Wohnwagen auf höheres Fahrgestell

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Campus
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Wohnwagen auf höheres Fahrgestell

#1 Beitrag von Campus » 2018-05-19 22:18:55

Guten Abend allerseits,

obwohl ich schon seit Jahren hier im Allrad-Forum herumstöbere, ist dies wohl meine erste Anfrage betreffend Beratung an die Gemeinschaft:

Ich werde zwecks Eintritt in den beruflichen Ruhestand binnen kurzem Zeit und Muße haben, gemeinsam mit meiner Frau Reisen mit dem eigenen
Fahrzeug nach Afrika unternehmen zu können. 2005 hatten wir uns schon einmal für 4 Monate eine berufliche Auszeit genommen und mit einem
zum Wohnmobil umgebauten Hanomag AL 28 Funkkoffer eine Reise durch Nordafrika (Tunesien, Libyen, Ägypten) unternommen.
Davon träumen wir heute noch.

Um auf den Punkt zu kommen: Anfragen zwecks Kofferbau an bekannte Offroad-Fahrzeughersteller brachten dort ein müdes Lächeln, Zeitangaben
von 2 Jahren und Preisvorstellungen jenseits von Gut und Böse hervor. So gehts also nicht.

Was hält die Allrad-Gemeinschaft von der Höherlegung eines gebrauchten und stabilen Wohnwagens auf ein stabiles Anhänger-Fahrgestell
mit 17.5 Bereifung?

Ein adäquates Zugfahrzeug (Magirus Deutz 130 M 7 bzw. Iveco 75-13) wäre vorhanden. Die Geländegängigkeit entspricht der eines Unimog U 1300.

Ein stabiler Wohnwagen/Caravan (Aufbaulänge 5 m) auf einem höheren Fahrgestell mit breiter Bereifung und einem ordentlichen Zugfahrzeug davor
gespannt - wieso sieht man so etwas nicht öfters in der Allrad-Szene?

Hier im Forum gibt es Beispiel-Fotos: Unimog mit orangefarbenem Fahrerhaus, weißem Kofferaufbau und höhergelegtem Hymer-Wohnwagen.

Campus
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Re: Wohnwagen auf höheres Fahrgestell

#2 Beitrag von Campus » 2018-05-19 23:49:14

Nanu - hat keiner eine Idee?

Campus
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Wohnwagen höherlegen

#3 Beitrag von Campus » 2018-05-19 23:51:30

Guten Abend allerseits,

obwohl ich schon seit Jahren hier im Allrad-Forum herumstöbere, ist dies wohl meine erste Anfrage betreffend Beratung an die Gemeinschaft:

Ich werde zwecks Eintritt in den beruflichen Ruhestand binnen kurzem Zeit und Muße haben, gemeinsam mit meiner Frau Reisen mit dem eigenen
Fahrzeug nach Afrika unternehmen zu können. 2005 hatten wir uns schon einmal für 4 Monate eine berufliche Auszeit genommen und mit einem
zum Wohnmobil umgebauten Hanomag AL 28 Funkkoffer eine Reise durch Nordafrika (Tunesien, Libyen, Ägypten) unternommen.
Davon träumen wir heute noch.

Um auf den Punkt zu kommen: Anfragen zwecks Kofferbau an bekannte Offroad-Fahrzeughersteller brachten dort ein müdes Lächeln, Zeitangaben
von 2 Jahren und Preisvorstellungen jenseits von Gut und Böse hervor. So gehts also nicht.

Was hält die Allrad-Gemeinschaft von der Höherlegung eines gebrauchten und stabilen Wohnwagens auf ein stabiles Anhänger-Fahrgestell
mit 17.5 Bereifung?

Ein adäquates Zugfahrzeug (Magirus Deutz 130 M 7 bzw. Iveco 75-13) wäre vorhanden. Die Geländegängigkeit entspricht der eines Unimog U 1300.

