Hubdachkoffer hub2m - Hebesysteme, Raumgestaltung

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ernstlustig
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Re: Hubdachkoffer hub2m - Hebesysteme, Raumgestaltung

#511 Beitrag von ernstlustig » 2019-10-22 9:26:03

Till hat geschrieben:
2019-10-21 22:52:17
Bei besagten -18° hatte mein Aufbau entspannte 12-15°.
Hallo Till,

Vielen Dank für die Erfahrungswerte (ca. 5C/h Wärmeverlust)- etwa so hatte ich mir das vorgestellt. Man wirft also alle 30 min nach außer man erwischt mal ein Stückchen Eiche - vermutlich geht der Brikett in Zeitung wickel Trick auch ganz gut.
Einen Wasserspeicher zum strecken/puffern der Heiz zeit zu verwenden ist schlau - ich hatte auch mal überlegt den gesamten trink Wasservorrat dafür zu missbrauchen - also Tanks isolieren...Pumpe und Radiatoren. Ich hatte auch überlegt einen großen Pufferspeicher temporär neben das Mobil zu stellen (wenn man im Winter komplett stehen bleibt, sich einbunkert) ...also ganz Vogelwild: einen riesen Wassersack mit Isolation basteln.
Generell frage ich mich wo man das ganze noch verbessern könnte da gibt es wohl 3 Punkte wo man ran kann : 1. Herstellen der Wärme 2. Wärmeerhalt(isolation) 3. Speichern der Wärmeenergie.
zu 1. kommen in meinem Fall nur Diesel, Strom und evtl. noch Holz in Frage (da ich Gas bannen möchte, ein Dings weniger)
der Wärmeerhalt also u.a. die Isolation ist ein sehr interessanter Punkt (hier greifen auch Lüftungssysteme) hier frage ich mich wie es zu dem Standardmaß von 6cm Wanddicke kam ...vermutlich Bauteilbedingt...hier wäre es sehr interessant wieviel z.b. ein cm mehr Wanddicke bringen würde....Wärmeerhalt verspricht ja ein sehr großes passives spar potential. Ein Speichern der Wärmeenergie geht nur über viel Masse oder eben via Strom und teuren Akku.
würde man den Wärmeerhalt massiv verbessern - müsste man weniger Wärme herstellen und auch ein sehr viel kleinerer/leichterer Wärmespeicher würde ausreichen - Lüftung und Isolation ...da muss man mal ran denke ich - warum also nicht 10cm Wände vielleicht wären die 8cm Raumverlust ja zu verkraften?

Ahoi...
Ernst

ernstlustig
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Re: Hubdachkoffer hub2m - Hebesysteme, Raumgestaltung

#512 Beitrag von ernstlustig » 2019-10-22 9:54:27

Hauptse hat geschrieben:
2019-10-22 6:43:33
Ist es sinnvoll, einen Holzofen mit Warmwasseraufbereitung zu nutzen? Vielleicht ja auch für eine Bodenheizung?
Oder ist dies zu aufwändig oder zu schwer/zu viel Platzbedarf im Verhältnis zu anderen Systemen?
Hallo Andreas,

das wüsste ich auch gern - das kann einem aber keiner beantworten da die Verhältnisse paradox und individuell sind.

ich würde gerne auf ein Wasserheizsystem verzichten da ein schaden im Wasserkreislauf evtl. einen Totalschaden der Kabine nach sich ziehen könnte.

Man kann erstmal davon ausgehen das alle Wasserheizsysteme mit FB Heizrohren und Radiatoren genau gleichschwer sind - beim Herstellen der Wärme aus Diesel, Gas, Holz oder Strom - gewinnt Gerichtsmäßig erstmal der Diesel da man ihn eh dabei hat und eine Dieselheizung leicht ist (etwas Stromgewicht kommt noch hinzu), Holz kommt wohl an zweiter Stelle wenn man es jeweils vor Ort sammeln kann, dann vermutlich Gas und ganz zum Schluss Strom - der macht generell nur Sinn wenn Solar im Spiel ist und wiegt schnell mal ne halbe Tonne...strom wird erst dann interessant zum heizen wenn man ihn sowieso hat - wie in meinem Fall mit e-Auto - und auch nur zum Erhaltungsheizen von niedrigeren Temperaturen über kurze Zeiträume...also über Nacht wenn täglich Sonne scheint.

Ahoi...
Ernst

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Re: Hubdachkoffer hub2m - Hebesysteme, Raumgestaltung

#513 Beitrag von ernstlustig » 2019-10-22 10:20:01

Mark86 hat geschrieben:
2019-10-22 7:24:28
Wenn 12 grad nach 7h eine funktionierende heizung ist :spassbremse:

Für mich wäre das nix...
Hallo Mark,

man kann ja immer zweierlei machen - die Umwelt trickreich baulich komfortabel anpassen oder eben sich selber - also auch mal ein wenig frieren/warm anziehen....auch hier gibt es einen gewissen Spielraum der sehr individuell gesehen wird.
Manchmal teste ich diesen kalt bereich Bushcraftmäßig aus und muss feststellen das wir schon sehr zach sind -20C mit gutem Schlafsack durchaus machbar. Mit zunehmendem alter macht das aber immer weniger spass und ist auf dauer nix.
Ich peile einen Komfortbereich von 20c +/-5C im Mobil bei extrem Außentemperaturen von +40 bis -20C und Normaltemp. zwischen +15 und +30C an.

kennst du ein Mobil das über die üblichen 6cm Außenisolierung geht? was hältst du von der Idee zusätzlich zu isolieren - also mehr als 6cm ?

add: Isolation ist ein wichtiges thema - zu wohnkoffern findet man leider keine Thermografie Bilder - zur Weißwahre kann man sowas hier sehen: https://www.wohnmobilforum.de/w-t66856,start,45.html - es wäre wahnsinnig spannend solche aufnahmen von den unterschiedlichen Wohnkoffern mal zu sehen - gibst sowas irgendwo?

Ahoi...
Ernst
Zuletzt geändert von ernstlustig am 2019-10-22 10:43:23, insgesamt 1-mal geändert.

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Tomduly
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Re: Hubdachkoffer hub2m - Hebesysteme, Raumgestaltung

#514 Beitrag von Tomduly » 2019-10-22 10:40:08

Moin!

Wenn ein Wohn-LKW, der schon ein Auto und Hubkabinentechnik mit sich herumschleppt, halbwegs mobil bleiben soll, dann scheiden wohl sämtliche "Massespeicher" wie erwärmte Wassertanks und Speichersteine zur Wärmespeicherung aus.
Wem eine Diesel-Standheizung zu profan ist (die Technik ist erprobt, funktioniert und erfüllt ihren Zweck seit Jahrzehnten), der kann bei einer Neukonstruktion das Thema von zwei Seiten her angehen: Vakuum-Wärmedämmung und eine effiziente Luft-Wärmepumpe, evtl. aus dem E-Auto-Bereich.

Vakuum-Iso-Paneele gibt es mittlerweile von verschiedenene Anbeitern (z.B. hier). Damit würde ich den zu konstruierenden Koffer von Außen auf dem Dach und den Seitenwänden zusätzlich dämmen.

Luft-Wärmepumpen entziehen der Außenluft Wärme und "übersetzen" sie in höhere Temperatur. Stationäre Luft-WP aus dem Hausbau-Bereich erreichen in der Praxis Arbeitszahlen von 2-2,6. D.h. aus einer hineingesteckten Kilowattstunde (elektrischer) Energie holen sie 2...2,6kWh Wärmeenergie heraus. Mobile-Luft-WP würde ich mal vorsichtig mit einer Arbeitszahl von 2 ansetzen. Immerhin eine Verdopplung der Wärmeenergie, verglichen mit dem direkten elektrischen Heizen.

