Makralon bzw Polycarbonat als Seitenscheiben

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1017A
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#1 Beitrag von 1017A » 2006-11-30 21:35:40

Hallo, die Seitenscheiben meines 1017 sind ESG, also ein leichter Schlag mit einem spitzen Gegenstand und das wars. Dem möchte ich vorbeugen mit Scheiben aus dem o.g. Material. Diese soll es auch in kratzfester Ausführung geben. Kennt jemanden einen Lieferanten?

Gruß

1017A
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Uli
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#2 Beitrag von Uli » 2006-11-30 21:54:05

Hallo,
bei der Firma Reiff in Reutlingen gibts sowas.
http://www.reiff-tp.de/
Grüße
Uli
Laß mich, ich kann das..... Oh kaputt

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Ingenieur
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#3 Beitrag von Ingenieur » 2006-11-30 21:56:42

Hallo,

genau wegen dem geringen Widerstand gegen Einbruch wollte ich mal am
PKW die Seitenscheiben in VSG haben.

Auskunft damals: VSG ist nur für die Frontscheibe zulässig.

Seitenscheiben aus Kunststoff benötigen ein Prüfzeichen.
Da bin ich ja mal gespannt, ob jemand einen Hersteller auftreibt, der auf
Einzelangefertigte Scheiben aus Polycarbonat ein Prüfzeichen stempelt.

In grauer Vorzeit hatte ich mich über den Verbrauch an Visieren bei
meinem Integralhelm geärgert (Motoradfahrten).
Ich habe dann aus Makrolon ein Viesier mit der Laubsäge ausgesägt.
Soweit ging alles supergut.
Dann wollte ich es etwas Biegen, um das neue Visier der Helmform anzupassen.
Biegen ging auch gut.
Aber das Ergebnis war totaler Mist.
Makrolon Kanten geht, aber beim Biegen gibt es eine Unzahl von Microrissen
in der Oberfläche.
Dann kann man nicht mehr durchsehen. Alles sieht dann aus, wie hinter
Milchglas !

...
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ingolf
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#4 Beitrag von ingolf » 2006-11-30 22:19:09

Hallo 1017,
Scheiben aus Kerolan wollte ich auch einbauen als Seitenscheiben. Problem ist die Widerstandsfähigkeit gegen Kratzer. Der Sand an den Dichtungen zerkratzt die "Scheibe" sofort, wenn diese heruntergekurbelt wird. Auch extra versiegelter Kunststoff wird von Sand sofort zerkratzt nur etwas langsamer. Nur feste Fenster wären möglich und werden z.B. bei Einsatzfahrzeugen der Polizei und Feuerwehr in Berlin nachgerüstet.
Verbundglas also Sicherheitsglas mit Folie drin gibt es bei lizensierten Autoglasern mit Stempel als Maßanfertigung für plane Scheiben. Sie stehen bei mir auf dem Wunschzettel für meinen Mog.
Grüße, Ingolf
Flocken statt Feinstaub !

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TOM
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#5 Beitrag von TOM » 2006-11-30 23:06:43

Leider muß ich wieder den Spaß verderben.

StVZO §22a:

(1) Die nachstehend aufgeführten Einrichtungen, gleichgültig ob sie an zulassungspflichtigen oder an zulassungsfreien Fahrzeugen verwendet werden, müssen in einer amtlich genehmigten Bauart ausgeführt sein:

....

3. Scheiben aus Sicherheitsglas (§ 40) und Folien für Scheiben aus Sicherheitsglas;

....

§40 StVZO:

(1) 1 Sämtliche Scheiben - ausgenommen Spiegel sowie Abdeckscheiben von lichttechnischen Einrichtungen und Instrumenten - müssen aus Sicherheitsglas bestehen. 2 Als Sicherheitsglas gilt Glas oder ein glasähnlicher Stoff, deren Bruchstücke keine ernstlichen Verletzungen verursachen können. 3 Scheiben aus Sicherheitsglas, die für die Sicht des Fahrzeugführers von Bedeutung sind, müssen klar, lichtdurchlässig und verzerrungsfrei sein.


