Standheitzung Außen- vs. Innenluft

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urologe
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Re: Standheitzung Außen- vs. Innenluft

#31 Beitrag von urologe » 2018-04-24 17:20:24

meggmann hat geschrieben:
2018-04-24 17:03:19
Staubangst - Umluft
Schimmelangst - Frischluft
In dem Zusammenhang darf ich auch nochmal auf die diversen threads über Kältebrücken hinweisen ,
die vielleicht doch der eine oder andere von uns hat. ( Manche wissen es nur noch nicht :angel: )
Hier wäre Umluft "tödlich" und Frischluft selbstsanierend .
Bezüglich Staubangst ist der Frischluftansaugende Kühlschrank die permanente Gefahr.
wie Meggmann schrieb - das eine will ich , das andere krieg ich , jeder wie er mag.

aber als Wasserheizler bin ich hier nur Theoretiker .
LG
Ralf
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Niko1980
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Re: Standheitzung Außen- vs. Innenluft

#32 Beitrag von Niko1980 » 2018-04-24 19:50:58

Schön wie viel ich hier dazu lernen darf! Und bitte nicht streiten ;) . Ich denke ich werde der Standheitzung beides gönnen je nach Gusto und Situation / Notwendigkeit. Ich möchte weder Schimmel in der Bude ( Bei bis zu vier Personen in einem 2,25 x 4,25 Koffer wirds schon viel mit Feuchtigkeitseintrag) noch in staubigen Situationen / Gegenden den Staub mehr als nötig in der Hütte. Ich danke euch allen sehr für eure Inspirationen und Tipps! Jetzt kann ich es besser machen als ich es vorher geplant hatte :) dank eurer Erfahrung!

Dankeschön!

Gruß
Kolja

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Da PAN
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Re: Standheitzung Außen- vs. Innenluft

#33 Beitrag von Da PAN » 2018-04-26 11:28:15

Moin!
meggmann hat geschrieben:
2018-04-24 17:03:19
Staubangst - Umluft
Schimmelangst - Frischluft
Jeder wie er mag
Ich habe das bei mir jetzt auch umschaltbar gestaltet. Ich kann es also bestens zuerst mit Umluft verschimmeln lassen, um dann mit Aussenluft Staub zuzuführen... :D

Gruß
Henry

Kilian
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Re: Standheitzung Außen- vs. Innenluft

#34 Beitrag von Kilian » 2018-04-26 13:09:16

Habe selbst keins von beiden aber dennoch zwei Gedanken dazu:

Wieso in der Luftansaugung nicht einfach einen großen Filter vorsehen? Hat jede Wohnraumlüftung im Hausbau auch, kostet nicht viel und gibt es zum Teil auch waschbar. Benötigter Bauraum dürfte so ca. 60x25x10cm sein.

Wer gerne mit Technik spielt: Digitale 1-Wire-Temperatursensoren (2,-/Stück), einen VOC-Sensor (Luftgüte/Aromatenverbindung etc.), einen Feuchtesensor, einen CO/CO2-Sensor und das ganze mit einem Raspi o.ä. zusammen stöpseln (alles in allem ca. 100-200,- Materialkosten). Dann kann man das Raumklima exakt auswerten, die Umluftklappe und ggf. die Heizung automatisch steuern, Alarme ausgeben, Taupunktberechnung etc.