Als nächstes würde ich mir ein Energie- und Wärme-Management-Konzept ausdenken:
- Im Fahrbetrieb wird der Wohnkoffer über Bordstrom elektrisch und/oder mit Motorabwärme temperiert.
- Stromverbraucher als Wärmequellen: z.B. Kühlgeräte oder Bordelektronik (Wechselrichter etc) werden mit einbezogen (Kühlschrankabwärme nutzen).
- So viele PV-Module wie möglich installieren, auch an den Seitenflächen und nicht benötigten PV-Strom direkt zur Klimatisierung verwenden (Betrieb WP oder el. FBH)), so verkabeln, dass Abschattungen einzelner Module sich nicht auf die unverschatteten auswirken.
- Als Heizsysteme eine wasserführende Fußbodenheizung und eine elektrische Fußbodenheizung (gibt es als dünne Matten von der Rolle), ggf. auch als Wand- und Sitzbankheizung wählen. Die Wasserheizung wird für die Luft-Wärmepumpe benötigt und die elektrische Heizung für das Temperieren während der Fahrt.
- Um Wärmeverluste durch Lüftung zu minimieren, würde ich mir die Luft-Luft-Wärmetauscher aus dem Bereich der kontrollierten Wohnraumlüftung anschauen (abgesaugte warme Innenluft wärmt einströmende kühle Außenluft an).
- Die Außentüre würde ich zumindest für Winterbetrieb mit einer Innentüre kombinieren, um eine Kälte-/Dreckschleuse zu realisieren.
- Im Innenraum würde ich glatte blanke Oberflächen wo immer möglich vermeiden und durch eher offenporige "warme" Oberflächen ersetzen. Alle direkt berührbaren Wand- und Deckenbereiche mit Ausnahme der Naß- und Kochbereiche würde ich mit textiler Oberfläche ausführen (Teppich/Nadelfilz o.ä.). Glatte blanke Oberflächen wirken bei Berührung immer kühl, wenn sie kälter als die Hauttemperatur sind, weil die Körperwärme effizient weggeleitet wird. Offenporige Holz- oder Textiloberflächen sind schlechte Wärmeleiter und fühlen sich deshalb warm an.
- Des weiteren würde ich persönlich verschiedene Klimazonen konstruktiv vorsehen. Ich (wir) brauchen ein kaltes Schlafzimmer, auch im Haus schlafen wir immer bei offenem Fenster auch im Winter. 22°C im Schlafzimmer oder mehr wären für mich ein absolutes NoGo. In meinem Ideal-Wohnkoffer würde ich nur den Badbereich und den Wohnbereich/die Sitzgruppe und falls vorhanden einen Kinder-Bereich wirklich beheizen. Bedeutet, man muss diese Bereiche durch (Schiebe-)Türen o.ä. voneinander trennen.
- Unnötige Deckenhöhen vermeiden, die Wärme steigt nach oben und unten kommt man mit dem Heizen nicht nach und hat trotzdem kalte Füße.

Grüsse
Tom

Mark86
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Re: Hubdachkoffer hub2m - Hebesysteme, Raumgestaltung

#515 Beitrag von Mark86 » 2019-10-22 10:42:25

Ich hab nen Wandaufbau in 50mm. Zu den 30mm meines vorherigen Wohnmobils ist dass zwar merklich wärmer, aber der Unterschied ist nicht so groß wie man vorher "schätzt", alles in allem wenn ich abends die Heizung nicht an mache, bei -0°C außen habe ich morgens 7°C drinnen. Die Isolierung wird m.E. über bewertet, wichtig ist eine gute Heizung und damit meine ich nicht nur das Heizsystem an sich, sondern auch die Einbauposition, Warmluftverteilung, Steuerung, etc. In 4-5h kühlt mein Koffer so aus, dass er blos noch eine Hand voll °C über der Außentemperatur liegt.

Ich fahre keine ganze Wohnung auf nem LKW Fahrgestell durch die Gegend, um Nachts mit dicken Sachen im Schlafsack und morgens mit ner Winterjacke am Frühstückstisch zu verbringen und mir aufm Klo den Arsch an der Klobrille fest zu frieren...
Ich möchte meine 18-19°C Schlaftemperatur haben und die die ganze Nach und morgens wenn ich aufstehe, auch nocht.
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Hubdachkoffer hub2m - Hebesysteme, Raumgestaltung

#516 Beitrag von ernstlustig » 2019-10-22 21:24:29

Hallo Tom,

Wow - das nenne ich mal ne gute Antwort !! Ich habe ja weil ich mich erst einarbeite schon Probleme die Frage zu finden/formulieren - wow…das sind mal klare weit gefächerte Gedankengänge!
Tomduly hat geschrieben:
2019-10-22 10:40:08
Wenn ein Wohn-LKW, der schon ein Auto und Hubkabinentechnik mit sich herumschleppt, halbwegs mobil bleiben soll, dann scheiden wohl sämtliche "Massespeicher" wie erwärmte Wassertanks und Speichersteine zur Wärmespeicherung aus.
>>> Das sehe ich genauso - ich zähle irgendwie den Akku bei e-heizen auch zu dieser Art der "Massen" Speicher.
Wem eine Diesel-Standheizung zu profan ist (die Technik ist erprobt, funktioniert und erfüllt ihren Zweck seit Jahrzehnten), der kann bei einer Neukonstruktion das Thema von zwei Seiten her angehen: Vakuum-Wärmedämmung und eine effiziente Luft-Wärmepumpe, evtl. aus dem E-Auto-Bereich.
>>>eine D-Heizung ist mir nicht zu profan - eine Unterhaltung mit meinem Webasto Ing. Spezie der meint das die Heizungen nicht dafür gebaut sein geringe Heizleistungen zu bringen und meine Beobachtung hier im Forum wo man eigentlich nur von Problemen mit Dieselheizungen liest(kaum was von Gasheizungsproblemen zu hören) ließen mich an meinem zunächst favorisiertem Dieselwasserheizer zweifeln, die Vorstellung eines Rohrbruches mit Totalschaden am Koffer hat mir den Spaß an einer Wasserheizung dann auch noch heftig beschnitten. Gibt es den Rohrbruchfall in der Praxis überhaupt, wie wahrscheinlich ist sowas, gibt es sinnvolle Gegenmaßnahmen dazu??
Vakuum-Iso-Paneele gibt es mittlerweile von verschiedenene Anbeitern (z.B. hier). Damit würde ich den zu konstruierenden Koffer von Außen auf dem Dach und den Seitenwänden zusätzlich dämmen.
>>>über diese Vakuum Panels bin ich auf meiner Suche auch gestoßen - sie benötigen einen Einbau Ort an dem man sie auswechseln kann da sie in der Haltbarkeit fragwürdig sind - ich hätte sie eher Innen gesehen… ganzflächig an der Decke mit Filz/Teppich/Weichware abgedeckt und teilweise an den Wänden auch sehr sinnvoll speziell bei e-Flächenheizung die darauf liegt.
Luft-Wärmepumpen entziehen der Außenluft Wärme und "übersetzen" sie in höhere Temperatur. Stationäre Luft-WP aus dem Hausbau-Bereich erreichen in der Praxis Arbeitszahlen von 2-2,6. D.h. aus einer hineingesteckten Kilowattstunde (elektrischer) Energie holen sie 2...2,6kWh Wärmeenergie heraus. Mobile-Luft-WP würde ich mal vorsichtig mit einer Arbeitszahl von 2 ansetzen. Immerhin eine Verdopplung der Wärmeenergie, verglichen mit dem direkten elektrischen Heizen.
>>>Das habe ich in den letzten Tagen auch so gefunden - ein greifbares mobil System speziell fürs Heizen ist mir jedoch nicht untergekommen…da gibt es offenbar noch kein Wohnkoffer spezifisches System - außer diesen heiz/kühl Klimaanlagen mit Wärmepumpe wie z.b. https://www.telecogroup.com/de/produkte ... lima-8400h diese zaubert aus 1,6kw >2,8kw …es ist mir dabei unklar wie sich so eine Wärmepumpe bei geringerer Leistungsaufnahme macht - also ob bei der Hälfte der eingespeisten Energie 0,8kw > 1,4kw linear rauskommen oder das stark abfällt und in welchen Außentemperaturbereichen das Ganze noch sinnvoll ist.
Als nächstes würde ich mir ein Energie- und Wärme-Management-Konzept ausdenken:
- Im Fahrbetrieb wird der Wohnkoffer über Bordstrom elektrisch und/oder mit Motorabwärme temperiert.
>>> Ja 1-2 48VLichtmaschinen laden 48V Akkus und könnten "direkt" in 48V Flächenheizung eingespeist werden. (das 48v System hat Solarseitig ein Hochspannungsproblem was mir noch unklar ist). Anzapfen der Motorflüssigwärme steigert die System Komplexität(Wasser System im Koffer) und damit Anfälligkeit - auch wenn das so gern gemacht wird würde ich das lieber irgendwie umgehen.
- Stromverbraucher als Wärmequellen: z.B. Kühlgeräte oder Bordelektronik (Wechselrichter etc) werden mit einbezogen (Kühlschrankabwärme nutzen).
>>>ich hatte vor einiger Zeit die Idee Kühlschrank und Wechslerichter Abwärme evtl. zur "Snickers-trocknung" im TC weiterzuleiten und dann raus über einen Rotationswämetauscher je nach Kühl/Heizbedarf zurück. Generell frage ich mich wie das alle mit TC in der Kälte mit der Entlüftung machen - das sind ja Riesenverluste bei dauerhafter Entlüftung -
- So viele PV-Module wie möglich installieren, auch an den Seitenflächen und nicht benötigten PV-Strom direkt zur Klimatisierung verwenden (Betrieb WP oder el. FBH)), so verkabeln, dass Abschattungen einzelner Module sich nicht auf die unverschatteten auswirken.
>>> so um die 35qm mit ca. 5kwp peile ich im Moment an.
Horizontale Flächen bringen 90% Ertrag, Vertikale zwischen 50 und 70%....dazu kann man leichte Dünnschichtmodule mit grob 10-15% Wirkungsgrad oder schwere Kristalline mit 15-20% verbauen >>> hier ist jeweils die große Frage was vorteilhafter ist - beklebt man den gesamten Koffer also besser mit Dünnschicht oder hat man effizientere schwerere Module auf einer komplexeren evtl. nachführbaren klapp Konstruktion oder eine Mischung aus beidem…dazu kommt der Tropendacheffekt bzw die Zellenkühlung die man auch noch berücksichtigen muss - alles fragen die nur ein krasser Solarchecker beantworten kann - da reicht mein Sitz Fleisch grad leider auch nicht mehr … ich wittere da aber dicke Unterschiede.
- Als Heizsysteme eine wasserführende Fußbodenheizung und eine elektrische Fußbodenheizung (gibt es als dünne Matten von der Rolle), ggf. auch als Wand- und Sitzbankheizung wählen. Die Wasserheizung wird für die Luft-Wärmepumpe benötigt und die elektrische Heizung für das Temperieren während der Fahrt.
>>>wieso keine luft-luft WP? … Wirkungsgrad und Luft Zirkulation sind nachteilig aber man erspart sich halt den "gefürchteten" Wasserkreislauf und hat E-Flächenheizung dazu im Mix. (+Dieselluftheizer als Backup und Aufheizer)