Ich weiß, meistens bin ich ein Spielverderber :p aber besser ihr wißt es vorher, bevor die nächste HU Klarheit bring. :totlach:
Zuletzt geändert von TOM am 2006-11-30 23:07:16, insgesamt 1-mal geändert.
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#6 Beitrag von 1017A » 2006-11-30 23:28:47

Danke für die Infos! Also, die deutschen Vorschriften interessieren mich garnicht, da ich mit dem Fahrzeug (hoffentlich bald) außer Landes sein werde und wenn ich dann wieder da bin, schaugn mer mal, dann segn ma scho, sagt der Franz...

Gruß
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Filly

#7 Beitrag von Filly » 2006-12-01 1:09:09

Hallo,

ich habe mir für zwei einfache Fenster im Koffer Scheiben aus Makrolon bei diesem Anbieter besorgt: http://www.kunststoffe-online.info
Ging schnell und problemlos, nachdem ich hier in der Gegend keinen Händler dafür gefunden hatte.
Das Makrolon habe ich in der UV stabilen Variante genommen, da das normale Material mit der Zeit vergilben soll.

Christoph

rocknroll
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#8 Beitrag von rocknroll » 2006-12-01 2:03:49

Die Polizeifahrzeuge aus der Hundertschaft in BAWÜ , T4 von VW, haben Plexiglas bzw Macrolon scheiben , vorn und an der Seite , ist zwar manchmal leicht wellig, aber eigentlich so ganz gut und das ist mit Tüv und Stempel in der Scheibe
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#9 Beitrag von egn » 2006-12-01 7:02:19

Beim kürzlich beschrieben Umbau eines Minis zum Renn-Mini in Abenteuer Auto wurden Polycarbonat Heck- und Seitenscheiben eingebaut. Diese Scheiben haben auch eine Straßenzulassung.

http://www.kabeleins.de/auto/tuning/min ... 07018/004/
http://www.kabeleins.de/auto/tuning/mini/artikel/07393/

Makrolonscheiben gibt es auf jeden Fall mit Prüfzeichen.

Das Problem sind halt wirklich die Kratzer.
Gruß Emil

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Pirx
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#10 Beitrag von Pirx » 2006-12-01 13:42:18

Verkehrte Welt!

Am Koffer hätten die Leute am liebsten die stabileren, aber superteuren Echtglasfenster. Aber am Fahrerhaus solls dann doch bitteschön eine Kunststoff-Scheibe sein ... ? :huh:

Pirx
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#11 Beitrag von 1017A » 2006-12-01 13:54:52

@pirx

Leider gibt es keine vernünftigen Fenster aus Polycarbonat, ähnlich Isolierglas bzw. habe ich bisher nicht gefunden. KCtechnik meint, doppelte Polycarbonatscheiben gibt es nicht und seien auch nicht herstellbar, was ich nicht glaube! Ideal wäre m.E. die äußere Scheibe aus Polycarbonat wegen der Einbruchsicherheit und die innere Scheibe aus ESG.
Zuletzt geändert von 1017A am 2006-12-01 15:52:31, insgesamt 1-mal geändert.
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#12 Beitrag von rheinpilot » 2006-12-02 0:40:40

Guten Tag !

Ich wollte meinen Senf auch dazu geben:
Ich habe einige Jahre in so einem Polizeifahrzeug Dienst getan. Dort waren vor den großen Scheiben zusätzlich außen Kunststoff- Scheiben aufgesetzt. 1. Sie vergilben. 2. Sie verkratzen, scheinbar sogar vom Straßenstaub und anschließendem Waschen.. 3. Sie sind extrem empfindlich bei Hitze. Eine Zigarette reicht - und die Scheibe ist " hin" . 4. Der Durchblick ist auch nicht so doll......
Nicht alle Einsatzfahrzeuge hatten Kuststofffolien, einige hatten auch Gitter, dafühlt man sich dann wie im Käfig....

http://www.polizeioldtimer.de/images/wasserwerfer.gif

Mein Tip wäre VSG in einer dickeren Version. Je nach dem, viele Millimeter in die vorhandenen Gummis oder Fensterhalterungen oder - führungen hinein passen.
Wenn es denn sein muss, gibt es Klebefolien für die Innenseite, die das Glas noch einmal verstärken können. Diese Folien sind für den Hausgebrauch. Deshalb sollte ein Fensterbauer sie kennen. Aber auch diese Folie ist an der Oberfläche empfindlich...

