Tankverschaltung - kleines Brainstorming

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TobiasXY
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Tankverschaltung - kleines Brainstorming

#1 Beitrag von TobiasXY » 2018-03-20 21:14:52

Also bisher war es so, Vorlauf u. Rücklauf mit Ventilen geschalten.

Es waren bisher zwei Tanks a 150l am Fahrgestell. Also übersichtlich, einfach und ohne probleme.

Die Tanks konnte ich bis auf 3cm leerfahren. Aber 300l find ich persönlich nervig wenig..

Neues Setup.

500l Tank
90l Tank

Das Problem am 500l Tank sind Bergab u. Bergauf Fahrten. Der Vorbesitzer fuhr diesen deshalb nur bis max. 1/4 leer. Für mich keine Lösung weil über 100l Sinnlos. Deshalb der 90l Tank.

Wie verschalte bzw. baue ich das clever um möglichst alles zu nutzen?

Option I
Per Pumpe mit Knopf vom Großen in den kleinen Tank umpumpen und den 90l Tank als Tagestank nutzen?

Option II

Tank vom Großen in den Kleinen durch ESP umpumpen, geschalten mittels Kugelhähnen wie aktuell.
- Nachteil ich werde es vergessen bis der kleine Überläuft..

Irgendwie fehlt mir die Richtig Schlaue und vorallem recht idiotensichere Lösung. Im Grunde wäre eine Art Überlauf des kleinen in den großen Tank sinnvoll...das Problem was ich sehe, der kleine tank wird vom Niveau etwas niedriger als der 500l Tank sein..

Option III ?

Habt ihr noch eine gute Idee?

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moje 57
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Re: Tankverschaltung - kleines Brainstorming

#2 Beitrag von moje 57 » 2018-03-20 22:05:43

Haupttank (Tank 1), in Deinem Fall wohl der 90 l als Tagestank, druckdicht verschließen (also nicht belüften). Nicht belüftete Tankdeckel gibt es. Dann vom Haupttank eine Saugleitung zum Tank 2 an die Steigleitung anschließen. Alle anderen Anschlüsse dicht machen. Dieser Tank muss eine Belüftung besitzen. Die Folge, Der Diesel wird zuerst aus Tank 2 gelutscht und ergießt sich in Tank 1. Das geht solange bis Tank 2 leer ist, wenn die Tankanzeige von Tank 1 beginnt zu wandern dann weißt Du die Reserve wird angezapft. Rücklauf wird nur an Tank 1 angeschlossen. Das war es, mehr brauchst Du nicht machen, nix umschalten. :idee:

Gruß,
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Re: Tankverschaltung - kleines Brainstorming

#3 Beitrag von Jimmy » 2018-03-20 22:18:07

Mir ist mal, vor langer Zeit,im bekannten Männerkaufhaus, ein stabiler Bowdenzug in die Finger gekommen, wußte zwar nicht was man daraus machen kann, aber er hat mir einfach gut gefallen. Also hab ich ihn mitgenommen, mit dem Gedanken, wenn ich eine Idee dazu habe, ist er bestimmt weg.

Dann kam die Idee, und ich habe ihn in meinem Laster verbaut. :spiel: :wub:
Jetzt kann ich vom Fahrersitz aus, wärend der Fahrt meinen, Tanks umschalten. Auf gerader Strecke kann ich denTank komplett leer fahren, wenn es bergig wird schalte ich auf den volleren Tank um, kann also beliebig hin und her schalten, die Tankuhr natürlich auch so sieht man immer wieviel in den Tanks noch lagert.
Hatte Anfangs drei Tanks, (einer hat jetzt aus Platzgründen einem Staukasten weichen müssen) hab dann den Fehler gemacht den einen, aus dem die Dieselheizung gefüttert wird, nie ganz leer zu fahren, mit dem Nachteil, die Dieselpest hat in Ruhe Zeit gehabt sich in diesem Tank auszureiten. Seit dem wird immer alles verbraucht.

Sowas geht natürlich auch mit elektrischen Ventielen, aber ich wollte es ohne Strom, und außer dem hatte ich den schönen Bowdenzug.

Ist etwas aufwändig, aber es macht Spaß.

Gruß, Jimmy

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Ulf H
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Re: Tankverschaltung - kleines Brainstorming

#4 Beitrag von Ulf H » 2018-03-20 22:24:13

... auf keinen Fall was bauen, was überlaufen kann ...

