Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

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Ubelix
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Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

#1 Beitrag von Ubelix » 2014-01-02 0:20:01

Überlegungen für den Ausbau eines Geländewohnmobils.

Es soll eine Geländefahrzeug mit Wohnkoffer bleiben und kein
Wohnmobil mit dem ich auch mal eine unasphaltierte Straßen fahren kann.

Thema Toilette:
Dieses Thema wird bei der Diskussion über den Ausbau eines Geländewohnmobils oft übergangen.

Wollen wir das doch mal im Klartext formulieren.

Ein Geländewohnmobil bewegt sich oft abseits der Campingplätze und somit der normalen Versorgung mit Wasser und Entsorgung. Dann gibt es dort auch noch die verschiedenen landschaftlichen Gegebenheiten:
Flache Wüste, Savanne ohne jeglichen kleinen Hügel oder die Weite karge Lavalandschaft in Island, wo es noch nicht mal im Sommer dunkelt, um irgendwohin zu entschwinden und sich ungesehen hinzuhocken.

Wohnmobile werden von Männern geplant und aufgebaut aber dann unternehmen diese ihre Reise gerne mit einem weiblichen Wesen, welches nicht, wie ein Mann die Windrichtung vor dem Pinkeln prüft sondern ein eingebautes Bedürfnis von Alleinsein bei dieser Handlung sich wünscht.
Dies alles will also bedacht werden bei der Planung und dem Ausbau eines Wohnmobils.
Ist dies nicht der Fall, gibt es oft unausgesprochene Unzufriedenheit bei den Mitfahrer(innen).

Was sagte meine bessere Hälfte, als Ihr mitgeteilt wurde das ich einen Unimog benötige:
Wenn er ein richtiges Klöchen und ein gutes Bett hat fahr ich auch mit!
Das war eine klare Voraussetzungen für die Planung, die es für mich einzuhalten galt, um ein gute kulinarische Mindesversorgung auf Reisen zu erhalten.

Kein WC:
Da gibt es dann den Spaten und in südlichen Ländern dazu das Feuerzeug.
Der Spaten dient dazu, die Exkremente, oder wie es im Rheinland salopp heißt, die Kacke und das Toilettenpapier zu vergraben und es gemeinsam der Verrottung zu überlassen.
In südlichen Ländern, besonders in der Wüste geht es so nicht.
Die Kacke und das T-Papier werden wieder frei geweht.
Wobei die Kacke dann mumifiziert.
Das T-Papier aber aus Mangel an Feuchtigkeit sich nicht zersetzt und irgendwann als weiß-braun Fahne vom Wind über das Land getrieben wird, um an irgendeinem dürren Strauch als ungeliebt wehende Verzierung hängen zu bleiben.
Deshalb wird das T-Papier sinnvollerweise nach dem Gebrauch kurz in Brand gesetzt und in unsichtbare Wärmeenergie verwandelt.

Toilette im Kofferaufbau.

Ein Porta poti, was irgendwo unter einem Schrank hervorgezogen wird, um dann mitten im Wohnraum, mit Blick auf die brutzelnden Koteletts benutzt zu werden.
Wobei sich dann Bratenduft mit dem entstehenden Geruchs des Toilettengangs zu einer neuen Duftnote verbinden.
Nicht so meine bevorzugte Konstellation.

Toilette mit Duschvorrichtung direkt in den Eingangsbereich zu setzen ist heute modisch und deshalb sehr beliebt.
Um die Toilette zu benutzen, muss man diese erst einmal hervorziehen, Wände oder Sichtschutz ausklappen und am Ende sitz man immer noch alles blockierend und verstänkernd im Küchenwohnraum.
Auch für die mehrmals täglich notwendigen kleinen Geschäfte ist ein riesiger Aufwand notwendig, der besonders von der begleitenden Weiblichkeit nicht gerne vorgenommen wird.
Wir sind einige Strecken mit Geländewohnmobilen gefahren, die hatten genau diese Toiletten eingebaut.
Nie haben sie diese, selbst in der Stadt, benutzt, da alles zu kompliziert in Gang zu setzen war.
Auch schaute man bei einem Blick in ihren Wohnaufbau, erst einmal auf eine schöne nie benutzte Kloschüssel, ein zweifelhaftes ästhetisches Erlebnis.
Zusätzlich musste man jedesmal beim Betreten des Wohnteils erst durch die Duschwanne stolpern, die ja eine entsprechend hohe Einfassung haben musste, um bei einer eventuellen Benutzung das Wasser nicht in den Wohnteil zu lassen.

Theoretisch platzsparend aber absolut benutzungsfremd in der Praxis.
Erinnert mich an die Durchreichen von der Küche ins Esszimmer der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts.
Jeder musste so was haben aber keiner benutzte diese, da unpraktisch und somit nutzlos
.

Toiletten-Duschraum
Nach meiner Erfahrung ist ein noch so kleiner abgeschlossener WC-Duschraum mit von außen zu entnehmender Kassettentoilette das einzig Wahre. Bereits ein kleiner Ventilator verhindert die Geruchsbelästigung zum Wohnraum.
Es gewährt einem die Unabhängigkeit der Benutzung ob in der Stadt, in der Wüste ob bei Regen, Sturm oder Nacht.
Wir haben einen Raum von 70x100 cm. Die Toilettenbreite von 70cm wird bestimmt durch eine Thetford C400 Serie mit Wasserspülung. Es gibt diese mit einer Wasserversorgung aus dem Hauptwassertank, oder mit einem 11 Liter Wasserbehälter der in der Toilette integriert ist.
Diese Ausführung halte ich für die sinnvollere, da ich dann ohne mehr Platzaufwand, 11 Liter Wasser, was für drei Kassettenbenutzungen oder bei zwei Personen für über eine Woche ausreicht, habe.
In unserem „Bad“ sind zusätzlich ein kleines Eckwaschbecken und die Dusche angebracht.

