LAK 2 Federlagerung auf Iveco 120-23

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x-o
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LAK 2 Federlagerung auf Iveco 120-23

#1 Beitrag von x-o » 2020-07-26 18:19:10

Hallo Allrad-LKW-Gemeinschaft!

Ich bin frischer Besitzer eines LAK 2 und somit sind alle meine bisherigen Planungen obsolet. Ich benötige jetzt eine neue Lösung für den Zwischenrahmen. Mein bisheriger Plan war ein Kühlkoffer mit federgelagerten verdrehsteifem Rahmen. Der LAK 2 ist aber selbst schon relativ verdrehsteif. Ich kenne die Lösung vom W50/L60 mit einer festen Traverse und den Gummipuffern an der zweiten.

Spricht etwas dagegen dies mit meiner alten Feuerwehrlagerung nachzubauen? Ich hatte einen Rüstwagenaufbau mit federlagerung, der auch nur an den vier Lagerpunkten auflag. Festlager hinten und Federlager mit Gummipuffer vorne.

Anbei mal ein paar Bilder von den Lagern.

Die Idee wäre auf den Lagern je eine Jost BDF Traverse zu abzustützen. Die traversen wären dann nicht direkt miteinander verbunden, sondern nur über den LAK.
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rotertrecker
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Re: LAK 2 Federlagerung auf Iveco 120-23

#2 Beitrag von rotertrecker » 2020-07-27 9:19:44

Hallo!
Ohne jetzt zu wissen was Du als Fahrgestell hast (DB 207? Magirus 120-23? Oder was?, Glaskugel ist wieder beschlagen, so´n Mist!) würde ich Dir grundsätzlich empfehlen, eine Hilfsrahmen zu verwende, um die Lasteinleitung in den Hauptrahmen nicht punktuell zu haben, sondern näherungsweise als Flächenlast.
Im Übrigen solltest Du Dir dazu die Aufbaurichtlinien Deines Fahrgestellherstellers reinziehen.

Gruß Sven
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Re: LAK 2 Federlagerung auf Iveco 120-23

#3 Beitrag von meggmann » 2020-07-27 12:52:38

Sooooo verdrehsteif ist der LAK nicht - irgendwann geben die Fügestellen nach und dann hast du einen mehrteiligen Koffer.

Nimm dich den Feuerwehr Zwischenrahmen, Bau den auf ne „normale“ Federlagerung um, ein paar Containerlocks drauf und fertig ist die Laube (hab ich ganz zufällig so mit dem THW Zwischenrahmen gemacht).

Einen 90-16 wirst du ja nicht haben, da passt ein LAK 2 nicht drauf (außer man kürzt frevlerisch die Doka oder verlängert den Radstand)

Gruß Marcel
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Re: LAK 2 Federlagerung auf Iveco 120-23

#4 Beitrag von Wilmaaa » 2020-07-27 12:57:31

Ich lese in der Überschrift "auf Iveco 120-23" - wieso ist denn das Fahrgestell so unklar? Oder lese ich etwas, was da nicht steht? :search:
Ich hab einen Virus: den H-A-N-O-M-A-G-I-R-U-S
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Re: LAK 2 Federlagerung auf Iveco 120-23

#5 Beitrag von meggmann » 2020-07-27 13:03:49

.... ist mir auch gerade aufgefallen - Asche auf mein Haupt

Gruß Marcel
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Re: LAK 2 Federlagerung auf Iveco 120-23

#6 Beitrag von x-o » 2020-07-27 17:42:59

meggmann hat geschrieben:
2020-07-27 12:52:38
Sooooo verdrehsteif ist der LAK nicht - irgendwann geben die Fügestellen nach und dann hast du einen mehrteiligen Koffer.

Nimm dich den Feuerwehr Zwischenrahmen, Bau den auf ne „normale“ Federlagerung um, ein paar Containerlocks drauf und fertig ist die Laube (hab ich ganz zufällig so mit dem THW Zwischenrahmen gemacht).

