Feuchtigkeit im Wohnraum

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float2294
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Feuchtigkeit im Wohnraum

#1 Beitrag von float2294 » 2018-02-16 9:13:38

Hallo zusammen,

ich wohne dauerhaft in einem ausgebauten Kofferaufbau (auf VW LT I Fahrgestell). Ich habe immer wieder Feuchtigkeit die an verschiedenen Stellen kondensiert: Fenster, Heckrahmen des Koffers, Geschirr und Lebensmittel. Aufgrund der Koffergröße 2x5x2m hatte ich mich gegen eine Hinterlüftung entschieden. Gedämmt ist mit 60mm XPS platte und darüber Holz Natur Fichte. Geheizt wird an kalten Tagen/Nächten mit Holzofen. Die Türe des Aufbaus ist aus einem alten Wohnwagen und hat Spalt, lässt also Luft rein. Ich überlege gerade ob es Sinn macht an einer oder mehreren Stellen Lüftungsgitter/-bleche einzusetzen, damit Luft zirkulieren kann. Habt ihr Tipps für eine bessere Belüftung bzw Konsensproblematik? Die Kältebrücke zb. am Heckrahmen bekomme ich nicht weg, da ich dort nicht isolieren kann aus Platzgründen.

Viele Grüsse
Kai

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gunther11
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Re: Feuchtigkeit im Wohnraum

#2 Beitrag von gunther11 » 2018-02-16 9:24:22

Du bringt als Dauerbewohner recht viel Feuchtigkeit in die Kabine. Der Holzofen setzt auch viel Feuchte frei.

Wichtig ist nicht eine Dauerlüftung sondern mehrmals täglich eine Stoßlüftung. Bei der wird nur die Raumluft getauscht nicht jedoch die Einbauten runter gekühlt.
Bei uns hat sich bewährt alle Oberlichter auf und Tür auf. innerhalb von 5-10 Minuten hast du die feuchte Luft raus. Die nachströmende kalte Luft hat deutlich weniger Feuchtigkeit und verhindert ein Kondensieren.

Teste die Variante mal bevor du eine Dauerlüftung ein baust.

Gruß
Gunther
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Ulf H
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Re: Feuchtigkeit im Wohnraum

#3 Beitrag von Ulf H » 2018-02-16 9:33:52

... wie soll ein Holzofen Feuchtigkeit in den Innenraum bringen? ...

... erstmal Hygrometer anschaffen und Luftfeuchtigkeit mesen, dazu langt das grobe Schätzeisen ausm Baumarkt ...

Gruss Ulf
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meggmann
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Re: Feuchtigkeit im Wohnraum

#4 Beitrag von meggmann » 2018-02-16 9:46:03

Ich hab zwar keinen Holzofen im Aufbau - ich fand aber immer bei Holzfeuerung ein angenehmes Raumklima vor (angenehme Wäre und nicht zu feucht, wir haben früher immer einen Kessel auf den Ofen gestellt, damit der Raum etwas befeuchtet wurde).

Ich habe das Feuchtigkeitsproblem (was ich nicht habe) so gelöst, dass ich mit der Diesel-Luftheizung Frischluft ansauge und erhitze - so kann ich die Luftfeuchtigkeit auf 30% drücken. Zudem habe ich eine "Ringleitung" so dass auch alle Ecken warm und trocken sind. Und wenn dann die Kiste auskühlt beschlägt auch nix. Ich hasse Tropfsteinhöhlen, zudem fährt ein Felltier mit dass auch mal nass ist und eine nasse Jacke soll auch trocknen - funktioniert alles.
Auf Dich übertragen Frischluft ansaugen und "über den Ofen" blasen und dafür sorgen, dass genügend warme/trockene Luft in alle Ecken kommt. Und mal so lange Heizen bis die Kiste wirklich trocken ist - mal so 2 / 3 Wochen (XPS nimmt glaube ich so ca. 1-2 Gewichtsprozent an Wasser auf).

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Tomduly
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Re: Feuchtigkeit im Wohnraum

#5 Beitrag von Tomduly » 2018-02-16 12:30:46

Moin!

