Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

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Airman
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Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

#1 Beitrag von Airman » 2020-02-29 19:13:28

Hallo,

ich bin bisher nur passiver Leser und möchte mich mit diesem Post erstmalig aktiv zu Wort melden.

Mein Name ist Dirk. Bin gerade 60 Jahre alt geworden und bin leidenschaftlicher Fliegenfischer. Mit Beginn meiner Rente in 2026 möchte ich mich für 3-5 Jahre in die Natur nach Alaska, Kanada und den USA verabschieden und ggf. noch Südamerika (Patagonien bis Feuerland) anschließen lassen (immer den Lachsen und Steelheads hinterher).
Ich habe mich gerade für den Führerschein Klasse CE angemeldet, da ich nach intensiver Recherche ein Fahrzeug > 7,5 t erwerben möchte und ggf. einen Hänger mit einem Quad und Boot (aufblasbar) mitnehmen werde.
Ich möchte keine extremen Offroad Touren machen, aber wer schon mal in Kanada war, weiß dass man dort häufig Log oder Dirt Roads fahren muss, um an die interessanten Plätz zu kommen.

Mein Lastenheft sieht folgendermaßen aus:
- Basisfahrzeug 4x4 > 7,5 t
- Koffer: wahrscheinlich L 5600mm x B 2480mm x H 2250
- Frischwassertanks ca. 500 l
- Kraftstoffmenge ca. 500-600 l
- Grauwasser ca. 150 l beheizt außenliegend
- Kein Fäkaltank da Verbrennungstoilette
- Reifen 14.00 R20 x 5
- Seilwinde (nice to have)
- Energie: 230 und 24 V-Versorgung
- Fahrzeug soll für min. 3-4 Wochen autark sein

Bei der Auswahl eines Basisfahrzeugs tue ich mich schwer. Ich bin kein Schrauber, muß das aber wohl bei meinem Zielgebiet auch nicht sein, da das Werkstattnetz sicher kein so großes Problem ist. Meine Lieblingsfahrzeuge wären von der Bundeswehr nach BJ 2000, welche jedoch sehr teuer sind, wie alle wissen, da sie nur recht selten ausgemustert werden. Vorteil ist, dass sie bereits die richtige Bereifung, teilweise Klimaanlage und luftgefederte Sitze und teilweise hochverlegte Luftansaugung haben (MB Axor z. B.).

Alternativ habe ich folgende Fahrzeuge im Focus:
- Iveco Magirus Deutz Doka 120 / 23 oder 25
- DB Doka ab 1224
- MANs Doka
- Steyr von der Feuerwehr 13S23 oder größer, da günstiger als die 12M18 Modelle gehandelt.

Vebeg- und Zollversteigerungen beobachte ich täglich.

Den Koffer werde ich von lokalen Werkstätten ausbauen lassen und dabei nur unterstützend mithelfen können

Könnt Ihr mir ein Fahrzeug empfehlen bei welchem ich auch unter Werthaltigkeits- und Wiederverkaufsaspekten keinen Fehler mache?
Ich würde mich über Empfehlungen über Pro und Contra für geeignete Basismodell sehr freuen.

LG
Dirk

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Ulf H
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Re: Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

#2 Beitrag von Ulf H » 2020-02-29 19:38:15

... wozu die Festlegung auf Reifen 14.00R 20, in deinem speziellen Fall würde ich was suchen, was in USA / Kanada üblich ist ... wäre es nicht insgesamt schlauer gleich dort was zu kaufen anstatt hier ein dort exotisch es Fahrzeug zu bauen und dann noch verschiffen zu müssen ... Versicherung ist in letzter Zeit immer wieder Thema, wohl ein sehr schwieriges bzw. teures bei älteren Fahrzeugen ...

... du willst als Angler ständig an Flüssen mit Trinkwasserqualität sein, wozu dann so viel Wasser mitschleppen ...

Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

Magirus-Deutz 170D11FA ... Bild in Cinemascope extrabreit, Sound in 6-kanal Dolby 8.5 ...

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Re: Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

#3 Beitrag von Mark86 » 2020-02-29 20:37:20

Warte noch n bisschen. Der Camping boom startete 2012/13 und seit 2015 laufen Reihenweise Allrad Laster vom Band, meiner Meinung nach kommt irgendwann eine Marktsaettigung und dann gehen die Preise fuer schöne Gebrauchtfahrzeuge richtig in den Keller, wo sie hin gehören...

Da macht es jetzt keinen Sinn n Auto zu bauen was in 5 bis 6 Jahren auch nur n Gebrauchtes ist, bis es losgehen soll...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

#4 Beitrag von buntbaer2001 » 2020-02-29 21:00:40

Also bei mir gehts auch erst in 4-5 Jahren „richtig“ los und (fast) alles was ich bisher auf dem Gebrauchtmarkt gesehen habe, wäre für meine Ideen mit zu vielen Kompromissen gewesen. Daher bau ich selber, auch wenn ich nicht nicht mal richtig angefangen habe.

Aber ja, vielleicht ändert sich das die nächsten Jahre auch. Aber was, wenn nicht?

Also Dirk, wenn du es so machen willst, dann tue es.

Gruß
Peter
Für uns ist Weihnachten dieses Jahr an Ostern. Da bekommen wir unseren Steyr 12M18.

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Re: Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

#5 Beitrag von Mark86 » 2020-02-29 21:13:14

Naja, viel teurer kann nicht mehr werden, wenn man bauen lässt... Gebrauchte halb abgeranzte Fahrgestelle kosten so viel wie neue, Stundenverrechnungssaetze von 100€ netto pro Stunde sind Standard, und material / endgeraete sind eh industrieware...

Die Handwerker werden nicht aussterben, MAN LKWs nicht doppelt so viel kosten, schlimmer kanns nicht werden...

Meiner Meinung nach müssten jetzt nach boom Beginn 2012/13 die auf 6 bis 8 Jahre finanzierten wohnmobile auf den Markt drücken, es mag noch 2 Jahre dauern, bis die Preise wieder unten sind, der exmo Markt hängt 1-2 Jahre hinterher wegen der langen Planungs und Lieferzeiten, aber es muss irgendwann runter gehen...

Wer grade kein camping Fahrzeug braucht, sollte abwarten... Das ist meine bescheidene Meinung...

Ich hab uebrigends jedes Jahr n Gebrauchtfahrzeuge gesehen, was fuer mich auch ok gewesen waere, wenn auch in der letzten Zeit nicht preislich...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

#6 Beitrag von bachmarc » 2020-02-29 22:34:39

Wenn du fünf Jahre wartest, eh nicht schrauben willst, dann lohnt vielleicht drauf warten bis wer verkauft.
Die meisten Dinger in der „500l Wasser Klasse“ werden ja nicht von 25 Jährigen gefahren... irgendwann wird das Fahrerhaus unerreichbar
MAN G90 8.150 Bj 1994

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Re: Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

#7 Beitrag von frankhh100 » 2020-02-29 22:48:46

Ich glaube nicht, dass die Preise stark Nach unten gehen. Immer weniger Leute können selber am LKW schrauben oder einen Koffer bauen. Meiner Meinung nach werden die Preise stagnieren...
Auf mobile werden Fahrzeuge (gebraucht) gerade für > 400 TSD angeboten.... Es scheint Geld unter den Leuten zu sein....
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Re: Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

#8 Beitrag von advi » 2020-02-29 23:03:10

USA ... ich war in den letzten Jahren oft und habe mir viel Gedanken gemacht, was dort am besten passen würde und würde mir dort ein Fahrgestell kaufen.
Wahrscheinlich einen Koffer rüberschicken. Eine Art Bliss Konzept verfolgen.
Frank

