Schiss vor'm Verschränkungstest

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pete
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Re: Schiss vor'm Verschränkungstest

#31 Beitrag von pete » 2019-02-12 15:36:12

Ulf H hat geschrieben:
2019-02-12 10:50:15
... Tanks im Palettenformat ... gibts oft gebraucht ziemlich günstig ... fassen je 1000 l ...
I d R 1200 x 1000 mm Grundmass .
Es gibt auch andere Masze .
https://www.google.com/search?tbm=isch& ... oyrz1iMkSc
Peter

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Enzo
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Re: Schiss vor'm Verschränkungstest

#32 Beitrag von Enzo » 2019-02-12 18:39:24

Nach fast 7 Jahren in Südamerika sieht man so einiges, und nicht jeder ist im Forum und noch viel weniger schreiben öffentlich wenn sie Probleme haben. Vor allem, wenn es sich um teure Aufbau Lösungen nahmhafter Hersteller handelt und keine Selbstbaulösungen, die da auf die schnelle zusammen gebrutzelt wurden. Richtig blöd, wenn weder der Koffer noch der Hilfsrahmen nachgeben und der Fahrzeugrahmen beschädigt wird.
Bei mir war es nicht besonders tragisch, habe meine Vorspannung der Federn verringert und bin zur nächsten Schlosserbude in Bolivien. Neu geschweißt und noch Knotenbleche dazu. Mein Holzkoffer ist von mir dermaßen biegesteif gebaut worden, der gibt so schnell nicht nach. Seitdem ist Ruhe. Aber solche Dinge merkt man erst, wenn das Fahrzeug beansprucht wird. Und dafür ist es ja da.
Jens

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meggmann
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Re: Schiss vor'm Verschränkungstest

#33 Beitrag von meggmann » 2019-02-13 10:27:16

Irgendwann gibt immer was nach...

Vorher den maximalen Lastfall anzunehmen halte ich für schwierig - wenn man erstmal „im Loch“ steht hilft es auch nicht mehr, dann muss man raus. Die technisch maximal mögliche Geländefähigkeit beizubehalten hat natürlich auch Nachteile...
Ich sehe den Test als nicht sehr problematisch an wenn man ihn mit Sinn und Verstand durchführt und nicht mit Gewalt da rangeht. Immer schön langsam. Ob er Sinn macht oder nicht - keine Ahnung, man bekommt aber zumindest mal ein Gefühl wie stark sich so eine Kiste verwindet. Finde ich schon instruktiv.
Und mir ist es „lieber“ es geht daheim was kaputt als unterwegs, daher wird unterwegs auch nur absolut nicht aufschiebbares gemacht, der Rest zu Hause wenn man auch mal auf ein Teil warten kann.
Mach den Test..

Gruß, Marcel
- Punkt 1 erreicht, THW Iveco 90-16 ist zu Hause (07.11.2014)
- Punkt 2 erreicht, LAK 2 ist zu Hause (7.12.2014)
- Punkt 3 erreicht, geänderte Fahrzeugart begutachtet (19.01.2015)
- Punkt 4 erreicht, Eisenschwein ist zugelassen (17.03.2015)
- Punkt 5 erreicht, Umbauten am "Trägerfahrzeug" beendet (12.04.2015)
- Punkt 6 erreicht, H Gutachten erteilt (15.12.2015)

hesima
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Re: Schiss vor'm Verschränkungstest

#34 Beitrag von hesima » 2019-02-13 11:55:15

tichyx hat geschrieben:
2019-02-12 11:39:03

Die maximale Verwindung eines Fahrgestells ermittelt man relativ einfach:

- Fahrgestell gleichmäßig bis zum technisch zulässigen Gesamtgewicht beladen.
- Diagonal zwei Räder anheben, bis die verbleibenden Räder den Bodenkontakt verlieren.

Das ist dann das technisch erlaubte Maximum (zzgl. eines kleinen Dynamikanteils)

Für ein Reisemobil reicht es natürlich, wenn man statt des technisch zulässigen Gesamtgewichts das späterer maximale Reisegewicht als Zuladung drauf packt und dann den Versuch startet.

Grüße

Olli


Moin und danke für eure Rückmeldungen. Ich werde den Verschränkungstest durchführen.