-
Um Wärmeverluste durch Lüftung zu minimieren, würde ich mir die Luft-Luft-Wärmetauscher aus dem Bereich der kontrollierten Wohnraumlüftung anschauen (abgesaugte warme Innenluft wärmt einströmende kühle Außenluft an).
>>>das ist ein tolles Prinzip was bei mir nicht fehlen wird - energiesparen …super Trick!
- Die Außentüre würde ich zumindest für Winterbetrieb mit einer Innentüre kombinieren, um eine Kälte-/Dreckschleuse zu realisieren.
>>>Hab ich :-D sogar mit Aufzug on top …er ist nach langem hin und her der Gewicht/Komfort/Aufwand und vor allem Platz-Gewinner.
- Im Innenraum würde ich glatte blanke Oberflächen wo immer möglich vermeiden und durch eher offenporige "warme" Oberflächen ersetzen. Alle direkt berührbaren Wand- und Deckenbereiche mit Ausnahme der Naß- und Kochbereiche würde ich mit textiler Oberfläche ausführen (Teppich/Nadelfilz o.ä.). Glatte blanke Oberflächen wirken bei Berührung immer kühl, wenn sie kälter als die Hauttemperatur sind, weil die Körperwärme effizient weggeleitet wird. Offenporige Holz- oder Textiloberflächen sind schlechte Wärmeleiter und fühlen sich deshalb warm an.
>>>diese Effekte kommen hauptsächlich zum Tragen wenn der Koffer kalt wurde und nicht dauerhaft geheizt wurde - das tritt bei Nachtabsenkung oder bei Verlassen des Mobiles also täglich auf. Ich bin im Oberflächen und Material Bereich noch auf der Suche nach etwas das Feuchteregulierend und Akkustik verbessernd sein könnte.
- Des Weiteren würde ich persönlich verschiedene Klimazonen konstruktiv vorsehen. Ich (wir) brauchen ein kaltes Schlafzimmer, auch im Haus schlafen wir immer bei offenem Fenster auch im Winter. 22°C im Schlafzimmer oder mehr wären für mich ein absolutes NoGo. In meinem Ideal-Wohnkoffer würde ich nur den Badbereich und den Wohnbereich/die Sitzgruppe und falls vorhanden einen Kinder-Bereich wirklich beheizen. Bedeutet, man muss diese Bereiche durch (Schiebe-)Türen o.ä. voneinander trennen.
>>>genau dieser Aspekt der Regulierbarkeit ist es der e-Flächenheizung so "sexy" erscheinen lässt - hier kann man viele einzelne Teil Flächen schnell nach Bedarf regulieren - eben genau da heizen wo man ist…interessant im Hubdachkoffer.
Unnötige Deckenhöhen vermeiden, die Wärme steigt nach oben und unten kommt man mit dem Heizen nicht nach und hat trotzdem kalte Füße.
>>> da hab ich etwas Pech mit meinen 2m sind 205cm ein Minimum - Aufzug und Badtür verhindern aber eine starke Konvektion nach oben ins Hubdach

Ahoi…

Ernst

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Re: Hubdachkoffer hub2m - Hebesysteme, Raumgestaltung

#517 Beitrag von ernstlustig » 2019-10-22 21:55:48

Mark86 hat geschrieben:
2019-10-22 10:42:25
Ich hab nen Wandaufbau in 50mm. Zu den 30mm meines vorherigen Wohnmobils ist dass zwar merklich wärmer, aber der Unterschied ist nicht so groß wie man vorher "schätzt", alles in allem wenn ich abends die Heizung nicht an mache, bei -0°C außen habe ich morgens 7°C drinnen. Die Isolierung wird m.E. über bewertet, wichtig ist eine gute Heizung und damit meine ich nicht nur das Heizsystem an sich, sondern auch die Einbauposition, Warmluftverteilung, Steuerung, etc. In 4-5h kühlt mein Koffer so aus, dass er blos noch eine Hand voll °C über der Außentemperatur liegt.

Ich fahre keine ganze Wohnung auf nem LKW Fahrgestell durch die Gegend, um Nachts mit dicken Sachen im Schlafsack und morgens mit ner Winterjacke am Frühstückstisch zu verbringen und mir aufm Klo den Arsch an der Klobrille fest zu frieren...
Ich möchte meine 18-19°C Schlaftemperatur haben und die die ganze Nach und morgens wenn ich aufstehe, auch nocht.
Hallo Mark,

das sind sehr spannende Aussagen - mir fehlt da die Erfahrung wie sich Isolierungen ab 4cm anfühlen ... mit einer eher zu groß dimensionierten Heizung ist das alles vermutlich relativ egal - eine Ofen im Zelt schafft ja auch (solange er kräftig brennt) ein passables Klima. Vielleicht muss man auch noch Isolierung und Wärmespeicherfähigkeit unterscheiden - keine Ahnung. Wenn man eine e-Heizung in betracht zieht muss man sich um jedes Energiequäntchen Gedanken machen - erst dann wird man vermutlich eine gute Isolation zu schätzen wissen. hm... wie Luftdicht ist dein Koffer? ich denke be/entlüftungs Verluste sind da riesig - 4-5h zur Auskühlung erscheint mir da doch recht flott?
Ich hatte ja mal Jahre im bj. 1550 haus verbracht - Ofenheizung ist dort nicht ohne richtig dicke Daunendecke und feste Freundin zu "überleben" ein altes wärme Konzept das auch ganz gut funktioniert - trotz der kuschligen Gemütlichkeit in der man sich noch aneinander krallen -musste- finde ich das überholt - das muss anders gehen...hm..."die Ökonomie einer Frau als Heizquelle ist heutzutage einfach stark fragwürdig geworden."

Ahoi...
Ernst

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Re: Hubdachkoffer hub2m - Hebesysteme, Raumgestaltung

#518 Beitrag von PeterWEN » 2019-10-22 23:14:49

ernstlustig hat geschrieben:
2019-10-22 21:55:48
das muss anders gehen...hm..."die Ökonomie einer Frau als Heizquelle ist heutzutage einfach stark fragwürdig geworden."

