Fahrgestell mit Pritsche und Ladung?

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Philena
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Fahrgestell mit Pritsche und Ladung?

#1 Beitrag von Philena » 2017-08-09 10:07:54

Moin auch!
Bei unserer Vorstellung hier neulich war das mit dem Allradauto eher noch 'ne Wunschvorstellung, dann haben wir eigentlich eingesehen, dass wir uns das nicht leisten können, nun winkt uns die ganze Zeit ein Iveco Fahrgestell an... :D
Der Plan ist jetzt, evtl. das Iveco Fahrgestell mit kurzem Radstand zu kaufen, dort eine (federgelagerte?) Pritsche draufzuschrauben (selbstbau oder was gekauftes?) und auf die Pritsche dann einen Koffer zu "verladen".
Die Lösung mit der Pritsche und Ladung hat für uns zwei entscheidende Vorteile:
Zum ersten müsste das Fahrzeug als Pritsche hoffentlich recht unkompliziert ein H-Kennzeichen kriegen, zum zweiten haben wir ein Problem mit der Länge. Durch den kurzen Radstand passt da, wenn ich das mit den oft gelesenen 60% berechne, ein Koffer von maximal 4 Metern drauf. Für uns sind allerdings 4,50 Minimum. Wenn wir nun die Pritsche etwas über das Fahrgestell rausziehen, was locker im Rahmen sein dürfte, dann kann die Ladung noch immer bis zu einem Meter überstehen und so dürfte das dann mit 4,50m Koffer passen. Wir wollen die Tage mal mit einem Tüver darüber sprechen. Auch, wie weit ein verladener Koffer befestigt sein muss, bzw. darf.
Bisher ist noch nix gekauft, wir haben keine Pritsche in Aussicht und zwar einen Koffer, den wir kriegen könnten, aber ob Zustand und Umbauaufwand da im Rahmen sind, muss sich noch zeigen. Abgesehen davon ist das für uns alles Neuland und wir müssen erstmal sehen, ob wir uns das ohne ernsthafte Erfahrung im Fahrzeugumbau und mit eher schmalem Budget zutrauen.
Der Plan wäre dann, das Fahrzeug so in 3 Jahren spätestens fertig zu haben und dann mit dem spätestens bis dann eingetretenen Lottogewinn durch die Welt zu fahren.
Ich finde, das Plan klingt eigentlich ganz gut. Jetzt bin ich mal gespannt, was ihr dazu sagt und ob ihr da schlaue Einwäde und Hinweise habt.
Ahoi!
Philip

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Tomduly
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Re: Fahrgestell mit Pritsche und Ladung?

#2 Beitrag von Tomduly » 2017-08-09 10:30:03

Moin!

Du solltest zwei Punkte bedenken:

In D gilt: wenn Ladung mehr als 1m hinten übersteht, muss sie zusätzlich gekennzeichnet werden (§22 StVO). In vielen europäischen Ländern ist das deutlich enger ausgelegt und man muss je nach Land weiss-rot bzw. rot-weiss gestreifte Warntafeln an der Ladung anbringen.

und

Durch eine Pritsche unterm Wohnkoffer wird das Fahrzeug erheblich höher. Bei unseren Allrad-Lastern liegt die Oberkante einer Pritsche im Bereich von 120cm über Fahrbahn oder höher. Je nach Anspruch was die Stehhöhe innen angeht, kommt man da schnell auf >340cm Fahrzeughöhe, Dachaufbauten auf dem Koffer noch nicht mitgerechnet.

Will man die magischen 320cm des ADAC-Schutzbriefes nicht überschreiten, wirds kompliziert, wenn man nicht auf echte Stehhöhe verzichten will. Unser Unimog hat je nach Reifendruck zwischen 315 und 320cm Gesamthöhe, wenn die FM1-Kabine auf der Pritsche steht. Die Kabine hat aussen 188cm und innen 167cm Höhe... Zum Vergleich: eine FM2-Kabine ist 32cm höher als die FM1, wäre in unserem Fall dann eine Fahrzeughöhe von 352cm.

Grüsse
Tom

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Philena
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Re: Fahrgestell mit Pritsche und Ladung?

#3 Beitrag von Philena » 2017-08-09 10:38:44

Danke dir für die Hinweise!
Die magischen 3,20m sehe ich leider eh nicht im Bereich des realistischen. Eine vernünftige Stehhöhe ist unverzichtbar, da wir das Mobil irgendwann als Hauptwohnung planen. Daher werden wir wohl eh über die 3,20 rauskommen.
Der Gedanke zur Länge war eher so: Auf das Auto würde ein Koffer von 4 Metern passen, also nehmen wir ne 4m Pritsche, lassen das so eintragen und stellen darauf den 4,50 Koffer. Dann steht er ja nur 50cm über und muss nicht gekennzeichnet sein.

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Re: Fahrgestell mit Pritsche und Ladung?

#4 Beitrag von Wilmaaa » 2017-08-09 10:48:25

Warum muss es denn unbedingt das kurze Fahrgestell sein? Ihr könntet doch auch noch weitersuchen und dann eines mit passendem Radstand kaufen?

