Projektvorstellung MB 1017 AF

alles, was nicht in die übrigen Technik-Kategorien passt

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Jan Schwarzkopf
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Re: Projektvorstellung MB 1017 AF

#31 Beitrag von Jan Schwarzkopf » 2021-05-04 18:09:28

pete hat geschrieben:
2021-05-04 17:54:59
Mark86 hat geschrieben:
2021-04-28 18:54:49
Ich würde die falschen Windabweiser Ecken vorne wieder abmachen ;)
Warum sollen die falsch sein?
Die sind schon vom NG. Nur etwas jünger.
Die letzten NG hatten diese Ecken dran.
Meines Wissens nach (ich lasse mich aber gerne Verbessern) gabs die Wintabweiser neben dem Kühlergrill ca. ab mitte der 80er Jahre. Mein NG ist Baujahr 1979. Abgenommen habe ich die Windabweiser aber aus einem anderen Grund: Ich finde die weiße Farbe, nennen wir es mal nicht sehr ansprechend :joke:
Die Windabweiser werden zusammen mit der Stoßstange und den Kotflügeln schwarz lackiert und am Ende wieder an das Fahrzeug montiert. Ob der Kühlergrill auch schwarz wird weiß ich noch nicht genau, bis es aber an die Farbauswahl geht hab ich glaub ich noch einige Monate Zeit. Ich finde, die Windabweiser machen das Fahrzeug optisch etwas jünger.

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pete
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Re: Projektvorstellung MB 1017 AF

#32 Beitrag von pete » 2021-05-04 18:28:09


Mark86
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Re: Projektvorstellung MB 1017 AF

#33 Beitrag von Mark86 » 2021-05-04 19:56:23

Also meines Wissens (das heißt nicht dass ich Recht habe) gab es 3 NG Versionen, die NG73, BG78 und NG83.
Die NG83 hat die schwarzen Ecken.
Die NG 78 (1978) hat schon schwarze Spiegel, schwarze Griffe vorne mit den Waschdüsen, schwarze Wischerarme, Plastiktürgriffe und noch keine Ecken.
Die NG73 hat die Chromleisten links und rechts vom Stern, silberne Spiegelarme und Griffe, verchromte Türgriffe, silberne Scheibenwischerarme etc. und auch keine Ecken.

Frage was dein Auto ist, wieso hast du Ecken, schwarze wischerarme, Griffe, Plastiktürgriffe aber silberne Spiegelhalter an der Türe und die Zierleisten rechts und links vom Stern?

Ne 79er Feuerwehr kann durchaus n NG 73 (bis 78 gebaut) sein... Son Auto um zu bauen dauert ja auch...
Die Ecken drauf machen und den Kühlergrill im SK Style schwarz lackieren sieht m.E. Affig aus, vor allem haben die SK die schrägen Türfenster die deiner auch nicht hat.
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Re: Projektvorstellung MB 1017 AF

#34 Beitrag von Pirx » 2021-05-04 21:30:15

Jan Schwarzkopf hat geschrieben:
2021-05-04 17:41:55
Was mich zu dem Kofferaufbau noch Interresieren würde währe die Höhe von der Unterkannte des Aufbaus bis zum ersten "Knick", an welchem die Dachschräge beginnt.
Von Boden innen bis Knick innen sind es exakt 1500 mm laut russischem Handbuch.

Pirx
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Re: Projektvorstellung MB 1017 AF

#35 Beitrag von Jan Schwarzkopf » 2021-05-04 21:35:33

Über Geschmäcker lässt sich ja bekanntlich viel diskutieren :joke:
Optisch würde ich es mir etwa wie dieses Fahrzeug vorstellen; schwarze Stoßstange, schwarze Windabweiser, schwarzer Kühlergrill https://www.instagram.com/p/COVpgbbBxT6 ... xb9qcgu46v
Einen SK- oder MK-Kühlergrill an einen NG zu schrauben geht optisch natürlich gar nicht, da sind wir uns auf jeden Fall einig. Das würde glaub ich etwas merkwürdig daherkommen.