Liebe Grüsse

Theo

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#13 Beitrag von urologe » 2006-12-02 10:47:54

rheinpilot hat geschrieben:Nicht alle Einsatzfahrzeuge hatten Kuststofffolien, einige hatten auch Gitter, dafühlt man sich dann wie im Käfig....

http://www.polizeioldtimer.de/images/wasserwerfer.gif


Theo
hallo Theo,

ist das wirklich so unangenehm mit den Gittern ?
ich wollte eigentlich die Wellengitter aus V2A an allen Fenstern als abklappbare Blende anbringen.
Die haben den Vorteil , es ist immer hell auch im gesicherten Zustand und die Echtglasfenster sind gegen Astbeschlag geschützt. Sollte ich doch Alublenden mit Guckloch nehmen ?
LG
Ralf
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#14 Beitrag von rheinpilot » 2006-12-03 4:58:35

Hallo, Ralf !

Angenehm oder nicht, das ist wirklich " Ansichtssache " .....

Ich kann mir unter Deinen Konstruktionen nichts konkretes vorstellen.

1. Wie lange hälst Du Dich im Innern an dem Fenster auf ? 2. Wie gefährlich ist die Umgebung, etwa Wald ? 3. Wie leicht kann man die Klappen entfernen 4. ETC.

Vielleicht kannst Du einen Test machen mit einer Klappe vor dem Fenster und dann entweder mit einem Belichtungsmesser oder einer altmodischen Spiegelreflex.
Wieviel Prozent Licht gehen verloren? Brauchst Du im Innern dann elektrische Beleuchtung ?

Ich liebe das Licht. Mich stören schon die Linienbusse, die mit Reklamefolien zugeklebt sind.

Sind die Fenster Notausstiege ?

Also: ' mal ausprobieren und dann selber " fühlen " , ob das Restlicht ausreicht.

Liebe Grüsse

Theo

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#15 Beitrag von egn » 2006-12-03 7:37:35

1017A hat geschrieben:Ideal wäre m.E. die äußere Scheibe aus Polycarbonat wegen der Einbruchsicherheit und die innere Scheibe aus ESG.
Das folgende kleine Handy-Video zeigt einen Bruchtest an einem KCT-Fenster. Es ist abspielbar mit QuickTime:
http://www.naepflein.name/www.lkw-allra ... enster.3g2

Wenn Dir diese Einbruchssicherheit noch nicht reicht dann kannst Du noch Scheibenschutzfolie aufkleben:
http://www.bruxsafol.de/1_2_2_durchwurfhemmend.html

Ich habe die Fenster von KCT und werde für den Notfall wahrscheinlich noch eine Ersatzscheibe (Glas oder Polycarbonat) dabei haben (habe gleich große Fenster).

Für spezielle Fälle gibt es von KCT auch noch Schutzbleche die von innen auf den Innenrahmen aufgeschoben werden können. Das zwar wohl nicht für jeden Tag so praktikabel. Aber wenn man das Auto verschifft oder längere Zeit an einem Ort stehen hat dann ist es noch ein guter zusätzlicher Schutz.
Zuletzt geändert von egn am 2006-12-03 7:41:13, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Emil

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#16 Beitrag von urologe » 2006-12-03 12:30:08

hallo Theo,
ich habe Seitz Echtglas- Schiebefenster 60x60 bis 125 x 70 cm groß.

Vor die Fenster will ich unten mit V2A-Klavierband (verdeckt geschraubt und geklebt) diese 40x40x4mm Wellengitter aus V2A- Stahl klappen und oben von innen mit verdeckten Riegeln sichern.
Die sollen während der Fahrt die Fenster vor Ästen und evtl Steinen sichern , lassen aber für kurze Aufenthalte das normale Tageslicht in die Kabine.
Tagsüber beim Stehen werden die Gitterklappen von innen einfach durch das geöffnete Schiebefenster oben entriegelt und nach unten an die Bordwand geklappt und evtl mit Magnet fixiert, sodaß man auch mit nach unten hängenden Gitterklappen fahren kann.
Nachts oder bei längerem Aufenthalt in fragwürdigen Gegenden werden die Gitter wieder hochgeklappt und verriegelt. Man kann dann bedenkenlos bei offenem Fenster schlafen -die Riegel dürfen von außen natürlich nicht durch das Gitter erreichbar sein...

