Fragen Fahrgestell für Fernreisemobil

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advi
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Re: Fragen Fahrgestell für Fernreisemobil

#61 Beitrag von advi » 2019-03-04 22:12:32

Kleines, leider für mich peinliches Beispiel über die Wichtigkeit von 4x4

Bin eine geführte Tour mitgefahren, mit unserem Buschtaxi.

Es geht rauf, runter, durch Flüsse, steile Berge hoch und an einer Stelle, steile Böschung den Berg hoch auf einen Weg, alles bissle eng mit dem langen Radstand.
1. Mal hängengeblieben, 2. Versuch, Sperre rein, reicht nicht. 3. Versuch anderer Gang wühl wühl....
Ok geht nicht, statt hoch, fahre ich den Berg runter, drehe, geht.

Und irgendwann nach einem Tag Offroad fällt mir ein, Freilaufnaben nicht zu gemacht..... Gott habe ich mich blöd gefühlt!

Ich bin schon so oft ohne 4x4 gefahren, wo alle anderen Allrad drin haben.
Wenn es richtig rutschig wird brauchst Du auf jeden Fall gutes Profil!

Ich bin auf dem Moped mit Supermoto Reifen schon Offroad Dinge gefahren, bei steinigem Untergrund, wo ich selbst nicht gedacht hätte, das es geht.

Einfach mehr mit Nachdenken und Technik fahren,)

Wenn ich an Kirgisien denke, wo da überall Autos und LKWs noch fahren..... aber die Einheimischen haben oft nicht so viel Angst ;)

Mein Fazit, bei halbwegs ordentlichem Untergrund kommt man mit gutem Profil und ordentlicher Technik weiter als man denkt ;)
Frank

Unserer heißt Alladin und ist ein MAN LE220 mit ausgebautem Kühlkoffer

Ausbau siehe http://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/p ... 35&t=55758

Meine Gedanken zu wie viel Expeditionsmobil ist nötig http://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/p ... 18&t=75381

Seapilot
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Re: Fragen Fahrgestell für Fernreisemobil

#62 Beitrag von Seapilot » 2019-03-04 22:23:03

Ist zwar schon etwa 27 Jahre her das ich mit einem Defender auf Island war, aber ich meine mich entsinnen zu können das einige Routen im Hochland nur mit Allradantrieb befahren werden durften. Was ich zumindest in Österreich öfter sah das Allradfahrzeuge keine Schneeketten brauchten. Winterreifen waren dann ausreichend

Knut

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Wilmaaa
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Re: Fragen Fahrgestell für Fernreisemobil

#63 Beitrag von Wilmaaa » 2019-03-04 22:55:08

Du kannst auf Island wunderbare Orte ohne Allrad entdecken. Mit Allrad halt andere wunderbare Orte.
Ich hab einen Virus: den H-A-N-O-M-A-G-I-R-U-S
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Re: Fragen Fahrgestell für Fernreisemobil

#64 Beitrag von thomueller1 » 2019-03-04 23:53:14

Wilmaaa hat geschrieben:
2019-03-04 22:55:08
Du kannst auf Island wunderbare Orte ohne Allrad entdecken. Mit Allrad halt andere wunderbare Orte.
Ja, das weiß ich, weil ich schon dort war (mit Quattro, aber ohne der für das Hochland nötigen Bodenfreiheit). Die Frage war eher: Brauche ich für Entdeckungen, die das Reiseland spannend (also anders als zu Hause) machen, nicht die Möglichkeit, mich abseits der ausgebauten Straßen bewegen zu können? Für mich hatte in Island ein bisschen davon gefehlt, weil ich mich nicht ganz frei bewegen konnte. Natürlich ist mir klar, dass das von Land zu Land unterschiedlich ist. Allerdings reden wir hier ja doch von Expeditionsmobilen, mit denen man schon etwas weiter weg von Europa reisen will.

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Re: Fragen Fahrgestell für Fernreisemobil

#65 Beitrag von maxd » 2019-03-05 1:58:41

Wie ist das denn mit Holz-Transport-Lastern: haben die alle Allrad? Jedenfalls sind die üblicherweise nicht „hohe Bauart“ und haben auch keine Stollenreifen. Fahren aber doch recht weit ins Gebüsch.