Zur Geschichte meines Fahrzeuges: Das Baujahr im Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief ist mit 1979 angegeben. Was auf dem Typenschild steht weiß ich gerade nicht, da habe ich noch garnicht nachgeschaut. Erstbesitzer war die Firma Metz in Karlsruhe, welche den Daimler einige Monate als Vorführfahrzeug einsetzte. Aus diesem Grund verfügt das Auto auch über alles an Sonderausstattungen, welche Metz zu dieser Zeit auf dem Markt hatte, bzw. was hiervon in Bayern laut damaliger Fahrzeugnorm erlaubt war. (dies Betrifft aber eher die Feuerwehrtechnik; z.b. Tankheizung, Nebenantriebschaltung vom Fahrzeugheck schaltbar, was zu dieser Zeit noch nicht standartmäßig in allen Fahrzeugen verbaut war, Pump&Roll,...). Fahrgestellmäßig beschränkten sich diese Zusatzausstattungen aber leider nur auf eine Standheizung und einen Fahrer-Schwingsitz. Das Fahrzeug wurde im Anschluss an die Stadt Erlenbach am Main verkauft, welche das Fahrzeug bis Dezember 2020 einsetzte. Bis 2008 war das Fahrzeug bei der Feuerwehr Erlenbach-Stadt stationiert, im Anschluss zog es zur neu gegründeten Feuerwehr Erlenbach am Main um. Von dort habe ich das TLF dan ersteigert.
In Erlenbach war das TLF bis 2010 dass einzige "richtige" (Tank)löschfahrzeug (Für alle, die sich mit Feuerwehrfahrzeugen auskennen: Nebenher gab es bei dieser Feuerwehr noch zwei LF 8 ohne Wassertank, das TLF war aber das einzige wasserführende Fahrzeug, welches u.a. auch mit einer recht umfangreichen THL-Ausstattung beladen war). Dementsprechend wurde das Fahrzeug von der Feuerwehr auch durchgehend umgebaut, bzw. man versuchte das Fahrzeug auch auf einem möglichst aktuellen Stand zu halten was die Fahrzeugtechnik betrifft. Dies waren u.a. neue Sitze in der Kabine, Presslufttonfolgeanlage, komplett neue Beleuchtung, Umfeldbeleuchtung, neue Blaulichter, Rangierscheinwerfer,... Einige Feuerwehrleute, darunter auch die Gerätewarte, trennten sich nur äußerst wiederwillig von ihrem Fahrzeug, welches sie wahrscheinlich selber gerne Behalten hätten. Aus diesem Grund kann ich mir auch gut Vorstellen, dass die Feuerwehrleute einige Sachen an dem Fahrzeug aus optischen Gründen umgebaut haben. So sind z.b. an den Spiegelarmen kleine Bleche als Halter für die Rangierscheinwerfer angeschweißt worden. Es kann gut sein dass in diesem Zug z.B. die Spiegelarme neu in schwarz lackiert wurden (Dies würde die silbernen Spiegelhalter in Verbindung mit den schwarzen Spiegelarmen erklären). Auch wurden die Kotflügel in der vorderen Hälfte schwarz lackiert (Normalerweise waren diese wie die Trittstufen silber/grau). Beim Abschleifen der Kotflügel kam übrigens auch eine rote Farbschicht in RAL3000 über der Ochsenblutroten Rostschutzgrundierung zum Vorschein. Es kann gut sein dass diese Farbgestaltung noch aus der Zeit als Vorführfahrzeug der Firma Metz stammt und diese für den Einsatz in Bayern umlackiert werden musste (Bayern hatte bis zu Beginn der 90er Jahre sehr strenge Vorgaben für Feuerwehrfahrzeuge).
Bei anderen Bauteilen lässt sich nur Mutmaßen ob diese Bauteile orginal oder nachträglich angebracht wurden. Es kann gut sein dass die Feuerwehr die Chromleisten auf dem Kühler nachgerüstet hat, es kann auch gut sein dass Metz die Windabweiser nachträglich montierte um ihrem Vorführer ein aktuelleres Bild zu geben.
Zusätzlich hatte das Fahrzeug einen kleinen Unfallschaden, es kann auch gut sein dass hierbei andere Bauteile als orginal Vorhanden verbaut wurden.
Wann das Fahrgestell von Metz genau bestellt und Aufgebaut wurde lässt sich natürlich für mich nicht mehr genau recherchieren, die Bauzeit für ein Feuerwehrfahrzeug beträgt aber im Normalfall mehrere Monate. Evtl war es auch ein Misch-Masch Fahrzeug, welches zur Umstellung der Produktionslinie gebaut wurde.
Wir sehen, eine einfache Erklärung gibt es nicht :angel:

Jan Schwarzkopf
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Re: Projektvorstellung MB 1017 AF

#36 Beitrag von Jan Schwarzkopf » 2021-05-04 21:58:11

Pirx hat geschrieben:
2021-05-04 21:30:15
Jan Schwarzkopf hat geschrieben:
2021-05-04 17:41:55
Was mich zu dem Kofferaufbau noch Interresieren würde währe die Höhe von der Unterkannte des Aufbaus bis zum ersten "Knick", an welchem die Dachschräge beginnt.
Von Boden innen bis Knick innen sind es exakt 1500 mm laut russischem Handbuch.

Pirx
Vielen Dank für die schnelle Antwort, dass klingt schon einmal sehr gut.
Das würde von der Höhe her auch passen. Mein Fahrerhaus sitzt mit der äußeren Unterkante ca. 3cm tiefer wie der Fahrzeugrahmen. Das Fahrerhaus hat eine höhe von ca. 1740mm (die obere Ecke ist abgerundet und das Dach leicht nach oben gewölbt). Mit einem entsprechend dimensionierten Zwischenrahmen/Unterbau könnte der Kung-Koffer genau auf die Höhe gesetzt werden damit der "Knick" im Koffer in einer Linie mit der oberkante des Fahrerhausdach liegt. Ob dies wirklich passt (je nach Bodenstärke und Unterkonstruktion des Kung-Koffer) und dem maximalen "Einfederungsweg" des Fahrgestelles (mit der nachträglichen Option auf größere Reifen) werde ich erst sagen können wenn der Koffer angeliefert wurde und man alle nötigen Maße leicht herauslesen kann.

Thema Zwischenrahmen: Der Plan: Es gibt noch keinen, ich habe zwar mit dem Tüv-Prüfer (welcher auch Expeditionsfahrzeuge für einen bekannten Hersteller in meiner Region abnimmt) über mögliche Optionen gesprochen, er war dem Thema auch insgesammt sehr aufgeschlossen gegenüber. Ich habe allerdings auch noch etwas Zeit bis dieses Thema aktuell wird, zuerst muss das Fahrgestell von seinen Mängeln befreit werden.

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Re: Projektvorstellung MB 1017 AF

#37 Beitrag von Mark86 » 2021-05-04 22:14:14

Das stimmt. Das gezeigte Bild sieht ja auch nicht schlecht aus, mit dem schwarzen Grill und den schwarzen Ecken...
Ich hab meinen halt vorne rum origignal, das sieht auch nicht schlecht aus :)
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Re: Projektvorstellung MB 1017 AF

#38 Beitrag von Lampenhalter » 2021-05-05 0:38:25

Jan Schwarzkopf hat geschrieben:
2021-05-04 17:41:55
Was ich bis jetzt auch noch nicht finden konnte wahren Bilder vom Unterboden des Aufbaus.
Hallo Jan,

Markus hat in seinem Blog einige Bilder, die den Unterbau erahnen lassen:

https://gaz66blog.wordpress.com/2017/05 ... gesichert/

Im wesentlichen handelt es sich um 2 dünne U-Eisen, in denen Holzbalken liegen. Darauf aufbauend Querträger und dann die Bodenkonstruktion.
Ansonsten kann ich nur aushilfsweise Bilder vom Unterbau meines Ural-Koffers anbieten. Der ist konstruktiv sehr ähnlich, lediglich einen Meter länger und im Detail anders (besonders Radkästen, Anzahl Querträger usw.):

Bild

Bild

Grüße...
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Nur wenn du schwarze Striche vom Kurvenausgang bis zum nächsten Bremspunkt ziehen kannst, hast du wirklich genug Leistung.

