Unimog und CO

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keeper
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Unimog und CO

#1 Beitrag von keeper » 2012-07-04 20:04:27

Hallo zusammen,
mein RL-Name ist Marc, 37, knapp 1,90cm, Kind, Frau, noch Hund (der ist viel zu alt zum Reisen) und wir möchten auf
ein Wohnmobil umsteigen. Da bei uns alles fürs Gelände ist (BMW R 100 GS PD + 2x Jeep) soll das
Wohnzimmer natürlich auch überall durchkommen und 3-4 Personen beherbergen können.
Wir schwanken momentan zwischen Unimog 416/1300L und MB1017/Steyer 12M18 hin und her, wobei
ich es so sehe, dass der Unimog geländegängier ist als die anderen, dafür aber natürlich auch kleiner.
Eventuell als Sankiste, aber meine Erinnerung sagt mir, dass die echt arg niedrig war. Ich denke auch, dass
man mit einem Unimog günstiger kommt (bin Normalverdiener).
FÜr den 1017/12M18 sehe ich den Vorteil, dass man halt (wie viele es machen) den Zeppelin2 drauf bekommt
und einfach mehr Platz hat, beim Steyer noch den Platz im Fahrerhaus. Wenn man keinen Extremverbrauch,
keinen Wagen ohne Ersatzteilversorgung und keinen Franzosen möchte dürfte eigentlich nichts anderes mehr
über bleiben, oder?
Vom Anspruch her brauchen wir eigentlich nur für jeden einen Platz bei der Fahrt und ein Bett für die Nacht,
eine Kochstelle, ein Klo und etwas Stauraum. Wir werden leider "nur" in unserem normalen Urlaub verreisen können,
somit brauchen wir keine großen Wasservorräte etc. Suchfunktion habe ich natürlich genutzt und alle Seiten mal
durchgeblättert, aber Fragen bleiben ja immer offen..
Angst hätte ich davor eine Kabine selber zu bauen (die Aussenhaut) und Fenster-/Durchgang einsetzten,
der Rest macht mich eigentlich nicht bange.
Achja, alle Führerscheine vorhanden, daher kann das Gewicht auch über 7,5t.

klettermaxe
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Re: Unimog und CO

#2 Beitrag von klettermaxe » 2012-07-04 20:10:58

Willkommen im Forum Marc,

nun du hast Iveco bzw. Magirus vergessen. Vor allem die Magirus Dokas sind
schoen. Bist du aber sicher das du wirklich einen Offroader brauchst ?
Fuer die kleineren Trips im Europaeischen Aussland reicht auch ein 2x4.
Offroad gibt es hier nicht wirklich viel.

Viel Spass hier im Forum.

Klettermaxe
Was ist denn da hinter der nächsten Ecke ... ich geh mal schauen.

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Sprinter 215 CDI
Iveco/Magirus 90-16AW

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Lasterlos
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Re: Unimog und CO

#3 Beitrag von Lasterlos » 2012-07-04 20:16:37

Hallo Marc,
willkommen bei den Allrad Verrückten !
Ich denke hier geht es nicht um etwas was du brauchst sondern eher was du willst!
So muss das sein :D

Gruß Markus

keeper
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Re: Unimog und CO

#4 Beitrag von keeper » 2012-07-04 20:23:04

Iveco/magirus höre ich immer nur von THW und der Feuerwehr, dass die Fahrzeuge schon teilweise
ausgemustert werden, da sie keine Windschutzscheibe z.B. mehr bekommen. Aus sowas habe ich eigentlich
keine Lust. Welche Modelle meinst du speziell?
Wie ist das eigentlich wenn man einen Shelter aus den Unimog packt (also nicht das San-Dingen),
braucht der auch einen Zwischenrahmen?
Ich denke es gibt noch genug Gegenden, wo man mit einem 4x2 nicht weiterkommt. Alleine im Sand möchte
ich nicht auf Allrad verzichten. Da für den Wagen auch ein Jeep entfällt wird er auch für andere Spielereien noch
herhalten müssen. Ausserdem soll mal ja niemals nie sagen, vielleicht schaffen wir es ja doch mal weiter weg.

keeper
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Re: Unimog und CO

#5 Beitrag von keeper » 2012-07-04 20:36:11

MAN habe ich noch vergessen, steht auch noch im Raum.