Platzzsparend?
Ja, richtig ist, dass wir dafür 70x100 cm Platz benötigen um eine für uns akzeptablen WC-Waschraum zu betreiben.
Wir müssen nicht in Wald und Feld mit einem Spaten verschwinden ob bei Sonne, Regen oder Nacht, um ein geschütztes Eckchen zu finden um unser Geschäft zu erledigen.

Im Übrigen, wird eine Toilette wesentlich häufiger benutzt als das Bett.

Deshalb unsere Entscheidung, nicht ein 220 mal 140cm Bett permanent raumraubend in unserem Wohnteil vorzuhalten.
Wir bauen, einmal am Tag, wenn wir schlafen wollen aus unserer Sitzgruppe in der sich bequem 5 Leute lümmeln können, in 3 Minuten unser 220x140er Bett.
Ansonsten haben wir diesen Platz zur Verfügung.
Wir haben sogar noch Platz um einen großen Campingstuhl aufzustellen, wenn wir mal zu sechst sind.

Wir wollen aber nicht immer ein Bett bauen müssen! Dies ist oft das Argument für das Festbett!
Aber in der Praxis zeigt sich auch hier eine andere Handlungsweise.
Mit Interesse stellten wir fest, dass die Besitzer von Festbetten, obwohl größere Wohnaufbauten, oft weniger Platz zur Verfügung hatte als wir.
Die Antwort war dann zumeist: Wir müssen aber dafür kein Bett aufbauen.
Dies stimmt nur in soweit, als dass sie wirklich kein Bett aufbauen, aber erst mal alles vom Bett entfernen mussten, was sie aus Platzmangel auf dem Bett platziert hatten. Zumeist war dieses Wegräumen von all dem was sich dort ansammelte, wesentlich unkoordinierter zu bewerkstelligen als unser Bettaufbau.
Viele Grüsse
Peter + Conny

Motto: Lieber mit dem Unimog in die Wüste als mit dem Porsche zum Golfplatz.

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Re: Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

#2 Beitrag von klettermaxe » 2014-01-02 10:42:16

Interessanter Topic ! Vorallem wenn man gerade an der Ausbauplanung ist.

Danke Ubelix
Wer sich am Ziel glaubt, geht zurück.
(Lao-Tse)

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Re: Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

#3 Beitrag von Walöter » 2014-01-02 11:28:10

Servus Peter & Conny,

saugut geschrieben! Erst mal hab ich mich weggeschmissen! Dann sind Deine bzw Eure Überlegungen fundiert und scheinen ausgereift.
Beim Thema Klo sind wir zu dem selben Ergebnis gekommen und benutzen auch die die gleiche Toilette wie ihr sie einbauen wollt. Damit sind wir sehr zufrieden, eine nachrüstbare Entlüftung nach draußen hat auch alle Geruchsprobleme gelöst. Bei 38° und gut durchgeschüttelt empfiehlt es sich allerdings trotzdem immer noch die Kassette zu leeren. Hier hat sich das einzige Manko ergeben: Ich möchte noch eine Halterung für eine zweite Kassette anbringen, da das Leeren nicht immer gut möglich ist bzw. nicht mit unserer Ethik vereinbar...
Bett sehen wir anders: Wir habe ein fest installiertes Bett im Alkoven und wollen auch nicht mehr darauf verzichten (früher auch immer umgebaut). Das Bett ist nicht Ablageplatz für irgend welchen Kruscht, dort wohnt tagsüber maximal die Gitarre. Gerade auf längeren Reisen und in Klimazonen in denen man sich überwiegend im und nicht außerhalb des Autos aufhält ist das sehr angenehm.
Ich muss allerdings dazu sagen, dass unser Auto auch ganz anders konzipiert ist: 4,20 mtr. Radstand, lange Doka und 3,60 hoch mit Alkoven. Also nicht gerade maximal wendig. Es soll uns als Domizil auch über längere Zeit in jeder Klimazone dienen können und trotzdem Reisen in möglichst allen Ländern und Landschaften ermöglichen. Das Konzept ist bisher ganz gut aufgegangen.

Ich freue mich schon auf deinen nächsten Deinen Beitrag in dieser Machart!

Walter & Conny
Auffi, huift ja nix!

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Re: Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

#4 Beitrag von rotertrecker » 2014-01-02 11:29:53

Hallo Ubelix,
mit dem Toiletten-/Waschraum sehe ich es ganz genau so wie Du.
Was das Bett betrifft, alternativ gibt es da noch die Version Hubbett.
Ein weiterer Kollege hier aus dem Forum, auch mit Unimog unterwegs, hat so etwas realisiert.
Hatte ich lange in der Planung. Ich habe mich letztlich doch für ein festes Bett entschieden, 1. wg umbauen, 2. da ich gern auch so mal auf dem Bett rumliege, lesen usw...
Gruß der Trecker
Alles wird gut!! (Irgendwann irgendwo)

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Re: Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

#5 Beitrag von speedtriple » 2014-01-02 11:50:17

Hallo ihr beiden,

ihr schreibt mir aus der Seele. Ich fand die Möglichkeit, mit Gelände LKW zu reisen zwar schon immer interessant, aber gleichzeitig genau so unsinnig. Mit meinen 2-3 Wochen Urlaub am Stück bin ich damit einfach zu unflexibel und zu unbeweglich. Außerdem habe ich einen Motorrad-Virus und war bisher schon in ganz Europa und in vielen Teilen der Erde mit dem Motorrad unterwegs.

Meine Sichtweise hat sich dann aber im April 2013 geändert. Ich war für 3 Wochen mit dem Motorrad in Marokko unterwegs und habe mir zum ersten Mal Montezumas Rache eingefangen. Wer von Euch schonmal in Marokko war, weiß das man da nirgendwo, aber ach wirklich nirgendwo so wirklich alleine ist.
Um es deutlicher zu sagen, egal hinter welchem Busch Du gerade hockst, irgendwann taucht immer ein Hirte auf.
Und in genau DEN Minuten hätte ich alles Geld der Welt dafür bezahlt meine eigene Kabine zu haben die mir 1. Sichtschutz bietet und 2. wo ich sitzen.... und nicht hocken kann.