Nichts hält für immer.
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Re: Projektvorstellung MB 1017 AF

#39 Beitrag von Jan Schwarzkopf » 2021-05-05 1:02:27

Lampenhalter hat geschrieben:
2021-05-05 0:38:25
Jan Schwarzkopf hat geschrieben:
2021-05-04 17:41:55
Was ich bis jetzt auch noch nicht finden konnte wahren Bilder vom Unterboden des Aufbaus.
Hallo Jan,

Markus hat in seinem Blog einige Bilder, die den Unterbau erahnen lassen:

https://gaz66blog.wordpress.com/2017/05 ... gesichert/

Im wesentlichen handelt es sich um 2 dünne U-Eisen, in denen Holzbalken liegen. Darauf aufbauend Querträger und dann die Bodenkonstruktion.
Ansonsten kann ich nur aushilfsweise Bilder vom Unterbau meines Ural-Koffers anbieten. Der ist konstruktiv sehr ähnlich, lediglich einen Meter länger und im Detail anders (besonders Radkästen, Anzahl Querträger usw.):

Bild

Bild

Grüße...
Vielen Dank für die Bilder. Die Fotos aus Markus seinem Block ließen im Prinzip nur erkennen, dass sich unter der Bodenplatte mehrere Querträger befinden. Dank deiner Bilder weiß ich jetzt auch was es mit den Holzbalken zur Befestigung des Koffers auf der Pritsche des Ivecos auf sich hat (und nicht nur eine provisorische Notlösung ist).

In erster Linie geht es mir hierbei um folgendes: Mein Koffer wird (vermutlich zum Ende der nächsten Woche) per Spedition angeliefert und ich soll laut Verkäufer "halt nen Gabelstapler" organisieren. Jetzt währe natürlich die Frage wie der Kofferaufbau auf dem LKW-Anhänger verladen ist um diesen auch Problemlos und vor allem unbeschadet herunterzuheben. Dies wusste der Verkäufer aber selber nicht genau. Sind unter dem Koffer durch die Spedition Kanthölzer quer gelegt ist dies kein Problem, dann kann der Stapler einfach herunterfahren. Liegt der Koffer mit seinen zwei U-Profilen direkt auf dem LKW-Anhänger der Spedition auf müsste man diesen wohl erst Anheben um Platz für die Staplerzinken zu schaffen.
Jetzt hab ich noch genug Zeit um Hebekissen zu besorgen :joke:

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Re: Projektvorstellung MB 1017 AF

#40 Beitrag von Mark86 » 2021-05-05 20:51:43

Ich habs Frontdesign so gemacht...
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Re: Projektvorstellung MB 1017 AF

#41 Beitrag von Die 190er » 2021-05-06 15:34:36

Moin Jan,

Wilkommen im Club und glückwunsch zum Fahrzeug erstmal:)

Ich weiß ja, das Thema Kosten ist schon vorbei und der Thread bereits weitergewandert, ich wollte jetzt aber auch nochmal meine Erfahrungen mitteilen.
Der Kauf unseres 1017ers ist zwar auch schon ein paar Jahre her aber am ende, abreisefertig, waren wir bei 23.500€.
Natürlich kommen hier einige Faktoren zusammen:
Fahrzeug+Überführung+Neue Hinterachse+Tüv waren 4500€
Technisch war nicht viel zu machen und ist es bis heute nicht.
Führerhaus haben wir selber gekürzt, den Koffer selber gebaut.
Wir hatten eine voll ausgestattete Schreinerei zur Hand und viele Freunde die uns mit allem möglichen haben helfen und versorgen können.

Dafür hatten wir am ende aber auch ein Fahrzeug da, mit dem wir ein Jahr unterwegs waren. Das ist ja gar nicht dein Anspruch. Du kannst also an der einen oder anderen Ecke Abstriche machen (Kabin kürzen wolltest du nicht, der Koffer muss auch nicht so groß sein und der 600l Dieseltank ist auch unnötig.

Wir sind damals auch sicher hemdsärmlich an das eine oder andere Thema ran gegangen, aber generell halte ich einen Preis Rahmen von 20-25k (natürlich in Abhängigkeit der eigenen Ansprüche, was man selber machen kann und wie man teile kauft) für durchaus machbar.

in diesem Sinne, viel spass weiterhin und halte uns auf dem Laufenden.

Grüße
Moritz
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Re: Projektvorstellung MB 1017 AF

#42 Beitrag von Solarer » 2021-05-06 15:45:13

Hallo Jan,
1017a steht bei meinem Projekt ja auch vorne dran, dahinter LAK II.
Von 25 K als Budget habe ich, schon Aufgrund der Hardware, nicht einmal geträumt.
Da mir klar ist das LKW-Teile nicht mit PKW/ Pickup zu vergleichen sind steht bei mir eine große 3/ evtl kleine 4 vorne dran.....
Die Kabinentechnik (Sanitär, Heizung, Strom inc PV) kann ich halt durch meine Fa einigermassen kostengüntig darstellen.
Für Holzarbeiten habe ich einen Kumpel.
LKW-Technik, was da so nötig ist, findet sich

Also immer guten Mutes dran und dann wird es schon
Udo

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Re: Projektvorstellung MB 1017 AF

#43 Beitrag von Jan Schwarzkopf » 2021-05-06 17:23:01

Mark86 hat geschrieben:
2021-05-05 20:51:43
Ich habs Frontdesign so gemacht...
Das ist natürlich auch sehr schick und entspricht im Prinzip einem orginal möglichen Auslieferungszustand (wenn man das so sagen kann?) Die kleinen "Zubehörteile", wie das Michelinmänchen oder die Kühlerfigur, setzen dem ganzen noch ein I-Tüpfelchen.
Die 190er hat geschrieben:
2021-05-06 15:34:36
Moin Jan,

Wilkommen im Club und glückwunsch zum Fahrzeug erstmal:)

Ich weiß ja, das Thema Kosten ist schon vorbei und der Thread bereits weitergewandert, ich wollte jetzt aber auch nochmal meine Erfahrungen mitteilen.
Der Kauf unseres 1017ers ist zwar auch schon ein paar Jahre her aber am ende, abreisefertig, waren wir bei 23.500€.
Natürlich kommen hier einige Faktoren zusammen:
Fahrzeug+Überführung+Neue Hinterachse+Tüv waren 4500€
Technisch war nicht viel zu machen und ist es bis heute nicht.
Führerhaus haben wir selber gekürzt, den Koffer selber gebaut.
Wir hatten eine voll ausgestattete Schreinerei zur Hand und viele Freunde die uns mit allem möglichen haben helfen und versorgen können.