Eigentlich will ich die auch als Schiebegitter an Windschutzscheibe und Seitenfenstern realisieren. Das muß ich mir aber erst einmal ansehen ob das Gefährt dann nicht zu militant oder wie "Knackie-Tours" wirkt.
Zuletzt geändert von urologe am 2006-12-03 12:32:19, insgesamt 1-mal geändert.
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#17 Beitrag von rheinpilot » 2006-12-04 1:31:30

Guten Tag !

" Knacki Tours " ??

http://www.polizeioldtimer.de/images/Ne ... 00x306.jpg

Wenn Ihr es wirklich für nötig haltet, bitte...

Hast Du schon einen Test gemacht, wie Du Edelstahl rostfrei mit einem Magneten festhalten willst ? Einige Sorten sind nämlich gar nicht magnetisch.

Wenn das Womo besonders aufbruchsicher gemacht werden soll, habt Ihr schon ' mal über die Türschlösser nachgedacht ?
Das sind meistens Großserienprodukte. Jeder " Knacki " kennt sie und kann sie in Sekundenbruchteilen öffnen.
Oder über die " Angriffe " mit k.o. GAS ?

Vor ein paar Jahren auf der Camping- Messe in Düsseldorf war ein " schuss- sicherer " Unimog der Star. So weit ich mich erinnere, lag der Kaufpreis über eine Million. Der Verkäufer konnte mir allerdings kein Zertifikat zeigen, wie fest der Wagen ist.

Und so sah der Wagen nicht aus:

http://www.polizeioldtimer.de/images/db_panzer.jpg

Letzens gab es im Fernsehen einen Test zu Fahrradschlössern. Die Täter laufen mit der handlichen Flex mit Akku durch die Gegend. Die besten Schlösser halten ein paar Sekunden......
Es ist kaum zu glauben......

Vielleicht kann man Erfahrungen zum Einbruchschutz zusammen tragen ?

Ich freue mich auf regen Austausch !

Liebe Grüsse

Theo

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#18 Beitrag von egn » 2006-12-04 7:42:45

rheinpilot hat geschrieben:Hast Du schon einen Test gemacht, wie Du Edelstahl rostfrei mit einem Magneten festhalten willst ? Einige Sorten sind nämlich gar nicht magnetisch.
Du braucht mit Sika nur einen Magneten auf das Edelstahl kleben.
Wenn das Womo besonders aufbruchsicher gemacht werden soll, habt Ihr schon ' mal über die Türschlösser nachgedacht ?
Das sind meistens Großserienprodukte. Jeder " Knacki " kennt sie und kann sie in Sekundenbruchteilen öffnen.
Ich habe die Kaba gemini S Schliesszylinder. Die bekommt man nur mit roher Gewalt auf. Picking oder die Schlagmethode haben keine Chance. Hinzu kommt dass die Schliesszylinder einen Staub- und Wetterschutz aus Metall haben, nicht die billigen Plastikschutzkappen (Seite 50 im Katalog). Desweiteren kann man damit auch Vorhangschösser in die Schliessanlage integrieren. Allerdings hat das alles seinen Preis...

http://www.kaba.at/web/webprodukten.nsf ... 010704.pdf
Oder über die " Angriffe " mit k.o. GAS ?
Die sind bisher nur Legende. Es gibt bisher keinen richtigen Nachweis das irgendein Betäubungsmittel eingesetzt wurde.
Vor ein paar Jahren auf der Camping- Messe in Düsseldorf war ein " schuss- sicherer " Unimog der Star. So weit ich mich erinnere, lag der Kaufpreis über eine Million. Der Verkäufer konnte mir allerdings kein Zertifikat zeigen, wie fest der Wagen ist.
Vielleicht war es das Teil von Unicat
Zuletzt geändert von egn am 2006-12-04 7:59:44, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Emil

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#19 Beitrag von 1017A » 2006-12-04 10:54:19

Also, nachdem ich die Diskussion losgetreten habe, nochmal den Hintergrund. Wir leiden nicht an Verfolgungswahn oder traumatischen Angstzuständen und brauchen auch kein schussfestes Auto! Bisher haben wir auch an unbewachten Stellen ruhig geschlafen.

