Umbau Zeppelin Kabine I - Alkoven

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Uli
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#1 Beitrag von Uli » 2006-10-15 14:00:57

Hallo,
bin gerade mal wieder am sinnieren, wie ich mein Fahrzeug weiter optimieren kann. Da die Fahreigenschaften durch das hohe Gewicht bei gleichzeitig langem Überhang eher suboptimal sind, überlege ich, meinen Zeppelinkoffer anzupassen.
Die Überlegung ist, den Koffer auf einen Merkur mit Doka und kurzem Radstand zu setzen. Um das möglich zu machen, muß hier ein Alkoven her.
Die Idee ist, aus dem Koffer ein Eck rauszuschneiden und die Löcher mit Multiplexplatten zu schließen, so dass ein Alkoven übrig bleibt.
Bedenken habe ich jetzt noch bezüglich der Stabilität und wie ich die offenen Kanten am besten gegen Wassereinbruch versiegele.
Wenn jemand Einwände oder Ideen hat, bitte her damit.
Danke
Grüße
Uli
Laß mich, ich kann das..... Oh kaputt

Filly

#2 Beitrag von Filly » 2006-10-15 17:38:54

Hallo Uli,

bezüglich Stabilität dürfte es keine Probleme geben, sofern Du nach dem Umbau darauf verzichtest, den Koffer an den oberen Ecken an einen Kran zu hängen.
Der Zeppelin ist durch die Sandwichbauweise weitgehend selbsttragend. Lediglich die Kanten sind mit Rohren verstärkt, meiner Meinung nach vor allem um Stabilität beim Anhängen an einen Kran zu geben. Außerdem darf das Ding vollgeladen etwa 5t wiegen. Auf dieses Betriebsgewicht wirst Du mit Wohnmobilausbau sicher nicht kommen. Also ist der Koffer eh schon reichlich überdimensioniert.

Vorschlag zum Umbau (Ich wollte mal einen verkürzten Shelter auf meinen KAT stellen und habe mich daher ein bißchen mit den Umbaumöglichkeiten beschäftigt):
So wie ichs verstanden habe, willst Du unten ein Stück rausschneiden, so daß die originale Länge des Koffers am Dach erhalten bleibt, die Länge des Bodens aber kürzer wird, damit er aufs Fahrgestell passt. In diesem Fall würde ich nach dem Wegschneiden des Ecks an die Schnittstellen ein Alu-Vierkantrohr zwischen Innen- und Außenblech einbringen. Dazu muß wohl der Schaum ein Stück weit herausgekratzt werden.
Zum Verschließen des großen Lochs würde ich Alu-Blech nehmen, das an Enden ein kleines Stück umgekantet ist, so daß sich eine Art U ergibt. Die Laschen vom U kann man dann auf die Außenflächen des Koffers nieten, das Loch wird also nicht nur zugedeckelt, sondern umschlossen. Zusammen mit Sikaflex dürfte das ausgesprochen wasserdicht werden.
Die großen Flächen kann man dann von Innen noch mit Holz aussteifen und z.B. mit Styrodur isolieren (da nur ebene Flächen ist kein teurer Schaumstoff notwendig).

Falls Dich diese Idee anspricht und kein anderes Forumsmitglied der Meinung ist, daß es besser geht, dann können wir am Samstag ja mal konkret drüber sprechen.
Dagmar und Philipp haben übrigens schon praktische Erfahrung beim Umbau eines Zeppelins gesammelt...

Gruß Christoph

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Uli
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#3 Beitrag von Uli » 2006-10-15 18:27:14

Hallo Christoph,
das hört sich schon mal ganz gut an. Auch die Idee mit den Vierkantrohren finde ich nicht schlecht. Wenn man das Vierkantrohr schön zwischen die Bleche klebt, könnte man sich doch das U-Profil sparen. Statt dessen könnte man doch auf die Vierkantrohre die neuen Wände schrauben, und um das ganze dann noch ansehnlich und dicht zu bekommen noch mit Aluwinkeln abschließen.
Wenn das alles so hinhaut geh ich mal an die Detailplanung was die Größe des "Lochs" anbelangt. Mir schwebt ein Alkoven vor, der ein Bettenmaß von 140x200cm ermöglicht.
Dazu muß ich jetzt noch die ideale Alkovenhöhe austüfteln.
Grüße
Uli
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Mike
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#4 Beitrag von Mike » 2006-10-16 10:11:40