Unserer heißt Alladin und ist ein MAN LE220 mit ausgebautem Kühlkoffer

Ausbau siehe http://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/p ... 35&t=55758

Wie viel Expeditionsmobil ist nötig - unsere kommende 3,5 to Lösung viewtopic.php?p=824020#p824020

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Re: Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

#9 Beitrag von Mark86 » 2020-03-01 0:11:01

frankhh100 hat geschrieben:
2020-02-29 22:48:46
Ich glaube nicht, dass die Preise stark Nach unten gehen. Immer weniger Leute können selber am LKW schrauben oder einen Koffer bauen. Meiner Meinung nach werden die Preise stagnieren...
Auf mobile werden Fahrzeuge (gebraucht) gerade für > 400 TSD angeboten.... Es scheint Geld unter den Leuten zu sein....
Das immer weniger Leute selber koennen, mag tendenziell richtig sein, ist aber ein Generationenthema und kein Thema das Preise in einer halben Dekade aendert...

Wenn der Gebrauchtmarkt wieder voller wird, wird es mehr Leute zum Gebrauchtfahrzeug treiben. Das zusammen mit einer Marktsaettigung und in den letzten Jahren explodierten Angebozskapazitaeten wird zu einem Überangebot führen und in Folge dessen deutlichen Preiseinbussen... Das ist das Gesetz des Marktes, daran kann niemand vorbei.
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

#10 Beitrag von cruise-the-planet » 2020-03-01 1:28:59

Mark86 hat geschrieben:
2020-03-01 0:11:01
frankhh100 hat geschrieben:
2020-02-29 22:48:46
Ich glaube nicht, dass die Preise stark Nach unten gehen. Immer weniger Leute können selber am LKW schrauben oder einen Koffer bauen. Meiner Meinung nach werden die Preise stagnieren...
Auf mobile werden Fahrzeuge (gebraucht) gerade für > 400 TSD angeboten.... Es scheint Geld unter den Leuten zu sein....
Das immer weniger Leute selber koennen, mag tendenziell richtig sein, ist aber ein Generationenthema und kein Thema das Preise in einer halben Dekade aendert...

Wenn der Gebrauchtmarkt wieder voller wird, wird es mehr Leute zum Gebrauchtfahrzeug treiben. Das zusammen mit einer Marktsaettigung und in den letzten Jahren explodierten Angebozskapazitaeten wird zu einem Überangebot führen und in Folge dessen deutlichen Preiseinbussen... Das ist das Gesetz des Marktes, daran kann niemand vorbei.
Woher kannst du derart genau vorhersagen dass die Nachfrage nicht stärker steigt als das Angebot?

Lg
Lukas

Mark86
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Re: Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

#11 Beitrag von Mark86 » 2020-03-01 1:36:27

cruise-the-planet hat geschrieben:
2020-03-01 1:28:59
Woher kannst du derart genau vorhersagen dass die Nachfrage nicht stärker steigt als das Angebot?

Lg
Lukas
Genau koennen tu ich das wahrscheinlich nicht, ich bin ja kein Wahrsager. Aber der Wohnmobil Markt war lange Zeit leicht wachsend und die Gebrauchtpreise / Wertverlust lagen auf ähnlichem Niveau wie bei PKWs, also normal und gesund...

Dann ist ab 2012/13 ein Trend gekommen, die Gebrauchtpreise sind explodiert, die Neuzulassungen und der Gesamtbestand ebenso. Als ob die richtigen Wohnmobil Fahrer auf einmal so viel mehr geworden sind, wers glaubt...

78% der FZ sind finanziert, 56% des Wohnmobilkapitals gehört Banken und die übliche finanzierungslaufzeit beträgt 6 bis 9 Jahre,...