Folgendermaßen werde ich vorgehen:

1. Messen des Abstands zwischen Rädern und jeweiligem Kotflügel bzw Radkasten vorne und hinten mit leerem Tank und ohne Verschränkung.

2. Wassertank füllen, damit komme ich auf ein Gesamtgewicht von ungefähr 7,3 Tonnen (bei einem zulässigem Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen und einem technisch zulässigen Gesamtgewicht von 8,8 Tonnen).

3. Erneutes Messen des Abstands zwischen Rädern und jeweiligem Kotflügel bzw Radkasten vorne und hinten (um festzustellen wie weit das Fahrzeug bei ca. zusätzlichen 2 Tonnen Gewicht zusätzlich einfedert).

4. Lösen der vorderen Federverbindungen am Zwischenrahmen.

5. Mit einem Vorderrad fahre ich auf eine alte Eisenbahnschwelle. (Danke, Olli, für den Hinweis mit dem Diagonalen Anheben. Damit kann man offensichtlich verhindern, dass sich das Fahrzeug beim Test zu stark neigt).

6. Langsames und vorsichtiges Anheben des diagonal entgegengesetzten Hinterrades mit einem Stapler, so lange, bis ein drittes Rad abhebt. Ich vermute, das wird das vordere Rad auf derselben Seite sein.

7. Erneutes Messen des Abstands zwischen Rädern und jeweiligem Kotflügel bzw Radkasten vorne und hinten (um festzustellen, wie sich die Abstände zwischen Rädern und Kotflügel bzw Radkasten durch Verschränkung verändern).

8. Befestigung von 3 halbwegs geraden 5m-Dachlatten an ...
A. der Stoßstange vorne,
B. gerade über dem Hauptrahmen zwischen Kabine und Aufbau,
C. an der hinteren Quertraverse des Hauptrahmens.

9. Schießen von ein paar Fotos in großem Abstand vom Fahrzeug von hinten, um später die Verschränkungswinkel im Foto zu messen.

10. Messen des Abstands zwischen verschränktem Hauptrahmen und Aufbaurahmen an der vordersten Position des Aufbaus.

Sofern mir der Verkäufer meines Fahrzeugs genug zeitlichen Spielraum lässt, werde ich Fotos machen und das ganze hier mit Ergebnissen dokumentieren.

Dauert aber noch eine Weile, leider keinen WE-Termin mit dem Verkäufer vor dem 2./3. März gefunden.

Falls hier noch jemand was korrigieren oder anmerken mag, natürlich gerne, ansonsten

bis denne, Marco

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Chris_G300DT
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Re: Schiss vor'm Verschränkungstest

#35 Beitrag von Chris_G300DT » 2019-02-13 12:38:53

Was passiert wenn man die Gegebenheiten ignoriert sieht man hier. Ist natürlich eine kleine Auswirkung, aber dennoch ärgerlich, wenn der Koffer so weit ins Radhaus hineinschaut.

https://www.youtube.com/watch?v=3s4mogkIz6Y&t=1h5m10s

Gruß
Chris

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Willi Jung
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Re: Schiss vor'm Verschränkungstest

#36 Beitrag von Willi Jung » 2019-02-13 12:44:20

Hallo Chris,

gutes Beispiel (für eine schlechte Umsetzung) - und wie so oft leider von einem "Profiausbauer".

Liebe Grüße
Willi
Der wieder nur noch mit dem Steyr tanzt
- Steyr A 680 GL mit Hesskoffer

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Uwe
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Re: Schiss vor'm Verschränkungstest

#37 Beitrag von Uwe » 2019-02-13 12:56:43

Naja, dazu braucht's aber keinen Verschränkungstest um zu sehen, dass das nix wird.

Ein guter Anhaltspunkt sind m.E. die Freiräume an den hüms-LKW der BW. Vom Trakker und vom Eurocargo gibt es genügend Bilder, an denen die Verwindungsfähigkeit von Blattfederfahrgestellen deutlich wird...

