Erfahrungen mit Leichtbaukoffern aus der Sprinter-Klasse als Wohnkoffer für schwerere LKW

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hesima
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Erfahrungen mit Leichtbaukoffern aus der Sprinter-Klasse als Wohnkoffer für schwerere LKW

#1 Beitrag von hesima » 2019-05-11 9:01:50

Moin,

hat hier im Forum jemand Erfahrungen mit dem Ausbau eines Leichtbaukoffers für die 3,5to Sprinter-Klasse?

Bin auf ein Angebot gestoßen für einen SAXAS Leichtbaukoffer in den Maßen eines FM2-Koffers für ganz schlanke 500 EUR.

Wandmaterial ist ein 17 mm starkes GFK Sandwich Material, welches für die Verwendung als Wohnkoffer von innen einen weiteren Wandaufbau benötigt. Notwendig ist auch der Ersatz der hinteren Portaltüren durch eine feste Wand.

Habe bisher grundsätzlich alles in Betracht gezogen, vom FM2 Koffer bis zum GFK-Koffer als Auftragsarbeit.
Aber den Gedanken, für so wenig Geld eine geeignete "Kofferhülle" zu erwerben und gespartes Geld in hochwertige Ausbaukomponenten zu stecken, finde ich durchaus charmant.

Auf folgender Seite gibt es Infos zu dem Koffer, es dreht sich um die erste Version, "ultraleicht"...

https://www.saxas.biz/de/Kofferaufbaute ... _1241.html

Die Suche hat leider nichts Aufschlussreiches ergeben, hat irgendjemand Rat?

Thanx
Marco
Zuletzt geändert von hesima am 2019-05-12 19:54:48, insgesamt 3-mal geändert.

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Lassie
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Re: Erfahrungen mit Leichtbaukoffern für die 3,5 Tonnen Klasse?

#2 Beitrag von Lassie » 2019-05-11 11:10:18

Servus Marco,

ich kenne mindestens einen Mog, der mit solch einem Leichtbaukoffer auf seinem Mog sehr zufrieden ist und durch sinnvollen Ausbau / konstruktive Verstärkungen die Kiste gut und reisetauglich um- und ausgebaut hat.

Viele Grüße
Jürgen
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Re: Erfahrungen mit Leichtbaukoffern für die 3,5 Tonnen Klasse?

#3 Beitrag von hesima » 2019-05-11 13:48:58

Also, kleinen Betrag nach ein paar Detailfotos ungesehen anbezahlt und einen Monat Zeit für die Besichtigung bzw. Abholung. Natürlich, wie fast immer, "saumäßig" weit weg. Der Koffer hat eine Beschädigung genau an der Stelle, wo im Aufbau später ein Fenster sitzen würde. Ist ein kleines Lotteriespiel mit sehr überschaubarem Einsatz. Bin gespannt!
Muss mir für die Abholung einen geeigneten Plattformanhänger, wahrscheinlich einen PKW-Transportanhänger organisieren.
Falls jemand im Bereich Koblenz-Frankfurt so'was gegen Mietgebühr zur Verfügung stellen möchte, darf er sich gerne mit mir in Verbindung setzen. Sollte ein Hochlader sein, kein Tieflader, sonst müsste man relativ hoch unterbauen.
Marco

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Pirx
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Re: Erfahrungen mit Leichtbaukoffern für die 3,5 Tonnen Klasse?

#4 Beitrag von Pirx » 2019-05-11 20:48:39

Hallo Marco!

Du bist ja ein schnell Entschlossener: fragst um 8:01 Uhr nach unserer Meinung zum Koffer und kaufst ihn um 12:48 Uhr. Ging es Dir nicht schnell genug mit den Antworten?

