Zwischenrahmen, jetzt muss es sein...

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chevyuser
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Zwischenrahmen, jetzt muss es sein...

#1 Beitrag von chevyuser » 2019-09-11 20:54:33

Hallo zusammen,
parallel zur Häuslkürzung mache ich mich jetzt an den Zwischenrahmen, wo ich nun gut einschätzen kann wie er ungefähr liegen muss.
Hier sind 4 Skizzen"!" die ungefähr zeigen sollen was ich mir ausgedacht habe. Zeppelin FM2 auf Iveco 90-16
Das Material ist wie folgt:
Längsträger 120x60x5mm s355
Querträger 120x80x5mm s355
Kreuz und innerer Querträger vorne wie Längsträger
hinteres Abschlussblech 4-5mm
vorderes Unterstützungsblech unter Querträger 4-5mm
Hinterer Überstand genau 50cm über Fahrzeuglängsträger.

Warum so?
Ich will hinten die Leiter einschieben und rausziehen.
Ich will im Zwischenrahmen evtl Abwassertank und Propan unterbringen.
Ich will mindestens 1 lange Schublade quer unterm Container haben.
Meine Berechnung liegt unter 250kg für den Zwischenrahmen.
Unter 5mm Materialstärke will ich nicht gehen, der Originalrahmen hat auch bisschen über 5mm auf 190mm Höhe.

Fragen dazu: Was haltet ihr von Materialauswahl und -stärke?
Würdet ihr das Kreuz länger und spitzer im Winkel machen?
Sollte man vielleicht den Container auch in der Mitte nochmal abstützen auch um die Durchbiegung der Längsträger nach oben zu begrenzen?
Vielleicht die Originalschrauben der Gleitkufen nutzend und deren innere Verstärkungen.
Auf den Querträgern lasse ich ihn flächig aufliegen mit einer Gummizwischenlage. Die Containeraufnahmen setze ich entsprechend aussen an den Containerecken 1cm tiefer .
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FrankyT
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Re: Zwischenrahmen, jetzt muss es sein...

#2 Beitrag von FrankyT » 2019-09-14 11:06:14

Sers..

Leider bin ich metallbautechnisch (und statisch) nicht sonderlich versiert, aber da bei mir auch der Zwischenrahmen ansteht und ich nach Inspirationen suche mal meine Gedanken dazu..

Beim 3ten Bild, linke Seite liegt der (sicherlich ausreichen dimensionierte) Träger oben auf zwei offenen, nicht verbundenen Profilen. Also bestimmt 2t mit 2m Hebel an der Stelle - ohne Querversteifung, gehalten nur durch je 4 Kehlnähte..
Was "packt" denn so eine Verbindung? Sowohl was die Festigkeit der Verbindung, als auch die Verwindungskräfte angeht..

Gruß
Franky

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Re: Zwischenrahmen, jetzt muss es sein...

#3 Beitrag von Bikerguido » 2019-09-14 15:54:55

Gefühlt würde ich die Diagonalen spitzer machen... quasi in Richtung auf die Twistlock zeigend. Die sollen ja die Diagonaltorsion des Rahmens auf ganzer Länge aussteifen. S355 hab ich auch genommen, spart Gewicht und Geld durch höhere Festigkeit. Unterm Strich wirtschaftlicher. Vielleicht noch zusätzliche Querrohre? Ganz praktisch, um später Wasser, Abwasser und Leitungen durchführen zu können. Insbesondere Abwasser ist wegen Gefälle einfacher als unten herum.

chevyuser
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Re: Zwischenrahmen, jetzt muss es sein...

#4 Beitrag von chevyuser » 2019-09-16 7:53:39

Danke für eure Antworten!
@ Franky: im hinteren Bereich des Rahmens, also am Abschluss zum Fahrzeugrahmen hast du ja aussen die noch nicht eingezeichneten Schubbleche, die den Zwischenrahmen fest mit dem Fahrzeugrahmen verschrauben.
Genau dort liegt auch die hintere Traverse des LKW Rahmens, so dass ich dort keine unbedingte Erfordernis für einen eigenen Querträger im Zwischenrahmen sehe. Weiter nach hinten von dort aus gesehen geht es dann 50cm über den Fahrzeugrahmen hinaus. Dort liegt dann wie von dir beschrieben der Querträger oben auf, eventuell nehme ich die auch noch ein wenig stärker und lasse sie formschlüssig ca 20mm überlappen. Alle Profile sind geschlossene Rechteckrohre. Am Abschluss des Zwischenrahmens hinten siehst du noch ein 4-5mm starkes Blech ,das mit dem Querträger verschweisst ist und in der Mitte eine Öffnung für die Leiter hat(Hecktüre am FM2), die eingeschoben werden soll. Darum auch der Verzicht auf einen eigenen Querträger bis zum Kreuz. Dieses Abschlussblech trägt später Lampen und Kennzeichen und fungiert nochmal als Verstärkung zum Querträger und für die Unterkante der Längsträger um diese gegen Querverformung zu schützen.

@ Guido:
Ich habe das mal in die Zeichnung einfliessen lassen und vorne 2 Querrohre eingebaut. Das Kreuz ist auch nochmal deutlich spitzer geworden, sobald das vorzeigbar ist stelle ich die neuen Bilder ein.
Die Idee ist auf jeden Fall gut, danke dir dafür!

Unschlüssig bin ich jetzt noch ob ich den Shelter mittig nochmal aufliegen lasse oder nicht....

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Re: Zwischenrahmen, jetzt muss es sein...