... oftmals ist Anhalten nicht oder nur sehr schlecht möglich, um mal schnell umschalten zu können ...

Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

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Re: Tankverschaltung - kleines Brainstorming

#5 Beitrag von Mark86 » 2018-03-20 22:27:20

Ich bekomme meinen 500l Tank auch in etwas bergigen Regionen bis auf 480l leer gefahren. Dann geht der Motor aus.
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Tankverschaltung - kleines Brainstorming

#6 Beitrag von Jimmy » 2018-03-20 22:38:32

Mark hat geschrieben:
Dann geht der Motor aus.

Hier stelle ich mir seit einiger Zeit die Frage: Ist es schlecht für Einspritzpumpe und Düsen, wenn ich den Tank bis zum Motoraus leer fahre, Tank umschalte und mit dem verbleibenden Schwung wieder zum Weiterfahren bringe?

Gruß, Jimmy

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Re: Tankverschaltung - kleines Brainstorming

#7 Beitrag von JoSuPa » 2018-03-20 22:49:08

Moje 57
Deine idee mit dem luftdichten tank und "nachsaugen" aus dem anderen: hast du das persöhnlich irgendwo funktionieren sehen oder ist es nur eine idee?
Gruss John

Mark86
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Re: Tankverschaltung - kleines Brainstorming

#8 Beitrag von Mark86 » 2018-03-20 22:50:36

Jimmy hat geschrieben:
2018-03-20 22:38:32
Mark hat geschrieben:
Dann geht der Motor aus.

Hier stelle ich mir seit einiger Zeit die Frage: Ist es schlecht für Einspritzpumpe und Düsen, wenn ich den Tank bis zum Motoraus leer fahre, Tank umschalte und mit dem verbleibenden Schwung wieder zum Weiterfahren bringe?

Gruß, Jimmy
Also die Einspritzdüsen interessiert das bestimmt nicht, denn die gehen dann schlicht und ergreifend nicht mehr auf. Die Reiheneinspritzpumpe an meinem Motor wird das auch nicht jucken, der ist auch egal ob sie Diesel, Margarine oder sonstwas pumpt und die ist ja auch nicht trocken, sondern es ist halt dann nur irgendwann etwas Luft drin, was den Druckaufbau bis DüsenÖffnungsDruck verhindert.

Die Pumpe aber durch "weiterfahren" mit "Schwung" zu entlüften ist n sportliches Unterfangen. Das geht ja nicht nur um die Pumpe, sondern auch den Filter der bis da hin leer ist, etc. und dann brauchst du schon nen ziemlich langen Berg, um dass zu schaffen. Ich würde mal sagen, dass ist nicht praktikabel...
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Re: Tankverschaltung - kleines Brainstorming

#9 Beitrag von moje 57 » 2018-03-20 22:54:01

Ulf H hat geschrieben:
2018-03-20 22:24:13
... auf keinen Fall was bauen, was überlaufen kann ...

... oftmals ist Anhalten nicht oder nur sehr schlecht möglich, um mal schnell umschalten zu können ...

Gruss Ulf
Mein genanntes System kann weder überlaufen noch muss was umgeschaltet oder umgepumpt werden. Letztendlich könnte man x-Anzahl an Tanks in Reihe schalten wobei nur der "Endtank belüftet werden muss. Geht bei Benzinern auch - wurde oft in der DDR gemacht von Ungarnreisenden die, verständlicher Weise, die zugeteilten Forint nicht vertanken wollten. Lieber wollte man das Geld in Westklamotten anlegen, denn die gab es in Ungarn lange vor dem Fall der Mauer. Ach ja, wo keine Mechanik kann nix kaputt.

Gruß,
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Re: Tankverschaltung - kleines Brainstorming

#10 Beitrag von Jimmy » 2018-03-20 23:07:41

"weiterfahren" mit "Schwung"
"Ja, das geht", desalb ja die Frage, ob es schädlich seien könnte.