Dafür hatten wir am ende aber auch ein Fahrzeug da, mit dem wir ein Jahr unterwegs waren. Das ist ja gar nicht dein Anspruch. Du kannst also an der einen oder anderen Ecke Abstriche machen (Kabin kürzen wolltest du nicht, der Koffer muss auch nicht so groß sein und der 600l Dieseltank ist auch unnötig.

Wir sind damals auch sicher hemdsärmlich an das eine oder andere Thema ran gegangen, aber generell halte ich einen Preis Rahmen von 20-25k (natürlich in Abhängigkeit der eigenen Ansprüche, was man selber machen kann und wie man teile kauft) für durchaus machbar.

in diesem Sinne, viel spass weiterhin und halte uns auf dem Laufenden.

Grüße
Moritz
Hallo Moritz,
Vielen Dank für sie Glückwünsche.
Diese Infos sind natürlich sehr gut, sie Zeigen dass es auch "preisgünstig" geht.
Leider glaube ich selber kaum noch an die 20k-Grenze, die Hoffnung stirbt aber bekanntlich zu letzt :joke: , es sind bei mir leider noch einige Mängel aufgetreten, welche beim Kauf für mich nicht ersichtlich waren. Schaffen könnte man es mit Not sicherlich, es ist ja auch die Frage welche Ansprüche man an das Fahrzeug stellt. Würde man z.B. nur den Feuerwehrkoffer gegen einen anderen Aufbau tauschen und das Fahrgestell in genau diesem Zustand belassen währe es sicherlich auch bedeutend günstiger möglich. Ob dass allerdings die Beste Idee ist kann ich nicht beurteilen, ich währe mit dieser Vorgehensweise spätestens beim nächsten Tüv-Termin gescheitert. Die Frage, welche "Zusatzausstattung" man benötigt, spielt hierbei natürlich auch eine große Rolle. Dem einem reicht ein aus OSB-Platten gezimmerter Tisch mit Feldbett, der andere möchte nicht auf eine sehr gut Ausgestattete Inneneinrichtung verzichten. Ich versuche hierbei einen guten Kompromis einzugehen und einen handwerklich ordentlichen Innenausbau darzustellen. Dies ist ja auch für die Wohnmobilzulassung nötig.

Bis auf den Motor+Getriebe möchten wir auch alles selber machen (sprich ohne einen Besuch in der Kfz-Werkstatt). Für die Bremsen habe ich einen Kfz-Mechaniker an der Hand, welcher mir auf die Finger schaut. Alleine währe mir dies beim Thema Bremsen doch etwas zu riskant. Bis jetzt haben wir auch alles ohne größere Probleme hinbekommen, die einzige "Herausforderung" (wenn man es so nennen kann, es wahr eher sehr Ärgerlich dass die rettende Idee mir erst so spät gekommen ist) war das Entfernen der alten Lager des hinteren Stabilisators.

Ohne Unterstützung und den "richtigen" Bekannten geht bei so einem Projekt (zumindest für Normalverdienende) nicht sehr viel. So lasse ich mir z.B. zur Zeit von meinem Onkel ein neuen "Stab" für meinen Stabilisator fräßen, dieser war bei Mercedes nämlich nicht mehr lieferbar. Praktisch wenn man jemanden Kennt, der eine CNC-Fräse besitzt. :angel:

Den Innenausbau werde ich komplett selber Anfertigen, ich hatte dies ursprünglich sogar mal in meiner Ausbildung gelernt. Dort waren es zwar "nur" 4x2-Wohnmobile und Tourneebusse welche Ausgebaut wurden, so groß sollte der Unterschied aber nicht sein (Und vor allem habe ich bei diesen Fahrzeugen teilweise gesehen was nach kürzester Zeit alles am Innenausbau nicht mehr funktionierte und weiß hierdurch wie man es nicht macht :wack: )
Solarer hat geschrieben:
2021-05-06 15:45:13
Hallo Jan,
1017a steht bei meinem Projekt ja auch vorne dran, dahinter LAK II.
Von 25 K als Budget habe ich, schon Aufgrund der Hardware, nicht einmal geträumt.
Da mir klar ist das LKW-Teile nicht mit PKW/ Pickup zu vergleichen sind steht bei mir eine große 3/ evtl kleine 4 vorne dran.....
Die Kabinentechnik (Sanitär, Heizung, Strom inc PV) kann ich halt durch meine Fa einigermassen kostengüntig darstellen.
Für Holzarbeiten habe ich einen Kumpel.
LKW-Technik, was da so nötig ist, findet sich

Also immer guten Mutes dran und dann wird es schon
Udo
Hallo Udo,
Die "großen" Kostenfaktoren (Fahrgestell, Ersatzteile und Aufbau) sind bis auf die Reifen und den Zwischenrahmen schon bezahlt. Hierzu muss man aber sagen, dass sowohl das Fahrgestell als auch der Koffer relativ günstig wahren (Zumindest sehe ich dies im Vergleich zu anderen "Verkaufsangeboten" so). Die Ersatzteile sind natürlich bedeutend teurer als im Pkw-Bereich, wobei ich bis jetzt relativ viele Prozente durch den Mercedeshändler erhielt. Das Problem ist hierbei aber die Menge der Ersatzteile, welche ich benötige. Auch der komplette Zubehör und Kleinkram löffelt sich bedeutend schneller zusammen als erwartet. Am Ende kostet der Umbau so viel wie er Kostet, ein halbfertiges Fahrzeug lässt sich nur schwer fahren.

