Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

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Radler61
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Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

#1 Beitrag von Radler61 » 2020-06-05 8:57:49

Bei mir steht ein Wechsel der hinteren Blattfedern an, mit der Entscheidung zwischen Blattfedern oder Parabelfeder.
Umbau will ich selber durchführen.

Welche Federart habt Ihr bei einem Tausch verbaut, welche Erfahrungen danach?

Danke für Hilfen bei der Entscheidung
Grüße, Ingo

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Pirx
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Re: Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

#2 Beitrag von Pirx » 2020-06-05 10:12:41

Radler61 hat geschrieben:
2020-06-05 8:57:49
Bei mir steht ein Wechsel der hinteren Blattfedern an, mit der Entscheidung zwischen Blattfedern oder Parabelfeder.
Umbau will ich selber durchführen.

Welche Federart habt Ihr bei einem Tausch verbaut, welche Erfahrungen danach?

Danke für Hilfen bei der Entscheidung
Grüße, Ingo
Hallo Ingo!

Ich habe die hinteren Halpelliptik-Blattfedern (also die "klassischen" Blattfedern) wieder durch solche Blattfedern ersetzt. Allerdings sind die neuen Federn an das geringere Gewicht des Fahrzeugs (Ablastung) angepaßt. Ich bin sehr zufrieden damit. Die Hinterachse springt und poltert nicht mehr, sondern federt. So soll es sein.

Über meine Entscheidung "Blattfedern oder Parabelfedern" hatte ich hier was geschrieben:
viewtopic.php?p=861009#p861009
(auch den Link lesen).

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Re: Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

#3 Beitrag von sico » 2020-06-05 10:45:07

ich hab da noch eine Info im Hinterkopf, die da besagt, daß bei Umrüstung von konventionellen Federn auf Parabelfedern alle Achsen mit gleichartigen Federn ausgerüstet werden müssen.
Da sollte man vorab beim TÜV-Prüfer seines Vertrauens nochmal nachfragen.
mfg
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Re: Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

#4 Beitrag von Uwe » 2020-06-05 11:38:43

Hmm, Mischfederungen sind ja nicht so unüblich, sollte mich wundern, wenn bei Umrüstungen davon abgewichen wird :huh:

Grüße
Uwe
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Re: Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

#5 Beitrag von rotertrecker » 2020-06-05 13:05:56

Hallo,

der 90-16 hat ab Werk vorn Parabelfedern und hinten klassische Blattfedern.
Also "Mischfederung" (Oha!...)

Da werde ich jetzt mal neugierig mitlesen, denn die originalen Federn hinten sind bei leerem Auto (da hab ich nur ~ 2,0t auf der HA) nicht sooo toll...

Gruß Sven
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Re: Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

#6 Beitrag von moje 57 » 2020-06-05 14:28:57

Ich möchte auch etwas zur Entscheidungsfindung beitragen.
Parabelfedern haben eine progressive Federkennung. Was bedeutet die Härte der Feder nimmt mit zunehmender Belastung zu. Sinken also mit zunehmender Last immer weniger ein.
Blattfedern üblicher Bauart haben diese Kennung nicht, sie sinken mit zunehmender Last gleich bleibend ein. Deshalb bedient man sich der Zusatzfedern die erst ab einem bestimmten Punkt, anschlagend an den Federböcken, wirksam werden, also die Gesamtkennung verändern. Die Zusatzfeder hat Bedeutung wenn Fahzeuge mit oft wechselnden Beladezuständen unterwegs sind. Für unsere Fahrzeugen, die im Regelfall, mit gleich bleibenden Ladezustand unterwegs sind, spielen Zusatzfedern eher keine Rolle. Bei Rotertrecker träfe dies nicht zu. Also ist es durchaus eine Überlegung wert, wie Pirx in seinem Beitrag schreibt, die Federn entsprechend den Anforderungen anfertigen zu lassen.
Das können sowohl Blatt- als auch Parabelfedern sein.

