Entfernung alter Lackschichten vom GfK am LAK II

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uraljack
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Entfernung alter Lackschichten vom GfK am LAK II

#1 Beitrag von uraljack » 2011-04-16 23:34:39

Hallo Zusammen,

ich muss mir so langsam mal Gedanken darum machen, wie ich den Lack an meinem LAK II runterbekomme. Wie man an dem nachfolgenden Bild gut erkennen kann, sind hier mehrere Farbschichten aufgebracht, die allerdings zum Teil bereits bis auf das GfK schon wieder abgeblättert sind. Die Gewebestrukturen des GfK sind schön zu erkennen.

Bild

Das Thema Lackentfernung am LAK II ist zwar schon mehrmals hier im Forum diskutiert worden, trotzdem möchte ich es noch einmal aufgreifen.

Folgende Methoden habe ich gefunden:

1. nur den Lack anschleifen und somit die bereits losen bzw. nicht mehr festen Lackschichten entfernen, anschließend dann lackieren bzw. den Lack rollen

2. den Lack komplett abschleifen, mit der Gefahr, die oberste GfK-Schicht zu verletzen, dann spachteln, wieder schleifen, spachteln, usw. - bis es gut ist und dann lackieren

3. mit einer Lötlampe den alten Lack ablosen, dann anschleifen und anschließend lackieren

4. Lack abschaben mit einem Glasschaber (wahrscheinlich so ein ähnliches Dingen wie für ein Ceran-Kochfeld, oder?!), soll auch schnell gehen.

5. Abbeizen, dann mit Haftgrund grundieren und anschließend lackieren. Hier ist nicht klar gewesen, inwieweit die Beize das GfK angreift.

6. Trockeneisstrahlen, um die Lackschicht zu entfernen, ohne den Untergrund - hier das GfK - zu schädigen.


Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftige, desto mehr gefällt mir die Alternative 6, also das Trockeneisstrahlen. Es bleibt schließlich nur der alte Lack übrig, das GfK wird nicht so angegriffen und man bekommt wirklich alles ab.

Was haltet Ihr von diesen Alternativen? Habe ich alle Möglichkeiten für die Lackentfernung für GfK aufgegriffen oder fehlt da noch etwas? Was für Erfahrungen habt Ihr bei Euren LAK's gemacht?

Ich freue mich auf eine anregende Diskussion!

:D
Grüße!

Jan

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MagRiedel
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#2 Beitrag von MagRiedel » 2011-04-16 23:49:17

Schön, dass Du das Thema aufgreifst. Das habe ich nämlich auch noch vor mir.
Von Methode 3 würde ich die Finger lassen, da das Kunstharz im GfK Schaden nehmen könnte.

Grüße
Thomas

B.Eng. Chris
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#3 Beitrag von B.Eng. Chris » 2011-04-16 23:57:17

Hmm.... GfK ist ja kein Thermoplast. Also dürfte es sich erst bei höheren Temperaturen zersetzen.

Aber ich wär auch ein Fan von 6.

Grüße
Chris
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Filly

#4 Beitrag von Filly » 2011-04-17 0:02:13

Methode 1 hab ich an meinem Shelter gemacht, wo teilweise auch das blanke Alu sichtbar war, größtenteils der Lack aber noch wunderbar hält. Passt wunderbar zum Nutzfahrzeug-Charakter unserer Autos.

Christoph
Zuletzt geändert von Filly am 2011-04-17 0:02:32, insgesamt 1-mal geändert.

B.Eng. Chris
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#5 Beitrag von B.Eng. Chris » 2011-04-17 0:06:55

Ok, Punkt 3 ist schlecht...

Boote-Forum

Aber ehrlich gesagt... frag doch mal bei den Booten nach... die kennen sich wahrscheinlich besser aus ;)

Grüße
Chris
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Christian H
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#6 Beitrag von Christian H » 2011-04-17 0:42:28

Ich habs mit Spachtel und Heißluftfön gemacht.
Je nach Fön dauerts halt etwas länger.
Die Farbe läßt sich teils sehr leicht abschaben

Bild

Man sieht sehr schön, daß die Struktur hinter dem Lack nicht überall identisch ist.

Wußtet ihr, daß beim Schleifen auch Wärme entsteht ? :blush:

Zum Teil hatte ich das Gefühl, eine Gelcoat-Schicht mit abzutragen.
Zum Teil hatte es den Anschein als wenn gar keins da war.

Ich bin jetzt am überlegen, ob ich da teilweise neues Gelcoat verarbeite oder aine entsprechende Haftschicht verwende.


