Unimog Vergleich Baureihen 427 und 435

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tattva-352
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Unimog Vergleich Baureihen 427 und 435

#1 Beitrag von tattva-352 » 2019-09-26 12:31:27

Liebe Unimog-Versteher,

ich habe im Netz und auch hier im Forum schon einiges gesucht und auch gelesen, jedoch das Passende nicht gefunden.
Da ich aktuell ein Unimog Basisfahrzeug suche für einen Neuaufbau, habe ich einige Infos dazu, unter anderem beim Explorer Magazin, gehört/gelesen, dass nur die Baumuster 435 und 437 als Basisfahrzeuge geeignet seien.

Nun wollte ich verstehen, warum z.B. ein U1450 / 427 mit dem OM366A nicht geeignet ist.

Allerdings konnte mir keine Recherche darüber Aufschluss geben.
Ein U1300 / 435 mit OM366A hingegen soll eine fast schon optimale Baureihe sein.

Könnte jemandes Kundiges mit hier erklären, warum ein U1450 / 427 Bj. 89 weniger geeignet als Basis für ein Offroad-Fernreisemobil ist, als ein U1300 / 435 Bj. 88 zum Beispiel.

Das würde mich freuen.

VG, tattva

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DaPo
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Re: Unimog Vergleich Baureihen 427 und 435

#2 Beitrag von DaPo » 2019-09-26 13:01:59

Hallo,

einer der wesentlichen Unterschiede der Baureihen 424/427 zu den Baureihen 435 und 437 ist die Rahmenbreite, 424 und 427 sind schmaler.
Dadurch stehen auch die Federn enger zusammen, was bei gleicher Federauslegung für etwas mehr Wankneigung sorgt, gerade mit hohen Aufbauten.

Es ist aber keineswegs so, daß die 424 und 427 deshalb gänzlich ungeeignet seien, man muß das bei der Planung halt berücksichtigen.
Grüße
DaPo (Daniel)

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ingolf
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Re: Unimog Vergleich Baureihen 427 und 435

#3 Beitrag von ingolf » 2019-09-26 14:11:47

Hallo,
U1300 und 1300L sind relativ häufig weil vom bewaffneten Sportverein gerne gekauft und inzwischen wegen des Alters in großen Stückzahlen ausgemustert.
OM 366 ist die neuere Motorenbaureihe und lässt auch höhere Leistungen bis etwa 240 PS zu (352 er bis 170 PS). Die Bezeichnung "schnelle Achsen" ist irreführend weil mit der etwas längeren Übersetzung die geringere Höchstdrehzahl des Motors ausgeglichen wurde.
Die Baureihenbezeichnungen sind ohne die 2. Zahlenkolonne nicht wirklich aussagekräftig weil in dieser die restlichen Merkmale des Chassis codiert sind wobei die Motorleistung dadurch nicht festgelegt ist.
Zur Suche nach dem richtigen Mog ist noch die Verkaufsbezeichnung hilfreich: U1850L38 bedeutet z.B. 180 PS (18), Rahmen mit Überhang hinter der Hinterachse(50), Radstand 3800 mm L=LKW(sehr selten, zusammen mit 2150 nur 300 Stk gebaut)
Für bestens geeignet halte ich den U1550 L37 wenn man wirklich leicht baut, den U1750L38, U1850L38, U2150L38 und den U2450L38 wobei es bei denen dann schon eng wird wenn man keinen richtigen Führerschein hat.
Oder pauschaler: je teurer desto geil :-) und je größer die Zahlen um so weniger steckt man hinterher noch rein um den Traktor flink zu machen.
Grüße, Ingolf
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DaPo
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Re: Unimog Vergleich Baureihen 427 und 435

#4 Beitrag von DaPo » 2019-09-26 16:28:40

Hallo,

es sei vielleicht noch anzumerken, daß der kleine Buchstabe "L" recht wichtig ist:
So gibt es keinen U1300 un der Baureihe 435, die waren immer aus der Baureihe 425 und grundverschiedene Fahrzeuge.