Ich wette, wenn die Finanzierungen durch sind, sind viele Fahrer mit dem Trend auch fertig...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

Birdie
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Re: Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

#12 Beitrag von Birdie » 2020-03-01 4:38:34

Ev hängt es ja auch ein bisschen mit Demographie und den Babyboomers (1946-1964) zusammen, die das nötige Kleingeld haben und im Alter noch was erleben möchten.

Gruss aus der Schweiz
Birdie

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Re: Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

#13 Beitrag von schrauber uwe » 2020-03-01 6:55:20

Die Preisentwicklungstendenz die Mark aufzeichnet halte ich für eine Illusion.

Weil:
Wenn wir von den großen Fahrzeugen (ab 300.000 Euro) reden dann sind die mit Sicherheit nicht finanziert (ich kenne mindestens 10 Besitzer derartiger Fahrzeuge persönlich und baue selbst gerade ein solches) denn das sind:
1. große Spielzeuge für große Konten wo es darum geht das Geld was rumliegt und nichts erwirtschaftet weil Zinsen gibt’s ja keine zu investieren in etwas womit man Spaß hat und um der Inflation ein Schnippchen zu schlagen
2. geht mal mit dem Projekt ein EXMO zu kaufen zur Bank und lasst euch da eine zweckgebundene Finanzierung rechnen, da fallt ihr tot um denn die sind da völlig planlos und kompensieren diese Unsicherheit mit extremen Risikoaufschlägen, das hat nichts mit PKW oder Hausbaufinanzierung zu tun.

Ich denke die Nachfrage wird hoch bleiben weil Geld ist genügend da, die Welt wird permanent kleiner und damit der Drang „wir müssen jetzt losfahren sonst sind wir erstens alt und zweitens macht uns sonst die Politik einen Strich durch die Rechnung“ omnipräsent.

Die aus meiner Sicht einzigen einzige nicht so recht bewertbaren Risiken zur Marktentwicklung sehe ich in der europäischen Gesetzgebung zum Thema Umwelt, Abgas und Diesel und der Trend weg vom dauerhaften Besitz und hin zum Zweck und zeitgebundenen Besitz (auch viel besser fürs Umweltgewissen) denn warum kein Fahrzeug mieten wenn ich eine 5 Jährige Reise plane und das danach noch nicht weiß oder bewerten kann. Bliss macht es doch vor, das Carsharing auch im EXMO Bereich funktioniert und in diesem Markt werden die definitiv nicht allein bleiben.

Also ich denke es bleibt spannend :positiv:

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pari
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Re: Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

#14 Beitrag von pari » 2020-03-01 9:22:55

Wie jetzt? :ninja:
Keiner spricht die 7,5t an,
bei dem Lastenheft....?
Bei dieser Konfiguration mach besser den Führerschein :blush:
vg
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Pirx
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Re: Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

#15 Beitrag von Pirx » 2020-03-01 9:35:50

pari hat geschrieben:
2020-03-01 9:22:55
Wie jetzt? :ninja:
Keiner spricht die 7,5t an,
bei dem Lastenheft....?
Bei dieser Konfiguration mach besser den Führerschein :blush:
Hat der TE doch gleich im ersten Beitrag geschrieben:
Mein Lastenheft sieht folgendermaßen aus:
- Basisfahrzeug 4x4 > 7,5 t
Pirx
Der mit der Zweigangachse: 15 Vorwärtsgänge, 3 Rückwärtsgänge, Split, Schnellgang, Differentialsperre
---
"Immer bedenken: Hilfe ist keine Einbahnstrasse, Geholfen-Werden ist kein Recht und es liegt an jedem selbst, inwieweit er sich hier in der Gemeinschaft (die im Extremfall so einiges gemeinsam schafft) involviert und einbringt."
Ein Unimog-Fahrer.

