Absenkbarer Motorradträger

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Survivalist79
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Absenkbarer Motorradträger

#1 Beitrag von Survivalist79 » 2018-12-02 21:43:37

Liebe Kollegen,

ich leide unter einer Denkblockade :wack: Eine Idee zum Motorradträger schwebt mir schon vor...aber halt die Umsetzung :wub:

Das ist das Corpus Delicti :D

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Der Wohnkoffer ist so gut wie fertig und ich habe bereits Verstärkungen für einen Motorradträger im Sandwich "versteckt". Zwei Alu Kastenprofile...eines ganz oben am Dach. Und das andere etwas tiefer, kurz bevor der Koffer angeschrägt wird.

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Plan war ein Motorträger nach dem Vorbild des absenkbaren Fahrradträgers beim Wohnmobil...hier mal ein Beispiel

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Ich würde das gern "nachbauen" in stabilerer Ausführung . Wegen dem Gewicht auch in Alu und mit Handgetriebe.

Bei der Planung komme ich nicht weiter. Anstatt Rundrohr würde ich gern Rechteckprofil verwenden, für mich einfacher zu verarbeiten, hab da an ein 80x20x2 Rechteckrohr gedacht. Wie führe ich die Gelenke aus? Soll ja nicht nur ein Loch und ne Durchgangsschraube werden :totlach: Wegen dem Handgetriebe und der Gurtaufrollvorrichtung, gibt es da etwas von der Stange?

Vielen Dank für eure Unterstützung :rock:

Gruß Nico
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Pitmaster
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Re: Absenkbarer Motorradträger

#2 Beitrag von Pitmaster » 2018-12-02 22:47:48

Hallo Nico,

sieht nach einem Clou aus, den Du da verlängerst. Das mit dem Motorradträger dran hängen überleg Dir noch mal. Bitte!

2mm Alu is' nix. Ich kann's Dir nicht vorrechnen, ist einfach ein Bauchgefühl, dass es nicht funktioniert.

Gurte mögen bei 2 Fahrrädern mit 30Kg noch funktionieren, aber ein Moped geht schon an die 150Kg.

Bau Dir was solideres, bevor das Ding auf der Autobahn liegt.

Guido
Meine Vermutung wurde bestätigt, dass ein Auto mit zwei angetriebenen Rädern nur eine Notlösung ist. Walter Röhrl

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Re: Absenkbarer Motorradträger

#3 Beitrag von HaMaKlaus » 2018-12-03 7:23:29

Hallo Nico,

ich würde die Schrauben nicht einfach durch Bohrungen im Profil führen. Bedenke, dass dann nur die 2 mm Wandstärken des Profiles auf der Schraube tragen. Insbesondere bei Alu würden sich die Bohrungen eventuell schnell aufweiten. Außerdem ist das "Lagerspiel" schlecht einstellbar, da sich die Wände des Profils zusammenziehen lassen bzw. bei Belastung nach innen ausweichen könnten.

Weiterhin würde ich Stahl statt Alu verwenden. Meiner Meinung nach ist der Gewichtsvorteil von Alu nur gering, wenn die höhere Festigkeit von Stahl bei der Dimensionierung der Profile berücksichtigt wird. Außerdem ist der Vorteil, dass Stahl einfacher zu Schweißen (und löten) ist. Ich habe bei ähnlichem, einfachem Gelenk Rohrstückchen mit den Schraubenstärken entsprechender Innendurchmesser als Hülsen in das Rechteckprofil bündig eingelötet.
Das Zusammenspiel von Stahlschrauben, Aluminium und Wasser führt auch gerne zu Gammel/Kontaktkorrosion.