Hab es nur noch nicht bergauf geschafft, da steht die Fuhre schneller, wie ich umschalten kann. :motz:

Gruß, Jimmy

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Re: Tankverschaltung - kleines Brainstorming

#11 Beitrag von sri-lanka » 2018-03-20 23:14:19

moje 57 hat geschrieben:
2018-03-20 22:05:43
Haupttank (Tank 1), in Deinem Fall wohl der 90 l als Tagestank, druckdicht verschließen (also nicht belüften). Nicht belüftete Tankdeckel gibt es. Dann vom Haupttank eine Saugleitung zum Tank 2 an die Steigleitung anschließen. Alle anderen Anschlüsse dicht machen. Dieser Tank muss eine Belüftung besitzen. Die Folge, Der Diesel wird zuerst aus Tank 2 gelutscht und ergießt sich in Tank 1. Das geht solange bis Tank 2 leer ist, wenn die Tankanzeige von Tank 1 beginnt zu wandern dann weißt Du die Reserve wird angezapft. Rücklauf wird nur an Tank 1 angeschlossen. Das war es, mehr brauchst Du nicht machen, nix umschalten. :idee:

Gruß,
Also, ich habe 2 Tanks a 250L welche zusammengehängt sind. Angesaugt wird aus Tank 1. Somit müsste ich nur einen luftdichten Deckel auf Tank 2 schrauben und ich könnte viel mehr Diesel verfahren, bis die Tankanzeige leuchtet ?

Grüsse

Werner

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Ulf H
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Re: Tankverschaltung - kleines Brainstorming

#12 Beitrag von Ulf H » 2018-03-20 23:23:19

... nein ...

Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

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Re: Tankverschaltung - kleines Brainstorming

#13 Beitrag von sri-lanka » 2018-03-20 23:29:47

Ulf H hat geschrieben:
2018-03-20 23:23:19
... nein ...

Gruss Ulf
Ok Danke, dann mach ich das so wie Du sagst.... :D

Gruss

Werner

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Re: Tankverschaltung - kleines Brainstorming

#14 Beitrag von Ulf H » 2018-03-20 23:41:35

... wenn, dann bringt der dichte Deckel auf Tank 1 was ... wenn die Tanks unten verbunden sind wird der Effekt aber nicht gewaltig sein ...

Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

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Re: Tankverschaltung - kleines Brainstorming

#15 Beitrag von moje 57 » 2018-03-20 23:44:52

JoSuPa hat geschrieben:
2018-03-20 22:49:08
Moje 57
Deine idee mit dem luftdichten tank und "nachsaugen" aus dem anderen: hast du das persöhnlich irgendwo funktionieren sehen oder ist es nur eine idee?
Gruss John
Ist erprobt, selbst eingebaut bei einem Kollegen für eine Urlaubsfahrt nach Ungarn. Ist problemlos gelaufen. Das einfachste anwendbare Grundprinzip ist das der "kommunizierenden Röhre" (Pascal 1647). Beim Benzin klauen fürs Moped hast Du es vielleicht unbewusst sebst angewendet. Schlecht nur wenn Luft mit in diese Röhre angesaugt wird, dann kommt kein Benzin mehr. Musst also nochmal saugen bis es läuft und der Kanister voll ist. Genau dieses Saugen besorgt die Förderpumpe an der ESP. Prinzip verstanden? :)

Gruß,
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Re: Tankverschaltung - kleines Brainstorming

#16 Beitrag von moje 57 » 2018-03-20 23:50:47

Ulf H hat geschrieben:
2018-03-20 23:41:35
... wenn, dann bringt der dichte Deckel auf Tank 1 was ... wenn die Tanks unten verbunden sind wird der Effekt aber nicht gewaltig sein ...

Gruss Ulf
Unten rum verbinden ist nicht erlaubt. Fährts Du Dir die Leitung ab (oder sie scheuert durch) dann laufen beide Tanks aus. Legst Du die Leitung obenrum und Du reißt Dir die Leitung ab oder sie scheuert durch (was sehr unwahrscheinlich aber möglich ist) dann läuft der Diesel in die Tanks zurück und das wars. Tank 1 kann dann immer noch leergefahren werden.

Gruß,
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Re: Tankverschaltung - kleines Brainstorming

#17 Beitrag von TobiasXY » 2018-03-21 8:46:29

Interessante Idee. Mhh. Im Grunde echt gutes Prinzip.

Find ich super weil dann könnte meine aktuelle Verschaltung bleiben.

Einmal die Ansteuerung 500l + 90l und dann noch der 120l tank. Gut das ich ein 11tonner bin xD

Übrigens hab ich das bestimmt schon 10x geschafft ( tank leer u mit restschwung entlüftet) aber auch bestimmt schon 10x nicht aber das war meist mit Anhänger dran und unter 50kmh....