Hier oben rechts im Bild, sieht man wie das Gelcoat teils weggeschabt ist. rechts unten brauchte ich gar nicht erst was wegzuschaben.
Bild


Ich glaube jedenfalls, daß man wegen der ebenfalls unterschiedlich starken Lackschichten mit einem Schleifgerät mehr Schaden macht denn anschleifen des Lackes macht keinen Sinn da dieser sich zum Teil ja von selbst verabschiedet.

Abgesehen davon ist es eine sehr meditative Tätigkeit mit einem surrenden Heißluft-Fön die Farbe abzuschälen während ein Schleifgerät mehr Kraft kostet und Staub produziert.
Und Lötlampen gehören nun wirklich bestenfalls ins Lanz-Museum.
Die Dachfläche mit den Scherben geht schon mal gar nicht zu schleifen.

Christian
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Mobert
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#7 Beitrag von Mobert » 2011-04-17 4:02:37

Moinsen!
GfK 'dematerialisiert' sich bei rund 180°. Thermische Verfahren würde ich also nicht wirklich empfehlen.

Abschaben mit Klingen oder so klappt an Ecken und hartem Untergrund (Metall) meist gut, an ebenen Flächen machst du mehr kaputt als du gewinnst. Außerdem isses anstrengend und hinterher schleifen musste eh.

Abbeizen mit Aceton unter Folie ist eine gute, saubere Möglichkeit. Erfordert aber bei harter Lackoberfläche einen groben Vorschliff um die Oberfläche 'kaputt' zu machen und einen Nachschliff vor dem Lackieren.
Dieses Abbeiz Gel aus dem Baumarkt kannste vergessen. Das bekommst du nie wieder komplett entfernt!

Trockeneis ist nett, ist aber eher eine 'Reinigung' und hilft nicht wirklich um einen stabilen Untergrund für einen vernünftigen Lackaufbau zu bekommen.


Ich würde einfach nur schleifen. Wenn du schon das GfK siehst ist die oberste Schicht vermutlich eh schon mürbe. Dann muß die eh weg. Wenn der alte Lack noch gut hält, dann halt nur so weit schleifen bis stabiler Untergrund kommt.
Ordentlich füllern und dann Lackieren.

Hab ne ähnliche Aktion im vorletzten Jahr gehabt. War vom Arbeitsumfang her gar nicht soooo schlimm. Das Lackieren unter der Maske fand ich viel anstrengender.

Viel Erfolg!
!Mo
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#8 Beitrag von bernd170d11 » 2011-04-17 7:30:01

Hi,
Flex und Schleifpapier Körnung 40 auf diese Tellerhalter.
Alles andere kannst vergessen(das Ding je einen gelcoat?)
Bei meinem Boot sieht's anders aus. Wenn du die GfK Struktur siehst, zieh mal drann, wahrscheinlich kannst die oberste Schicht mit der Hand einfach wegziehen, ist also schon kaputt und muß runter.

War zumindest bei meinem so. Hab das unter Gasmaske abgeschliffen, ansonst kriegst die Augen nicht mehr sauber...

Dach geht nicht mit flex, da ist Heißluft Fön und Stechbeitel angesagt, was ein Gefummel...

Viel spass!
Zuletzt geändert von bernd170d11 am 2011-04-17 7:36:01, insgesamt 1-mal geändert.
Mfg
Bernd

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#9 Beitrag von unknow74 » 2011-04-17 8:43:02

...möglicherweise funktioniert der Kärcher noch als Lösung?

Hatte das neulich beim Entlacken meines F4L912 - Hochdruckkärcher vom Profi (also nix Baumarktgerät), ca. 120C° an der Düse und eben entsprechenden Druck.

Nach ner halben Stunde war der Motor bis auf eine festsitzende Grundierung lack- und fettfrei. Ursprünglich wollte ich Trockeneis, da meinte der Typ nur, dass er damit keinen Lack runter bekommt ohne chemische Vorbehandlung und das Zeug dazu ist mittlerweile in "D" verboten - also der Stoff an sich nicht, nur der Handel damit, weil irgendwie extrem umweltgefährdend. Er holte seinen GROSSEN Kärcher auf Anhänger 3,5t und los gings... Kostenpunkt für die Stunde am Motor inkl. Auf- und Abbau des Kärchers => ein halber Hunni :cool:

Normalerweise macht er damit im Winter Baumaschienen sauber, reinigt Gebäude, etc. etc. - der Fuffi war auch für ihn nen Test, wie das so funktioniert.
Zuletzt geändert von unknow74 am 2011-04-17 8:45:33, insgesamt 1-mal geändert.
MfG Chrischan

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#10 Beitrag von Maggi-Fan » 2011-04-17 8:50:59

Hallo Jan,

ich würde die Methode " 5 " favorisieren,
Abbeizen mit Kaustischem Soda, ( Ätznatron ), als leicht pastöse Flüssigkeit.
Läßt sich gut mit Pinsel auftragen. Aber Vorsicht !!! vor allem Gesicht und Hände schützen.
Anschließend mit Hochdruckreiniger abspritzen.

