[Wasseraufbereitung] UV-C Lampe im Wassertank

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Hatzlibutzli
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#91 Beitrag von Hatzlibutzli » 2007-07-01 15:21:28

@Urologe: Das Ursprungsrecept sah wohl diese Menge vor ... Das deutsche Cola, eines der am wenigsten süssen, hat immerhin noch 107 g Zucker/L ... in vielen Ländern ist dann mehr drin! Ein kleines Steak, so eine Cola ... ;-)))

@Jan: Ich hatte erst vor kurzem ein Ehepaar, aus Nepal mit Giardia lamblia heimgekehrt, hatte ihnen den Urlaub schon etwas verdorben ... Nach Leitlinien behandelt, gelang bei der Frau erst mit dem Dritten Antibiotikum-schema eine Therapie ... das war aber definitiv giftiger als ein paar Silberionen ... wenn Du auf Tour bist bekommst Du das evtl. Notwendige gar nicht ...

Und:
Ja, ich würde so behandeltes Wasser bedenkenlos sogar ein Leben lang trinken ...

Allegorisch gesprochen:

Angenommen, Du bist ein Espressoliebhaber, ohne geht es einfach nicht ... jetzt gibt es 2 Möglichkeiten ...
a; der Juravollautomat, Swiss-Made, für 1000 Tacken, mit Milchaufschäumer, automatischer Entkalkung und allem PiPaPo ... oder
b; die Italienische Espressokanne für 20 €, die man erst bestücken muss, hinterher ausspülen, die aber selbst auf einem tibetanischen Yak-Mist-Feuer auf 5000 Meter funktioniert?

Also ich fahre mit b; und einer Ersatzdichtung durch die Gegend ...

Grüsse ... Simon

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#92 Beitrag von cookie » 2007-07-01 22:43:11

Hi Simon,

ich trinke auch keinen Espresso oder Kaffee. :lol:
Aber ich weiss was Du meinst :happy:

Hmmm. Also was die Einzeller anbelangt: Die werden alle schon beim Tanken rausgefiltert - die sind etwa 100x größer als die Poren im Filter. D.h. ich bräuchte dafür eigentlich überhaupt keine UV-Lampe.

Nun ja, wir drehen uns im Kreis. Mal sehen wie ich mich entscheide. :happy:

Generell: Ich frage mich ein wenig, warum Ihr eigentlich alle das Wasser erst NACH dem Tank filtert und nicht vorher.
Wenn Ihr alle der Überzeugung seid, dass Silberionen so wirksam sind, könnt Ihr doch auch schon beim Tanken filtern.
Silberionen alleine desinfizieren übrigens kein verkeimtes Wasser - das ist nur bei einer Kombi mit Chlor möglich (z.b certisil combina oder micropur forte). Was nehmt Ihr denn? Mit Chlor oder ohne?

Damit Ihr wisst, was ich häufig Trinke: Tee. Schmeckt das denn nicht komisch mit dem Chlor? Hab ich mal irgendwo gehört.
... Kann man wohl aber wieder mit "Gegenpräparaten" (z.B. Drinkwell Antichlor) neutralisieren.

Grüßle,
Jan
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#93 Beitrag von tauchteddy » 2007-07-02 0:53:11

@Hatzlibutzli
Ich hab' die Jura ... :D

@Cookie
Nö, wieso? Ich mache meinen Tee mit gechlortem Leitungswasser und er schmeckt mir.
Zuckerbrot ist aus.

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#94 Beitrag von Hatzlibutzli » 2007-07-02 7:07:46

Silberionen alleine desinfizieren übrigens kein verkeimtes Wasser - das ist nur bei einer Kombi mit Chlor möglich (z.b certisil combina oder micropur forte). Was nehmt Ihr denn? Mit Chlor oder ohne?
Noch mal von Vorne: Ja, Silber verhindert nur, dass in dem Tank sich bei 37° etwas explosionsartig vermehrt und Dir die Brühe umkippt ...
Generell: Ich frage mich ein wenig, warum Ihr eigentlich alle das Wasser erst NACH dem Tank filtert und nicht vorher.
Weil Du einen Filter, der
fein genug ist, bis zum Virus alles zu filtern in einer Durchflussgrößenordnung, die erlaubt, nicht 2 Tage zum Tanken zu brauchen kaum bezahlbar bekommst ... Du solltest keine Abstriche bei der Porengröße eingehen ...
und: Dein Duschwaser soll nur Deine Haut sauber machen oder Dich erfrischen und muss dazu nicht höchsten Trinkwasseransprüchen genügen ...

zu guter Letzt: ich würde frisch gefiltertes Wasser - wegen der Nachverkeimung, die bei hohen Temperaturen nie 100% auszuschliessen ist - einem vor 2 Wochen feingefiltertem und nachbestrahlten Wasser vorziehen

Und nochmal zur Rekapitulation: mein Vorschlag beinhaltet sehr wohl eine grobe Filterung vor dem Tank ... da sollen keine Algen blühen und auch keine Kaulquappen herumschwimmen ;-)))

Grüsse ... Simon
Edit: Lesbarkeit

PS: @Du willst aber Deine Jura hoffentlich nicht mit Wasser aus dem Ganges füttern, oder?
Zuletzt geändert von Hatzlibutzli am 2007-07-02 15:35:25, insgesamt 2-mal geändert.