Für mich wäre der Koffer nichts:
- mit 2,14 m Außenbreite zu schmal, da wird sehr viel Raum verschenkt
- Montagerahmen aus Aluminium (für einen Straßen-Sprinter OK, für einen Gelände-LKW?)
- Bodenplatten nur 15 mm stark und nicht isoliert
- Dach nicht isoliert, da als Lichtdach ausgelegt
- das offene Heck muß noch nachträglich verschlossen werden

Pirx
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Re: Erfahrungen mit Leichtbaukoffern für die 3,5 Tonnen Klasse?

#5 Beitrag von hesima » 2019-05-11 22:36:15

Pirx hat geschrieben:
2019-05-11 20:48:39
Hallo Marco!

Du bist ja ein schnell Entschlossener: fragst um 8:01 Uhr nach unserer Meinung zum Koffer und kaufst ihn um 12:48 Uhr. Ging es Dir nicht schnell genug mit den Antworten?

Für mich wäre der Koffer nichts:
- mit 2,14 m Außenbreite zu schmal, da wird sehr viel Raum verschenkt
- Montagerahmen aus Aluminium (für einen Straßen-Sprinter OK, für einen Gelände-LKW?)
- Bodenplatten nur 15 mm stark und nicht isoliert
- Dach nicht isoliert, da als Lichtdach ausgelegt
- das offene Heck muß noch nachträglich verschlossen werden

Pirx

Hallo Pirx,

danke für deine Rückmeldung.

In der Tat, ich habe heute in Ermangelung von frühen Rückmeldungen eine schnelle Entscheidung getroffen und mir davor in wenigen Stunden ein paar eingehende Gedanken gemacht.

Die Außenbreite des Koffers beträgt 219 cm, also quasi MF2, ebenso die Länge mit 420 cm. Viel breiter möchte ich wegen der schmalen Spurbreite des 75-16 und dessen schmalem Führerhaus in erster Linie aus optischen Gründen sowieso nicht werden, auch wenn das hinsichtlich des Raumangebotes Nachteile hat. Das hatte ich vorher bereits so "festgelegt".

Der Montagerahmen ist mit wenigen Schrauben unter die Siebdruckplatte geschraubt und wird definitiv durch einen anständigen Zwischenrahmen ausgetauscht. Ich habe mir Bilder von diesem Montagerahmen zusenden lassen. Sind aber nicht meine und darf ich hier nicht veröffentlichen.

Ich habe die genaue Version des Koffers noch einmal gecheckt. Es ist nicht die Ultraleichtbau Version, sondern die eins schwerere Version. Gewicht liegt bei 550 kg. Ich vermute, dass das den Montagerahmen schon beinhaltet. Die Bodenplatte hat 18mm, darauf wird anständig gedämmt, dann wieder Holz und Bodenbelag. Die Dämmung des Bodens verursacht zwar Arbeit und Kosten, eröffnet aber die Möglichkeit, darin Kabel und so weiter zu verlegen.

Zum Dach. Habe heute noch einmal ein bisschen gegoogelt und bin auf Selbstausbauer von Paket-Transportern mit gleicher Dachkonstruktion (einteilige GFK Platte, darunter Alu-Träger) gestoßen. Ich denke, dass sich das Dach mit vertretbarem Aufwand ähnlich wie der Boden dämmen lässt. Darin liegen aber noch ein paar Unbekannte. Einen neuen Dachaufbau traue ich mir aber zur Not zu.

Sowieso sehe ich die jetzigen Wände eher als eine Art Hülle, die weiter gedämmt wird und dann eine 6mm Mehrschichtplatte als Innenwand bekommt, die die entsprechende Zugfestigkeit aufweist, dass man daran Möbel auch mit geeigneten Schrauben befestigen kann.

Das mit dem Heck ist mir klar. Aber bei einem FM2 koffer zum Vergleich habe ich eine Türe im Heck verbaut, die mich persönlich stören würde und die auch einen Umbauaufwand verursacht.

