (wenn man nicht Profiflächenleistungen ansetzen muss).

Für große Flächen ziehe ich Schruppscheibe oder CSD-Scheiben vor. Die sind wirklich genial, es gibt Flächen wie gesandstrahlt, so lang man keine Ecken hat ist es wesentlich schneller als strahlen und super standfest:
http://www.tbs-aachen.de/Suche/csd.htm?VL=csd

Wer die Teile noch nicht probiert hat, unbedingt mal machen.. ich bin begeistert!!

Grüße,
Stefan



Grüße,
Stefan
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Vario 815 DA
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#5 Beitrag von Vario 815 DA » 2011-07-07 20:55:19

@Osterlitz,

entfettest Du nach dem Strahlen?

Grüße von mir
Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.

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Vossi
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#6 Beitrag von Vossi » 2011-07-08 9:05:53

Hallo habe mit so einem Grät meinen Trecker und auch Viele Teile von meinem LKW bearbeitet. Braucht halt Zeit und vor allem einen gescheiten Kompressor. Am Anfang habe ich mit drei Kleinen Kompressoren (50 L Kessel) und jeweils ca 300l/min Ansaugleistung parralel geschaltet gearbeitet.Nach ca einer Woche ist der erste Kompressor defekt gewesen. (Baumarktware).
Jezt habe ich einen alten Kompressor aus einer Tankstelle mit 750 l/min Ansaugleistung und einem 500L Behälter .
Nun funktioniert es akzeptabel. Brauch allerdings auch eine Gute Elektroversorgung da sehr hohe Anlaufströme anfallen.Wie gesagt das Gerät selber funtioniert schon wenn man es nicht jeden Tag braucht. Meistens scheitertes aber an einem guten Kompressor die angegebene benötigte Luftmenge reicht nicht hier heißt es klotzen nicht kleckern.Würde mir beim nächsten mal aber ein anderes Gerät kaufen wo man nicht erst den Druck ablassen muß um Strahlgut nachzufüllen.
Gruß
Vossi

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#7 Beitrag von husky869 » 2011-07-08 9:09:18

CSD-Scheibe: "Negerkeks".
Also, Humor hat die Firma.. :D

Bevorzugst Du die "Purple" oder die Standardscheibe?

Danke
Michael

Feron
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#8 Beitrag von Feron » 2011-07-09 0:14:19

Bei Drehstromanschluss 3x400 V und konventionnellem Drehstrommotor (also Asynchronmotor): Falls der Anlaufstrom zu hoch ist, zuerst überprüfen, ob der Motor direkt oder Stern/Dreieck gestartet wird. Oft werden kleinere Motoren direktgestartet, was in der Industrie problemlos ist, wobei jedoch bei Privatgebrauch u.U. die Abgangsabsicherung zu swach ist. Umbau auf Stern/Dreieck Start (ggf. gegendrucklos) oder Softstart ist sinnvoll sofern das Anlaufdrehmoment für die Anwendung ausreichend ist, jedoch zuvor die Spannungen der Wicklung und den Zugang zu den 6 Wicklungsanschlüsse überprüfen. 400/690 V Motoren (gem. Typenschild) können bei Netzspannung 3x400 V Stern/Dreieck gestartet werden, 230/400 V Motoren nicht. Technisch wäre noch ein spitzenstromloser Start mittels Frequenzumformer möglich, lohnt sich jedoch oft nicht aus Kostengründen.

Kompressoren findet man übrigens oft als Gebrauchtware. China-Ramsch vom Hobbymarkt taugt nichts
Zuletzt geändert von Feron am 2011-07-09 0:16:39, insgesamt 1-mal geändert.

B.Eng. Chris
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#9 Beitrag von B.Eng. Chris » 2011-07-09 7:44:16

Feron hat geschrieben: Technisch wäre noch ein spitzenstromloser Start mittels Frequenzumformer möglich, lohnt sich jedoch oft nicht aus Kostengründen.
So teuer sind die FU auch nicht mehr...
Kommen teilweise, je nach Leistungsklasse, schon nahe an die Stern/Dreieck-Module ran.