Moin Uli,
warum baust Du keine Schlafkabine auf dein DoKa Dach? Halte ich für die einfachere Lösung.
Vorteil:
-Keine Verschränkungsprobleme, kein Höhenverlust durch Spalt
-Man kann im Auto ohne Kabine schlafen
-Schlaf und Wohnraumtrennung

Also nur ne Idee.

take care
Mike

Filly

#5 Beitrag von Filly » 2006-10-16 12:31:47

Hallo,

das mit dem U-Profil ist wohl nicht so rübergekommen wie ichs gemeint habe. Es soll nicht nur die Schnittfläche umschließen, sondern das ganze Loch. Die angehängte Skizze zeigt das hoffentlich besser.
Das zweite Bild auf der Skizze zeigt die Möglichkeit mit einer Siebdruckplatte und Alu-Winkeln an den Kanten.
Ist letztendlich wohl Geschmacksache. Die Siebdruckplatte muß im Gegensatz zum Blech nicht extra ausgesteift werden. Mit persönlich widerstrebt allerdings der Einsatz von Holz an einer Außenfläche. Vielleicht bin ich da zu sehr vorbelastet von meinem Beruf.

Gruß Christoph

PS: Uli, du hast PM

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Ulf H
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#6 Beitrag von Ulf H » 2006-10-16 12:39:29

Filly hat geschrieben:.. Mit persönlich widerstrebt allerdings der Einsatz von Holz an einer Außenfläche. Vielleicht bin ich da zu sehr vorbelastet von meinem Beruf...
und mir widerstrebt der Einsatz eines flatternden und dröhnenden Bleches über die gesamte Kofferbreite.

Also jeder wie er´s mag und kennt, ich baue in Holz, wo immer das möglich und sinnvoll ist.

Warum nicht eine Kombination aus beidem ??

Vierkantrohre einziehen, Sikaflexen, nieten, dann dahinter und drin ausschäumen.
Dünne Siebdruckplatte drauf schrauben evtl. auch mit Sika kleben.
Drüber Alublech, das wie Filly vorschlägt um die Kanten herumgezogen ist, auch hier wieder Sikaflex und Nieten in großen Mengen !!!

Fragt mal Dagmar, Thomas F, Volker oder auch mich, welche ein gigantischer Aufwand das damals bei Dagmar´s Koffer war.

Guckst Du hier:
Seriös:
http://www.maggie-deutz.com/iv/index.ph ... st&p=64414
und hier mit Humor:
http://www.maggie-deutz.com/iv/index.ph ... st&p=61724

Gruß Ulf
Zuletzt geändert von Ulf H am 2006-10-16 12:43:58, insgesamt 1-mal geändert.
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

Magirus-Deutz 170D11FA ... Bild in Cinemascope extrabreit, Sound in 6-kanal Dolby 8.5 ...

jfakesch
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#7 Beitrag von jfakesch » 2006-10-16 13:12:04

Hallo Ulli,

wie währ's wenn das abgeschnittene Teil des Koffers wieder benutzt wird?
Die Seitenwände wegschneiden, dann um die Horizontal-Achse um 180° drehen und einpassen. Anschließend die Ecken mit Winkelprofil und Sikaflex abdichten und nieten.

Gruß,
Josef
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Freeclimber
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#8 Beitrag von Freeclimber » 2006-10-16 14:58:35

Hi Uli,
Bezüglich deiner Überlegungen der Alkoven- Höhe, die meissten Tupperschüsseln weisen eine Höhe von 70 cm auf. Ich hingegen bin auf 80 cm gegangen und die Entscheidung hat sich für mich als gut erwiesen, abzüglich 4cm Isolierung oben und unten (ok, fällt bei dir oben weg), Lattenrost und Matratze bleiben mir 60 cm.