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Re: Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

#16 Beitrag von pari » 2020-03-01 9:42:05

Och Mist,
war noch früh für mich.... :hacker:
Ich geb nie wieder vor einem Kaffee ein Kommentar ab.... :positiv:
vg
pari


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Airman
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Re: Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

#17 Beitrag von Airman » 2020-03-01 13:38:40

Moin Moin,

gucke gerade mal ins Forum, um zu sehen, ob mir ein paar Enthusiasten geantwortet haben und stelle fest, dass es eine rege Diskussion über die Preisentwicklung von EXMOs gegeben hat. Vielen lieben Dank für die Antworten.

Einige Pkt. kann ich kommentieren. Das Projekt soll jetzt starten, da für mich auch der Weg das Ziel ist und ich möglichst viel bei dem Projekt lernen möchte. Da ich mich erst seit ca. 4 Monaten damit beschäftige, kenne ich nicht die früheren Preise, habe aber über die Versteigerungen beim Zoll mitbekommen, dass ein IVECO Magirus 120-25 fahrbereit und mit automatischem Getriebe z. B. für < TEU 10 weggegangen ist. Wenn ein Wiederverkäufer ihn dann inkl. Gewährleistung für TEU 15 weggibt, ist das ganz ok., glaube ich.

Von den schwieriger gewordenen Passagen nach NA habe ich noch nichts gelesen, dass könnte in der Tat ein Problem sein. Vielleicht fange ich dann in Südamerika an, viele setzten ja nach Uruguay über. Ich spreche fließend spanisch, da ich mit einer Südamerikanerin verheiratet war und Patagonien ist ein Eldorado für jeden Fliegenfischer. :)

Nun aber zu den LKWs. Ich werde heute noch einige Anfragen zu folgenden Fahrzeugen starten:

- IVECO - 160 30 BJ 94
- MERCEDES-BENZ 1234 4x4
- Iveco 135 E 24 Allrad
- Mercedes-Benz 1224 AF 4x4
- Steyr 15 S 23 4×4
- Mercedes Axor BW

Ich habe mir die Vlogs von 4Wheels24 zu den einzelnen Fahrgestellen angeschaut und tendiere dazu dem Tobias Teichmann zu folgen und ehr etwas übermotorisiert (falls das überhaupt geht) als untermotorisiert zu reisen. Da ich jetzt schon etwas älter bin, steht die Bequemlichkeit ganz weit vorne im Pflichtenheft. Ich möchte daher eine große Kabine ausbauen. Bad und Toilette sollen z. B. getrennt sein, wie bei Füss-Mobile (dort gefallen mir auch einige Grundrisse sehr gut).

Die Preise von ca. € 100 pro Facharbeiterstunde wurden schon genannt, weshalb ich überlege viele Gewerke in der Tschechei zu beauftragen (Lohnkosten dort zwischen € 15-45 /Std. außerhalb Prags).
Also welches Fahrzeug wäre Eure Präferenz? Wo stimmt die Übersetzung und wo müsste man Hand anlegen, wo stimmt der Radstand und wo nicht, etc.?

HG
Dirk

Mark86
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Re: Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

#18 Beitrag von Mark86 » 2020-03-01 13:41:53

Wenn wir von den großen Fahrzeugen (ab 300.000 Euro) reden dann sind die mit Sicherheit nicht finanziert (ich kenne mindestens 10 Besitzer derartiger Fahrzeuge persönlich
Ich meine das gesamte Marktsegment und sehe da keine Unterschiede.

Das mit dem "nicht finanziert" glaube ich kein Stueck.
Ich weiß von manchen meiner Kunden im Oldtimer Bereich was die alles finanzieren und dass sind alles Autos die kein Mensch braucht. Sicher kannst du schlecht n Fahrgestell, Plastikwaende und n Klo finanzieren, aber ein Komplettfahrzeug nach deinen Wünschen von einem Aufbauer, Vollkaskoversichert ebenso wie ein Messe Fahrzeug sind kein Problem.