Daher bin ich gerade in sehr konkreten Planungen zu einem LKW auf dem ich das Motorrad dann mitnehmen kann.
Das wäre dann die ideale Kombination aus Privatsphäre und Beweglichkeit.

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Re: Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

#6 Beitrag von atreyou » 2014-01-02 12:20:55

Moin Ubelix
das Thema WC und Dusche hast Du wirklich auf den Punkt gebracht.
Auch ich hatte mal (das es Trend ist/wird/war) überlegt Dusche und WC
als Schleuse zu konstruieren.
War dann aber aus eben Deinen Beschreibungen da auch wieder ganz schnell von weg.
Wenn ein Mitreisender mit Montezumas Rache in der Schleuse sitzt
kommst Du ewig nicht aus dem LKW.
Oder Du kommst von drausen, machst die Tür auf und da sitzt einer in der Schleuse :eek:
mit hoch rotem Kopp.
Und dann kannste noch durch den Mief eiern.
Nene
also ein eigener Raum als WC und Dusche ist ein absolutes must have.
Gruss Jörg

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Re: Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

#7 Beitrag von Tomduly » 2014-01-02 12:37:55

Moin,

schön und treffend geschrieben. Wir haben teils ähnliche Erfahrungen gemacht.
Der Spatengang in der tunesischen Einöde mit Sandschaufel, Klopapier und Feuerzeug stellt sicher die beste Kombination aus "How to shit in the wood", Nachhaltigkeit und Diskretion dar. Dieses "Kloerlebnis" kann man aber definitv nur in einsamen Dünengebieten haben (mein für mich nach wie vor schönstes Klo-Häuschen befindet sich auf einer alten Alm im Raum Chur: ein abseits stehendes Hüsli ohne Tür, dafür mit atemberaubendem 180° Panoramablick).

Ganz ohne Bord-WC zu reisen geht zwar, aber spätestens, wenn man sich mal ein paar Tage mit einem MD-Infekt plagt, zwingt das allen den Reiserhythmus (von McDonald zu McDonald z.B.) auf, nicht schön.

Wir fingen auch mit einem Portapotti im Schrank an, haben das aber gleich nach der ersten Tour in einen eigenen Dusch/WC-Raum mit 60x100cm Grundfläche verbannt. Damit war das Diskretions- und Emissionsproblem zwar gelöst, aber als Dauer-Reise-Lösung halte ich die Plastikdinger für absolut ungeeignet. Irgendwann gibt es Probleme mit den Schieberdichtungen, d.h. es sifft bei falscher Benutzung. Die Ergonomie stimmt nicht, was zu hohem Reinigungsaufwand und damit Wasserverbrauch führt. Zudem hatten wir das PP auf einem kleinen Podest neben der Duschwanne, was den Effekt hatte, dass die Beine bei kleineren Erwachsenen "frei baumelten", was wieder zu Beschwerden seitens der Benutzer/innen führte. Deshalb: niemals ein Klo endgültig planen, ohne vorher alle in Frage kommenden Benuntzer/innen mal probesitzen zu lassen. Was man bei den PPs sehr schnell lernt, ist das Thema Druckausgleich, wenn man viele Höhenmeter hinter sich gebracht hat und auf dem Berg bei offenem Deckel mit Blick in die Schüssel den Schieber das erste mal öffnet...das macht man nur einmal.

Da wir in der FM1 Kabine nur 5,13qm Innenfläche haben, war mir auf Dauer der separate Kloraum mit 0,6qm und voller Raumhöhe zu verschwenderisch. Zumal das Indoor-Duschen krass überbewertet wird, so endete unser WC-Raum viel zu oft als Stauschrank für sperrige Ausrüstung (etwa das viel zu schwere Reisegepäck mitreisender Motorradfahrer, die feststellten, dass sich eine Enduro ohne Ballast im Sand doch leichter fährt).

In der aktuellen Innenausbauvariante (Nr. 3) unseres Shelter ist denn auch der Dusch-/WC-Raum verschwunden. Ebenso das Plastikwürfelklo. Wir haben es nun im Eingangsbereich gelöst. Von der originalen Hecktüre des Shelters aus gesehen, ist rechts ein fest eingebautes Thetford-Kassetten-WC mit 67cm Breite. Ergonomie, Sitzkomfort, Bewegungsfreiheit, Bedienungsfreundlichkeit usw. sind ein gewaltiger Sprung nach vorn gegenüber dem Sitzwürfel. Vor allem kann unser 5jähriger alles eigenständig bedienen, ohne dass man hinterher "nacharbeiten" muss, was beim Portapotti zwangsläufig der Fall ist. Zum Wohnbereich hin haben wir eine Schiebetüre (6mm Schaum-PVC-Platte) eingebaut, die für absolut ausreichende Diskretion sorgt.

Einziger Schwachpunkt aus Hygienesicht ist, dass sich gegenüber die Bordküche befindet. Hier haben wir kurzzeitig die Installation eines wasserfesten Springrollos erwogen, wie es sie für Duschabtrennungen gibt, dann aber wieder verworfen. Für Bakterienphobiker gibts stattdessen einen Desinfektionsmittelspender an der Wand hinterm Klo. Und im übrigen ist die Infektionsgefahr an Türklinken öffentlicher WCs weitaus höher als an WC-Brillen etc.
Dass eine zugeklappte Kassettentoilette ein unapetittlicher Anblick ist, kann ich nicht bestätigen. Alles verwerfliche ist hinter/unter Abdeckungen verborgen und die Oberfläche ist reinigungsfreundlich, so what.