Bei uns zuhause wird so z.B. automatisch die Wohnraumlüftung ausgeschaltet, wenn vom Nachbarn die Grillanzünderschwaden in der Außenluftansaugung festgestellt werden. (Hat mich nie gestört - wenns aber nur zwei Zeilen zusätzlicher Logikcode im Haussteuerungsserver sind, siegt der Spieltrieb. :blush: )
Freundliche Grüße
Kilian

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Mammutli
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Re: Standheitzung Außen- vs. Innenluft

#35 Beitrag von Mammutli » 2018-04-28 17:22:56

Ich hab mich damals für Aussenluft entschieden.
Weil ich mehrheitlich von Frühling bis Herbst unterwegs bin. Wenn es aber mal soooo schlimm kommen würde, dass ich bei -20 Grad heizen muss, nehm ich der 4-er zur Hand und häng den Schlauch vor der Planar mal kurz ab.
Das sollte zweckmässig und bezahlbar sein ...

dibbelinch
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Re: Standheitzung Außen- vs. Innenluft

#36 Beitrag von dibbelinch » 2018-04-28 19:13:12

Kilian hat geschrieben:
2018-04-26 13:09:16
Wieso in der Luftansaugung nicht einfach einen großen Filter vorsehen? Hat jede Wohnraumlüftung im Hausbau auch, kostet nicht viel und gibt es zum Teil auch waschbar. Benötigter Bauraum dürfte so ca. 60x25x10cm sein.
Die Frage ist einfach zu beantworten: Weil so ein LuFi einen erheblichen Strömungswiderstand darstellt, für den der Heizungslüfter einer Standheizung i.d.R. nicht ausgelegt ist. Zumindest in der Einbauanleitung meiner Webasstscho ist genau dargelegt, wie man vorgehen soll, damit nur der Strömungswiderstand der Warmluftrohre die Heizung nicht überfordert. (siehe weiter oben im Fred zu "Heizung überhitzen". Eine hermetisch dichte Wohnkabine bei Aussenluftansaugung ist auch nix anderes als ein sehr grosser Strömungswiderstand).
Du musst bedenken, dass jedes mehr an Strömungswiderstand dem Gebläse mehr Energie abfordert. Und die muss in Form von elektrischer Energie aus der immer knappen Batteriekapazität zugeführt werden. Bei einer Hauslüftungsanlage, die immer am Landstrom hängt ist das allenfalls ein finanzielles Problem.

Gruss, Ulf
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Kilian
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Re: Standheitzung Außen- vs. Innenluft

#37 Beitrag von Kilian » 2018-04-28 21:00:09

Grundsätzlich ist mir das schon klar. Wenn ich mir den Strömungs-Querschnitt unseres Faltenfilters der WRL anschaue, dürfte das so ca. 0,5qm sein. Und da werden (für 1200m^3 umbauten Raum) 500m^3 Luft pro Stunde durchgeschoben. Wenn ich im Laster vielleicht 1/20 der Luftmenge durchschiebe würde ich den Strömungswiderstand für sehr gering halten (weniger als böiger Wind draussen jedenfalls). Zusätzlich kommt es natürlich auf die Filtergüte an. Unser WRL-Filter ist Pollendicht ((Hepa). Wenn man eine Filterstufe gröber geht, ist der Strömungswiderstand nochmal signifikant geringer.

Aber es stimmt schon: Ob das funktioniert käme letztlich auf den Versuch an. Wie reagiert so eine Heizung denn auf leichten Überdruck? Man könnte die Aussenluft ja auch mit einem eigenen, getrennt zu schaltenden Lüfter (durch den Staubfilter) zuführen, oder? Nur mal so als Gedanke...
Freundliche Grüße
Kilian

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meggmann
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Re: Standheitzung Außen- vs. Innenluft

#38 Beitrag von meggmann » 2018-04-29 7:39:54

Gefühlt würde ich behaupten das Prozessfenster von Standheizungen ist nicht besonders groß. Da wird getaktet Diesel reingetröpfelt und Luft durchgeblasen. Geregelt wird da nicht viel. Wenn Sauerstoffgehalt (Höhenproblem) oder Luftdurchsatz (Strömungswiderstand beim Ein- oder Auslass) nicht stimmen schalten die einfach ab oder verrußen schnell. Ergebnis ist das gleiche - kalte Füße. Wenn das die einzige Heizung ist, kann das schon mal zum Schowstopper im Urlaub werden.