Gruß,
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Re: Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

#7 Beitrag von Pirx » 2020-06-05 15:32:16

moje 57 hat geschrieben:
2020-06-05 14:28:57
Ich möchte auch etwas zur Entscheidungsfindung beitragen.
Parabelfedern haben eine progressive Federkennung. Was bedeutet die Härte der Feder nimmt mit zunehmender Belastung zu. Sinken also mit zunehmender Last immer weniger ein.
Blattfedern üblicher Bauart haben diese Kennung nicht, sie sinken mit zunehmender Last gleich bleibend ein. Deshalb bedient man sich der Zusatzfedern die erst ab einem bestimmten Punkt, anschlagend an den Federböcken, wirksam werden, also die Gesamtkennung verändern. Die Zusatzfeder hat Bedeutung wenn Fahzeuge mit oft wechselnden Beladezuständen unterwegs sind. Für unsere Fahrzeugen, die im Regelfall, mit gleich bleibenden Ladezustand unterwegs sind, spielen Zusatzfedern eher keine Rolle. Bei Rotertrecker träfe dies nicht zu. Also ist es durchaus eine Überlegung wert, wie Pirx in seinem Beitrag schreibt, die Federn entsprechend den Anforderungen anfertigen zu lassen.
Das können sowohl Blatt- als auch Parabelfedern sein.

Gruß,
Auch mit herkömmlichen Blattfederpaketen ohne Zusatzpakete lassen sich progressive Kennlinien verwirklichen. So ist es z.B. an meinen neuen Hinterachsfedern realisiert. :idee:

In das Blattfederpaket ist eine Stützblattfeder eingebaut. Auf dieser wälzt das darüberliegende Federblatt ab. Bei zunehmender Belastung wird die Auflagefläche der Blattfeder an der Stützfeder größer. Dies bewirkt eine Verkürzung der freien, federnden Länge und damit eine Verhärtung der Feder.

Laut Federdiagramm ändert sich die Federkonstante von 7,8 mm/100 kp im unbeladenen Zustand über "kontinuierliches Abwälzen" bis auf 3,8 mm/100 kp im vollbeladenen Zustand.

Pirx
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Re: Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

#8 Beitrag von Radler61 » 2020-06-05 16:08:47

Danke für das bisherige Feedback.
Der Hinweis auf andere Threads war gut, habe viel zu intensiv nur unter 90-16 gesucht.

Ergänzend noch angemerkt:
Der 90-16 hat hinten keine Zusatzfedern, nur 1x5 Blatt Paket.
Ich tausche auch nicht aus Komfortgründen aus sondern weil das Blatt mittlerweile bis auf ca 2cm an den Gummipuffer ran sind.

Reiseziele eher außerhalb Europa, Haltbarkeit daher schon ein primärer Wunsch.

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Re: Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

#9 Beitrag von Radler61 » 2020-06-05 16:14:47

Wir liegen reisefertig in Europa knapp unter 7,5 to. Außerhalb mit vollen Wassertanks vermutlich auch mal drüber.
Das Gewicht auf der Hinterachse hab ich noch nicht gemessen, enke so um 4.5 to.

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Re: Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

#10 Beitrag von Wombi » 2020-06-05 17:52:32

Schön, schön geredet .... :joke:

Reisefertig heißt alle Tanks voll ..... + die eigetragenen Personen ... ;)

Gruß, Wombi
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Re: Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

#11 Beitrag von moje 57 » 2020-06-05 17:56:31

Pirx hat geschrieben:
2020-06-05 15:32:16
moje 57 hat geschrieben:
2020-06-05 14:28:57
Ich möchte auch etwas zur Entscheidungsfindung beitragen.
Parabelfedern haben eine progressive Federkennung. Was bedeutet die Härte der Feder nimmt mit zunehmender Belastung zu. Sinken also mit zunehmender Last immer weniger ein.
Blattfedern üblicher Bauart haben diese Kennung nicht, sie sinken mit zunehmender Last gleich bleibend ein. Deshalb bedient man sich der Zusatzfedern die erst ab einem bestimmten Punkt, anschlagend an den Federböcken, wirksam werden, also die Gesamtkennung verändern. Die Zusatzfeder hat Bedeutung wenn Fahzeuge mit oft wechselnden Beladezuständen unterwegs sind. Für unsere Fahrzeugen, die im Regelfall, mit gleich bleibenden Ladezustand unterwegs sind, spielen Zusatzfedern eher keine Rolle. Bei Rotertrecker träfe dies nicht zu. Also ist es durchaus eine Überlegung wert, wie Pirx in seinem Beitrag schreibt, die Federn entsprechend den Anforderungen anfertigen zu lassen.
Das können sowohl Blatt- als auch Parabelfedern sein.

