Schalldämmung mit "Eierkartons"

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Schalldämmung mit "Eierkartons"

#1 Beitrag von urologe » 2020-07-18 16:56:21

Für Körperschalldämmung Alubutyl (angeblich möglichst dickes Alu (??) ,
für Luftschalldämmung eher Materialien , die auch Wärme dämmen , zB Armaflex .
So weit so bekannt .

Zur Luftschalldämmung werden auch die Noppenschaumstoffe ähnlich den früher "üblichen" Eierkartons erfolgreich eingesetzt -

Frage an die Wissenden :

wirkt die Schallauslöschung durch die Noppen auch noch , wenn man aus ästhetischen Gründen Kunstleder ,
ggfalls perforiert , drüber zieht ?

LG Ralf
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Re: Schalldämmung mit "Eierkartons"

#2 Beitrag von Weickenm » 2020-07-18 17:30:56

Servus Ralph,

klar wirkt das.
Bei den Pyramiden geht es ja in erster Linie um
A) schlucken des Schalls mittels poröser Oberfläche (das wird dann hinfällig bei Substitution von Schaumstoff durch Eierpappe)
B) Reflexion, Umlenkung und Aufhebung des Schalls durch Überlagerung der Wellen.

Das "brechen" des Schalls durch die Pyramidenform ist weiterhin möglich, das Schlucken weniger.

Ich wage jedoch zu bezweifeln, dass feuchtigkeitsempfindlicher Karton im Laster so 'ne super Entscheidung ist...
Aber beim Thema Kondenswassermanagement beim Kat fehlen mir noch ein paar Grundlagen um hier sinnvolles beitragen zu können.

Beste Grüße
Florian
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Re: Schalldämmung mit "Eierkartons"

#3 Beitrag von fun-ski » 2020-07-18 17:55:44

Moin Florian
wie sagt der Prof. setzten . sechs am Thema vorbei.

Ralf fragt ob das ganze noch funktioniert wenn mann diese Schalldämmungs Pyramiden mit was überzieht.
Die Eierkartons waren nur zur Information um welche Form des Schaumes es sich handelt.
Leider kann ich sonst nichts hierzu beitragen
Dirk

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Re: Schalldämmung mit "Eierkartons"

#4 Beitrag von AlfredG » 2020-07-18 18:03:23

Wenn du jedes Türmchen einzeln beziehst hat es durch die glatte Oberfläche etwas verlust, geht aber :totlach:
Was soll denn gedämmt werden?
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Re: Schalldämmung mit "Eierkartons"

#5 Beitrag von urologe » 2020-07-18 19:00:01

Ich wußte ja , daß die "Eierkartons" anregend wirken ,
aber ich meinte es schon ernst .
Ich bin mir sicher , daß ein Teil des Schalls an der glatten Kunstlederoberfläche reflektiert wird , aber hoffe eben , daß das Gros durch geht und dann an den Pyramiden gebrochen wird . Dirk hat das sehr schön klar gestellt - aber mei , Florian , Du bist doch prädestiniert so ein Problem zu lösen :D
Thema : Führerhaus entdröhnen und KAT mit High Fidelity beschallen -(zumindest soweit , daß ich mein Navi verstehe .

Um nicht noch einen thread aufzumachen ,
ich will ein Radio zur besseren Navi-Verständlichkeit einbauen -
Plus und Zündung-Plus (ACC) , aber wer trägt die Hauptlast ? (Sicherungstechnisch ) eher ACC , oder pleeeease ?
LG
Ralf
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Re: Schalldämmung mit "Eierkartons"

