Sicherheitsaspekte im Aufbau

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Gopher
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Sicherheitsaspekte im Aufbau

#1 Beitrag von Gopher » 2021-04-22 11:02:18

Hallo,

ich bin gerade dabei meinen entkernten LAK2 wieder aufzubauen.

Nun bin ich beim nachdenken über die Tür - altes Schott wieder rein oder durch WoMo-Tür ersetzen - auf das Thema Sicherheit (insbesondere vor Dritten) gekommen. Grundsätzlich macht meines Erachtens eine einbruchshemmende Tür nur Sinn wenn auch die Fenster und alle anderen Luken entsprechend gestaltet sind. Auf der anderen Seite möchte ich mich auf Reisen auch nicht im Aufbau verstecken. Aus meiner bisherigen Erfahrung würde ich sogar eine horizontal geteilte Tür wie im WoMo-Bereich präferieren, da ich hier die Möglichkeit habe mit Leuten von innen nach draußen zu kommunizieren ohne dass ich mich gleich ganz exponiere.

Durchgang zum Fahrerhaus ist bautechnisch nicht möglich, somit bleiben bei meinem LAK eigentlich nur die Fenster und die Dachluke neben der Tür als Sicherheitsrisiko.

Vielleicht hilft es aber auch wenn man nicht ganz soviel nachgrübelt... :frust: wie habt ihr euch dem Thema angenommen und was ist eures Erachtens der Sweetspot in Sachen Sicherheit?

Vielen Dank für euer Feedback!

Gopher

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ingolf
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Re: Sicherheitsaspekte im Aufbau

#2 Beitrag von ingolf » 2021-04-22 11:24:46

Alles, was aus dem WoMo-Bereich kommt, bietet guten Sichtschutz.
Damit sind die positiven Eigenschaften aber auch schon aufgezählt.
Wenn es einbruchsicher sein soll, muss man sich schon etwas mehr Mühe geben als Alufolie, Hartschaum und Kunststoffriegel zu verbauen.

Bin jetzt mal ne Stunde weg Chips holen.

Grüße, Ingolf
Flocken statt Feinstaub !

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Wesermann
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Re: Sicherheitsaspekte im Aufbau

#3 Beitrag von Wesermann » 2021-04-22 12:21:35

Moin
wer rein will kommt rein,ist nur eine Frage von Zeit und wieviel Schaden dabei angerichtet wird.
Gruß Armin

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Willi Jung
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Re: Sicherheitsaspekte im Aufbau

#4 Beitrag von Willi Jung » 2021-04-22 12:22:18

Wenn's drinnen anfängt zu brennen, kommt man "sicher" schnell raus. Zur Not auch durch die Wand. :positiv:
Liebe Grüße
Willi
Der wieder nur noch mit dem Steyr tanzt
- Steyr A 680 GL mit Hesskoffer

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Re: Sicherheitsaspekte im Aufbau

#5 Beitrag von brummiwomo » 2021-04-22 12:29:31

Bei Gelegenheitstätern spielt die Abschreckung eine Rolle. D.h. sichtbare Sicherheitsmaßnahmen wirken manchmal schon ein bisschen.
Grundsätzlich lässt sich der beste Schutz über die Staffelung von Maßnahmen erreichen die jeweils eine gewisse Überwindungszeit erfordern.
Die werthaltigen Gegenstände, die bei Abwesenheit im Fahrzeug verbleiben sollten demnach im Fahrzeug selber versteckt und mechanisch gesichert sein ( Tresor, fest mit Fzg verbunden).

Der Täter wiegt ab: ist es Aufwand und Risiko wert.

Das Äußere spielt auch eine Rolle.
Ein Plastikliner ist attraktiver als die Hippiebude voller Kinderspielzeug und dem Hundefressnapf davor.
Iveco 95-17 (90-16) kurze Hütte mit FM2
Ausbaustand: im Innenausbau...
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Pirx
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Re: Sicherheitsaspekte im Aufbau

#6 Beitrag von Pirx » 2021-04-22 13:07:00

Die Originaltür des LAK dürfte doch hinreichend stabil und verriegelbar sein.
Einen Durchgang hast Du nicht.
Und bisher habe ich noch von keinem Wohnmobil-Einbruch gehört, wo der Täter mit einer 5 Meter langen Leiter angerückt ist, um über die Fenster in der Dachschräge eines LAK reinzukommen.

Ich würde mir da nicht so viel Kopf drüber machen ...

Pirx
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Re: Sicherheitsaspekte im Aufbau

#7 Beitrag von seppr » 2021-04-22 13:23:41

In der Frage ging es ja um die Tür.