Zunächst mal würde ich die Luftfeuchtigkeit messen. Dass es im Winter an kalten Stellen kondensiert, ist erst mal nur ein Indiz, dass diese Stellen so kalt sind, dass der Taupunkt unterschritten ist. Dagegen hilft dämmen oder erwärmen dieser Stellen. Wenn die Raumluft irgendwo bei 40-50% liegt, ist das ja an sich ok. Wenn die Kältebrücken bei Frost immer kalt sind und der Raum nicht durchgehend auf Temperaturen über dem Taupunkt gehalten wird, dann wird es auch bei 30% Luftfeuchte an den kalten Stellen kondensieren. Die Luftfeuchtigkeit technisch zu reduzieren geht zwar, schafft aber kein angenehmes Raumklima.

Also heizen und/oder die kalten Stellen dämmen. Evtl. können innen unerreichbare Stellen von Aussen gedämmt werden (muss ja nur in der kalten Jahreszeit dran sein).

Ein Holzofen im WoMo sollte eigentlich nur mit Aussenluft betrieben werden, wg. CO-Problematik. Dann kann er auch keine Feuchtigkeit reinbringen, allerdings auch keine mitnehmen. Betreibt man den Ofen doch mit Innenluft, dann muss man eine nicht verschließbare Frischluftzufuhr vorsehen (und einen CO-Warner, den sollte man eh haben). Wenn die Frischluftzufuhr an der richtigen Stelle sitzt, dann befördert der Ofen die feucht-warme Raumluft durch den Kamin raus und es strömt trockenere Frischluft von Außen nach.

Feuchtigkeit einbringen tun vor allem Gasheizungen mit offener Verbrennung, weil als Verbrennungsprodukt u.a. Wasserdampf entsteht.

Bei einem dauerhaft bewohnten WoMo, das über einen Landstromanschluss verfügt, würde ich über eine elektrische Fussbodenheizung nachdenken. Diese verlegbaren Matten haben um die 100-200W je qm und sind 3-4mm dünn.

Grüsse
Tom

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Re: Feuchtigkeit im Wohnraum

#6 Beitrag von Sternwanderer » 2018-02-16 13:24:26

Falls Du in dem Koffer mit Gas kochst trägst Du ordentliche Mengen Feuchtigkeit in den Innenraum. Beim kochen in jedem Fall für Zugluft sorgen hilft schon.
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Re: Feuchtigkeit im Wohnraum

#7 Beitrag von steph » 2018-02-16 14:01:14

Als Dauerlösung gibt es spannende Dezentrale Lüftungsgeräte aus dem Hausbau auch für solche Anwendungen ...
Frage 1 dazu: hast Du dauerhaft 230Volt?
Frage 2: hast Du den Hygrometer mal aufgestellt, wie Uwe das vorschlug? Das ist erstmal das wichtigere!!!

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Re: Feuchtigkeit im Wohnraum

#8 Beitrag von hugobaer » 2018-02-16 14:11:50

Alle Kältebrücken eliminieren und die Isolierung "luftdicht" machen und du hast Ruhe. Das heißt über jeden Träger usw drüberisolieren und Sperrfolie drüber, dann erst Innenverkleidung.. Am Türrahmen und einglasigen Fenstern läufts immer runter, darauf achten daß es nicht in die Iso läuft.
Keine Wäsche im Aufbau trocknen!!!
Wie setzt ein Holzofen Feuchtigkeit frei? Hab die letzten >20Jahre nichts bemerkt, aktuell 34% relative Luftfeuchtigkeit im Wagen 32Grad und Fenster offen, draußen 6Grad. Nur noch Restglut von heute Nacht im Ofen... Mein Ofen nutzt die Raumluft, Nachschub kommt durch den Türspalt. Alleine das Aufwärmen der Frischluft senkt die relative Luftfeuchtigkeit.
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Re: Feuchtigkeit im Wohnraum

#9 Beitrag von meggmann » 2018-02-16 14:20:22

hugobaer hat geschrieben:... Keine Wäsche im Aufbau trocknen!!!
Wo denn sonst? Soll ich meine nasse Jacke nach draußen in den Regen hängen???? Weiß ja nicht, da habe ich scheinbar andere Ansprüche an meine Büchse (wenn ich auch sonst sehr genügsam bin). Die muss trocken sein wenn ich das möchte und keine Tropfsteinhöhle.