Uwe
Denken ist wie Googeln, nur krasser
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Zum Glück hab ich kein Laster
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Der Bonner
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Re: Schiss vor'm Verschränkungstest

#38 Beitrag von Der Bonner » 2019-02-13 12:57:16

Hallo Jens,

...das Problem mit den Luftkesseln hatte ich auch. Die habe ich dann tiefer gesetzt. Verrätst Du mir, wieviel Federweg Du am vorderen Lager (also an der vorderen Traverse) zugelassen hast?

Danke + Gruß
Horst

hesima
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Re: Schiss vor'm Verschränkungstest

#39 Beitrag von hesima » 2019-02-13 13:05:26

Uwe hat geschrieben:
2019-02-13 12:56:43
...

Ein guter Anhaltspunkt sind m.E. die Freiräume an den hüms-LKW der BW. Vom Trakker und vom Eurocargo gibt es genügend Bilder, an denen die Verwindungsfähigkeit von Blattfederfahrgestellen deutlich wird...

Uwe
Hallo Uwe,

könntest du hier ein oder zwei solche Fotos verlinken oder posten? Die Bundeswehr postet sowas eher nicht, oder?

Gruß Marco

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Re: Schiss vor'm Verschränkungstest

#40 Beitrag von Chris_G300DT » 2019-02-13 13:06:25

Schau mal beim Panzerbär.

Gruß
Chris

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Re: Schiss vor'm Verschränkungstest

#41 Beitrag von hesima » 2019-02-13 13:12:07

Chris_G300DT hat geschrieben:
2019-02-13 13:06:25
Schau mal beim Panzerbär.

Gruß
Chris
Panzerbär? Komme da auf Webseiten mit Militärmodellbau und auf alte Militärzeitungen. Oder ist das ein User, check's gerade nicht.

Marco

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Re: Schiss vor'm Verschränkungstest

#42 Beitrag von Chris_G300DT » 2019-02-13 13:14:49

Hallo Marco,
hier gibt es viele Infos und Bilder zu Militärfahrzeugen:

http://www.panzerbaer.de/helper/index.htm

Gruß
Chris

landwerk
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Re: Schiss vor'm Verschränkungstest

#43 Beitrag von landwerk » 2019-02-13 14:07:01

Chris_G300DT hat geschrieben:
2019-02-13 12:38:53
Was passiert wenn man die Gegebenheiten ignoriert sieht man hier. Ist natürlich eine kleine Auswirkung, aber dennoch ärgerlich, wenn der Koffer so weit ins Radhaus hineinschaut.

https://www.youtube.com/watch?v=3s4mogkIz6Y&t=1h5m10s

Gruß
Chris

Mann Mann Mann!

Wie weichgespült ist das denn?


Vater unser !


"Nein, lieber nicht durch die Pfütze" ......


Und den Fluss hätte der Man-Fahrer dort an jeder beliebigen Stelle durchfahren können ohne vorher diesen albernen "Seiltrick mit Vollbad " zu vollziehen.



Ich kann das alles nicht richtig glauben........



Mann Mann Mann
Zuletzt geändert von landwerk am 2019-02-15 19:10:24, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Schiss vor'm Verschränkungstest

#44 Beitrag von Uwe » 2019-02-13 14:08:28

Denken ist wie Googeln, nur krasser
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Zum Glück hab ich kein Laster
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Der Wagen verströmt den sanften Ölduft, wie er nur von luftgekühlten Triebwerken ausgeht.

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Re: Schiss vor'm Verschränkungstest

#45 Beitrag von hesima » 2019-02-13 14:58:15

Danke!

tender61
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Re: Schiss vor'm Verschränkungstest

#46 Beitrag von tender61 » 2019-02-15 17:14:26

Hallo Marco,

da passiert nichts, die Hersteller machen Verschränkungstest und ich habe es auch gemacht mit 3 Tonnen Beton auf dem Hilfsrahmen.
Das Ziel war zu prüfen, ob mein Hilfrahmen sich frei bewegen kann. Erkenntnis, ich musste einen Tankstutzen nach vorne versetzen.

VG
Uwe
Verschränkung (56).jpg
Verschränkung (70).jpg
Zuletzt geändert von Wilmaaa am 2019-02-15 20:26:41, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Bitte nur eigene = selbst geknipste Bilder hochladen.