Vielen Dank für die Hoffnung, bis jetzt hat alles relativ gut Funktioniert. Ob diese Glückssträhne noch länger abhält, wir werden sehen.

In der Zwischenzeit ist am Fahrzeug nicht so viel passiert. Es wurde der Bereich am Fahrgestell und der Hinterachse für den Einbau der Federn vorbereitet; also entrostet, angeschliffen und neu Lackiert. Zur Zeit kommt man an diese Stellen bedeutend einfacher hin wie mit eingebauten Federn. Des weiteren hat mein Kumpel sich weiter um die Fahrzeugelektrik gekümmert. Als Mechatroniker ist dies auch gefühlt genau seine Welt und er Übernimmt den kompletten Part an arbeit (Finde ich sehr gut, Kfz-Elektrik ist für mich doch eher unbekanntes Terain). Im Prinzip haben wir, oder besser gesagt er, die Komplette Elektrik des Aufbaus zurückgebaut und Abgeklemmt. Der Sicherungskasten wurde von seinem (in 42 Jahren Umbauaktionen bei der Feuerwehr) Chaos befreit und die noch benötigten Leitungen zu neuen Kabelbäumen gebündelt.

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Re: Projektvorstellung MB 1017 AF

#44 Beitrag von Mark86 » 2021-05-06 19:40:10

Das ist natürlich auch sehr schick und entspricht im Prinzip einem orginal möglichen Auslieferungszustand (wenn man das so sagen kann?) Die kleinen "Zubehörteile", wie das Michelinmänchen oder die Kühlerfigur, setzen dem ganzen noch ein I-Tüpfelchen.
Ich habe mir Mühe gegeben, ein "freundliches" Oldtimergesicht zu "designen". Wenn man schon mit nem Monster LKW irgendwo auftaucht, dann sollte dass doch lieber freundlich und deeskalierend wirken. Oft kommen Leute zu mir, die auf dem LKW Modell ihren Führerschein gemacht haben, den beim Bund gefahren sind, die sich damit ihr Studium finanziert haben, etc. fragen ob sie sich nochmal reinsetzen dürfen usw. usf.
Deswegen habe ich auf Kriegsbemalung, Kuhfänger und Scheinwerfergitter verzichtet...

Teure "Verschleißteile" gibts eigentlich alle im Zubehör, wenn man ne EPC hat um die Vergleichsnummern raus zu bekommen, sogar bei den üblichen KFZ Teilehändlern, wenn man etwas Zeit hat auf Ebay und EBay Kleinanzeigen gibt es grade für nen 1017 Teile zu Hauf... Das ist finanziell oft nicht so der große Teil...
Ich hab direkt bei Daimler für meinen eigentlich hauptsächlich nur Kleinzeug gekauft...

Nen Feuerwehrkoffer umstricken kann man machen, aber daraus wird halt kein richtiges Fernreisemobil.
Ich hab bei mir nen Sheter drauf gesetzt, Hilfsrahmen war easy und nicht teuer und für den Innenausbau damals nen Wohnwagen gekauft, den groß genug kaufen, dann hat man viel Material. Weil ich keine Lust auf Urlaub in Gelsenkirchener Barock hatte, habe ich nen 3 Jahre alten mit Totalschaden aus der Restwertbörse gekauft, mit frischer Heizung, Kühlschrank, Kocher, Waschbecken, Dusche, etc.

Das Innendesign ist jetzt natürlich rund 9 Jahre alt und schon etwas angegraut, aber so ist dass halt.
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Projektvorstellung MB 1017 AF

#45 Beitrag von Jan Schwarzkopf » 2021-05-08 17:47:25

Mark86 hat geschrieben:
2021-05-06 19:40:10
Nen Feuerwehrkoffer umstricken kann man machen, aber daraus wird halt kein richtiges Fernreisemobil.
Ich hab bei mir nen Sheter drauf gesetzt, Hilfsrahmen war easy und nicht teuer und für den Innenausbau damals nen Wohnwagen gekauft, den groß genug kaufen, dann hat man viel Material. Weil ich keine Lust auf Urlaub in Gelsenkirchener Barock hatte, habe ich nen 3 Jahre alten mit Totalschaden aus der Restwertbörse gekauft, mit frischer Heizung, Kühlschrank, Kocher, Waschbecken, Dusche, etc.

Das Innendesign ist jetzt natürlich rund 9 Jahre alt und schon etwas angegraut, aber so ist dass halt.
Ich habe gerade herausgefunden was "Gelsenkirchener Barock" ist (den Begriff ist bei uns nicht geläufig), dass ist glaub ich genau dass was keiner haben möchte :totlach: :totlach: sieht ja furchtbar aus :wack:

Inzwischen wurden die Blattfedern montiert. Mit Hilfe eines Lift war es auch (zumindest vom Gewicht her gesehen) relativ leicht. Einzig die Distanzscheiben zwischen Federn und Federaufhängung zu bekommen und diese drei Teile so auszurichten, dass der Bolzen hineingleitet war etwas fummelig. Am Ende gab es noch neue Sicherungsstifte für die Bolzen (die Alten wurden beim Ausbau "leicht Verformt") und das ganze wurde ordentlich eingefettet.
Zuvor wurde der Fahrzeugrahmen in diesem Bereich schon entrostet und neu lackiert, später würde ich an diese Stellen nur noch schwer herankommen.

Als nächstes werden die neuen Bremszylinder eingebaut und die Radnabe wieder montiert. Leider fehlen mir hierfür noch die Ersatzteile, meine von der Mercedeswerkstatt gelieferten Wellendichtringe sind im Außendurchmesser leider ca 3cm zu klein, das würde glaub ich nicht sehr dicht werden :totlach:
Dateianhänge
Die Federn wurden an den Lift gehängt. So ließen sie sich gut in der benötigten Höhe positionieren.
Die Federn wurden an den Lift gehängt. So ließen sie sich gut in der benötigten Höhe positionieren.
Das fertige Ergebniss. Zumindest optisch bin ich zufrieden, ob sich der Aufwand gelohnt hat werde ich erst merken, wenn das Fahrzeug wieder fährt.
Das fertige Ergebniss. Zumindest optisch bin ich zufrieden, ob sich der Aufwand gelohnt hat werde ich erst merken, wenn das Fahrzeug wieder fährt.