Fahrzeuge ohne das "L" haben einen kürzeren Rahmenüberhang, was dann für die Aufbaulänge relevant sein kann.
Grüße
DaPo (Daniel)

Mark86
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Re: Unimog Vergleich Baureihen 427 und 435

#5 Beitrag von Mark86 » 2019-09-26 19:46:38

tattva-352 hat geschrieben:
2019-09-26 12:31:27
als Basis für ein Offroad-Fernreisemobil ist, als ein U1300 / 435 Bj. 88 zum Beispiel.

Das würde mich freuen.

VG, tattva
Ein U1300L, gerne aus BW Bestand hat in der Regel eine recht kurze Übersetzung, was das Autobahnfahren zur Tortour macht, du sitzt in ner engen Hütte quasi den Motor halb im Fahrerhaus habend und sie fahren sich dank Schraubenfederung im Gelände echt geil, aber auf der Straße sehr schaukelig...
Zusammen mit dem geringen Platzangebot und einer recht aufwändigen Technik, alles an Gelenkwellen & Co läuft in Schubrohren, ist dass ein Fahrzeug was dazu konzipiert wurde, von morgends bis abends in der Matsche rum zu wühlen. Das passiert bei einem Fernreisewohnmobil vieleicht gelegentlich, aber nicht dauerhaft, ist also eigentlich so Oversized...

Es ist also im vergleich zu nem normalen 4x4 LKW recht wartungsintensiv, Reparaturen arten oft in eine Großschrauberei aus, es fährt sich auf der Straße solala und die Ladefläche von den Dingern ist auch begrenzt (Aufbaufläche).

Die 130PS Maschienen reißen jetzt auch nicht wirklich was vom Hocker.

Ich war mitm Unimog nach 1h durch und hab mir nen 1017 gekauft...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

tattva-352
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Re: Unimog Vergleich Baureihen 427 und 435

#6 Beitrag von tattva-352 » 2019-09-26 21:31:58

Hallo Unimogkenner,

vielen Dank euch allen für die vielen hilfreichen Beiträge. Insbesondere den Hinweis mit z.B. der Rahmenbreite finde ich sehr Interessant.

Ich werde nochmal einen Blick auf die schweren Baureihen werfen!

VG, tattva

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Tomduly
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Re: Unimog Vergleich Baureihen 427 und 435

#7 Beitrag von Tomduly » 2019-09-27 9:39:20

Mark86 hat geschrieben:
2019-09-26 19:46:38
Ein U1300L(…)du sitzt in ner engen Hütte quasi den Motor halb im Fahrerhaus habend (…)
Ich war mitm Unimog nach 1h durch und hab mir nen 1017 gekauft...
Dass es in der Hütte eines 1017A geräumiger zu geht als in der Hütte eines U1300L halte ich für eine gewagte These... :unwuerdig: Insbesondere das Fehlen des Motorblocks zwischen Fahrer und Beifahrer finde ich beim Mog recht angenehm. Und rückwärtiges Raumvolumen hat man bei der Kabine des 1017A nur durch zwei extern angebaute Plastikbeulen erschwindelt.

Aber jeder fährt hier doch, das was ihm gefällt, das machts doch erst interessant.

Grüsse
Tom
Zuletzt geändert von Tomduly am 2019-09-27 9:43:44, insgesamt 1-mal geändert.

Mark86
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Re: Unimog Vergleich Baureihen 427 und 435

#8 Beitrag von Mark86 » 2019-09-27 9:42:38

Tomduly hat geschrieben:
2019-09-27 9:39:20
Dass es in der Hütte eines 1017A geräumiger zu geht als in der Hütte eines U1300L halte ich für eine gewagte These... :unwuerdig:
Aber jeder fährt hier doch, das was ihm gefällt, das machts doch erst interessant.

Grüsse
Tom
Ok, ich hab natürlich dass "Fernfahrerkabinenmaß", trotzdem ist die Hütte eines 1017 breiter, Sitzposition und Fahrerhauslagerung sind angenehmer, die Blattfedern allerdings härter und ruppiger. Geländefahrten sind mitm 1017 eine gemächliche Sache, da geht der Unimog viel schneller durch...

