Mercedes 917 Funkkoffer Behörde als Basis

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axioma
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Mercedes 917 Funkkoffer Behörde als Basis

#1 Beitrag von axioma » 2018-07-16 10:01:30

Servus an alle aus dem Allgäu.
Verfolge seit langem diesen Forum. Nun kommt eine Frage an die Mitglieder:
was spricht dagegen solch eine Aufbau für einen Fernreisemobil zu nehmen?
Bild
Beschreibung des Anbieters: Das Fahrzeug kann auf unter 7,5 Tonnen abgelastet werden.Leergewicht jetzt 5900 kg 110 KM/H bei 2700U/Min
Radstand 360 cm. Koffer innen L x B x H ca. 450 cm x 233 cm x 192 cm

So gesehen sind alle relevanten Teile inklusive Hilfsrahmen laut dem Anbieter vorhanden

Mark86
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Re: Mercedes 917 Funkkoffer Behörde als Basis

#2 Beitrag von Mark86 » 2018-07-16 11:05:28

Ich kenne die Dinger nur aus Stahlblech und dann spricht dagegen der Rost.
Dann die Einfachverglasung die bei kälteren Temperaturen nicht Wohntauglich ist.
Und dass die Aufbauten idr. Sackschwer sind.
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

axioma
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Re: Mercedes 917 Funkkoffer Behörde als Basis

#3 Beitrag von axioma » 2018-07-16 11:36:18

Fenster werde ich natürlich austauschen. Rost ist so gesehen ein natürliches Prozess, das zu bekämpfen wäre. Und Gewicht von 5900 beim Allrad mit leerem Koffer erlauben noch 1600 kg für die Ausbau. Oder habe ich einen logischen Fehler übersehen?

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Re: Mercedes 917 Funkkoffer Behörde als Basis

#4 Beitrag von Mark86 » 2018-07-16 11:55:11

axioma hat geschrieben:
2018-07-16 11:36:18
Fenster werde ich natürlich austauschen. Rost ist so gesehen ein natürliches Prozess, das zu bekämpfen wäre. Und Gewicht von 5900 beim Allrad mit leerem Koffer erlauben noch 1600 kg für die Ausbau. Oder habe ich einen logischen Fehler übersehen?
Das du mit 1600kg nicht weit kommst, vor allem wenn du LKW gerechte Resourcen an Wasser, Diesel, etc. mitnehmen willst, nen anständigen Möbelbau bauen willst und dann noch ein paar Features hier und da kommen, wie n Dachträger, zweites Ersatzrad, oder vieleicht ne größere Einzelbereifung, dann wird das knapp...

Wenn ich mir angucke, was an meinem LKW so alles rostet, dann bin ich froh, dass wenigstens mein Aufbau aus Alu ist... Nie n Stahlblechkoffer !
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Pingu
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Re: Mercedes 917 Funkkoffer Behörde als Basis

#5 Beitrag von Pingu » 2018-07-16 12:13:26

Also ich wüsste nicht, was dagegen spricht.

Rost wird hier von Mark doch etwas überbewertet. Mein Koffer hat über 40 Jahre ganz gut durchgehalten und davon allein über 10 Jahre nur draußen gestanden. Rost war nur an den üblichen Stellen im Falz unten. Ansonsten hatte ich noch Rost an den Türen unten. Das ist jetzt ordentlich gemacht und da wird das auch noch mal 40 Jahre halten.

Die Fenster kann man machen und ansonsten den Koffer dämmen.

Thilo

vm+flinux
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Re: Mercedes 917 Funkkoffer Behörde als Basis

#6 Beitrag von vm+flinux » 2018-07-16 12:34:52

Also ich habe ja genau so einen Behörden-Funkkoffer. Tolles Auto, das :-) Der Aufbau war bei mir zum "sternegucken" - der TÜVer hat das nur durchgehen lassen (Festigkeit geschwächt), weil ich ihm glaubhaft versichern konnte, daß ich den Koffer eh' tausche. (Ursache waren 1. Mineralwolldämmung, die sich auf Grund einer fehlenden Dampfsperre regelmäßig mit Wasser vollgesogen hatte, 2. wunderbare Wassersammelstellen zwischen dem Stahlprofilgerüst und dem Blech, weil "Spezialisten" die UNTERSEITE der Profile halbwegs dicht, die Oberseite aber kaum verklebt hatten und 3. eine an der Dachkante umlaufende Regenrinne, die nicht richtig fest war und deshalb scheuerte und Platz für gesammeltes Wasser bot).

Ich habe dann den Koffer 10 cm über der Pritsche absägen und am Stumpf GFK-Sandwiches kleben+nieten lassen (Der Boden und der Zwischenrahmen waren/sind noch einwandfrei). Gewichtsmäßig übrigens ein Nettogewinn von knapp einer halben Tonne.