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Re: Schiss vor'm Verschränkungstest

#47 Beitrag von Pirx » 2019-02-15 18:04:16

tender61 hat geschrieben:
2019-02-15 17:14:26
Hallo Marco,

da passiert nichts, die Hersteller machen Verschränkungstest und ich habe es auch gemacht mit 3 Tonnen Beton auf dem Hilfsrahmen.
Das Ziel war zu prüfen, ob mein Hilfrahmen sich frei bewegen kann. Erkenntnis, ich musste einen Tankstutzen nach vorne versetzen.

VG
Uwe
Hallo Uwe!

Schön, daß Du wieder im Forum bist! Mich würde interessieren, welche Fortschritte es an Deinem wunderschönen Kurzhauber in den letzten Jahren gegeben hat. Möchtest Du Bilder einstellen?

Pirx
Der mit der Zweigangachse: 15 Vorwärtsgänge, 3 Rückwärtsgänge, Split, Schnellgang, Differentialsperre
---
"Immer bedenken: Hilfe ist keine Einbahnstrasse, Geholfen-Werden ist kein Recht und es liegt an jedem selbst, inwieweit er sich hier in der Gemeinschaft (die im Extremfall so einiges gemeinsam schafft) involviert und einbringt."
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Re: Schiss vor'm Verschränkungstest

#48 Beitrag von Bikerguido » 2019-02-15 19:12:24

Super,... das ist der Beweis dafür, dass Bilder 3x besser erklären als alle Worte.... bei steht das in Kürze auch an,... bin selbst neugierig. Die Feuerwehrkiste ließ ja kaum Bewegung zu. Bis Ostern wollte ich den Zwischenrahmen fertig haben. Sobald ich soweit bin, werde ich auch Bilder einstellen. Gruß Guido
Mein Projekt: Iveco 90-16 AW Feuerwehr LF16
Doka Einzelsitzen und 1 "Notbett"
Einzelbereifung 14,5er Pista Sprengringfelgen
Ersatzradhalter vorne
Dämmung Doka 40mm, Kunstlederausstattung.
Selbstbau begehbarer Dachständer in Planung
Zulassung noch LKW geschlossener Kasten (später WoMo vielleicht mit H-KENNZEICHEN)
Koffer mit Hubdach in Planung, alles Eigenbau.

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Re: Schiss vor'm Verschränkungstest

#49 Beitrag von tender61 » 2019-02-18 12:47:49

Hallo Pirx,

das gehört zwar hier nicht hin, aber irgendwie konnte ich an ein PN an Dich keine Bilder anhängen.
Das Projekt läuft langsam weiter, Fertigstellung ist für das Ende meines aktiven Berufslebens geplant.

VG
Uwe
1924-4.JPG
1924_5.JPG
1924_3.JPG
1924_2.JPG
1924_1.JPG

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Re: Schiss vor'm Verschränkungstest

#50 Beitrag von Pirx » 2019-02-18 13:17:24

Hallo Uwe!

Danke für die Bilder! Das sieht gut aus, was Du da machst!

Pirx
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"Immer bedenken: Hilfe ist keine Einbahnstrasse, Geholfen-Werden ist kein Recht und es liegt an jedem selbst, inwieweit er sich hier in der Gemeinschaft (die im Extremfall so einiges gemeinsam schafft) involviert und einbringt."
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Re: Schiss vor'm Verschränkungstest

#51 Beitrag von maxd » 2019-02-18 15:25:18

So dieht dass dann mit der Verschränkung aus, wenn in der Geländewagen-Spur nicht genug Platz ist und das Hinterrad woanders lang will:

Bild

… war jetzt auch nicht Bestandteil meines Lastenheftes. Passiert aber.

—max

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Re: Schiss vor'm Verschränkungstest

#52 Beitrag von landwerk » 2019-02-18 22:09:09

.....

Hier auch noch mal schöne Verschränkungsbilder von Felix´170er mit einfacher Federlagerung:


viewtopic.php?f=33&t=11186&hilit=Verbindungsfolien

N bisschen runterscrollen

Liebe Grüße
Oli

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meggmann
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Re: Schiss vor'm Verschränkungstest

#53 Beitrag von meggmann » 2019-02-19 10:16:33

maxd hat geschrieben:
2019-02-18 15:25:18
So dieht dass dann mit der Verschränkung aus, wenn in der Geländewagen-Spur nicht genug Platz ist und das Hinterrad woanders lang will:

Bild

… war jetzt auch nicht Bestandteil meines Lastenheftes. Passiert aber.

