Kompressor

alles, was nicht in die übrigen Technik-Kategorien passt

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Benny1974
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Kompressor

#1 Beitrag von Benny1974 » 2024-06-13 15:22:44

Moin zusammen,

aktuelle habe ich einen METABO Basic 250-24W
Bis jetzt eigentlich zum Ausblasen und Reifenfüllen benutzt. Hat seinen Dienst dabei erfüllt.

Bedingt durch ein Fahrzeugneuzugang (älteres Baujahr mit Roststellen) muss einiges an Rostentfernung, Unterbodenschutz, Lackierung etc ausgeführt werden. Mit einer Druckbecherpistole sollten wohl diese arbeiten ausführbar sein - hoffe ich.
Laut Typenschild Ansaugliterleistung: 200 l/min und 24L Tankvolumen.

Falls er nicht reicht, hatte ich ggf dieses Gerät näher angeschaut:
https://www.sls-profishop.de/Starkwerk- ... -SW-475-10

Hatte dabei ins Auge gefasst, daß man ggf auch mal mit einer Handsandstrahlpistole Kleinigkeiten säubern/entrosten kann.

Hat hier jemand ggf Erfahrung mit diesem Kompressor? Auf dem Gebrauchtmarkt - war meine erste Wahl zu schauen - ist leider nichts brauchbares zu finden. Teilweise sind dann die Geräte am anderen Ende von Deutschland. Damit rechnet sich nicht der geringere Preis bei einem gebrauchten Gerät.

Aber erst einmal testen, wie weit ich mit dem METABO komme.

Bin für Tipps dankbar ;)

Gruß Benny

Lenker
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Re: Kompressor

#2 Beitrag von Lenker » 2024-06-13 17:59:22

Moin,

dein Metabo-Kompressor ist lediglich für kleine/leichte Arbeiten mit wenig Luftbedarf geeignet.
Lackieren: Nur kleine Flächen, Abgabeleistung für große Sache zu gering.
Sandstrahlen Handpistole: Nur Mini-Flächen, Abgabeleistung viel zu gering.
Nadelentroster: Langsam und uneffektiv, Abgabeleistung viel zu gering.
Klammern, kleiner Schlagschrauber, Blasen etc.: Ok

Fürs ordentliche Lackieren oder gar Sandstrahlen sollte der Kompressor min. 400 l/min. bringen.
Achte dabei auf die Abgabeleistung; die Ansaugleistung hat kaum eine Bedeutung und dient gerade bei billigen Geräten (wie der aus dem Link) zum Blenden.

Ich habe mir für die Aufgaben, die du angesprochen hast einen Aircraft Airprofi 503/90 Vertikal geholt. Der braucht allerding 400 V/16 A und spielt preislich in einer anderen Liga.

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hanomakker
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Re: Kompressor

#3 Beitrag von hanomakker » 2024-06-13 18:07:52

Hallo,

Abgabeleistung 250l, bei 6bar wohlgemerkt. bei Abschaltdruck von 10bar rum kommen da bloss noch 180l raus. damit kann man garnix vernünftig machen. so ab 400, 500l ABGABELEISTUNG wird's interessant. 3kW, besser 5,5kW. 7,5kW sind auch gut, wenn auch gleich teuerer.

und schaut Euch die Zylinderköpfe insbesondere die stärke der Dichtungen an. das ist Totraum, in dem der Kolben erst die verdichtete Luft wieder entspannt und danach erst ansaugt. dünnste oder garkeine (weil O-Ring eingelegt) haben am wenigsten Totraum und sind dementsprechend effektiver. da sollte man dann aber immer schön Öl wechseln, damit sich auf dem Kolben keine Verkokungen bilden, die machen dann auf Dauer das Pleul kaputt.

und nix altes, das Problem sind die Windkessel :ninja:
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Re: Kompressor

#4 Beitrag von Der Initiator » 2024-06-13 19:25:16

Es schlägt und bläst der Metabo,
doch das Strahlen geht nicht so...
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Re: Kompressor

#5 Beitrag von Fernwehbus » 2024-06-13 19:39:14

Ich hatte einen Kompressor mit 400l Ausgabevolumen, das ging gut zum Lackieren, aber nicht zum Sandstrahlen. Ein zweiter Kompressor parallel ging etwas besser, aber auch eher sehr zeitaufwändig.