Für mich hatte sich das Unimogthema bei der Aufbaulänge erledigt und die U1300 die so Ansatzweise in meine Preisliga kamen, mit den üblichen kurzen BW Übersetzungen sind nur bedingt Autobahntauglich. Und eben auch deutlich teurer gewesen als ein 1017... 1017 ist halt die nächste Größenordnung überm U1300 Unimog, aber n Unimog ist n Unimog und n 1017 ist n Stahlblattgefederter LKW... Das sind schon irgendwo 2 recht unterschiedliche Dinge, die jeweils ihre Vorzüge haben und ihre Nachteile...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Unimog Vergleich Baureihen 427 und 435

#9 Beitrag von DaPo » 2019-09-28 10:42:48

Hallo,
Mark86 hat geschrieben:
2019-09-26 19:46:38
Ein U1300L, gerne aus BW Bestand hat in der Regel eine recht kurze Übersetzung, was das Autobahnfahren zur Tortour macht,
das hat nichts mit dem U1300L zu tun, der hat dieselbe Serienübersetzung wie alle Anderen aus der jeweiligen Generation auch. Die Standardübersetzung bei Fahrzeugen mit OM352 (424, 435) ist halt sehr kurz, die wenigsten Kunden haben sie länger bestellt.
Bei Fahrzeugen mit OM366 (427, 435) sieht es anders aus, die sind serienmäßig länger übersetzt, da der Motor niedriger dreht.
Was Anderes ist es bei Fahrzeugen mit den 8- oder 10-Loch Achsen, die sind meistens von Haus aus schon länger übersetzt (Ausnahme: der Kunde bestellte extra eine kurze Übersetzung). hierzu gehören die U425 (U1300, U1500), die U1700(L) der Baureihe 435 und viele U437
du sitzt in ner engen Hütte quasi den Motor halb im Fahrerhaus habend
Bei mir sitzt der Motor primär unter der Haube.
und sie fahren sich dank Schraubenfederung im Gelände echt geil, aber auf der Straße sehr schaukelig...
Das schaukelige Fahrverhalten hat nun so gar nichts mit den Schraubenfedern selbst zu tun.
Zusammen mit dem geringen Platzangebot und einer recht aufwändigen Technik, alles an Gelenkwellen & Co läuft in Schubrohren,
Und was ist daran nun aufwändig? Die Mechanik ist dadurch sogar teils simpler, da z.B. deutlich weniger Kreuzgelenke verbaut sind als beim LKW. Und eine Portalachse ist auch nicht komplexer aus andere Vorgelege- oder Aussenplanetenachsen.
Es ist also im vergleich zu nem normalen 4x4 LKW recht wartungsintensiv,
Beispiele?
Reparaturen arten oft in eine Großschrauberei aus,
Kann eim LKW auch passieren. Je nachdem, was kaputt geht.
und die Ladefläche von den Dingern ist auch begrenzt (Aufbaufläche).
Ist halt ein Hauber und kein Frontlenker.
Grüße
DaPo (Daniel)

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Re: Unimog Vergleich Baureihen 427 und 435

#10 Beitrag von Mark86 » 2019-09-28 11:13:45

Natürlich kann man auch nen 1017 mit kurzen Achsen kaufen und nen Unimog mit langen Achsen, nur, im Regelfall ist das Fahrzeugangebot eher in die andere Richtung gehend. Es gibt auch zumindest in den neueren Serien große Unimogs, aber da ist man dann mit den Wünschen in ner ganz anderen Preisliga...
Einer muss den Deckel ja am Ende auch bezahlen...

Für den Preis eines 1017 bekommt man nichtmal nen gescheiten U1300L von der Bundeswehr, selbst der kostet schon mehr und taugt meiner Meinung nach in der Konfiguration nur bedingt als Reisefahrzeug. Nach oben ist alles möglich, muss aber auch bezahlt werden...

Ich bin nicht der große Unimogschrauber, hab mich damit aber soweit beschäftigt und mir dass angeguckt und n Meisterkollege von mir hat nen 1300L mit 352 Motor. Mit 352, nicht mit Turbo, der hat "nur" 130PS...

