Feder- und Dämpferwechsel 90-16

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mnzmrk12
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Re: Feder- und Dämpferwechsel 90-16

#31 Beitrag von mnzmrk12 » 2020-09-28 21:53:02

@Mark 86: Nein, die Nuss ist super und ganz neu. Es ist eher so, dass ich am Verlängerungsrohr ziehe und dann über den Boden rutsche, wenn ich mich nicht abstütze. Die Briden hinten konnten wir nicth in neu nehmen, die neuen waren für die Höherlegung bestellt und zu lang. Die Vorderen neuen waren wie die alten vorne und hinten. Daher habe ich jetzt 1 neue hinten und 3 neue vorne. Das Tauscht sich aber im Angezogenen Zustand ganz komod, da könnte ich überlegen, noch neue zu bestellen.
Insgesamt 28,5 Stunden, was noch fehlt, sind die 450 Nm auf den Briden vorne und das Festschrauben des Stabis.

Es gilt mein Dank an:
Den Fahrer des Unimog, der in Saverne neben mir stand (ich hab schon den Namen vergessen, wie peinlich - ich habs einfach nicht mit Namen). Der Tipp, Europaletten zu benutzen, um den Rahmen aufzulegen, war super. (5 reichen übrigens nicht, man braucht bei normaler Federlage 6 und ein Kantholz). Danke dir für den Tip!
Ingo (Radler61) mit dem ich letzten Mittwoch lange telefoniert habe und einige Tipps bekam. Wichtigster Tipp: Man braucht eine Langnuss in SW 30. Sonst ist die Schrauberei nach einer Stunde rum. Aber einige der Tipps unten sind auch von Inge und wir waren sehr froh, dass wir sie hatten.
Allen im Forum, die mir geantwortet haben.
Ich würde gerne noch ein paar Tipps loswerden. Nicht in der richtigen Reihenfolge und so, wie mir es gerade einfällt und auch für Anfänger geeignet:
- Rechtschreibfehler bitte übersehen - ich bin echt platt ;-)
- Alle zu öffnenden Verbindung 1 Woche vorher mit WD40 einjauchen und die Nadellager fetten und nochtmal fahren, damit sich die Teile wieder bewegen können
- Briden vor dem Anheben anlösen.
- zum Rausnehmen der Federnbraucht man nur eine Seite zu lösen. Zum Einbau der zweiten Feder auf der Achse sollte die erste Seite noch nicht fest sein, damit man die Achse zur Montage der Bolzen verschieben kann (nein, geht nicht von Hand, haben wir versucht :totlach: )
- vor dem Ausbau Stabi lösen. Erleichtert dnen Einbau der Federn und Federbolzen und Nadellager ungemein
- Wenn der LKW aufliegt braucht es zwei Wagenheber. Wir haben ihn (siehe oben) auf 6 Europaletten aufgelegt und die Stockwinde trotzdem zur Sicherheit drunter gelassen. Mit irgendwelchen kippeligen, auf 1m ausgefahrenen Stativen wäre mir das zu gefährlich. Da sieht man im Netz wunderliche Überlebensstrategien.
- Zum ziehen der Bozen braucht es eine Gewindestange M12, eine dicke Karosseriescheibe für die Stange, eine Mutter und eine Nuss oder so Metallbecher zum Lager austreiben (ich weiß leider nicht, wie die Heißen) Die Nuss muss GRÖSSER als der Durchmesser des Nadellagers, aber kleiner als der Durchmesser der Federhalterung sein. Gewinde in den Bolzen, Becheroder Nuss drüber, Scheibe drauf, Mutter festtziehen. Das zieht den Bolzen mit dem Lager raus.
- Es geht nix ohne DICKEN Spanngurt mit Ratsche zum Ziehen der Achse nach vorne oder hinten. Wird zum Einsetzen der Federbolzen benötigt, so kann man dafür sprgen, dass die Bohrungen fluchten.. Die brauchen sanfte Gewalt, ebenso wie die Nadellager.
- Die Verschlusskappen der Federbolzen brauchen das "original" Werkzeug. Das kann man sich prima aus einem Bandstahl bauen (bei mir war der Abstand 35mm - im Netz krursieren auch 40mm - nachmessen hilft gegen zweimal bauen :wack: . Eine M5 Schraube vorne etwas rundgefeilt, M5 Gewinde in den Falchstahl schneiden und mit einer Mutter kontern so dass die rausstehenden "Bolzen" nicht zuviel überstehen. Nehmt kein Winkelprofil, spätestens an der Fahrerseite passt der Winkel nicht mehr an der Lenkstange vorbei (woher weiß ich das...?). Vorne sind die Dinger fies fest, ich vermute, weil der Schmiernippel auf der anderen Seite sitzt. Hinten wars ok. Die Bolzen wieder reinzuwürgen ist gemein, weil man ein bisschen "hochrunterrechtslinks" an der Feder spielen muss, bis alles passt. Das letzte Nadellager haben wir mit sanfter Gewaltgewalt reingeschlagen (Kunststofhammer) Dabei hat einer an der Feder gehebelt, während er einen Holzklotz ans Lager gehalten hat und der andere hat mit quasi gebrochenen Armen (weil er sonst nicht an die passendeStelle gekommen wäre) auf den Klotz geschlagen
- die "passenden" Federn von DFF waren zu breit, die Herzbolzen hinten etwas zu groß (minimal, abschelifen war möglich. Dei federn haben wir in mühsamer Kleinarbeite abgeschliffen. Das dauert ewig, weil die ja nicht heiss werden sollen.
- Man kann unter den Drehmomentschlüsel beim Anziehen der Bridenmuttern einen Holzklotz (oder mehrere) damit die!$"%§&$?-NMussmitschlüssel nicht immer nach unten abrutscht, sobald man entgegen der Anzugsrichtung schraubt
- es braucht 2 Personen oder dopppelte Zeit
- alles keine Hexerei, nicht bange machen lassen. ABER: Man braucht Geduld und muss auch nevige DInge tun. Das eine Nadellager hat uns minimum 45 Mintuen gekostet, obwohl die anderen ganz gut rein gingen. In den 45 Minuten war nichts anderes als Lager raus, Lager rein, Nach oben gehebelt, nach unten gehebelt, Spanngurt lösen, Spanngurt festziehen.