Ahoi...
Ernst
Habedere,

Du darfst das Thema halt nicht nur von der Betriebskostenseite aus sehen. ;-)

Zurück zum Thema:
Da Einzige bei einer elektrischen Fußbodenheizung, was in meinen Augen für sie spricht: ist die geringere Bauhöhe.
Was ja bei Deiner Größe schon was ausmachen könnte.
Aber die 2 - 3 cm Höhendifferenz zu Wasserrohren ???????????????????
Richtig aufgebaut dürfte das aber auch kein Problem sein.
Die Leitungen im Boden sehe ich als nicht so kritisch, die liegen in ihrem Bett und werden sich auch nicht viel bewegen.
Es hat ja auch hier im Forum so Einige, die Wasserfußbodenheizung realisiert haben.
Da habe ich bislang noch nichts Negatives gelesen (oder ich hab`s überlesen)
Vor mir die Bahn, unter mir was fahrbares, nach mir die Sintflut.
Fragt mich nur, ich habe zwar keine Lösung, aber ich bewundere das Problem.
Inzwischen Meister im Verschieben, von der "to do" in die "ach, was soll`s" Liste.

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Re: Hubdachkoffer hub2m - Hebesysteme, Raumgestaltung

#519 Beitrag von ernstlustig » 2019-10-23 0:38:03

Servus Peter,
PeterWEN hat geschrieben:
2019-10-22 23:14:49
Du darfst das Thema halt nicht nur von der Betriebskostenseite aus sehen. ;-)
... :totlach: Frauen haben sich irgendwie im Laufe der Zeit von einer wärmetechnischen Hauptspeise in eine Beilage verwandelt - ihr Heizwert ist jedenfalls dramatisch gesunken seit der Erfindung von Diät&co -
Zurück zum Thema:
Da Einzige bei einer elektrischen Fußbodenheizung, was in meinen Augen für sie spricht: ist die geringere Bauhöhe.
Was ja bei Deiner Größe schon was ausmachen könnte.
Aber die 2 - 3 cm Höhendifferenz zu Wasserrohren ???????????????????
Richtig aufgebaut dürfte das aber auch kein Problem sein.
Die Leitungen im Boden sehe ich als nicht so kritisch, die liegen in ihrem Bett und werden sich auch nicht viel bewegen.
Es hat ja auch hier im Forum so Einige, die Wasserfußbodenheizung realisiert haben.
Da habe ich bislang noch nichts Negatives gelesen (oder ich hab`s überlesen)
ja die Masstabssache mit der Körpergröße ist ein nicht unerheblicher Faktor:
maß.JPG
maß.JPG (18.17 KiB) 1147 mal betrachtet
...so ein 1l Maßkrug gilt ja allgemein als recht groß ...das sehe ich z.b. nicht so - gleiches gilt bei Wohnkoffern.

es gibt da schon noch ein paar weitere Argumente für eine Stromheizung: Schnelle Steuerbarkeit in vielen Kreisen, sehr geringe Materialkosten(wenn man die Stromerstellung vergisst), extem geringer Einbauaufwand, keine Wartung, sehr leicht, nahezu unbegrenzte Haltbarkeit, niedrige Heizleistungen sind kein Problem, große Flächen können beheizt werden oder auch nur ne kleine Armlehne, Große Heizleistung kann bei Bedarf schnell abgerufen werden z.b.5min bei 6kw und alle Flächen sind warm, ...heizen mit strom ist deutlich weniger komplex da weniger Bauteile

Strom heizen ist im Normalmobil ohne 5kwp Riesensolarfeld und 30kw Akku nicht autark möglich - auch mit Diesel Generator ist das kein guter Schnitt - noch nicht mal am Kabel wird man da besonders happy sein. Denkbar wird das ganze erst mit einer excellenten Isolierung, Wärmerückgewinnung beim Lüften, Täglichem Solarertrag, Wärmepumpe, Diesel-Luft Vorheizern und einer komplexen steuer-mess-Regeltechnik für den ganzen Kram.
So richtig lohnen wird sich das vielleicht nie - das ist so wie die Frauensache nur viel ökologischer ;-D

Ahoi...
Ernst

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Re: Hubdachkoffer hub2m - Hebesysteme, Raumgestaltung

#520 Beitrag von Mark86 » 2019-10-23 16:26:52

Ich hab in meiner Gasheizung ne Truma Ultraheat mit drinnen, die ich im Winter nutze um das Auto Eisfrei und teilweise auch örtlich bewohnbar zu halten, wenns Feierabendbier mal wieder mehr wurde :D

Elektrische Heizung an sich ist schon top. Nur ne Heizfolie im Fußboden, die denke ich ist n bisschen knapp.
wie Luftdicht ist dein Koffer? ich denke be/entlüftungs Verluste sind da riesig - 4-5h zur Auskühlung erscheint mir da doch recht flott
Der ist dicht, quasi Kältebrückenfrei und wie gesagt, 50mm Isoliert mit Doppelten Isolierkunststofffenstern (Wohnwagenfenster)...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Hubdachkoffer hub2m - Hebesysteme, Raumgestaltung

#521 Beitrag von Till » 2019-10-23 18:44:49

Tach zusammen,

Mir kommt das hier ein bischen wie ein Technikwunschkatalog vor... Wenn Du all das einbaust bleibt Dir kein Wohnraum...

Es treffen natürlich auch unterschiedliche Philosophien aufeinander. Ich ziehe einfache Technik vor, die ich im Fall auch unterwegs selber reparieren kann.

Nun zu den div Punkten:

Das angesprochene Holz-Wasser-Heizsystem ist technisch vor allem in einem Punkt verbesserungsfähig: die Kontaktfläche Rauch-Wasser. Die Isolierung der Wärmespeichers macht nur begrenzt Sinn, sprich es braucht statt des einfachen Abstrahlens dann ein Regelsystem mit Heizkörpern, das finde ich Oversized. Da kann ich auch nen Scheit nachschmeißen. Übrigens hatte ich noch keinen Wasserschaden - wenn ich mal im Winter länger weg war hab ich das Wasser einfach abgelassen.

Die Reduzierung des Wärmeverlusts bei Erhöhung der Dämmstärke sind einfache Bautechnische Rechnungen. Im Fahrzeugbau müssen wegen Platzmangel Kompromisse ausgearbeitet werden über die jeder persönlich entscheiden muss. Stell doch einfach mal Rechenwerte gegeneinander auf.

Luft-Luft Abwärmetauscher sind eine aufwendige Technik die in der normalen Gebäudetechnik schon zu vielen Problemen geführt hat, z.B. Schimmel. Ich persönlich brauche regelmäßig Frischluft (noch dazu reden wir über Lkw-Aufbauten!), da verzichte ich lieber auf ein paar Grad.

Mir kommt Dein Elektro-Energiekonzept noch sehr schwammig vor. Bloß weil Du eine (für Fahrzeuge) große Photovoltaikfläche hast, kannst Du nicht beliebig Verbraucher speisen! Noch dazu wenn Du ein E-Auto und eine E-Heizung betreiben willst! Im Winter bleiben Dir (wenn der Verbrauch also am höchsten ist) weniger als 30% der Gesamtleistung bei voller Sonneneinstrahlung! Ich bin seit 10 Jahren mit 1kw unterwegs und schweiße auf meinem Solarsystem, glaub mir dass Du selten mobil Deine Stromversorgung (für diese Ansprüche) sicher stellen kannst!

Beste Grüße,

Till

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Re: Hubdachkoffer hub2m - Hebesysteme, Raumgestaltung

#522 Beitrag von Till » 2019-10-23 18:50:07

Ich will jetzt nichts schlecht reden... ich wollte nur versuchen ein wenig mehr Realitätsnähe zu bringen. Sorry falls das zu stark ausgedrückt war... Du wirst schon zu Deinem Ziel finden...

:blume:

Till

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Re: Hubdachkoffer hub2m - Hebesysteme, Raumgestaltung

#523 Beitrag von WMFStefan » 2019-10-23 19:22:07

Hallo,

ich würde die ganze Geschichte ganz anders anpacken.

1. Budgetplanung: So ca.100000 Euro. So viel wird es wohl werden.
2. Fahrgestell kaufen, was neuzeitliches, Atego, MAN Allrad etc.
3. Zwischenrahmen bauen (bauen lassen).
4. Koffer bauen, Gfk Sandwich, GfK Winkel, kältebrückenfrei verkleben. Hubdach würde ich persönlich weglassen.
5. Innenraumaufteilung festlegen, Tür und Fenster einbauen.
6. Sich über das geleistete freuen und sich beim Innenausbau weiter freuen.

Dieses monatelange Geschreibe hat dich doch unterm Strich keinen Millimeter weitergebracht und du bist immer noch
bei Null.