Altes Schott wieder rein und damit hohe Einbruchsicherheit oder neue Womo-Tür bauen und geringere Sicherheit in Kauf nehmen.

Wenn die Alternative so ist, wie von mir verstanden würde ich meine Partnerin fragen. Die ist für Designfragen zuständig.
Altes Schott hört sich sicher aber stilistisch etwas altmodisch an. Wer muss damit leben?

Sepp

Gopher
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Re: Sicherheitsaspekte im Aufbau

#8 Beitrag von Gopher » 2021-04-22 14:37:34

Erstmal vielen Dank für die vielen Antworten.

Meine Partnerin hat das als Designthema zurückgewiesen und zum Sicherheitsthema definiert. Da bin ich also jetzt zuständig. :wack:

Das Schott macht die gesamte Rückwand sicher zu aber auch dunkel und ist darüber hinaus auch noch relativ schwer. Da würde mir der Entwurf von den two-vagabonds durchaus besser gefallen. Allerdings sehe ich dort halt dann auch den geringeren Einbruchsschutz mit dem man sich die Glasflächen quasi erkaufen muss.

Ist das Einbruchsrisiko bei einem ExMo aus eurer Erfahrung relativ hoch oder handelt es sich eher um gefühltes Risiko?

Mit dem Pickup Camper in Chile fand ich es auf jeden Fall sehr ungünstig, dass dort auf der Rückseite mit der Tür keine Fenster waren und jedesmal wenn - in der Regel sehr freundliche Menschen - geklopft haben, man direkt die Tür öffnen musste um mehr zu erfahren. Wenn dann jemand mit einem Messer vor einem steht hat man ja direkt verloren.

edit:Foto von der Rückseite des LAK der two-vagabonds

https://image.jimcdn.com/app/cms/image/ ... /image.jpg
https://image.jimcdn.com/app/cms/image/ ... /image.jpg

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Re: Sicherheitsaspekte im Aufbau

#9 Beitrag von Wesermann » 2021-04-22 14:54:07

Moin
Wenns Dir nur darum geht um zu schauen wer da klopft,dann bau dir doch so ein Bullauge
ein,anstatt die ganze Tür zu verglasen.Durch das Bullauge kann keiner rein klettern und man
kann raus schauen ohne die Tür öffnen zu müssen und dann in ein Messer zu ( rennen).
Maximale Sicherheit,minimaler Einsatz,kaum Optikveränderung.
Gruss Armin

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Re: Sicherheitsaspekte im Aufbau

#10 Beitrag von gisszmo » 2021-04-22 15:57:36

Wir haben in die LAK Tür ein kleines Ausstellfenster eingebaut.
Die Tür hat doch auf der Innenseite schon die passende Aussparung.
Wer in den Koffer rein will, nimmt ne kleine Akku Flex, zack 10mm GFK geöffnet.
Zurück bleibt ein großer Schaden.

Gruß Ralf

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Re: Sicherheitsaspekte im Aufbau

#11 Beitrag von Gopher » 2021-04-22 16:37:53

Die Idee mit dem Fenster in der Tür gefällt mir.

Ich werde mir am Wochenende nochmal genau die Substanz des Schotts und des "Rahmens" anschauen. Der LAK2 hat nämlich schon ziemlich viel erlebt und aufgrund der Beschädigungen in dem Bereich kamen wir eigentlich erst auf die Idee das Schott auszutauschen und eine andere Tür reinzulaminieren. Vielleicht lohnt sich die Arbeit diesen Bereich zu sanieren dann doch.

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Re: Sicherheitsaspekte im Aufbau

#12 Beitrag von gisszmo » 2021-04-22 16:45:33

Ist doch alles nur GFK, kann man alles wieder richten.
Wir haben den Koffer einmal ringsum abgeschnitten und 25cm erhöht.
Da wirst Du doch wohl das bisschen Eingangsbereich wieder hinbekommen.

Gruß Ralf

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Re: Sicherheitsaspekte im Aufbau

#13 Beitrag von Gopher » 2021-04-22 17:01:57

gisszmo hat geschrieben:
2021-04-22 16:45:33
Ist doch alles nur GFK, kann man alles wieder richten.
Wir haben den Koffer einmal ringsum abgeschnitten und 25cm erhöht.
Da wirst Du doch wohl das bisschen Eingangsbereich wieder hinbekommen.