—max

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Re: Fragen Fahrgestell für Fernreisemobil

#66 Beitrag von maxd » 2019-03-05 2:07:37

Anders gesagt: Breite, Höhe, Kippeinkel, Gewicht, Bodenfreiheit, Wattiefe, Mut - alles Fragen die mich schon mehrfach ausgebremst haben. Das für ein schönes Ziel die 4x4 Traktion so eben ausgereicht hat, ist mir noch nicht untergekommen. Wenn, dann so: https://blog.foxel.org/2016/03/31/track ... westalpen/ - hat Allrad auch nicht geholfen.

Typisch ist ehr sowas:
https://blog.foxel.org/2018/07/24/nicht ... azachstan/

—max
Zuletzt geändert von maxd am 2019-03-05 19:02:21, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Fragen Fahrgestell für Fernreisemobil

#67 Beitrag von Lassie » 2019-03-05 2:08:11

Hi,

und auch auf den ganzen Baustellen, Steinbrüchen sowie Versorgungsfahrten zu den letzten Aussenposten der Zivilisation findet man idR 4x2 Pritschenlaster. Abgefahrene Baustellenbereifung mit zigfach geflickten Schläuchen inklusive. Auch wenn ich selber Allrad und alle Sperren hab, wirklich gebraucht zum Reisen hab ich es nie. Zum Spielen und Ausprobieren von Grenzen allerdings schon. Aber mit etwas Hirnschmalz und guter Bereifung sowie Gefühl im rechten Fuss kommt man mit einem 4x2 (idealerweise mit Diff-Sperre) mE fast genauso weit wie mit Allrad und allen Sperren. Wichtiger fürs Durchkommen wäre mE anständiges Gewichtstuning - leicht muss die Karre sein! Anständige Böschungswinkel und Bauchfreiheit sowie ein kurzer erster Gang dazu - und schon kommst du weiter als du glaubst.

Viele Grüße
Jürgen

PS: wer aber Allrad und Diffs und ... haben muss, findet immer die passenden Argumente dazu. Hab ich ja auch so gemacht :ninja:
... was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest ?

Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.
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Re: Fragen Fahrgestell für Fernreisemobil

#68 Beitrag von Chris_G300DT » 2019-03-05 8:07:12

Ja das alte Thema.
Viele verleitet es Empfehlungen auszusprechen die sie selbst nicht berücksichtigen.

Man selbst macht es zwar anders, aber eigentlich ist alles nicht nötig, so der Tenor.

Ich sehe das aus mehreren Gründen anders.

Wie geländegängig muss ein Reisefahrzeug und dessen Bereifung sein? Gerade im Reifenbereich hat sich eine Prozentangabe etabliert. 80% Straße 20% Offroad.
Bullshit. In der Realität fährt man allein durch die weite Anreise noch mehr Straße. Aber darum geht es aus meiner Sicht nicht.
Geländegängigkeit brauche ich oder auch nicht.

Wenn ich für die letzten 500m zum tollen Stellplatz die Geländegängigkeit brauche, ist es egal das die 5000km Anreise über Autobahnen stattgefunden haben.

Genau so ist es ja auch beim Böschungswinkel. Wenn ich ihn für die Fahrt durch ein trockenes Flussbett brauche ist es egal das ich auf 10.000 km Autobahn auch mit 50% Überhang hätte unterwegs sein können.

Das Argument mit den locals hinkt ebenfalls.
Als local weiß ich wo ich mit meinem Fahrzeug fahren kann und wo es nur mit Einschränkungen geht.. Außerdem habe ich das Wetter der letzten Wochen miterlebt.

In der Reisepraxis ist die Streckenkenntnis sehr eingeschränkt. Auch das Wetter kann schlecht eingeschätzt werden.

Auch hat eine lokale Fahrt in der Regel einen Sinn. Ein Lkw transportiert also eine Ladung an ein bekanntes Ziel.
Die Fahrt mit vollem Reisegepäck an einen einsamen Stand oder über die übelste Piste ins Off steht selten im Pflichtenheft des locals.

Ein weiterer Punkt für Geländegängigkeit ist ein mentaler.
Wenn ein Fahrzeug entsprechend geländegängig ist, fällt es wesentlich einfacher Risiken einzugehen.

Ein 4x2 Laster mit Straßenbereifung und 60% Überhang fährt sich so gut wie nie fest, eben weil der Besitzer es selten darauf anlegen wird.