Das ist nur meine persönliche Meinung und ich hoffe, du fühlst dich nicht irgendwie angegriffen.

Grüße aus Rhein-Main

Stefan

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Re: Hubdachkoffer hub2m - Hebesysteme, Raumgestaltung

#524 Beitrag von ernstlustig » 2019-10-23 22:13:11

Hallo Till,

mach dir keine Sorgen wegen deiner Kritik - genau sowas suche ich ja! (hier darf geschrieben werden was man denkt solange es den Forumregeln entspricht)

hm...zunächst muss du wissen das das hier erst sowas wie eine Konzeptfindung ist - das Stromkonzept mit solar,Akku und e-auto sowie Teil-eHeizen halte ich z.b. selber für fragwürdig...aber eben nicht für ganz ausgeschlossen - daher ist es mir die Mühe wert das genauer anzuschauen. Ich habe also weder eine Riesen Solarzelle noch einen LKW - all das ist bisher nur virtuelle Planung ...das sind schon sehr viele Nullen und Einsen die man auf meinen Rechnern zum Thema "im LKW wohnen und reisen" angesammelt haben. Vor vielen Jahren bin ich auf dieses LKW Thema gestoßen - und weil ich leider nicht sofort losbauen konnte (war -immer- Unterwegs, hatte nen Stressjob...) habe ich angefangen zu recherchieren und hab mich immer tiefer reingebohrt ins Thema. Naja irgendwie bohre ich noch immer - durch das 3d bekommt man ein ziemlich krasses tool mit dem man viele neue Ansichten schafft und Einsichten erntet ... das ist an sich ähnlich wie sich von einem Mobil zum nächsten weiterzuentwickeln ... nur viel billiger und die Weiterentwicklung sehr beschleunigt....der so gewachsene Hubdachkoffer ist das aktuelle Endergebnis und dieses seltsame Raumkonzept braucht jetzt die passenden "Innereien" ... thats it
Till hat geschrieben:
2019-10-23 18:44:49
Tach zusammen,

Mir kommt das hier ein bischen wie ein Technikwunschkatalog vor... Wenn Du all das einbaust bleibt Dir kein Wohnraum...
>>> eine der Besonderheiten bei "meinem" Hubdachkoffer ist der extrem hohe Frei-raum-anteil - von der Koffergesamtfläche von 23qm sind ganze 16qm aufrecht stehend frei begehbar das sind 70% Freifläche und nur 30% sind fest verbaut.
Es treffen natürlich auch unterschiedliche Philosophien aufeinander. Ich ziehe einfache Technik vor, die ich im Fall auch unterwegs selber reparieren kann.
>> hm... das ist ja das tolle -hier- unterschiedliche Philosophien/Techniken/Praktiken/Denk und Herangehensweisen...cool! Ich ziehe jede Technik vor die mich weiter bringt ...ich bin großer Fan von einfacher Technik die reparierbar ist - rein Mechanisches ist super ...das kann halt nicht mehr überall mit den irrwitzigen Leistungen vom Elektrozeug mithalten(Rechner). Ich hatte mich vor Jahren gefragt wie es sein kann das in diesen riesen Exmos nicht jeder einen Holzofen verbaut hat und nur manche das haben - jetzt weiß ich das.
Nun zu den div Punkten:

Das angesprochene Holz-Wasser-Heizsystem ist technisch vor allem in einem Punkt verbesserungsfähig: die Kontaktfläche Rauch-Wasser. Die Isolierung der Wärmespeichers macht nur begrenzt Sinn, sprich es braucht statt des einfachen Abstrahlens dann ein Regelsystem mit Heizkörpern, das finde ich Oversized. Da kann ich auch nen Scheit nachschmeißen. Übrigens hatte ich noch keinen Wasserschaden - wenn ich mal im Winter länger weg war hab ich das Wasser einfach abgelassen.
>>> was ist denn bitte eine " Kontaktfläche Rauch-Wasser" ? etwa Rauchregenniederschlag? Abstrahlen? ... das verstehe ich leider irgendwie nicht - ?
Die Reduzierung des Wärmeverlusts bei Erhöhung der Dämmstärke sind einfache Bautechnische Rechnungen. Im Fahrzeugbau müssen wegen Platzmangel Kompromisse ausgearbeitet werden über die jeder persönlich entscheiden muss. Stell doch einfach mal Rechenwerte gegeneinander auf.
>>> da könnte ich ehrlich gesagt Hilfe gut brauchen: "wie viel Watt spare ich an Heizleistung wenn ich statt 6cm 8cm Isolierung nehme - z.b. bei - 5C außen und innen 20C ?"
Luft-Luft Abwärmetauscher sind eine aufwendige Technik die in der normalen Gebäudetechnik schon zu vielen Problemen geführt hat, z.B. Schimmel. Ich persönlich brauche regelmäßig Frischluft (noch dazu reden wir über Lkw-Aufbauten!), da verzichte ich lieber auf ein paar Grad.
>>>was ist ein "Luft-Luft Abwärmetauscher" ? ...das klingt wie eine Kombination von Wärmepumpe und Lüftungswärmerückgewinnung - wo schimmelt da was?
Aufwändige Technik hat ihre Vorteile das weiß jeder der ein KFZ benutzt - sie muss halt was bringen und funktionieren...
Mir kommt Dein Elektro-Energiekonzept noch sehr schwammig vor. Bloß weil Du eine (für Fahrzeuge) große Photovoltaikfläche hast, kannst Du nicht beliebig Verbraucher speisen! Noch dazu wenn Du ein E-Auto und eine E-Heizung betreiben willst! Im Winter bleiben Dir (wenn der Verbrauch also am höchsten ist) weniger als 30% der Gesamtleistung bei voller Sonneneinstrahlung! Ich bin seit 10 Jahren mit 1kw unterwegs und schweiße auf meinem Solarsystem, glaub mir dass Du selten mobil Deine Stromversorgung (für diese Ansprüche) sicher stellen kannst!
>>> oja! das ist ein schwammiges Konzept :-D ...das ist so bei der Planung da saugt der Schwamm noch viel - das ist alles in arbeit...passende kombinationen werden gesucht...
es ist mir (leider) auch klar das von 5kwp Solarfeld nicht unendlich Energie kommt- fürs e-auto laden braucht man halt viel Strom in möglichst kurzer Zeit das erfordert einfach eine Zelle dieser Größe...ist das e-auto geladen hat man den Ertrag der riesen Zelle immer noch - da ist es nahe liegend weitere Verbraucher wie Heizen und WW damit zu speisen - soweit das geht natürlich...es wäre "der Hit" wenn das alles ohne Dieselzuheizer gehen würde das ist aber unwahrscheinlich
"und schweiße auf meinem Solarsystem" >>??? scheißen oder schwören ?

Ahoi...
Ernst

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Re: Hubdachkoffer hub2m - Hebesysteme, Raumgestaltung

#525 Beitrag von Till » 2019-10-23 23:12:46

Hallo Ernst,

Nein, das mit dem schweißen war kein Schreibfehler.

Ich wollte auch irgendwann mehr Wohnfläche und hab mir deswegen nen Auszug (Slide-Out) gebaut. Zumindest heiztechnisch günstiger als ein Hubdachkoffer.

Kontaktfläche Rauch/Wasser kann beim Abwärmeofen über selbstgebaute Teile erhöht werden. Z.B. ein Rauchrohrkasten in den spiralförmige Wasserleitungen eingelötet sind...

Mit Luft/Luft Abwärmetauscher ist eines der von Tom vorgeschlagenen Systeme gemeint. Es geht darum die der Raumluft enthaltene Wärme beim lüften zu entnehmen und angesaugter Frischluft zuzuführen.

Wenn ich Zeit hab kann ich Dir mal zwei Wandmodelle durchrechnen, weis aber nich wanns reinpasst.

Rechne mal Deine Solaranlage durch. Z.B. 3kwp bei 60% und 2kwp bei 30% (Frühling und Teilbeschattung der Seitenelemente) dann theoretische Sonnenstunden (sagen wir mal 4Std nahe Freiburg) eines Standortes. Macht 9,6kwh am Tag. So jetzt fängste am Deine Verbraucher abzuziehen...