Womöglich wäre es sinnvoller, gleich einen ganzen Koffer mit der entsprechenden Isolation zu bauen. Das traue ich mir aber tatsächlich nicht zu. Ich bin nicht gut genug vernetzt, um für ein paar Tage mehrere Leute mit ausreichend handwerklichen Fähigkeiten zusammenzutrommeln. Mit diesem Koffer erwerbe ich eine schon stehende Struktur, mit der ich mit meinen Möglichkeiten und meiner spezifischen Erfahrung (industrial design und Holzverarbeitung) gut weiterarbeiten kann.

Vielleicht kennst du das: Man nimmt ein Angebot als sehr günstig war, hat aber nicht die Gelegenheit, den Gegenstand in angemessener Zeit zu besichtigen. Ich habe mich in diesem Fall trotz wenig Rückmeldung im Forum entschlossen, eine Anzahlung zu riskieren. Genauso habe ich es mit dem Verkäufer abgesprochen. Sollte ich zurücktreten, bleibt die Anzahlung (100 €) beim Verkäufer, was ja auch Sinn und Zweck einer Anzahlung ist.

Gruß Marco

Ergänzung: der Koffer ist von 2013, auch das hat zur Entscheidung beigetragen.

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Re: Erfahrungen mit Leichtbaukoffern für die 3,5 Tonnen Klasse?

#6 Beitrag von Lassie » 2019-05-12 10:44:06

Servus Marco,

nach meinem Dafürhalten hast du alles richtig gemacht: vorher ein paar grundsätzliche Überlegungen, notwendige Arbeiten in Kauf nehmen, günstiges Angebot gefunden und dann GO. Dass die eine oder andere Überraschung noch aufkommt, liegt in der Natur der Sache, macht es ja aber auch spannend....

Ich denke, dass so ein Sprinterkoffer eine interessante Ausgangsbasis ist und mit etwas handwerklichem Geschick durchaus in einen brauchbaren Low-Cost-Aufbau verwandeln lässt. Letzlich ist es wohl auch nicht mehr Aufwand als zB einen alten Wohnwagen oder alten BW-Alu-Container auf den LKW zu pfrimeln.

Viel Erfolg dabei, Bilders nicht vergessen und falls Fragen aufkommen - das Forum schläft nie :joke:

Viele Grüße
Jürgen
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WMFStefan
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Re: Erfahrungen mit Leichtbaukoffern für die 3,5 Tonnen Klasse?

#7 Beitrag von WMFStefan » 2019-05-12 11:14:50

Hallo Marco,

ich finde deine Idee gut:) Lieber mal schnell zugreifen wenns passt, als jahrelang zumzuorakeln. :joke:
Unsere Kabineninnenbreite ist 2080 mm. Ich finde das absolut nicht einengend.
Bei den Kabinenwänden musst du ggf. was verstärken wenn es um den Fenstereinbau geht.
KCT scheidet wohl eher aus. :joke:

Grüße und viel Vorfreude/Freude beim Ausbau

Stefan

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Brummer
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Re: Erfahrungen mit Leichtbaukoffern für die 3,5 Tonnen Klasse?

#8 Beitrag von Brummer » 2019-05-12 11:24:53

Hallo Marco,

ich denke, dass Dein Einkauf okay war. Bevor du aber an den Ausbau etc. rangehst, solltest Du dein Fahrgestell wiegen. Ist doch ein Sprinter, oder? Ich hatte auch einen leichten Kühlkoffer, so um die 600 Kg, erworben und sparsam ausgebaut und kam nachher
Mit leichtem Gepäck und 60 Liter H2O und 2 Personen auf knapp 3300 kg. Die Firma mit dem Stirn hat das Leergewicht - wie so häufig - zu niedrig angegeben. Um nicht immer alles genau gewichtsmäßig zu berechnen habe ich notgedrungen und auch kostspielig auflastende müssen.

Also vorher auf die Waage. Viel Erfolg und über Fotos freuen sich hier alle :)

Gruß Brummer
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Re: Erfahrungen mit Leichtbaukoffern für die 3,5 Tonnen Klasse?

