Fragen zu Mercedes-Fahrgestellen für FM2-Shelter

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flaming_homer
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Fragen zu Mercedes-Fahrgestellen für FM2-Shelter

#1 Beitrag von flaming_homer » 2018-01-30 17:02:09

Hallo zusammen,
schon lange stiller Mitleser mit dem Traum von einem Allrad-Wohnmobil, habe ich kürzlich zugeschlagen und einen voll ausgebauten FM2-Shelter gekauft.
Zu meiner Person: Ich bin Mitte 30 und komme aus dem Köln/Bonner-Raum. Mein Job hat "irgendetwas mit IT" zu tun und entwickelt sich erfreulicherweise immer mehr in eine Richtung, die es zulässt Ort und Zeit meiner Aufträge selber zu bestimmen.
Trotzdem war das Ganze doch ein Sprung ins kalte Wasser - ein Basisfahrzeug muss her und auch noch ein Stellplatz. Im Moment ist der Shelter in der Eifel, ca. 1,5h von meinem Wohnort entfernt abgestellt.
Ursprünglich hätte ich ganz gerne einen Unimog gehabt, doch der mehr oder weniger spontane Shelterkauf hat diese Pläne wohl zunichte gemacht, denn eine sinnvolle Verbindung von Unimog und FM2 ist wohl eher schwierig.
Ich würde trotzdem gerne bei Mercedes bleiben und suche nun ein entsprechendes Basisfahrzeug. Ein LKW-Führerschein ist vorhanden, unter 7,5t zu bleiben wäre schön, ist aber kein Muss.

Gerne möchte ich ein Fahrzeug mit möglichst wenig Elektronik haben, ich bin nämlich schon vom PKW her ein gebranntes Kind, denn wenn irgendetwas teures war, dann wars immer die Elektronik (aktuell führt bei meinem 14 Jahre alte Smart der defekte Lenkwinkelsensor wohl zum wirtschaftlichen Totalschaden :wack: ).

Ich habe schon viel gelesen, Google & die Forumssuche ausführlich bemüht, mir sogar das "Mercedes-Benz Lastwagen"-Buch von Tim Cole gekauft. Trotzdem bleiben noch einige Fragen unbeantwortet, die ich hiermit gerne stellen möchte:

1. Einige der Fahrzeuge (z.B. ein 1222 AF von 1987), die ich in die nähere Wahl gezogen habe, haben ABS. Ich habe wenige Daten dazu gefunden. Kann hier jemand was zur Anfälligkeit des frühen ABSse sagen? Welche Defekte sind häufig, zu welchen Reparaturkosten führen diese? Ich gehe mal davon aus, dass ABS, wenn verbaut, zur ABE gehört und im Defektfall nicht nachträglich entfernt/stillgelegt werden kann, richtig?

2. Welche Radstände gab es bei den Kurzhaubern und den NGs (bis zum Facelift 1989) ab Werk?

3. Hier wurde mehrfach erwähnt, dass eine Ablastung eines SK unter 7,5t nicht realistisch möglich sei. Ich möchte trotzdem folgende Idee am Beispiel eines 1222 AF zur Diskussion stellen:
Ein 1222 AF-Fahrgestell wiegt lt. Forum mit großer Doka und Zwillingsbereifung 6100kg. Ein 1222-Fahrgestell mit mittlerer Doka und Zwillingsbereifung 5800kg. Ich hätte gerne ein kleines Fahrerhaus und Einzelbereifung, gehe deshalb davon aus, auch bei nicht mehr als 5800kg Leergewicht zu landen. Soweit ich gelesen habe, müssen für eine Ablastung mindestens 25% des Leergewichtes als Zulandung erhalten bleiben. Dies würde mit diesem Fahrgestell gerade so klappen. Dabei würden 1,7t Nutzlast übrig bleiben, also in etwa 300kg mehr, was mein ausgebauter Container derzeit wiegt; Ich würde ihn sowieso gerne als Ladung laufen lassen, denn er steht auf einem fertigen Zwischenrahmen mit Kurbelstützen. Würde das generell so funktionieren oder muss ich mit dieser Idee gar nicht erst beim TÜV vorstellig werden?
Dass ein reisefertiges Mobil mehr Zuladung benötigt ist mir klar, deshalb ist der Plan, das Fahrzeug, wenn alle Arbeiten / Testfahrten etc. erledigt sind, auf 12t aufzulasten.
Der Grund für diese Aktion wäre a), dass dann auch die Helfer aus meiner Familie in der Bauphase mit dem Fahrzeug fahren könnten und b) ich das Fahrzeug im Wohngebiet am Stadtrand, 5min Fußweg von meiner Wohnung entfernt parken könnte, solange ich keinen Stellplatz habe (diese sind im Raum zwischen Köln und Bonn echt Mangelware...).