Mit entsprechenden Fähigkeiten des Fahrzeugs fährt man auch schwierigere Passagen und hat die Sicherheit mit der Fuhre auch wieder raus zu kommen.

Es schreibt sich hier viel leichter "braucht man alles nicht" als in der Realität dann auch die gleichen Wege mit einem schlechten Fahrzeug zu fahren.

Sicherlich geht vieles auch mit einem einfachen Fahrzeug, man muss es dann aber auch machen. Ansonsten kann man auch mit einer Tupperschüssel unterwegs sein und sich den Aufwand eines Lkw einfach sparen.

Gruß
Chris

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Re: Fragen Fahrgestell für Fernreisemobil

#69 Beitrag von joern » 2019-03-05 12:09:28

Schlechter Sprit und Euro 6: im Iran bekommen Euro 6 Sprinter regelmässig Probleme bis hin zum Notlauf. Allerdings gibt es jetzt dort vereinzelt Euro 4 Diesel zu kaufen, was die Probleme verringern sollte.
Ansonsten kann man sich auch hier mal beraten lassen, um ein modernes Wohnmobil motormässig fernreisetauglich zu machen:
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Re: Fragen Fahrgestell für Fernreisemobil

#70 Beitrag von Nelson » 2019-03-05 13:21:36

maxd hat geschrieben:
2019-03-05 1:58:41
Wie ist das denn mit Holz-Transport-Lastern: haben die alle Allrad? Jedenfalls sind die üblicherweise nicht „hohe Bauart“ und haben auch keine Stollenreifen. Fahren aber doch recht weit ins Gebüsch.

—max
Jaein, es gibt beides. Standart ist vermutlich kein Allrad. Im Zweifelsfall bringt Allrad vor allem, dass man einen starren Dreiachser in Schräglagen oder in tiefen Spuren noch einigermaßen lenken kann. Aber vor allem sind Holzzüge meist auf Wegen unterwegs. Wege sind nie grundlos matschig (grundlos im Sinne von bodenlos), denn unter dem Matsch kommt irgendwann zumindest eine festgefahrene Schicht. Wenn man Übung hat kommt man dort auch mit beladenen und wenig geländegängigen Fahrzeugen zurecht. Das ist so, wie auf einem prophanen Acker. Oft reichen drei Überfahrten aus, dann sind die Pflegefahrgassen so gut, dass man auch unter schwierigen Bedingungen zurecht kommt. Zumindest versackt man nicht mit einem Schlag, sondern hat auf der etwas festeren Schicht auch in schwierigen Stellen die Möglichkeit zurückzustoßen und nochmal alle Register zu ziehen und Schwung zu holen oder sich etwas anderes einfallen zu lassen. Unmittelbar neben der schlichten Fahrspur macht es dort nur kurz "schluck" und man ist weg.

Aber letztendlich sehe ich das, wie Chris. Man kann mit einem Handwerker-VW-Bus in jedes Land der Welt fahren. Wenn einem das reicht ist alles Technikspektakel darüber hinaus eher Spielkram. Aber es gibt auch Ziele und Strecken, da geht es nur mit Risiko und schmerzfreiem fahren und manchmal geht es mit dem Bulli eben gar nicht. Dann dreht man um und muss sich etwas anderes suchen. Ob einen das stört und was man nun "braucht" für eine schöne Reise, das ist kaum von einem zum anderen übertragbar. Ich habe auch -Stichwort ungeländegängige Holztransporter- in Westafrika gesehen, wie klapprige, 30 Jahre alte 300PS-DAFs turmhoch mit Holz beladen durch knietief vermatsche Wälder geröhrt sind, wo ich auch ohne Holzladung und mit Allrad nicht ohne zu zögern hinterher gefahren wäre (unabhängig von den theoretischen Möglichkeiten meines Fahrzeuges und mir selbst). Aber was kann ich für mich daraus ziehen? Dieser Fahrer ist mit diesem Fahrzeug diese Strecke erfolgreich gefahren. Aber fühlt man sich mit so einem Reisefahrzeug in einer unbekannten Gegend damit wohl, auf Strecken, bei denen man nichht weiß, wer sie schon gefahren ist? Das kann nur jeder für sich beantworten. Und z.B. an den verlorenen See in Tunesien fährt der vermutlich nicht. Manche Leute würde das vielleicht nicht stören. Mich schon :cool:


Liebe Grüße

Nils


Nachtrag: nicht nur an das eine denken. Es ist manchmal spannend, wie sich Schwerpunkte in Lagerfeuerunterhaltungen über Reisefahrzeuge verschieben können. Aktuelles Beispiel (sinngemäß): Neue Achsen, Getriebe, Fahrerhäuser, Motoren, jaja... das kriegen wir alles noch schnell hin. Aber wie bauen wir bloß ein vernünftiges ISOfix am besten in die Karre ein?
;)
Zuletzt geändert von Nelson am 2019-03-05 14:01:04, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Fragen Fahrgestell für Fernreisemobil

#71 Beitrag von Nelson » 2019-03-05 13:34:00

joern hat geschrieben:
2019-03-05 12:09:28
Schlechter Sprit und Euro 6: im Iran bekommen Euro 6 Sprinter regelmässig Probleme bis hin zum Notlauf. Allerdings gibt es jetzt dort vereinzelt Euro 4 Diesel zu kaufen, was die Probleme verringern sollte.
Ansonsten kann man sich auch hier mal beraten lassen, um ein modernes Wohnmobil motormässig fernreisetauglich zu machen:
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Moin Jörn,


danke, das ist ein Beispiel, wie ich es es gesucht habe. Kannst du kurz beschreiben, wie sich die Probleme äußerten und in wie weit sie dauerhaft blieben?


Grüße

Nils

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Re: Fragen Fahrgestell für Fernreisemobil

#72 Beitrag von Wilmaaa » 2019-03-05 13:36:52

Zum Thema ISOfix: dazu gibt es im Forum schon ein paar Threads mit Ideen.

Zum Thema Island: kommt natürlich drauf an, was man dort erwartet. Ich fand z.B. die vielen ohne Allrad befahrbaren Strecken in den Westfjorden mehr als faszinierend und habe dort längst noch nicht alles gesehen, was "anders" ist als zuhause.
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Re: Fragen Fahrgestell für Fernreisemobil

#73 Beitrag von joern » 2019-03-05 13:51:06

Hallo Nils
Bei einem Fiat vor ein paar Monaten ging, nach einer Phase des Motorstotterns, aufgrund des verstopften DPF der Motor aus. Ausserdem waren (als Folgeschaden?) die Einspritzdüsen defekt und mussten eingeflogen werden. Er hat dann den Rückweg auf eigener Achse (mit ausgebautem DPF,meine ich) geschafft.
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Re: Fragen Fahrgestell für Fernreisemobil

#74 Beitrag von Nelson » 2019-03-05 13:59:46

Das war auch ein Euro6? Dann wäre meine Einschätzung dazu offenbar falsch oder müsste zumindest eingeschränkt werden.

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Re: Fragen Fahrgestell für Fernreisemobil

#75 Beitrag von Seapilot » 2019-03-05 14:25:18

Habe es schon mal erwähnt. Und die Aussage von MAN das die Euro6 Modelle nicht für Betrieb außerhalb Europas vorgesehen sind scheint ihren Grund zu haben. Insbesondere Probleme mit ESP und Düsen wurden erwähnt.

Knut

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Re: Fragen Fahrgestell für Fernreisemobil

#76 Beitrag von joern » 2019-03-05 14:25:40

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Euro 6 Sprinter im Iran. Mit Vmax 20km/h ziehts sich bis nach hause... :joke:
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Re: Fragen Fahrgestell für Fernreisemobil

#77 Beitrag von Nelson » 2019-03-05 14:28:46

Neustart vermeiden, sprich Motor laufen lassen ;) :joke:

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Re: Fragen Fahrgestell für Fernreisemobil

#78 Beitrag von arocs » 2019-03-05 19:04:59

Seapilot hat geschrieben:
2019-03-05 14:25:18
Habe es schon mal erwähnt. Und die Aussage von MAN das die Euro6 Modelle nicht für Betrieb außerhalb Europas vorgesehen sind scheint ihren Grund zu haben. Insbesondere Probleme mit ESP und Düsen wurden erwähnt.