Klingt echt fast zu billig, einfach u unkompliziert als wahr zu sein xD

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Re: Tankverschaltung - kleines Brainstorming

#18 Beitrag von REDFOX » 2018-03-21 9:04:55

Hallo Moje 57,

interessantes Konzept.
Kannst Du davon mal eine Skizze einstellen, bin mir nicht sicher ob ich das alles richtig verstanden habe.
Was, z.B., passiert mit dem Rücklauf? Ist der nur am Haupttank (Tank 1) angeschlossen? Falls nun Tank 1 voll ist, und alles was dort abgesaugt wird direkt aus dem Tank 2 nachgesaugt wird und der Rücklauf nur in den Tank 1 läuft.......ok, jetzt habe ich es verstanden, nur das Delta zwischen dem abgesaugten und dem Rücklauf, sprich der tatsächliche Verbrauch wird aus Tank 2 nachgesaugt.

Aber noch eine Frage: Gibt es irgendwelche Grenzen wie weit die beiden Tanks auseinanderliegen können? Also funktioniert es auch wenn die Verbindungsleitung zwischen den beiden Tanks über 2 oder 3 Meter lang ist?

Vielen Dank schon mal.

Viele Grüße,

Chris

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nemsa
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Re: Tankverschaltung - kleines Brainstorming

#19 Beitrag von nemsa » 2018-03-21 9:52:17

….die Lösung nach Prinzip der verbundenen Gefäße ist natürlich einfach und genial. Sie funktioniert auch wenn ein paar Meter zwischen den Tanks sind.
Der maximale Unterdruck ergibt sich ja hauptsächlich aus der Höhe des Tanks und ein klein wenig Leitungsverlust.
Solange nirgends Luft gesaugt wird geht auch alles gut.
Die Aufgabenstellung vom TobiasXY ist damit allerdings auch nicht gelöst. Wenn der grosse Tank 1/4 voll ist und es geht bergauf wird ja auch nichts mehr vom grossen Tank entnommen werden.
Naja nach der Bergauffahrt wird’s ja wieder mal gerade werden oder bergab gehen. Das gilt aber auch für die Umschaltlösung.
Es ergibt sich durch die Psacal-Lösung aber der „Nachteil“ daß du dir nicht mehr aussuchen kannst aus welchem Tank du entnimmst. Du hast auch keine
Kontrolle darüber…. und es ist sicher lustig wenn du unterwegs die Undichte Stelle suchst aus der Luft mitgesaugt wird
Aus meiner Sicht ist die Umschaltung von VL und RL die sicherste. Zwei 3 Wege Magnetventile und ein Schalter…

Grüße
Alfred
Gruß Alfred

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Re: Tankverschaltung - kleines Brainstorming

#20 Beitrag von moje 57 » 2018-03-21 10:15:18

REDFOX hat geschrieben:
2018-03-21 9:04:55
Hallo Moje 57,

interessantes Konzept.
.......ok, jetzt habe ich es verstanden, nur das Delta zwischen dem abgesaugten und dem Rücklauf, sprich der tatsächliche Verbrauch wird aus Tank 2 nachgesaugt.

Aber noch eine Frage: Gibt es irgendwelche Grenzen wie weit die beiden Tanks auseinanderliegen können? Also funktioniert es auch wenn die Verbindungsleitung zwischen den beiden Tanks über 2 oder 3 Meter lang ist?
:idee: Richtig! :hug:

Die Länge der Saugleitung ist unerheblich, entscheident ist die Summe der zu überwindenen Saughöhen (A). Was die Pumpe schafft sollte aus den techn Daten hervorgehen. Im Normalfall dürfte das in unseren LKW nicht mal ansatzweise in die Nähe der max. Saugleistung kommen.
(A) Gilt nur wenn die Verbindungsleitung in den Folgetank (Fließrichtung) lediglich oben angeschlossen ist und der Diesel in den Tank plätschert. (B) Ist diese Leitung aber auch wie auf der Saugseite bis auf den Tankgrund geführt, dann besorgt die Schwerkraft den Ausgleich in einer Tankkette von X-Tanks. Es kommt nur die Saughöhe des gerade angezapften Tank in Betracht. Wenn dann die Verbindungsleitungen jeweils noch eine Entlüftungsschraube besitzen sollte er bestens funktionieren....Der nun nicht mehr dumme Jungen Streich sondern gewollte Spritklau von einen Tank in den Anderen.