Grüße
Chris
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#10 Beitrag von daily4x4 » 2011-07-09 9:04:46

Hallo Michael,

für meinen Fahrzeugrahmen hab ich 'ne "Kübelspritze" mit Baustellenkompressor (geliehen, bringt einige m3/min Luft) verwendet ...

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Grüße
-Bernhard-

== Dicht ist, wenn Wasser zwar einen Weg hinein, aber nicht wieder heraus findet ==
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#11 Beitrag von Feron » 2011-07-09 11:46:44

Vielleicht lohnt es sich sowas zu mieten. Hohe Kompressorleistungen braucht man ja sonst kaum.


Stimmt, gewisse FU (Frequenzumformer) sind mittlerweile recht preisgünstig. Qualität ist jedoch stark variabel, gewisse bekannte Hersteller bieten billige Private-Labeling Ware aus (schlechter) asiatischen Poduktion. Gibt natürlich auch sehr zuverlässige FUs z.B. aus Japan.
Wichtig ist, vorher abzuklären, ob das Netz für den Betrieb des Kompressors ausreicht. Wie bereits erwähnt kann der gegendrucklose Anlauf manchmal bereits ausreichen. Da der Anlaufstrom phasenwinkelabhängig ist, variiert die Stromspitze, kann also bei knapper Unterdimensioniering sein, dass ein Kompressor "zufallsbedingt" einmal korrekt anläuft oder eben die Schutzeinrichtung zum ansprechen bringt.
Ist zwar nicht thema der Diskussion aber wenn's jemandem helfen kann.

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#12 Beitrag von osterlitz » 2011-07-10 22:02:48

Hi,
es ist eine Frage der Bastelfreude. Ich habe bei ebay recht günstig einen Industriekompressor geschossen, wenn man 32A legt, sind die recht günstig. Teuer sind große Kompressoren mit Riesenkessel, die aber jeder anschließen kann.

Dann kann man beim Kessel sparen, ich habe ne alte Sauerstofflasche für 100bar als 50 x 40bar Drucklustspeicher. Bei 500 Liter Luftmenge eine gute Kombi, teuer war nur der Druckregler in Vollmessing, den muss man halt suchen, Plaste gab es überall. 40bar 1/2" sind selten..

Das mit dem Baukompressor leihen geht gut, wenn man vorher alles zerlegt. Dann kann ich aber auch alles zum Strahler fahren, macht auch nix mehr aus. Schrittweise Restaurierung geht damit nicht.
Dafür kriegt man die gut bei fast jeder Baufirma leihweise. Mein Spritzbetonspezi hat auch so ein Teil.

Wichtiger als Luftmenge ist übrigens der Abschaltdruck, den Rest kriegt man auch mit Kesseln hin. 6bar ist so ne Sache, ab da geht was. 10 bar reichen aus, für 16 sind die Kessel arg teuer, da sie in Betrieben "abgenutzt" werden, je nachdem, was noch zertifiziert wird. In den Verkauf gehen die erst, wenn sie nur noch 6 bar schaffen.

Die Negerkekse hatte ich in Standard, reichte für ne knappe Motorhaube, also gut nen Quadratmeter in sehr gründlich. Das war die Baumarktscheibe. Bei violett würde ich schon mit Faktor 4-5 rechnen.

Gezieltes Entfetten nach dem Strahlen halte ich für sinnlos, wäre da Fett, hätte der Lack nie gehalten. Wo soll das auch herkommen?
Andererseits gehe ich vor dem Lacken immer mit Silikonentferner über die Fläche, zur Not direkt aus der Lackpistole. Einmal draufpatschen, schon fettig. Dafür ist das Zeug zu billig, als daß ich da schlampen sollte.