Ein stabiler Wohnwagen/Caravan (Aufbaulänge 5 m) auf einem höheren Fahrgestell mit breiter Bereifung und einem ordentlichen Zugfahrzeug davor
gespannt - wieso sieht man so etwas nicht öfters in der Allrad-Szene?

Hier im Forum gibt es Beispiel-Fotos: Unimog mit orangefarbenem Fahrerhaus, weißem Kofferaufbau und höhergelegtem Hymer-Wohnwagen.

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A N D R E A S
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Re: Wohnwagen auf höheres Fahrgestell

#4 Beitrag von A N D R E A S » 2018-05-20 0:21:32

Warum nicht den Wohnwagen auf den LKW?

Campus
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Re: Wohnwagen auf höheres Fahrgestell

#5 Beitrag von Campus » 2018-05-20 0:26:17

Ganz einfach - die Pritsche des Iveco 75-13 ist ca. 3,15 m lang, der Kofferaufbau des Wohnwagens 5,10 m.

Das passt nun mal nicht.

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Re: Wohnwagen auf höheres Fahrgestell

#6 Beitrag von Wanderduene » 2018-05-20 8:14:19

Ich denke und plane seit dem letzten Winter solch eine Lösung. Allerdings plane ich einen älteren Wowa auf einen Drehschemelanhänger zu setzen oder aber auf den Drehschemel gibts von dem jeweiligen Hersteller einen Aufbau drauf, vergleichbar mit einem Verkaufswagen, den ich mir dann ausbaue. Mein momentanes Hauptproblem ist, dass ich dann irgendwo rund 2,5T am Zugfahrzeug hängen habe und da stellt sich mir die Frage wie oft die Fuhre in Afrika an ihre Grenze stößt. Erster Anhaltspunkt ist, dass wohl nicht wirklich viele Fahrzeuge mit solch einer Anhängermasse in Afrika rumfahren. Da würde ich jetzt erstmal davon ausgehen, dass das so leider nicht viel Sinn hat. Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass wenn ein Anhänger eine praktisch gute Lösung wäre, das so nicht zigfach umgesetzt wird.
Natürlich könnte man auch mit einem Ford Fiesta Afrika von oben nach unten durchfahren, die Straßen geben das schon her aber ob das der Weg durch Afrika ist den ich mir vorstelle bezweifele ich stark.

Gruß
Matthias

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jonson
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Re: Wohnwagen auf höheres Fahrgestell

#7 Beitrag von jonson » 2018-05-20 8:28:50

Einen normalen Wohnwagen würde ich nicht an ein hartes LKW Fahrgestell dranhängen... Das hält wirklich nicht lange.

Einen stabilen Anhänger hinter einem LKW herziehen ist für mich persönlich die optimale Lösung einer Reisekombi... Wenn Richtig gebaut auch geländegängig wie Irre..

https://www.youtube.com/watch?v=wk6KJXeOM0k

Warum das so eigentlich so wenige haben?... Keine Ahnung... Viele haben wohl bedenken wegen Ihrer Fahrkünste mit Anhänger... Einen Drehschemel würde ich auf keinen Fall mehr nehmen für eine Reise.... Das ist absulut untauglich.( zumindest auflaufgebremst )!!!
Mein Anhänger hat 55 cm Bodenfreiheit... Da geht eine Menge im Gelände..
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Re: Wohnwagen auf höheres Fahrgestell

#8 Beitrag von Wanderduene » 2018-05-20 8:38:12

Ich stelle mir diesen Anhänger vor https://www.unsinn.de/de/anhaenger/dreh ... 0-2-achsig, mit anderen Rädern.

Kannst du mir bitte noch ein wenig ausführlicher Erklären weshalb du der Meinung bist das funktioniert nicht?

OliverM
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Re: Wohnwagen auf höheres Fahrgestell

#9 Beitrag von OliverM » 2018-05-20 8:38:55

Moin Campus,
klar geht das , Die Frage ist aber viel mehr , was genau du mit dem Wohnwagen machen möchtest . Geht es richtig ins Gelände oder wollt ihr nur ein wenig durch die Gegend tingeln?