#6 Beitrag von urologe » 2020-07-18 19:08:13

AlfredG hat geschrieben:
2020-07-18 18:03:23
Wenn du jedes Türmchen einzeln beziehst hat es durch die glatte Oberfläche etwas verlust, geht aber :totlach:
Was soll denn gedämmt werden?
Du hast was von Ekel-Alfred :joke:
Führerhaus ist mal wieder das Thema...
Ich habe quadratmeterweise vor Jahren den eierkarton-Schaum von einem namhaften Hersteller gekauft und überlege jetzt , das Führerhaus einfach mit Albutyl ab zu kleben und darüber den Eierschaum . in RAL 6003 gespritzt :D , wenn Ihr das Kunstleder drüber nicht für Gut befindet .
LG
Ralf
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Re: Schalldämmung mit "Eierkartons"

#7 Beitrag von Weickenm » 2020-07-18 19:22:53

Öhm,
urologe hat geschrieben:
2020-07-18 19:00:01
- aber mei , Florian , Du bist doch prädestiniert so ein Problem zu lösen :D
Thema : Führerhaus entdröhnen und KAT mit High Fidelity beschallen -
Was bin ich?

Beschaffung funktioniert derzeit so, dass ich die Musik aufdrehe bis sie lauter wie der Motor ist. Laut meinem Ohrenarzt merkt man die ersten Auswirkungen bereits :joke:

Wir können uns über das Thema Akustik gerne unterhalten in Saverne, hoffentlich schaffe ich es aufm Hinweg mit meinem Mitfahrer die Messungen noch einigermaßen zu tätigen...

Beste Grüße
Florian
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Re: Schalldämmung mit "Eierkartons"

#8 Beitrag von urologe » 2020-07-18 19:50:13

Weickenm hat geschrieben:
2020-07-18 19:22:53
Beschaffung funktioniert derzeit so, dass ich die Musik aufdrehe bis sie lauter wie der Motor ist. Laut meinem Ohrenarzt merkt man die ersten Auswirkungen bereits :joke:
Junge , höchste Zeit den Ohrenarzt zu wechseln , ich , uorologe sage auch immer , lieber a bissl lauter . :joke:
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Re: Schalldämmung mit "Eierkartons"

#9 Beitrag von urologe » 2020-07-18 19:55:07

Aber zurück zu AlfredG ,
ich schaffs nicht , jede Pyramide zu beziehen ,
ist das ganze sinnlos , wenn ich nur einen Tupfen Kleber auf die Pyramidenspitzen setze und das ganze Führerhausdach
mit einem passenden Oliv-Kunstleder überziehe ?
LKG Ralf
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Re: Schalldämmung mit "Eierkartons"

#10 Beitrag von Tomduly » 2020-07-18 20:12:45

Akustikschaumstoffe haben je anch Form und Beschaffenheit ein bestimmtes Dämpfungsspektrum. Grob gesagt, je kleiner die Pyramide, um so kürzer auch die Wellenlänge, bei der eine dämpfende Wirkung erreicht wird. Für mittlere und tiefe Frequenzen werden die Pyramiden dann schon etwas unhandlich (Bass Traps), da wirds im Fahrerhaus dann eng.

Diese 75mm dicken Absorber schlucken Schall ab etwa 500Hz.

Geschlossenes Kunstleder würde ich nicht über so eine Akustikplatte ziehen. Kannst ja mal den Versuch machen, das Kunstleder über vorne über eine Lautsprecherbox ziehen und mal hören was noch durchkommt. Entsprechend wenig Schall würde dann bis zum Absorber durch das Kunstleder durchdringen.

Gelochtes Kunstleder dürfte funktionieren oder optimal Lautsprecher-Bespannstoff.