Das Müffelproblem, das alle nicht-trennenden Toiletten grundsätzlich haben, habe ich so gelöst, dass in der Serviceklappe des WCs ein kleiner "super silent" PC-Lüfters hinter einem Kiemenblech sitzt, der die Luft aus dem Kassettenfach des WCs nach draussen zieht. Das Kassetten-WC habe zum Innenraum hin komplett abgedichtet (offene Flächen mit Dampfsperrenfolie und -tape abgedichtet und alle Fugen mit Sanitäracryl verschlossen - Acryl hat sich bei uns seit über zehn Jahren im Ausbau bewährt, es hält im Gegensatz zu Silikon auch langfristig auf Phenolharzplatten, reisst nicht und lässt sich im Gegensatz zu PU-Klebern auch wieder überall gut ablösen). Durch diese Massnahmen kann der Lüfter in der Serviceklappe einen gewissen Unterdruck im Kassetten-WC-Kasten aufbauen, was sehr gut gegen alle Geruchsbelästigung hilft. Der Lüfter läuft im Prinzip immer und ist auch nachts bei völliger Stille praktisch nicht zu hören. Auf diese Weise kann man sich alle teuren Speziallösungen, wie Kassettenumbauten, Kohlefilter, Abluftkamine usw. komplett sparen. Dadurch, dass der Lüfter immer läuft ist auch die Abluftemission am Kiemenblech, die praktisch neben dem Eingang auf Augenhöhe stattfindet, kein Problem, weil sich so gar keine größere Gaskonzentration bilden kann. Einzig unmittelbar nach dem Wiedereinsetzen einer gerade geleerten Kassette merkt man was. Wir betreiben das WC übrigens komplett chemiefrei.

Die Dusche haben wir als Außendusche realisiert, was vor allem bei "s(tr)andlastigen" Touren optimal ist.

Zum Thema Bett und Sitzgruppe. Wir fuhren jahrelang mit der "Entweder-Oder-Variante". Also Sitzgruppe oder Bett. Hat sich aber - zumindest bei unserem Reiseverhalten und Tagserhythmus - als unpraktisch gezeigt. An "Gammeltagen" legt sich bei uns halt doch gerne der eine oder andere mal hin, während der andere was am Tisch machen möchte. Von daher, war eine möglichst immer benutzbare Sitzgruppe sowie mindestens eine vollwertige immer nutzbare Liegefläche ein Muss. Wir haben uns dann an den Raumsparkonzepten aus dem Segelbootbereich orientiert und kamen zu einer schlanken Sitzgruppe mit einer 2er und einem 1er Sitz an der linken Seite des Shelters. Dadurch bleiben bis zur Stirnwand der Kabine noch >70cm für eine Liegefläche über die gesamte Breite auf Höhe der Rückenlehne der 2er-Sitzbank. Dieses Festbett befindet sich auf einer 22mm Multiplexplatte, auf der sich eine gleiche Platte, lose aufgelegt befindet. Abends wird einfach diese zweite Multiplexplatte, die an den Shelterseiten wandseitig durch kleine Festrollen geführt auf einem Kantholz gleitet unter den Matratzen vorgezogen und rastet dann "ebenerdig" neben der unteren 22mm-Platte ein. So hat man dann ein 140x190cm Doppelbett, was uns völlig ausreicht. Der Bettenauf- und abbau ist eine Sache von jeweils 10 Sekunden (weil wir die bewegliche Multiplexplatte noch mit einem Tischbein gegen Durchbiegen mittig abstützen, sonst wäre der Bettenbau in 3 Sekunden erledigt).

Selbst bei ausgezogenem Doppelbett bleiben der Tisch und die 1er-Sitzbank noch nutzbar. Unter dem Festbett hat unser Junior seine Kajüte, 70x190cm breit, 85cm hoch. Eigene Lüftung, eigenes Bullauge, eigenes Licht. So konnten wir trotz winziger Innenabmessungen genügend Rückzugsmöglichkeiten schaffen, die man in einer Familie nunmal braucht.

Grüsse

Tom
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Re: Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

#8 Beitrag von Axl » 2014-01-02 13:19:52

Hallo zusammen,

Ihr sprecht mir aus der Seele. Wir planen gerade einen Aufbau eines MB 1117er. Da wird die Kabine innen ca 5 m. Hier leisten wir uns den Luxus Toieltte einzeln UND Dusche einzeln. geht sicherlich nicht im Shelter. Aber mit der Klo Duschkombi im Eingang kann ich mich garnicht anfreunden. und eine Kombi Dusche/Klo hat beim Duschen immer alles unter Wasser gesetzt. Das Trockenlegen war aufwändiger als das Duschen ;-))

Gruß

Axl
Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur,
Darum, Mensch, sei zeitig weise! Höchste Zeit ist's: Reise, reise!

Wilhelm Busch

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Re: Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