GfK ist dagegen auf jeden Fall resistent.


Rolf

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olaf
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#11 Beitrag von olaf » 2011-04-17 9:27:52

Hi,

ich habe Methode 3 benutzt und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Danach wurde Epoxygrundierung gespritzt und 1K-Decklack mit der Rolle aufgetragen.

Gruß

Olaf

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Lobo
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#12 Beitrag von Lobo » 2011-04-17 10:20:54

Kann auch nur Methode 3 empfehlen, an besten bei leichtem Wind und mach das ganze Gewebe mit runter, an den Stellen wo ich es nicht gemacht habe löst sich die neue Farbe wieder.
Die Kniffligsten Stelle ist das Heck da alles sauber zu lösen und vorzuarbeiten..

Farbe war dann eine 1 K Lack von Kroonint lässt sich super verarbeiten und ist gleich mit Rostschutz, habe ich überall verwendet (ja ja GFK rostet nicht)


Maik

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#13 Beitrag von danimilkasahne » 2011-04-17 10:38:03

ist da noch NVA-Lack - Clohr-Buna drunter?

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#14 Beitrag von uraljack » 2011-04-17 10:39:27

danimilkasahne hat geschrieben:ist da noch NVA-Lack - Clohr-Buna drunter?
soweit ich das einschätzen kann, ja!

Warum fragst Du?
Grüße!

Jan

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MartinK
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#15 Beitrag von MartinK » 2011-04-17 10:59:00

Hei, Jan.

Leider gibt es keine Zaubermittelchen, Handarbeit wird es wie auch immer bleiben. Von der Flex mit Schleifteller würde ich die Finger lassen weil das unvermeidbar tiefe Macken geben wird. Wärme ist schlecht kontrollierbar und die Dämpfe sind nicht gesund. Die Farben sind mit Sicherheit nicht mit Öko-Siegel. Die Jungs die mir beim Runterschleifen geholfen haben hatten druckluftgetriebene Excenterschleifer mit einem dicken Komressor, der konstant genug Fördervolumen (nicht Ansaugvolumen) lieferte. Am Ende ging das schnell. Vorteil des Schleifens ist daß der Untergrund auch glatt wird. Ob jetzt die oberste GFK-Schicht verletzt wird oder nicht spielt bei über 10mm Wandstärke und der Verwendung als Spaßmobil eher keine Rolle. Wärmeentwicklung ist da auch kein Thema, man juckelt ja nicht stundenlang auf einem Fleck herum. Man kann sich mt diesen weißen Einmalanzügen und einer Atemmaske gut vor dem Staub schützen. Ich habe auch mit Abbeizen geliebäugelt, aber die Abbeizhemikalien sind nicht ungefährlich. Ich habe mich mal mit Natronlauge schwer verätzt. Das tat wochenlang nässen - autsch. Wenn einem etwas Staub unter die Kleider kommt dann ist das nicht schlimm, die Beizlauge unterm Anzug ist unangenehm und beim Abspülen weiß man nie ob einem nichts ins Auge oder so kommt.

Ich würde es wieder schleifen und spachteln, dann epoxy Grundierung und PUR-Lack. Mein Lack auf dem LAK ist noch drauf und bleibt es hoffentlich auch...

Gruss
MartinK
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#16 Beitrag von bernd170d11 » 2011-04-17 15:09:35

MartinK hat geschrieben:Hei, Jan.

Leider gibt es keine Zaubermittelchen, Handarbeit wird es wie auch immer bleiben. Von der Flex mit Schleifteller würde ich die Finger lassen weil das unvermeidbar tiefe Macken geben wird. Wärme ist schlecht kontrollierbar und die Dämpfe sind nicht gesund.
Gruss
MartinK
Gab bei mir keine Macken und ging einwandfrei!
Warm ist es auch nicht geworden.
Natürlich ist es keine hochglanzfläche, sondern ex NVA Armee Container und so ist dann auch die Oberfläche.