#9 Beitrag von hesima » 2019-05-12 17:55:37

Brummer hat geschrieben:
2019-05-12 11:24:53
Hallo Marco,

ich denke, dass Dein Einkauf okay war. Bevor du aber an den Ausbau etc. rangehst, solltest Du dein Fahrgestell wiegen. Ist doch ein Sprinter, oder? Ich hatte auch einen leichten Kühlkoffer, so um die 600 Kg, erworben und sparsam ausgebaut und kam nachher
Mit leichtem Gepäck und 60 Liter H2O und 2 Personen auf knapp 3300 kg. Die Firma mit dem Stirn hat das Leergewicht - wie so häufig - zu niedrig angegeben. Um nicht immer alles genau gewichtsmäßig zu berechnen habe ich notgedrungen und auch kostspielig auflastende müssen.

Also vorher auf die Waage. Viel Erfolg und über Fotos freuen sich hier alle :)

Gruß Brummer
Hallo Brummer,

womöglich hat dich mein missverständlicher Titel für diesen Thread in die Irre geführt. Ich habe den Titel deswegen noch einmal modifiziert. Meine Frage war, ob sich ein Koffer, der auf Transportern der 3,5 Tonnen Klasse (Sprinter ...) montiert war, als Ausbaukoffer für einen schwereren LKW eignet.
Der Koffer soll auf meinen Iveco 75-16 mit einer technisch zulässigen Gesamtmasse von 9to.
Das nackte Fahrgestell wiegt aktuell ca 3,8to. Ich habe da noch ziemlich viel Luft bis an die 7,5to-Grenze :D

Gruß Marco

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Re: Erfahrungen mit Leichtbaukoffern für die 3,5 Tonnen Klasse?

#10 Beitrag von hesima » 2019-05-12 18:12:06

WMFStefan hat geschrieben:
2019-05-12 11:14:50
Hallo Marco,

ich finde deine Idee gut:) Lieber mal schnell zugreifen wenns passt, als jahrelang zumzuorakeln. :joke:
Unsere Kabineninnenbreite ist 2080 mm. Ich finde das absolut nicht einengend.
Bei den Kabinenwänden musst du ggf. was verstärken wenn es um den Fenstereinbau geht.
KCT scheidet wohl eher aus. :joke:

Grüße und viel Vorfreude/Freude beim Ausbau

Stefan
Hallo Stefan,

KCT scheidet bis jetzt nicht aus. Ich rechne mit einer Wandstärke von 8 cm. Oder bedürfen speziell KCT Fenster einer höheren Wandstärke?

Echtglasfenster möchte ich auf jeden Fall haben, auch wenn das vielleicht auf den einen oder anderen irritierend wirkt, wenn ein Fenster deutlich mehr kostet als meine Kofferausgangsbasis :blush:

Ich hoffe, dass ich auf der Abenteuer Allrad einige Besucherfahrzeug besichtigen kann und mir Fenster-, Türen- und Klappenmodelle verschiedener Hersteller mal "in 3D" anschauen kann.

Aber sowieso wird der Koffer erstmal ziemlich lange herumstehen, denn erstmal ist der LKW selbst dran und ich bin Feierabend- und Wochenendschrauber.

VG Marco

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Re: Erfahrungen mit Leichtbaukoffern aus der 3,5to Klasse als Wohnkoffer für schwerere LKW

#11 Beitrag von Brummer » 2019-05-12 18:26:05

Hallo Marco,

Dan für die Aufklärung. Dann kannstDu ja ausbauen ohne Ende. Gutes Gelingen

Gruß Brummer
Wer nicht losfährt kann nicht ankommen

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Re: Erfahrungen mit Leichtbaukoffern aus der Sprinter-Klasse als Wohnkoffer für schwerere LKW

#12 Beitrag von landwerk » 2019-05-13 19:57:28

Hört sich vernünftig an..

Und ist mal etwas anderes als FM 2

Einer geht voran und wenn es klappt ziehen viele nach.

Wie beim Steyr 12M18 ... hat sich auch erst keiner drangetraut.




Ich freue mich auf deinen Umbaubericht!