Mark86
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Re: Projektvorstellung MB 1017 AF

#46 Beitrag von Mark86 » 2021-05-08 20:19:52

Ich habe gerade herausgefunden was "Gelsenkirchener Barock" ist (den Begriff ist bei uns nicht geläufig), dass ist glaub ich genau dass was keiner haben möchte
Ach, wie schon geschrieben ist das damals chicke Innendesign (3 Jahre alt, 1 Stufe vor dem Topmodernen Yachtdesign) mitlerweile auch schon 9 Jahre alt und mein Südamerikamädel meinte "sieht aus wie bei Oma" :bored:

Das heißt, bei einer langfristigen Nutzung unterliegt das Innendesign eh dem normalen Zeitwandel und ich hätte es auch in "Gelsenkirchener Barock" ausbauen können, dann hätte ich wahrscheinlich länger Freude an der guten Qualität, als mich zwischendurch dass Design ärgern würde...
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Re: Projektvorstellung MB 1017 AF

#47 Beitrag von Jan Schwarzkopf » 2021-05-08 20:23:18

Eine technische Frage :)

Langsam geht es wieder an den Zusammenbau der ersten Teile der Hinterachse. Zu diesen gehört auch der Stabilisator. Der Ausbau des Stabilisators gestaltete sich schwieriger als Gedacht: Am Fahrgestell und an der Achse ließen sich alle Schrauben problemlos öffnen. Bei den Buchsen (95), in welchen die Bolzen steckten war dies aber nicht der Fall. Zum Ausbauen haben wir die Bolzen einfach mit der Säbelsäge durchgeschnitten (einfach ist bei gehärtetem Stahl zwar leichter gesagt als getan, aber es war trotzdem möglich). Danach die Sicherungsringe (oder was hiervon noch übrig war) entfernt und Versucht die Bolzen und Buchsen herauszubekommen: Kleiner Fäustel: keine Chance, Erhitzen: keine Chance, Vorschlaghammer: keine Chance, Wagenheber mit 10t: keine Chance, hydraulischer Spreizer 50t: keine Chance, ganz vorsichtig mit dem Dremel kleine Stücke herausschneiden und die Buchse zerlegen: hat super funktioniert. Das Problem war eine minimale Flugrostansammlung, welche die Buchse in ihrer Bohrung festhielt. Diese ist vermitlich aus folgendem Grund entstanden: an dem Bügel (4) des Stabilisators sind keine Schmiernippel vorhanden, es ist also nicht möglich diese Buchsen zu Schmieren.
Voller Demotivation und mit schlimmer Vorahnung machte ich mich an die Arbeit die Buchsen aus den Halterungen (35) am Fahrgestell zu entfernen. Doch: zwei Schläge mit dem Fäustel und die Buchsen waren aus ihrer Bohrung heraus. Der Grund: an den Halterungen sind Schmirnippel für die Buchsen angebracht.
Ich hoffe zwar den Stabilisator nie mehr ausbauen zu müssen, befürchte aber dass die Buchsen im Bügel ohne Fett (abgesehen von dem Fett beim Einbauen) innerhalb kürzester Zeit wieder Festrosten und das ganze Spiel von vorne Beginnt.

Nach einiger Recherche ist mir Aufgefallen, dass es auch Stabilisatorenbügel mit Schmiernippel für den MB 1017AF gibt (Foro unten). Allerdings ist meine Motivation auf einen neuen Bügel eher gering, vor allem weil ich den bisherigen schon entrostet und neu lackiert habe. Auch das Geld spielt hierbei eine kleine Rolle. In meinem Reparatursatz für den Stabilisator gibt es auch Schmiernippeö für diese Stelle.

Die Frage: lassen sich an dem bisherigen Bügel Schmiernippel nachrüsten?
Ich stelle mir das in etwa so vor: in die Oberseite (zweites Foto) ein Loch in rechtem Winkel mittig bis zu der Bohrung für die Buchse bohren, Gewinde hineinschneiden, Schmiernippel einschrauben und fertig. Dan würde mein Stabilisatorbügel im Prinzip wie auf dem Foto eins aussehen.
Ob dass so einfach funktioniert wie ich es mir vorstelle:
- Besteht der Bügel auch aus gehärtetem Material?
-Wird dem Bügel durch (z.B. eine 6er Bohrung) zu viel Material entfernt und hierdurch der Bügel zu stark geschwächt?
-ist es überhaupt zulässig?
-gibt es eine alternative?
-hat dass schon mal jemand gemacht?

Oder: sollten an diesem Bügel gar keine Schmiernippel angebracht sein und die Buchsen liegen sozusagen nur in dem Fett vom einbau ein?
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Hier sieht man an dem Bügel vorne die zwei Bohrungen für die Schmiernippel.
Hier sieht man an dem Bügel vorne die zwei Bohrungen für die Schmiernippel.
Hier sieht man meinen Stabibügel. So zusagen würde ich an der Oberseite zwei Bohrungen zu den Löchern für die Buchsen anbringen.
Hier sieht man meinen Stabibügel. So zusagen würde ich an der Oberseite zwei Bohrungen zu den Löchern für die Buchsen anbringen.

Jan Schwarzkopf
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Re: Projektvorstellung MB 1017 AF

#48 Beitrag von Jan Schwarzkopf » 2021-05-08 20:33:10

Zum besseren Verständniss, ich glaube mein gefassel ist sonst nur schwer zu verstehen :wack:

Auf der Zeichnung ist eine Seite des Bügels (Nr. 4) zu sehen. In dem Loch sitzt sozusagen die Buchse, welche ja gefettet werden sollte. Meinem Plan nach würde ich an der Stelle mit dem Pfeil eine Bohrung nit Gewinde anbringen. Hierdurch lässt sich die Buchse dann mit frischem Fett versorgen.
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20210508_202800~3.jpg

Mark86
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Re: Projektvorstellung MB 1017 AF

#49 Beitrag von Mark86 » 2021-05-08 20:39:14

Die Grundsätzliche Konstruktion ist am 911er Hauber und am 1017 gleich.
Der Unterschied ist, dass man sie am Hauber abschmieren kann und am 1017 nicht.
Da der Repsatz, den es für ca. 35€ pro Seite gibt, bei beiden gleich ist, sind auch Schmiernippel dabei.