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Lassie
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Re: Unimog und CO

#6 Beitrag von Lassie » 2012-07-04 20:36:51

Servus Marc,
soll das Wohnzimmer natürlich auch überall durchkommen
Da geht der Trugschluss schon los :angel:
Wenn man den vielen Meinungen Glauben schenken darf, gilt: je leichter und kleiner, desto weiter kommt man.
Von daher würde ich das Wohnzimmer bei bescheidenen Dimensionen belassen. Wir haben selber den Mog, ich hab den Aufbau selber gebaut (hey, gar nicht mal soo schwer..) und ich kenne nun nach etlichen Reisen / Fahrten die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Reisefahrzeuge.

Kurz: wenn du bequem reisen und leben mit Frau / Kind / Hund willst, kommst du auf ca 4,5 m Aufbaulänge. Und der passt eben nicht mehr auf den Mog.
Kandidaten als Fahrgestell wären dann die üblichen Verdächtigen in der 7,5 bis 10 to Riege. Aus Gründen wie Parken in Wohngebieten, Gewichtsbeschränkungen, Dieselverbrauch, Sonntag-Fahrverboten, etc würde ich darauf schauen, dass der Wagen unter 7,5 to bleibt. Wenn du Nostalgie und H-Kennzeichen willst, wäre evtl sogar ein Merkur / Kurzhauber interessant.

Wenn du nur in Europa herumfahren willst, würde ich mir Allrad genau überlegen. Evtl wäre ein Power-Düdo (613er mit OM352) eine brauchbare und robuste Reisealternative!
Wenn es auch mal nach Island, Tunesien, Marokko und ab und an ins Gemüse soll, ist natürlich ein Allradler schon schick.
Hast du ein Budget? Feinstaubzone? H-Kennzeichen notwendig?
Mein Tipp: evtl ein fertiges Reisemobil kaufen - spart viel Geld, Zeit und Nerven. Und dann reisen, reisen, reisen :)

Viele Grüsse
Jürgen
... was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest ?

Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.
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Filly

Re: Unimog und CO

#7 Beitrag von Filly » 2012-07-04 20:38:41

Unimog für 3 Personen ist ambitioniert, für 2 Personen ist er dagegen recht nett. Beim Unimog ist der Koffer immer eine etwas aufwendigere Angelegenheit, wenn man Stehhöhe will. Sowohl der originale San-Koffer als auch der passende Shelter 1 haben keine Stehhöhe. Also entweder mit viel Aufwand einen Shelter 2 kürzen oder einen extra Koffer bauen lassen für weniger Aufwand, aber mehr Geld.

In der Regel dürfte ein 1017 sogar etwas günstiger sein als ein Unimog. Außerdem kriegt man probemlos einen Shelter 2 drauf, in dem man es sich auch zu dritt gemütlich machen kann. Dafür muß der 1017 erst auf Geländegeängig getrimmt werden mit größerer Einzelradbereifung.
Steyr 12M18 kenne ich nicht. Ob deren Ersatzteilversorgung besser ist als die von Iveco?

Ein Iveco 110-17 wäre eine preisgünstige Alternative zum MB 1017.

Christoph

keeper
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Re: Unimog und CO

#8 Beitrag von keeper » 2012-07-04 21:01:18

Also nen fertiges Reisemobil definitiv nicht. Meine Frau meinte erst ein normales Wohnmobil (haben nen Wohnwagen
und der nervt nur, da wir es eh nie länger als ein paar Tage an einem Ort aushalten) und nach kurzer Begutachtung
von denen war klar nix für uns. Feinstaub habe ich mir eigentlich keine Gedanken gemacht...eigentlich auch für mich
egal, wird bei uns nicht kommen (aber man weiss ja nie ob man vielleicht nicht doch mal durch muss..).
Was gäbe es denn als Oltimer ausser Unimog, die 911 (?) MB finde ich noch ganz nett, aber wie sieht es da denn mit
Teilen aus? Was ein muss ich ist Servo, Bekannter von mir hat so nen alten ich glaube Magirus vom THW mit servofreier
Lenkung und syncronfreiem Getriebe. Schönes Auto für Oldtimertreffen, aber definitiv nicht für mich zum Reisen
(Shit, schon als Weichwurst geoutet :lol: )
Geldrahmen, ist ne gute Frage.... Also hätte ich € 100.000,- würde ich einen Kaufen, ich habe mir noch garnicht
so die Gedanken gemacht, ws kommt das kommt. Hoffe so €30000-€50.000 bis er fertig ist (geht ja auch nicht in
einer Nacht).
In meinem Wrangler stecken jetzt auch fast € 40.000,-, hätte mir eine gesagt, dass ich für nen 96er YJ mal soviel
ausgebe hätte ich denjenigen für bekloppt erklärt. Aber jetzt ist er fast fertig und das einzige Originalteil ist die Karosse
und der Rahmen (abgeändert für V8). Was ich bezahlen kann bezahle ich, wenn das Geld aus ist mache ich ne Pause.