Gruß

Oliver
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Re: Wohnwagen auf höheres Fahrgestell

#10 Beitrag von ClausLa » 2018-05-20 9:00:33

Moin,
warum nicht gleich einen Tandemhänger aus der 4-5 Tonnen-Klasse?

sowas gebraucht kaufen und überholen ist kostenmässig wohl nicht teurer als der Drehschemel.

Ausserdem hat sowas dann zumindest 17,5er Bereifung und keine Skatebordrollen drunter.

Wie soll so ein Drehschemel noch einlenken können mit grösseren Rädern ????

Zugfahrzeug ist ja ein LKW, da muss es nicht ein auflaufgebremster Hänger sein.

Wahlweise ein 4t-Anhänger von der Bundeswehr, Bereifung 10,00R20, Ladefläche knapp 5,1m.....

Gruß Claus

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Re: Wohnwagen auf höheres Fahrgestell

#11 Beitrag von jonson » 2018-05-20 9:11:03

Genau diesen Anhänger habe ich schon gehabt...Wenn Du im Gelände fähsrt hast Du Verschränkung zwischen Vorder und Hinterachse..Je nach Aufbau ganz ungesund... Bei ca 5 cm Federweg hebt immer ein Rad ab... Ganz uncool...
Bergab in der Kurve und dann Bremsen..... Ganz ganz ganz uncool... Der Anhänger kann ganz leicht weiterrutschen ohne Bremse ( da die Deichsel ja eingelenkt ist) und dann Bumbs .
Vom Rückwärts Rangieren will ich mal noch garnicht reden... Wenn die Deichsel ab 45 Grad eingelenkt ist fährst Du keinen cm mehr rückwärts ohne den Anhänger vorne seitlich wegzuschieben... ( auf losem Untergrund )
Solltest Du mal bergauf hängen bleiben und Dein ( viel zu kleines Zugfahrzeug .....? ) kann den Anhänger nicht halten rutscht du rückwärts... Mit einem Drehschemel geht das nur 3-5 Meter gut, dann Bumbs.....Mit Zentralachsanhänger kann man so eine beschissene Situation noch meistern.... Zumindest einige Meter länger rückwärts rutschen..
Niemals ja gar niemals einen Auflaufgebremsten Drehschemel.... Das ist das Gelump der Nation ... Das so etwas überhaupt zuglassen ist, ist ein Hammer...Wenn Drehschemel dann mit Druckluftbremse...
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Re: Wohnwagen auf höheres Fahrgestell

#12 Beitrag von Hecki28 » 2018-05-20 9:19:03

Hallo
So einfach ist das nicht mit größeren Reifen auf den Anhängern. Da sollte man sich erst mal mit dem Achsenhersteller in Verbindung setzen.

Gruß

Christian

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Re: Wohnwagen auf höheres Fahrgestell

#13 Beitrag von Jofri » 2018-05-20 9:25:37

Hallo johnson,

das ist ein sehr interessanter Beitrag von dir!
Ich überlege z.Z. auch in die Richtung Anhänger...
Drehschemel wird es demnach nicht.
Will wohl unseren "Knaller MAN" verkaufen und es altersgemäß
etwas ruhiger angehen lassen.

Gruß
Jochen

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jonson
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Re: Wohnwagen auf höheres Fahrgestell

#14 Beitrag von jonson » 2018-05-20 9:33:22

Der einzige Wohnwagen der meiner Meinung nach was taugt in der EU ist der Eriba Troll ( heute Touring )... Den noch höherlegen und mit einem kurzen Landi als Zugi ist das schon eine verdammt gute Geländekombi die meistens wesentlich weiter als jeder LKW im Gelände kommt, bei halbem Dieselverbrauch...

https://www.eriba-touring-club.de/ETC-W ... B6herlegen
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Re: Wohnwagen auf höheres Fahrgestell