Grüsse
Tom

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Re: Schalldämmung mit "Eierkartons"

#11 Beitrag von Lobo » 2020-07-18 20:32:10

beim Alubutyl ist nicht die dicke des Aluminiums entscheidend, das ist nur die Trägerschicht, sondern die Dicke des Bitumens
ich habe bei mimen Fahrerhaus ein einigen großen und geraden Flächen teilweise 3 Schichten in immer kleiner werdenden Flächen aufgeklebt um die Schwingungen aus dem Blech zu nehmen ….

oben drauf kam dann DSM Motordämmmatten aus Schaumstoff mit 1,5-2 cm stärke, die sind Flächig gerade und keine Pyramiden … hier soll sich der Körperschall durch die Poren aufreiben in Wärmeenergie um dann den Schall gedämpft wieder in die Luft zu entlassen

also kannst du das ruhig mit was auch immer beziehen um eine ansehnliche Oberfläche zu bekommen …

bei mir höre ich nur noch das Jaulen des Lüfterrades wenn ich die Fenster zu habe ….
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Re: Schalldämmung mit "Eierkartons"

#12 Beitrag von Ulf H » 2020-07-18 20:54:49

... ein wesentliches Element der Schelldämmung ist die poröse Oberfläche ... ob man die mit Kunstleder überklebt oder mit Lack zuschmiert, die Dämmfähigkeit wird immer leiden ...

Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

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Re: Schalldämmung mit "Eierkartons"

#13 Beitrag von Ulf H » 2020-07-18 20:56:40

... so: https://www.google.de/search?q=schallto ... xJzrqgnuRM geht Eierkarton extrem ... lustiges Gefühl dort drin ...

Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

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Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

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Re: Schalldämmung mit "Eierkartons"

#14 Beitrag von AlfredG » 2020-07-18 22:24:15

Das beste ist viel Velourstoff und Teppich, kombiniert mit Filz und Schaumstoff, da wird der Schall gebrochen und geschluckt.
Es gibt da auch keine Alternative, alles was glatt ist reflektiert und nimmt nichts auf.
Entweder kuschelig und ruhig oder steril und laut.
So sprach Ekel Alfred :-))
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Re: Schalldämmung mit "Eierkartons"

#15 Beitrag von RandyHandy » 2020-07-19 9:57:37

AlfredG hat geschrieben:
2020-07-18 22:24:15
Das beste ist viel Velourstoff und Teppich, kombiniert mit Filz und Schaumstoff, da wird der Schall gebrochen und geschluckt.
Es gibt da auch keine Alternative, alles was glatt ist reflektiert und nimmt nichts auf.
Entweder kuschelig und ruhig oder steril und laut.
So sprach Ekel Alfred :-))
Damits schneller rostet
:angel:
Viele Grüße

Henry



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Re: Schalldämmung mit "Eierkartons"

#16 Beitrag von urologe » 2020-07-19 12:41:01

Hey , Dankeschön für die vielen Antworten .
Dann begebe ich mich zunächst mal ans Alubutyl kleben und an der Decke Armaflex . Neben dem gehobenen Fahrgeräusch nervt vor allem im Winter die Tropfsteinhöhle - insofern macht diese Maßnahme Sinn .Ich habe nur noch kein Konzept für die Abschluß-Deko , zumal das faltenfrei sein muß ...
LG
Ralf

Maik , Du hast noch ne kleine Anfrage per PN zwecks Arbeitserleichterung :D
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Re: Schalldämmung mit "Eierkartons"

#17 Beitrag von AlfredG » 2020-07-20 9:16:15

Damits schneller rostet

Das ist ein Irrglaube, Feuchtigkeit wird aufgenommen und gleichmäßig wieder abgegeben, Kälte bleibt draußen und Wärme auch, auskühlen geht auch nicht so schnell.
Wer ein Fahrzeug hat wo das Wasser so reinläuft, da ist rost schon Programm.
Mann kann immer etwas mit den ganzen Plastikpampen machen, wenn da Feuchtigkeit drunter läuft ist es 10x schlimmer und wenn ich mal schweißen muß kann ich die bezogenen Teile wegnehmen und schön arbeiten.
Bei der Plastikpampe muß ich mit viel Aufwand alles abkratzen.
Es wird auch wohl dran liegen das man die Plastikpampe für teures Geld selbst verarbeiten kann und eine Gute Innenaustattung muß gemacht werden.
Und wer meint sein Auto in jeder Pfütze versenken zu müssen, der braucht die Plastikpampe, sollte sich aber nicht wundern wo die Suppe überall hinläuft und Spuren hinterlässt.
Jeder wie er meint
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Re: Schalldämmung mit "Eierkartons"