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Pirx
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Re: Unimog und CO

#9 Beitrag von Pirx » 2012-07-04 21:18:26

keeper hat geschrieben:Wir schwanken momentan zwischen Unimog 416/1300L und MB1017/Steyer 12M18 hin und her, wobei
ich es so sehe, dass der Unimog geländegängier ist als die anderen, dafür aber natürlich auch kleiner.
Eventuell als Sankiste, aber meine Erinnerung sagt mir, dass die echt arg niedrig war.
Hallo Marc,

zum Thema Unimog oder Allrad-LKW gibt es hier, wie ich finde, Interessantes zu lesen:
http://www.pistenkuh.de/1/expeditionsfa ... antworten/
Insbesondere das Bild des Unimog 1300L mit dem langen Shelter unterstreicht das Geschriebene sehr überzeugend, finde ich.

Und ja, der SAN-Koffer ist sehr niedrig, bietet auf jeden Fall keine Stehhöhe.
keeper hat geschrieben:Ich denke auch, dass man mit einem Unimog günstiger kommt (bin Normalverdiener).
Das halte ich für einen großen Irrtum. Ein z.B. Mercedes 1017 dürfte im Unterhalt deutlich günstiger sein als z.B. ein Unimog 1300L. Und zwar angefangen beim Kraftstoffverbrauch (der Antriebsstrang des Unimog mit zahlreichen zusätzlichen Zahnrädern kostet auch zusätzlichen Sprit) bis hin zu den Ersatzteilpreisen (Unimog-Teile sind deutlich teurer). Mußt nur mal in ein Unimog-Forum schauen und dort das allgegenwärtige Gejammer über die hohen Kosten lesen ...

Pirx
Der mit der Zweigangachse: 15 Vorwärtsgänge, 3 Rückwärtsgänge, Split, Schnellgang, Differentialsperre
---
"Immer bedenken: Hilfe ist keine Einbahnstrasse, Geholfen-Werden ist kein Recht und es liegt an jedem selbst, inwieweit er sich hier in der Gemeinschaft (die im Extremfall so einiges gemeinsam schafft) involviert und einbringt."
Ein Unimog-Fahrer.

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Re: Unimog und CO

#10 Beitrag von Ulf H » 2012-07-04 22:46:18

... Unimog und günstig ... selten so gelacht !!! ... wenns ein Benz mit vollständiger, problemloser Ersatzteilversorgung sein soll, dann 1017 oder neuer ... bei den älteren Benzen muss man schon sehr genau wissen wo nach Ersatzteilen suchen, direkt an der Ersatzteiltheke gibts da einiges nimmer ... schon mal nach 917 / 1117 / 1122, also LN2 geguckt? ... gerade aktuell wurde ein 917 bei den VEBEG unter Fundstücke im Netz verlinkt ...

Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

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Re: Unimog und CO

#11 Beitrag von Lobo » 2012-07-04 22:54:15

Vergiss Unimog, für richtiges Gelände kannst du eine einigermaßen wohnliche Kabine vergessen, wenn dann 1017 mit FM 2 wenn du gelegentlich ins Gelände willst, oder den Steyer wenn’s auch mal gröber werden soll (würde ich eher zu tendieren) und für das ganz grobe XXX

Maik
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Re: Unimog und CO

#12 Beitrag von keeper » 2012-07-04 23:03:40

:p Ich meinte beim Unimog der Aufbau wird günstiger. Pistnkuh hatte ich schon geguckt, aber der vergleich hinkt, da ich nie nen großen Schelter
draufpacken würde. Und Lobo: Wenn der 4x4 so viel friest wie der 8x8, dann müsste das ales für dich Spottpreise sein :p
Mit 1017 meine ich die Art von Mercedes, die größeren und kleineren auch.