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#95 Beitrag von Wombi » 2007-07-02 18:25:18

Hallo Jan,

Du hast natürlich Recht, für den Probebau würde ich auch nur billigere Sachen verbauen.

Ich meinte ja nur, für die lange Reise würde ich dann schon gerade bei den Tanks auf Qualität achten.

PE kostet nun mal etwas mehr, aber ich habe auch schon das Desaster unterwegs gesehen wenn die Tanks "wie auch immer" versagen.

Gruß, Wombi
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#96 Beitrag von cookie » 2007-09-11 9:34:36

So Leute,

weiter gehts mit den Alternativen! Neue Planung!

Zwar bin ich immer noch davon überzeugt, dass meine ursprüngliche Idee total genial ist - aber ich kanns mir nicht leisten. Ich will weg!
Drum mach ichs nun so:

Es werden 10 bis 20 dieser 20l-Kanister gekauft:
Bild

Mittlerweile habe ich sogar einige Vorteile gegenüber großen Tanks "gesammelt":
- Leichter Wasser nachtanken wenn kein Schlauch zur Verf. steht
- Tankt man schlechtes Wasser nach, sind nur die nachgetrankten Kanister "verseucht" und
- man kann die Kanister einzeln mit Datum und Herkunft beschriften
- ich kann bei unterschiedlicher Wasserqualität notfalls zw. den Kanistern f. den unterschiedlichen Verwendungszweck wechseln (Nachteil: Beim Pumpen "verseuche" ich mir die Leitungen; man muss ja nicht alles pumpen)
- Notwarmwasser: ein Kanister bei Sonne aufs Dachl / ins Führerhaus legen
- Billigwarmwasser: Topf vom Herd mit heißem Wasser im Kanister mischen, Kanister-Pumpe wechseln, fertig ist Warmwasser (Leitungen müssen mögl. kurz gehalten werden, sonst kommt erst lange Kaltwasser)
- Bei Kanisterleckage, hab ich 20L im Auto - keine 200.
- Es ist ein vielfaches günstiger als große, (angefertigte) Tanks
- ggf. bin ich flexibler in der Plazierung

Wie funktioniers genau?
So:
Die Wasserinstallation wird prinzipiell genauso aufgebaut wie mit einem großen Tank. Damit das "ständige" Wechseln zum nächsten Kanister nicht abnervt, werden in ein oder zwei Deckel "Klick"-Schlauchanschlüsse montiert. Am Saugschlauch ist dann dass "klick"-Gegenstück mit Wasserstop, so kann kein Wasser aus dem Pumpschlauch rauslaufen, wenn man zum nächsten Kanister wechselt. An der Deckelunterseite ist dann ein kurzes Schlauchstück, dass bis zum Kanisterboden reicht.
Ist ein Kanister leer, ziehe ich die "klick"-Verbindung einfach ab. setze den Schraubverschluss auf den nächsten Kanister und "klick" den Saugschlauch wieder dran.
Natürlich kann man auch einfach ein Loch in den Deckel machen, den Schlauch durchstecken und mit Sikka festpappen. Fraglich ist, wie gut das hält und beim Auf- und Zuschrauben des Deckels wird jedesmal der Schlauch verdreht.
Wers besonders bequem haben will, baut in jeden Deckel eine "kick"-Verbindung rein. Dann braucht man allerdings auch dort einen "Wasserstop", sonst schwappt Wasser raus.
Kosten pro Anschluss: ca. 2€, mit Wasserstop ~5-7€
Kosten für einen 20L Kanister: ~4€
Gesamtkosten bei 300L Frischwasser: ~65€
Das ist unschlagbar günstig! :) (Mit dem UV-System und 2 angefertigten Tanks wäre ich auf ~1500€ gekommen)

Bzgl. Filtersystem bin ich noch am Grübeln.

Das Wasser in den Kanistern wir allenfalls vorgefiltert. Es kommen nun doch Silberionen und Chlor zum Einsatz. 2 Trocken für einen Kanister. Da das Wasser erst danach durch den Keramik- und Aktivkohle kommen, sollte das Wasser hinterher auch wieder lecker schmecken.
Wenn ich nicht auf meine Smartsensor verzichten will, muss ich allerdings einen Kanister als Zwischenbehälter verwenden.
Denn die SmartSensor mit seinen 21L/Min schafft nicht mehr als ~ 1-2 Liter/Min, wenn es das Wasser durch den Keramik drücken muss.
Ich habe jetzt günstig eine 24V Osmosepumpe mit 80PSI / 5.5 Bar erstanden. Die hat allerdings nur eine sehr geringe Durchflussleistung: Auf der Pumpe steht 0,6LMP, in der Auktion stand 0,55GLM = ~2,2L/Min. 0,6Liter ist echt sauwenig. Mit 2,2L wäre ich schon eher zufrieden...