#9 Beitrag von AL28 » 2014-01-02 13:20:17

Hallo
Ich sehe , ich bin wieder mal die Ausnahme . :unwuerdig:
Ich und meine weibliche reise Begleitung verbringen sehr viel mehr zeit im Bett mit schlafen und andern :wub: als auf den Klo Sitzend . :blush:
Natürlich habe die Frau nicht als weibliche Koch kraft dabei , den ich koche . Vielleicht Schaft es eine bessere verhandlungs Position " wen du zu hause bleiben willst must du das essen was du selber kochst " .
Zum Leidwesen meiner Freundin gehört auch mein Talent , selbst in Marokko oder Tunesien gegende zu finden wo man tagelang keinen Menschen sieht . Sicher haben wir auch eine tollette an Bord , die wir benutzen wen wir nicht alleine auf diesen Landschaft abschnitt sind . Aber bei uns wird sie aber raus geholt ( Dauer ca. 10 sek. ) und die Hinterlassenschaft wird in einen ausenabfalleimer zur nächsten Mülltonne mitzunehmen . Mit ein wenig Glück kommt ein Hund vorbei und klaut die Tüte . Da ich im Hanomag einen klo duschraum hatte , der ist , weil platz nicht unentlich ist , hauptsächlich als Transport Raum genutzt worden . Deswegen haben wir beim Neubau des 1017 bewusst auf einen Klo Raum verzichtet .
Aber jedem das seine und wir mit unsern schlecht Wege Fahrzeug sind doch eher im freien Hang unterwegs als in der schlage vor der ultra schwierigen Kletterwand zu stehen , im Bildlichen Vergleich .
Achja , das kastettenklo 5war auch ein Vorschlag meiner aller liebsten Reisebekleitung . Tolerrant wie ich bin stimmte ich zu , mit der Bedingung , das ich es nicht auslerren muß . Ein 10 minütiges Studium der aus leer Prozessur mit der unvergleichbaren Duft Note , ein zwei tagen lang in einer Kassette gereiften scheiße ( willy treffen ) , liesen meiner Freundin sofort jedliche Gedanken an eine Kassetten tollette vergessen . :sick:
Gruß
Oli

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Re: Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

#10 Beitrag von gustav » 2014-01-02 15:22:01

Hallo Leute

Also ich habe den Toiletten und Duschraum im Eingangsbereich und hab es bisher nicht bereut.
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Re: Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

#11 Beitrag von Crazy_AT » 2014-01-02 16:48:51

Meiner Meinung nach gibt es vier Faktoren, die derartige Planungen bestimmen.
-Die Dauer der Touren (Wochenendtrips zu Treffen o.ä., ca. dreiwöchiger Urlaub, mehrmonatiger Urlaub oder gar jahreslanges Bewohnen des Fahrzeugs)
-Die vorwiegend angesteuerten Übernatungsorte (Campingsplätze o.ä., Freistehen in zivilisierten, urbanen Gegenden oder Freistehen in möglichst viel Natur
-Die Anzahl der Insassen/Mitfahrer (ein alleinreisender Mann kommt meistens mit weniger Komfort aus, als wenn eine Partnerin oder gar eine ganze Familie mit drin sitzt)
-Das Komfortbedürnis der Insassen/Mitfahrer (auch hierfür könnte der Vergleich eines Single-Mannes mit einer Partnerin bis hin zu einer ganzen Familie herhalten)

Ich werde beispielweise die Innendusche, die vom Vorgänger eingebaut wurde, demontieren und als Klo reicht mir bisher eins dieser filigranen Tütenhöckerchen. Sollten die Touren länger werden, wird es wohl durch ein Trenn-/Kompostklo ersetzt.

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Re: Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

#12 Beitrag von sico » 2014-01-02 21:06:35

Wir sind seit 1988 mit inzwischen drei Fahrzeugen und zwei selbst ausgebauten Kofferaufbauten auf Reisen.
Hier folgende Erfahrungswerte aus meiner Sicht zu den einzelnen Themenbereichen:

Schlafen
von 1988 bis 2010 auf jeder Reise (fast) täglich Bett auf-/und abgebaut zur Sitzgruppe. Nervte auf Dauer gewaltig. Ab 2010 genießen wir das Festbett. Die weiteren vor- und Nachteile hinsichtlich bei unterschielichen Wunschvorstellungen der mitreisenden Personen (sitzen oder liegen) wurden oben schon eingehend erläutert.

Dusche:
im Zeitraum wie oben nur Außendusche mit Solar-Sack. Seit 2010 Innendusche aus Polypropylen mit 1,3x1,0 m und Dachöffnung nach oben zum Abzug von Feuchtigkeit und Gerüchen. Die Außendusche hatte auf Dauer mehrere Nachteile: Im Frühling und Herbst kann man in Europa magels kräftiger Sonnenstrahlen nur schwer warmes Wasser erzugen. Der Hauptnachteil war jedoch, dass sich meine Frau bei Reisen nach Türkei oder Nordafrika beim Duschen nicht von einer Unzahl an neugierigen Männern aller Altersstufen weiterhin begaffen lassen wollte.

Toilette:
Eine blickdichte Toilette ist für eine Vielzahl der Frauen (und eben auch für meine Frau) ein unbedingtes Muß.
In die oben erwähnte Duschzelle haben wir zunächst nur das schon vorhandene Porta-Potti reingestellt. Eine Kasseten-Toilette wollte ich später noch nachrüsten. Inzwischen hat sich die Potti-Lösung aber so gut bewährt hinsichtlich Kapazität, problemlose Entleerungsaktion, geringe bis keine Geruchsbelästigung, dass die Nachrüstaktion vorerst nicht stattfindet.
Das Potti ist ohne jegliche Vorbeitung sofort benutzbar, was bei dringenden Aktionen (im Krankheitsfall) sehr vorteilhaft ist.
Das Potti stört beim Duschen nicht und kann auch schnell mal aus der Dusche raus gestellt werden.


Letztlich ist natürlich die Bewertung und die anschließende konstuktive Ausführung der einzelnen Funktionen eine Sache der persönlichen Prioritäten. Wir sind in dem genanten Zeitraum auch ein paar Jahre älter geworden und dabei hat sich unsere Sicht der Dinge doch etwas in Richtung Komfort und Gemütlichkeit verschoben.

mfg
Sico

OliverM
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Re: Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

#13 Beitrag von OliverM » 2014-01-02 21:09:58

Ubelix hat geschrieben:[
Wenn er ein richtiges Klöchen und ein gutes Bett hat fahr ich auch mit!