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Re: Unimog und CO

#13 Beitrag von keeper » 2012-07-04 23:17:22

http://suchen.mobile.de/lkw-inserat/mer ... rice=false

Könnte man so eien auch Umbauen, oder ist das Fahrwerk komplett anders? Mit kurzer Hütte und Betten mit im Wagen
wäre so die Idee (wie beim 5t GL von MAN)

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Re: Unimog und CO

#14 Beitrag von Lobo » 2012-07-04 23:19:43

Na da liegen nochmal 20 l dazwischen ^^, ich habe schon verstanden was du suchst, und keine Sorge, für jeden Liter sind etliches an Schweiß geflossen, ist halt der Preis dafür und den zahl ich gern , aber wenn ich mal versuche etwas vernünftig zu denken (kann ich das ?) würde ich den Steyer wählen, ist soweit schon mal super im Gelände ohne das du noch groß was verbessern musst das ist schon mal die halbe Miete, dann noch einen leicht ausgebauten Shelter und du hast was du suchst

Maik
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Re: Unimog und CO

#15 Beitrag von Lassie » 2012-07-05 6:26:13

Also nen fertiges Reisemobil definitiv nicht
Naja, es muss ja kein Neuer sein :joke:
Aber ein abgelegter Traum und diverse gut gepflegte, erprobte Schätzchen bzw Rückkehrer von einer Reise gibt es schon.

Zb:
Iveco von Toubab

oder

MAN von Go-To-Africa

Nach allem, was ich von Selbstbau weiss (Zeit, Kosten, Nerven, etc) würde ich mittlerweile lieber einen Kompromiss eingehen und ein gut gebrauchtes Vehikel kaufen.
Aber das muss ja jeder selber wissen ;)

Viele Grüsse
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Re: Unimog und CO

#16 Beitrag von Letnei » 2012-07-05 12:59:43

Als Patriotischer Ösi muss ich ja zum Steyr halten, tu ich auch.
Ersatzteile normalerweise kein Problem zum freundlichen MAN Händler und fertig. <- Gilt nur für engagierte MAN Lageristen da es ein gewisser Aufwand ist die Teile aus dem ELDOS herauszuholen und auf MAN umzuschlüsseln. Ansich sollten alle relevanten Teile innerhalb 24 h lieferbar sein (der 12M läuft noch immer beim ÖBH)

Es gibt zwar Teile die von MAN nicht mehr verfügbar sind aber sind so Teile die der 12M original nie hatte.

Für den 12M sprichen meiner Meinung 3x echte Sperren + Untersetzung, permanenter Allrad, 14.5 er Reifen Serienmäßig, ausreichende 180 PS, leises und modernes Führerhaus noch keine Elektronik, Sicherungsautomaten statt der Schmelzsicherungen.

Was eindeutig gegen den Steyr spricht ist der höhere Anschaffungspreis.

Zu den anderen Autos kann ich nix sagen ich hab nix anderes.

Meiner Meinung nach ist der Steyr die gelungene Mischung der Konzepte Unimog und 1017

LG Thomas

(Ich glaube für den Post werde ich verbal verhauen aber was solls so denk ich nunmal)
Steyr ist wenn er trotzdem fährt!

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Re: Unimog und CO

#17 Beitrag von Ulf H » 2012-07-05 13:10:12

... wer selbst Ersatzteilnummern herausfinden kann, tut sich etwas leichter mit dem Bestellen ... MAN hat immer wieder Probleme die passenden Ersatzteile für Steyr oder auch Kats herauszufinden ... mit der selbst gefundenen Ersatzteilnummer bestellt, dagegen kekommt man die Teile schnell und gut (von billig hat bei MAN nie jemand was gesagt) ... ich denke mal, dass sich das österreichische oder auch schweizer Händler leichter tun, da in diesen Ländern Steyr dereinst verbreitet waren ... in Deutschland hatten die immer absoluten Exotenstatus ...

Gruss Ulf
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Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

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Re: Unimog und CO

#18 Beitrag von keeper » 2012-07-05 14:01:27

Lassie hat geschrieben:
Also nen fertiges Reisemobil definitiv nicht
Naja, es muss ja kein Neuer sein :joke:
Aber ein abgelegter Traum und diverse gut gepflegte, erprobte Schätzchen bzw Rückkehrer von einer Reise gibt es schon.

Zb:
Iveco von Toubab
Genau das war das THW-Modell wo man z.B. keine Frontscheibe mehr für bekommen soll und
es ausgemustert wurde.