Meine Erfahrung (Walöter kann da mehr zu sagen) ist, dass die Konstruktionen beide gleich lange halten...
Etwa 100-120.000km, dann sind die durch.

Der Unterschied im Verschleißbild ist, dass sich am 1017 rostige Brühe außen bildet und dass anfängt zu quietschen.
Am 911er Hauber ist es ausgeschlagen und klappert.

Der Vorteil pro Hauber ist, dass man die Teile einfach unterm Auto neu machen kann.
Am 1017 ist dann alles zusammen gerostet, da baut man am besten den ganzen Stabi aus und nimmt ne Hydraulikpresse und ne große Flex mit großer Scheibe (geht besser als Säbelsäge).

Ich habe mir dass in den Wartungsplan geschrieb und versuche mal die Teile nach 80.000km prophylaktisch zu tauschen, bevor sie wieder festroten. In 45.000km kann ich berichten...

Die Idee, Schmiernippel nach zu rüsten habe ich nicht weiter verfolgt, da ich den Erfolg Löcher und Gewinde in Federstahl (Stabilisator) zu bohren als eher gering ansehe.
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

Jan Schwarzkopf
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Re: Projektvorstellung MB 1017 AF

#50 Beitrag von Jan Schwarzkopf » 2021-05-08 22:20:29

Mark86 hat geschrieben:
2021-05-08 20:39:14
Die Grundsätzliche Konstruktion ist am 911er Hauber und am 1017 gleich.
Der Unterschied ist, dass man sie am Hauber abschmieren kann und am 1017 nicht.
Da der Repsatz, den es für ca. 35€ pro Seite gibt, bei beiden gleich ist, sind auch Schmiernippel dabei.

Meine Erfahrung (Walöter kann da mehr zu sagen) ist, dass die Konstruktionen beide gleich lange halten...
Etwa 100-120.000km, dann sind die durch.

Der Unterschied im Verschleißbild ist, dass sich am 1017 rostige Brühe außen bildet und dass anfängt zu quietschen.
Am 911er Hauber ist es ausgeschlagen und klappert.

Der Vorteil pro Hauber ist, dass man die Teile einfach unterm Auto neu machen kann.
Am 1017 ist dann alles zusammen gerostet, da baut man am besten den ganzen Stabi aus und nimmt ne Hydraulikpresse und ne große Flex mit großer Scheibe (geht besser als Säbelsäge).

Ich habe mir dass in den Wartungsplan geschrieb und versuche mal die Teile nach 80.000km prophylaktisch zu tauschen, bevor sie wieder festroten. In 45.000km kann ich berichten...

Die Idee, Schmiernippel nach zu rüsten habe ich nicht weiter verfolgt, da ich den Erfolg Löcher und Gewinde in Federstahl (Stabilisator) zu bohren als eher gering ansehe.
Vielen Dank für die Info,
ja, bei mir lief die rostige Brühe aus den Buchsen heraus, dies war auch der Grund weshalb die Mercedes-Werkstatt beim Rundum-Check des Fahrzeuges eine Überholung der Stabilisatoren vorschlug.
Der Reparatursatz war erstaunlich günstig, im Prinzip lohnt es sich im Anbetracht des Arbeitsaufwandes bei festgerosteten Buchsen diese früher auszutauschen.

Federstahl ist zum Gewindeschneiden ziemlich unpraktisch, ich hatte die Hoffnung, dass der Bügel aus einem anderen Material währe.

Wenn die beiden "Stabilisatorenarten", also mit und ohne Abschmirnippel, im Prinzip eh gleich lange Halten und sich nur in der Art ihrerer Beschädigungen am Ende unterscheiden, würde ein Umbau ja eigentlich wenig Sinn machen.

Mit der Flex geht das bedeutend besser, ich habe zwar eine große Flex aber die lag zuhause und nicht in der Werkstatt. Mein Wille den Stabi aber genau in diesem Moment auszubauen war am Ende doch stärker wie die Federbolzen, auch wenn der Nachhauseweg nur 5 Minuten gedauert hätte (Wo eine Wand ist gibts auch nen Kopf der da durch möchte :wack: )

Mark86
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Re: Projektvorstellung MB 1017 AF

#51 Beitrag von Mark86 » 2021-05-09 11:47:53

Also ich hab die Buchsen aus Stabi und Rahmenlagern nur raus bekommen, nach dem ich die Teile auseinander geflex und mittels Hydraulikpresse getrennt habe. Die Aktion hat nen ganzen Tag gedauert. Wie gesagt, ich hab die Arbeiten auch schon 2x am 911er gemacht, tja, geht da natürlich schneller, aber die Autos hatten alle 3 die ähnliche Laufleistung weg...

Stabi hinten ist auf jdn. Fall unter den Schwachpunkten vom 1017, aber wie gesagt, Kostenmäßig überschaubar und auch an nem Tag fertig...
Ansonsten mag meiner Wasserpumpen, Keilriemen (alle 50, 60tkm), Fett, Motorölfilter, paar Glühlampen, Scheibenwischerblätter und so Standardzeug. Massefehler Kombiinstrument ist auch gerne genommen, Dichtungen der Einspritzdüsenleitungen sind irgendwie immer leicht undicht, und natürlich der ganze Brems & Kupplungshydraulikkram Altersbedingt. Darüber hinaus sind jetzt in über 6 Betriebsjahren und ca. 130tkm größere Schrauberaktionen trotz einem Fahrzeugalter von über 44 Jahren ausgeblieben, toitoitoi. Lenkgestängeköpfe haben natürlich etwas mit meinen großen Rädern zu kämpfen...
Ich hatte jedenfalls bisher keine Wartungen / Reparaturen die ich angefangen habe und die nicht am selben Tag fertig waren.