Der Originalkoffer ist wirklich großzügig dimensioniert, was die Festigkeit betrifft. Ihn zu dämmen halte ich für schwierig, da es massenweise Kältebrücken geben wird. Da wäre die Einfachverglasung das eher kleinere Problem. (BTW: Mit einem Refleks-Ofen und 3cm Styropor-Dämmung geht, wenn die Luft einmal trocken ist, Einfachverglasung problemlos bis zu mäßigem Frost - hatte bisher -5 bis -8 °C. Trotzdem würde ich mich heute für andere Fenster entscheiden.)

Gruß, Volker

edit: Für den Koffer spricht IMHO die sehr solide Haptik. Die kann mein neuer Koffer einfach nicht bieten.
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axioma
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Re: Mercedes 917 Funkkoffer Behörde als Basis

#7 Beitrag von axioma » 2018-07-16 17:21:16

Danke, Volker. Gibt es Fotos von dem neuen Aufbau. Ich könnte bei dir die nicht finden

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Garfield
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Re: Mercedes 917 Funkkoffer Behörde als Basis

#8 Beitrag von Garfield » 2018-07-16 18:00:15

Ich hab einen ähnlichen Koffer , okay bei meinem sind Alu Dibond Platten verbaut aber der Koffer hat ein Stahlskelet . Verschätz Dich nicht beim Gewicht , unser LKW hatte leer mit Koffer 4,9to , mit nicht gewichtsoptimiertem Ausbau , 300 Liter Diesel , 240 Liter Wasser , 1 Reserverad , 1 reserve Decke wiegt das ganze 7,2 to incl. Campinggerödel und Kleidung .
Fenster würde ich nur tauschen wenn Du auch im Winter länger unterwegs sein willst .Wenn Du das willst würde ich den Koffer entsorgen ,da helfen auch die neuen Fenster nicht das Ergebnis zu verbessern .Wir fahren so ab April bis Oktober , Reiseziele eher der Süden .Wir kommen super klar mit der Einfachverglasung und 20mm Isolierung . Alles drüber ist meiner Meinung nach raus geschmissenes Geld bei einem Koffer mit so vielen Kältebrücken.

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Re: Mercedes 917 Funkkoffer Behörde als Basis

#9 Beitrag von vm+flinux » 2018-07-16 18:35:26

Aber bitte doch:

alt
IMG_20160708_072724.jpg
IMG_20160708_072707.jpg
versus neu
IMG_20161229_114929.jpg
IMG_20161229_114916.jpg
Gruß, Volker
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Re: Mercedes 917 Funkkoffer Behörde als Basis

#10 Beitrag von Mark86 » 2018-07-16 19:42:58

Ist halt die Frage, was man vor hat und wo man hin will.
Wer eh nur zu den Sommercampern gehört, der hat weder mit Kältebrücken, noch mit Einfachverglasung was am Paddel...
Der braucht auch kein Auto was im Dauerwohnbetrieb bei -15°C funktioniert, wenn er dann eh nicht fährt...
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Re: Mercedes 917 Funkkoffer Behörde als Basis

#11 Beitrag von axioma » 2018-07-16 19:46:05

Doch doch. Ich wohne in den Bergen und werde bestimmt auch im Winter unterwegs sein

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Re: Mercedes 917 Funkkoffer Behörde als Basis

#12 Beitrag von Mark86 » 2018-07-16 19:48:22

Wenn du "unterwegs" bist, und das auch mal länger wie nur 2-3 Tage, dann kommt das Thema Verglasung, Kältebrücken, etc. durchaus deutlich zum tragen...
Wenn du dann wie ich noch salzige Straßen befährst und mit nem in Europa eingesalzenem Auto durch die Gegend fährst, ggfls. auch noch viel am Strand stehst, etc. dann ist auch das Thema "Rost" n deutliches Thema...
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Re: Mercedes 917 Funkkoffer Behörde als Basis

#13 Beitrag von axioma » 2018-07-16 20:16:01

Volker, hast du keine Problemen mit der Verschränkung? Arbeitet dein Zwischenrahmen zuverlässig?

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Re: Mercedes 917 Funkkoffer Behörde als Basis

#14 Beitrag von vm+flinux » 2018-07-16 21:10:10

Ich habe noch keine Probleme bemerkt - bin allerdings auch noch nicht wirklich da gewesen, wo's richtig d'rauf ankommt. Also wenn ich mal bei "komischer Straßenlage" in den Spiegel schaue, schränkt das ganz ordentlich - wo die Grenzen sind, weiß ich nicht. Vermutest Du beim Zwischenrahmen Probleme? Ich habe eh' den Eindruck, daß das Festlager recht "lang" ist. Kenne mich da allerdings nicht aus.