Gruß Ralf
Deine Seite habe ich schon ausführlich und mit viel Respekt studiert :)

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Re: Sicherheitsaspekte im Aufbau

#14 Beitrag von Bahnhofs-Emma » 2021-04-22 17:09:58

Hallo,

eine der wenigen Möglichkeiten, zumindest Wertgegenstände physisch zu schützen, dürfte die in manchen FM2-Sheltern enthaltene Metallbox mit Sicherheitsschloss, verschraubt in den originalen Schienen sein.
Box im FM2
Box im FM2
Mit einem Brecheisen kriegt man die aber aus den Schienen auch raus.

Grüße
Marcus
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Re: Sicherheitsaspekte im Aufbau

#15 Beitrag von Mark86 » 2021-04-22 19:12:47

Also ich hab ne Wohnmobiltüre und die Teilung ist manchmal nett, sie ist allerdings durch den Alurahmen auch ne Kältebrücke, nie 100%ig dicht, aber leicht zu bedienen und nach nem Einbruchsschaden steckste den Kram wieder zusammen und vergisst es... Oder kaufst n neues Schloss für 15€....
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Re: Sicherheitsaspekte im Aufbau

#16 Beitrag von Wassermeister » 2021-04-22 20:51:26

Ich find unsere mehrfach verriegelt Zweiflüglige Blechtüre mit kleinen Fenstern genial. Denke, dass ein alter Hanomag mit THW Koffer nicht nach großen Schätzen im Innenraum aussieht. Falls doch jemand einbrechen will, kann man die verborgene Blechtüre wieder ausbiegen, und gut is es.

Gruß Tom

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Re: Sicherheitsaspekte im Aufbau

#17 Beitrag von DER Knut » 2021-04-22 21:28:42

Persönlich finde ich den Einbau einer Womotür in einen LaK schon stilistischen Frevel.

Die zweigeteilte Tür macht beim Pickup mit Kabine Sinn, denn der Besuch steht fast auf gleicher Höhe. Der LKW ist ja wesentlich höher und da guckt man schon ziemlich von oben herab...
Der Aufstieg schreckt die meisten "Zeitdiebe" ausreichend ab. ;)

Grüße Knut

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Re: Sicherheitsaspekte im Aufbau

#18 Beitrag von urologe » 2021-04-23 17:47:10

Gopher hat geschrieben:
2021-04-22 11:02:18
Grundsätzlich macht meines Erachtens eine einbruchshemmende Tür nur Sinn wenn auch die Fenster und alle anderen Luken entsprechend gestaltet sind.
Eher nein .
Kein vernünftiger Mensch würde über ein Fenster in 3m Höhe versuchen einzusteigen , wenn die gleich "billige" Tür in erreichbarer Höhe ist .
1. Bei Fahrzeugen mit Durchgang halte ich diesen für den gefährdetsten , da es wirklich einfach ist , das Führerhaus zu öffnen .
2. Diebe versuchen den schnellen Weg herein und unauffällig - das ist via Fenster oder Klappen nicht der Fall - also Türe sichern , zumindest optisch .
3. Fenster in der Türe , etc. sind immer zwei-Wege-Medien , sprich der Dieb sieht dich -
besser Video-Überwachung . Du kannst innen unbeobachtet agieren .

Aus meiner fünfzehnjährigen Fahrerfahrung kann ich nur sagen , ich fürchte nichts und niemanden im Nirwana und fühle mich in der Stadt beim Übernachten unwohl . Weniger Einbrecher als gröhlende besoffene Jugendliche . Die sind unangenehm und du willst ganz sicher nicht das Fenster öffnen , um sie nachträglich zu erziehen :lol:
Vorsorge tut gut - KAT fahren
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Re: Sicherheitsaspekte im Aufbau

#19 Beitrag von Gopher » 2021-04-26 2:01:20

So, ich bin überzeugt :blush:

Habe heute die LAK-Tür und dem Türrahmen mal genauer angeschaut. Da muss ordentlich was gemacht werden, aber es scheint möglich. Die Tür habe ich dann heute direkt zerlegt. Alte Vorreiber ab, Schloss ausgebohrt und -gebaut, Anbauteile ab, Warnhinweise und Blechschild abgelöst. Im unteren Bereich ist das GUP teilweise stark demoliert und scheinbar die Türfüllung (Papier) durch einen Wasserschaden aufgequollen. Größtenteils befindet sich die Türfüllung noch in der Tür aber es gibt einige Stellen wo keine Füllung mehr vorhanden ist. Nächste Schritte sind also entlacken und dann aufschneiden und die Türfüllung durch geeignet Materialen (Multiplex + Dämmung oder GFK und Dämmung ersetzen. Zum Schluss muss dann auch noch ein Fenster rein :)

Vielen Dank für die vielen Meinungen und Tipps!

Lieben Gruß

Jens

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