#18 Beitrag von Thomas+S » 2020-07-27 13:36:33

Hallo,
der Florian hat es ja geschafft Messungen auf dem Weg nach Saverne zu erstellen. Ob die verwertet werden können zeigt sich beim Messen üblicherweise immer erst hinterher. Ich vermute mal das das Ergebnis sich nicht so von anderen Fahrzeugen unterscheiden wird.
Die Hauptkrachmacher wären demnach sehr tiefe Frequenzen und davon angeregte Bleche. Wie oben schon geschrieben braucht es dafür sehr große Eierkartons, bzw. Noppenschaum mit Noppentiefe von fast 1 m oder mehr.

Der Kat hat doch einen eigenen Raum für den Motor.
Ich würde mich als allererstes dort mit versteifen, Entdröhnen und Dämmen austoben.

Gruß
Thomas+S mit dem leisen Unimog

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Re: Schalldämmung mit "Eierkartons"

#19 Beitrag von Weickenm » 2020-07-27 13:59:00

Moin,
Thomas+S hat geschrieben:
2020-07-27 13:36:33
Hallo,
der Florian hat es ja geschafft Messungen auf dem Weg nach Saverne zu erstellen. Ob die verwertet werden können zeigt sich beim Messen üblicherweise immer erst hinterher.
Thomas hat es ja schon erwähnt, ich bin aufm Weg nach Saverne ein paar Tests gefahren. Hierbei habe ich auch solche Messungen gemacht, die für OEM eigentlich unüblich sind und in der Norm nicht behandelt sind.
Da ich aber meistens mit offenem Fenster fahre (ja, auch im Winter und auch auf der Autobahn) wollte ich es einfach in meinen Messungen abgebildet sehen.
Die Soundaufnahmen scheinen von der Qualität brauchbar zu sein, ich muss sie nur noch ins richtige Dateiformat konvertiert bekommen. Dann kann ich die Software zur Auswertung drüber rennen lassen.

Ein paar nicht normgerechte Fehlerquellen sind in den Messungen allerdings (zum Glück stringent) vorhanden:
1) ich habe ein unregelmäßiges Verbrennungsgeräusch. Entweder liegt das an dem Loch vorm ESD oder eine meiner Düsen pisst (wahrscheinlich beides).
2) die Reifen sind für eine brauchbare Messung eigentlich zu sehr abgefahren und zu alt
3) das Mikrophon war weder ein entsprechend potentes, noch war die Messposition zu 100% normgerecht.
Aber das war nicht zu ändern.
Thomas+S hat geschrieben:
2020-07-27 13:36:33
Der Kat hat doch einen eigenen Raum für den Motor.
Ich würde mich als allererstes dort mit versteifen, Entdröhnen und Dämmen austoben.

Gruß
Thomas+S mit dem leisen Unimog
Da habe ich mich mit meinem Chef aufm Flur mal drüber unterhalten. Der V8 regt in 4. Ordnung an, sprich, da müssten irgendwas um die 7m dicker Schaumstoff verbaut werden zur Schluckung des kompletten Luftschalls. Aber ja, ich bin ganz bei Dir Thomas, beim Kat sollte man erstmal den Motorraum dämmen, dann das Führerhaus.

Beste Grüße
Florian
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Re: Schalldämmung mit "Eierkartons"

#20 Beitrag von visual » 2020-07-27 16:28:36

Womit und wie hast du denn gemessen?