Ich hab so oft und grade in den höheren Einkommensbereichen den Kopf geschüttelt, was manche Leute da alles finanziert haben, wenn mir einer sagt was ihm gehört, glaube ich dass erst wenn ich KFZ Brief, Kontoauszug oder Grundbuchauszug gesehen habe...

Oft sind Leute so blank, die haben 5 Sportwagen in der Garage, aber denen gehört nicht mal der Felgenbaum und fuer 4 neue Reifen reicht der Dispo nicht...

Das Geld was bei vielen rein kommt, geht oft so wieder raus, fuer Leasingraten, Putzfrauen, Gärtner, shopping Touren, etc. Bootsanliegegebuehren, Unterhaltszahlungen, usw. usf.
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

#19 Beitrag von tomzwilling » 2020-03-01 15:55:13

Mark86 hat geschrieben:
2020-03-01 13:41:53
Wenn wir von den großen Fahrzeugen (ab 300.000 Euro) reden dann sind die mit Sicherheit nicht finanziert (ich kenne mindestens 10 Besitzer derartiger Fahrzeuge persönlich
Ich meine das gesamte Marktsegment und sehe da keine Unterschiede.

Das mit dem "nicht finanziert" glaube ich kein Stueck.
Ich weiß von manchen meiner Kunden im Oldtimer Bereich was die alles finanzieren und dass sind alles Autos die kein Mensch braucht. Sicher kannst du schlecht n Fahrgestell, Plastikwaende und n Klo finanzieren, aber ein Komplettfahrzeug nach deinen Wünschen von einem Aufbauer, Vollkaskoversichert ebenso wie ein Messe Fahrzeug sind kein Problem.

Ich hab so oft und grade in den höheren Einkommensbereichen den Kopf geschüttelt, was manche Leute da alles finanziert haben, wenn mir einer sagt was ihm gehört, glaube ich dass erst wenn ich KFZ Brief, Kontoauszug oder Grundbuchauszug gesehen habe...

Oft sind Leute so blank, die haben 5 Sportwagen in der Garage, aber denen gehört nicht mal der Felgenbaum und fuer 4 neue Reifen reicht der Dispo nicht...

Das Geld was bei vielen rein kommt, geht oft so wieder raus, fuer Leasingraten, Putzfrauen, Gärtner, shopping Touren, etc. Bootsanliegegebuehren, Unterhaltszahlungen, usw. usf.
Für diese Wahrheit muss ich dir meinen unverhohlenen Respekt zollen. Hut ab! Um diese Weisheiten zu erlangen, müssen durchschnittlich intelligente Menschen mindestens hundert Jahre alt werden.
Aber vielleicht gehörst du ja zu den oberen fünf Prozent der Hochbegabten und/oder bist bereits jenseits der Hundert?
"It is better to travel well than to arrive" - Buddha

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Re: Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

#20 Beitrag von burkhard » 2020-03-01 16:05:18

Mark sagt doch nur (voraus), dass sich ein Markt zyklisch verhält und es würde mich sehr wundern, wenn der Markt für ExMo's eine Ausnahme bildet.

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Re: Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

#21 Beitrag von Airman » 2020-03-01 17:31:38

Auch wenn die Diskussion eigentlich völlig an meiner ursprünglichen Frage vorbeigeht, werde ich hier mal folgendes Szenario skizieren.

In China ist der PKW Absatz um 92% eingebrochen. In D entlassen die Automobilbauer bereits Mitarbeiter, ebenso die großen Zuliefer. Die Zulieferbranche wird jetzt schon teilweise von den Herstellern gestützt, bei strategisch wichtigen Betrieben. Das liegt nur mittelbar an dem Handelskrieg mit Trump, sondern primär am völligen Versagen der deutsch Auto-Industrie im Hinblick auf E-Mobilität. Die herkömmlichen PWK liegen wie Blei in den Regalen. Der Amarok wird im Herbst z. B. eingestellt. Und jetzt kommt noch Corona hinzu wodurch weltweite Lieferketten schwer belastet werden. Dieses Jahr wird es eine Rezession geben und in der Automobilindustrie stehen 500.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Das führt zu einem Platzen der Immobilienblase etc.. Diese Tatsachen bringen Märkte ins Schwanken, nicht die Babyboomer, oder der Verlust einer Schraubergeneration.