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Re: Feuchtigkeit im Wohnraum

#10 Beitrag von hugobaer » 2018-02-16 14:27:24

Andere Ansprüche? Sind 34% nicht gut? Ich rede nicht von der einzelnen Jacke die macht garantiert nichts, aber die Wäsche, am End mit Kind und Kegel, das ist wie wenn ich alle zwei Tage einen Eimer Wasser in die Karre kipp (übertrieben).
Tropfsteinhöhle? War bei mir noch nie.
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Re: Feuchtigkeit im Wohnraum

#11 Beitrag von meggmann » 2018-02-16 14:30:46

Moin, 34% sind gut - klar, dachte er soll keine nasse Jacke aufhängen. Das ich keine Wäscheleine spanne und 10 kg tropfnasse Wäsche aufhänge war eigentlich schon klar.

Vielleicht sollte man aber wirklich erstmal die Kiste trockenlegen (elektrischer Entfeuchter zum Beispiel, kann man auch mieten [nein ich meine keine Bautrockner]).

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Re: Feuchtigkeit im Wohnraum

#12 Beitrag von hugobaer » 2018-02-16 14:40:55

Trockenlegen ist eine gute Idee, nur heißt das oft alles bis zur Außenhaut rauszureißen. Mußt ich nach dem ersten Winter mit dem "Ausbau" vom Vorbesitzer auch machen. Hat sich aber gelohnt die Arbeit.
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Re: Feuchtigkeit im Wohnraum

#13 Beitrag von Sternwanderer » 2018-02-16 14:42:35

hugobaer hat geschrieben:Alle Kältebrücken eliminieren und die Isolierung "luftdicht" machen und du hast Ruhe. Das heißt über jeden Träger usw drüberisolieren und Sperrfolie drüber, dann erst Innenverkleidung.. Am Türrahmen und einglasigen Fenstern läufts immer runter, darauf achten daß es nicht in die Iso läuft.
Keine Wäsche im Aufbau trocknen!!!
Wie setzt ein Holzofen Feuchtigkeit frei? Hab die letzten >20Jahre nichts bemerkt, aktuell 34% relative Luftfeuchtigkeit im Wagen 32Grad und Fenster offen, draußen 6Grad. Nur noch Restglut von heute Nacht im Ofen... Mein Ofen nutzt die Raumluft, Nachschub kommt durch den Türspalt. Alleine das Aufwärmen der Frischluft senkt die relative Luftfeuchtigkeit.
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Was machst Du denn bei 32°C im Auto? :eek:
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Re: Feuchtigkeit im Wohnraum

#14 Beitrag von hugobaer » 2018-02-16 14:46:17

Was ich mach? Die Tür auf. :D
In der Halle ist mir grad zu kalt zum schrauben, da hats noch drei Grad. Mitm Hund draußen und einkaufen war ich schon den halben Tag, jetzt popel ich in der Nase und beschäftige mich mit nutzlosen Dingen. Ist doch auch schön :)
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Re: Feuchtigkeit im Wohnraum

#15 Beitrag von Sternwanderer » 2018-02-16 15:19:41

hugobaer hat geschrieben:Was ich mach? Die Tür auf. :D
In der Halle ist mir grad zu kalt zum schrauben, da hats noch drei Grad. Mitm Hund draußen und einkaufen war ich schon den halben Tag, jetzt popel ich in der Nase und beschäftige mich mit nutzlosen Dingen. Ist doch auch schön :)
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Ich sehe schon, die Frage war zu allgemein formuliert.
Ist 32°C im Aufbau nicht etwas zu warm? Wenn draußen nur 3°C sind dann ist entweder die Isolierung perfekt,oder der Ofen läßt sich nicht weit genug herunterregeln.
Aber so werden die Popel wenigstens schnell trocken. :D
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Re: Feuchtigkeit im Wohnraum