....was den Umkehrschluss zulässt : Ich baue weder ein gutes Bett noch ein richtiges Klöchen ein und kann den Urlaub dann in aller Ruhe und ohne jeglichen Stress alleine genießen ..... :p

Grüße

Oliver
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Re: Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

#14 Beitrag von OliverM » 2014-01-02 21:30:03

AL28 hat geschrieben:Hallo
Ich sehe , ich bin wieder mal die Ausnahme . :unwuerdig:
Ich und meine weibliche reise Begleitung verbringen sehr viel mehr zeit im Bett mit schlafen und andern :wub: als auf den Klo Sitzend . :blush:
Nein , du bist nicht der einzige . Zumindest bei uns ist das auch so . Das Scheißhaus wird bei uns zeitmässig bei weitem nicht so hoch frequentiert als unser Bett ..... aber das kann sich im Alter ja ändern , wer weiß .....

Des weiteren darf man bei einer Toiletten/Dusch-Schleuse den enormen Vorteil bei der Abwehr von ungebetenen Gästen nicht ausser Acht lassen. :D

Alles in allem wird unser , zu Wohnzwecken gebautes , Geländefahrzeug über ein Festbett von mind. 1,60 mtr.X2,00 mtr. , einer vernünftig dimensionierten Nasszelle mit Scheißhaus(Keine Eingangsschleuse) und einer Sitzgruppe , die für vier normal gewachsene Personen ausreicht , ausgestattet sein . Dabei ist die Kunst eine Gesamtlänge von 6,5 mtr. nicht zu überschreiten .

Möglich wird das durch eine 130D9 und einer ca. 3mtr. langen Kabine ......

Das Beutelklo ist allerdings als Backup immer dabei..............

Grüße

Oliver
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Re: Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

#15 Beitrag von rainerausbochum » 2014-01-02 23:03:25

Moin!
Der Toilettenbeitrag ist Spitze,die Umsetzung der selbigen ist eben Geschmachsache der Besitzer!
Gruß,Rainer
Ps,wir wollen nie mehr Betten bauen!
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Re: Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

#16 Beitrag von unimag » 2014-01-03 1:20:30

Wunderbar, dieses tolle Toiletten-Thema zu Jahresbeginn. Hier kann doch jeder in volle epischer Breite schwelgend ausführen, wie es um seine Toilettenbenutzung steht. Und nebenbei, was er von Duschen im Eingangsbereich und Festbetten hält.
Nur: Wem ist damit gedient? Jeder hat völlig andere Vorstellungen, Vorlieben und Bedürfnisse, abhängig von Platzangebot, Reiseziel- und Dauer usw. wie oben schon ausgeführt. Jeder hält dann seine Lösung für die Beste, weil sie für ihn eben auch die beste ist. Wir sind auf unserer 28monatigen Weltumrundung mit einem kleinen PP wunderbar zurechtgekommen, dazu eine Außendusche. Bedingt durch den mini-Wohnraum von knapp 5qm mussten wir auf eine Nasszelle verzichten, die ich zeitweise schmerzlich vermisse. Aber das kleine Fahrzeug hat so viele Vorteile, dass dieser Schwachpunkt sehr leicht zu verschmerzen ist.

Gruß Gerd
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Re: Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

#17 Beitrag von dare2go » 2014-01-03 11:00:13

Ubelix hat geschrieben:Im Übrigen, wird eine Toilette wesentlich häufiger benutzt als das Bett.
...aber (hoffentlich) nicht wesentlich länger - und da kommt's ja auch drauf an...

Gruss von einem, der eine Eingangsschläuse baut...
Mit bestem Gruss

Jürgen

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rotertrecker
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Re: Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

#18 Beitrag von rotertrecker » 2014-01-03 11:29:49

Moin Gerd,

Was dieser Fred bringt?
Ganz einfach: den Usern, die noch nicht über Deinen Erfahrungsschatz verfügen bringt er eben Erfahrungen, Ideen und Anregungen, damit diese sich bei Ihren Vorhaben für eine vermutlich dann ideale Lösung entscheiden können!
Ich find´s gut!

Gruß der Trecker
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advi
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Re: Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

#19 Beitrag von advi » 2014-01-03 11:52:30

Ich finde den von Peter und Conny bevorzugten Toilettenraum ebenfalls sehr gut. Auch wenn ich mal annehme, dass meine Frau es anders nehmen würde ;). Aber wir haben auch einen extra Dusch-und Waschraum.

Das mit dem Bett wäre bei uns anders. Wir haben unterschiedliche Schlaftythmen. Ich gehe in der Regel später ins Bett als meine Frau, stehe dafür aber früher auf. Im Urlaub bin ich dafür ganz sicher mindestens einnmal am Tag in der Koje zu finden. Deswegen ist ein Festbett für uns unabdingbar.
Frank

Unserer heißt Alladin und ist ein MAN LE220 mit ausgebautem Kühlkoffer

Ausbau siehe http://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/p ... 35&t=55758

Meine Gedanken zu wie viel Expeditionsmobil ist nötig http://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/p ... 18&t=75381

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Ulf H
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Re: Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

#20 Beitrag von Ulf H » 2014-01-03 12:59:50

... Dusche als Dreckschleuse ist wunderbar ... was ich immer wieder an Dreck aus dem Duschbecken fische, möchte ich nicht direkt in der Hütte haben ... Klo ohne eigenen Raum ist bei mir völlig o.k. aber ich leiste mir auch den Luxus den Shelter alleine zu bewohnen ...