Knut
Diese "Probleme" haben alle Hersteller mit den neuen Einspritzsystemen. Die Düsen zerstäuben den Kraftsstoff unter so hohem Druck, dass paktisch der Kraftstoff als Nebel in den Brennraum gelangt. Auch wird zur Verbesserung der Verbrennung pro Einspritztakt nicht nur eine bestimmte Menge an nur einem Zeitpunkt eingespritzt - es gibt für den Takt auch Vor- und Nacheinspritzung. Das setzt allerdings eine hohe Kraftstoffqualität und im Hinblick auf die Abgasnachbehandlung eben auch schwefelarmen Diesel voraus. Wenn wir nun alle jeden Winkel der Welt, eben auch die mit schlechter Kraftststoffqualität, bereisen wollen, so müsen wir notgedrungen uns wieder die "alten" EURO-Totenkopf-Fahrzeuge anschaffen. Es ist also immer eine Kröte zu schlucken, allerdings steigt die KJraftstoffqualität von Jahr zu Jahr und auch heute gibt es in vielen Ländern das Wundermittel AdBlu, das dort vor wenigen Jahren nicht zu haben war......
Wir sollten als doch offen für die neue Technik sein, denn sonst wird die Welt nochmehr Greta "Humbugs" aus Schweden hervorbringen und Freitags die halbe Welt mit "massenhysterischen" Schulschwänzern die Straßen und Plätze dieser Welt verstopft sein.... :angel:
.....das Leben ist viel zu kurz um kleine Autos zu fahren - und Kfz ist doch noch immer ein Lehrberuf, bei dem man nach 3 1/2 Jahren ein Grundwissen erlernt haben sollte.....

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Re: Fragen Fahrgestell für Fernreisemobil

#79 Beitrag von Fump » 2019-03-05 19:09:02

Wilmaaa hat geschrieben:
2019-03-04 22:55:08
Du kannst auf Island wunderbare Orte ohne Allrad entdecken. Mit Allrad halt andere wunderbare Orte.
Wir waren letzten Sommer 5 Wochen und Nachfolger (unser Auto) noch mal 5 Wochen da.... hier auch sehr viel im Hochland gewesen..... Allrad ab und an nur wegen der Stabilität zugeschaltet (RAM) ich glaube nötig war es zu keinem Zeitpunkt..... aber die 4x4 Bodenfreiheit brauchst Du.... daher auch der 4x4 "Zwang" im Hochland.
Wir reisen aktuell mit einem RAM 1500 und einer Nordstarkabine

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Re: Fragen Fahrgestell für Fernreisemobil

#80 Beitrag von Mathias-Peter » 2019-03-05 20:02:51

Wir waren letzten Sommer 5 Wochen und Nachfolger (unser Auto) noch mal 5 Wochen da.... hier auch sehr viel im Hochland gewesen..... Allrad ab und an nur wegen der Stabilität zugeschaltet (RAM) ich glaube nötig war es zu keinem Zeitpunkt..... aber die 4x4 Bodenfreiheit brauchst Du.... daher auch der 4x4 "Zwang" im Hochland.
[/quote]

4x4 Bodenfreiheit? Also ein LKW 4x2 hat idR mehr Bodenfreiheit wie ein 4x4 Defender...

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Re: Fragen Fahrgestell für Fernreisemobil

#81 Beitrag von Seapilot » 2019-03-05 22:15:30

arocs hat geschrieben:
2019-03-05 19:04:59
Seapilot hat geschrieben:
2019-03-05 14:25:18
Habe es schon mal erwähnt. Und die Aussage von MAN das die Euro6 Modelle nicht für Betrieb außerhalb Europas vorgesehen sind scheint ihren Grund zu haben. Insbesondere Probleme mit ESP und Düsen wurden erwähnt.