#15 Beitrag von Jofri » 2018-05-20 9:51:28

Hallo johnson,
Ja, den Touring und seinen Hang zu Undichtigkeiten kenne ich gut.
Mitte der 90er Jahre haben wir von einem Anhängerbauer ein Gefährt nach unserer Vorstellung bauen lassen und den Innenausbau dann selbst hergestellt. Erst mit der dritten Achse hat der Anhänger dann auch in wüstem Gelände harmoniert.
Ein Freund hat dann schon früh angemeldet "wenn du den mal verkaufst, will ich ihn übernehmen". Mein Freund fährt damit auch im Gelände, der Anhänger ist wohl unkaputtbar.
Jetzt soll der neue Anhänger allerdings geräumiger sein, deshalb die Überlegungen.
Dein Anhänger passt schon ganz gut, ich würde ihn allerdings etwas wohnlicher einrichten :) und eine stärkere Achse mit größeren Reifen, zumindest 16" verbauen.
Welche Auflaufgebremste 3,5t Achse käme da in Frage?

Gruß
Jochen
Noch was...Ziehen will ich den Anhänger mit unserem "Knaller HZJ78"...

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Re: Wohnwagen auf höheres Fahrgestell

#16 Beitrag von Wanderduene » 2018-05-20 10:01:02

vielen Dank Johnson!

Gruß
Matthias

Campus
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Re: Wohnwagen auf höheres Fahrgestell

#17 Beitrag von Campus » 2018-05-20 12:27:58

OliverM hat geschrieben:
2018-05-20 8:38:55
Moin Campus,
klar geht das , Die Frage ist aber viel mehr , was genau du mit dem Wohnwagen machen möchtest . Geht es richtig ins Gelände oder wollt ihr nur ein wenig durch die Gegend tingeln?

Gruß

Oliver
Na ja - der Anhänger müßte halt "Afrika-Wegetauglich" sein. Da stellt sich vermutlich jeder was anderes drunter vor. Wie man so hört, soll die Strecke Port Elizabeth
(Südafrika) - Mombasa (Kenia) bis auf wenige Ausnahmen asphaltiert sein. Und das afrikatypische Gelände - also Savanne - sollte man sowieso nicht in den Regenzeiten
befahren.

Tellus
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Re: Wohnwagen auf höheres Fahrgestell

#18 Beitrag von Tellus » 2018-05-20 13:11:15

Moin Campus,

Ich habe auch mal mit dem Gedanken gespielt - bis ich damals eine Ausgabe vom Explorer-Magazin las.
Eine bessere Lösung gibt es zwar immer, aber der Ledo Medo von Tobi ist für mich der Hit.
Auch wenn der WoWa kleiner ist als der von Dir Angedachte.
https://www.youtube.com/watch?v=YaiJ128Eo2Y
Wenn ihr also nur zu zweit unterwegs seid, warum nicht einen kürzeren WoWa...??

(PS: mittlerweile bin ich aus verschiedenen Gründen zum downsizing geraten, Toyo plus Hänger a `la Jonson, max. 5m Kiste.)

Achja, für Afrika denke ich ist ein Toyo eh besser, wegen der Eintrittspreise und dem teilweisen Truckverbot in Parks.

Gruss Tellus

Campus
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Re: Wohnwagen auf höheres Fahrgestell

#19 Beitrag von Campus » 2018-05-20 15:09:38

Tellus hat geschrieben:
2018-05-20 13:11:15
Moin Campus,

Ich habe auch mal mit dem Gedanken gespielt - bis ich damals eine Ausgabe vom Explorer-Magazin las.
Eine bessere Lösung gibt es zwar immer, aber der Ledo Medo von Tobi ist für mich der Hit.
Auch wenn der WoWa kleiner ist als der von Dir Angedachte.
https://www.youtube.com/watch?v=YaiJ128Eo2Y
Wenn ihr also nur zu zweit unterwegs seid, warum nicht einen kürzeren WoWa...??