Gruß,
Auch mit herkömmlichen Blattfederpaketen ohne Zusatzpakete lassen sich progressive Kennlinien verwirklichen. So ist es z.B. an meinen neuen Hinterachsfedern realisiert. :idee:

In das Blattfederpaket ist eine Stützblattfeder eingebaut. Auf dieser wälzt das darüberliegende Federblatt ab. Bei zunehmender Belastung wird die Auflagefläche der Blattfeder an der Stützfeder größer. Dies bewirkt eine Verkürzung der freien, federnden Länge und damit eine Verhärtung der Feder.

Laut Federdiagramm ändert sich die Federkonstante von 7,8 mm/100 kp im unbeladenen Zustand über "kontinuierliches Abwälzen" bis auf 3,8 mm/100 kp im vollbeladenen Zustand.

Pirx
Pirx, das ist vollkommen korrekt. Wenn ich von der fehlenden Progressivität rede, dann auch nur und ausschließlich bei der banalen Blattfeder als einfaches Federpaket. Sobald Zusatzfedern ins Spiel kommen kann selbstredend die Kenlinie verändert werden. Das habe ich auch nicht anders in meinem Beitrag geschrieben.
Und ja, Glückwunsch zu deiner Federausführung, die dürfte damit dann auch etwas schlanker ausfallen als mit aufgesetzter Zusatzfeder.

Gruß,
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Re: Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

#12 Beitrag von Dsg » 2020-06-07 8:26:31

Hallo Pirx,
Ich habe die hinteren Halpelliptik-Blattfedern (also die "klassischen" Blattfedern) wieder durch solche Blattfedern ersetzt. Allerdings sind die neuen Federn an das geringere Gewicht des Fahrzeugs (Ablastung) angepaßt.
wieviel Gewicht konntest Du auf jeder Seite einsparen?

Gruß Dsg

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Re: Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

#13 Beitrag von Pirx » 2020-06-07 10:57:33

Dsg hat geschrieben:
2020-06-07 8:26:31
wieviel Gewicht konntest Du auf jeder Seite einsparen?
Hallo Dsg!

Insgesamt konnte ich 80 kg einsparen (2x 40 kg pro Seite):
- Entfall Zusatzfederpakete
- Ersatz Hauptfederpakete durch leichtere Pakete
- Entfall Wälzböcke mit Verstärkungsplatten

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Re: Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

#14 Beitrag von Dsg » 2020-06-07 11:15:58

Danke für die Info Pirx!

Ich denke beim Wechsel zur Parabelfeder könnte noch mehr Gewichtsersparnis drin sein. Aber 80 Kilo ist schon mal nicht schlecht.

Dsg

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felix
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Re: Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

#15 Beitrag von felix » 2020-06-07 11:26:58

Hallo,

hier ist bisher nicht über Dämpfung gesprochen worden, obwohl das unbedingt zu beachten ist!
Bei einer Trapezfeder reiben die einzelnen Federblätter aneinander und dämpfen so die Fahrzeugschwingungen. Bei der Parabelfedern berühren sich die Federn nicht, daher fehlt diese Dämpfung. Wird eine Trapezfeder durch Parabelfedern ersetzt, so muss die Dämpfung neu ausgelegt werden, die ggf. vorhandenen Dämpfer reichen dann nicht mehr aus.

Hier liegt letztlich neben der Gewichtsersparnis aber auch der große Vorteil: wärend das Trapez unkomfortabel in der Druckstufe dämpft, so können bei der Parabel Dämpfer mit komfortabler Dämpfung in der Zugstufe verwendet werden


Außerdem vertragen Parabelfedern keine Torsionen und brechen bei starken Achsverschränkungen im Gelände. Werksseitige Federaufnahmen haben Gummi-Elemente, welche Torsionen von den Federblättern fern halten, baut man Parabelfedern aber einfach in die Aufnahmen von Trapezfedern, so hält das im Gelände nicht lange.

MlG,
Felix

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Re: Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

#16 Beitrag von Radler61 » 2020-06-07 12:28:04

Die Würfel sind gefallen, es werden wieder die klassischen Blattfedern werden.

Jetzt noch die Auswahl des möglichen Lieferanten. Tendenziell gehts in Richtung Bischoff, a) bisher eher positives vernommen b) noch keine gleichwertige Alternative.
Es werden dann wohl aufbereitete Blattfedern werden.