Es geht schlicht und ergreifend um Stabilität, wir werden mit unserem Auto viele Jahre unterwegs sein und da ist die Wahrscheinlichkeit, das eine Scheibe, auch eine Seitenscheibe zu Bruch geht, groß un da ist mir eine VSG oder PC lieber als eine ESG. Das gleiche gilt für die Fenster. Die Seitz-Fenster, die ich derzeit habe, sind nun mal nicht die stabilsten und fliegen auch schon mal weg, wenn ein Windstoß das geöffnete Fenster erfasst. Andererseits habe ich mich bisher geweigert (mir selbst gegenüber) fast genausoviel Geld für die Fenster auszugeben wie für den Koffer, den KCTechnik ist m.E. zu teuer. Das und nur das ist der Hintergrund. In einen Gfk-Koffer kommt man immer rein, im Zweifeslfall mit einer Axt oder einer Motorsäge. Einem Actionmobil mit Superfenstern hat man Augeneugenberichte nach ein Fenster mit dem Vorschlaghammer :( ! aus dem Koffer gedroschen, um in diesen hinein zu kommen. Da habe ich dann lieber ein Seitz-Fenster! (Der Zeuge sah nur das Ergebnis, nicht den Bruch)

Gruß

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#20 Beitrag von Pirx » 2006-12-04 13:47:44

1017A hat geschrieben:Es geht schlicht und ergreifend um Stabilität, wir werden mit unserem Auto viele Jahre unterwegs sein und da ist die Wahrscheinlichkeit, das eine Scheibe, auch eine Seitenscheibe zu Bruch geht, groß un da ist mir eine VSG oder PC lieber als eine ESG.
Hallo 1017A,

wenn das Deine Argumente für die Kunststoff-Seitenscheiben im Fahrerhaus sind, dann bedenke, daß Du bei einer mehrere Jahre dauernden Reise in staubiger Gegend viele Kunststoff-Scheiben verschleißen wirst. Einfach, weil sie mit der Zeit durch die unvermeidlichen Kratzer (Staubwind, Fensterheber, Äste, ...) blind werden.

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#21 Beitrag von 1017A » 2006-12-04 15:21:43

Deswegen suche ich ja die kratzfeste Ausführung! Wenn die nicht aufzutreiben ist oder doch nicht geeignet, dann muß ich in den sauren Apfel beißen und Seitenscheiben in VSG anfertigen lassen, waqhrscheinlich nicht billi! PC hätte ich selber eingepasst.
Zuletzt geändert von 1017A am 2006-12-04 15:25:17, insgesamt 1-mal geändert.
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#22 Beitrag von hano-mac » 2006-12-04 15:41:12

egn hat geschrieben:
Oder über die " Angriffe " mit k.o. GAS ?
Die sind bisher nur Legende. Es gibt bisher keinen richtigen Nachweis das irgendein Betäubungsmittel eingesetzt wurde.
sorry, wie kommst du drauf, daß das legenden sind? es gibt etliche dokumentierte fälle, ich hab's selber am eigenen leib erfahren "dürfen"...
siehe auch:
http://www.maggie-deutz.com/iv/index.php?showtopic=346

grüße
sven
...öttel...öttel...öttel...

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#23 Beitrag von 1017A » 2006-12-04 16:29:09

Also, für diesen Fall empfehle ich den Einbau eines Gaswarners, aber Vorsicht: In der Bedienungsanleitung meines Gerätes steht, dass auch der unmäßige (es ist jedoch nicht genau definiert, wieviel das ist) Genuß von Alkohol zum Alarm führen kann. Also dann, saufen bis der Alarm ertönt!
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#24 Beitrag von Ulf H » 2006-12-04 16:35:04

@hano-mac

von Narkosegas hab ich in Deinem alten Beitrag nix gefunden, hörte sich eher nach einen klassischen Überfall mit entsprechend leise vorgehenden Tätern an.