Gruß
Daniel


(ohne LKW aber mit dem Reihen 6er der es deutlich einfacher hat was vibrationen angeht) :D

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Re: Schalldämmung mit "Eierkartons"

#21 Beitrag von Lobo » 2020-07-27 16:41:06

Nur ist die Dämmbahre Fläche in der Hütte hinten recht gering und dazu noch mächtig verbaut, da kannst du gleich vorn im Resonanzraum gescheit machen ….
die Turbos pfeifen die Symphonie der Vernichtung

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Re: Schalldämmung mit "Eierkartons"

#22 Beitrag von Wurlewurm » 2020-07-27 16:52:59

Hallo in die Runde,
also ich kann nur ein wenig über Schall sprechen da wir seit jeher das problem im Lüftungsbau haben.
Du wirst Schall auf keinen Fall mit dem Pyramidenschaum wegbringen. Zu dem, wie du geschrieben hat, ist das Zeug auch schon ein paar Jährchen alt. Wenn es noch zerbröselt ist, weil die Weichmacher raus sind, hält die wenigstens das Kunstleder den Dreck auf.
Armaflex ist auf keinen Fall etwas zum Schallisolierung, höchstens Temperaturisolierung.

Wenn wir den Schall wegbringen mußten nahmen wir die "Laysa SK 14". Damit funktionierte das am allerbesten da in die Matte auch noch Bleikügelchen eingearbeitet sind, selbstklebend, und nur 14 mm stark. Vielleicht gibt es aus diesem Programm auch noch stärkere Matten. Und uns hat bei Körperschall immer Maße, d.h. Gewicht geholfen um etwas leiser zu bekommen. Nur bei uns waren es halt Ventilatorgeäusche.
lg
Jürgen

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Re: Schalldämmung mit "Eierkartons"

#23 Beitrag von Wurlewurm » 2020-07-27 17:05:03

Entschuldigung, habe gerade festgestellt das es die Laysa nicht mehr gibt.
Als alternative dient aber auch die Bitumenmatten, sind schön schwer und bringen viel Masse.
https://www.sahlberg.de/tradepro/shop/a ... _BF_50.pdf
zur Info.
LG
Jürgen

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Re: Schalldämmung mit "Eierkartons"

#24 Beitrag von Weickenm » 2020-07-27 17:07:22

Moin,

Ich glaube ich habe es schonmal geschrieben.
Omega=Wurzel C durch M.
Sprich, entweder erhöhe ich die Steifigkeit (die sich aus E-Modul und Flächenträgheitsmoment speist) oder die Masse um die Eigenfreuquenzen des Bauteils zu beeinflussen.

Wie, bleibt jedem selbst überlassen. Ich für meinen Teil sehe es halt nicht ein, warum ich vorne im Führerhaus einen Zirkus veranstalten sollte, wenn der Lärm bei offenem Fenster von draußen durch den Luftschall des Motors und der Reifen kommt (Bei 80 kann ich mich bei geschlossenen Fenstern wunderbar unterhalten, aber dieser Zustand (damit meine ich natürlich die offenen Fenster :angel: ) tritt bei mir quasi nicht auf, es sei denn, es regnet oder ist wirklich sau kalt.
visual hat geschrieben:
2020-07-27 16:28:36
Womit und wie hast du denn gemessen?
Habe mir ein Mikrophon mit Klinkenanschluss und passendem Frequenzbereich besorgt und dann mittels Handy.
Die Messhardware wollte mir mein Arbeitgeber leider nicht ausleihen :angel: :D

Ausgewertet wird mit entsprechender Software. Leider konnte ich am Motor keinerlei Sensoren verbauen, sprich die Auswertung kann nur über die Zeit, nicht über zeitfreie Gleichungen erfolgen (was eigentlich mehr Sinn ergeben würde, da ich nun theoretisch über die Elastizität des Motors zurück rechnen könnte/müsste-ist mir aber dann doch viel Aufwand).

Falls diesbezüglich weitere Fragen sind, einfach 'ne Pn mit Handynummer, dann rufe ich nachm büffeln mal an. Ist einfacher und schneller wie hier Romane zu verfassen.