Gruss Ulf
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Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

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Re: Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

#21 Beitrag von franz_appa » 2014-01-03 13:59:24

Crazy_AT hat geschrieben:Meiner Meinung nach gibt es vier Faktoren, die derartige Planungen bestimmen.
-Die Dauer der Touren (Wochenendtrips zu Treffen o.ä., ca. dreiwöchiger Urlaub, mehrmonatiger Urlaub oder gar jahreslanges Bewohnen des Fahrzeugs)
-Die vorwiegend angesteuerten Übernatungsorte (Campingsplätze o.ä., Freistehen in zivilisierten, urbanen Gegenden oder Freistehen in möglichst viel Natur
-Die Anzahl der Insassen/Mitfahrer (ein alleinreisender Mann kommt meistens mit weniger Komfort aus, als wenn eine Partnerin oder gar eine ganze Familie mit drin sitzt)
-Das Komfortbedürnis der Insassen/Mitfahrer (auch hierfür könnte der Vergleich eines Single-Mannes mit einer Partnerin bis hin zu einer ganzen Familie herhalten)

Ich werde beispielweise die Innendusche, die vom Vorgänger eingebaut wurde, demontieren und als Klo reicht mir bisher eins dieser filigranen Tütenhöckerchen. Sollten die Touren länger werden, wird es wohl durch ein Trenn-/Kompostklo ersetzt.
Hi
Also ein gaaanz entscheidender Punkt ist bei deiner Aufzählung nicht enthalten:
- der zur Verfügung stehende Raum !!

In einen 4 m shelter würde ich immer eine Nasszelle bauen (und ist auch keine Kunst - ist ja groß genug) - die Frage stellt sich doch gar nicht (und auch immer ein Festbett...)

Die Kunst ist doch auf weniger Platz sich für das zu entscheiden was man braucht :D - und das dann auch noch unterzubringen ...

Greets
natte - baut am 3,20 Aufbau und Doka - PortaPotti ist in der Doka, weil beim pi.... sitzt man eh besser :angel:
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26.05. 2018 im Beatles Museum "Yellow Submarine", Bad Ems

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Re: Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

#22 Beitrag von Tomduly » 2014-01-03 14:25:19

Moin,

es gibt wie so oft auch bei diesem Thema keine objektiv ideale Lösung. Es spielen einfach zuviele Faktoren mit: Platzangebot, Diskretionsbedürfnis, Wartungs- und Bedienungsaufwand und nicht zuletzt auch der mehr oder weniger ausgeprägte Respekt den man gegenüber den besuchten Ländern hat (nämlich nicht einfach irgendwohin zu ka...en).

Für uns ist aktuell ausschlaggebend, dass unser 5j. Kind selbständig zur Toilette gehen kann, ohne dass jemand mit muss oder man "nacharbeiten" muss. Damit scheiden PPs, Tütenklos, Torf- und sonstige Einstreu-WCs im Grunde aus. Bleiben WCs mit halbwegs vergleichbarem "look&feel" wie zuhause. Wir sind mit dem Kassetten-WC mit elektrischer Spülpumpe sehr zufrieden.

Grüsse

Tom

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tauchteddy
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Re: Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

#23 Beitrag von tauchteddy » 2014-01-03 15:13:24

OliverM hat geschrieben:Des weiteren darf man bei einer Toiletten/Dusch-Schleuse den enormen Vorteil bei der Abwehr von ungebetenen Gästen nicht ausser Acht lassen. :D
Nein, ich möchte nicht genauer wissen, wie dort ungebetene Gäste abgewehrt werden ...
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Re: Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

#24 Beitrag von Andy » 2014-01-03 16:56:05

franz_appa hat geschrieben:
Crazy_AT hat geschrieben:Meiner Meinung nach gibt es vier Faktoren, die derartige Planungen bestimmen.
-Die Dauer der Touren (Wochenendtrips zu Treffen o.ä., ca. dreiwöchiger Urlaub, mehrmonatiger Urlaub oder gar jahreslanges Bewohnen des Fahrzeugs)
-Die vorwiegend angesteuerten Übernatungsorte (Campingsplätze o.ä., Freistehen in zivilisierten, urbanen Gegenden oder Freistehen in möglichst viel Natur
-Die Anzahl der Insassen/Mitfahrer (ein alleinreisender Mann kommt meistens mit weniger Komfort aus, als wenn eine Partnerin oder gar eine ganze Familie mit drin sitzt)
-Das Komfortbedürnis der Insassen/Mitfahrer (auch hierfür könnte der Vergleich eines Single-Mannes mit einer Partnerin bis hin zu einer ganzen Familie herhalten)

Ich werde beispielweise die Innendusche, die vom Vorgänger eingebaut wurde, demontieren und als Klo reicht mir bisher eins dieser filigranen Tütenhöckerchen. Sollten die Touren länger werden, wird es wohl durch ein Trenn-/Kompostklo ersetzt.
Hi
Also ein gaaanz entscheidender Punkt ist bei deiner Aufzählung nicht enthalten:
- der zur Verfügung stehende Raum !!

In einen 4 m shelter würde ich immer eine Nasszelle bauen (und ist auch keine Kunst - ist ja groß genug) - die Frage stellt sich doch gar nicht (und auch immer ein Festbett...)

Die Kunst ist doch auf weniger Platz sich für das zu entscheiden was man braucht :D - und das dann auch noch unterzubringen ...

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natte - baut am 3,20 Aufbau und Doka - PortaPotti ist in der Doka, weil beim pi.... sitzt man eh besser :angel:

:eek: Boah NATTE due HAST ja PLATZ :D

Habs noch mal nachgemessen: 2,1 meter breit, 3,1meter lang. UND................ wir sind zu viert. Und keine richtige Stehhöhe, weil nicht eckig wie ein Shelter

Wir haben auch nur ein Potti und es wird ne Außendusche, wenn überhaupt dusche.

mfg
Andy
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Re: Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

#25 Beitrag von Ubelix » 2014-01-03 19:11:02

:eek: Hatte nicht mit so einer Resonanz gerechnet. :eek:

Für einen WC-Raum ( hört sich doch besser an als Klo), wenn man ihn unbedingt will, muss man natürlich auch Platz haben .
Da geht dann zumeist kein Festbett.

Umkehrschluss.
Wer ein Festbett will, hat keinen Platz für einen WC-Raum.

Es sei denn das Gefährt ist groß genug für beides oder der Bewohner arrangiert sich mit viel wenig Raum.

Andererseits stellt sich doch bei einem großen Kofferaufbau auch die Frage, wie viel Geländemobil bleibt übrig?