Gruß Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

Magirus-Deutz 170D11FA ... Bild in Cinemascope extrabreit, Sound in 6-kanal Dolby 8.5 ...

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#25 Beitrag von egn » 2006-12-04 16:35:35

hano-mac hat geschrieben:
egn hat geschrieben:
Oder über die " Angriffe " mit k.o. GAS ?
Die sind bisher nur Legende. Es gibt bisher keinen richtigen Nachweis das irgendein Betäubungsmittel eingesetzt wurde.
sorry, wie kommst du drauf, daß das legenden sind? es gibt etliche dokumentierte fälle, ich hab's selber am eigenen leib erfahren "dürfen"...
siehe auch:
http://www.maggie-deutz.com/iv/index.php?showtopic=346
Tut mir leid, aber ich kenne bisher keinen Polizeibericht in dem explizit steht dass irgendeine Art von Gas bei solchen Überfällen verwendet wurde. Selbst Camper die Polizisten sind haben nachgeforscht und konnten keinen Fall finden.

Die Diskussion geht schon seit Jahren über dieses Thema. Es haben sich auch immer wieder Mediziner unter den Campern gemeldet und geschrieben dass für die Betäubung von Personen in einem Wohnmobil eine sehr große Menge Gas verwendet werden müsste. Es würde dann eine extrem hohe Gefahr hinsichtlich der richtigen Dosierung bestehen. Ist sie zu hoch dann würdest Du einfach nicht mehr aufwachen. Dass bisher keine Todesfälle bekannt geworden sind deutet auch darauf hin dass wenig an der Sache dran ist.

Ich befürchte dass viele Leute einmal unterschätzen wie tief sie schlafen wenn sie nach einer langen Fahrt übernachten. Und zum anderen wird auch unterschätzt wie leise, geschickt und schnell sich diese Diebe in einem Fahrzeug bewegen können.

Ich halte die Gefahr mit Hilfe von irgendeinem Betäubungsgas ausgeraubt zu werden für sehr gering. Für mich sind die wenigen Fälle wo sich die Bestohlenen nicht erklären können wie ihre Wertsachen abhanden gekommen maßlos von der Presse und den Hersteller nvon Gaswarngeräten aufgebauscht.

Solange mir niemand erklären kann welches Gas genau verwendet wurde und wie es funktioniert werde ich keinerlei Gaswarner einsetzen sondern mich alleine auf die passiven Sicherheitsmaßnahmen verlassen. Diese sind neben einer Wahl eines geeigneten Übernachtungsplatzes Schlösser die man nicht mit einem normalen Schraubendreher aufbekommt.
Gruß Emil

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#26 Beitrag von rheinpilot » 2006-12-05 2:11:44

Liebe Gemeinde !

Ich würde zu VSG raten:

Wir hatten 'mal einen Transporter - 207 D -, der stand in der Nähe eines Rasenmähers. Ein fliegender Stein zerstörte die ESG- Scheibe. Die Krümel klappern jahrelang im Armaturenbrett.

Jeder Autoglaser hat Meterware VSG auf Lager. Für einen Zuschnitt ca. 50 x 60 cm habe ich 'mal 100 DM bezahlt. Der Prüfstempel und der Einbau waren im Preis inbegriffen.
Der wesentliche Vorteil von VSG ist, dass es selbst im kaputten Zustand halbwegs im Rahmen und durchsichtig und regendicht bleibt. Ein Ast, ein Stein etc bedeuten nicht das Ende der Fahrt. VSG gibt es sogar in mehreren Stärken ( Dicken ) . Bei den vielen Autoglasdiensten sollte sich einer finden, der gute Arbeit zum guten Preis liefern kann.
Ich selber habe an meinen Womos kaum Einbruchschutz nachgerüstet. Ich fahre nicht in gefährliche Gebiete und auch kaum im Wald. Ich kann aber sehr gut verstehen, dass man für weitere Reisen viel machen kann, um kriminelle Angriffe abzuhalten. Auch ohne Paranoia.......

Liebe Grüsse

Theo

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