Ging auf jeden Fall gut, man setzt ja auch mit der ganzen Fläche auf und nicht nur mit einer Ecke...
Mfg
Bernd

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#17 Beitrag von makabrios » 2011-04-17 16:27:35

MartinK hat geschrieben: Ob jetzt die oberste GFK-Schicht verletzt wird oder nicht spielt bei über 10mm Wandstärke und der Verwendung als Spaßmobil eher keine Rolle.
Hallo,

also zügig abschleifen und wenn die erste Glasfaser vorsichtig rausguckt weiter ins nächste Feld . Wenn do auf gehobene Optik Wert legst, dann kannst du nochmal mit Spachtel drüber gehen, sonst die Fasern mit Harz umpinseln oder -rollen. Farbe drüber und gut.

Hauptsache, frei liegende Fasern werden wieder in eine Matrix eingebettet, damit Wasser nicht per Kapillarwirkung weiter ins Geflecht eindringen kann. Das gilt genauso für Rempler und Beschädigungen unterwegs.

Hände weg von Lötlampe Schweißbrenner und anderen Feuerzeugen!

Gruß
MAK

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#18 Beitrag von uraljack » 2011-04-17 22:32:34

Hallo Zusammen,

vielen Dank für die vielen Rückmeldungen von Euch. Ich werde in den nächsten Wochen mich mal von einer Firma, die professionell mit dem Trockeneisstrahlen beschäftigt, beraten lassen.

Über die Ergebnisse werde ich Euch auf dem Laufenden halten!

Wenn das nicht funktionieren sollte, dann werde ich wohl den losen Lack abschleifen und den Rest anschleifen und dann darüber lackieren.

Bis dann!
Grüße!

Jan

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#19 Beitrag von Lobo » 2011-04-17 22:42:26

Teste doch selber einmal Schleifer und einmal Heißlustföhn es gab stellen bei mir wo ich nicht mal mit einem guten Schleifer und groben Papier was geworden bin, da half nur Wärme
auf dem gutem NVA Lack hält meist auf Dauer keine Farbe, wenn du schon die Arbeit machst dann mach sie einmal richtig und hole alles runter dann ist ruhe, wie auch immer


Maik

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#20 Beitrag von MartinK » 2011-04-17 22:45:40

Rest anschleifen und dann darüber lackieren.
Hei, Jan.

Genau davon hat mir der Lackier-Spezi abgeraten weil die Haftung des Militärlackes nicht optimal ist und im dümmsten Falle deine schöne "Drüberlackierung" mitsamt dem Untergrund abfällt wie eine dreimal gestrichene Raufasertapete. Dann ärgert dich jeder versenkte Euro.

Denk drüber nach.

Gruss

MartinK
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#21 Beitrag von moetheone » 2011-04-17 22:49:39

Hi,
also das Thema hat mich auch schon schlaflose Nächte gekostet.
Letztlich habe ich den LAK dann grob abgeschliffen und nur die lose Farbe runtergeholt. Dann entfettet und mit obengennanter 1K-Farbe von Kroonint gerollert. Sieht gut soweit gut aus.

Jetzt kommt der Haken :ohmy:

Die alte Farbe hatte bereit an einigen Stellen Blasen geworfen. An den Dachschrägen mehr als an den Seitenwänden. Hatte mir damals nix dabei gedacht. Jetzt nach ca. Einem Jahr habe ich beim neuen Lack wieder Blasenbildung, teils an den selben Stellen. Ich bin mir mittlerweile sicher. Das das GFK dort ausgast. Es muss daher zwingend eine Sperschicht aufgetragen werden. Ich habe mir dafür aus dem Bootsbereich eine 2k Grundierung speziell für GFK besorgt, glaube von Hempel. Dooferweise muss dafür ja die Farbe wieder runter :wack:

Auf der Hanseboot war ich am Stand eines unternehmens die mit Wasserstrahlen superexakt Farbe entfernen können. Kostenpunkt 50 Euronen je qm. Also ein teurer Spaß. Aber nach allem was ich nun durch habe an Überlegungen bin ich zum Schluß gekommen, das das die optimale Methode ist.

Wenn ich dran denke, verrat ich Euch auch den Namen des Unternehmens, ist irgendwo in den Messekatalogen und die stehen in der Halle im Eck. Muss ich mal raussuchen.

Viel Erfolg
Moe
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#22 Beitrag von uraljack » 2011-04-17 22:59:19

MartinK hat geschrieben:
Rest anschleifen und dann darüber lackieren.
Hei, Jan.

