Showerloop aus dem Aquaristikzubehör

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flaming_homer
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Showerloop aus dem Aquaristikzubehör

#1 Beitrag von flaming_homer » 2020-02-02 21:23:40

Hallo zusammen,

das Thema Showerloop, das ich schon hier mal in den Ring geschmissen habe, hat mich nicht losgelassen, weshalb ich ein bisschen rumgegoogelt habe.
Ich mach's kurz: Viele der Showerloop-Komponenten kommen aus dem Aquaristik-Bereich. Da lag es nahe, einfach mal nach einem fertigen System zu suchen. Fündig geworden bin ich hier: https://www.eheim.com/de_DE/produkte/te ... el-4-250T#
Von den technischen Daten her klingt das eigentlich alles ganz passend:
- Durchfluss ca. 15 l/min
- modulares Filtersystem mit individuell bestückbaren Einsätzen/Inhalten
- Zuheizung 210W
- Größe ca. 25 x 25 x 40 cm

Der Preis ist mit 200 Euro auch eine andere Hausnummer als die von Showerloop angegebenen 1000 Euro Materialkosten.

Technische Probleme / Unwägbarkeiten:
Die Temperatursteuerung für das Heizelement müsste angepasst werden, da maximal 34°C eingestellt werden können. Ich denke ab ca. 45°C wird niemand mehr meckern können, dass die Dusche nicht heiß genug sei.
Auch das Material wird diese paar Grad mehr wohl abkönnen.

Einen UV-Filter kann man ja danach noch in Reihe schalten.

Um den Stromverbrauch zu begrenzen könnte man darüber nachdenken anstatt dem Thermoelement den Duschboden stärker zu beheizen. Oder auf dem Weg des Duschwassers nach oben ein Heizungsrohr im Gegenstromprinzip danebenlegen, um das Wasser auf Temperatur zu halten, sich aber nicht die Füße zu kochen.

Dass man die Dusche mit warmem Wasser befüllen muss, versteht sich von selbst.

Meinungen? Hab ich was übersehen?

Viele Grüße
Daniel

bachmarc
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Re: Showerloop aus dem Aquaristikzubehör

#2 Beitrag von bachmarc » 2020-02-02 23:13:06

Das klingt alles sehr nach Legionellen Zerstäuber und viel Wartungsaufwand... insbesondere wenn da noch Seife und Haare und Hautschuppen zum füttern zirkulieren.

Dann fahre ich ja nicht weg, damit es wie zu Hause ist... ewig duschen klingt so nach Dauercamper und Vorzeltgardinen ;)
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flaming_homer
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Re: Showerloop aus dem Aquaristikzubehör

#3 Beitrag von flaming_homer » 2020-02-02 23:27:24

Nunja, wer welchen Komfort braucht ist ja nun sehr individuell. Ich bräuchte vermutlich gar keine Dusche, nur fahre ich ja nicht alleine.
Die tägliche, lange Dusche ist auf jeden Fall das, was meine Partnerin am meisten vermissen würde, insofern bin ich durchaus bereit da ein wenig Zeit, Hirnschmalz und auch Geld in dieses Thema zu versenken.

Vor Legionellen habe ich keine Sorgen, denn die brauchen über längere Zeiträume relativ hohe Temperaturen um sich zu vermehren und das System kühlt ja relativ rasch wieder ab.
Über ein paar Gimmicks kann man sich natürlich trotzdem Gedanken machen, wie Rückspülung der Filter oder kurzzeitiges Aufheizen des Kreislaufs auf mehr als 60°C

Viele Grüße
Daniel

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Ulf H
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Re: Showerloop aus dem Aquaristikzubehör

#4 Beitrag von Ulf H » 2020-02-04 21:12:26

... Dusche im Womo muss zum sauber werden reichen ... um so mehr genießt man es, wenn irgendwo unbegrenzt im Menge und Temperatur Wasser aus der Wand kommt ...

Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

Magirus-Deutz 170D11FA ... Bild in Cinemascope extrabreit, Sound in 6-kanal Dolby 8.5 ...

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flaming_homer
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Re: Showerloop aus dem Aquaristikzubehör

#5 Beitrag von flaming_homer » 2020-02-05 0:39:27

Ich habe mich jetzt nochmal versucht schlau zu machen. Leider ist das eine ziemlich komplizierte Materie.
1:1 wird man das vermutlich nicht übernehmen können, denn die Aquarienfilter arbeiten über gezielten bakteriellen Bewuchs, also genau das, was man für diesen Anwendungszweck nicht gebrauchen kann. Die Showerloop-Filter sind relativ stark komprimiert, während die Aquarienfilter eher locker gepackt sind. Das scheint einen erheblichen Unterschied zu machen.
Eine Sandfilterstufe funktioniert jedenfalls nicht, denn das schafft die Pumpe nicht. Möglicherweise ginge es doch mit sogenannten "Filterballs", einer in der Schwimmbadtechnik verbreiteten alternative zu Sand in den Filteranlagen, die zudem auch noch deutlich leichter ist.
Inzwischen habe ich außerdem gesehen, dass es von anderen Herstellern ähnliche, aber deutlich günstigere Aquarien-Außenfilter gibt, sodass man vermutlich mit 150 Euro Investition für alles, inklusive UV-Sterilisation und Zusatzheizung auskäme. Geschätztes Systemgewicht: 10kg (wenn die Filter noch nicht nass sind).

Obwohl ich echt versucht bin das auszuprobieren, werde ich das nur machen, wenn ich mir sicher sein kann, dass die Hygiene stimmt. Was sicher kein Fehler wäre, ist eine Rückspülung vorzusehen.
Viele Grüße
Daniel

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