Dass ein normaler 4x4 LKW mehr Kreuzgelenke hat, ist richtig, aber dass sind normale Kardanwellen mit normalen Kreuzgelenken, 0815 Scheiss den man eben mit 16/20/24 Schrauben pro Welle ein und aus bauen kann. Am Unimog muss man meines Wissens um da irgendwo dran zu kommen, ne Schubrohrmanchette zu tauschen, etc. gleich die halbe Achse ausbauen. Das gleiche Spielchen hat man bei Wellendichtungen, da schraubste an nem normalen LKW eben die Gelenkwelle ab, ziehst den Flansch raus und machst ne neue Dichtung rein. Dass alles ist am Unimog deutlcih aufwändiger. Dazu kommt auf der Technischen Seite noch so Spass wie die Waatanlage, etc.

Dann ist da noch die Sache mit den Portalachsen, dem Öl und dem Autobahnbetrieb und eine Portalachse mag ähnlich vom Aufwand her sein wie eine AP Achse, aber LKWs in vergleichbarer Klasse haben keine AP Achse. Bis 16 Tonnen haben die Daimler in der Regel ganz normale Achsen und da sind solche Wartungsarbeiten doch einfacher. Dazu geht es an den Mogs alles recht eng zu, nen Aufbau würde ich da schonmal perse schnell abnehmbar bauen...

So ein Mog hat seine Berechtigung. Zum tragen einer kleinen leichten Kabine um damit richtig Offroad zu gehen wüsste ich nichts besseres. In der Klasse bis 3,5m Aufbaulänge und um die 6-7 Tonnen Gewicht.

Für einen Reiselaster der viel auf der Autobahn eingesetzt wird, viel Gewicht mit sich rum schleppen muss und am besten nen 4-5m Aufbau, 1 Tonne Betriebsflüssigkeiten und am besten noch n Moped hinten dran ists aber meiner Meinung nach die falsche Fahrgestellwahl.

Ist halt die Frage, wo man hin will. Ich möchte auch keinesfalls n Unimog schlecht reden oder davon abraten. Ich habe selbst als mir klar war, Allrad muss sein und 3,5 Tonnen sind Geschichte, nach nem Unimog geschaut. Nur aus den diversen genannten Gründen habe ich davon Abstand genommen. Unter anderem auch, weil für meinen Wunschaufbau eine größe von min. 9m² nötig war und sich dass auf den in mein Budget passenden Fahrzeug nicht realisieren lies.
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Unimog Vergleich Baureihen 427 und 435

#11 Beitrag von DaPo » 2019-09-28 15:49:54

Hallo Mark,
Mark86 hat geschrieben:
2019-09-28 11:13:45
Natürlich kann man auch nen 1017 mit kurzen Achsen kaufen und nen Unimog mit langen Achsen, nur, im Regelfall ist das Fahrzeugangebot eher in die andere Richtung gehend.
richtig. Daher Augen auf beim Autokauf.

Ich denke, daß der Threadstarter .A. diese Überlegungen auch schon getätigt hatte, und deshalb auf die Baureihe 427 gekommen ist. die fahrzeuge haben nämlich, wegen des OM366, fast immer längere Achsen als der U1300L mit OM352. Die 1300L mit OM366 sind allerdings auch länger übersetzt.
Es gibt auch zumindest in den neueren Serien große Unimogs, aber da ist man dann mit den Wünschen in ner ganz anderen Preisliga...
Einer muss den Deckel ja am Ende auch bezahlen...
Und die sind dann i.d.R. auch neuer als ein 1017, und alleine deshalb teurer. Es gab die größeren aber auch in den alten Baureihen, wenn auch seltener. Das sind dann außerdem hierzulande meistens zivile Fahrzeuge, z.T. schon mit Schalldämmung, ohne Plastiksitze, etc.
Für den Preis eines 1017 bekommt man nichtmal nen gescheiten U1300L von der Bundeswehr, selbst der kostet schon mehr und taugt meiner Meinung nach in der Konfiguration nur bedingt als Reisefahrzeug. Nach oben ist alles möglich, muss aber auch bezahlt werden...
Ich hatte meinen U1700 damals bewußt einem U1300L vorgezogen, da kräftiger, schneller, besser ausgestattet und gleichzeitig preisgünstiger.
Man muß halt etwas suchen.
Dass ein normaler 4x4 LKW mehr Kreuzgelenke hat, ist richtig, aber dass sind normale Kardanwellen mit normalen Kreuzgelenken, 0815 Scheiss den man eben mit 16/20/24 Schrauben pro Welle ein und aus bauen kann. Am Unimog muss man meines Wissens um da irgendwo dran zu kommen, ne Schubrohrmanchette zu tauschen, etc. gleich die halbe Achse ausbauen.
Gut, das ist ein Punkt, der beim Unimog in der Tat etwas aufwändiger ist. Um da dran zu kommen, muß das Schubrohr vom Getriebe gelöst werden, das kann in der Tat fummelig sein.