Grüße,

Till

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Re: Hubdachkoffer hub2m - Hebesysteme, Raumgestaltung

#526 Beitrag von ernstlustig » 2019-10-23 23:15:14

Hallo Stefan,
WMFStefan hat geschrieben:
2019-10-23 19:22:07
1. Budgetplanung: So ca.100000 Euro. So viel wird es wohl werden.
2. Fahrgestell kaufen, was neuzeitliches, Atego, MAN Allrad etc.
3. Zwischenrahmen bauen (bauen lassen).
4. Koffer bauen, Gfk Sandwich, GfK Winkel, kältebrückenfrei verkleben. Hubdach würde ich persönlich weglassen.
5. Innenraumaufteilung festlegen, Tür und Fenster einbauen.
6. Sich über das geleistete freuen und sich beim Innenausbau weiter freuen.

Dieses monatelange Geschreibe hat dich doch unterm Strich keinen Millimeter weitergebracht und du bist immer noch
bei Null.
...alles easy ... immer raus damit !

Genau so würde ich diese Liste jetzt am liebsten Umsetzen - das hätte ich schon vor Jahren so machen können...ging aber zeitlich nicht da ich die letzten 10 Jahre hauptsächlich im Job verplempert habe und wird eben auch nicht gleich sondern erst in einigen Jahren zeitlich und finanziell möglich.
Meanwhile: erfreue ich mich am Sprinterfahren/fliegen und vertreibe mir die Freizeit erstmal mit Planung - in Millimetern kann man das ja schwer Messen aus meiner subjektiven Perspektive hat sich da schon einiges getan - ich verstehe die ganzen Sachen immer besser, durchschaue nach und nach die recht komplexen zusammenhänge.
Im Prinzip hilft mir die Zeit - hätte ich das mobil gleich gebaut - mit dem ersten plan - würde es so aussehn:
1.JPG
1.JPG (31.73 KiB) 1041 mal betrachtet
...ist ne zeit lang her diese ersten Ideen... da wurde mittlerweile vieles verbessert - und ich bin immer noch bei Null :-D

Alternativ könnte ich die Zeit auch ohne genaue Planung verbraten - doch das wäre langweilig ... und würde mich eher ein paar mm zurückwerfen.

Ahoi...
Ernst

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Re: Hubdachkoffer hub2m - Hebesysteme, Raumgestaltung

#527 Beitrag von ernstlustig » 2019-10-24 0:39:18

Till hat geschrieben:
2019-10-23 23:12:46
Nein, das mit dem schweißen war kein Schreibfehler.

Ich wollte auch irgendwann mehr Wohnfläche und hab mir deswegen nen Auszug (Slide-Out) gebaut. Zumindest heiztechnisch günstiger als ein Hubdachkoffer.

Kontaktfläche Rauch/Wasser kann beim Abwärmeofen über selbstgebaute Teile erhöht werden. Z.B. ein Rauchrohrkasten in den spiralförmige Wasserleitungen eingelötet sind...

Mit Luft/Luft Abwärmetauscher ist eines der von Tom vorgeschlagenen Systeme gemeint. Es geht darum die der Raumluft enthaltene Wärme beim lüften zu entnehmen und angesaugter Frischluft zuzuführen.

Wenn ich Zeit hab kann ich Dir mal zwei Wandmodelle durchrechnen, weis aber nich wanns reinpasst.

Rechne mal Deine Solaranlage durch. Z.B. 3kwp bei 60% und 2kwp bei 30% (Frühling und Teilbeschattung der Seitenelemente) dann theoretische Sonnenstunden (sagen wir mal 4Std nahe Freiburg) eines Standortes. Macht 9,6kwh am Tag. So jetzt fängste am Deine Verbraucher abzuziehen...
Hi, aso... :rock: dieses schweißen auf etwas...

hm...ich würde ja behaupten das ein Hubdachkoffer Heiztechnisch besser ist als ein Slideout - bei gleichem innen Volumen hat man beim SO mehr Dach und Bodenfläche die Dachfläche heizt in der Sonne mehr und der Boden kühlt eher aus dazu kommen problematischere vertikal Dichtungen dann hat man noch ein Traglastproblem das schwere Slider Konstruktionen erfordert die wiederum Platz erfordern - es gibt da aber durchaus befriedigende Konstruktionen ...hab ich mir angeschaut - für mich ist das nix...da Slideouts immer niedrig sind und ich 2m.

ah...Heizspirale, Rauchrohkasten ...verstehe...Wasser mit Holz für duschen und oder heizen per Wärmetauscher Bastellösung innen statt außen verbauen und dann sich wundern das das irgendwann durchbrennt und schwarze Soße durch den Koffer läuft? Selbstbauen ist super...aber auch da sollte es passen.

Luft/Luft Abwärmetauscher >> Da gibt es Rotationswärmetauscher - die haben eine sich drehende Scheibe durch die eingehende kalte Luft und die ausgehende Warmluft strömen oder "Wechsellüfter" - an sich ähnlich braucht aber min. 2 Einheiten die abwechselnd ein/ausblasen ...durch den Richtungswechsel im Raum theoretisch ein effektiveres lüften.

Bei der Rechnung habe ich das Problem das ich nicht genau weiß wieviel watt ich zum heizen brauche - jedenfalls habe ich kaum einen wert gefunden den ich rechnen kann - ich schätze nach den paar zahlen die ich bisher erwischen konnte - da müsste mal einer einen Elektroheizlüfter mit Thermostat in den koffer stellen und nur damit auf z.b. 20C halten das bei unterschiedlichen Außen Temperaturen z.b. -15C,-10,-5,0,+5,usw ein Stromzähler zeigt dann den jeweiligen Verbrauchsdurchschnitt - das wär die Zahl die ich dann rechnen kann...

Ahoi...
Ernst

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Re: Hubdachkoffer hub2m - Hebesysteme, Raumgestaltung

#528 Beitrag von ernstlustig » 2019-11-02 20:32:17

so ein Holzofen wird mir immer sympathischer:
holzwinter.JPG
...rein elektrisch Heizen ist leider eine Sackgasse :bored: ...

so kalt wird wohl nicht werden :joke:
eistruck.JPG
und wenn dann etabliert sich schnell ein gewisser workflow in der Holzbeschaffung:
Wood workflow.JPG

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Re: Hubdachkoffer hub2m - Hebesysteme, Raumgestaltung

#529 Beitrag von ernstlustig » 2019-11-08 15:31:33

hm - zum kleinen Holzofen wäre ein Wärmespeicher sinnvoll - da gäbe es:
wärmespeicherarten.JPG
wärmespeicherarten.JPG (31.9 KiB) 588 mal betrachtet
Thermochemische speichern z.b. 5x mehr Wärme pro Volumen/Gewicht als Wasser.

...man kennt ja Diese Handwärmer mit Metallplättchen zum klicken(Latent>Fest-flüssig)...würde man also ein Fass davon auf dem Holz-Ofen "kochen" könnte man später wenn der Ofen aus ist "klicken" und die Wärme nutzen...Dieses Salz speichert 3mal mehr Wärme als Wasser - so würden 30l Salzlösung einem 90l Wasserspeicher entsprechen...

ob so ein Wärmespeicher der ja leichter und kleiner ist als Wasser wohl irgendwie Sinnvoll Nutzbar ist?? Kennt wer sowas?

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Re: Hubdachkoffer hub2m - Hebesysteme, Raumgestaltung

#530 Beitrag von Ulf H » 2019-11-08 23:53:07

... die beste Wärmekapazität aller praktisch nutzbaren sowie bezahlbaren Stoffe hat nun mal Wasser ... um darin bei 95 Grad die benötigte Wärme für eine Nacht zu puffern benötigt man meine ich 200 l ... macht dann mit Tank, der ja auch entsprechend isoliert und mit Wärmetauscher ün versehen sein muss gute 250 kg ... mit der Erkenntnis habe ich beschlossen, dass Prinzip Wärmespeicherung im Womo nicht weiter zu verfolgen ...

... dazu kommt noch die Problematik, was macht man mit überschüssiger Wärme, die bei einem vollen Speicher und einer nicht zielgenau abschaltbaren Feststoffverbrennung zwangsläufig vorkommt ... im Haus wird da mit unendlich verfügbarem Frischwasser gegengekühlt ...

Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

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Re: Hubdachkoffer hub2m - Hebesysteme, Raumgestaltung

#531 Beitrag von Nessi » 2019-11-09 8:42:10

ernstlustig hat geschrieben:
2019-11-08 15:31:33
hm - zum kleinen Holzofen wäre ein Wärmespeicher sinnvoll - da gäbe es:
wärmespeicherarten.JPG

Thermochemische speichern z.b. 5x mehr Wärme pro Volumen/Gewicht als Wasser.