Schau mer mal... :)

Grüße,
Jan
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Lassie
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#97 Beitrag von Lassie » 2007-09-11 10:20:32

Hi Jan,

na endlich wirst du vernünftig :D
Die Kautex-Kanister habe ich auch. Allerdings verzichte ich auf eine Smartsensor-Pumpe, sondern habe mir eine neue Reich-Doppel-Tauchpumpe um sagenhafte 31,- Euro gekauft - quasi der Mercedes unter den Tauchpumpen. Die passt hervorragend in einen Kanister. Dazu habe ich aber nur 1 Deckel durchgebohrt, Schlauch und Kabel durchgeführt und die Tauchpumpe wird mit einem Fusschalter betätigt. Der Deckel ist bislang dicht, eventuelles Schwitzwasser wird mit einem Lappen aufgesaugt.
Da muss man nichts mit Sika kleckern oder Klickverschlüsse basteln. Lass die Mimik mit Schläuchen, Verschlüssen und Dichtungen - spar dir die Zeit und Kohle für etwas wichtigeres (... Felgen und Reifen zum Beispiel :cool: )
--> KEEP IT SIMPLE!
Zum Duschen nehme ich dann einfach einen 2. Kanister mit einer 2. Tauchpumpe - und habe gleichzeitig ein fehlertolerantes, redundantes System geschaffen :cool:
Mein Frischwasservorrat (8 Kanister) steht in einem Stauregal, gegenüber der Küchenzeile, so dass ich nur die Kanister kurz hin und her hebe, den Deckel austausche und fertig ist.
Wenn du es ganz perfekt machen willst: nimm noch einen Katadyn Camp Filter und lasse das Wasser über Nacht in deinen Entnahme-Kanister tröpfeln.... Am nächsten Morgen noch ein paar Tropfen Micropur rein, Deckel zu und gut ist. Du musst nur schauen, dass du gut an den Frischwasserkanister kommst und den Deckel leicht öffnen kannst.
Zum Vergleich: als wir vor einigen Jahren mit dem Geländewagen in Marokko im Juli / August unterwegs waren (40 Tage jenseits von 40 Grad) hatten wir nur 2 x 20 l Wasser dabei - und immer genügend Wasser zum Kochen, Trinken, Waschen, Abduschen, etc.

Wenn man sich etwas einschränkt, muss man auch nicht alle halbe Stunde Kanister wechseln - sondern nur alle 2, 3 oder 4 Tage....

Nochmal: KEEP IT SIMPLE!

Viele Grüsse aus Hong Kong, Jürgen
... was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest ?

Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.
Erasmus von Rotterdam

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#98 Beitrag von Mike » 2007-09-11 18:44:45

Hallo,
diese Lösung mit den Kanistern habe ich ja schon häufiger beschrieben. Ein Deckel hat ein Loch in dem ein Schlauchlosventil und ein Loch in dem der Silikonschlauch von der Keramikkerze durchgezogen wird, dann 1 - 2 markierte " Dreckkanister" in denen man zweifelhaftes Wasser holt, Deckel drauf, Luft drauf und dann in die sauberen Kanister rüber laufen lassen. Silberionen rein fertig.
Munter bleiben
Mike

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#99 Beitrag von Hackebaer » 2007-09-11 18:54:40

cookie hat geschrieben:Das Wasser in den Kanistern wir allenfalls vorgefiltert. Es kommen nun doch Silberionen und Chlor zum Einsatz.
:eek: Ich kann nur noch schmunzeln...
verkneife mir aber jeden weiteren Kommentar!

Gruß
Manfred
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#100 Beitrag von cookie » 2007-09-11 19:21:02

Hackebaer hat geschrieben:
cookie hat geschrieben:Das Wasser in den Kanistern wir allenfalls vorgefiltert. Es kommen nun doch Silberionen und Chlor zum Einsatz.
:eek: Ich kann nur noch schmunzeln...
verkneife mir aber jeden weiteren Kommentar!

Gruß
Manfred
Ruhe! :lol:
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#101 Beitrag von RobertH » 2007-09-11 23:40:46

Die Kautex-Kanister sind von der Sache her prima, weil stabil und durch die große Öffnung leicht abwaschbar. Aber : so richtig dicht sind die Deckel nie, also nur stehend lagern und das Gewinde des Deckels ist ziemlich blöd. Deine Idee mit dem Schnellverschluß ist in der Hinsicht gut - ich hatte damals einfach einen Deckel mit Schlauch und Pumpe versehen und hab dann beim Aufschrauben des Deckels immer geflucht, da der ständig schief kam. Mit nem Schnellverschluß ist das wesentlich einfacher - es reicht ja ein Gardena-Anschluß oder eine Messing-Druckluft-Kupplung.