Liebe Grüße

hesima
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Re: Erfahrungen mit Leichtbaukoffern für die 3,5 Tonnen Klasse?

#13 Beitrag von hesima » 2019-05-17 19:25:46

Pirx hat geschrieben:
2019-05-11 20:48:39
Hallo Marco!

....

Für mich wäre der Koffer nichts:
....
- Dach nicht isoliert, da als Lichtdach ausgelegt

Pirx

Hallo Pirx,

ich möchte noch einmal kurz Bezug nehmen auf deine Kritik des von mir erworbenen Leichtbaukoffers, insbesondere was das Lichtdach angeht.

Der Beschreibung des Herstellers zufolge ist das Dach eine einteilige lichtdurchlässige GFK-Schicht über Aluminiumstreben.

Hattest du bezüglich des Dachs nur Bedenken, weil es (noch) nicht isoliert ist oder sind solche Dächer grundsätzlich so dünnwandig ausgeführt, dass das langfristig als Dachhülle nicht ausreicht?

Ich überlege, dass Dach von unten vollflächig mit z.b. 8cm XPS zu verkleben, dieses wiederum vollflächig mit einer zugfesten Mehrschichtplatte zu bekleben, so dass dieser Verbund in Verbindung mit den sowieso schon vorhandenen Aluminiumstreben stabil und begehbar wird. Dauert eh alles noch, bis es soweit ist, aber naturgemäß fange ich an, mir über Lösungen Gedanken zu machen.

VG Marco

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Re: Erfahrungen mit Leichtbaukoffern aus der Sprinter-Klasse als Wohnkoffer für schwerere LKW

#14 Beitrag von hesima » 2019-05-17 19:41:55

Der von mir erworbenen Leichtbaukoffer ist fast 30 cm höher als ein FM2. Diese 30 cm komplett weiter in die Höhe zu bauen kommt für mich nicht in Frage, weil ich das optisch inakzeptabel finde.

Anstatt den Koffer nun in der Höhe zu kürzen, habe ich mir über Alternativen Gedanken gemacht. Dabei herausgekommen ist die Idee, einen federgelagerten Zwischenrahmen zu zwei Drittel (in der Höhe) in den Koffer zu verlegen. Das heißt, ich würde den Siebdruckboden im mittleren Bereich des Koffers komplett herausschneiden. Die äußeren Streben des Zwischenrahmens würden ebenfalls im Koffer verlaufen. Das heißt, die Siebdruck Bodenplatte des Koffers würde von unten an die äußeren Streben des Zwischenrahmens geschraubt bzw geklebt werden. Das Ergebnis wäre selbst nach Isolation des Bodens ein recht üppiger "Kellerraum", den man als Stauraum, für Technik und im mittleren Bereich vielleicht sogar für einen Abwassertank verwenden könnte.

Notwendig würden dann Aussparungen für die Hinterräder. Gut gemacht wäre das Ergebnis vielleicht sogar eleganter als ein Koffer, der wie bei den meisten Fahrzeugen infolge des Zwischenrahmens relativ weit oben montiert ist.

Über die Stabilität des Koffers sollte ich mir eigentlich überhaupt keine Gedanken machen. Wenn man berücksichtigt, dass dieser Koffer für verschiedene Fahrzeugvarianten für eine Zuladung von 2 Tonnen (für Fahrzeuge bis 4,5 Tonnen) im täglichen Speditionseinsatz ausgelegt ist und das bei einem ganz simplen Montagerahmen, der lediglich aus zwei Profilen besteht, die im mittleren Bereich des Koffers von vorne nach hinten verlaufen.

VG Marco

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Re: Erfahrungen mit Leichtbaukoffern aus der Sprinter-Klasse als Wohnkoffer für schwerere LKW

#15 Beitrag von landwerk » 2019-05-17 19:50:43

... Keep ist Simple...