...man kennt ja Diese Handwärmer mit Metallplättchen zum klicken(Latent>Fest-flüssig)...würde man also ein Fass davon auf dem Holz-Ofen "kochen" könnte man später wenn der Ofen aus ist "klicken" und die Wärme nutzen...Dieses Salz speichert 3mal mehr Wärme als Wasser - so würden 30l Salzlösung einem 90l Wasserspeicher entsprechen...

ob so ein Wärmespeicher der ja leichter und kleiner ist als Wasser wohl irgendwie Sinnvoll Nutzbar ist?? Kennt wer sowas?

ich hab mein EFH als Solarhaus (30m2 Röhrenkollektoren) gebaut mit einem großen Saisonspeicher (mit Wasser). Damals hab ich mir viel und oft übelegt einen Latentwärmespeicher zu bauen - aus zwei Gründen 1. um mehr Wärme zu speichern ohne noch mehr Wohnraum zu opfern und 2. um die Wärmeverluste zu reduzieren. Wäre genial wenn man die gespeicherte Wärme - ohne Verluste - vom Sommer auf den Winter aufbewahren kann und dann, wie du sagst, mit einen Klick die einzelnen Parzellen (z.B. je 100kwh) aktiviert.

Leider gibt es bei den Salzen Probleme beim Erhitzen und Abkühlen, da im Kristallzustand die Wärme nicht gut geleitet wird -> ähnlich wie bei Eis. Man braucht viele feine Wärmetauscherrohre die als Netz das gesamte Wärmespeichermedium durchziehen. Meine Idee war dann, wie in einer Batterie - mit Platten aus alten Heizkörpern im Speicher zu arbeiten... da wäre dann das Problem der Korrosion wegen dem Salz ....
Dann ist ein "klick" Mechanismus der durch einen Kristallisationskern /-Impuls die latent gespeicherte Wärme abgibt bei größeren Volumina wohl auch schwierig, es darf in dem Salzgemisch keine Verunreinigungen geben welche eine Kristallisation beim normalen Abkühlen ermöglichen. Das zu verhindern wird nicht so einfach hab ich mir gedacht.

Wenn man auf die Langzeitspeicherung ohne Verluste verzichtet, kann man auch durch ein Medium welches einen Phasenübergang bei der gewünschten Speichertemperatur hat, eine höhere Speicherkapazität als mit Wasser erzielen. Z.B. mit Wachs/Paraffin ... auch hier wird die praktische Umsetzung wieder schwierig, Paraffin - auch im flüssigen Zustand - lässt sich halt nicht so gut durch Pumpen und Rohre im Heizkreislauf verteilen wie Heizwasser. Nutzt man einen Wärmetauscher, so muss dieser auch im kompletten Speicher gut verteilt sein - da Paraffin die Wärme schlechter leitet als Wasser und somit schlechter zum aufheizen / schmelzen ist (und umgekehrt auch bei der Entnahme der Wärme, da sich das abgekühlte Paraffin um den Wärmetauscher verfestigt und diesen quasi Isoliert).

Ich denke im Laster wird das alles noch schwieriger als im Haus. Gewicht und Platz sind ja wichtige Argumente. Was es heute gibt sind Putze und Baustoffe die z.B. Wachs in kleinen Partikeln eingeschlossen haben um Wärme aufnehmen, speichern und abgeben zu können. ( https://www.solarify.eu/2015/05/31/649- ... rmaterial/ )Das könnte ich mir im Aufbau vorstellen um im Innenraum ein gleichbleibenderes Klima / Temperaturverhalten zu erreichen. Tagsüber oder wenn man den Ofen an hat wird die "Wand" mit aufgeheizt und strahlt diese Wärme über längere Zeit gleichmäßig ab wenn die Raumtemperatur wieder fällt. Ich vermute aber die Speicherkapazität ist sehr begrenzt.

In der Summe denke ich dies sind tolle Gedankenspiele, aber in der Realität ist es einfacher, preiswerter und zuverlässiger einfach ein paar Liter mehr Diesel oder ein paar Scheite Holz mehr dabei zu haben.

Gruss
Nessi

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Re: Hubdachkoffer hub2m - Hebesysteme, Raumgestaltung

#532 Beitrag von ernstlustig » 2019-11-09 17:30:45

Ulf H hat geschrieben:
2019-11-08 23:53:07
... die beste Wärmekapazität aller praktisch nutzbaren sowie bezahlbaren Stoffe hat nun mal Wasser ... um darin bei 95 Grad die benötigte Wärme für eine Nacht zu puffern benötigt man meine ich 200 l ... macht dann mit Tank, der ja auch entsprechend isoliert und mit Wärmetauscher ün versehen sein muss gute 250 kg ... mit der Erkenntnis habe ich beschlossen, dass Prinzip Wärmespeicherung im Womo nicht weiter zu verfolgen ...

... dazu kommt noch die Problematik, was macht man mit überschüssiger Wärme, die bei einem vollen Speicher und einer nicht zielgenau abschaltbaren Feststoffverbrennung zwangsläufig vorkommt ... im Haus wird da mit unendlich verfügbarem Frischwasser gegengekühlt ...

Gruss Ulf
Hallo Ulf,

könnte man nicht einfach den Innen Wassertank 200-600L als Pufferspeicher verwenden - die gesamten Wasserreserven ? ... also isolieren, Wärmetauscher rein,...
bis zum Morgen wäre das ja wieder runtergekühlt.
...dann wären da noch dicke Dieseltanks die Wärme speichern könnten wenn man da einen Wärmetauscher rein baut und isoliert...?

Bei einem Holz/Ölofen könnte man evtl. einen Wärmetauscher auf dem Ofen haben den man wegklappt wenn die Puffer voll sind.

sämtliche Energie Einsparsysteme erscheinen mir zunehmend fragwürdig - alle erfordern Mehrgewicht, Mehrkosten, ansteigende Komplexität, mehr Wartung,...deren Leistung ist im Vergleich mit einer simplen starken Heizung die halt etwas mehr verbraucht nur minimal. Dennoch stochere ich noch ein wenig weiter rum - vielleicht findet sich ja noch was schlaues was auch machbar ist und wirklich was bringt...

Ahoi...
Ernst

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Re: Hubdachkoffer hub2m - Hebesysteme, Raumgestaltung

#533 Beitrag von ernstlustig » 2019-11-09 17:58:24

Nessi hat geschrieben:
2019-11-09 8:42:10

In der Summe denke ich dies sind tolle Gedankenspiele, aber in der Realität ist es einfacher, preiswerter und zuverlässiger einfach ein paar Liter mehr Diesel oder ein paar Scheite Holz mehr dabei zu haben.

Gruss
Nessi
Hallo Nessi,

vielen Dank für die Gute Zusammenfassung - das "Fass mit klick" ist also auch keine greifbare Lösung - aber wirklich erstaunlich was es so gibt - und wohin mich meine Suche nach irgendwas brauchbarem so treibt :eek: ... das Phasenübergänge zwischen Aggregatzuständen Energie Speichern können und zu den Latenten Wärmespeichern gehören hatte ich vor ein paar Tagen z.b. noch nicht auf dem Schirm - faszinierend... :spiel:

es ist bewundernswert was für tolle Systeme ihren Weg in Moderne Häuser finden - es ist erstaunlich das da noch wenig auf Womos überspringt ... da muss doch noch was brauchbares am Start sein?!

Ahoi...
Ernst

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Re: Hubdachkoffer hub2m - Hebesysteme, Raumgestaltung

#534 Beitrag von PeterWEN » 2019-11-09 20:30:44

Habedere,

ich vermute mal, sollte es wirklich ein System geben, welches auch im WoMo, ExMo und ähnlichem erfolgreich arbeitet/arbeiten könnte?

So hätte dies garantiert schon hier seine Runden gemacht.

Bei der technikaffinität vieler, vieler Formunisti würde es mich schon ganz arg wundern, wenn da nicht schon jemand seine Finger an so einem System gehabt hätte.

Mal ganz abgesehen von den Profi-Aus-/Aufbaubetrieben, die so etwas mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schon längst in der Preisliste aufgenommen hätten.
Vor mir die Bahn, unter mir was fahrbares, nach mir die Sintflut.
Fragt mich nur, ich habe zwar keine Lösung, aber ich bewundere das Problem.
Inzwischen Meister im Verschieben, von der "to do" in die "ach, was soll`s" Liste.