#5 Beitrag von Bad Metall » 2019-09-16 9:26:20

Ich persönlich würde den Shelter flächig auf den Rahmen setzten und nicht nur an 4Punkten.
Die Konstruktion ist deitlich aufwändiger aber das hat sich bewährt..
Lg Bernd

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Re: Zwischenrahmen, jetzt muss es sein...

#6 Beitrag von Mark86 » 2019-09-16 9:32:02

Bad Metall hat geschrieben:
2019-09-16 9:26:20
Ich persönlich würde den Shelter flächig auf den Rahmen setzten und nicht nur an 4Punkten.
Die Konstruktion ist deitlich aufwändiger aber das hat sich bewährt..
Lg Bernd
Kann ich nur bestätigen. Zum einen leitet man die Kraft dann nicht nur vorne und hinten in den Fahrzeugrahmen (was ja durch den Montagerahmen verteilt werden muss), sondern zum anderen grade bei appruptem Richtungswechsel und Pisten geht die Kraft nicht nur über die Bodenplatte in die 4 Punkte, sondern direkt über die Bodenplatte nach unten. Dass ist m.E. n deutlich besseres und haltbareres System... Son Aufbau der hinterher auf grob 3 Tonnen kommt, hat auf schlechten Wegstrecken im Fahrbetrieb dann doch schon ne erhebliche Beschleunigung in der Höhenrichtung, vor allem nach unten... Da kommen ein paar G zusammen und die Spitzenlasten sind geschätzt im unteren 5-stelligen Tonnenbereich... Wenn man ihn doch nur auf die 2 Traversen stellt, dann sollte man den Hilfsrahmen nach vorne länger ziehen, damit die Last da flächiger Verteilt wird.

Am Heckschlussträger braucht man den Rahmen nicht einspitzen, sondern kann ihn flach absägen. Der Keil ist nur vorne erforderlich und nur, wenn der Rahmen mit dem Träger bündig abschließt. Lässt man den Rahmen länger auslaufen, gehört da eine Anschrägung hin.
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Zwischenrahmen, jetzt muss es sein...

#7 Beitrag von chevyuser » 2019-09-16 12:46:20

Mark86 hat geschrieben:
2019-09-16 9:32:02
Bad Metall hat geschrieben:
2019-09-16 9:26:20
Ich persönlich würde den Shelter flächig auf den Rahmen setzten und nicht nur an 4Punkten.
Die Konstruktion ist deitlich aufwändiger aber das hat sich bewährt..
Lg Bernd
Kann ich nur bestätigen. Zum einen leitet man die Kraft dann nicht nur vorne und hinten in den Fahrzeugrahmen (was ja durch den Montagerahmen verteilt werden muss), sondern zum anderen grade bei appruptem Richtungswechsel und Pisten geht die Kraft nicht nur über die Bodenplatte in die 4 Punkte, sondern direkt über die Bodenplatte nach unten. Dass ist m.E. n deutlich besseres und haltbareres System... Son Aufbau der hinterher auf grob 3 Tonnen kommt, hat auf schlechten Wegstrecken im Fahrbetrieb dann doch schon ne erhebliche Beschleunigung in der Höhenrichtung, vor allem nach unten... Da kommen ein paar G zusammen und die Spitzenlasten sind geschätzt im unteren 5-stelligen Tonnenbereich... Wenn man ihn doch nur auf die 2 Traversen stellt, dann sollte man den Hilfsrahmen nach vorne länger ziehen, damit die Last da flächiger Verteilt wird.

Am Heckschlussträger braucht man den Rahmen nicht einspitzen, sondern kann ihn flach absägen. Der Keil ist nur vorne erforderlich und nur, wenn der Rahmen mit dem Träger bündig abschließt. Lässt man den Rahmen länger auslaufen, gehört da eine Anschrägung hin.
In den Aufbaurichtlinien zum Iveco steht drin entweder eine Anschrägung oder wenn dafür der Platz nicht reicht dann eine solche Ausknipsung wie bei mir gezeichnet. Also ist das so schon zulässig.
Eine flächige Auflage des Shelters würde ja bedeuten man müsste 200 er Rechteckrohr verwenden, da kommt jede Menge zusätzliches Gewicht mit rein.
Alternative wäre die Halterungen für die Schutzbleche mit Querträgern in 80mm Höhe zu bauen und auf die Längsträger zu schweissen. Dann liegt er ziemlich genau mittig zweimal über die komplette Breite auf. Das Gewicht muss ich mir dazu mal ansehen. Im Normalfall reden wir über nur 3T mit dem überwiegenden Teil des Gewichts relativ weit unten. Bei einem Kieslaster ist das auch nicht anders gelöst. hinten die Kippgelenke und vorne die Verriegelung.Der liegt auch nicht flächig auf. Wenn das nicht ginge warum machen das dann die Fahrzeugbauer alle so?

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Re: Zwischenrahmen, jetzt muss es sein...

#8 Beitrag von Mark86 » 2019-09-16 15:13:22

Ne Kiesmulde ist kein Shelter, wobei der FM2 dass auch so ab kann, nur der Rahmen muss dann ausreichend dick konstruiert sein. Eine flächige Auflage wäre deutlich Fehlertoleranter und der Hilfsrahmen kann dann knapper ausfallen, als wenn du nur die 4 Ecken nimmst... Siehe Beitrag von Bernd.

Zulässig ist deine Ausknipsung, dass ist richtig. Besser wäre wenn der Platz reicht, etwas länger und anschrägen...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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