Beste Grüße
Florian
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Re: Schalldämmung mit "Eierkartons"

#25 Beitrag von visual » 2020-07-27 17:30:49

Na mit nem einfachen Klinkenmik und dem Handy (wo du nicht weiß ob der Eingang gesoundet ist) taugt das ganze eh nur im Vergleich. Realistische Frequenzen bekommst du damit kaum hin :P

Ich hab zwar das passende Equipment aber Klönen können wir trotzdem gerne, bin an solchen Tests immer interessiert :joke:

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Re: Schalldämmung mit "Eierkartons"

#26 Beitrag von Thomas+S » 2020-07-27 17:53:16

Hallo,
vielleicht probiert ihr es mal ganz einfach mit leichtem Handauflegen auf die Bleche.
Wenn ihr die Vibrationen spürt, sind sehr tiefe Frequenzen vorhanden. Ich denke es wird sich wie bei den Unimog, MAN, VW Typen um Ausgangsbereiche zwischen 30 und 200 Hz handeln. Der V8 müßte im oberen Bereich dieser Fahrzeugtypen angesiedelt sein.
Läßt sich auch recht leicht ausrechnen. Zündungen / Einspritzvorgänge pro Umdrehung pro Minute / 60 =>hz

Um ein schwingendes Blech ruhig zu stellen könnte auch relativ wenig Platz ausreichen. Das schwingende Blech gibt den Krach von der einen Seite an die Andere als eine Art Trommel weiter.
Wenn man auf eine Trommel ( Blech) Eicherbecher oder Schaumstoff auflegt, was wird dann passieren? - - - das interessiert die Trommel erst wenn es richtig viel Material wird.
Es dürfte nicht nur die Grundfrequenz sein, sondern die danach angeregten Eigenresonanzen der verschiedenen Bleche schwingen sich zu einem Orchester auf. Es gilt also die Bleche am Krachmachen zu hindern.
Schwerfolie wie z.B. Alubutyl oder all die Anderen sind meiner Ansicht nach nur eine Hilfskrücke wenn man anders nicht weiterkommt.

Edit:
auch mit einfachem Miko am Handy lassen sich die genannten Effekte gut erkennen. Bei der Ortung der Schallquellen wird es zugegebenermaßen schwieriger. Zumindest lese ich das im Groben aus Florians Daten heraus.

Wer dämmt, wird mit dem Vergleich Vorher - Nachher meist zufrieden sein. Den reinen dB Wert zu kennen halte ich für Luxus. Ja, ich selbst lebe gern in solchem Luxus


z.B.
https://www.youtube.com/watch?v=nLdFMlaZK8Y&t=25s

Gruß
Thomas+S

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Re: Schalldämmung mit "Eierkartons"

#27 Beitrag von urologe » 2020-07-27 20:11:36

Nachdem Ihr meinen "Eierkarton"-Schaum nicht so ganz akzeptiert , geht es nun primär auf Gewicht-basierte Dämmung .
Bei Hornbach/online habe ich 2,5 cm dicke olivgrüne Fallschutzmatten gesehen . Die würden mir zumindest für den Boden im Führerhaus (nur eingelegt auf Maß geschnitten) gefallen und darüber die Original-Gummimatte . Die Radkästen mit Alubutyl und evtl auch mit den grünen Matten , wenn sie sich gut verlegen lassen (geklebt) und mit Kunstleder überzogen . Da es sich um Trainingsmatten handelt gehe ich mal davon aus , daß sie weder gesundheitsgefährdend noch geruchsbelästigend sind . Das Dach evtl auch mit Alubutyl oder auch mit dem grünen Gummigranulat fest verklebt - das sollte auch eine gewisse Temperatur-Dämmung darstellen , zumindest soviel , daß es nicht mehr tropft . Ich habe das Material aber noch nicht in Händen gehabt :
https://www.hornbach.de/shop/Fallschutz ... tikel.html

12 kg/qm sind ja schon eine Ansage .Wenn man die sauber mit einem Messer oder Stichsäge ? schneiden kann , würde ich evtl auf das Beziehen mit Kunstleder verzichten oder die Teile bezogen fest verkleben .