#16 Beitrag von hugobaer » 2018-02-16 15:28:36

Hab son ganz normalen Werkstattofen, sowas wie Jonson. Ist aber bei allen Öfen die ich bisher probiert hab das gleiche, wenn es wärmer wie -5Grad ist ist der Ofen zu warm auch wenn man ihn ganz zumacht und nur qualmen läßt. Ein Holzfeuer braucht irgendwie eine Mindestgröße sonst funktionierts nicht so richtig. Jetzt bin ich schon ne Weile wieder daheim hab kräftig Durchluft gemacht mit Tür und Fenster offen, jetzt hats nur noch 23 Grad mit der Restwärme vom Ofen. Heute Abend wenn ich ihn wieder anzünde werde ich wieder mit offenem Fenster einschlafen. Meine Iso ist 70mm billigstes Styro.
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Re: Feuchtigkeit im Wohnraum

#17 Beitrag von urologe » 2018-02-16 15:37:25

meggmann hat geschrieben:Moin, 34% sind gut -
eigentlich nicht , zumindest nicht auf Dauer - das dürfen gerne 10% mehr sein .
Die 34% schafft man auch nur bei Regen oder Nebel , wenn die Klimaanlage permanent auf Entfeuchtung läuft
oder im Winter bei trockenen Minusgraden .
Für ein ausgeglichenes Wohlfühlklima in einer kleinen Kabine ist unversiegeltes Holz statt Kunststoff hilfreich .
Kältebrücken lassen sich leider nicht durch Absenken der durchschnittlichen Raumfeuchte "behandeln" -
die nächste kalte Nacht reicht . Solange sich die Feuchtigkeit nur an der Innenwand ähnlich wie bei unisolierten
Fenstern niederschlägt , ist das lästig aber m.E. kein Grund den Aufbau aufzureißen und die Kältebrücke zu beseitigen.

Gruß
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Re: Feuchtigkeit im Wohnraum

#18 Beitrag von float2294 » 2018-02-16 18:43:42

Anke für die umfangreichen antworten. Ich werde mir erstmal ein Hygrometer besorgen und das mal beobachten

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Re: Feuchtigkeit im Wohnraum

#19 Beitrag von Till » 2018-02-16 19:30:06

Guten Abend,

Wie Tom und Urologe schon gesagt haben, so lange Du Kältebrücken hast, wird Wasser kondensieren. Das läuft irgendwo hin und modert/rostet Deinen Aufbau weg. Da hilft nur dämmen, und zwar innen. Von Aussen ist Schmarrn, es sei denn Du machst eine komplette Hülle um den Koffer - das wird beim Aufbaurahmen schwierig.

Grundsätzlich hast Du eine gute Kombination: Holzofen und eine undichte Tür sind eigentlich gut fürs Raumklima. Die vom Feuer angesaugte, feuchte Verbrennungsluft zieht frische Luft von Draussen rein. Stoßlüften, wie schon Gunter beschrieben hat, bringt den richtigen Effekt.

Ich habe länger in einem 20"Stahlcontainer gewohnt. Absichtlich hatte ich nur einfach verglaste Fenster eingebaut. Das Kondenswasser auf den Fenstern war ein super Hygrometer. Nach dem Kochen/Duschen/Wäschetrocknen haben die Scheiben beschlagen. Dann so lange Stoßlüften bis kein Kondenswasser mehr an den Scheiben ist. War ein super Raumklima und bei kleinen Reparaturen habe ich in den fiesen Ecken nie Schimmel o.ä. gefunden.