Den wollte ich mir mal anschauen, aber dem Besitzer war es schon zu viel Arbeit mir die Fotos von innen in einer
erkennbaren Größe zu schicken, da erübrigt sich für mich eh ein Fahrzeug...

Den fand ich interessant

Wie sind eigentlich diese IFA?

IFA

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Re: Unimog und CO

#19 Beitrag von Wilmaaa » 2012-07-05 14:44:39

keeper hat geschrieben:Genau das war das THW-Modell wo man z.B. keine Frontscheibe mehr für bekommen soll und
es ausgemustert wurde.
Das ist sicher nicht der Hauptausmusterungsgrund. Die meisten Fahrzeuge gehen raus, wenn sie mehr als 25 Jahre alt sind, egal, ob es dafür noch Teile gibt oder nicht.

Und genau das verlinkte Fahrzeug stammt nicht vom THW ;)
Ich hab einen Virus: den H-A-N-O-M-A-G-I-R-U-S
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"Frauen haben in der Küche nichts zu suchen. Sie müssen sich um die Schweine kümmern und den Traktor schmieren." (Charlotte MacLeod)
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Re: Unimog und CO

#20 Beitrag von OliverM » 2012-07-05 15:02:48

Hier steht ein 1017 mit einer Mabu-Kabine . Er ist quasi fertig , passt in dein Budget rein und steht demnächst zum Verkauf . Falls du Interesse hast kannst du dich ja mal bei mir melden .

Grüße

Oliver

.....bin mit dem Verkäufer weder Verwand noch Verschwägert und eine Provision gibt es auch nicht .
the key to freedom isn´t making more it´s spending less

❝ Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.❞ (Wilhelm von Humboldt)

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Re: Unimog und CO

#21 Beitrag von keeper » 2012-07-05 15:23:16

Wilmaaa hat geschrieben:
keeper hat geschrieben:Genau das war das THW-Modell wo man z.B. keine Frontscheibe mehr für bekommen soll und
es ausgemustert wurde.
Das ist sicher nicht der Hauptausmusterungsgrund. Die meisten Fahrzeuge gehen raus, wenn sie mehr als 25 Jahre alt sind, egal, ob es dafür noch Teile gibt oder nicht.

Und genau das verlinkte Fahrzeug stammt nicht vom THW ;)

Weiss ich, aber über das Fahrzeug bin ich auf THW gekommen und habe dann meinen Bekannten gefragt wie er ist, da er damit ja
immer unterwegs ist. Stimmt das denn jetzt, dass man gewisse Teile nicht mehr bekommt oder nicht? Manches kann man auch
anfertigen lassen..

Der 1017 würde mich interessieren.

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Re: Unimog und CO

#22 Beitrag von Wilmaaa » 2012-07-05 15:37:26

keeper hat geschrieben:Stimmt das denn jetzt, dass man gewisse Teile nicht mehr bekommt oder nicht?
Kann ich für den 110-17 jetzt so nicht bestätigen, allerdings haben wir unseren auch erst seit 2008 und so oft isser ja nicht kaputt ;)
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Re: Unimog und CO

#23 Beitrag von Tomduly » 2012-07-05 17:21:15

Moin!
Ulf H hat geschrieben:... Unimog und günstig ... selten so gelacht !!! ... wenns ein Benz mit vollständiger, problemloser Ersatzteilversorgung sein soll, dann 1017 oder neuer ...
Das ist genau so eines dieser Klischees, die gerne gepflegt werden. Wenn in Unimog-Foren über mangelnde Teile oder horrende Preise gejammert wird, dann lohnt es sich, genauer hinzuschauen, welches Baumuster da konkret bejammert wird: es sind vorwiegend die älteren Modelle aus den 50er und 60er Jahren. Und die stehen als Reisemobilbasis wohl nicht zur Debatte.

Bezüglich "Modernität" und Teileverfügbarkeit hält ein U1300L/BM435 locker mit einem 1017er mit. Die 1017er von der Bundeswehr wurden im Zeitraum 1977 - 1988 gebaut, nicht länger. Wogegen der U435 ebenfalls ab 1977 gebaut wurde, aber bis weit in die 1990er hinein. Das aktuelle Nachfolgemodell U4000 wird nach wie vor gebaut und viele Teile davon passen auch beim U1300L.

Aber nichtsdestotrotz halte ich beide Fahrzeuge für mehr als 2 erwachsene Personen nur bedingt geeignet.