Einen 90-16 wirst du ja nicht haben, da passt ein LAK 2 nicht drauf (außer man kürzt frevlerisch die Doka oder verlängert den Radstand)

Gruß Marcel
Wie in der Überschrift steht habe ich einen 120-23. Vom Schaltgestänge bis zum Fangmaul sind es bei mir 5,2m. Mit 60% Überhang könnte ich einen Koffer mit 5,4m draufsetzen. Der LAK 2 ist also einen guten Meter zu kurz.

Ich will den LAK ja auch nicht verdrehen. Der LAK soll hinten fest und vorne federgelagert sein. Allerdings mit zwei untereinander nicht verbundenen Traversen. Ähnlich der Originallagerung am W50, nur mit mehr Federweg.

Ich denke, bevor ich den Feuerwehrzwischenrahmen aus dem Aufbau geschnitten habe, ist es einfacher zwei Längsträger zu nehmen und da quer die Containertraversen drüberzulegen. Fand die Idee mit den vorhandenen Aufnahmen recht sympatisch, weil da eigentlich nur noch die Traversen drauf müssten. Im Vergleich zu einem voll auf den Längsträgern aufliegendem Zwischenrahmen ist die Krafteinleitung dann aber auf lediglich vier Punkte beschränkt.

Mich würde mal interessieren, wie real ausgeführte Federlagerungen für den LAK 2 aussehen.

Hier mal meine Konstruktion für den bisherigen Zwischenrahmen für den Kühlkoffer.
ZwischenrahmenKuehlkoffer.png

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Re: LAK 2 Federlagerung auf Iveco 120-23

#7 Beitrag von uraljack » 2020-07-27 18:04:21

Ich denke, dass Du über Tante Goggle jede Menge Bilder von den originalen Aufbaulagerungen vom LAK finden wirst.

:eek:
Grüße!

Jan

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Re: LAK 2 Federlagerung auf Iveco 120-23

#8 Beitrag von x-o » 2020-07-27 18:13:15

uraljack hat geschrieben:
2020-07-27 18:04:21
Ich denke, dass Du über Tante Goggle jede Menge Bilder von den originalen Aufbaulagerungen vom LAK finden wirst.

:eek:
Ja, hab ich auch gefunden. Deshalb überlege ich ja auch meine alten Aufnahmepunkte genau so umzubauen. Die Frage ist, ob das sinnvoll ist, da der Koffer dann nur noch an den vier Auflagern aufliegt im Gegensatz zur vollflächigen Auflage bei aktuellen federgelagerten Zwischenrahmen.

Mit aktuell ausgeführten Rahmen meine ich auch Basisfahrzeuge ohne Ostvergangenheit, also Magirus, MB, MAN usw.

Wenn ich nach Aufbaurichtlinie gehe, dann sollte der Rahmen so aussehen wie in meiner Zeichnung (vielleicht nicht ganz so extrem, aber in etwa). Original war der Feuerwehraufbau aber eben mit nur 4 Aufnahmepunkten federgelagert montiert.

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Re: LAK 2 Federlagerung auf Iveco 120-23

#9 Beitrag von meggmann » 2020-07-27 19:15:50

Ja so in etwa wie dein Rahmen sieht das bei mir aus - lediglich vorne nochmal eine Quertraverse.

Der Zwischenrahmen muss flächig aufliegen - punktförmig ist nicht zulässig

Nur noch zwei Anmerkungen:
- wozu so viele Federn? Ein Paar vorne reicht voll und ganz
- was ich vermisse, oder übersehen habe, sind die seitlichen Führungslaschen die den Rahmen vorne seitlich führen und dafür sorgen, dass er wieder punktgenau auf dem Hauptrahmen landet

Gruß Marcel
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Re: LAK 2 Federlagerung auf Iveco 120-23

#10 Beitrag von Pirx » 2020-07-27 20:46:30

meggmann hat geschrieben:
2020-07-27 19:15:50
Der Zwischenrahmen muss flächig aufliegen - punktförmig ist nicht zulässig
Das ist in dieser Absolutheit nicht richtig. Z.B. für den Zetros ist zulässig und auch bestellbar, eine 4-Punkt-Lagerung ohne Zwischenrahmen zu montieren.

Siehe dazu die diversen Beiträge dazu (mit Bildern und Link zur Aufbaurichtlinie).