Beste Grüße,

Till

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Re: Feuchtigkeit im Wohnraum

#20 Beitrag von Chriss71 » 2018-02-16 20:47:50

Hallo,
ich habe festgestellt, dass ich, nur mit dem Ofen geheizt für ca. 1,5h, 10 bis 25 Grad Differenz zwischen der Decke und dem Fussboden habe.
Zu der Zeit habe ich die kalte Frischluft fußbodennah zugeführt. Nun habe ich den Eindruck, daß die Differenz kleiner wird, wenn ich die Frischluft über die Dachluken rein lasse. Hat schon jemand anders diesbezügliche Erfahrungen gesammelt?
Wenn der Boden kalt ist, wird es dort ja auch zuerst Kondensieren :(

Viele Grüße

Christian

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Re: Feuchtigkeit im Wohnraum

#21 Beitrag von dream » 2018-02-16 21:56:39

Also wir trocknen (gezwungenermaßen) auch eine volle 5kg Waschmaschine an Sachen im Aufbau... ...manchmal auch zwei wenn uns das Wetter blöd erwischt. Natürlich hängen dann die Klamotten überall und man hat kaum Freiheit sich zu bewegen.
An solchen Tagen ist die Luftfeuchtigkeit natürlich spürbar hoch, aber die Fenster bzw noch eher die Dachluken beschlagen fast nie bzw nur sehr wenig. Mit Holzofen natürlich.

Öfter, wie auch hier, lese ich das behauptet wird ein Holzofen zieht die Feuchtigkeit (durch den Brennraum) raus. Da ist zweifellos auch was wahres dran.
Ich würde aber fast behaupten das der Grossteil der Feuchtigkeit vom Ofen rausgedrückt wird. Warum?
Ich versuchs mal zu erklären...
Am besten ich fange anders rum an. Zuerst haben wir immer höhere bis iwann hohe Luftfeuchtigkeit im Raum. Je höher diese, desto mehr schlägt sich diese nieder als Kondens. Klar. Aber zuerst immer oben (sofern Dachluken bzw. andere fördernde Stellen) und später jeweils weiter unten.
Wenn man jetzt zu heizen anfängt, also in dem Fall mit dem Holzofen, muss aus den Tropfen erstmal Dampf werden bevor überhaupt was rausgezogen oder -gedrückt werden kann. Und Dampf wie wir alle wissen geht nach oben. Um jetzt den Dampf durch den Zug des Ofens raus zu bekommen müssten da schon etachtliche Winde (ok, besser Luftbewegung) zu spüren sein. Deshalb denke ich das die Feuchtigkeit verdampft und durch sämtliche Spalte rausgedrückt wird.
Ich spüre es sehr gut wenn ich im Bett (Alkoven) liege. Nahezu Saunaverhältnisse und wenn der Ofen ordentlich bollert spürt man beim offenen Fenster nur warm, als ob da überhaupt keine Luft rein kommt. Die Wärme drückt förmlich nach aussen.

Ähnlich bzw relativ gleich ist es im Auto mit beschlagenen Scheiben. Wobei hier sicher nichts rausgezogen wird sondern rausgedrückt. Es muss drin erstmal etwas wärmer werden bevor die beschlagenen Scheiben anfangen zu trocknen. Wenn man jetzt das Fenster etwas öffnet merkt man sofort das es hilft.

Es muss aber nicht unbedingt ein Holzofen sein. Das kann eine Truma auf Vollast auch. Erstmal den Raum ordentlich aufheizen und dann Fenster auf (schlaglüften). Nur tut sich die Truma etwas schwerer als ein Holzofen.

Wir mussten noch nie 32°C im Winter leiden. Ich kann mir nur schlecht vorstellen das es so scheisse Öfen gibt die kleiner nicht brennen... ...ich vermute da liegt auch ein gutes Stück am Heizer... ;) Und wenn doch scheiss Ofen dann verstehe ich nicht warum man einen solchen weiterhin behält und nutzt. Die Wärme muss ja durch eine bestimmte Menge an Brennholz produziert werden... ...und um ca ⅓ mehr Wärme als nötig oder erwünscht zu erzeugen muss eben so viel mehr Holz verbraten werden. Ergo, die (knappen) Vorräte sind schnell um. Und dabei noch ordentlich Tür und Fenster aufreissen... Klar, ist aber dann ein tolles warmes frischluftreiches Raumklima! :lol:

Bei uns sind zu 99% zwei Öffnungen (leicht) geöffnet. Die hintere Dachluke und vorne seitlich das Alkovenfenster, beides jeweils spaltweit. Und wir halten problemlos und ziemlich konstant 20-22°C.
Vlt liegt es ja am selbstgebauten Ofen? :ninja: :angel: Auf jeden Fall kann ich das Ding wirklich extrem runterregeln, so dass da drin eine Flamme gross wie eine grosse Feuerzeugflamme brennt...