(PS: mittlerweile bin ich aus verschiedenen Gründen zum downsizing geraten, Toyo plus Hänger a `la Jonson, max. 5m Kiste.)

Achja, für Afrika denke ich ist ein Toyo eh besser, wegen der Eintrittspreise und dem teilweisen Truckverbot in Parks.

Gruss Tellus
Sehr schöner STEYR da im Film.

Die Argumente "Eintrittspreise u. Truckverbote in den Parks" sind natürlich stichhaltig. Das muß man halt vor Ort entscheiden,
ob einem die Sache das wert ist.

Es geht mir auch eher um eine grundsätzliche Diskussion:

Wenn ich die Wahl habe zwischen einem geräumigen Expeditionsmobil auf Allrad-Lkw-Basis zu einem Preis von 100 - 200 T€
oder einer Lastzug-Lösung mit U 1300 bzw. 75-13 Zugmaschine und einem 5-Meter-Wohnanhänger (a la Jonson) zu einem
weitaus geringeren Preis von 50 - 60 T€ - warum sollte ich dann die wesentlich teurere Lösung wählen?

Tellus
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Re: Wohnwagen auf höheres Fahrgestell

#20 Beitrag von Tellus » 2018-05-20 16:28:28

Sehr schöner STEYR da im Film.

Die Argumente "Eintrittspreise u. Truckverbote in den Parks" sind natürlich stichhaltig. Das muß man halt vor Ort entscheiden,
ob einem die Sache das wert ist.

Es geht mir auch eher um eine grundsätzliche Diskussion:

Wenn ich die Wahl habe zwischen einem geräumigen Expeditionsmobil auf Allrad-Lkw-Basis zu einem Preis von 100 - 200 T€
oder einer Lastzug-Lösung mit U 1300 bzw. 75-13 Zugmaschine und einem 5-Meter-Wohnanhänger (a la Jonson) zu einem
weitaus geringeren Preis von 50 - 60 T€ - warum sollte ich dann die wesentlich teurere Lösung wählen?
Ich habe jetzt nicht mehr den ganzen Film im Kopf, aber der Steyr ist mit einem Hobby 420 WoWa bestückt und verkleidet.
Wenn Du ein Fzg hast wäre das eine Lösung. Gut, Toby hat einen Metallbaubetrieb in dem er den Aufbau fertigte.
Aber ich denke fernab von 200T€...

Campus
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Re: Wohnwagen auf höheres Fahrgestell

#21 Beitrag von Campus » 2018-05-20 16:35:33

Tellus hat geschrieben:
2018-05-20 16:28:28
Sehr schöner STEYR da im Film.

Die Argumente "Eintrittspreise u. Truckverbote in den Parks" sind natürlich stichhaltig. Das muß man halt vor Ort entscheiden,
ob einem die Sache das wert ist.

Es geht mir auch eher um eine grundsätzliche Diskussion:

Wenn ich die Wahl habe zwischen einem geräumigen Expeditionsmobil auf Allrad-Lkw-Basis zu einem Preis von 100 - 200 T€
oder einer Lastzug-Lösung mit U 1300 bzw. 75-13 Zugmaschine und einem 5-Meter-Wohnanhänger (a la Jonson) zu einem
weitaus geringeren Preis von 50 - 60 T€ - warum sollte ich dann die wesentlich teurere Lösung wählen?
Ich habe jetzt nicht mehr den ganzen Film im Kopf, aber der Steyr ist mit einem Hobby 420 WoWa bestückt und verkleidet.
Wenn Du ein Fzg hast wäre das eine Lösung. Gut, Toby hat einen Metallbaubetrieb in dem er den Aufbau fertigte.
Aber ich denke fernab von 200T€...

Also - mein Iveco 75-15 hat - analog zum BW-Unimog 1300 - eine Pritsche mit einer Länge von 3,15 m.
Da kann ich nun mal keinen WoWa mit 5 m Länge draufpacken. Das sieht dann aus wie "Arsch auf Eimer", ganz zu
schweigen davon, was der TÜV zu der Konstruktion sagen würde.