Bin offen für weitere Infos/Meinungen

Grüße aus Mittelfranken

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Re: Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

#17 Beitrag von Pirx » 2020-06-07 12:39:11

Hallo Ingo!

Ich war mit DFF in Thüringen sehr zufrieden. Kann ich nur empfehlen. DFF selbst stellt nur die Federn her, der Einbau erfolgte bei einer Partner-Werkstatt (Landmaschinen und LKW) in der Nähe. Auch die Werkstatt war gut.

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Re: Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

#18 Beitrag von Bikerguido » 2020-06-07 14:39:18

Hab auch mit dff gute Erfahrungen, habe Marquard- Dämpfer dort mitbestellt. Selbst eingebaut mit Freunden hier aus dem Forum. :unwuerdig:
Mein Projekt: Iveco 90-16, gedämmte Doka mit 4 Einzelsitzen und 1 "Notbett"
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Re: Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

#19 Beitrag von flaming_homer » 2020-06-08 18:46:34

felix hat geschrieben:
2020-06-07 11:26:58
Außerdem vertragen Parabelfedern keine Torsionen und brechen bei starken Achsverschränkungen im Gelände. Werksseitige Federaufnahmen haben Gummi-Elemente, welche Torsionen von den Federblättern fern halten, baut man Parabelfedern aber einfach in die Aufnahmen von Trapezfedern, so hält das im Gelände nicht lange.
Wo sitzen denn diese Gummielemente genau? (ernstgemeinte Frage)
Ich habe jetzt eine ganze Weile die Google-Bildersuche bemüht und kann optisch keinen Unterschied in der Konstruktion der Federaufnahmen erkennen.

Viele Grüße
Daniel

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Re: Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

#20 Beitrag von burkhard » 2020-06-08 19:01:42

Radler61 hat geschrieben:
2020-06-07 12:28:04
Die Würfel sind gefallen, es werden wieder die klassischen Blattfedern werden.
Weise Entscheidung. Wie ich (und Pirx) in einen anderen Beitrag schon mal geschrieben haben sind die Argumente für Parabelfedern in der Theorie überzeugend (Komfortgewinn), in der Praxis dann aber enttäuschend.

Ausserdem ist der Aufwand für die Umrüstung nicht zu unterschätzen. Zusätzlich zu den Parabelfedern benötigt man neue Dämpfer, einen neuen ALB, ein neues ALB Schild und möglicherweise auch ein neues Fußbremsventil da die Federn, der ALB und das Fußbremsventil aufeinander abgestimmt sind und auf dem ALB Schild (und in der ABE) eingetragen sind. Um eine neue Betriebserlaubnis muss man sich dann auch kümmern, da es ein Eingriff in die Bremsanlage ist.

Die größte Schwierigkeit sehe ich darin, erst mal die Komponenten (Federn, Dämpfer, ALB) richtig aufeinander abzustimmen.

Viele Grüße
Burkhard

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Re: Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

#21 Beitrag von Wombi » 2020-06-08 19:02:49

Mir wären jetzt nicht wirklich gebrochene Parabelfedern bekannt .... aber viele gebrochene Blattfedern.

Gruß, Wombi
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Re: Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

#22 Beitrag von burkhard » 2020-06-08 19:05:39

Wombi hat geschrieben:
2020-06-08 19:02:49
Mir wären jetzt nicht wirklich gebrochene Parabelfedern bekannt .... aber viele gebrochene Blattfedern.

Gruß, Wombi
Es gab doch erst kürzlich einen Beitrag wegen gebrochener Parabelfedern. Ich glauche es war irgendwo in der Monglei oder Karachstan und ich meine es war ein MAN. Die Suche nach einem Ersatz war wohl gar nicht einfach.

Viele Grüße
Burkhard

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Re: Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

#23 Beitrag von flaming_homer » 2020-06-08 19:07:30

burkhard hat geschrieben:
2020-06-08 19:01:42
Ausserdem ist der Aufwand für die Umrüstung nicht zu unterschätzen. Zusätzlich zu den Parabelfedern benötigt man neue Dämpfer, einen neuen ALB, ein neues ALB Schild und möglicherweise auch ein neues Fußbremsventil da die Federn, der ALB und das Fußbremsventil aufeinander abgestimmt sind und auf dem ALB Schild (und in der ABE) eingetragen sind. Um eine neue Betriebserlaubnis muss man sich dann auch kümmern, da es ein Eingriff in die Bremsanlage ist.