Und zum 537. Mal seit wir den Holzofen haben:
-gibt es keine Schimmelecken mehr,
-Handtücher werden trocken,
-gab es keinen Funktionsausfall und mussten nie mehr frieren oder gezwungen doppelt gekleidet zu sein.
LG
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Re: Feuchtigkeit im Wohnraum

#22 Beitrag von dream » 2018-02-16 22:14:05

@Christian
morgens anheizen, wenn der Koffer ausgekühlt ist, sagen wir auf 10-15°C, ist das normal das du unterm Dach schnell 25° hast wobei der Boden noch eiskalt ist. Man spürt die Wärme nach ungefähr 10-15min nachdem man ihn anschmeisst, jedoch braucht es sicher eine Stunde bis der ganze Raum richtig warm wird. Ab diesem Zeitpunkt regeln wir den Ofen maximal runter und lassen ihn langsam vor sich hinbrennen.
Und, wie schon weiter oben beschrieben wir lüften eigentlich nur von oben, also von dort bekommt auch der Ofen seine Luft. Natürlich bewirkt ein Teppich auf dem Boden Wunder. ;)
LG
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Re: Feuchtigkeit im Wohnraum

#23 Beitrag von Chriss71 » 2018-02-16 22:40:24

@Dream Vielen Dank für die Info. Wir haben den Ofen erst seit kurzem und machen momentan unsere ersten Gehversuche. Beim Testschlafen bei Null bzw. -8Grad Aussentemperatur haben wir den Ofen irgendwann nachts bei ca. 26Grad Innentemperatur ausgemacht, weil die Hitze zu groß war. Macht Ihr den Ofen dann aus, oder kippt ihr die Luken weiter auf?


Deine Erfahrungen sind schon ganz Richtig.
Die Wärme lässt das Wasser im LKW verdunsten. Die nun feuchte Luft verteilt sich im Fahrzeug. Dein Ofen zieht Luft aus dem Innenraum. (Das ist der Unterschied zu einem Gasheizung)
Diese Luft ist mit Wasserdampf angereichert. Die Aussenluft hat bei Kälte sehr wenig Feuchtigkeit in sich. Durch die Ritzen wird die trockene Aussenluft angesaugt und vermischt sich mit der momentan feuchteren Innenluft. Die Luftfeuchte im LKW sinkt also. (Langsam, nicht Orkanartig ;) )
Wenn die Dachluken offen sind, entweicht natürlich zusätzlich warme / feuchte Luft auch hier.

Eine Gasheizung arbeitet mit Aussenluft. Das bedeutet, dass keine Luft aus dem Innenraum über den Schornstein entweicht, und somit die Feuchtigkeit im Fahrzeug bleibt. Wenn man nun, so wie du schreibst, ordentlich einheizt und dann richtig lüftet, findet wieder der Austausch der Luft statt. Die Warme Luft mit der Feuchtigkeit geht raus und die trockene Kalte Luft kommt rein.

Aber wer macht das schon regelmäßig?


Viele Grüße

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Re: Feuchtigkeit im Wohnraum

#24 Beitrag von Ulf H » 2018-02-16 22:52:45

... https://fff.ch/de/optimal ... hier ist das Problem sehr anschaulich beschrieben ... Bauphysik gilt auch im Womo ...