Grüsse

Tom

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Re: Unimog und CO

#24 Beitrag von Thomasito » 2012-07-06 9:11:39

Hallo Marc

Jetzt möchte ich aber angesichts der Beiträge doch mal die Unimog-Fahne ein wenig hochhalten. Selbstverständlich bin ich nicht ganz unvoreingenommen und sehe das ganze durch die rosa Unimog-Brille. Wie groß, wie geländegängig oder wie teuer ein Reisefahrzeug sein darf, beeinflusst sicher so eine Entscheidung. Da ist aber eine Menge Spielraum und sollte das Herz an einem bestimmten Modell hängen, dann überwiegen solche Neigungen bei weitem. Den Ausführungen auf der Pistenkuh-Seite kann ich nicht komplett zustimmen. Der dort gezeigte Unimog ist in meinen Augen eine Ausnahme und man verzeihe mir den Kommentar, ein Negativbeispiel. Die meisten Womo-Mogs tragen einen kürzeren, niedrigeren oder leichteren Kasten. Wenn man den Unimog mit Bedacht belastet, dann erhält man tatsächlich ein Fahrzeug, welches geländegängiger ist als die meisten anderen. Das beschränkt sich keineswegs nur auf die Portalachsen und die damit verbundene hohe Bodenfreiheit. Andere serienmäßige Unimog-Features sind offroad nicht weniger entscheidend. Der Unimog hat auch eine enorme Verschränkungsfähigkeit und eine vollständige Differenzialsperre. Durch die Schubrohrkonstruktion ist der gesamte Antriebsstrang gekapselt und hermetisch versiegelt. Der Unimog hat einen Unterfahrschutz, einen sandtauglichen Luftfilter und einen hochgelegten Ansaugtrakt. Die Militärvarianten verfügen über eine Watanlage und der Böschungswinkel und die Bauchfreiheit sind in der Regel etwas günstiger als bei anderen Allrad-LKWs. Einzelbereifung und ein Getriebe mit ordentlich Untersetzung runden die Sache ab. Ob und wie oft man das alles braucht ist selbstverständlich eine ganz andere Geschichte.
Die Ersatzteilversorgung, gerade die der 1300er, ist hervorragend. Ich habe bisher jedes Teil, welches ich morgens bestellt habe, am Nachmittag an meiner Mercedes-Nutzfahrzeug-Vertretung abholen können. Auch ältere Baujahre sind vollständig mit Fahrgestellnummer digital im EPC (auch privat zugängliches digitales Ersatzteilnetz von MB) abgebildet. Ich komme aus der Automobilindustrie (nicht MB)und nach meiner Meinung ist die Ersatzteilversorgung von Mercedes unerreicht. Wegen der vielen Veräußerungen des Militärs sind zudem haufenweise Brocken günstig im Netz zu bekommen.

Ich bin auch ein normalverdienender Angestellter

http://www.derullimog.de/

Gruß

Thomas

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Re: Unimog und CO

#25 Beitrag von Lassie » 2012-07-06 10:45:14

Hallo nochmal,

Thomas hat mit seinen Ausführungen natürlich nicht unrecht - sein Mog ist ein Paradebeispiel, wie man mit etwas Hirnschmalz und Beschränkung von mitgeschleppten Goodies bzw verbautem Gewicht ein potentes Fzg haben und fahren kann. Auch Michal hat sich einen seeehr schönen Mog gebaut: Michaels Mog.
Unser Mog hat ähnliche Grunddaten (max 6,2 to voll aufgerödelt, 170 PS, Splitgetriebe, viele Fahrgestell-Verbesserungen im Detail --> resultieren zu sehr guten Fahreigenschaften auf Strasse und im Gelände). Aber wir haben auch ein paar Beschränkungen / Limitationen, die den 'Reisemobilisten' mit Hund und Familie dann vermutlich eher zu grösseren Fahrzeugen greifen lassen. Ich liste mal stichpunktförmig auf:
- max 3 Personen im Fahrerhaus, dann ist es schon ziemlich eng!
- sinnvolle Aufbaulänge auf einem Mog max 360 cm
- Durchgang 70 x 90 cm ist nicht gerade gross
- Gesamtgewicht für einen U1300L sollte nicht über 6,2 bis max 6,5 to liegen
- es ist generell schwierig ein Festbett von ca 150 cm Breite und eine kleine Nasszelle unterzubringen (in unserem Fall bauen wir die Sitzgruppe von 2x2,1 m um - das nervt! - und haben nur eine Notdusche...)
- Problematik, das E-Rad schwerpunkt-günstig unterzubringen - vor allem, wenn man 2 Tanks montiert
- sinnvolle Beschränkung auf ca 200l Wasser / 40 l Abwasser