—max
Hab ich jetzt erst realisiert, kommst ja aus der Nachbarschaft.

Gruß, Marcel
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- Punkt 2 erreicht, LAK 2 ist zu Hause (7.12.2014)
- Punkt 3 erreicht, geänderte Fahrzeugart begutachtet (19.01.2015)
- Punkt 4 erreicht, Eisenschwein ist zugelassen (17.03.2015)
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Re: Schiss vor'm Verschränkungstest

#54 Beitrag von hesima » 2019-03-03 20:42:19

Hoi,

gestern war es dann soweit. Der Verschränkungsversuch... Habe wie angekündigt zum Messen der Winkel Dachlatten an drei Positionen am Rahmen befestigt, die mittlere mit einer kleinen Brücke zur Überquerung des Getriebes. Bei ca. 20 Grad Rahmenverschränkungen musste ich stoppen, weil der Feuerwehraufbau an einer Stelle mit dem Hauptrahmen kollidierte. Zu diesem Zeitpunkt war das vordere rechte Rad gefühlt aber schon fast am abheben. Gewicht des Aufbaus inklusive gefülltem Wassertank lag bei ca 3 Tonnen. Das genaue Gewicht kann ich erst ermitteln, wenn ich ohne Aufbau auf die Waage gefahren bin.

Wenn es relevant wird, werde ich die ca. 50 Fotos, die ich gemacht habe, einmal genauer auswerten.

Bei dieser Gelegenheit habe ich mir das erste Mal in Ruhe angesehen, wie der Feuerwehraufbau eigentlich gelagert war. Der Aufbau war an vier Punkten auf dem Hauptrahmen gelagert, zwei Elastomerlager mit Tellerfedern vorne, zwei Lager Metall auf Metall mit Federn hinten, alles dazwischen "FREISCHWEBEND". Also weitab des bei Wohnaufbauten überwiegend verwendeten Zwischenrahmens mit Federlagerung und DURCHGEHENDER AUFLAGE. Der Aufbau ist von Magirus selbst. Die sollten sich mit den Kräfteverhältnisses im Hauptrahmen eigentlich auskennen.

Ich hoffe mal, dass ich es schaffe, hier ein paar Fotos in vernünftiger Qualität einzustellen.

Gruß Marco
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Re: Schiss vor'm Verschränkungstest

#55 Beitrag von Ulf H » 2019-03-03 20:46:02

... na also, geht doch ... und tut nicht mal weh ... so lernt man seine Kiste kennen und verstehen ...

Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

Magirus-Deutz 170D11FA ... Bild in Cinemascope extrabreit, Sound in 6-kanal Dolby 8.5 ...

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Re: Schiss vor'm Verschränkungstest

#56 Beitrag von hesima » 2019-03-03 20:49:57

... und so sieht er jetzt aus ... konnte ihn leider nicht mitnehmen ... zieht beim Bremsen heftig nach links, obwohl er gerade beim TÜV war :wack:

Marco
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Re: Schiss vor'm Verschränkungstest

#57 Beitrag von Thilo H » 2019-03-04 22:24:49

Hallo Marco,

von wo kommst Du mit der MOSbacher Nr.?
Gruß aus dem Odenwald

Thilo Hartmann

[img]http://www.schlepperfreunde-igelsbach.de/mog/SIGMag.jpg[/img]

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Re: Schiss vor'm Verschränkungstest

#58 Beitrag von Uwe » 2019-03-05 9:44:21

hesima hat geschrieben:
2019-03-03 20:42:19
Der Aufbau ist von Magirus selbst. Die sollten sich mit den Kräfteverhältnisses im Hauptrahmen eigentlich auskennen.
Bei den Kräfteverhältnissen stimme ich Dir zu. Ob die Ulmer daraus auch immer die korrekten Schlüsse für die Aufbaulagerung ziehen - hmm, dazu gibt's unterschiedliche Meinungen, Abnahmeverweigerungen, Gerichtsurteile, Umrüstungsaktionen, ... Ich erinnere da nur an die ersten GKW 1 auf MAN-Basis.