4. Testen von Allrad / Differentialsperren
Gibt es eine Möglichkeit die Funktion von zuschaltbarem Allrad / Differentialsperren während der Probefahrt, ohne Bühne, sicher zu testen? Auf Asphalt Kurven fahren und schauen ob es knirscht wird wohl nicht die optimale Lösung sein...

Vemutlich werden das nicht die letzten Fragen sein, insbesondere zum Zwischenrahmen wird es noch einiges zu klären geben. Dort bin ich allerdings in meinen Recherchen noch nicht weit genug fortgeschritten um hier schon Fragen zu stellen, die nicht irgendwo anders wahrscheinlich schon beantwortet wurden.

Vielen Dank im voraus für Eure Hilfe,
viele Grüße
Daniel

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Re: Fragen zu Mercedes-Fahrgestellen für FM2-Shelter

#2 Beitrag von Jucksnjo » 2018-01-30 19:11:42

Ich fasse mal zusammen:

Du hast einen komplett ausgebauten FM2 gekauft.

Du möchtest den als Ladung in der Gegend herumfahren.

Du suchst einen Daimler ohne Elektronik mit Allrad und Sperren und kurzem Fahrerhaus.

Sehe nur ich das so, oder ist die Antwort irgendwie zu offensichtlich? Das muss doch auf einen 1017 mit originaler Pritsche hinaus laufen. Den FM2 da drauf gestellt, die Spannketten drangetüdelt und fertig ist die Fuhre. :rock: :huh:
Hubraum statt Wohnraum :)

Mit einem Gruß

Johannes

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Re: Fragen zu Mercedes-Fahrgestellen für FM2-Shelter

#3 Beitrag von flaming_homer » 2018-01-30 19:55:25

Hallo Johannes,

Du hast natürlich nicht unrecht. Ein 1017 A ist auch ein heißer Kandidat, vielleicht sogar noch ein 914 A. Allerdings scheinen mir diese viel teurer bei teilweise erheblich schlechterem Zustand verkauft zu werden. Deswegen diese "Klimmzüge". Generell gilt aber, dass ich, neben dem "haben-will"-Faktor, keine Eile habe und längere Zeit den Markt beobachten kann.

Viele Grüße
Daniel

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Re: Fragen zu Mercedes-Fahrgestellen für FM2-Shelter

#4 Beitrag von Ulf H » 2018-01-30 20:35:47

... Benz kost halt ... der IVECO-Magirus 110-17 war bei der Bundeswehr parallel zum Mercedes 1017 im Einsatz und kann in etwa dasselbe ...

Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

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Re: Fragen zu Mercedes-Fahrgestellen für FM2-Shelter

#5 Beitrag von GrafSpee » 2018-01-30 20:49:35

Da muss ich dem Ulf leider ein wenig widersprechen.
Benz kostet nicht unbedingt extra. Wenn Du auf die (theoretische) Möglichkeit von 7,49t verzichten kannst und eine Doka kein Hinderniss ist kommst mit etwas suchen recht günstig weg.
Meiner hat 6200 gekostet, insgesamt mit Abholung, H-Gutachten, Einzelbereifung (neue Felgen und Reifen 13R22,5) und Einzelabnahme der Reifen, umbau der Rückbank auf wahlweise Sitze oder Liegefläche 120x200cm und etwas kleingedöns wie Dieselfilter ect. hat das Fahrgestell ziemlich genau 9000€ gekostet.
Und der erste echte Schaden letztes Jahr: ein Teil des Auspuffs ist löchrig. Ungefähr 120€ für Teile...

Großer Vorteil der meisten "größeren" Fahrgestelle: bei einer reinen Druckluftbremse fallen die oft kaputten und sehr teuren Teile die Bremsflüssigkeit führen (Radbremszylinder ect.) weg.

Und der Klang und das Gefühl eines großen Saugdiesels ist unbezahlbar... :spiel:
Niemals würd ich den gegen einen aufgeblasenen Kleinmotor eintauschen wollen... nichts gegen die, die anders denken. Ist nur meine Meinung... :blume: :positiv:

MfG Jens
In der Arbeit bin ich lütt und wenig
Aber aufm Asphalt bin ich König!

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Re: Fragen zu Mercedes-Fahrgestellen für FM2-Shelter

#6 Beitrag von flaming_homer » 2018-01-30 21:15:18

Lieber hätte ich keine Doka um möglichst kompakt zu bleiben und den hinteren Überhang nicht zu groß werden zu lassen (deshalb auch die Frage nach den Radständen - weiß das jemand?). Möglich wäre es aber. Tatsächlich wird das Angebot dann auf einen Schlag sehr viel größer - und billiger. Kürzen der Kabine kommt wohl generell nicht infrage, wenn man nicht Lust auf eine Riesenbaustelle hat.
Die Ivecos hatte ich mich Absicht eher links liegen lassen, denn ich habe sowohl eine Bundeswehr- als auch eine Feuerwehr/Rettungsdienst-Vergangenheit und überall waren die Ivecos eher wenig beliebt.

Viele Grüße
Daniel

Edit: Achso, vergessen: Woran erkennt man eigentlich ob das Fahrzeug eine reine Druckluftbremse hat?

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Re: Fragen zu Mercedes-Fahrgestellen für FM2-Shelter

#7 Beitrag von Ulf H » 2018-01-30 21:39:05

... an den Radbremszylindern ... bei Hydraulik liegen die unsichtbar innerhalb der Trommel ...

... kurzs Fahrerhaus und genug Ladefläche für FM 2 bietet zum Beispiel det RW 2 von Feuerwehren ...

Gruss Ulf
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Re: Fragen zu Mercedes-Fahrgestellen für FM2-Shelter

#8 Beitrag von AL28 » 2018-01-30 22:42:25

Hallo
Ein 1017A wird schon knapp als Womo mit 7,5to. , Als LKW mit Ladung halte ich es eine Illusion .
Du brauchst für den schelter 1,4to. Zuladung , Minimum . Einzelbereifung macht nicht leichter eher Schwerer , außer du lässt das Ersatz Rad weg .
Ich mag auch groß volumige saugdiesel die hören sich gut an und haben eine schöne Leistungsentfaltung . Ab 2000m ist es ab vorbei und dann vermisst die Aufladung .
Ich bin gerade bei ca. 6000km Laufleistung in meinen Urlaub das heißt mein Mini Motor hat mir ca. 300l. Diesel gespart . Und bis ich daheim bin wird es nochmal soviel .
Und glaube nicht Druckluft Bremsenteile sind umsonst . :D
Und wer will den schon eine doka ? :spassbremse:
Gruß
Oli

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Re: Fragen zu Mercedes-Fahrgestellen für FM2-Shelter

#9 Beitrag von flaming_homer » 2018-01-31 11:20:30

Wie gesagt - dass 7,5t auf längere Sicht Sinn machen glaube ich auch nicht. Wenn ich vor dieser Grenze Angst gehabt hätte, hätte ich mir einen kleineren/leichteren Ausbau gesucht. Trotzdem würde mir eine temporäre Ablastung in der Initialphase einiges erleichtern.