Von längeren Reisen und nach der Erfahrung vieler Wohnmobilisten kristallisiert sich nach meiner Wahrnehmung bei reisenden Familien allerdings folgende Anforderungsliste heraus:
- Festbett 160 cm
- ordentliche Sitzgruppe ca 190 x 120 cm, umbaubar
- evtl Stockbetten für Kinder
- Nasszelle ca 120 x 80 cm
- grosser Kleiderschrank, grosser Stauraum unter dem Festbett
- Wasser ca 300 l
- Abwasser ca 120 l
- 2x11 kg Gas oder Gastank am Rahmen für Herd / Kocher
- 2 Heizungen, ideal Diesel-Luftheizung für schnelles Aufwärmen, Diesel-Wasserheizung (eingeschleift von Motorabwärme?) mit Boiler und 3-4 Heizkörper, evtl sogar als Fussbodenheizung
- ca 600 l Diesel
- Aufbaulänge ca 450 - 500 cm
- Radstand 360 - 390 cm
- Gesamthöhe max 350 cm
- Reifengrösse 14:00R20 oder 385/65R22,5 (oder wie die heissen, sind wohl mittlerweile weltweit Standard für Trailerreifen...)
- mit Kindern / Hunden sollte eine Doka in Betracht gezogen werden, aus eigener Erfahrung: Kinder im Aufbau mitfahren lassen ist zwar möglich aber eigentlich Sch***

Damit kommt man dann wieder zu dem Konzept wie ich weiter oben an 2 exemplarischen Gebrauchtfahrzeugen verlinkt habe ;-)
Sicher kann man im Detail viele Dinge ändern, anders sehen oder sonstwie clever lösen. Und wenn man bedenkt, dass es in Europa - mal Island und ein paar Sandgruben ausgenommen - keine wirklichen Geländefahrten gibt, schrumpft - ganz realistisch und reise-pragmatisch gesehen - der GeländeFAHRvorteil des Mogs schnell wieder zusammen. Bis auf Island hab ich meine Sperren zB nie gebraucht, zum Wohnen auf Reisen wäre mir etwas mehr Aufbaulänge und ein grösseres Fahrerhaus ab und an lieber.

Mir macht mein Mog trotzdem Spass und man muss wahrscheinlich ein wenig ein Spinner sein, um sich die Nachteile schön zu reden oder zu ignorieren.
Aber sind wir nicht alle ein wenig gaga ?! :joke:

Viele Grüsse
Jürgen
... was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest ?

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keeper
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Re: Unimog und CO

#26 Beitrag von keeper » 2012-07-06 11:00:55

Für mich ist der Mog auch mit ABSTAND schöner, sonst käme er wahrscheonlich garnicht in die Überlegung rein. Hund bleibt im
übrigen immer zu Hause (wir haben Aufpasser), eichtige Nasszelle brauchen wir nicht (waschen uns aber trotzdem) und ich
würde beim Mog wahrscheinlich hinten Sitzplätze machen, meine Frau würde im Mobil eh lieber hinten mit dem Kurzen fahren.
Bin ich schon wieder Mog am schönreden...?^^

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Lassie
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Re: Unimog und CO

#27 Beitrag von Lassie » 2012-07-06 11:09:51

Ganz ehrlich: wenn du Frau und Kinder liebst - und jetzt noch wählen kannst - lass sie NICHT im Aufbau mitfahren.
Ich hab es so gebaut, weil ich es nicht besser wusste und nicht ausprobieren konnte. In einem Womo in Australien & Kanada hat uns das Konzept für längere Fahrten zwar sehr gut getaugt, im Mog ist es aber wegen der deutlich höheren Sitzposition und der eingeschränkten Sicht nach vorne einfach Sch***

Probiere es aus und entscheide dann - ich würde es nicht mehr machen. Aber in 3 bis 5 Jahren sind wir mit dem Thema eh durch - das Interesse unserer Kinder am Fahren mit uns 'Alten' lässt jetzt schon langsam nach...