Gruß,
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Re: Tankverschaltung - kleines Brainstorming

#21 Beitrag von Mark86 » 2018-03-21 10:20:33

der „Nachteil“ daß du dir nicht mehr aussuchen kannst aus welchem Tank du entnimmst. Du hast auch keine
Kontrolle darüber…. und es ist sicher lustig wenn du unterwegs die Undichte Stelle suchst aus der Luft mitgesaugt wird
Aus meiner Sicht ist die Umschaltung von VL und RL die sicherste. Zwei 3 Wege Magnetventile und ein Schalter…

Grüße
Alfred
Grade bei üblichen Bosch Reiheneinspritzpumpen mit angeflanschter Vorförderpumpe geht wenn Saugseitig nur irgendwo minimal Luft rein kommt, nix mehr.
Man sollte sich daher alles was man da mehr hinbaut als nötig genau überlegen, zumal grade Gummiteile wie Schläuche, Ventildichtringe, etc. idr. nur eine begrenzte Lebensdauer gegenüber Diesel, vor allem dem heute immer im Kraftstoff enthaltenem RME besitzen...
Je mehr man sich da ein baut, desto mehr "Problemstellen" handelt man sich damit ein.

Unter dem Hinblick der Betriebssicherheit ist also auf der Saugseite die Serienvariante mit Tankentnahmeeinheit (bzw. Geber mit Steigrohr), Schlauch, Leitung, Schlauch, Vorreiniger an Vorförderpumpe sicherlich das unproblematischste...

Wenn man sich da noch viele Schläuche, Leitungen und Umschaltventile rein baut, grade wenn das Zeug etwas älter wird, 6 oder 8 Jahre +, baut man sich da nur Fehlerquellen ein.
Vor allem ist es dann sehr schön, im Feld solche Unterdruckfehler zu finden, bevor die Starterbatterie von div. Versuchen leer ist...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Tankverschaltung - kleines Brainstorming

#22 Beitrag von moje 57 » 2018-03-21 10:49:49

nemsa hat geschrieben:
2018-03-21 9:52:17
….die Lösung nach Prinzip der verbundenen Gefäße ist natürlich einfach und genial. Sie funktioniert auch wenn ein paar Meter zwischen den Tanks sind.
Der maximale Unterdruck ergibt sich ja hauptsächlich aus der Höhe des Tanks und ein klein wenig Leitungsverlust.
Solange nirgends Luft gesaugt wird geht auch alles gut.
Die Aufgabenstellung vom TobiasXY ist damit allerdings auch nicht gelöst. Wenn der grosse Tank 1/4 voll ist und es geht bergauf wird ja auch nichts mehr vom grossen Tank entnommen werden.
Naja nach der Bergauffahrt wird’s ja wieder mal gerade werden oder bergab gehen. Das gilt aber auch für die Umschaltlösung.
Es ergibt sich durch die Psacal-Lösung aber der „Nachteil“ daß du dir nicht mehr aussuchen kannst aus welchem Tank du entnimmst. Du hast auch keine
Kontrolle darüber…. und es ist sicher lustig wenn du unterwegs die Undichte Stelle suchst aus der Luft mitgesaugt wird
Aus meiner Sicht ist die Umschaltung von VL und RL die sicherste. Zwei 3 Wege Magnetventile und ein Schalter…

Grüße
Alfred
Mitnichten, jeder wird seine Lösung finden, beide habe ihre Berechtigung sonst gäbe es sie nicht. Richtig ist, bei der P-Lösung muss man sich einmal vorweg die Entleerungsreihenfolge überlegen. Ob das ein "echter" Nachteil ist? Wenn eine Leitung Luft zieht, dann ist es egal ob die Fehlersuche an dem oder dem System stattfindet. Lustig ist es allemal nicht. Bei der Umschaltversion sind schlussendlich mehr Leitungslängen (+Rücklaufleitung, die würde ja rausdrücken) und (kaputtbare) Technik verlegt, mehr Schraubnippel usw. als bei der P-Lösung.
Ach ja, die Tanks werden alle leergesaugt auch wenn sie mal (auch längere Zeit) Luft zögen, der Motor bekommt davon nichts mit, er zieht ja "nur" aus dem Tobiasschen 90 l Mastertank, da ist keine Luft im Ansaugbereich.