Bau den Koffer auf die Karre und dann vielleicht einen Gepäckträger mit Windabweiser auf die Hütte. Zur Annhäherung der Optik


30 cm mehr höhe im Innenraum ist doch toll und bietet noch mal andere Möglichkeiten beim Ausbau über die du dich dann täglich freust.


...weiterhin bewahrst du die Struktur der Konstruktion im Orginal...




mach doch mal Bilder von deinem neuen Koffer rein! Und vom Fahrgestell..


Liebe Grüße

Oli

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Re: Erfahrungen mit Leichtbaukoffern aus der Sprinter-Klasse als Wohnkoffer für schwerere LKW

#16 Beitrag von Bahnhof » 2019-05-17 19:56:13

Hört sich alles machbar an, aber ist der Aufwand einen Koffer selbst zu bauen denn so viel größer?
Du schreibst du willst hochwertige Komponenten verbauen, also wirklich Geld in das Auto investieren

So ein Leichtbaukoffer ist doch auch immer ein Kompromiss was Haltbarkeit oder Stabilität angeht
Jetzt nichts was nicht in den Griff zu bekommen wäre, aber die Alternativen sind ja nicht ganz grundlos um einiges massiver Gfk Siebdruck Shelter etc


Gruß

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Re: Erfahrungen mit Leichtbaukoffern für die 3,5 Tonnen Klasse?

#17 Beitrag von Pirx » 2019-05-17 21:27:38

hesima hat geschrieben:
2019-05-17 19:25:46
Hallo Pirx,
...
Hattest du bezüglich des Dachs nur Bedenken, weil es (noch) nicht isoliert ist oder sind solche Dächer grundsätzlich so dünnwandig ausgeführt, dass das langfristig als Dachhülle nicht ausreicht?
Hallo Marco!

Mir ging es nur darum, daß das Dach noch nicht isoliert ist. ausreichend stabil wird es schon sein.

Wie ja weiter oben auch schon geschrieben wurde, sind meiner Meinung nach die von Dir geplanten Umbauarbeiten so aufwendig, daß es besser wäre, gleich einen passenden Koffer zu bauen/zu kaufen. Aber jeder muß selbst wissen, was er tut.

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Re: Erfahrungen mit Leichtbaukoffern aus der Sprinter-Klasse als Wohnkoffer für schwerere LKW

#18 Beitrag von hesima » 2019-05-17 22:05:13

landwerk hat geschrieben:
2019-05-17 19:50:43
... Keep ist Simple...

Bau den Koffer auf die Karre und dann vielleicht einen Gepäckträger mit Windabweiser auf die Hütte. Zur Annhäherung der Optik


30 cm mehr höhe im Innenraum ist doch toll und bietet noch mal andere Möglichkeiten beim Ausbau über die du dich dann täglich freust.


...weiterhin bewahrst du die Struktur der Konstruktion im Orginal...




mach doch mal Bilder von deinem neuen Koffer rein! Und vom Fahrgestell..


Liebe Grüße

Oli
Hallo Oli,

Ein Foto von meinem Laster hänge ich unten an.

Eigene Fotos vom Aufbau habe ich noch nicht, fremde darf ich hier nicht einstellen, deshalb hier ein Link mit einem Foto und allen Informationen zu exakt dem von mir erworbenen Koffer...

https://umbauportal.de/jctumbau/umbaute ... 36384345ln

Umso länger ich mich für diesen Koffer entschieden habe, umso mehr reift die Zufriedenheit damit.

Ich halte diesen Koffer sogar für ziemlich stabil, insbesondere dann, wenn der weitere Wandaufbau fertig sein wird. Man muss einfach berücksichtigen, dass solche Koffer für einen harten Gewerbeeinsatz konzipiert sind, wo täglich Paletten mit mehreren Kilo auf Hubwagen verschoben werden.

Isolationsmaterial vollflächig verkleben, darauf eine Mehrschichtholzplatte sollte kein Hexenwerk darstellen. Alle Tür-, Fenster- und Klappen-Ausschnitte lassen sich dann gleich entsprechend verstärken.

