Shelter befestigen, aber wie richtig?

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SIDo
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Shelter befestigen, aber wie richtig?

#1 Beitrag von SIDo » 2011-01-11 9:30:11

Hallo zusammen,
ich habe für meinen MAN 8.136 (G90) den kleinen BW-Shelter gekauft.
Ich habe die orig. Spannketten dabei und die Steckbaren Bodenecken.

Da ich den Shelter auf meinen Kipper stellen möchte, stellt sich mir die Frage ob ich die Sicherungsecken benutzen muss / sollte ?

Kann mir jemand sagen ob es ausreicht den Shelter nur mit den Spannketten zu sichern ? Oder wandert der Shelter dann auf der Ladefläche?

Vielen Dank

Gruß
Simon

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jonson
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#2 Beitrag von jonson » 2011-01-11 9:44:07

Ich hatte meinen kleinen Schelter auf meinem 8/136 nur mit den Ketten befestigt ohne die Einsteckecken. Selbst im schweren Gelände hat da nichts nachgegeben...Aber mein Shelter war leer!

Bild
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DaPo
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#3 Beitrag von DaPo » 2011-01-11 10:17:27

Hallo Simon,

ein X-förmiges Verzurren mit den Ketten reicht. Nennt sich dann 'Diagonalzurren' und gilt, richtig gemacht, als formschlüssige Verbindung.

Prüfzeichen o.Ä. an den Ketten können bei Kontrollen hilfreich sein, bei einer mit vier Stahlketten gehaltenen Blechdose wird aber kaum jemand, der Sachverstand besitzt und nicht nur Paragraphen lesen kann, was sagen.

Die Befestigung von Jonson sehe ich, ohne die Ecken, rechtlich als möglicherweise etwas problematisch an, da hier nur niedergezurrt wird. Halten tut das bei der geringen Masse auch, aber da könnten Übereifrige etwas genauer hinsehen.
Zuletzt geändert von DaPo am 2011-01-11 10:18:20, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße
DaPo (Daniel)

autorowdy
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Re: Shelter befestigen, aber wie richtig?

#4 Beitrag von autorowdy » 2011-01-11 12:03:28

SIDo hat geschrieben:Sicherungsecken
Was ist das?
Was soll das?
Und wie sieht das aus?

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Thomas H
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#5 Beitrag von Thomas H » 2011-01-11 12:18:05

Moin!
Was ist das?
Was soll das?
Und wie sieht das aus?

Sicherungsecken
- werden auf die Pritsche gesteckt und führen/halten den Shelter.

Gruß
Thomas
o[__Y__]o

LAF 1113B/42 mit Funkkoffer

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carsten
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#6 Beitrag von carsten » 2011-01-11 12:24:16

Moin,

ich fahr zwar nicht viel im Gelände rum und hab auch ein anderes Auto, aber mit den Ketten hält die Kiste bereits seit fast 2 Jahren.

Bild

Davon abgesehen kann ich bei mir die Ecken nicht an der Pritsche befestigen.

Grüße,
Carsten

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Garfield
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#7 Beitrag von Garfield » 2011-01-11 12:30:54

Ich würde noch antirutsch Matten verwenden ,das sollte in Verbindung mit den Ketten reichen .

Garfield

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spongebob
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#8 Beitrag von spongebob » 2011-01-11 13:02:18

moin!

also wenn du rutschmatten drrunterhast und diagonal verzurrt hast, wirds bei ner kontrolle dazu nur lob geben und keine diskussionen. prima lösung.

die halte ecken sind aber auch nicht schlecht. die brauchst du nicht wirklich, schaden aber auch nicht. also wenn du die ecken schon hast, kannst du dir die matten sparen.

auf militär-unimogs gabs bohrungen auf der pritsche, wo die halteecken reinkamen. das war praktisch wenn mann die shelter oft auf- ab- umsetzen musste.

du kannst also auf deine pritsche bohungen setzen, oder du besorgst dir ne schöne grosse matte und verkaufst die ecken weiter.

viel erfolg!

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SIDo
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#9 Beitrag von SIDo » 2011-01-11 13:26:40

Hallo zusammen,
vielen Dank für Eure Antworten.
Ich habe mich entschieden unter die Kufen vom Shelter (der Ordnung halber) anti Rutschmatten zu kleben.
Löcher in die ladefläche vom Kipper ist ein bisschen doof, deshalb ja meine Frage.
An Diagonalzurren auf der Längsseite hatte ich auch gedacht.
Dann bin ich mir jetzt sicher.
Für normale Strassen und ein paar Schotterpisten wird das dann ja auf jeden fall reichen.
außerdem verwindet sich die Kipperpritsche ja auch nicht so stark, da sie ja quasi lose auf den Kippbolzen aufliegt.

Vielen Dank und Gruss an Alle

Simon

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DaPo
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#10 Beitrag von DaPo » 2011-01-11 14:56:55

Hallo,

Antirutschmatten sind beim Diagonalzurren sogar eher kontraproduktiv, insbesondere wenn der Shelter montiert bleiben soll:

Die Dinger setzen sich im Laufe der Zeit, dadurch lockern sich die Ketten. Also muß man öfter nachspannen, was ohne Matten nicht nötig ist.

Zudem sind sie dafür da, ein Verrutschen zu verhindern. Wenn die Ladung allerdings X-förmig verzurrt ist, kann sie eh nicht verrutschen, da die Kräfte zu 100% schon von den Ketten aufgefangen werden.

Antirutschmatten machen -wenn überhaupt- nur beim Niederzurren Sinn.