Dann habe ich einen 11kW Schraubenkompressor günstig ergattert, repariert und nun habe ich keinen Kummer mehr. Der macht aber auch 1650l bei 8bar.

Wichtiger ist noch der Kessel, mit 100l kommt man da nicht ernsthaft weiter. Meiner hat einen 500l-Kessel, das passt dann. Ist natürlich alles eher Immobilien, allein der Kompressor hat 350kg. In der Werkstatt aber super.
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Re: Kompressor

#6 Beitrag von querys » 2024-06-13 20:30:40

Wir haben auch einen 500L Kompressor von 1964 oder so. Zum Lackieren geht der gut, aber für längere Arbeiten mit dem Luftheuler geht dem dann doch die Puste aus.
Fürs Lackieren gibt es nicht schlimmeres, als wenn die Luft zwischendurch ausgeht. Immer dran denken, Lackieren braucht Volumen bei wenig Druck.
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Re: Kompressor

#7 Beitrag von Benny1974 » 2024-06-13 21:27:51

Moin zusammen,

Danke erst einmal für das Input von euch.
Leider sind diese Kompressoren außerhalb von dem Budget. Schraubenkompressor wäre Klasse. Aber ich schätze dazu nutze ich den zu wenig. Der Kompressor wird ab und an Mal angeworfen.
Klar aktuell würde ich ihn öfter benötigen - ist aber nur für Amateuranwendung gedacht.
Habe nach gebrauchten Geräten geschaut - aber leider nichts passendes gefunden.
Ich schätze Mal, daß ich ggf etwas das Budget aufstocken müsste - aber irgendwo muss man ein Limit setzten.

Gruß Benny

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Re: Kompressor

#8 Beitrag von hanomakker » 2024-06-14 6:54:38

der sichere Tod des Schraubenkompressors ist gelegentliche Nutzung ohne die nötige Betriebstemperatur zu erreichen. da bildet sich durchs Verdichtungsprinzip Emulsion und Emulsion schmiert nicht so wie er es braucht. :spassbremse:

Ein Schraubenkompressor MUSS Betriebstemperatur erreichen und diese auch eine Zeitlang fahren können.
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Re: Kompressor

#9 Beitrag von Benny1974 » 2024-06-14 7:28:18

Danke für die Info ;)
Auch wegen den Anschaffungskosten ist das dann raus ;)

Aber welchen Hersteller, welches Gerät kann denn empfohlen werden? Budget liegt so bei 400-450€. Das Sandstrahlen stelle ich dann erst einmal weit nach hinten.
Der Markt ist ja voll von Marken.

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Re: Kompressor

#10 Beitrag von Mark86 » 2024-06-14 10:04:34

Geht nix über nen Boge Kompressor und n guter gebrauchter Boge wäre mein Favourit, eher als neuer aus China...
Ansonsten gibts von Boge ne Zweitmarke, Solid Air, die funktioniert und hält auch gut und ist nicht so teuer...

300l ist Spielkram, so ab 450l gehen Werkstattaugliche Größen los, mit denen man auch ne Sandstrahlbox betreiben oder lackieren kann. Wichtig ist grade zum lackieren etwas Kesselinhalt, damit die Luft abkühlen und das Wasser auskondensieren kann.

Für große Sandstrahlgeräte musst du so 1100-1200 l die Minute haben, also am besten 2 Kompressoren zusammen hängen.
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Re: Kompressor

#11 Beitrag von querys » 2024-06-14 10:14:16

Benny1974 hat geschrieben:
2024-06-14 7:28:18
Danke für die Info ;)
Auch wegen den Anschaffungskosten ist das dann raus ;)

Aber welchen Hersteller, welches Gerät kann denn empfohlen werden? Budget liegt so bei 400-450€. Das Sandstrahlen stelle ich dann erst einmal weit nach hinten.
Der Markt ist ja voll von Marken.
Hast du dich mal nach gebraucht umgesehen?
Wir haben einen Rico Kompressor von 1964 mit 2,2kW. Kannst dich ja auch mal nach nem Kaeser umsehen.
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Re: Kompressor

#12 Beitrag von Mark86 » 2024-06-14 13:16:34

Bei Kompressoren ist es wie bei Drehbänken oder LKWs, je größer desto billiger :D
Nen gescheiten Boge Kompressor kriegt man gebraucht in der Regel zwischen 150-300€, da hat man was vernünftiges fürs Leben.