Grüße

Robert

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tauchteddy
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#102 Beitrag von tauchteddy » 2007-09-12 0:05:36

cookie hat geschrieben:(Mit dem UV-System und 2 angefertigten Tanks wäre ich auf ~1500€ gekommen)
Sind denn die UV-Lampen so teuer? Ich habe für das 8mm starke PE für meinen 250l Abwasser und den 450l Frischwassertank 300€ bezahlt ... Und ich kann - im Gegensatz zu dir offensichtlich - nicht handeln. Ach so, das Heißluftgebläse noch dazu ... das waren noch mal 80€.
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#103 Beitrag von cookie » 2007-09-12 0:17:03

Der Preis kam daher, dass die Tanks extra angefertigt werden müssten.
Stabil, extra passend und auch mit je zwei Gewinden für die UV-Lampen. Da wären nicht die teuren Tank-Lampen von Osram verwendet worden, sondern die Lampen vonn Teich UV-Durchflusslampen. Diese UV-Lampen werden normalerweise in das Durchflussgehäuse geschraubt, stattdessen wären die Lampen in den Tank geschraubt worden. Preis pro Lampe dann 35€ mit 11W statt, 130€ mit 9Watt.
Tanks in UV-beständigen Material hab ich noch keine günstigen gefunden.
Grüße,
Jan
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#104 Beitrag von RobertH » 2007-09-12 0:49:48

tauchteddy hat geschrieben:
cookie hat geschrieben:(Mit dem UV-System und 2 angefertigten Tanks wäre ich auf ~1500€ gekommen)
Sind denn die UV-Lampen so teuer? Ich habe für das 8mm starke PE für meinen 250l Abwasser und den 450l Frischwassertank 300€ bezahlt ... Und ich kann - im Gegensatz zu dir offensichtlich - nicht handeln. Ach so, das Heißluftgebläse noch dazu ... das waren noch mal 80€.
Der große Unterschied ist wohl der Arbeitslohn. PE-Platten sind günstig, die Schweißstäbe auch, aber man muss es halt können oder wen kennen, der es kann. Fertige Tanks nach Maß kosten schon immer viel Geld - ich hab meinen 500 Liter Tank geschenkt bekommen, aber ursprünglich hat der mal über 1000 Mark gekostet.

Dann hab ich mir jetzt mal Material gekauft, um ein paar kleinere Tanks selbst zu bauen. Ich kenne auch jemanden der mir das professionell macht. In meinem ich-muss-alles-selbst-können-Wahn hab ich mich dann abends mal im PE-Schweißen versucht. Nach zwei Stunden Üben und ein bisschen Schmerzen in den Fingern weil ich mit dem Heißluftstrahl nicht vorsichtig genug war, war ich dann mit den Ergebnissen auch ganz zufrieden. Werde also wohl doch selber schweißen, aber den Profi dazuholen, um sicher zu gehen. Anleitung zur Selbsthilfe ist sowieso das Beste...

PE-Schweißen ist ja kein Hexenwerk, so wie auch Stahl-Schweißen beherrschbar ist. Trotzdem kann es nicht jeder.

Grüße

Robert

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#105 Beitrag von gunther » 2007-09-12 8:29:13

Hat sich hier eigentlich rauskristalisiert was das beste ist. Ich komm bei über 4 Seiten nicht mehr klar.

Um aufs Ursprungsthema nochmal zurückzukommen mit der UV Lampe in Verbindung mit Wassereinbautanks.

Meine Idee:

1.) Vorfilter

2.) Grosse ca 2 x 200Liter normale Pe-Tanks (oder werden die immer noch innen schmierig? dann lieber Edelstahltanks)

3.) Pumpe die so langsam läuft dass durch ein-- Durchfluss-- UV
bestrahltes-Rohr- das Wasser langsam in :

4.) einen kleinen ca 30 Liter UV-beständigen Edelstahltank für den Tagesbedarf fliesst.(über Schwimmerschalter läuft die Pumpe an)

5.)von hier aus in kurze Leitungen zu den Verbrauchern.

Somit sollte doch die kleinste UV-Lampe reichen und man muss nicht jeden Tag viele Stunden die 430 Liter bestrahlen um diese trinkbar zu halten.

was haltet ihr von der Idee?

Gruss gunther
Zuletzt geändert von gunther am 2007-09-12 8:31:53, insgesamt 2-mal geändert.

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#106 Beitrag von cookie » 2007-09-12 10:48:05

Nur kurz. Hab keine Zeit:
Problem ist dabei, dass beim Wasser im kleinen Vorratstank immer bestrahltes und (seit längerem) unbestrahltes Wasser vermischt werden. Ist nicht sicher. Würd ich nicht machen.
UV-Durchflussstrahler sind auch für sowas nicht gedacht. So langsam kann das Wasser gar nicht fließen, dass alles bestrahlt wird.
Glaub mir, entweder so wie ich es geplant hatte oder gar nicht ("gar nicht" = Standard mit Micropur und Filter).
Grüße,
Jan
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#107 Beitrag von Wombi » 2007-09-12 19:40:00

@ Jan
gar nicht" = Standard mit Micropur und Filter).
Aber Dein sogenannter Standart ist ist 10 mal sicherer als Deine UV Lösung.