Die RW2 sind tatsächlich meine Favoriten, gerade sind z.B. auch zwei interessante Kandidaten bei Zoll-Auktion eingestellt. Ich werde mal beobachten wo die so landen (besonders der augenscheinlich sehr gut erhaltene der Landesfeuerwehrschule) und danach entscheiden ob eine Händlersuche überhaupt interessant ist.

Viele Grüße
Daniel

Mark86
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Re: Fragen zu Mercedes-Fahrgestellen für FM2-Shelter

#10 Beitrag von Mark86 » 2018-01-31 12:36:44

1017 Allrad Pritsche hat je nach Ausrüstung / Seilwinde, etc. zwischen 6000 und 6500kg Leergewicht.
Kannst Problemlos auf 7,5 Tonnen ablasten, nur, wenn du dann n Shelter drauf stellst und fest machst, ist der Ausgeladen, für mehr als n Zelt oder ne Luftmatratze im Shelter bleibt dann nix mehr übrig...

Sonst ist n 1017 aber immer ne gute Wahl, nur sollte man n Reisefertiges Gewicht von 8,5-9 Tonnen in etwa einplanen...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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meggmann
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Re: Fragen zu Mercedes-Fahrgestellen für FM2-Shelter

#11 Beitrag von meggmann » 2018-01-31 14:57:54

Wenn man unter Reisen insbesondere auch KM-fressen versteht würde ich nicht unter 20 PS / Tonne bleiben wollen - darunter ist es schon ziemlich "gemütlich"...
Große Saugdiesel klingen schon schön - wiegen aber auch und wie bereits beschrieben, wenn es mal etwas höher wird geht ihnen schnell die Luft aus.
Ich habe 160 PS bei unter 7 t Reisegewicht (aus einem 6,1 l Turbomotörchen) - finde ich ganz ok und ist bei Leibe keine Leistungsoffenbarung, man kann aber ganz gut mitschwimmen.
Ein abgespeckter 1222 ist schon ganz nett (wenn er knapp unter 10 t bleibt) - unter 7,5 t mit einem FM II - der muss dann schon mit Helium geflutet werden. LKW fahren und bei jeder Kiste Bier übers Gewicht nachdenken finde ich blöd. Wäre ich über 7 t gelandet beim Ausbauen, hätte ich auch wieder auf 9,2 t aufgelastet - macht doch sonst keinen Spaß auf der letzten Rille unterwegs zu sein und bei jeder Kontrolle zu zittern oder die Reise dort zu beenden.

Gruß, Marcel
- Punkt 1 erreicht, THW Iveco 90-16 ist zu Hause (07.11.2014)
- Punkt 2 erreicht, LAK 2 ist zu Hause (7.12.2014)
- Punkt 3 erreicht, geänderte Fahrzeugart begutachtet (19.01.2015)
- Punkt 4 erreicht, Eisenschwein ist zugelassen (17.03.2015)
- Punkt 5 erreicht, Umbauten am "Trägerfahrzeug" beendet (12.04.2015)
- Punkt 6 erreicht, H Gutachten erteilt (15.12.2015)

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Re: Fragen zu Mercedes-Fahrgestellen für FM2-Shelter

#12 Beitrag von Mark86 » 2018-01-31 15:20:29

Wenn man unter Reisen insbesondere auch KM-fressen versteht würde ich nicht unter 20 PS / Tonne bleiben wollen - darunter ist es schon ziemlich "gemütlich"...