Den Motorraum im KAT schallmäßig dämmen :angel: ich gebe mir Mühe :ninja:

Aber herzlichen Dank für die rege Unterstützung .
und das Alles für ursprünglich nur ein 360 Grad-Kamera-System , da hätte es keine Dämmung gebraucht :lol:
Rundum-Kamera-Systeme.jpg
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Re: Schalldämmung mit "Eierkartons"

#28 Beitrag von Hatzlibutzli » 2020-07-28 21:22:52

Nach einigen Selbstversuchen hätte ich noch einen Alternativvorschlag, bevor Du Dir Flokkati überzogene Eierschachteln an die Decke klebst:

Günstige Noise Cancelling Kopfhörer für alle Fahrerhausinsassen

Damit sind alle "Dauergeräusche" deutlich gedämmt und es ist wurscht ob es das Windpfeiffen eines offenen Fensters oder Resonanz des Fahrerhausdachs mit XZL bei 87,8 km/h ist.

Damit fährt es sich mit dem Pinzgauer mit 3,5 Bar in den MTs (im Vergleich dazu ist der Deutz bei 110 nur leise säuselnd) angenehm mit 90 km/h nach Genua zu fahren. Man kann sich unterhalten (und nicht anschreien), über Bluetooth Mozart hören und man hört trotzdem noch die Sirene der Carabinieri ... alles Dinge, die ohne nicht denkbar wären und von denen ich überzeugt bin, dass sie mit den grössten Schallschutzmassnahmen nicht auf diesem Niveau erreicht werden könnten.

Wahrscheinlich ist es im Vergleich zur Dämmerei sogar die deutlich günstigere Lösung. Etwa 60 €/Stück.

Grüsse... Simon

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Re: Schalldämmung mit "Eierkartons"

#29 Beitrag von ClausLa » 2020-07-28 21:43:04

Moin,


...und 90€ in Frankreich




Bussgeld :eek:





Also erst sehen, wo sowas erlaubt ist.

Gruß Claus

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lakto
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Re: Schalldämmung mit "Eierkartons"

#30 Beitrag von lakto » 2020-07-29 7:11:16

Hatzlibutzli hat geschrieben:
2020-07-28 21:22:52
Nach einigen Selbstversuchen hätte ich noch einen Alternativvorschlag, bevor Du Dir Flokkati überzogene Eierschachteln an die Decke klebst:

Günstige Noise Cancelling Kopfhörer für alle Fahrerhausinsassen

Damit sind alle "Dauergeräusche" deutlich gedämmt und es ist wurscht ob es das Windpfeiffen eines offenen Fensters oder Resonanz des Fahrerhausdachs mit XZL bei 87,8 km/h ist.

Damit fährt es sich mit dem Pinzgauer mit 3,5 Bar in den MTs (im Vergleich dazu ist der Deutz bei 110 nur leise säuselnd) angenehm mit 90 km/h nach Genua zu fahren. Man kann sich unterhalten (und nicht anschreien), über Bluetooth Mozart hören und man hört trotzdem noch die Sirene der Carabinieri ... alles Dinge, die ohne nicht denkbar wären und von denen ich überzeugt bin, dass sie mit den grössten Schallschutzmassnahmen nicht auf diesem Niveau erreicht werden könnten.

Wahrscheinlich ist es im Vergleich zur Dämmerei sogar die deutlich günstigere Lösung. Etwa 60 €/Stück.

Grüsse... Simon

...jetzt wäre nur noch eine Gegensprechmöglichkeit fein.
Gruss
lakto
1000mal berührt,1000mal is was passiert



Das einzig wirklich lästige am Hanomag,sind die zermatschten Fliegen an den Heckscheiben

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