Mein Wasser ist sauber, wenn ich es am Hahn zapfe..........

Gruß, Wombi
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#108 Beitrag von RobertH » 2007-09-12 20:08:16

gunther hat geschrieben:Hat sich hier eigentlich rauskristalisiert was das beste ist. Ich komm bei über 4 Seiten nicht mehr klar.

Um aufs Ursprungsthema nochmal zurückzukommen mit der UV Lampe in Verbindung mit Wassereinbautanks.

Meine Idee:

1.) Vorfilter

2.) Grosse ca 2 x 200Liter normale Pe-Tanks (oder werden die immer noch innen schmierig? dann lieber Edelstahltanks)

3.) Pumpe die so langsam läuft dass durch ein-- Durchfluss-- UV
bestrahltes-Rohr- das Wasser langsam in :

4.) einen kleinen ca 30 Liter UV-beständigen Edelstahltank für den Tagesbedarf fliesst.(über Schwimmerschalter läuft die Pumpe an)

5.)von hier aus in kurze Leitungen zu den Verbrauchern.

Somit sollte doch die kleinste UV-Lampe reichen und man muss nicht jeden Tag viele Stunden die 430 Liter bestrahlen um diese trinkbar zu halten.

was haltet ihr von der Idee?

Gruss gunther
Ich halte das für Quatsch. Im Vorratstank kann das Wasser in Ruhe vor sich hin keimen, beim Bestrahlen reduziert sich dann die Keimzahl um im kleinen Tank wieder weiter keimen zu können.

Entweder Du bestrahlst die Vorratstanks dauerhaft oder nimmst Chemie. Eine Durchfluss-UV-Bestrahlung eignet sich nur für Deutschland wo sich das Wasser auch ohne Chemie problemlos zwei Wochen hält.

Was wird bei PE-Tanks schmierig? Entweder man hat Algenschleim an den Tankwänden oder das Micropur setzt sich mit der Zeit ab - beides ist aber bei Edelstahl nicht anders.

Grüße

Robert

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#109 Beitrag von Wombi » 2007-09-12 20:29:34

Wir hatten in 4 Jahren noch NIE Chemie drin, und es ist auch nichts schmierig.

Die 2 Kathadyn haben bis jetzt gute Arbeit geleistet.

Gruß, Wombi
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#110 Beitrag von urologe » 2007-09-12 21:04:25

gunther hat geschrieben:3.) Pumpe die so langsam läuft dass durch ein-- Durchfluss-- UV
bestrahltes-Rohr- das Wasser langsam in :
Gruss gunther
es muß nicht langsam fließen !

das Ergebnis ist eine Funktion aus Fluß und Strahlungsintensität - wenn Du eine stärkere Lampe nimmst, kriegst Du auch normale Flußraten... natürlich nicht aus dem Aquarienbilligmarkt.

aber RobertH hat natürlich recht , daß es wenig Sinn macht , den Hauptspeicher veralgen zu lassen und dann daraus das Wasser mit hohem Aufwand wieder trinkbar zu machen. Die Haupttanks müssen keimarm (nicht steril) bleiben.
Ich halte es deshalb auch für entscheidend, die Tankfüllung über einen Biolit- oder Katadynfilter laufen zu lassen - bei der Hauptbetankung muß soviel Zeit übrig sein. Danach reicht es ganz sicher, die Haupttanks einmal pro Woche mit UV nachzubehandeln.

Für die Zentralentnahme bastle ich gerade mit einem Lebensmittelchemiker zusammen an einem Filter, der bis 0,15mü herunterfiltert - also fünf mal so klein , wie der Biolit-Filter - bei einer garantierten Durchflußrate von minimum 20l/Minute mit der SmartSensorpumpe gekoppelt.
Ich denke, in drei Monaten ist die Entwicklung abgeschlossen - übrigens mit rückspülfähigem Filter, der täglich 2l verbraucht , aber in die Toilettenspülung als Nachspülwasser für die Grauwasserspülung dient, also nicht vergeudet ist und durch die Filterwechselersparnis den höheren Einstandspreis leicht wieder einholt.

Falls Interesse besteht, berichte ich nochmal später.
LG
vom Urologen
Zuletzt geändert von urologe am 2007-09-12 21:22:32, insgesamt 1-mal geändert.

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#111 Beitrag von gunther » 2007-09-13 9:02:29

Ganz versteh ichs nicht:
Wenn Ihr nur mit Grobfilter in den Wassertank einspeist und erst am Wasserhahn den Kathadyn einsetzt(so machen es die Mehrzahl-nur wenige lassen auch das Duschwasser über den Kathadyn laufen), dann habt ihr doch auch erst mal die Verkeimung im Tank.