Aber anders herum:
Wann muß man eine Gelenkwelle ausbauen? Wenn das Schiebestück kaputt ist (haben die Wellen im Unimog nicht) oder ein Kreuzgelenk -meistens aufgrund mangelnder Schmierung- ausgenudelt ist (passiert beim Unimog konstruktionsbedingt auch eher selten bis garnicht).
Das gleiche Spielchen hat man bei Wellendichtungen, da schraubste an nem normalen LKW eben die Gelenkwelle ab, ziehst den Flansch raus und machst ne neue Dichtung rein. Dass alles ist am Unimog deutlcih aufwändiger. Dazu kommt auf der Technischen Seite noch so Spass wie die Waatanlage, etc.
Die Wellendichtringe am Getriebe werden zwar auch mal undicht. Da sie aber gut geschützt und nicht so exponiert liegen wie am LKW, kommt das seltener vor (Oft zerreibt ja eingedrungener Dreck die Dichtflächen).

Alle anderen Wellendichtringe sind genauso gut oder schlecht erreichbar wie beim LKW.

Die Watanlage ist eine Besonderheit der Militärfahrzeuge (OK, zivil auch bestellbar, hat nur keiner gemacht). Die still zu legen ist eine Sache weniger Minuten, dann ist es so, als sei keine verbaut.
Dann ist da noch die Sache mit den Portalachsen, dem Öl und dem Autobahnbetrieb und eine Portalachse mag ähnlich vom Aufwand her sein wie eine AP Achse, aber LKWs in vergleichbarer Klasse haben keine AP Achse.
Stimmt natürlich.
Irgendwo muß die Bodenfreiheit ja her kommen ;)
Bis 16 Tonnen haben die Daimler in der Regel ganz normale Achsen und da sind solche Wartungsarbeiten doch einfacher. Dazu geht es an den Mogs alles recht eng zu, nen Aufbau würde ich da schonmal perse schnell abnehmbar bauen...
Eng ist relativ. aufgrund der größeren Bauchfreiheit kommst Du beim Unimog oft besser an viele Teile dran als beim LKW. andere Stellen sind natürlich wieder mehr verbaut. Bei meinem Unimog kann ich das Meiste bequem im Sitzen erledigen, beim LKW geht Dasselbe oft nur im liegen oder kriechen. Dafür kommst Du beim LKW wieder an Manches leicht heran, was beim Unimog zugebaut ist.

Unterm Strich würde ich behaupten, daß sich das nicht viel tut (ich rede jetzt von den Baureihen 424-437, bei den Vorgängern war das oft GANZ anders)
Für einen Reiselaster der viel auf der Autobahn eingesetzt wird, viel Gewicht mit sich rum schleppen muss und am besten nen 4-5m Aufbau, 1 Tonne Betriebsflüssigkeiten und am besten noch n Moped hinten dran ists aber meiner Meinung nach die falsche Fahrgestellwahl.
Wenn du den 1017 als Maß für die Tragfähigkeit nimmst, müßtest du ihn mit einem U1700(L) oder so vergleichen. Oder den U1300L mit einem 7,5-tonner Fahrgestell. Sonst ist das immer etwas unfair.
Grüße
DaPo (Daniel)

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Re: Unimog Vergleich Baureihen 427 und 435

#12 Beitrag von Mark86 » 2019-09-28 19:05:14

Ich hatte als Vergleichsbasis den Anschaffungspreis genommen.
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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