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Re: Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

#22 Beitrag von Airman » 2020-03-01 17:32:42

Schade, zu meinem Thema hat sich eigentlich niemand geäußert.

Lord Helmchen
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Re: Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

#23 Beitrag von Lord Helmchen » 2020-03-01 20:30:46

Hallo, ich würde das ganz nüchtern angehen. Ich würde erstmal abklären wie sich die Ersatzteilsituation verhält und wie diese Ersatzteile in meinem Zielgebiet verfügbar sind. Welche Reifengrößen werden dort üblicherweise gefahren? Bei einem neueren Fahrzeug kommt oft ein ganzes Rudel an Steuergeräten zum Einsatz, wie ist es mit deren Verfügbarkeit und deren Bauzeit? Sind in den USA mittlerweile metrische Gewinde im Einsatz? Moderne Fahrzeuge sind toll und komfortabel, aber wie sind die Notlaufeigenschaften beim Versagen von Sensoren oder nicht umgehend beschaffbaren Bauteilen wenn diese nach völlig anderen Normen gebaut sind, und,und, und,.... Bei meinem VW Bus Syncro hat die Elektronik den Wagen stillgelegt nicht die Technik. Oder ein Sensor im Abgastrakt einen Euro 6 Fahrzeuges spinnt und schon ist die Leistung weg... wie steht es mit der wartungsfreundlichkeit des Fahrzeuges, brauche ich immer eine voll ausgestattete Markenwerkstatt mit geschulten Mechatroniker, oder kann das auch ein kleinerer Betrieb hinbekommen?
Der Aufbau ist ja universell einsetzbar und somit für die Wahl meiner Meinung nach nicht ganz so ausschlaggebend. In Südamerika stehen, kein passendes Teil zu bekommen und ein aufgrund falscher Sensorwerte ein spinnendes Steuergerät haben ist dann schon eine Katastrophe.
Nur mal so am Rande.
Gruß Sascha :spassbremse:

Mark86
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Re: Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

#24 Beitrag von Mark86 » 2020-03-01 20:35:46

burkhard hat geschrieben:
2020-03-01 16:05:18
Mark sagt doch nur (voraus), dass sich ein Markt zyklisch verhält und es würde mich sehr wundern, wenn der Markt für ExMo's eine Ausnahme bildet.
Die Aussage ist ja auch nicht schwer, denn jeder Markt verhält sich so. Die Frage die vorher niemand weiß, ist, an welchem Punkt er ist...

Ja, bzgl. Nordamerika kommen natürlich Schraubengroessen, Werkzeuggroessen und auch andere Volt Spannungen zum Tragen...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

#25 Beitrag von Ulf H » 2020-03-01 20:39:58

... und wie siehts in Südamerika aus? ...

Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

Magirus-Deutz 170D11FA ... Bild in Cinemascope extrabreit, Sound in 6-kanal Dolby 8.5 ...

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Re: Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

#26 Beitrag von Mark86 » 2020-03-01 20:45:34

I'm Sueden ist alles metrisch, nur Diesel wird teilweise je nach Land in Galonen statt Litern verkauft.
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

#27 Beitrag von Wilmaaa » 2020-03-01 20:55:32

Airman hat geschrieben:
2020-03-01 17:32:42
Schade, zu meinem Thema hat sich eigentlich niemand geäußert.
Naja, das Thema ist vielschichtig, da gibt es keine "Mach genau das oder das"-Antworten... und dass eine Diskussion mäandert, ist hier normal.