Die können auch mal ohne Probleme Dauerbetrieb ab, was die Chinadinger nicht so können, die fackeln dir dann ab...
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Re: Kompressor

#13 Beitrag von Benny1974 » 2024-06-14 15:47:46

Moin,

danke für die Info.
Werde dann mal Ausschau nach einem Borg machen ;)

Gruß Benyy

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Re: Kompressor

#14 Beitrag von Mark86 » 2024-06-14 16:56:06

Ich hab so Dinger immer gekauft, wenn ich keinen brauchte :D
Auf Kleinanzeigen wollen die alle Geld verdienen :D

Ich hatte n 1959er Boge Kompressor der lief vorher in nem Betonwerk, da war n Flatterventil defekt, Teile gibts teilweise immernoch neu bei Boge, geschenkt...
Dann hatte irgendwann n 1981er gekauft, weil der mehr Leistung hatte, aus ner Lackiererei wegen Betriebsaufgabe. 150€.
Zwischendurch hab ich mal einen aus Abbruch geschenkt bekommen, nagelneu, war in nem Betrieb der Reservekompressor ^^
Jetzt hab ich einen von der Tochterfirma Solid Air, der lief 15 Jahre in ner KFZ Werkstatt und wurde ersetzt weil die nen größeren Kessel haben wollte damit der nicht ständig anspringt...
Und ich brauchte grade einen mit kleinem Kessel...

So Kompressoren ab 300l Kesselinhalt mit großem Stecker sind fast wertlos. Alle Firmen kaufen sowas neu und die meisten Privatleute können damit nix anfangen, weil, zu groß, zu laut, zu großer Stecker...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Kompressor

#15 Beitrag von Benny1974 » 2024-06-14 17:34:29

Das werde ich mir merken.

Danke für den Tipp

Starkstrom ist da und auch reichlich Platz :)

Gruß Benny

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Re: Kompressor

#16 Beitrag von hanomakker » 2024-06-14 19:27:09

Mark86 hat geschrieben:
2024-06-14 16:56:06

So Kompressoren ab 300l Kesselinhalt mit großem Stecker sind fast wertlos. Alle Firmen kaufen sowas neu und die meisten Privatleute können damit nix anfangen, weil, zu groß, zu laut, zu großer Stecker...
Komisch, da purzeln im Jahr ca. 10000 vom Band einer deutschen Herstellerfirma. Wahrscheinlich kann die auch keiner brauchen :D

Aber passt schon, Mark…
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Re: Kompressor

#17 Beitrag von Mark86 » 2024-06-14 20:34:29

hanomakker hat geschrieben:
2024-06-14 19:27:09
Mark86 hat geschrieben:
2024-06-14 16:56:06

So Kompressoren ab 300l Kesselinhalt mit großem Stecker sind fast wertlos. Alle Firmen kaufen sowas neu und die meisten Privatleute können damit nix anfangen, weil, zu groß, zu laut, zu großer Stecker...
Komisch, da purzeln im Jahr ca. 10000 vom Band einer deutschen Herstellerfirma. Wahrscheinlich kann die auch keiner brauchen :D

Aber passt schon, Mark…
Dann ergänze das Wort "gebraucht"
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Kompressor

#18 Beitrag von Analogist » 2024-06-23 10:10:29

Ich hänge mich mit meiner Frage an diesen Thread an, da ich auch gerade upgraden will von der "Fahrradpumpe" aus dem Baumarkt.

Um einen Nadelentroster vernünftig betreiben zu können (Bedarf: ca. 260l/min, 6,3 bar) sollten 300l/min Ansaugvolumen und ein 50l Kessel genügen, denke ich. Meine Fragen sind:
• Riemen- oder Direktantrieb?
• ölgeschmiert oder ölfrei?