Gruß, Marcel
Joah, das ist n guter Anhaltspunkt...
Die 130er PS im 1013 und 911 (OM352) sind recht dünn.
Im 1017 die 170PS sind ok, kann man gescheit mit Fahren, auch Berge, etc.
Natürlich ist das kein Leistungswunder was richtig Spass macht wenn man drauftritt, es bewegt das Auto "normal" von A nach B...
In der Stadt ausreichend Leistung um gescheit mit zu schwimmen, auf der Autobahn kommt man auch noch mit, Berge kommt man hoch, zumindest im Solobetrieb ohne Anhänger alles ok.

Natürlich würde ich lieber 1935 fahren...
Beim Thema "Kilometer fressen" muss ich arme Sau halt auch den Unterhalt berücksichtigen und den Verbrauch.
Dann lieber entspannt 1017 fahren, als n 1935 fürn Stammtisch und mitm PKW und Zelt in Urlaub, weil der Diesel zu teuer ist...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Fragen zu Mercedes-Fahrgestellen für FM2-Shelter

#13 Beitrag von flaming_homer » 2018-01-31 17:51:42

Vielen Dank für Eure Antworten.
Das Ganze führt mich zwangsläufig zu der Frage, wie ich rausbekomme, ob es ein Sauger oder ein Turbo ist?!

Ich habe inzwischen herausgefunden, dass man, wenn die VIN verfügbar ist, anhand des EDC-Eintrags u.a. die Motornummer herausfinden kann:
Beispiel:
Motornummer: 421906 10 XXXXXX Aggregate-Variante: C 009 004 563

Es handelt sich also um einen OM 421.
Aber ist das nun ein OM 421, ein OM 421 A oder gar ein OM 421 LA?
Gab es diesen Motor überhaupt in allen diesen Varianten? Welcher hat welche Leistung?

Viele Grüße
Daniel

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Re: Fragen zu Mercedes-Fahrgestellen für FM2-Shelter

#14 Beitrag von Jucksnjo » 2018-01-31 18:54:38

Also ich versuche mal eine kurze Darstellung der bei Bundeswehr/Feuerwehr üblichen Motorisierungen bei Mercedes NG (bei LN und SK kenn ich mich nicht aus):

xx17 - Reihen-6er Turbo
xx19 - V6 Sauger
xx22 - V6 Sauger

V-Motoren mit Turbo begannen damals bei den V8 ab 330 PS aufwärts; zum Schluss bis 440 PS. Aber nicht bei der Feuerwehr... :joke:
Hubraum statt Wohnraum :)

Mit einem Gruß

Johannes

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Re: Fragen zu Mercedes-Fahrgestellen für FM2-Shelter

#15 Beitrag von flaming_homer » 2018-02-01 12:08:30

Okay, vielen Dank für die Hilfe. Ich denke ich weiß inzwischen in etwa wonach ich suchen muss. Bin gespannt wann sich etwas ergibt das in mein Raster fällt.

Viele Grüße
Daniel

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Re: Fragen zu Mercedes-Fahrgestellen für FM2-Shelter

#16 Beitrag von Till » 2018-02-01 14:43:04

Hallo Daniel,

Ich bin eine Zeit nen 1834 gefahren... das hat echt Spaß gemacht. Da is der OM421LA drinnen, sprich der V6 mit Turbo und Ladeluftkühlung. Den gab es, wenn ich mich nicht täusche, ab 240PS. Ich meine der is aber erst in der zweiten SK Serie/den 90er gebaut worden... aber da hab ich leider keine genaueren Infos.

Grüße,

Till

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Re: Fragen zu Mercedes-Fahrgestellen für FM2-Shelter

#17 Beitrag von Postkutscher » 2018-02-01 15:01:00

Hallo,

einen OM421 LA gab es nicht, nur den Sauger OM421 und den Turbo OM421 A. Den Turbo meine ich im Lkw nur als Exportvariante.

Im 1834 ist dann der Nachfolgemotor OM441LA .