Anstelle der "Gurtaufwickelvorrichtung" würde ich eine simple und billige Handseilwinde mit 3 Umlenkrollen einsetzen:
Auf dem Bild des Fahrradträgers sind die zwei schwarzen Gurte zu sehen. Zur Seilführung: Anstelle des linken Gurtes oben am Grundträger (obere Befestigung des linken Gurtes) das Drahtseil befestigen. Dieses dann unten, am schwenkbaren Teil des Trägersystems (auf dem Bild die untere Befestigung des linken Gurtes), über die 1. Umlenkrolle nach rechts führen. Hier (untere Befestigung des rechten Gurtes) über die 2. Umlenkrolle nach rechts oben führen (obere Befestigung des rechten Gurtes). An der Stelle mittels 3. Rolle das Seil wieder nach unten führen. Dort am Grundträger die Handseilwinde befestigen. (Ich hoffe, mein Versuch der Beschreibung verwirrt nicht zu sehr?)
Aufgrund der Umlenkungen ergibt sich auch ein Flaschenzugeffekt. Ich könnte mir daher sogar vorstellen, dass man die Seilwinde auch mittels Akkuschrauber betätigen könnte.
Die genannte Handseilwinde mit 500 kg im direkten Zug ist im Restpostenmarkt ("Jawoll") oder im www. für weniger als 20€ zu erhalten.
Um während der Fahrt möglichst wenig Spiel in der Mechanik zu haben, würde ich den klappbaren Teil in angehobener Position mittels nachstellbarer Handspanner gegen Gummianschläge ziehen und durch Steckbolzen zusätzlich sichern.

Auch ich würde den Träger auf keinen Fall am Aufbau, sondern am (Zwischen-) Rahmen befestigen.


Grüße aus der Südheide

Klaus

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Re: Absenkbarer Motorradträger

#4 Beitrag von Survivalist79 » 2018-12-03 10:45:02

Hallo Klaus, Hallo Guido,

ich kann mir vorstellen, dass sich das erstmal nach Fusch anhört. In keinem Fall will ich nur Schrauben durch die Aluprofile stecken, desshalb meine Anfrage :unwuerdig:

Hier zwei Bilder von meiner Eingangstreppe. Da hatte ich auch hin und her überlegt und am Ende eine Gelenkleiter von Hailo verwendet. Das Profil ist hier noch schwächer aber durch die gepressten Stufen und vernieteten Gelenke eine Sau stabile Sache. Für den Motoradträger sind mir da auch zu wenig Reserven...daher suche ich nach "größeren" Gelenken.

Bild

Bild

@Guido

Ja das war mal ein Clou 570. Am Anfang war nicht sicher, ob das alles klappt, daher habe ich gezögert etwas zu veröffentlichen ;) Auf meiner Homepage gibt es schon ein paar Bilder vom Umbau.
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Re: Absenkbarer Motorradträger

#5 Beitrag von ingolf » 2018-12-03 12:15:47

Hallo,
wenn die Geleke der Leiter mal Sand bekommen oder anders verdrecken wird der Spaß ganz schnell weniger. Das taugt nicht außen am Auto.

Versuche mal für die Dimensionierung des Kradträgers folgenden Ansatz: größeres Schlagloch erzeugt 5 G also muss das fünffache Gewicht gehalten werden. 750 kg an 2mm Alu?
Natürlich geht das mit ausgesteiften Konstruktionen und verteiler Lasteinleitung aber nicht so mal eben und nicht an 2 Streben im Schaumsandwich.

Grüße, Ingolf
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Re: Absenkbarer Motorradträger

#6 Beitrag von Survivalist79 » 2018-12-03 13:29:51

Hallo Ingolf,

danke für deinen Rat. Ich bin der letzte der hier behauptet alles wissen oder können zu wollen. Aus diesem Grund habe ich hier geschrieben. Ob die Treppe sich bewährt ( die übrigens im Staukasten verschwindet ) ist das eine, aber ein Motorad auf der Autobahn verlieren will keiner.

Alles wird mit einander verstebt. Die Halterung hängt nicht nur am Alusandwich, sondern auch am Ringanker und der Bett/Garagekonstruktion, welche mit dem Zwischenrahmen verschraubt ist.

Bild

Auch werde ich dem Tip bzgl. Stahl anstatt Alu folgen. Habe diese Scharniere bestellt.

Bild

Der Tip mit der Winde über Umlenkrolle ist auch gut, bin schon auf der Suche...