Wo seht Ihr Vorteile, wo Nachteile?

Schöne Grüße,

Robert

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Re: Kompressor

#19 Beitrag von hanomakker » 2024-06-23 10:29:28

Riemen oder direkt ist egal, der Leistungsverlust durch den Riemen ist bei den Leistungen im Promillebereich

Ölgeschmiert ist Ölgeschmiert ist Ölgeschmiert. Punkt. Aus. Fertig.
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Re: Kompressor

#20 Beitrag von Der Initiator » 2024-06-23 12:12:40

hanomakker hat geschrieben:
2024-06-23 10:29:28
Riemen oder direkt ist egal, der Leistungsverlust durch den Riemen ist bei den Leistungen im Promillebereich

Ölgeschmiert ist Ölgeschmiert ist Ölgeschmiert. Punkt. Aus. Fertig.
Stimmt.
Und ölfrei ist ölfrei ist ölfrei. Punkt. Aus. Fertig.

Du merkst, was ich damit sagen will? Nicht? Gut, ich erklär's dir. Dein "Ölgeschmiert..." sagt aus, was du favorisierst. Die Frage beantwortest du damit nicht. Was ist besser, ölgeschmiert oder ölfrei? Und warum?
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Re: Kompressor

#21 Beitrag von Analogist » 2024-06-23 13:13:52

Ich frag' mal anders:

So wie ich die Technik verstehe, ist die Luft bei ölgeschmirten Kompressoren ölig. Für den Nadelentroster kann das sinnvoll sein, da er geölt werden muß. Für welche Anwendungen ist die Luft ölgeschmierter Kompressoren sinnvoll, für welche egal und für welche schädlich?

Oder ist die Luft trotz Schmierung ölfrei?

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Re: Kompressor

#22 Beitrag von Mark86 » 2024-06-23 13:22:09

Ölfreier Kompressor :joke:

Suchst du nen Kompressor oder n Fahradluftpumpe?
N Gescheiter Kompressor verbraucht im Grunde genommen kein Öl, aber er braucht es zum überleben...
Wichtiger ist eher n großer Kessel, damit die Luft sich darin abkühlen kann und das Wasser auskondensiert. Daran hängt man nen gescheiten Wasserabscheider und fertig.
Geht man damit auf ein festes Rohrsystem, dann sollte man am Anschlussende wenn man vor hat, damit zu Lackieren dort wo der Schlauch dran kommt evtl. nochmal nen gescheiten Abscheider ein bauen. Ein Wasserabscheider holt in der Regel auch minimale Ölreste aus der Druckluft raus.

Bei uns stehen in 3 Lackierereien alte Boge Kompressoren, natürlich mit Öl, normale Wasserabscheidet und fertig. Irgendwelche Öleinschlüsse im Lack kommen dabei in der Praxis nie vor.
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Re: Kompressor

#23 Beitrag von Lenker » 2024-06-23 17:33:33

Nun ja..., in der Regel ist bei Lackierereien in der Wartungseinheit am Kompressorausgang immer auch ein Ölabscheider verbaut. Öl im Wasserlack..., geht garnicht.

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Re: Kompressor

#24 Beitrag von hanomakker » 2024-06-23 18:50:07

ok holen wir etwas weiter aus...

auch die Luft aus einem ölgeschmierten Kompressor ist technisch Ölfrei. wenn man hochwertig lackieren will (oder muss) kommt man um einen Kältetrockner (trocknet die Luft, damit kein Kondensat mehr drin ist) und einem Koaleszenzfilter (filtert letzte Ölareosole) nicht drum rum. ein Aktivkohlefilter wäre noch ne nette Zugabe. wenn dann der Installateur alles Silikonfrei montiert hat, hat mans richtig gemacht.

für eine Hobbywerkstatt ist es völlig egal. das bisschen Öl bindet sich im Kondensat (welches regelmässig abgelassen und entsorgt werden muss, aber nicht in den Gully)

der Ölgeschmierte Kompressor wird eben mit Öl geschmiert via Schleuderschmierung. hat richtige Kolbenringe, meist einen Ölabstreifring und bei guten Herstellern sogar eine Gehonte Grauguss Laufbahn. bei Dauerlauf kann es vorkommen, dass Ventilplatten verkoken, aufgrund des verharzenden Öls. aber für Dauerlauf ist ein Kolben (egal ob Ölgeschmiert oder Ölfrei) nicht geeignet. maximal 70%ED.