Gruss Ulf
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Re: Feuchtigkeit im Wohnraum

#25 Beitrag von hugobaer » 2018-02-16 22:53:09

Ja es liegt eindeutig auch am Heizer :) . Ich könnte natürlich mein Holz auch zu "Streichhölzer" verarbeiten, ein Minifeuerchen machen und mich dafür die ganze Zeit um den Ofen kümmern. Aber ich will mich Nachts nicht um den Ofen kümmern und morgens Glut zum weiterheizen. Ich stopf den Ofen beim ins Bett gehen voll und dreh ihn runter, und er ist wirklich dicht wenn ich ganz zumache neigt er zum ausgehen. Das gute Holzgas blas ich dann ganz unwirtschaftlich zum Großteil in die Luft, bis dahin ist alles ok, wenn das Holz aber ausgegast ist entsteht ein Haufen Glut und es wird zu warm. Bei so Wetter wie jetzt, tagsüber zw 5-10 nachts zw -5 und 0 Grad ist das aber zu viel des guten. Wenn ich morgens nochmal aufdreh und dann geh, dann Ofen wieder zu) ist es meistens zu warm wenn ich wie heute wiederkomm. Als Alternative bleibt mir morgens im kalten aufstehen und Feuer machen das wieder ausgehen kann. Abends wieder Feuer machen, nur so viel nachlegen daß es immer korrekt brennt und morgens wieder keine Glut zu haben...
Ich bin mir vollkommen bewußt daß das unwirtschaftlich ist und sowieso ganz unkorrekt ist.
Mit Braunkohlebriketts kann ich besser heizen aber die kosten Kohle, Holz nur Arbeit und Sprit für die Säge.
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Re: Feuchtigkeit im Wohnraum

#26 Beitrag von dream » 2018-02-17 0:07:14

Christian, wir lassen den Ofen nach dem Schlafengehen höchstens noch ausbrennen, also der Rest der noch drin ist. Wir legen nie noch was nach vor dem schlafen. Ein Grund dafür ist aus Angst da er ja Raumluft zieht (1kg Holz braucht ca 14m³ Luft zum verbrennen, und das entspricht so ziemlich genau dem was es im Aufbau gibt), unabhängig davon das wir immer, auch Nachts, die Fenster offen haben. Und der zweite Grund ist das es sonst beim Bettgehen recht warm ist und im Laufe der Nacht dann extrem runterkühlt. D.h. am Anfang schwitzt man schon fast und gen Morgen ist man am frieren. Also wärend der Nacht reguliert sich's schlecht mit Klamotten und Decken.
Deswegen bevorzugen wir das es vor dem Schlafengehen zwischen 18-20° hat und wir uns mit der Schafswolldecke bedecken. Damit kann es auch bis 5° runterkühlen und man friert nicht. Ist aber natürlich nicht angenehm am Morgen für denjenigen der als erster aufsteht (deswegen wird in Zukunft eine Dieselluftheizung genau aus diesen Gründen verbaut).
Wie gesagt sind bei uns schwerwiegend zwei Fenster tagsüber spaltweit geöffnet. Nachts wird je nach Temperatur und Wind das hintere Dachfenster noch etwas mehr bzw ganz geschlossen. Jenes im Alkoven bleibt eigentlich immer um diesen Spalt offen... ...ausgenommen die paar extremeren Wintertage wo es draussen wirklich arschkalt ist und dazu ein heftiger Wind weht, dann wird auch dieses geschlossen.
Wir regeln nie die Temperatur mit den Fenstern (bzw. wirklich sehr sehr selten wenn es mal so kommt) Also nicht absichtlich. Die offenen Fenster sind wegen der Frischluftzufuhr und dem besseren Raumklima.

Du hast richtig erkannt; auch Truma zieht Luft von aussen. Ob jetzt diese durch Ritze kommt oder durch den Ansaugkanal ist schnuppe. ;)

Wenn ein Raumluftabhängiger Ofen den Grossteil der Feuchtigkeit rauszieht, dann müsste demnach einer mit Aussenluftzufuhr sehr viel schlechter entfeuchten.
Aber auch hier hat uns unsere Erfahrung mit dem neuen Ofen mit Aussenluft keinen nennenswerten Unterschied gezeigt. Getestet im Dezember in Österreich bei -15°. Aber um dazu was aussagekräftiges zu servieren möchte ich mich mit ihm erstmal in sämtlichen verschiedenen Wetterverhältnissen vergewissern.
Tatsache ist aber gewis, dass das Feuer mit Aussenluft viel viel schöner brennt.