Gruß,
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Re: Tankverschaltung - kleines Brainstorming

#23 Beitrag von TobiasXY » 2018-03-21 13:51:35

Im Grunde kann man auch einen notfallkugelhahn in den 90l bauen um a) eine selbstständig Entlüftung u b)den großen tankabzukoppeln...

Bzw. Man macht halt einfach den Schlauch vom großen tank ab somit hat man direkt eine Entlüftung u der tank (90l) ist solo zu betreiben...


Bin von der Lösung ziemlich angetan. Vor allem wenn ich das als zwei Einheiten betrachte:

Einheit 1: 120l tank
Einheit 2: 90l + 500l tank

Goiler shit xD

Ich werde es die nächsten Wochen mal ausprobieren :)

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Re: Tankverschaltung - kleines Brainstorming

#24 Beitrag von felix » 2018-03-21 14:04:12

Hallo,

das mit dem Unterdruck taugt nix, die kleinste Undichtigkeit und Volumen geht verloren. Das fällt genau dann aus, wenn man es braucht.

Warum nicht Vorlauf aus dem großen Tank, mit Kugelhahn als Reserve auf den kleinen Tank schaltbar. Rücklauf in den kleinen Tank und mit Überlauf mit (größerer Querschnitt als Rücklaufleitung) weiter in den großen Tank.

Gruß,
Felix

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Re: Tankverschaltung - kleines Brainstorming

#25 Beitrag von rotertrecker » 2018-03-21 19:14:58

Noch ne Version:
Lass die Schaltung wie sie ist.
Bau Dir ne Spritpumpe ein, mit der Du vom 500er in den 90L-Tank manuell geschaltet umpumpen kannst.
Die lässt Du einfach laufen, bis der 500er leer ist. Fertsch.
Beliebig erweiterbar, je weiteren Tank eine Pumpe.
Die "P-Methode" von Moje gefällt mir allerdings sehr gut, weil schlicht und wenig kram, der kaputt gehen kann.
Wie das mit den Undichtigkeiten ist, bzw. der Gefahr des Luftansaugens, da fehlt mir bislang die (negative) Erfahrung.

Gruß Sven
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Re: Tankverschaltung - kleines Brainstorming

#26 Beitrag von moje 57 » 2018-03-21 19:29:15

felix hat geschrieben:
2018-03-21 14:04:12
Hallo,

das mit dem Unterdruck taugt nix, die kleinste Undichtigkeit und Volumen geht verloren. Das fällt genau dann aus, wenn man es braucht...

Gruß,
Felix
Lieber Felix, woher nimmst Du diese allwissende Weisheit? :angel: Jede Undichtigkeit führt zu einem unangenehmen Ergebnis. Im klassisch angekoppelten Zusatzsystem stottert auf jeden Fall der Motors bis hin zum Verrecken. Im P-system schnurrt die Karre weiter auf dem Mastertank, spätestens die Tanknadel sagt dir, erst dann merkst du überhaupt was, das irgend Etwas nicht stimmt zu einem Zeitpunkt wo du es nicht erwartest. Erst dann merkst du überhaupt was.

Gruß,
Moje57

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Re: Tankverschaltung - kleines Brainstorming

#27 Beitrag von Lenker » 2018-03-21 20:24:18

Meiner Meinung nach taugen die hier vorgeschlagenen Lösungen herzlich wenig.

Viele wollen doch auf Reisen eine gewisse Redundanz haben. Diese Redundanz erhalte bei der Kraftstoffversorgung nur, wenn ich zwei oder mehr Tanks möglichst lang parallel laufen lasse. Sobald zwei oder mehr Tanks in einer Abhängigkeit zueinander stehen, zieht in den meisten Fällen der eine Tank im Schadenfall den anderen mit runter.

Beispiele:
1. Ist ein Tank mit der Dieselpest befallen, infiziert er automatisch den anderen mit.
2. Hat ein Tank ein Leck, läuft der andere mit aus (nicht bei aktivem Umpumpen).
3. Ist in einem Tank Wasser, ist es schnell auch im anderen.
4. Das Prinzip der kommunizierenden Röhren ist lageabhängig.
usw.