Die größte Schwierigkeit sehe ich darin, erst mal die Komponenten (Federn, Dämpfer, ALB) richtig aufeinander abzustimmen.
Gilt das nicht auch genauso für Blattfedern mit progressiver Kennlinie, wie Pirx sie nun eingebaut hat?

Viele Grüße
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Re: Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

#24 Beitrag von burkhard » 2020-06-08 19:12:49

Wenn man die Kennlinie der Federn ändert gilt das dann natürlich auch. Der ALB bildet die Kennlinie der Federn ab. Dazu ist im ALB hinter dem Gestägnehebel eine Scheibe, die aber nicht rund ist sondern so geformt ist, dass sie die Kennlinie der Federn nachbilden kann. Im wesendlichen unterscheiden sich die ALB's mit ihren unterschiedlichen Kennlinien nur durch diese Scheibe.

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Re: Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

#25 Beitrag von Wombi » 2020-06-08 19:17:51

burkhard hat geschrieben:
2020-06-08 19:05:39
Wombi hat geschrieben:
2020-06-08 19:02:49
Mir wären jetzt nicht wirklich gebrochene Parabelfedern bekannt .... aber viele gebrochene Blattfedern.

Gruß, Wombi
Es gab doch erst kürzlich einen Beitrag wegen gebrochener Parabelfedern. Ich glauche es war irgendwo in der Monglei oder Karachstan und ich meine es war ein MAN. Die Suche nach einem Ersatz war wohl gar nicht einfach.

Viele Grüße
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Da gehört aber dann wirklich viel dazu ....
Wie gesagt, ich wüßte keine.
Wäre aber interessant dann zu wissen, wieso und warum.

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Re: Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

#26 Beitrag von burkhard » 2020-06-08 19:21:41

In Kirgisistan war es.
viewtopic.php?p=829389#p829389

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Re: Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

#27 Beitrag von Wombi » 2020-06-08 19:31:58

Auch hier schonmal besprochen und in 30 Jahren keine gebrochene Parabelfeder gesehen

viewtopic.php?f=33&t=83203&p=787637&hil ... er#p787637

Ein bekanntes Forumsmitglied hier hat mit nem MAN nen Höhen-Abflug wegen einer übersehenem, massiven Senke mit hoher Geschwindigkeit gemacht.
Die Landung war so hart, daß sich die Beifahrerin 2 Wirbel gebrochen hat und ein Luftgefederter Sitz in Rente ging .... Parabel blieb ganz ... Blatt wäre da zerbröselt.

Gruß, Wombi
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Re: Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

#28 Beitrag von burkhard » 2020-06-08 19:37:01

Letztlich finde ich es nicht so wichtig, ob man Parabel oder normale Federn hat. Ich würde es bei dem belassen, was man schon hat. Vernünftige luftgefederte Sitze und eine gute Reifendruckregelanlage bringen mehr Komfortgewinn.

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Re: Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

#29 Beitrag von Wombi » 2020-06-08 19:42:09

so ist es .... nichts verschlimmbessern.
Wobei "gute" Reifendruck Regelanlagen wüsste ich jetzt auch nicht zum nachrüsten.
Und serienmässig sind die seeehr rar gesät.

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Re: Blattfeder vs. Parabelfeder beim 90-16

#30 Beitrag von Pirx » 2020-06-08 20:05:37

Wombi hat geschrieben:
2020-06-08 19:02:49
Mir wären jetzt nicht wirklich gebrochene Parabelfedern bekannt .... aber viele gebrochene Blattfedern.

Gruß, Wombi
Ein Hallennachbar mit Mercedes 917A hatte eine gebrochene Parabelfeder. Den Grund weiß ich nicht mehr, ist schon 20 Jahre her.

Ich weiß noch, daß er auf Weisung der Mercedes-Werkstatt beide Parabel-Pakete ersetzen mußte. Ein Austausch nur des gebrochenen Federblatts war nicht zulässig.

Pirx
Zuletzt geändert von Pirx am 2020-06-08 20:09:01, insgesamt 1-mal geändert.
Der mit der Zweigangachse: 15 Vorwärtsgänge, 3 Rückwärtsgänge, Split, Schnellgang, Differentialsperre
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