Unser Brennholz (wenn rund) hat im Durchmesser ca 8cm +/- und ca. 15-18cm lang. Holzscheitel auch entsprechend in dieser Größe. Ein Stück brennt sicher 1-2 Std. vor sich hin. Und bevor die Glut soweit ausglüht das sie keine (bzw. zu wenig) Wärme abgibt sind dann locker 2-3 Std um. Dann hängt es natürlich auch vom Holz (und auch den Wetterverhältnissen) ab. Manchmal brennt so ein ordentliches Stück gefühlt auch 3 Std, vlt auch mehr. Plus Restwärme der Glut.
Und sobald der Aufbau gut durchgeheizt ist ist der Brennholzverbrauch nur zum erhalten der Temperatur sehr sehr niedrig.
LG
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Re: Feuchtigkeit im Wohnraum

#27 Beitrag von dream » 2018-03-05 11:45:45

Hier mal noch was zum Thema Streichhölzer...

Den Scheitel habe ich um 9h auf ein vom ersten anheizen am Morgen bleibenden Glutbett. Aufgewacht bei 13°C (bei 3°C Aussentemperatur), nach dem anbrennen auf 17 gestiegen und jetzt hält die Glut des Scheitels bei ziemlich geschlossener Luftzufuhr immer noch warm. Das Termometer zeigt zwar nur 19°C aber es ist gefühlt warm genug.
Jetzt wird langsam der nächste drauf geschmissen... Also 1¾ Std, wobei der Ofen mit dem Stück nicht platzmässig ausgelastet ist...
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Re: Feuchtigkeit im Wohnraum

#28 Beitrag von Ulf H » 2018-03-05 21:00:05

... ist das Korkeiche? ... was macht die Rinde beim Verbrennen? ...

Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

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Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

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Re: Feuchtigkeit im Wohnraum

#29 Beitrag von Mark86 » 2018-03-05 21:10:14

Holzofen hin oder her.
Du heizt die Kiste ein, die warme Luft nimmt Feuchtigkeit aus dem Wohnbetrieb auf.
Nun legst dich schlafen, die Luft wird kälter, kann die Feuchtigkeit nicht mehr speichern, die muss irgendwo hin => Kondensat.
20°C warme Luft kann eben mehr feuchtigkeit Aufnehmen als 10°C warme Luft.
Deshalb geben Hygrometer in der Regel die relative Luftfeuchtigkeit (abhänig von der Temperatur) an.
Senkst du die Temperatur der Luft, steigt die Relative Luftfeuchtigkeit automatisch.
Bei leichter Spaltlüftung im Winter kühlt der Bereich um den Luftspalt deutlich ab, du hast dann dort das Kondenswasser.

Wichtig ist, für ein gutes Raumklima, im Winter durch zu heizen, also immer eine Konstante Lufttemperatur zu halten.
Die Feuchtigkeit befördert man nicht durch Spalt, sondern durch Stoßlüften raus.
Bei uns reichte da im letzten Monat Morgends, Mittags, Abends je 3 Minuten, fertig.

Langes Lüften lässt das Mobiliar abkühlen, am kalten Mobiliar schlägt sich dann wiederum Feuchtigkeit nieder. Also zügig Stoßlüften, Luft tauschen, Möbel bleiben dabei warm, und vor allem eben ordentlich durchheizen. Nicht ständig "rauf und runter" heizen.
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Feuchtigkeit im Wohnraum

#30 Beitrag von dream » 2018-03-06 0:36:36

Theorie hin oder her... :ninja: :angel: Morgens wenn wir aufstehen gibt es an sehr kalten Tagen leichte Kondensbildung am Rand des Küchenfensters (ausser dem Alkovenfenster ist dieses das einzige seitlich angebrachte Fenster, sonst nur Dachluken), also so am unteren Rand und ein paar cm am seitlichen Rand. Wir lüften eigentlich überhaupt nicht aus dem Grund um die Feuchtigkeit raus zu jagen. Das ist lediglich der positive Nebeneffekt. Wir lüften wegen der Luft.

Ulf, nein, es ist keine Korkeiche, sondern normale wildgewachsene karstische Eiche. Aber gute Frage was mit Korkeiche im Ofen passieren würde...
LG
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