Grüße
Uwe
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Re: Schiss vor'm Verschränkungstest

#59 Beitrag von hesima » 2019-03-05 21:31:31

Uwe hat geschrieben:
2019-03-05 9:44:21
hesima hat geschrieben:
2019-03-03 20:42:19
Der Aufbau ist von Magirus selbst. Die sollten sich mit den Kräfteverhältnisses im Hauptrahmen eigentlich auskennen.
Bei den Kräfteverhältnissen stimme ich Dir zu. Ob die Ulmer daraus auch immer die korrekten Schlüsse für die Aufbaulagerung ziehen - hmm, dazu gibt's unterschiedliche Meinungen, Abnahmeverweigerungen, Gerichtsurteile, Umrüstungsaktionen, ... Ich erinnere da nur an die ersten GKW 1 auf MAN-Basis.

Grüße
Uwe
Hallo Uwe,

danke für diesen Hinweis. Damit wird die Verwirrung bezüglich der unterschiedlichen Zwischenrahmenkonzepte nicht kleiner :ohmy:

Ein bisschen hatte ich zugegebenermaßen schon darüber spekuliert, ich könnte einen Prüfer mit dem Hinweis auf meine "Originallagerung" davon überzeugen, dass auf eine durchgehende Auflage bei einer Federlagerung verzichtet werden kann. Die ist mir im Hinblick auf möglichen Sand oder Steine zwischen Hauptrahmen und Zwischenrahmen einfach unsympathisch.

Hast du bei deinem offensichtlichen Hintergrundwissen irgendeine Idee, warum Magirus das so wie bei meinem Fahrzeug gebaut hat?

Gruß Marco

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Re: Schiss vor'm Verschränkungstest

#60 Beitrag von Uwe » 2019-03-06 9:12:35

Hallo Marco,

über die Motivation von Magirus kann ich nur Vermutungen anstellen. Sagen wir mal, es war ein Mix aus:

- Aufbau soll bei der Straßenfahrt stabil liegen, muss aber die Geländefähigkeitsanforderungen der Norm erfüllen
- haben wir schon immer so gemacht
- machen wir so, weil's insgesamt einfacher ist (z.B. Realisierung des Pumpenantriebs)
- machen wir so, weil wir so das Packaging am Rahmen besser lösen können
- die paar km im Feuerwehrdienst wird's schon halten
- darf nicht zu schwer werden
- darf nicht zu teuer werden
- ich kenne zwar die ARL, weiß es aber besser (so wie es hier im Forum oder bei professionellen Expeditionsmobil-Aufbauern öfter vorkommt :ninja: )

Meine generelle Beobachtungen bei Thema Aufbaulagerung / Zwischenrahmen sind:

- früher wurde das Thema wesentlich lässiger gesehen, mit Blick auf Haftungsfragen haben die ARLs heute wesentlich mehr Gewicht
- das bedeutet allerdings nicht, dass von allen Ausführenden der Sinn der ARL verstanden wird, heraus kommen dann seltsame Zwitterlösungen, auch in der Serienfertigung
- wenn ich als Aufbauhersteller einen Fahrzeughersteller im Konzern habe, können die Lösungen zur Aufbaulagerung kreativer ausfallen
- wenn Fahrzeughersteller X eine Aufbaulagerung abweichend von den ARLs genehmigt, bedeutet das nicht, dass das auch Fahrzeughersteller Y tut

Ich bin kein Fahrzeugbau-Ingenieur und außerdem tendenziell faul - wenn es also Richtlinien gibt, die sich augenscheinlich bewährt haben, habe ich kein Problem, mich dran zu halten und stelle dann weitere Gedankenspiele ein :huh: Insofern werde ich nix empfehlen.

Wenn Dein Sachverständiger mit der Schwebelösung mitgeht, freu Dich. Erwarte aber nicht, dass er das tut.

Gruß
Uwe

PS: Bremse bei der HU: lass mich raten: wegen des Permanentallrads haben sie einen Beschleunigungsmesser benutzt und sind nicht über den Rollenprüfstand gefahren :angel:
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