Gruss Mike

PS: Ach übrigens.... Ich hab dein Lenkrad nicht vergessen, Markus ruft dich diese Woche mal an...:)
Was würdest du versuchen wenn dir alles gewohnt erscheint ?

rocknroll
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#9 Beitrag von rocknroll » 2006-11-08 16:16:29

hi, hatte so was mal mit nem normalen Womo gemacht, mit Aufbau. Die bestehen ja auch aus Sandwich-platten und haben oft (bei uns zumindest) ein paar Verstrebungen.
Ich kenn den Koffer jetzt nicht explizit, habe mich aber bei der Erbauerfirma (gelobt sei das internet) schlau gemacht
Daher resultiert für mich folgender Vorschlag
Unter Berücksichtigung der Verwindungsfreundlichkeit sollte die Zweipunktlagerung bzw die Längsachslagerung vorn sein; wegen der Verdrehung und folglich aufs Dach knallen vom Alkoven- wenn dies hinten wäre.

Koffer nehmen, sich vorher ausrechnen wie weit er nach vorne rutschen soll, und dann
Lösung 1: den Koffer an der Frontwand (und nur dort ) mit einer FLex oder besser Stichsäge horizontal von links nach rechts (oder andersherum) durchsegen:
dann an den Ecken und Kanten die Front unterhalb der Sägelinie lösen /entvernen ,wenn dies gehen sollte ist die Front (Unterteil) lose: Du sägst dann den unteren Teil so weit ein wie es du dir das vorher ausgerechnet hast und setzt die Frontwand wieder ein (hierbei empfielt es sich bei vorhandenen Streben diese vorher mit einer Querlatte (Metall/Alu) zu verschweisen oder vernieten , da diese ja sonst lose drin herumschwirren und eine neues Anschweißen an der Ecke durch die schon vorhandenen Sandwichplatten nicht möglich´ist)
Das Teil was du rausgesägt hast, was das Bodenstück war, passt nun genau beid einer Alkovenkonstruktion als Unterlage unten drann. Anbringung wie Frontstück

Lösung 2: fast gleich wie oben, jedoch sägt man direkt das große Stückraus und lässt die Ecken wie sie sind, sprich die Wand wir zwischen Ecke mindestmaß zersägt , auf neues maß (verkleinert) angelegt und je nach laune verschweißt verklebt vernietet .....
sonst wie oben

Jedoch sollte ein kleiner Rahmen über die Ecke und an der Alkovenecke Quer verlaufen, damit Alkovenunterseite undFrontwand eine stabiele Verbindung haben,
PS: kann mann sinnvoll verbinden mit der Versteifung der Querstreben(fals vorhanden)
von ausen dicke Alluschiene L-Profil und Silikon.
Da hält die Windel dicht

Wie gesagt so was in der Art habe ich schon mal gemacht , aber an nem Womo
nicht an nem Koffer. Persönlich tendiere ich zur lösung 1 , wenn möglich

Wer das mal tun möchte und hilfe braucht bin gerne bereit da mal an nem Koffer mimit zu wirken, also sich trauen :) und mir schreiben
Zuletzt geändert von rocknroll am 2006-11-08 16:24:55, insgesamt 1-mal geändert.

wasserhasser
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#10 Beitrag von wasserhasser » 2006-11-09 12:13:15

@Uli
Betreff Alkovenhöhe:
Für mich hat sich die Möglichkeit aufrecht auf der Bettkante zu sitzen als sehr Vorteilhaft bewährt.
Nicht nur weil man gut rein/raus kommt und Platz zum übernanderwegkrabbeln hat,
sondern auch an den Tagen, wo Mann/Frau sich nicht so gut fühlt und gerne erstmal 2 Minuten sitzen bleibt bevor es aus dem Bett geht.
(Meine Erfahrung, nach rund 900 Nächten in meiner Schlafniesche)
Gruß
Christopher
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Uli
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#11 Beitrag von Uli » 2006-11-09 12:52:35

Hallo zusammen,

meine Überlegungen sind abgeschlossen. Der Zeppelin wird verkauft.
Baue mir an den vorhandenen Koffer einen Alkoven oder, sollte die Höhe nicht reichen, ein Dachzelt. Das kann man dann bei Bedarf ausfahren.

Grüße
Uli
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