Die Teileversorgung beim 1017 ist halt sehr gut und günstig durch viele Gleichteile von den BW Autos die es im Netz hinterher geworfen gibt, dadurch dass der Motor in sämtlichen Unimogs, MB Tracs & Co sitzt und heute noch gebaut wird, dadurch dass die Karosserien bis vor kurzem auch noch gebaut wurden, und dadurch dass viele Zulieferer die Verschleißteile die teilweise Jahrzehnte unverändert gebaut wurden, immernoch herstellen. Auch der Verbrauch mit 20 Litern ist in der Klasse gering, ist halt n günstiger Einstiegslaster in die "große" LKW Klasse.
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

Jan Schwarzkopf
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Re: Projektvorstellung MB 1017 AF

#52 Beitrag von Jan Schwarzkopf » 2021-05-09 22:29:39

Insgesammt hat der Ausbau des Stabilisators einen ganzen Tag in Anspruch genommen. Auch habe ich die oberen Halterungen des Stabi am Fahrgestellrahmen demontiert, nach der Ausbausituation der Buchsen am Fahrgestell wollte ich diese Arbeit in aller Ruhe an der Werkbank verrichten. Im Nachhinein war dies die richtige Entscheidung, zwischen dem Halter und dem Fahrzeugrahmen war schon die ersten Korrosionsblüten aufgetaucht (Da ich die Blattfedern zu dieser Zeit schon ausgebaut hatte, hätte man die Buchsen im Nachhinein betrachtet auch so Ausbauen können).
Inzwischen sind alle Teile des Stabilisators entrostet, bzw. angeschliffen und neu lackiert (wenn ich sie schon ausbaue ist dies kein großer Mehraufwand mehr).
Auch habe ich alle Teile zusammen, ich verwende einen fertigen Repararursatz. Bei diesem waren allerdings die zwei Kunststofflager, welche den Stabilisatorbügel mit der Achse "verbinden" nicht enthalten. Diese Lager sind bei Mercedes auch laut Aussage des Händlers nicht mehr lieferbar, online hatte ich sie aber in fünf Minuten gefunden). Die alten Lager sahen im großen und ganzen zwar noch ganz okay aus, allerdings ist 42 Jahrer alter Kunststoff auch nicht mehr der jüngste.
Der beim Ausbau beschädigte Führungsstab wurde neu angefertigt, da auch dieser nicht mehr lieferbar ist.

Sämmtliche Verschleißteile, wie z.b. die Keilriehmen liegen schon bereit und warten auf ihren Einbau.
Zum Thema Bremse: Das teuerste Bauteil, der Hauptbremszylinder, wurde 2017 schon getauscht. Die Radbremszylinder werde ich alle Wechseln, diese liegen schon bereit. Wie diese an der Vorderachse aussehen weiß ich noch nicht (Vorderachse ist noch zusammengebaut und Ölt langsamm vor sich hin), an der Hinterachse war ein Zylinder schon undicht. In diesem Zug gibts auch gleich noch neue Bremsschläuche, wer weiß schon wie alt die bisherigen sind. Die Bremsbeläge sind zum Glück unbeschädigt und wurden 2017 schon erneuert. Bremsflüssigkeit ist zum Glück keine auf die Bremsbeläge gekommen. Die Bremstrommeln haben auch noch genug "Material" und sind inzwischen schon neu lackiert (mal schauen wie lange die Farbe hält).
Der Zusammenbau der Hinterachse scheidert zur Zeit nur an den zwei fehlenden Wellendichtringen, da wurden mir von der Mercedeswerkstatt die falschen herausgesucht (dass kann bei der Menge der von mir in diesem Zug bestellten Ersatzteile ja schon mal passieren).

Ein neuer Kupplungszylinder liegt auch schon bereit...

Die Spurstangenköpfe der Lenkstange wurden schon getauscht (Wenn ich mich richtig entsinne in 2015, bin mir aber gerade nicht ganz sicher, irgendwo in den Interlagen stehts auf jeden Fall geschrieben).

Bis jetzt habe ich alle Ersatzteile, gefühlt empfunden, relativ günstig bekommen, bei Mercedes gab es doch ziemlich viel Rabatt, den Rest konnte ich online erstehen. Ein Bekannter von mir arbeitete bei MAN, als dieser von den Ersatzteilpreisen bei Ihnen berichtete wurde mir doch bewusst wie gut ich es doch habe.
Im Prinzip konnte ich bis jetzt alles Finden, einzig die "dreieckigen Kunststofflager" zur Befestigung des vorderen Stabilisators sind mir noch nicht als neues Produkt über den Weg gelaufen.

Stimmt, die Karosserie wurde glaub ich bis 2012 von FAP (serbischer LKW-Hersteller, verbaute in einigen seiner Modelle neben den NG-Fahrerhäusern auch Mercedes Motoren und Abgasreinigungssysteme) verwendet, in China liefen unter einem mir unbekannten Hersteller SK-Kabinen vom Band und Tata-Motors verwendete bis vor kurzem auch NG-Fahrerhäuser oder eine Art ableger hiervon.

Wie ich bis jetzt herausgelesen habe ist der 1017 eher der gutmüdige LKW, bei welchem im Normalfall keine sehr großen Probleme auftauchen. Dafür ist er allerdings den meisten Angaben zufolge auch etwas träge und schwach auf der Brust, mir reichen diese Leistungen des 1017 allerdings allemale aus, gefühlt beschleunigt er unbeladen immer noch schneller wie unser krüppliger Atego :totlach:

Der relativ niedrige Verbrauch des 1017 mit seinem Reihensechszylinder war auch ein Ausschlaggebendes Argument gegenüber seinen größeren Brüdern (1019, 1222, 1224,...), ob dies am Ende wirklich von den Gesammtkosten so sehr relevat ist sei mal dahingestellt, allerdings habe ich ein gutes Gefühl beim fahren mit einem "sparsammen" Lkw an der Tankstelle :totlach:

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