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Re: Hubdachkoffer hub2m - Hebesysteme, Raumgestaltung

#535 Beitrag von Hundefreund01 » 2019-11-10 6:38:09

Warum nur erinnern mich dieser Thread und der Threadersteller an diesen Thread im Womobox-Forum? :joke:
Gruss Thomas

Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt. (Mahatma Gandhi)

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Re: Hubdachkoffer hub2m - Hebesysteme, Raumgestaltung

#536 Beitrag von ernstlustig » 2019-11-10 13:54:32

Hundefreund01 hat geschrieben:
2019-11-10 6:38:09
Warum nur erinnern mich dieser Thread und der Threadersteller an diesen Thread im Womobox-Forum? :joke:
Hallo,

super...das ist wirklich etwas ähnlich :blush: - er hat auch ne Menge gestrampelt und ein wunderbares Chaos an Kombinationen zusammengetragen...hat jedoch offenbar nur 2Monate durchgehalten - offenbar ne recht Creative Eintagsfliege - ich bin da deutlich langsamer und auch hartnäckiger... habe hoffentlich bald meinen "mentalen 360tie der Heizungs und Energiesysteme" fertig gesprungen und kann dann -endlich!- weiter konkretisieren - :spiel:

Ahoi...
Ernst

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Re: Hubdachkoffer hub2m - Hebesysteme, Raumgestaltung

#537 Beitrag von ernstlustig » 2019-11-11 11:42:36

PeterWEN hat geschrieben:
2019-11-09 20:30:44
Habedere,

ich vermute mal, sollte es wirklich ein System geben, welches auch im WoMo, ExMo und ähnlichem erfolgreich arbeitet/arbeiten könnte?

So hätte dies garantiert schon hier seine Runden gemacht.

Bei der technikaffinität vieler, vieler Formunisti würde es mich schon ganz arg wundern, wenn da nicht schon jemand seine Finger an so einem System gehabt hätte.

Mal ganz abgesehen von den Profi-Aus-/Aufbaubetrieben, die so etwas mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schon längst in der Preisliste aufgenommen hätten.
Servus Peter,

ich stocher da nur rum in der Hoffnung das sich irgendwas schlaues, brauchbares findet und das hat ja auch noch den Vorteil das man dabei was lernt. Ich will mich nicht nur mit dem Kram den ich verbaue auskennen - sondern auch noch wissen warum ich genau das Zeug eingebaut hab usw.
Heiz und Energiesysteme gibt es viele und noch mehr Meinungen dazu - ein ganz schönes Wirrwarr - habe jetzt fast alle durchgekaut und knuspere grad am Gassystem was ich zwar etwas ignorant verteufelt hatte weil zunächst Diesel und Strom vorhanden ist und das reichen sollte...aber Gas hat eben auch seine Vorteile.
Diese Vorteile hab ich die letzten 2 Tage genossen - die Dieselzusatzheizung in meinem Sprinter ist irre laut, langsam, schwach, stinkt und frisst viel Strom die Luft ist trocken - deshalb hab ich nebenan beim Spezie im alten Weißware Mobil mit Alde WWHeizung auf der Couch geschlafen. Der Unterschied zur Luftheizung ist gefühlt Gigantisch ... das seriell ringförmig im Mobil verlegte Radiatoren System macht ein tolles Klima die Schichtung ist gering jedoch ist der Fußboden kalt. Das alte Gas System dort arbeitet fast lautlos - man hört das anspringen mit dem üblichen Plopp und minimal die Umwälzpumpe wenn man genau hinhört. "Awesome" ist das Heizrohr das durch die Couchlehne geht neben dem ich schlief.
Naja es ist mir schon klar das hier viele sehr sehr viel mehr Fachwissen haben als ich - ich muss mir das halt alles erst erarbeiten, es bringt mir wenig wenn sich andere damit auskennen - ich muss und will das alles selber verstehen/lernen. Es ist mir auch klar das das hier einige ziemlich doof finden wie ich vorgehe - doch das ist mir wurscht ich mach halt einfach was und wie ich kann...das ist alles logischerweise ein "kleiner Schritt für die "Forumisti" aber ein Riesenschritt für mich".

jetzt frage ich mich grade wie laut denn eine Diesel Wasserheizung -verglichen mit einer Gas Wasserheizung- ist ... eine Diesel Wasserheizung kenne ich als kleine Eberspächer Zusatzheizung in meinem Sprinter (ätzend)- ist eine größere Dieselwasserheizung leiser?

Ahoi...
Ernst

Mark86
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Re: Hubdachkoffer hub2m - Hebesysteme, Raumgestaltung

#538 Beitrag von Mark86 » 2019-11-11 15:17:10

Die Sprinterheizungen sind noch Leise :D

Ich finde die Ideenspinnerei von dir interessant, lese sowas gerne um vieleicht mal neue Aspekte zu bekommen, um mein eigenes Bild / Planungsvorstellung zu verbessern.
Ich muss aber ehrlich sagen, dass alles was man an Technik verbaut irgendwann kaputt geht, vor allem dieser ganze Computerscheiss und dann steht man dumm da.

Die Frage ist also für mich in der Praxis:
- Ist dass Teil wichtig ?
- Ist es vor Reisestart so überprüfbar, dass relativ ausgeschlossen ist, dass es kaputt geht?
- Ist das Teil vor Ort mal eben ersetzbar? (ALso alles was man im Bauhaus/Home Depot kaufen kann).
- Ist das Teil redundant vor zu halten, sprich, habe ich es als Ersatz mit?

Das hat bei mir in der Praxis eigentlich viele Entscheidungen stark beeinflusst...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

ernstlustig
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Re: Hubdachkoffer hub2m - Hebesysteme, Raumgestaltung

#539 Beitrag von ernstlustig » 2019-11-12 15:37:59

Mark86 hat geschrieben:
2019-11-11 15:17:10
Die Sprinterheizungen sind noch Leise :D

Ich finde die Ideenspinnerei von dir interessant, lese sowas gerne um vieleicht mal neue Aspekte zu bekommen, um mein eigenes Bild / Planungsvorstellung zu verbessern.
Ich muss aber ehrlich sagen, dass alles was man an Technik verbaut irgendwann kaputt geht, vor allem dieser ganze Computerscheiss und dann steht man dumm da.

Die Frage ist also für mich in der Praxis:
- Ist dass Teil wichtig ?
- Ist es vor Reisestart so überprüfbar, dass relativ ausgeschlossen ist, dass es kaputt geht?
- Ist das Teil vor Ort mal eben ersetzbar? (ALso alles was man im Bauhaus/Home Depot kaufen kann).
- Ist das Teil redundant vor zu halten, sprich, habe ich es als Ersatz mit?

Das hat bei mir in der Praxis eigentlich viele Entscheidungen stark beeinflusst...
Hallo Mark,

na das feut mich das du aus meinem irren Chaos noch was positives ziehst! ...mir ist meine Unwissenheit ja schon etwas peinlich - aber was solls...wer sucht der findet.

wie kann man spass an einer so lauten Dieselheizung haben die obendrein noch viel Strom frisst, anfällig ist und stinkt? sind die größeren wirklich genau so laut wie meine kleine eberspächer im sprinter?? (ich hatte gehofft das größere leiser sind oder man mit Schalldämmung das in einen verträglichen Rahmen bekommt??)
gibt es eigentlich zur Alde 3020 keine alternative als Wasserheizung?? haben die da wirklich ein Monopol :eek: ?

- Ist dass Teil wichtig ?
hm...eine Heizung wäre wichtig

- Ist es vor Reisestart so überprüfbar, dass relativ ausgeschlossen ist, dass es kaputt geht?
...tja das ist bei gas oder dieselheizung wohl ähnlich - Bei beiden macht man einen funktionstest und hofft das sie gehen. (aktuell habe ich Gaswasserheizung mit E in Kombi mit Dieselluftheizung als Backup/schnellheizer, hier und da ne e-heizmatte und evtl. Holzofen mit Wärmetauscher und zum Spass im Visier...
unkenrufen zur folge denke ich das eine Gasheizung viel besser durch die Zeit geht...

- Ist das Teil vor Ort mal eben ersetzbar? (ALso alles was man im Bauhaus/Home Depot kaufen kann).
...da wird wohl immer Gezeter vor Ort sein bis der Postbote einem Ersatzteile bringt - mit Bordwerkzeug reparierbare Probleme sind ja keine wirklichen.

- Ist das Teil redundant vor zu halten, sprich, habe ich es als Ersatz mit?
einen kompletten Ersatz hat man wohl nicht dabei - aber Glühkerzen, Düsen, Schläuche und anderen passenden Kleinkram zur jeweiligen Reparatur sollte man dabei haben.

Ahoi...
Ernst

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