Grüße,
Stefan
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#13 Beitrag von daily4x4 » 2011-07-10 22:21:28

osterlitz hat geschrieben:Dann kann ich aber auch alles zum Strahler fahren, macht auch nix mehr aus.
kommt drauf an, ging in meinem Fall nicht, hing noch 'n Fahrerhaus und Motor etc. dran am Rahmen ...
Grüße
-Bernhard-

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#14 Beitrag von Vario 815 DA » 2011-07-10 22:29:40

osterlitz hat geschrieben:
Gezieltes Entfetten nach dem Strahlen halte ich für sinnlos, wäre da Fett, hätte der Lack nie gehalten. Wo soll das auch herkommen?
Aus wiederverwendetem Strahlgut! :eek:

War mit meinem Holzspalter zum Sandstrahlen.
Vor Beginn der Arbeiten lief in der Strahlkabine Hydrauliköl aus dem Ding.
Da hätteste aber mal das Entsetzen in den Augen der Jungs sehen
sollen. wie die flitzten um alles zu vertuschen.
Einige Jahre vorher wurden frisch gestrahlte Stahlfelgen von mir weiß lackiert.
Hat keine 3 Jahre gedauert bis der Braun-Schimmer wieder durch kam. Da such ich noch nach der Fehlerquelle.
Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.

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#15 Beitrag von osterlitz » 2011-07-12 18:22:38

Ok,
bei meinem Strahlgut weiß ich, daß da kein Fett drin ist.

Grüße,
Stefan

PS: Nur die Katze war mal auf genau dem Eimer im Heizungskeller.. bäh....
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#16 Beitrag von Vario 815 DA » 2011-07-12 21:09:15

Dann schieb ich mal zur besseren Erleuchtung noch einen nach.Bild

Fast 30 Jahre hab ich bei einem Toyota BJ 42 gegen Rost gekämpft.
Das Ding total auseinandergebaut und von allen Seiten gestrahlt.
Der wurde jetzt verkauft und ich fang beim Vario wieder von vorne an.
Beim kommerziellen Strahler ist das Strahlgut mit Sicherheit mit Fett angereichert. Wenn vor Dir Alteisen aus dem Forum dran war,
sitzt der Tripper drin und der Strahler macht nicht extra ne neue
Packung Strahlmittel los!.
Wenn bei der Restaurierung soviel Aufwand betrieben wird, muß das Ergebnis auch entsprechend sein.
Von daher meine Frage nach dem Entfetten.
Vergleiche mal den Lackaufbau und die Vorbereitung in der Autoindustrie zwischen 1980 und heute.
Ein Golf von 1980 rostete schon im Laden.
Da ist doch in den Fertigungsabläufen einiges verbessert worden.
Wobei an manchen Stellen Pfennigskram eingespart wird mit
teuren Folgen für die Kunden, siehe MB beim Vario!

Weiterhin frohes Rost kratzen von mir
Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.

gargano
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#17 Beitrag von gargano » 2011-07-13 13:33:56

Fast 30 Jahre hab ich bei einem Toyota BJ 42 gegen Rost gekämpft.
Das Ding total auseinandergebaut und von allen Seiten gestrahlt.
...das sieht dann in etwa so aus, oder?

Bild

Bild

Ja, das habe ich mir auch mal angetan.

Gruss
Rainer

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#18 Beitrag von Vario 815 DA » 2011-07-13 13:44:58

Laß das sein, da fängt wieder Herzbluten an.

:cool:
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#19 Beitrag von Vario 815 DA » 2011-07-13 13:56:46

Nachtrag:

Kennst Du den:

http://www.landcruiser-experiment.net/

der war noch bekloppter in ""
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#20 Beitrag von gargano » 2011-07-13 14:16:57

...yep, was der Junge macht, das kann man nicht mehr toppen :eek:

Gruss
Rainer

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