Gruß, Marcel
- Punkt 1 erreicht, THW Iveco 90-16 ist zu Hause (07.11.2014)
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Re: Standheitzung Außen- vs. Innenluft

#39 Beitrag von Chriss71 » 2018-05-01 12:30:47

Hallo,
einen Punkt habe ich noch dazu.
Unsere Dieselstandheizung würde ich von unten ansaugen lassen. Wenn ich nun im Winter auf Deutschen Autobahnen fahren würde, mit laufender Heizung, würde die Standheizung eine ganze menge Salz ansaugen.

Gleich hinter dem Sauggebläse sitzt in der Heizung die Treiberplatine für das Sauggebläse (Ungeschützt). :ninja:

Viele Grüße

Christian

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Re: Standheitzung Außen- vs. Innenluft

#40 Beitrag von Elbe17 » 2018-05-05 8:17:55

Ich habe meine Standheizung nur für Frischluftbetrieb eingerichtet.
Der Gedanke war das sie bei einem Fehler/technischem Defekt evtl. Abgase durchpustet die dann zirkulieren und uns langsam vergiften.
Und auch die eigene ausgeatmete Luft würde uns im Umluftbetrieb ersticken.

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Re: Standheitzung Außen- vs. Innenluft

#41 Beitrag von fun-ski » 2018-05-05 21:52:56

Elbe17 hat geschrieben:
2018-05-05 8:17:55
Ich habe meine Standheizung nur für Frischluftbetrieb eingerichtet.
Der Gedanke war das sie bei einem Fehler/technischem Defekt evtl. Abgase durchpustet die dann zirkulieren und uns langsam vergiften.
Und auch die eigene ausgeatmete Luft würde uns im Umluftbetrieb ersticken.
Gott sei dank wusste ich das bisher nicht sonst wäre ich schon 4 Jahre Tot :wack:
Von einem dem der Shelter nicht schimmelt und trotz Umluft noch lebt, ab und zu ein Fenster öffnen , kann Leben retten :p

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meggmann
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Re: Standheitzung Außen- vs. Innenluft

#42 Beitrag von meggmann » 2018-05-07 15:20:41

Bin zwar Frischluftaufheizer aber die Ängste teile ich auch nicht.

Wenn die Heizung kaputt geht reicht es auch, wenn sie der Frischluft CO beimengt und in den Inneraum bläst - da macht Umluft oder Frischluft keinen signifikanten Unterschied. Weiß nicht wie das andere Handhaben aber ich hab einen CO Melder an der Wand (und einen Rauchmelder an der Decke) - haben beruhigt und teste das gelegentlich mit einem Gaskocher bei verschlossenen Türen (ich draußen), dauert immer nur ein paar Minuten bis der CO Melder Krach schlägt (ab 50 ppm). Die Melder haben ja nur eine begrenzte Lebensdauer (3-7 Jahre), daher der Test.

Nochmal zum Thema Schimmel - ich will da niemanden bekehren. Nur weil ich das so gebaut habe soll das jeder machen wie er will. Ich habe halt eine ausgeprägte Abneigung gegen Kondenswasser und Staunässe. Und wenn ich die Frischluft aufheize ist die Raumluft so trocken, dass ich die eigentlich befeuchten müsste. Das macht dann aber der nasse Köter, das Duschen, Kochen, feuchte Handtücher, nasse Klamotten.... etc. Zudem habe ich eine Ringleitung die an allen Außenwänden entlanggeht - es gibt also keinen "ungeheizten" Raum. Durch die Form des LAK's habe ich keine raumhohen Schränke.
Für mich funktioniert das, energetisch ist es natürlich Blödsinn Frischluft aufzuheizen. Die Luftansaugungen für Heizungs- und Verbrennungsluft habe ich vor eindringender Nässe / Salzwassernebel geschützt, Staub geht nicht wirklich sinnvoll, den bekomme ich aber auch in die Hütte wenn ich die Tür öffne.

Gruß, Marcel
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