Mit etwas Hirnschmalz läßt sich das auf andere LKW-Typen übertragen. Der Anwendungsfall ist halt recht speziell. Daß diese Ausführung einer Lagerung aber nicht in einer Aufbaurichtlinie erwähnt wird, bedeutet ja nicht gleich, daß sie verboten oder unmöglich wäre.

Grüße aus der französischen Abenddämmerung vom Seeufer,

Pirx
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Re: LAK 2 Federlagerung auf Iveco 120-23

#11 Beitrag von x-o » 2020-07-28 13:38:30

meggmann hat geschrieben:
2020-07-27 19:15:50
- was ich vermisse, oder übersehen habe, sind die seitlichen Führungslaschen die den Rahmen vorne seitlich führen und dafür sorgen, dass er wieder punktgenau auf dem Hauptrahmen landet

Gruß Marcel
Die Führungsbleche sind mit dem Hauptrahmen verschraubt. Da an der Gleitpaarung immer etwas Abrieb ist, finde ich das besser wenn der Hilfsrahmen an den Blechen gleitet.

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Re: LAK 2 Federlagerung auf Iveco 120-23

#12 Beitrag von meggmann » 2020-07-28 14:38:21

Das stimmt.
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Re: LAK 2 Federlagerung auf Iveco 120-23

#13 Beitrag von piranhaoldi » 2020-07-28 17:04:59

Hallöchen,
Hier mal einige Bilder von meiner Lagerung.
Hinten fest, vorn auf vier Gummis, hält super und einfach zu bauen. Ohne Zwischenrahmen!
Gruß Artur
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Re: LAK 2 Federlagerung auf Iveco 120-23

#14 Beitrag von Mark86 » 2020-07-28 18:43:40

Ich weis ja nicht wie die Aufbaurichtlinien bei Iveco sind, aber auf nen normalen Daimler LKW würde ich dass so nicht bauen ;)

Das Problem, wenn man die Führungslaschen an den Rahmen baut, ist, dass der Abstand zum Koffer dann recht hoch sein muss. Bei 15cm langen Laschen muss der Koffer dann wenigstens 16cm über Fahrzeugrahmenobergurt sitzen...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: LAK 2 Federlagerung auf Iveco 120-23

#15 Beitrag von meggmann » 2020-07-28 20:49:07

Die Lagerung wäre auch nix für mich - schon gar nicht mit den Silentlagern.

Mark, bei einem LAK (um den geht es ja) ist das kein Problem weil zum einen die Containeranschlüsse tiefer sind als die Unterkante und zudem der LAK gewölbt ist. Laut Zeichnung sollen es ja eh 160 mm hohe Profile werden da steht die Lasche ja nur maximal ein paar cm über - also kein Thema.

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Re: LAK 2 Federlagerung auf Iveco 120-23

#16 Beitrag von Lampenhalter » 2020-07-28 22:51:42

Hallo x-o,

Die Sache mit der originalen DDR-LAK-Lagerung ist gar nicht so simpel wie man meint. Da haben einige Ingenieure eine ganze Weile dran herumgezeichnet. Es gab verschiedene (auch verschiedene Traversen), abhängig vom Fahrzeug. Und Fahrzeug war auch nicht gleich Fahrzeug. Ein W50 LA mit langem Radstand ist hier etwas anderes als ein kurzer W50 LA. Da geht es um Querträgeranzahl und Platzierung, Seilwinden, Rahmenversteifungen, Verwindung usw. Es gab welche mit Zwischenrahmen und welche ohne. Und auch zwischen Ural und W50 gibt es Unterschiede in der Lagerung. Beim Ural war die vordere Traverse als Wippe ausgeführt (#Dreipunktlagerung), beim W50 nicht (#Silentblöcke).