Übrigens muss man nicht "übermotorisiert" reisen. Gerade, wenn man reist und keine Terminfracht in aller Herren Länder fährt, ist die Entscheidung für die Leistung eher emotional als rational.
Ich hab einen Virus: den H-A-N-O-M-A-G-I-R-U-S
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Re: Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

#28 Beitrag von Wombi » 2020-03-01 21:15:47

Mark86 hat geschrieben:
2020-03-01 20:45:34
I'm Sueden ist alles metrisch,
Die ersten 5 Jahre von oben runter ist nichts, oder fast nichts metrisch ... im Süden vom Süden vielleicht schon .... aber selbst jetzt nach 2 Jahren seit dem Übersetzen von Panama nach Columbien mischt sich noch immer bis jetzt aktuell Brasilien immer wieder zöllisch drunter.

Gruß, Wombi
Es ist an der Zeit, die Reste der Welt zu entdecken........

15.4.2013, ab da werden wir uns für seeeehr lange Zeit nicht mehr sehen :-))))

Der Urlaub ohne Stress hat begonnen :-))) www.wombi-on-tour.de

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Re: Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

#29 Beitrag von Konstrukteur » 2020-03-01 23:30:34

Hallo Dirk,

ich würde Dir empfehlen ein Fahrgestell zu wählen, was so wenig wie möglich Elektronik drin hat! (auch wenn das einige anders sehen) ;)
Was nicht drinn ist, kann auch nicht kaputt gehen.
Ich habe recht guten Kontakt mit dem Geschäftsführer einer LKW-Markenwerkstatt. Wenn ich da so höre, welche Probleme da ein lausiger defekter Sensor verursacht, ist es mir ganz komisch geworden. :(
Und er hat mir auch für die Zukunft ein ganz anderes Problem offengelegt.
So wie heute noch möglich, werden "Oldtimer" im LKW-Bereich selten werden.
Wenn eine Baureihe nicht mehr gefertigt wird, bekommst Du hinterher noch ein paar Ersatzteile, dann aber relativ zeitnah nicht mehr (zumindest was elektronische Komponenten angeht).
Und der freie Markt wird nicht einspringen, da alleine die benötigten Messmaschinen für Elektronik (für Fehlersuche) schnell an die 70 k€ rangehen. :(
Das wird keine kleine Werkstatt dann investieren wollen. :(

Gruß Uwe
Ich will reisen und nicht rasen, wozu brauche ich also Höchstgeschwindigkeit?

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Re: Kaufberatung für ein Explorer Weltreisemobil

#30 Beitrag von advi » 2020-03-01 23:40:21

Ich habe mir was beim Vorschlag überlegt, das Fahrzeug in den USA zu kaufen:)

Und wenn man eine Liste der Vor- und Nachteile der einzelnen Fahrzeuge vom Forum haben will, klappt das erfahrungsgemäß eher weniger ;)

Werterhalt interessiert die meisten auch weniger.
Vor allem wird ein älteres Fahrzeug wegen den zunehmenden Umwelteinschränkungen wahrscheinlich höhere Wertverluste haben.
Auch das ist ausreichend diskutiert worden, kann ein Neuling aber nicht wissen.

Von daher macht es wenig Sinn ein Fahrzeug zu kaufen, auf einen anderen Kontinent zu verschiffen.
Vor allem, wenn die Versicherungsprobleme bekannt sind. Und in 5 Jahren es womöglich weitere Verschärfungen in den USA geben könnte.

Das Schöne ist aber, ich bin nicht der Entscheider 😁
Ich habe mich für ein Fahrzeug entschieden, dass ich auch in den USA gut fahren kann
Frank

Unserer heißt Alladin und ist ein MAN LE220 mit ausgebautem Kühlkoffer

Ausbau siehe http://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/p ... 35&t=55758

Wie viel Expeditionsmobil ist nötig - unsere kommende 3,5 to Lösung viewtopic.php?p=824020#p824020

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