Mein Unimog ist im Kofferaufbau nicht der größte, aber dafür hat er seine Geländegängigkeit voll behalten.

Das erhöht den Fahrspaß enorm.
Viele Grüsse
Peter + Conny

Motto: Lieber mit dem Unimog in die Wüste als mit dem Porsche zum Golfplatz.

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Re: Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

#26 Beitrag von landwerk » 2014-01-03 19:30:20

Och,

bei einem KAT mit FM2 Shelter hast Du beides :

Platz und Geländegängikkeit.


Wollte ich Betten klappen und räumen, tät ich mit dem Landcruiser fahren !


gerade das find ich am LKW geil. Wenn ich müde bin kann ich mich gleich pennen legen.
Und da ich nicht so viel auf dem Schacht sitze gibbet auch im Großen Koffer wieder nur ein Klofach fürs PP.
Oder irgend wann mal einen Duschkloanbau ...

habe ja noch 75 cm Platz auf der Pritsche frei ...

Und auf 75 x220 psst wohl so ein Duschklo oder ????

:sleepy:



LG

Oli

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Re: Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

#27 Beitrag von Bluekat » 2014-01-03 20:17:12

Servus,

mein Fahrzeug ist ein Wohnmobil.
Und kein Geländefahrzeug.

Gegenüber den allgemein üblichen Wohnmobilen - umgangssprachlich auch Weißware oder Joghurtbecher genannt - unterscheidet sich mein Wohnmobil in folgenden wesentlichen Punkten:

- größerer Böschungswinkel vorne wie hinten
- höhere Bodenfreiheit
- robustes Fahrgestell, welches mit einem stabilen Aufbau versehen werden kann
- robustes Fahrwerk
- Zuladung bis zu 5 Tonnen
- Allrad getrieben
- zuverlässige Motortechnik

Diese Unterscheidungsmerkmale erlauben es mir :

- auf unbefestigten Straßen, Pisten, Stränden etc. zu fahren, ohne dass das Fahrzeug nebst Aufbau einem außergewöhnlichen Verschleiß unterliegt
- bis zu 14 Tage völlig autark zu sein

Ich wollte keinen Geländewagen.
Ich wollte ein Wohnmobil.
Mit abgeschlossenem WC und separater Dusche und Außendusche noch dazu. Außendusche mit Warmwasser - versteht sich!
Mit 160l Fäkalientank.
Mit 700 Liter Wassertank.
Und ein großzügiges Doppelbett, fest verbaut, vom Wohnraum abtrennbar.
Und ein Quad am Heck. 4x4, logisch!

Bisher kann ich nur positiv berichten - soweit mein Erfahrungsbericht!
Wieweit ich mit meinem Wohnmobil komme, werden die nächsten 3 Monate zeigen.

Grüße,
Rainer

P.S. Bitte jetzt nicht anfangen mit "was der verbraucht"..."der Unterhalt"...
Ich habe es mir so gewünscht!
http://bluekatk.blogspot.de/
Hubraum ist der Raum, welchen die Hupe zum hupen braucht...

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Re: Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

#28 Beitrag von Ubelix » 2014-01-03 20:22:56

bei einem KAT mit FM2 Shelter hast Du beides :Platz und Geländegängikkeit.


Ok, neuer Aspekt!
Also bisher war es das Raumangebot was es ermöglichte Festbett und/oder Wc-Raum.
Dazu kommt dann die Größe des Koffers welche Grenzen setzt und die Geländefähigkeit beeinträchtigt.

Jetzt kommt natürlich ein Kat ins Spiel.
Platz, jede Menge und kann dem Leo in jedem Gelände folgen.

Der Verbrauch auf 100 km ? :bored:

Aber wie Du feststelltes hast ja Du ja noch außerhalb des Shelters 75 cm x 220 frei.
Wie wär es mit der Optimierung des Aufbaus?
;) Je ein Damen und ein Herren Dixiklo.
Sollte doch noch prima passen?
Aber auch nicht so eine tolle Lösung bei Regen und Schnee
Viele Grüsse
Peter + Conny

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Re: Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

#29 Beitrag von landwerk » 2014-01-03 20:57:36

Jaa ,

der Verbrauch !

ist halt 12 Liter mehr als der Mog .

Bei den 4000 Kernreisekilometern im Jahr ist mir das ziemlich egal.



Und ich persönlich wollte ein Geländefahrzeug ! :spiel:

Nur schickes WOMO wäre mir zu langweilig.
Ich brauch irgendwie immer noch ein bisschen den Chaosfaktor.

Will nicht gepflegt Essen ... nicht Abends einen Wein trinken....

Und wenn ich nach vorn, durch das Wetter auf Kackoseeum muss .
Weiß ich wenigstens wie schön es ist, wenn man wieder rein kommst.



LG

Oli

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Re: Das Geländemobil und sein Klo - Erfahrungsbericht

#30 Beitrag von franz_appa » 2014-01-03 21:42:39

... und jetzt kommt der Frevel... höhöhö

Der Kat kann zwar nem Leo folgen... soweit so gut.

Aber die Leuts die damals in Albanien am Koman-See nicht durch den Tunnel gekommen sind (ok - waren Kat 3-Achser) - mussten die "See-Fahrt" zu Fuss machen und mit ihrem "Panzer" wieder umkehren (ist ne Sackgassen-Strasse).

Auch die Touren die jetzt im November die Leuts mit den Volvos in Albanien (Weihnachtspäckchentour) gemacht haben kannste mit nem Kat (mit jedem Kat) knicken.

DAAA ist der Mog wieder mächtig im Vorteil...

duck und wech - :joke: :eek: :joke: :cool: :cool: :cool:

von etlichen Denzel-Touren ganz zu schweigen...

Greets
natte - der eigentlich 7,5 to für 3 Menschen und Hund und Katze durch die Gegend zu schippern schon zu viel findet...
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