Daher gibt es für mich nur eine praktikable (evtl. erweiterte) Lösung:
Zwei oder mehr Tanks werden komplett mit Vor- und Rücklauf durch einzelne Kugelhähne oder sicherer mit einem/mehreren Umschaltventilen (3-Wege) von einander getrennt. Die komfortable Lösung bietet ein elektrisches 3-Wegeventil mit Handnotbedienung. Dieses lässt auch ein schnelles Umschalten während der Fahrt zu.
Außerdem bietet diese Lösung einen Wegfahrschutz. Stellt man das manuelle Umschaltventil in Mittelstellung, sind alle Leitungen geschlossen. Beim elektrischen Ventil funktioniert das mit Hilfe eines versteckten Schalter.

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Re: Tankverschaltung - kleines Brainstorming

#28 Beitrag von TobiasXY » 2018-03-21 21:04:33

Im Prinzip sind meine zwei tanks aktuell mit je einem kugelventil im vor u Rücklauf verbunden... Damit fahr ich ganz gut.

Was mit sehr überschaubaren Aufwand zu realisieren wäre, ist alle drei tanks mit umschalter im vor und Rücklauf zu verbinden. Und den 90l mit einem dichten Tankdeckel u einem Überlauf in den 500l zu versehen. Dann kann ich per umschalter während der fahrt umpumpen und wenn ich gerade mal wieder träume läuft der 90l tank nicht über sondern in den 500l tank. Also felixvariante

Wenn ich jetzt noch den 120l tank als Einheit 1 u den 500l+90l tank als Einheit 2 sehe. Find ich das gerade eine gute Lösung die ziemlich unkompliziert ist und die ich vorallem (bis auf den Überlauf) seit Jahren praktizierte, kenne und ich hab alles dazu da xD
Sozusagen tobisicher xD

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moje 57
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Re: Tankverschaltung - kleines Brainstorming

#29 Beitrag von moje 57 » 2018-03-21 21:53:19

Beispiele:
1. Ist ein Tank mit der Dieselpest befallen, infiziert er automatisch den anderen mit. Stimmt, das tut es. Die Wahrscheinlichkeit des Befall bei ülichen Systemem ist über die Rücklaufsysteme dto gegeben.

2. Hat ein Tank ein Leck, läuft der andere mit aus (nicht bei aktivem Umpumpen). Stimmt bedingt, wenn der Einlauf nur oben reinplätschert dann läuft nur der betroffene Tank leer wie bei anderen Anlagen auch.

3. Ist in einem Tank Wasser, ist es schnell auch im anderen. Stimmt, bei üblichen Anlagen landet das Wasser sofort im Spritfilter. Musst halt eben ablassen dann gehts weiter, gilt für beide Anlagen

4. Das Prinzip der kommunizierenden Röhren ist lageabhängig. Stimmt, wenn als treibende Kraft die Schwerkraft herhalten müsste. Treibende Kraft ist hier jedoch allein die Saugwirkung der Pumpe. Erst recht und sowieso wenn der Einlauf am oberen Tankboden endet.
Lenker hat geschrieben:
2018-03-21 20:24:18
...Außerdem bietet diese Lösung einen Wegfahrschutz. Stellt man das manuelle Umschaltventil in Mittelstellung, sind alle Leitungen geschlossen. Beim elektrischen Ventil funktioniert das mit Hilfe eines versteckten Schalter...
Wegfahrsperre oder Not-Aus kannst Du auch hiermit.
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Mal salomonisch: Wenn jemand von seiner Anlagenbauweise überzeugt ist, soll er sie auch so bauen. Er wird glücklich damit sein.....

Gruß,
Moje57

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Re: Tankverschaltung - kleines Brainstorming

#30 Beitrag von JoSuPa » 2018-03-21 22:43:02

an MOJE 57
danke für die nachtraegliche erklaerung, bin voll mit dir einverstanden. Funktionieren wird es auf jeden fall, den beweis hast du ja auch schon erlebt. Aber irgend wie haette ich bedenken betr. dem "vakuum-abdichten" des ersten tanks. Wie schon von verschiedenen teilnehmer erwaehnt, wird jede kleinste undichtigkeit zur panne führen, okay dies ist auch bei einer üblichen anlage so, aber wie von Mark erwaehnt, wie mehr leitungen und anschlüsse..... eine mögliche variante ist es aber allemal.
Gruss John

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