Über die Tankgrösse des kleinen Edelstahltankes lässt sich ja noch verhandeln.

Da aber ein reiner Durchlauf uv-bestrahler (Wurde auf der Campingmesse in Düsseldorf gezeigt) ca 4-5 Minuten Vorlaufzeit benötigt, kommt der für uns nicht in Frage, denn ich habe keine Lust immer 5 Minuten zu warten um Kaffewasser etc zu bekommen.

Somit der kleine Zwischentank .
Ich würd mal sagen, wenn man das komplette Wasser über die UV Bestrahlung laufen lässt , so ist der Hauptverbrauch so bei 20-30 Liter in der Kurzzeitentnahme. Bei 2 Leuten duschen und vorher eventuell noch Kaffeewasser aufsetzen.

Danach hat die Durchfluss UV Lampe wieder Zeit den kleinen Tank wieder zu befüllen.

Ob hier eine grosse mit mehr Leistung oder eine kleine mit 9 Watt
muss noch geprüft werden.

Ist es wirklich so, dass Edelstahl genauso wie die PE-Tanks schmierig werden?
Ich hatte mit jemanden gesprochen, der seinen Edelstahltank wegen Riss rausgeschmissen hat und erst jetzt feststellt dass der neue PE Tank so schmierig ist.

Eine Alternative sehe ich noch, falls es wirklich probleme bringen sollte das Wasser im kleinen Zusatztank zu mischen:

Die uv-Lampe in den kleinen Tank, allerdings dann mindestens 50 Liter max täglichem Wasserverbrauch und mit Zeitschaltuhr nachts befüllen und wieder bestrahlen mit UV.

Zumindest braucht man dann nicht den Gesamtwasservorrat bestrahlen sondern immer nur die 50 Liter -man kommt mit einer UV-Lampe und wesentlich kürzeren Bestrahlungszeiten als bei 500 Liter Tanks aus.

Wieso soll denn Micropur 10 mal sicherer als UV-bestrahltes Wasser sein.? Man muss nur täglich wiederbestrahlen und ne klimmlampe in Reihe schalten, damit man sieht dass die UV wirklich brennt.



Gruss Gunther

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#112 Beitrag von RobertH » 2007-09-13 14:12:07

Wofür willst Du die Anlage eigentlich benutzen? Oder anders herum - wo soll es wielange mit dem Auto hingehen?

Grüße

Robert

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#113 Beitrag von Zem » 2007-09-13 15:55:05

Aktuell gibts im Bauhaus auch Maischefässer in relativ günstig ;)
Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Immanuel Kant)

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#114 Beitrag von cookie » 2007-09-13 15:58:33

Hab ich nun zwei Stück günstig abzugeben:
1x 110 Liter & 1x 50 Liter. Sind helle Kunststofftanks, sowas für Äppelwoi oder so.
Nur 1x benutzt. - Dumm, dass dieses Provisorium fast soviel gekostet hat wie meine 16x 20L Kanister-Lösung... :-/
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#115 Beitrag von Christian H » 2007-09-17 21:09:17

Hi


Habt ihr gesehen ,im Norma gabs/gibts ein UVC Durchflusssystem für 30 Euro.

Habe mal 2 mitgenommen, die ich vermutlich aber wieder zurückbringe.
( Wenn ich mir nicht doch ein Solarium bastel :D )


Verarbeitung wie vermutet billig.
Die UV-Lampe aus Fernost.
Ich bezweifle sehr, daß die Dinger rüttelfest sind.

0,3 Bar Druck maximal !
230V , 7 Watt ( gemessen 12W )

Ich hatte ja gehofft, daß das schwere Ding am Kabel ein Trafo ist und die Lampe mit 12V funzt aber nix da ! ( ist wohl nur so ne Art Schutzschalter )



Christian
Wenn ich wollte .....

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Hatzlibutzli
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#116 Beitrag von Hatzlibutzli » 2007-09-18 21:54:05

@Jan: Schön, dass Du die Kurve irgendwie bekommen hast ... Hut ab! Es gab Zeiten, da dachte ich, Du schaffst es nicht mal bis zum Brenner mit Deinem Auto ;-)))
An anderer Stelle hatte ich schon mal ergänzend zu einem Katadyn Camp (Ortlieb-Wassersack mit Filterkerze) geraten ... für 80€ bekommst Du da sauberes Wasser über Nacht ... Wartungsarm, bei geeigneter Lagerung eigentlich unkaputtbar ...