Die Ecken sind übrigens eher als Verlade-/Zentrierhilfe gedacht denn als Ladungssicherung. Zeigt sich schon alleine dadurch, daß sie, jedenfalls die, die ich kenne, kein Prüfzeichen haben. Praktisch beim Verladen sind sie allerdings allemal.
Zuletzt geändert von DaPo am 2011-01-11 14:57:36, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße
DaPo (Daniel)

cobra
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#11 Beitrag von cobra » 2011-01-11 16:03:03

Ich habe einen kleinen Shelter auf meinem Mog und der ist gewandert!
Allerdings:
-Die Pritsche vom U 1300 arbeitet, dh sie verwindet sich bei Verschränkung
-darum haben die originalen Ketten ein Federelement, daß das ausgleicht
-ich habe den Shelter nicht an der vorderen Bordwand anliegen, sondern mit Luft für den Reservereifen

Folglich habe ich vorne an den Kufen Halteecken auf die Pritsche montiert. Anders als die hier gezeigten habe ich nicht die Einsteckversion, die in die vorgesehenen Löcher kommt sondern solche, die mit je vier M8 Schrauben auf dem Pritschenboden verschraubt werden. Wer sich die Arbeit macht einen Shelter auf und ab zu heben, der sollte auch acht Schrauben lösen können.

Dirk

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#12 Beitrag von DaPo » 2011-01-11 17:24:41

Wie hast Du verzurrt? X-förmig, oder gerade nach unten?

Bei X-förmig dürfte da nix wandern, jedenfalls nicht mehr als im mm-Bereich, auch wenn sich die Pritsche verwindet.
Grüße
DaPo (Daniel)

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#13 Beitrag von Garfield » 2011-01-11 19:46:26

Ups ich kenn nur die Ketten mit Feder ,die sollten mit Antirutschmatten kein Problem haben.

Garfield

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#14 Beitrag von SIDo » 2011-01-11 19:46:53

Danke für den Hinweis.
dann bleiben die anti Rutschmatten in der Firma.

Allerdings wollte ich auch zwischen Shelter und Bordwand Platz für Ersatztanks und evtl. ein Reserverad lassen.

Aber logisch betrachtet kann beim Diagonal zurren nichts wandern.

So wirds gemacht :)

cobra
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#15 Beitrag von cobra » 2011-01-12 11:57:46

Die originalen Spannketten haben auch die Federelemente und da liegt meiner Meinung auch der Grund, dass der Koffer wandern kann. Ich rede hier von 2 bis 3 cm diagonal. Das ist nicht viel, aber er wandert! Bei einer Kippritsche, die lose in den Kippaufnahmen liegt, kann das anders sein, ich würde trotzden einen vorderen (demontierbaren) Anschlag aufbauen. Ist nicht viel Aufwand und man ist auf der sicheren Seite, zumal der Shelter ja nicht an der Kopfwand steht.
Dirk

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#16 Beitrag von DaPo » 2011-01-12 16:11:14

Hallo,

die Ketten mit Federelement sind zum Niederzurren gedacht. Bei diesen Ketten können auch Antirutschmatten verwendet werden, da das Federelement in den Ketten das Setzen der Matten ausgleichen kann (dennoch sollte man mal nachspannen).

Zurrt man mit den gefederten Ketten X-Förmig, kann die Ladung wandern, deshalb sollte man hier lieber Ketten ohne Federelement verwenden. Dann wandert auch nichts. Diese Ketten sind dann aber zum niederzurren ungeeignet, eben weil sie nicht elastisch sind, und nicht die -gewünschte- Vorspannkraft haben.
Zuletzt geändert von DaPo am 2011-01-12 16:12:28, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße
DaPo (Daniel)

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#17 Beitrag von cobra » 2011-01-12 21:18:26

Nun Daniel, dann Zurrt die BW aber auch falsch. Ich habe die Befestigung von der BW übernommen.
Ich habe die Ketten wie auf dem Bild bei Panzerbär
http://www.panzerbaer.de/helper/pix/bw_ ... rp-001.jpg

Dirk
Zuletzt geändert von cobra am 2011-01-12 21:18:53, insgesamt 1-mal geändert.

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#18 Beitrag von Pirx » 2011-01-12 21:55:13

Hallo Dirk,

lies den gesamen Beitrag bitte noch mal richtig.

Daniel schreibt, daß die BW-Ketten zum Niederzurren (also ohne Einsteckecken) ungeeignet sind.

Die Bundeswehr verwendet zusätzlich zu den Ketten die Einsteckecken. Somit ist es kein Niederzurren mehr.

Ich kann keinen Widerspruch zwischen Daniels Aussage und der Verzurrmethode der Bundeswehr erkennen.

Pirx
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Zusammenfassung

#19 Beitrag von SIDo » 2011-01-13 12:23:25

ich fasse mal die Meinungen etwas zusammen

BW Ketten mit Feder, aber ohne Einsteckecken:
Nur niederzurren, nicht Diagonal.
Verwendung von Antirutschmatten möglich.

Starre Ketten:
Diagonal zurren.

Mit Einsteckecken:
Beides möglich, da der Shelter nicht mehr wandern kann.

So ist´s richtig, oder ?????

Gruß
Simon

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#20 Beitrag von cobra » 2011-01-13 18:29:46

Hallo Simon,
abweichend vom Thema zurren noch was: Hast Du mal überlegt bei deinem Kipper etwas in die Kippaufnahme zu legen um das Spiel in den Kipplagern zu beseitigen/zu verringern. Die mir bekannten Baustellenkipper rappeln doch ziemlich Laut auf schlechten Wegen weil die Mulde in den Aufnahmen hüpft.

Nur mal so als Gedankenanstoß ohne gleich wieder einen Glaubenskrieg auslösen zu wollen.

Dirk

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