Knut
Diese "Probleme" haben alle Hersteller mit den neuen Einspritzsystemen. Die Düsen zerstäuben den Kraftsstoff unter so hohem Druck, dass paktisch der Kraftstoff als Nebel in den Brennraum gelangt. Auch wird zur Verbesserung der Verbrennung pro Einspritztakt nicht nur eine bestimmte Menge an nur einem Zeitpunkt eingespritzt - es gibt für den Takt auch Vor- und Nacheinspritzung. Das setzt allerdings eine hohe Kraftstoffqualität und im Hinblick auf die Abgasnachbehandlung eben auch schwefelarmen Diesel voraus. Wenn wir nun alle jeden Winkel der Welt, eben auch die mit schlechter Kraftststoffqualität, bereisen wollen, so müsen wir notgedrungen uns wieder die "alten" EURO-Totenkopf-Fahrzeuge anschaffen. Es ist also immer eine Kröte zu schlucken, allerdings steigt die KJraftstoffqualität von Jahr zu Jahr und auch heute gibt es in vielen Ländern das Wundermittel AdBlu, das dort vor wenigen Jahren nicht zu haben war......
Wir sollten als doch offen für die neue Technik sein, denn sonst wird die Welt nochmehr Greta "Humbugs" aus Schweden hervorbringen und Freitags die halbe Welt mit "massenhysterischen" Schulschwänzern die Straßen und Plätze dieser Welt verstopft sein.... :angel:
Das war nur ein Punkt mit der Kraftstoffqualität. Die Software für Europa ist auch anders gestrickt. Als Beispiel wurde die Höhentauglichkeit benannt. Für Europa gilt Max 4000m. Danach meldet die Elektronik Fehler und drosselt die Leistung. Genau das was man bei mehr als 4000m Höhe unbedingt braucht.

Knut

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Re: Fragen Fahrgestell für Fernreisemobil

#82 Beitrag von Schnecke » 2019-03-05 23:53:47

arocs hat geschrieben:
2019-03-05 19:04:59

Wir sollten als doch offen für die neue Technik sein, denn sonst wird die Welt nochmehr Greta "Humbugs" aus Schweden hervorbringen und Freitags die halbe Welt mit "massenhysterischen" Schulschwänzern die Straßen und Plätze dieser Welt verstopft sein.... :angel:
Arocs, ich weiß nicht genau wie alt Du bist. Ich gehe jedoch davon aus, das die „Humbugs“ und die massenhysterischen Schulschwänzer noch weit länger auf diesem Planeten leben werden,als Du. Demnach haben sie alles Recht der „Welt“ uns alte Säcke endlich an unsere Pflichten zu erinnern.

Ciao Ralf

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Re: Fragen Fahrgestell für Fernreisemobil

#83 Beitrag von Wilmaaa » 2019-03-06 0:44:24

So leben halt manche in ihrer eigenen kleinen Filterblase...
Ich finde das gut, was die Gretas dieser Welt machen. Hatte am Wochenende das Vergnügen, mit Jugendlichen über gesellschaftliche Themen zu diskutieren und habe mich gefreut, wie tiefgehend sich viele mit Themen und Fragen beschäftigen.

Aber... Eigentlich geht es im Thread ja um Fernreisemobile. :positiv:
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Re: Fragen Fahrgestell für Fernreisemobil

#84 Beitrag von maxd » 2019-03-06 21:21:41

joern hat geschrieben:
2019-03-05 14:25:40
Bild
… du hast entweder einen 1000l Tank, damit Du möglichst viel von dem Spottbilligen Iranischen Diesel in Dein Auto kriegst. Oder Du hast einen 1000l Tank, damit Du Deinem Motor möglichst wenig von dem dreckigen Iranischen Diesel einschenken musst.

… es sei denn, man fährt Sprinter.

--max (der, solange er es sich leisten kann, immer wieder ein Allradfahrgestell bevorzugen würde)

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Re: Fragen Fahrgestell für Fernreisemobil

#85 Beitrag von Fump » 2019-03-06 22:25:20

Mathias-Peter hat geschrieben:
2019-03-05 20:02:51
Wir waren letzten Sommer 5 Wochen und Nachfolger (unser Auto) noch mal 5 Wochen da.... hier auch sehr viel im Hochland gewesen..... Allrad ab und an nur wegen der Stabilität zugeschaltet (RAM) ich glaube nötig war es zu keinem Zeitpunkt..... aber die 4x4 Bodenfreiheit brauchst Du.... daher auch der 4x4 "Zwang" im Hochland.
4x4 Bodenfreiheit? Also ein LKW 4x2 hat idR mehr Bodenfreiheit wie ein 4x4 Defender...
[/quote]

Wie nahezu jeder LKW ;) MIr ging es um die Vorgabe nur mit 4x4 ins Hochland, das bezieht sich auf Island auf "Geländewagen" und hier auf die höhrere Bodenfreiheit ggü. normalen PKW die da erheblichen Schaden nehmen können.
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