@Wombi, Urologe et. al.: Erklärt mir bitte mal, warum Ihr alle so scharf auf UV-Lampen in einem pistenfesten Fernreisemobil seid .... Ich kapier es nicht ... meineserachtens taugt die Technologie dazu um - wartungsarm - Aquarien, stationäre Wasserspeicher, Schwimmbäder etc. keimarm zu halten ... ist es nur die Tatsache, dass keine Schadstoffe zugeführt werden?

wenn ich nochmal die Nachteile von UV-Lampen zusammenfassen darf ... ja, ich weiss, einer muss mal wieder den Advocatus diaboli spielen:
- Energieverbrauch
- Ausfallwahrscheinlichkeit
- Kontrolle? Dosierung? Bemerken eines Ausfalls?
- Ersatz unterwegs?
- fragwürdige Pistentauglichkeit?
- schlechte Wirksamkeit auf behüllte Viren und Einzeller
- übliche PE-Tanks nicht unbegrenzt UV-stabil

m.E. ist "Trinkwasserversorgung" ein kritisches Bauteil ... -> keep it simple

Urologe, Du hast sicher Recht, dass es für "Luxusfernreisemobile" einen kleinen Markt für Fein-Filter mit großem Volumenstrom gibt ... Es bleibt bei einem großen Wassertank aber immer das Problem: "Was tun, wenn der Tank mal versaut ist" ... Jan kann seinen Kanister entweder schrubben oder mit einem Lächeln wegwerfen .... ein fest installiertes System unterwegs rauswerfen??? In Islamabad neu machen? Sauber bekommen?

Denkt immer dran, es geht hier nicht um einen Segeltörn in der Nordsee, auch nicht um 2 Wochen Sand spielen in Tunesien sondern um ein System, das einer Langzeitreise mit stark wechselnden Wasserqualitäten und bösen Pisten, die alles kaputt bekommen, gewachsen ist.
Wesentliche Punkte sind Redundanz (allegorisch: 2 Ersatzreifen statt einer!), Reparabilität (Deutz statt Common Rail) und Verwenden von weltweit erhältlichen Normteilen (12.00 statt 14,5 R20 ;-))))

Grüsse .... Simon

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Geishardt
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#117 Beitrag von Geishardt » 2007-09-19 0:46:09

Hallo,


Die Vorteile von UV- Strahlen zur Wasserbehandlung habe ich in früheren Beiträgen beschrieben.

Jetzt nach Abschluss meiner Recherchen auch die Nachteile:

1. Lebensdauer ca. 900 Stunden
2. Vorheizzeit je nach Vorschaltgerät bis zu 4 Minuten.
3. Keine Auskünfte über die Rüttelfestigkeit
4. Jeder PE-Tank wird irgendwann zerstört.

Zu 1. Lebensdauer:
Kostenfrage - muß jeder für sich entscheiden

Zu 2.Vorwärmzeit:
Durch die Vorheizzeit ist ein Durchlaufgerät auf der Entnahmeseite nur mit großem Aufwand und Komforteinbußen zu realisieren. Auf der Einfüllseite nicht zu empfehlen, da eine Wiederholung im 24 Stunden Takt nicht möglich ist.

Zu 3. Rüttelfestigkeit
deshalb werden, mit Ausnahme von der Firma Reich, auch nur im Wasser aufgehängte Systeme - bedingte Dämpfung- für den mobilen Bereich angeboten.

Zu 4. jeder PE-Tank wird zerstört. Je dicker und je höher der Rußanteil um so länger die Lebensdauer. PE "natur" ohne Ruß wird fünf Jahre Dauerbetrieb nicht überleben (PE "natur" ist etwas trüb aber noch durchsichtig)

Resümee: eine UV - Wasseraufbereitung ist möglich, von der Kostenseite her halte ich nur für vertretbar:

Befüllseite: Doppelfilter 9" Vorfilter 1my, 9" Keramikfilter 0,5my- Kostenaufwand unter 100 Euro Beispiel: iNTERNET Auktionshaus 280154509745 -

Haupt-Tank: handelüblicher PE-Tank

Nach-Tank: 50 Liter aus rostfreiem Stahl mit eingebautem UV-Strahler - kein starrer Einbau-

Betrieb: Wasserentnahme aus dem Nachtank. In einem 24 Stunden Takt wird der Nachtank aus dem Haupttank wieder aufgefüllt und mit UV-Strahlen behandelt.

Der Zeitpunkt der Wiederauffüllung ist so zu wählen das danach für 30 Minuten kein Wasser benötigt wird, da durch eine Schaltung eine Wasserentnahme unmöglich ist.

Steuerung: Microcontroler
Takt: alle 24 Stunden
a.1 Die Entnahmepumpe aus dem Nachtank wird abgeschaltet
a. 2 der Nachtank wird aufgefüllt
b. bei Meldung voll: wird die Lampe eingeschaltet
c, nach 30 Minuten wird die Lampe abgeschaltet und die Entnahmepumpe wird auf Bereitschaft geschaltet.
c.alternativ: wird aus irgendwelchen Gründen die Brenndauer von 30 Minuten nicht erreicht, bleibt die Entnahmepumpe gesperrt.

Auswertung: die Einschaltzeiten werden aufaddiert und nach einer Betriebsdauer von 900 Stunden ist ein Lampenwechsel erforderlich.

Aufgrund der nicht bekannten Rüttelfestigkeit der Lampe, sollten bei einer Reise 1 Reservelampe mitgeführt werden.