Gruß
Arno
Mercedes NG 85 Typ 1625 AK mit Permanent-Allrad

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Re: Fragen zu Mercedes-Fahrgestellen für FM2-Shelter

#18 Beitrag von Bruno1017A » 2018-02-01 15:06:11

zu den Eingangsfragen:
1) vor dem ABS hätte ich keine Angst, die sind grundsätzlich sehr solide und rettet dir vllt ja sogar mal das leben ;)
2) keine Ahnung, wird sich aber rausfinden lassen
3) Finde ich nicht so sinnvoll, fürs parken sieht ja von außen eh keiner was im Schein steht, entweder es stört die Nachbarn oder nicht. Und für zwei/ drei Fahrten würde ich mir das ab- und wieder auflasen nicht antun, oder wie lange willst du da dran rumbauen bevor er reisefertig werden soll? Einfach bei den 10/12t lassen und gut.
4) Hab ich genau so gemacht, aber nicht auf Asphalt sondern auf geschottertem Parkplatz. Das Aufleuchten der Kontrolllampe nach einigem vor und zurück ist aber sonst auch schon mal ein gutes Zeichen....
....und das Wohnmobil hat Räder verdammt!

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Re: Fragen zu Mercedes-Fahrgestellen für FM2-Shelter

#19 Beitrag von 1ten » 2018-02-01 15:24:48

Hallo Daniel,

zu 1: ABS würde ich auf jeden Fall mitnehmen … es fällt auf, wenns wie bei uns fehlt!
zu 2: Wir haben 3,10 Meter (309 cm gemessen) und das ist m.E. der kürzeste serienmäßige Radstand
zu 3: falls das Baumuster identisch ist, mit einem 914er kann man die 7.5 to schaffen, wir haben zur Zeit (rechnerisch) die 7.0 to überschritten. Es fehlt noch der Reserverradträger.
zu 4: Einlegen und Fahren mit der Untersetzung ist auf Asphalt unproblematisch möglich, unterstelle perm. Allrad. Mittelsperre + HA Sperre Einlegen merkt man auch im Stand. Beim Fahren auf weichem Grund wie Schotter, Sand oder Wiese sollte die Wirkung sofort spürbar sein.

FM2 passt knapp auf den kurzen Radstand, bei uns fehlten wg. früherem Umbau auf Ladebordwand leider ein paar Zentimeter …

Gruss, 1ten
MB 914 AK

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Till
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Re: Fragen zu Mercedes-Fahrgestellen für FM2-Shelter

#20 Beitrag von Till » 2018-02-01 16:17:22

Postkutscher hat geschrieben:Hallo,

einen OM421 LA gab es nicht, nur den Sauger OM421 und den Turbo OM421 A. Den Turbo meine ich im Lkw nur als Exportvariante.

Im 1834 ist dann der Nachfolgemotor OM441LA .

Gruß
Arno
:unwuerdig: ...entschuldige, da hab ich die Motornummern durcheinander gebracht... :unwuerdig:

Den OM421LA hatte ich vorhin gefunden:

https://www.trucks.nl/de/gebraucht-merc ... 4367097-vd

Kann natürlich sein, dass der aus einem Exportfahrzeug ist.

Den OM441 gab es mit 204 und 218PS, der OM441LA hatte den gleich 340 Pferdchen - sagt ein Mercedes Tabellenbuch von '88. Später hat es dann noch mehr Varianten gegeben.

Beste Grüße,

Till
Zuletzt geändert von Till am 2018-02-01 16:29:48, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Fragen zu Mercedes-Fahrgestellen für FM2-Shelter

#21 Beitrag von Till » 2018-02-01 16:17:45

Doppelt

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Re: Fragen zu Mercedes-Fahrgestellen für FM2-Shelter

#22 Beitrag von flaming_homer » 2018-02-01 17:38:07

Vielen Dank für die nette Hilfe!
Auch, dass sich gleich zwei von Euch nochmal meinen Eingangsfragen gewidmet haben.
Großen Dank auch an denjenigen, der mir telefonisch viele Detailfragen beantwortet hatte.

Viele Grüße
Daniel

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