Gruß Nico
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Re: Absenkbarer Motorradträger

#7 Beitrag von ingolf » 2018-12-03 14:42:54

Hallo Nico,
entlste die Konstruktion durch stabile Spannschlösser o.ä. wenn das Gestell in Transportstellung ist dann üssen die Gelenke nur die Last beim Aufladen halte und nicht im Fahrbetrieb.
Rechne auch mal die Belastung der Hinterachse bei 150 kg bei dem Hebel / Überhang.

Grüße, Ingolf
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Re: Absenkbarer Motorradträger

#8 Beitrag von HaMaKlaus » 2018-12-03 15:08:37

Hallo Nico,

Du hast sicherlich registriert, dass es sich bei der Hubeinrichtung für die Fahrräder um ein Parallelogramm handelt; mit gleich langen Hubarmen, horizontal in zwei Ebenen, wobei die Drehpunkte am Grundträger und die am Hubteil jeweils in der gleichen, gemeinsamen, vertikalen Ebene liegen.
In Deiner Skizze hast Du es stark vereinfacht gezeigt; sicherlich, weil Du hauptsächlich die Befestigung im Aufbau darstellen wolltest.

Die Hubkonstruktion für das Moped würde ich auf jeden Fall komplett vom Aufbau entkoppeln, um sich dort später nicht über Schwingungsrisse etc. zu ärgern.
Bei meiner Weißware werden an der Heckwand nur 2 (relativ leichte) Fahrräder transportiert und dieses schlimmstenfalls bei geringer Geschwindigkeit auf Schotterstraßen mit nur kleinen Schlaglöchern. Schon hierbei musste ich Bewegungen registrieren, die ich gar nicht sehen wollte. Wobei das Fahrzeug noch relativ weich gefedert ist.
Auch wenn man nicht über Waschbrettpisten "hämmert", oder Hard Core Off Road fährt; welche Lastspitzen beim Transport eines Motorrades auf schlechten Wegstrecken bzw. selbst in leichtem Gelände auftreten, sollte man nicht unterschätzen.


Grüße!

Klaus

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Re: Absenkbarer Motorradträger

#9 Beitrag von Survivalist79 » 2018-12-03 16:49:05

Werde ich auf jeden Fall machen Ingolf, ich habe da an Federriegel gedacht, um die Halterung zu entlasten. Bei der Achslast hinten hab ich noch Reserven, sollte passen.

Es stimmt Klaus, nur wenn ich das als Prallelogramm baue komme ich mit der Plattform nicht weit genug runter um den Boden zu berühren. Bei meiner Weißware ( Clou 670 ) habe ich so einen absenkbaren Träger und muss mich jedes Mal abquälen, weil er sich nur circa 1m absenkt. Dann muss ich alles per Hand runter heben. Ansonst ist das schon genial, dass das Moped immer senkrecht steht. Mal sehn...ich werd das bestimmt in Holz ausprobieren... mir feht da immer die Vorstellungskraft

:idee:

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Re: Absenkbarer Motorradträger

#10 Beitrag von dibbelinch » 2018-12-03 19:16:39

Hmm, und mal etwas umständlicher, um die Lasten besser zu verteilen ein Vorschlag:

Du hebst Deine Last über zwei solide Gurtbänder. Diese laufen über Gleitführungen über Deine hintere, obere Kofferkante nach vorne, längs über das Dach, über die vordere Schräge nach unten zwischen WoKa und Fahrerhaus. Die Kurbelwinde bringst Du am Hilfsrahmen an.

Die Hauptlast liegt dann an der hinteren, oberen Kofferkante, die Du mit einem von rechts nach links durchgehenden Winkel verstärken kannst. Und am Befestigungspunkt Deiner Kurbelwinde am Hilfsrahmen. Und natürlich an den Gurtbändern, aber richtig gewählt halten die das locker.

ich weiss, das klingt ein bisschen wie "von hinten durch die Brust ins Auge", sollte aber die Lastprobleme lösen. Müsste man noch überlegen, ob die Gurtumlenkungen als einfache Gleitbahnen oder mit Rollen ausgeführt werden sollen.

Gruss, Ulf
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