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Chris_G300DT
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Re: Wohnwagen auf höheres Fahrgestell

#22 Beitrag von Chris_G300DT » 2018-05-20 20:53:40

Verkauf den LKW und besorge dir ein entsprechend langes Fahrgestell. Dann kannst du den Aufbau des Wohnwagens, auf den Laster umbauen.
Da sparst du Fährkosten, Maut und du kommst auch durchs Gelände.

Nicht ohne Grund hat sich das Reisemobil gegenüber dem Wohnwagen durchgesetzt.

Gruß
Chris

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Re: Wohnwagen auf höheres Fahrgestell

#23 Beitrag von advi » 2018-05-20 21:20:05

Nun ja.... in Australien gibt es jede Menge Offroad Wohnwagen....
DORT hat sich der Lkw wohl nicht für Off-road Reisen durchgesetzt.... wahrscheinlich auch wegen der Spurbreite.
Und die ist, genauso wie Höhe und Breite ein Problem
Frank

Unserer heißt Alladin und ist ein MAN LE220 mit ausgebautem Kühlkoffer

Ausbau siehe http://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/p ... 35&t=55758

Wie viel Expeditionsmobil ist nötig - unsere kommende 3,5 to Lösung viewtopic.php?p=824020#p824020

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Re: Wohnwagen auf höheres Fahrgestell

#24 Beitrag von Campus » 2018-05-20 22:37:04

advi hat geschrieben:
2018-05-20 21:20:05
Nun ja.... in Australien gibt es jede Menge Offroad Wohnwagen....
DORT hat sich der Lkw wohl nicht für Off-road Reisen durchgesetzt.... wahrscheinlich auch wegen der Spurbreite.
Und die ist, genauso wie Höhe und Breite ein Problem
Ein interessantes Argument. Was ist in Australien anders als z. B. in Afrika oder in Südamerika. Soviel ich weiß,
gibt es auch in Südafrika eine florierende Offroad-WoWa-Industrie. Die gäbe es wohl nicht, wenn man in diesen Ländern
nur Expeditions-Lkws - also Solo-Fahrzeuge - als das Nonplusultra ansehen würde.

Könnte es sein, dass man sich in Europa, speziell in Deutschland, schwerer damit tut, mit einem 3 to Anhänger ins Gelände
zu fahren. Gibt es - außer unserem Freund JonsonGlobetrotter - kaum jemand, der das Fahren mit Wohnanhänger zum
Lebensprinzip erklärt hat?

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Re: Wohnwagen auf höheres Fahrgestell

#25 Beitrag von magmog » 2018-05-21 2:59:08

Guuden,

einige Offroad Wohnwagen Modelle gibt's auch in EU, zur Inspiration:
https://de.camperstyle.net/die-9-kultig ... wohnwagen/

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jonson
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Re: Wohnwagen auf höheres Fahrgestell

#26 Beitrag von jonson » 2018-05-21 8:27:29

Der Allrad LKW hat gegenüber dem Offroad Wohnwagen fast nur Nachteile..

Warum sich die Offroad Wohnwagen hier in Europa nicht durchgesetzt haben, hängt wahrscheinlich am schlechten Image der Pappschachteln als Wohnwagen..

In Australien sind schon immer sehr gute Offroad Anhänger gebaut worden.. Sicherlich mehr als 50 % der dort zugelassenen Wohnwagen taugen echt was.. Bei uns in der EU taugt kaum einer was... Alles Müll... Mal abgesehen von Volker Lapp und Moser..... Aber die sind Einzelbauten mit entsprechenden Kosten.
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Re: Wohnwagen auf höheres Fahrgestell

#27 Beitrag von Campus » 2018-05-21 8:52:04

jonson hat geschrieben:
2018-05-21 8:27:29
Der Allrad LKW hat gegenüber dem Offroad Wohnwagen fast nur Nachteile..