Genau davon hat mir der Lackier-Spezi abgeraten weil die Haftung des Militärlackes nicht optimal ist und im dümmsten Falle deine schöne "Drüberlackierung" mitsamt dem Untergrund abfällt wie eine dreimal gestrichene Raufasertapete. Dann ärgert dich jeder versenkte Euro.

Denk drüber nach.

Gruss

MartinK
Hi Martin,

hast ja Recht! :blush:

Also, ich werde erst einmal die Variante mit dem Trockeneisstrahlen vorantreiben und wenn das nicht funktioniert, dann in den sauren Apfel mit dem komplette Abschleifen beißen, also Variante 2 umsetzen.

Ihr habt mich überzeugt! Martin, da können wir uns aber ggf. kommende Woche noch einmal drüber unterhalten!

:D
Zuletzt geändert von uraljack am 2011-04-17 22:59:58, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße!

Jan

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#23 Beitrag von moetheone » 2011-04-17 23:02:41

Hey Jan,
wenn Dus schon gscheit machst dann mach unbedingt so eine Anti-Osmose Sperrgrundierung drauf wie ichs empfohlen habe!
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#24 Beitrag von bernd170d11 » 2011-04-17 23:04:02

Nö, der alte Lack muß ab, mein vorbesitzer hat den teilw. Nur angeschliffen...
Hat nix dran wirklich gehalten, blätterte ab!
Also alles runter!

Also alles andere als die flex mit ner groben Scheibe ist bei mir nicht wirklich gut gegangen...
Mfg
Bernd

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#25 Beitrag von olaf » 2011-04-18 2:45:44

Kann ich nur bestätigen. Der alte Lack muß runter. Das THW hatte meinen LAK lackiert, vor allem an den unteren Verstärkungen blätterte der neue Lack mitsamt Grundierung einfach ab. Sonnenlicht verstärkte den Effekt sehr. Gleiche Erfahrungen habe ich auch von jemandem, der sich sehr viel Mühe mit der Vorbereitung gegeben hatte. Letztenendes hat er nach einigen Jahren den ganzen LAK auch mit Heissluftfön ud Spachtel bearbeitet.

Gruß

Olaf

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#26 Beitrag von Christian H » 2011-05-14 21:07:23

Hi


Heute habe ich die erste Farbe aufgetragen.
"Light Primer" von Hempel.

nicht eben billige 2K Epoxy Grundierung.

Angefangen habe ich erst einmal mit den ausgebauten Dachluken.

2:1 gemischt und geringfügig verdünnt.
Erste Schicht mit Schaumstoffrolle gefiel mir nicht sonderlich - deckte nicht genug.
Außerdem schien mir die Rolle an der Farbe kleben zu bleiben.

Nach 4 Stunden Zwangspause versuchte ich den angemischten Lack zu verdünnen was mir vollends mißlang.

Mal sehen sehen ob ich den 2. Versuch wieder runterschleifen kann.

Christian
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#27 Beitrag von moetheone » 2011-05-16 20:14:18

Christian H hat geschrieben:Heute habe ich die erste Farbe aufgetragen.
"Light Primer" von Hempel.
Hi Christian,
genau die habe ich mir auch ausgeguckt.
Bin gespannt wies damit weitergeht!
Viel Glück!!
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#28 Beitrag von rocknroll » 2011-05-16 20:20:36

Wir haben den Lack mittels Dampfstrahler und 150 grad eingstellt und dann fetzt das Zeug weg, so schnell kannst gar nicht gucken.

Mach das bloß nicht beim Autolack! der ist dann hin...oder auch auch weg. :cool:
Verkaufe Lima 100A 28V. Neu , mit 80mm Aufnahme.
Verkaufe LIMA 150A 28V.

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#29 Beitrag von Maggi-Fan » 2011-05-17 8:16:49

Christian H hat geschrieben:.......Nach 4 Stunden Zwangspause versuchte ich den angemischten Lack zu verdünnen was mir vollends mißlang......

Hallo,

das haben Produkte auf Basis 2 K, nun mal so an sich.

Ich denke 2 K - Produkte ist was für Profis, oder Bastler mit gaaanz viel Erfahrung.

Aus diesem Grund bevorzuge ich Lacke auf Basis 1 K, da hat man nicht so viel Verlust,
weil man die benötigte Menge nicht so genau abschätzen kann,
und kann seine Arbeit auch mal unterbrechen, ohne daß der Farb - Ansatz gleich aushärtet.



Rolf

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#30 Beitrag von Christian H » 2011-05-17 12:04:09

:D

Irgendwann muß man die Erfahrungen ja mal machen.
Von der Oberfläche ist das Zeug jedenfalls super.

Christian
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