Ölfrei bedeutet bei den meisten Baumarktherstellern nur billig billig billig. Plastikkolben, Aluminumzylinder und nichtmal ein vernünftiger Dichtring. billigste 2rs Kugellager
bei einem premiumhersteller: 2x Teflonkolbenring und Teflongleitband in speziell beschichteten Zylinder. namhafte 2rs Kugellager.
ab 6bar wird der Blowby durchs Konstruktionsprinzip höher als bei Ölgeschmierten. 10bar mit ölfrei :totlach: :totlach: träum weiter, effektiv ist anders

und ölfreier als die angesaugte Luft wird die komprimierte auch nie sein. will damit sagen: Zerspanungsbude, Ölige Luft. da steht n Ölfreie verdichtender Kompressor drin, die Luft daraus kann nicht Ölfrei sein, auch wenn er Ölfrei verdichtet.
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Re: Kompressor

#25 Beitrag von Analogist » 2024-06-23 21:48:12

Nun bin ich schlauer, danke. Zwar gibt es auch von Boge ölfreie Kolbenkompressoren - die überwiegende Masse der ölfreien sind aber Kleingeräte zum Schnäppchenpreis.

Ich weiß jetzt, wie ich meine Suche gestalte. Und ich habe verstanden, dass mein Nadelentroster NICHT vom Kompressor automatisch mitgeölt wird, darum muss ich mich separat kümmern.

Danke für Eure Beiträge.

Robert

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Re: Kompressor

#26 Beitrag von hugobaer » 2024-06-23 22:08:38

Analogist hat geschrieben:
2024-06-23 10:10:29
Um einen Nadelentroster vernünftig betreiben zu können (Bedarf: ca. 260l/min, 6,3 bar) sollten 300l/min Ansaugvolumen und ein 50l Kessel genügen
Das reicht nicht. Ein 50l Kessel ist inerhalb kürzester Zeit leer und muß dann nachfüllen. Das Ansaugvolumen von 300l reicht niemals für eine Liefermenge von 260l. Also pumpt der Kompressor sich mit 100% Einschaltdauer tot, und die Luft reicht immer noch nicht.
Basti
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Re: Kompressor

#27 Beitrag von Analogist » 2024-06-23 22:48:09

Am Wochenende hatte ich einen Kompressor geliehen. Es war ein Fiac "Super Magnum VX 304". 300l Ansaugung, 20l Tank. Bei meiner Art zu arbeiten, lief er oft, aber nicht stetig. Mehr Ansaugvolumen wird also gut sein. Allerdings: Er muss mobil sein, ich arbeite draußen. Eine Stufe muss ich überwinden.

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Re: Kompressor

#28 Beitrag von Der Initiator » 2024-06-24 0:20:55

hanomakker hat geschrieben:
2024-06-23 18:50:07
ok holen wir etwas weiter aus...
Vielen Dank.
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Re: Kompressor

#29 Beitrag von buckdanny » 2024-06-24 7:05:26

Analogist hat geschrieben:
2024-06-23 22:48:09
Am Wochenende hatte ich einen Kompressor geliehen. Es war ein Fiac "Super Magnum VX 304". 300l Ansaugung, 20l Tank. Bei meiner Art zu arbeiten, lief er oft, aber nicht stetig. Mehr Ansaugvolumen wird also gut sein. Allerdings: Er muss mobil sein, ich arbeite draußen. Eine Stufe muss ich überwinden.
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Re: Kompressor

#30 Beitrag von Analogist » 2024-06-24 10:01:41

Wenn ich 30 oder 40m Schlauch benutze - würde das gehen? Oder ist der Schlauch zu weich im Gegensatz zu einer Festverrohrung und würde darum nicht den vollen Druck weitergeben?

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