UV-bedingte Mehranschaffung:
2 Lampe = 250 Euro
einfache Wasserpumpe = 50Euro
Microcontroller + Programmierung 150 Euro
50 Liter Stahltank rostfrei mit Tankgeber 200 Euro



Wem dieser Aufwand zu groß oder zu störanfällig ist, sollte die UV Behandlung von Trinkwasser vergessen.

Für mich ist die B Lösung: gleiche Filterung auf der Befüllseite + Micropur/Chlor

Gruß
Bernd
Unsere Kopf ist rund, damit wir beim denken die Richtung wechseln können. Francis Picabia

carpe Diem

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Christian H
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#118 Beitrag von Christian H » 2007-09-19 9:19:34

Christian H hat geschrieben:Hi

Habt ihr gesehen ,im Norma gabs/gibts ein UVC Durchflusssystem für 30 Euro.

Habe mal 2 mitgenommen, die ich vermutlich aber wieder zurückbringe.
( Wenn ich mir nicht doch ein Solarium bastel :D )

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Die UV-Lampe aus Fernost.
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Ich hatte ja gehofft, daß das schwere Ding am Kabel ein Trafo ist und die Lampe mit 12V funzt aber nix da ! ( ist wohl nur so ne Art Schutzschalter )

Christian
Eigentlich dürfte ich hier noch gar nicht schreiben.
Am 17.9. gegen 21.00 Uhr habe ich mit besagter Lampe rumgespielt ( -die Neugier halt )
7 Stunden später bin ich wegen starker Augenschmerzen aufgewacht.
Die Augen konnte ich nicht öffnen und mir kam es vor, als hätte jemand gesalzenen Quarzsand reingekippt.

Dann die inzwischen vermutete Diagnose -Augen verblitzt !-
Sozusagen starker UVC Sonnenbrandt auf der Hornhaut.

( Das teuflische dabei ist, daß die Lampe nicht sonderlich hell ist und entgegen zum Schweißen nicht der Reflex entsteht, die Augen zu schließen )

Natürlich hätte ich mir das denken können :wack: :wack: :wack:
Dummheit gehört bestraft !

Nach einem Tag Finsternis kann ich nun wieder sehen, bin aber noch krankgeschrieben.
Der Bildschirm ist zwar abgeblendet aber im Interesse meiner Augen mach ich da lieber mal langsam

Christian
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#119 Beitrag von gunther » 2007-09-19 9:43:15

hi christian-
das ist aber mist... alles gute von mir

gruss gunther

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#120 Beitrag von urologe » 2007-09-19 10:00:46

hallo Christian,
gute Besserung
und Danke , daß Du die unguten Erfahrungen gleich geschrieben hast und Andere davon abhälst, das gleiche Schicksal zu erleiden.

Der Schaden zeigt aber auch überdeutlich , daß es sich bei den UV-Strahlern nicht um Spielzeug sondern hochgpotente Strahlungsquellen handelt.

@Hatzlibutzli
die Fernreise ist doch kein Argument gegen UV - Du nimmst entweder einen 2. Strahler mit bzw eine kleine Micropur-Packung hast Du sowieso dabei als Übergang bis der Strahler aus Deutschland wie auch andere Ersatzteile da sind. Du kannst immer einige Wochen auf die Art überbrücken.
Warum UV -weil ich nicht laufend chemisch behandeltes Wasser trinken will - sonst gibt es keinen realen Grund gegen Micropur.

Zur Rüttelfestigkeit der Lampen - ich würde sie unabhängig von der schwebenden Befestigung sowieso nur nachts im Stand betreiben und glaube nicht , daß es dann große Probleme gibt.

Feinstfiltrierung ist kein Argument nur für Luxusmobile - wenn Du für einen vertretbaren Preis eine Feinstfilterung bis inclusive Coliforme Keime und Viren bekommst und eine normale Durchflußrate erhälst , halte ich das für eine gute Alternative zu Katadyn und Konsorten , wo ich Filterwechsel , 2. Auslaufhahn und so weiter habe.

Chlorbleichlauge gibt es in Bolivien gemauso wie in Indien und damit bekommst Du jeden versiften Tank wieder klar ! nebenbei ist der Tank das kleinere Übel gegenüber den Schlauchleitungen und Armaturen und die wirst Du sicher nicht auch mit den 16 Kanistern entsorgen wollen. Ich denke , das ist eine Glaubensfrage , die jeder für sich ausmachen muß. Ich sehe allerdings nur 2 Alternativen : entweder 2 große getrennte Tanks oder zB 4 oder 5 Kanister -
aber 16 , die wahrscheinlich noch bei jeder Befüllung mit Datum und Entnahmeort beschriftet werden, um heraus zu finden , wo ich das versiffte Wasser aufgenommen habe.... das ist mangelnde Raumökonomie, Gewichtsverschwendung und vorprogrammiertes Chaos.
Vorsorge tut gut - KAT fahren
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