Viele Grüsse
Jürgen
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Ulf H
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Re: Unimog und CO

#28 Beitrag von Ulf H » 2012-07-06 11:13:15

... sieh zu, dass Du zu einem Treffen kommst, dort kannst Du verscheidenen Fahrzeugkonzepte live begucken, da fällt manche Entscheidung in Sekunden, die durch langes Nachdenken nicht hinzubekommen wäre ... unter Treffen & Termine findest Du auch was bei Dir in der Nähe ...

Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

Magirus-Deutz 170D11FA ... Bild in Cinemascope extrabreit, Sound in 6-kanal Dolby 8.5 ...

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Re: Unimog und CO

#29 Beitrag von goetz » 2012-07-06 12:39:06

Hallo Marc,
mit Vernunft so ein Fahrzeug zu kaufen ist schon ein Widerspruch in sich. :angel: Du möchtest ein Reisefahrzeug für die schönste Zeit des Jahres und da soll das Fahrzeug auch passen. D.h. es sollte dir auch gefallen und Spass machen, oder planst du deinen Urlaub auch nach Vernunft? Dann in den bayr. Wald auf den Campingplatz und gut.
Wenn du dir alles andere zutraust zu bauen, dann kannst du dir auch den Koffer selber bauen. Beim Unimog nimmst du die herkömmliche Pritsche als Tragegestell und klebst dir mit Sandwichplatten einen Koffer. Ich hatte vorher auch nie mit diesen Platten gearbeitet noch mit Industriekleber gearbeitet. Und hält. Wir waren damit zu dritt 6 Monate in Südamerika . Zu dritt ist im Unimog gar kein Problem, da geht dann auch mal ein Tag im Auto, baust du dir vorne vernünftige Sitze (tip Touran 2.Reihe)ein, geht das sehr gut. Beim Unimog eine vernünftige Kofferlänge, beim 1300l , etwa 3,75m. Baust du die Stzgruppe zum Bett um hast du über Tag riesig Platz. Wir haben im Prinzip drei feste Betten und das geht auch, da sich das meiste ja eh draußen abspielt.(wir waren halt immer in wärmeren Gegenden unterwegs) und jetzt geht es nach Afrika.
Das geländegängigste Fahrzeug und das charismatischste Fahrzeug ist der Unimog (und laut meiner Frau auch das Schönste)ohne Zweifel, aber vernünftig? Die Frage muss sich jeder selber beantworten ob es vernünftig ist mit 20l+ -schluckenden Oldtimern durch die Gegend zu fahren.
Sicher nicht, aber s c h e e isses.

Gruss Götz
www.ug2003-chillout.de

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Joerg
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Re: Unimog und CO

#30 Beitrag von Joerg » 2012-07-06 12:50:43

Wie sind eigentlich diese IFA?

IFA
Viel besser als ihr Ruf! Ein echter Allradler mit Nehmerqualitäten; 9L 6 Zylinder Reihe mit 180 PS, permanenter Allrad mit allen 3 Sperren und Winde; 8 Gänge synchronisiert, doppel-H Schaltung m. Kriechgang; Kuppeln, Bremsen und Lenken - alles mit Servo. Kippbares Fahrerhaus, 10 Loch Achsen mit Außenplaneten und 1200x500er Reifen, die den Namen Off-Road auch verdienen. Technisch modern und das alles ohne Elektronik! Technisch war der L60 besser als so mancher "West-Laster". Der Gewinner der Breslau 2010 war z.B. ein IFA L60, vor allen MAN KAT :D ...

Ihr schlechter Ruf beruht auf einer kleinen Serie unglücklicher Alu/Guß-Kolben die reihenweise auseinander geflogen sind und auf den schlechten Gummi- u. Kunststoffqualitäten der DDR sowie dem Nachteil, extrem preiswert gewesen zu sein. Und Billiges muß man ja bekanntlich nicht pflegen...

Es hatte mich einiges an Lehrgeld gekostet, aber dann lief er wie ein Uhrwerk - fehlerlos, bei einem Verbrauch von ca. 26-28L mit den Russenschlappen. Bei anderen Felgen/Reifen m. Baustellenprofil soll es deutlich Richtung 20L gehen. Leider noch nicht H- fähig und somit für Umweltzonen :mad: ein No-Go… :wack:

Gruß Jörg
Et es wie et es. Et kütt wie et kütt. Et hät noch immer joot jejange.

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