Bei einigen der originalen Traversen wurden die Lasten tatsächlich punktförmig in die Rahmen eingeleitet. Ich würde aber nicht darauf spekulieren, dass das reibungslos und ohne böse Überraschungen ein ganzes Fahrzeugleben nach unseren heutigen Maßstäben und mit einem beliebigen Unterbau gut geht. Wenn bei den NVA ein W50-Rahmen gerissen ist, hat man ihn eben wieder zusammengelötet. Das ist hier und heute nicht mehr ganz so simpel. Auch von gebrochenen LAK hat man schon gehört. Beides - Rahmenrisse oder zerlegter Aufbau - sind geeignet, einem den Tag nachhaltig zu verderben.

Aufbaurichtlinien zu deinem Fahrzeug vom Hersteller sind ein guter Anlaufpunkt. Wenn da drinnen ausdrücklich stehen sollte, keine punktförmigen Lasteinträge, dann mach das auch besser nicht. (Ich kenne das Papier für dein Fahrzeug nicht - selber mal schauen.)

Grüße...
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Re: LAK 2 Federlagerung auf Iveco 120-23

#17 Beitrag von rotertrecker » 2020-07-29 8:25:27

Moin,

ups!
Ich lese in der Überschrift "auf Iveco 120-23" - wieso ist denn das Fahrgestell so unklar? Oder lese ich etwas, was da nicht steht?
Da hatte ich wohl was anne Augen! Sorry!

Ich habe, wie Marcel, ´nen 90-16. Der ist also schon mal zumindest grob mit dem 120-23 verwandt. Wenn ich mir anschaue, wieder schon auf einem Bordstein bzw. Feldweg verwindet...
Die Lagerung von piranhaoldi mit den Silentgummis wär nix für mich.
Führungsbleche fix am Hauptrahmen finde ich aus den genannten Gründen gar nicht dumm, wenn der Platz reicht, warum nicht?
Die Sache mit den Punktlasten, auch wenn es mal Fahrzeuge gab/gibt, bei denen das geht... Für mich wäre es nichts. Mein Bauch grummelt da.
Und: Was sparst Du? Meiner Einschätzung nach etwas Geld und Gewicht für zweimal ~ 2,5 - 3 m Träger. Das reißt es m.E. nicht raus.

Aber: Das ist nur meine Meinung, ohne Rahmenberechnung oder tiefere Kenntnisse der ARL.
(Meine Pritsche ist noch original THW-Koffer...)

Gruß Sven
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Re: LAK 2 Federlagerung auf Iveco 120-23

#18 Beitrag von Saharagerd » 2020-07-30 19:10:45

Moin moin
Ich hab`s da ähnlich gemacht wie Artur, allerdings auf`m 170D11 (war übrigens Artur sein "Alter", wir müssen noch schnacken, wegen der Verspachtelung der SchraubLöchern im LAK).
Habe auch auf den Hilfsrahmen verzichtet und vertraue voll auf die Stabilität des LAK`s (meiner war übrigens "fabrikfrisch", noch ohne Ausschnitte, Boden und Farbe).
Hinten fest und vorne beweglich, mit original W50-Traversen, allerdings nicht mit Gummiblöcken, sondern mit jeweils zwei Federn pro Seite.
Er verschränkt damit noch ganz ordentlich, auf dem Foto waren das fast 90cm. Ich fahre aber kein "Extrem-offroad" (um den Wagen im Wald zu versenken reicht`s aber trotzdem :lol: :mad: )


Gerd
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Die Welt ist wie ein großes Buch.....
...und wer nicht reist hat nur eine Seite davon gelesen

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Re: LAK 2 Federlagerung auf Iveco 120-23

#19 Beitrag von Mark86 » 2020-07-30 20:35:30

Bei den Daimlern (NG Serie) ist dass Problem, dass wenn du den Koffer vorne und hinten auf Konsolen statt nem durchgehenden Hilfsrahmen stellst, genug Gewicht und scheiss Pisten hast, der Rahmen vorne Richtung Fahrerhaus seine Last trägt, und hinten hinter der Hinterachse. Die Kraft geht dann über den Fahrgestellrahmen und über die Hinterachslager und dann knicken die Rahmen an den vorderen Blattfederlagern durch. Siehst du dann durch nen unschönen Knick im Untergurt...

Das hat nix mit "Extrem Offroad" oder "großer Verschränkung" zu tun, da reicht ne tiefe Querfurche auf ner zügig gefahrenen Piste...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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