Eben - das meine ich auch.
Und trotzdem wird man als Exot angesehen, wenn man das Projekt "Offroad-Lastzug" verfolgt.
Fahrzeugbau-Moser scheint da eine Marktlücke entdeckt zu haben - der baut immer weiter.

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Re: Wohnwagen auf höheres Fahrgestell

#28 Beitrag von akkuflex » 2018-05-21 10:42:27

Bei der ganzen diskussion sollte auch beachtet werden das die Australier keine 3,5t sonder eine 4,5t grenze haben und genau wie in Afrika die großen Geländewagen für die Farmarbeit eh schon vorhanden sind. da ists nur logisch nen Anhänger zum Wohen dranzuhängen.

Hier hat der durchschnittlichen Haushalt ja sogar Landwirt nen Audi oder ähnliches um möglichst schnell auf der AB fahren zu können- die Dinger können PRinzipbedingt keine Anhänger vernunftig ziehen shon garnicht im Gelände.

Die Ursprünge der Offroad LKW in Kern Europa geht auf den Material überfluss des Militärs und Behörden zurück. AL28, Unimog 404, Emma Rundhauber Feuerwehren , THW , Katschutz etc... die sind um welten billiger als ein Geländewagen- welche in Europa noch nie un großer Stückzahl vorhanden waren.

Leider wendet sich gerade das Blatt in sachen REisefreiheit durch Maut, Straßenschiler Führerscheine etc sodass ein Überdenken in Richtung Wowa mehr wird.

Ich hab meine Emma auch verkauft. Unter anderem weil mir das Reisen mit meinem kleinen kompakten 609Düdo einfach mehr zusagt- ich komm in die Städe rein und zum Pistenfahren reicht der allemal- auch wenn der nicht annähernd so gut aussieht und das Image auch ehr das eines Limolasters ist.

Man muss unterscheiden ob man REisen will oder ein Fahrzeug als Hobby will. Oder halt ein zwischending.

Gruß

Martin

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Re: Wohnwagen auf höheres Fahrgestell

#29 Beitrag von Lassie » 2018-05-21 10:53:41

Hi zusammen,

ich denke, dass offroad-taugliche Wohnwagen in unserer Szene mehr und mehr zunehmen werden.
Umweltzonen, Gewichtsbegrenzungen, Führerscheinbeschränkungen etc werden mehr und mehr zum 'Aus' für unsere Altlaster werden.
Ich sehe auch einen Trend hin in Richtung potentem 3,5 to-Allradler mit zeitgemäßer Plakette (seufz) und - zumindest für Europa - die Verwendung von etwas stabileren Wohnschachteln auf erhöhten und gut gelagerten Achsen.
Vor allem wenn das Reisemodell in die Richtung geht: '...wir fahren an einen schönen Platz, schlagen dort unser Lager auf und machen von dort mehrere Tage lang Ausflüge in die Umgebung, bevor es wieder weiter geht...' werden die Vorteile eines entsprechenden Wohnanhängers überwiegen. Auch wir könnten uns mit dem Konzept anfreunden, setzt aber voraus, dass das Zugfahrzeug und der Wohnwagen auch wirklich für härtere Pisten (ala ausgewaschene Pisten, höhere Absätze, Querrinnen, Steilstufen, Graben, Weichsand, Kuppen, etc.) runter UND hoch etwas taugt.

Viele Grüße
Jürgen
... was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest ?

Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.
Erasmus von Rotterdam

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Re: Wohnwagen auf höheres Fahrgestell

#30 Beitrag von Campus » 2018-05-21 11:32:27

@ akkuflex + @ lassie

Herzlichen Dank für Eure Diskussionsbeiträge -
ich denke auch, dass es in Zukunft darauf hinauslaufen wird.

Hanomag, EMMA und ähnl. kommen (leider) aufs Altenteil und die Zahl der - halbwegs - geländetauglichen
WoWa-Gespanne wird zunehmen.

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