Die Mehrschichtholzplatte im Innenraum ziehe ich einer Glasfaserschicht vor, weil ich da direkt schrauben kann und keine Nietmuttern einziehen muss.

Mittlerweile geht die Tüftelei im Geiste weiter. Ich habe vor, den Koffer um ca 30 cm zu verlängern und abzuschrägen. Gesamtlänge ist dann 450cm. Die passen optisch fast perfekt auf den Laster.

Ich überlege, den innenliegenden Zwischenrahmen hinten innen nach oben zu ziehen, um das Reserverad befestigen zu können, ohne dass ich den Träger außen nach oben führen muss.

Was Isolation und die Problematik von Wärmebrücken angeht, sollte der Koffer einem FM2-Koffer überlegen sein.

Wenn ich berücksichtige, was eine GFK-Koffer-Auftragskonstruktion mit solchen Gimmicks kostet, dann kann ich auch eine Weile basteln. Ich tüftle gerne an solchen Sachen.

Mal sehen, was dabei herauskommt.

VG Marco
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Resizer_15581183671330.jpg

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Re: Erfahrungen mit Leichtbaukoffern aus der Sprinter-Klasse als Wohnkoffer für schwerere LKW

#19 Beitrag von landwerk » 2019-05-17 22:08:49

Schönes Fahgestell....!

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Re: Erfahrungen mit Leichtbaukoffern aus der Sprinter-Klasse als Wohnkoffer für schwerere LKW

#20 Beitrag von hesima » 2019-05-17 22:15:07

... und der Laster ist wirklich noch richtig hübsch.
Keine verbohrten oder beschädigten Kunststoffteile im Innenraum, keine Löcher oder Flecken in den Sitzen, eine einzige Roststelle in Größe eines 2 € Stücks an der Karosserie. Macht echt Laune!

Gruß Marco

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Re: Erfahrungen mit Leichtbaukoffern aus der Sprinter-Klasse als Wohnkoffer für schwerere LKW

#21 Beitrag von hesima » 2019-05-17 22:20:56

... und mittlerweile hat es auch einen Hallenplatz, das Schätzchen :D
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IMG-20190428-WA0007.jpg

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#22 Beitrag von landwerk » 2019-05-17 22:32:33

... Bau nicht zu viel und fahr los ....

Sehr schönes Auto! guter Motor... Wirst Du Freude mit haben.

Bevor Du zu viele Kopfschmerzen bezüglich der Hilfsrahmen und Koffer hast, guck dir lieber mal Die Vorderachse ( Tragringe / Gelenkwellen ) an.

Die sind oft hin, ohne dass man das gleich mitkriegt.


1 Rad Aufbocken "Traggelenke" prüfen. Stellst du nur
minimales radiales Spiel fest, ist der Tragring meistens schon massiv eingelaufen. Axiales Spiel (hoch und runter) ist normal

Prüfe das Doppelgelenk der vorderen Steckachsen auf Spiel, die gehen auch gern kaputt, ohne das man das mitkriegt.
VA insten mit beiden Tragringen, Wellen und Dichtringen sind allein ca. 2-3K€ Materialkosten.

Guck mal erst mal da, bevor du Kofferexotik anfängst!

Sonst geht eigentlich nicht so viel an den Autos kaputt...


4 m Koffer würde mir auf dem Auto reichen..



Oli

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Re: Erfahrungen mit Leichtbaukoffern aus der Sprinter-Klasse als Wohnkoffer für schwerere LKW

#23 Beitrag von hesima » 2019-05-17 22:45:49

Ich habe ja hier jetzt schon viel gelesen, aber darauf bin ich noch nicht gestoßen.
Die Autos haben ja alle kaum Kilometer, meiner 18000. Sind das konstruktive Probleme oder Wartungsmängel?
Wenn ich die Räder mal runter habe, schaue ich mir das auf jeden Fall an

Gruß Marco

EDIT: habe es mittlerweile nachgelesen. Soweit verstanden. Werde das bei Gelegenheit überprüfen

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