Alsdann, allen vielen Dank. Mission accomplished.
Gruß
Markus
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mnzmrk12
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Re: Feder- und Dämpferwechsel 90-16

#32 Beitrag von mnzmrk12 » 2020-10-04 12:41:40

1. Probefahrt:
Deutlich praziseres Lenken und kein Spuverlust auf schlechter Strasse mehr.
Allerdings steht mein Lenkrad jetzt schief, wenn ich geradeaus fahre.
Die Achse kann ja nicht links oder rechts versetzt sein, weil die Position durch die Federn definiert ist. An der Lenkung haben wir nicht geschraubt, nur der Stabi war lose.
Woran kann das liegen?
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buckdanny
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Re: Feder- und Dämpferwechsel 90-16

#33 Beitrag von buckdanny » 2020-10-04 15:28:10

Der Abstand zwischen Achse und Rahmen ist jetzt wieder höher, also steht die Schubstange vom Lenkgetriebe zum Achsschenkel in einem anderen Winkel als vorher. Die Schubstange sollte verstellbar sein. Räder gerade stellen, Schubstange verlängern/verkürzen bis Lenkrad gerade steht.
das Leben ist eher breit wie lang, und wir steh´n alle mittenmang!!

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OliverM
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Re: Feder- und Dämpferwechsel 90-16

#34 Beitrag von OliverM » 2020-10-04 16:50:09

Buckdanny hat es passend beschrieben . Einfach die Lenkschubstange wieder anpassen und gut ist .

Gruß

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mnzmrk12
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Re: Feder- und Dämpferwechsel 90-16

#35 Beitrag von mnzmrk12 » 2020-10-04 18:15:32

Danke, das beruhigt mich. Ich dachte, irgendwas hätten wir verbockt.
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Fritze6
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Re: Feder- und Dämpferwechsel 90-16

#36 Beitrag von Fritze6 » 2020-11-17 19:12:51

Hallöchen,

ich hab nochmal paar Fragen zum Federwechsel. Für die Briden hab ich mir nen Plan zurecht gelegt und versuche das wie hier schon beschrieben. Aber mit den Federbolzen stehe ich Verständnismäßig noch auf dem Kriegsfuss.
nun zu den Fragen:

in welche Richtung ziehe ich die Bolzen ? in Richtung des jeweiligen Rades also in die Richtung in die die Schmiernippel zeigen ? Oder Richtung Rahmen?
Falls ich die in Richtung der Schmiernippel ziehe ...wo drehe ich dann die 12èr Gewindestange rein? Schmiernippel raus und da die Stange rein???
Was ist mit diesem komischen Deckel auf der anderen Seite vom Bolzen mit den vier kleinen Vertiefungen ? was mach ich mit dem ? muss der raus? oder kann ich da direkt drauf pressen oder schlagen?
ist es sinnvoll die Federn samt Haltern auszubauen und die Bolzen rauszupressen? ich habe Zugang zu einer 12 Tonnen Presse. Wenn ja .....wie fest werden dann die halter wieder an den Rahmen geschraubt?Drehmoment der Schrauben?

Es wäre toll wenn mir das einer erklären könnte...die Montage / Demontage der Bolzen hab ich noch nicht durchschaut.

Danke schonmal
Gruss Sven

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Ulf H
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Re: Feder- und Dämpferwechsel 90-16

#37 Beitrag von Ulf H » 2020-11-17 20:42:14

... sind die Halter wirklich am Rahmen verschraubt? ... bei den beiden Vorgängermodellen sind sie vernietet, da stellt sich die Frage erst gar nicht ...

Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

Magirus-Deutz 170D11FA ... Bild in Cinemascope extrabreit, Sound in 6-kanal Dolby 8.5 ...

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Re: Feder- und Dämpferwechsel 90-16

#38 Beitrag von Fritze6 » 2020-11-17 21:11:33

Hallo Ulf,

Ich war gerade nochmal draussen. Bei mir sind die verschraubt.

Gruß Sven

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Bikerguido
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Re: Feder- und Dämpferwechsel 90-16

#39 Beitrag von Bikerguido » 2020-11-17 22:25:19

Die Deckel mit den 4 Löchern öffnen. Achtung, die haben als Schraubensicherung 2-3 Körnerpunkte, die man etwas anbohrt, um sie zu lösen. Dann etwas warm machen und mit geeignetem Schlüssel lösen. Der von der Flex taugt übrigens nicht, deshalb hab ich mir selbst einen mit 4 Stiften gebaut. Damit man nicht abrutscht ggf. Mit Schraubzwinge sichern. Wenn es gar nicht will evtl. Eine Mutter anheften. Die Bolzen lassen sich im entlasteten Zustand relativ leicht ziehen. Zum Beispiel mit einem Schlaghammer (Lange Schraube mit Schlaggewicht)
Du kannst sie nur zur Außenseite ziehen, weil nach innen in Richtung Rahmen keine Gewinde drin sind. So zumindest bei den 2 Autos, wo ich mit am Werk war. Beim späteren Wiedereinbau dran denken.
Die Halter abzuschrauben wird Dir keine Arbeitserleichterung sein, weil die Deckel mußt Du trotzdem öffnen und am Fahrzeug hast Du optimalen Halt.
Hinten mußt Du vorher die Stabihalterungen lösen, sonst verdreht sich die Achse beim Anheben. Ein bisschen geschieht dies trotzdem durch die Antriebswelle. Achtung! Wenn Du hinten anhebt hast Du keine Feststellbremse mehr! Das Auto sollte unbedingt absolut in Waage stehen, sonst hast Du echt Streß, beim Einbau die Herzbolzen zu treffen. Ich hab es beim ersten Mal hinten mit leichter Schräglage vor der Haustür nur mit einem Wagenheber und ohne Schlagschrauber gemacht. :wack: Blöde Idee und echte Schufterei beim Einbau wieder alles genau übereinander zu positionieren. :wack: geht alles, andere gehen halt ins Fitnessstudio :totlach:..... Danke an Sven, der mir dann bei der Vorderachse geholfen hat. In einer Halle mit Grube und sogar Hallenkran und Profiwerkzeug. Ist deutlich leichter, kann ich bestätigen :lol:
Viel Spaß.
Gruß Guido
Mein Projekt: Iveco 90-16, gedämmte Doka mit 4 Einzelsitzen und 1 "Notbett"
Einzelbereifung 14,5er Pista Sprengringfelgen
Höherlegung weil Hubdachkoffer ohne Radkästen im Bau. Zulassung LKW offene Pritsche, mit H,...alles Eigenbau.

Fritze6
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Re: Feder- und Dämpferwechsel 90-16

#40 Beitrag von Fritze6 » 2020-11-17 22:51:05

Danke Guido,

das hat schon mal viel weiter geholfen!
Was ich nicht verstehe.....wozu muss ich denn hinten die Deckel öffnen wenn ich die Bolzen trotzdem nach vorne rausziehe?
Oder halten die Deckel die Bolzen fest damit sie nicht nach vorne rauskönnen ?
UnD dreh ich die Gewindestange zum ziehen des Bolzen in das Gewinde des vorher rausgedrehten Schmiernippels?
Oder hab ich da noch einen Denkfehler?

Gruß Sven

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HolzwurmPeter
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Re: Feder- und Dämpferwechsel 90-16

#41 Beitrag von HolzwurmPeter » 2020-11-17 23:26:33

Das Gewinde sitzt hinter dem Deckel M12
Hinten kann drauf bleiben
Gruß Peter

Mit Fünfzig ist man so jung, dass man noch viele Dummheiten machen kann — aber alt genug, um sich die richtigen auszusuchen.

Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.
* Albert Einstein

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Re: Feder- und Dämpferwechsel 90-16

#42 Beitrag von mnzmrk12 » 2020-11-17 23:55:31

Die Gewindestange wird in dem Federbolzen geschraubt, der hat ein Innengewinde. Das Nadellager hat für eben diesen Zwecke auf der Aussenseite (also quasi das ,was du als "vorn" beschreibst) eine Bohrung, durch die die Gewindestange durch geht. Dann steckst du ne Nuss über die Stange und darüber eine Mutter auf die Stange. Wenn du jetzt schraubst, zieht die Stange den Bolzen in die Nuss, weil die Mutter ja nicht in die Nuss rein kann.
Der schmiernippel sitzt im Deckel und der muss vorher runter.
Also schmiernippel rausschrauben, dann Deckel ab und dann erst die arbeiten am bolzen.
Viel erfolg
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