Gruß, Volker
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Re: Mercedes 917 Funkkoffer Behörde als Basis

#15 Beitrag von Romenthaler » 2018-07-16 21:13:07

Hallo 917 Polizei Koffer Freude,

Ich hatte so ein Teil auch schon mal in der Überlegung. Am Ende habe ich es gelassen. Die Gründe waren:

1. Beim Kauf zahlt man den Koffer mit. Händler argumentieren gerne, dass praktisch „fast fast fertig für die Reise ist......und ok, ne Hütte hat man. Kommt dann aber darauf, was man wirklich will zum reisen.
2. Als Werkstattwagen oder ähnliches ist der Koffer gut, als Reisefahrzeug stören aus meiner Sicht

- das Teil ist viel zu schwer (inkl hoher Schwerpunkt) und eher für die Fahrt auf dem Feldweg oder einer Wiese gedacht.
- innen ist viel Gerümpel (vom Polizei Innenausbau), der erst praktisch aussieht, sich dann aber als viel zu schwer, eher hässlich und ineffizient (für WoMo Grundriss erweist.
- solche Riesenfenster sehen erst nett aus - im Sommer glüht es und im Winter gibt es Eisschichten
- überall Kältebrücken und damit Feuchtigkeit

All das kann man lindern und verbessern.....aber bis man soweit ist, sind xxx Stunden und tausende Euro rein gearbeitet.....damit dann am Ende ein Kompromiss bleibt. Es gibt Leute, die haben solche Teile bis auf die Bodenplatte geschliffen und dann den Zwischrahmen und Teile Bodenstruktur für einen Neuaufbau verwendet.

Einen Schönheitswettbewerb wird man mit dem „Koffer“ so wie er ist auch nicht gewinnen.

Wenn der Preis passt und Du einfach „Low Cost“ starten willst, mag es ein Ansatz sein. Für ein echtes Reisefahrzeug hat sowas Potential für ne Sackgasse, wenn erst tausende Stunden reingehen und danach keine Happyness kommt.

Grüße
Artus

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Ulf H
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Re: Mercedes 917 Funkkoffer Behörde als Basis

#16 Beitrag von Ulf H » 2018-07-17 23:56:21

... beim H Gutachten tut man sich mit einem äußerlich unveränderten Fahrzeug sehr viel leichter ...

Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

Magirus-Deutz 170D11FA ... Bild in Cinemascope extrabreit, Sound in 6-kanal Dolby 8.5 ...

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Re: Mercedes 917 Funkkoffer Behörde als Basis

#17 Beitrag von Mark86 » 2018-07-18 8:50:41

Romenthaler hat geschrieben:
2018-07-16 21:13:07
1. Beim Kauf zahlt man den Koffer mit. Händler argumentieren gerne, dass praktisch „fast fast fertig für die Reise ist......

Wenn der Preis passt und Du einfach „Low Cost“ starten willst, mag es ein Ansatz sein. Für ein echtes Reisefahrzeug hat sowas Potential für ne Sackgasse, wenn erst tausende Stunden reingehen und danach keine Happyness kommt.

Grüße
Artus
So sehe ich das auch. Ist halt eine Frage der Zielsetzung. Wenn man sowieso mit n paar Brettern und nem Low-Cost Minimalausbau starten will, dann ist man mit so nem Kofferfahrzeug weit vorne. Dafür ist es aber idr. auch vergleichsweise teuer... Zumindest war das bei so Fahrzeugen so, als ich meinen gekauft habe. Feuerwehrautos lagen um 6k€, Autos mit Koffer lagen um die 20k€.
Wenn man sich den Koffer dann n bisschen ausbaut, und einem das reicht, mag es in Ordnung sein.

Wenn man aber bis zum voll ausgestattetem Expeditionsmobil will, ist die Basis m.E. ungeeignet. Das geht schon mit den hinteren Radkästen los, wo man keine Wüstentaugliche Bereifung unter bekommt, der Koffer müsste also wahrscheinlich höhr gesetzt werden, dann geht es bei genauer Betrachtung meistens doch in Sachen Rost weiter, die Verglasung der Fenster passt nicht, man hat 1000 Kältebrücken, Hilfsrahmenthematik ist dann für gewisse Einsätze auch noch n Thema, das Ersatzrad ist nett angebracht, aber wenn man größere Räder drauf machen will, passt das da auch nicht mehr hin, der Seitenanfahrschutz wird schwierig wenn man n standesgemäßen Dieseltank einbauen will, am Ende bleibt von dem Koffer den man teuer mitbezahlt hat dann nichts mehr übrig, als ne rostige Hülle mit 1000 Kältebrücken und man ist dann in nem Preislichen Projektvolumen wo man gleich n richtigen Koffer bauen kann, oder was passenderes kaufen kann. Da kommt es dann auch nicht mehr drauf an.
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