Eine Pritsche in passender Größe zu finden und aufzusetzen und dann auch noch den Koffer ordentlich zu sichern, wenn er hinten übersteht, ist auch kein Projekt, was man "mal eben" so macht. Die Zeit, die dafür draufgeht, könnte man auch ins Suchen eines anderen Fahrgestells investieren. Es sei denn, Ihr seid schon ohne Ende "verliebt".
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Re: Fahrgestell mit Pritsche und Ladung?

#5 Beitrag von Pirx » 2017-08-09 12:46:50

Tomduly hat geschrieben:... die magischen 320cm des ADAC-Schutzbriefes ...
... sind für ein Fahrzeug mit LKW-Zulassung (darum geht es hier, Pritschen-LKW mit Koffer als Ladung) sowieso irrelevant.

Pirx

P.S.: Ja, Tom, ich weiß, daß Du der Einzige bist, der die Eintragung "mit Wohnkabine auf der Pritsche gilt Fahrzeugart Wohnmobil" hat. Hilft dem Fragesteller aber nicht, denn so einen Glückstreffer wird es in den nächsten 100 Jahren wohl nicht mehr geben.
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Re: Fahrgestell mit Pritsche und Ladung?

#6 Beitrag von SimonB » 2017-08-09 13:06:30

Moin,
falls noch nicht geschehen solltest Du Dir vor einer fixen Entscheidung bei dem weiten hinteren Überhang Gedanken zum a) Böschungswinkel (-> Forumssuche) und b) Achslast der Hinterachse ("Wirkt sich die weit hinten überstehende Ladung derart auf die HA-Last aus, dass deren Limit erreicht wird?")machen.
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Re: Fahrgestell mit Pritsche und Ladung?

#7 Beitrag von Ulf H » 2017-08-09 13:15:22

... Hinterachslast ist seltenst kritisch ...

... rotertrecker hat genau das gebaut, was du vorhast ...

Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

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Re: Fahrgestell mit Pritsche und Ladung?

#8 Beitrag von Philena » 2017-08-09 13:42:01

So nach Gefühl würde ich auch vermuten, dass die Hinterachslast unproblematisch ist, kann ich aber auch genauer nicht ermitteln, solange noch kein konkreter Koffer in der engeren Auswahl steht.
Böschungswinkel ist natürlich ein Thema. Da muss ich sicher Abstriche machen, wobei es auf der Zeichung nicht ganz so unförmig aussieht, wie ich zuerst befürchtet habe. Aber auch da sind noch keine ganz genauen Daten am Start. Aber sicher wird das nicht optimal.
Und klar, die 3,20 Höhe sind ja auch nur fürs Womo relevant. Hatte ich selber grad auch übersehen.
"mit Wohnkabine auf der Pritsche gilt Fahrzeugart Wohnmobil" ist ja geil! Es gibt nix, was es nix gibt, wenn man nur den richtigen Prüfer hat....
So'n bischen verliebt bin ich ja schon in die Karre, was bei mir aber auch immer schnell geht. Noch scheint mir das als ein gutes und günstiges Angebot. Aber der Radstand, der Radstand... wir werden sehen.

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Re: Fahrgestell mit Pritsche und Ladung?

#9 Beitrag von Tomduly » 2017-08-09 13:58:37

Pirx hat geschrieben:.. sind für ein Fahrzeug mit LKW-Zulassung (darum geht es hier, Pritschen-LKW mit Koffer als Ladung) sowieso irrelevant.
Ich meine mich zu erinnern, dass hier im Forum mal ein Schreiben des ADAC kursierte, in dem sinngemäß drinstand, dass nicht die formale Eintragung als Wohnmobil entscheidend ist, sondern die tatsächliche Nutzung des Lasters als solches und das Vorhandensein der WoMo-üblichen Einbauten.

Hilfreich gegenüber Schutzbrief-Anbietern scheint mir die Argumentation mit Pickups mit Wohnkabine. Bei denen mit absetzbarer Kabine hat man ja eine vergleichbare Ausgangslage und i.d.R. auch keine Eintragung als Wohnmobil, da die Pritsche des Pickups ohne Kabine ganz normal nutzbar ist.

Grüsse
Tom

P.S. Hab den Schrieb gefunden. War in diesem Thread.

"Ein zum Wohnmobil umgebauter Lkw, oder anderes Fahrzeug, ist in diesem Rahmen versichert, sofern er ausschließlich zu diesem Zweck genutzt wird. Die Einrichtungsgegenstände müssen eingebaut sein. Die Tatsache, dass sich im Fahrzeug eine Matratze oder ein Gaskocher befindet, macht ein Fahrzeug noch nicht zum Wohnmobil. Im Schadensfall ist dies auf Nachfrage zum Beispiel mittels aktueller Fotografien nachzuweisen. Es spielt dabei keine Rolle, ob das Fahrzeug in den Fahrzeugpapieren als Lkw angegeben ist."

Einziger Knackpunkt scheint mir der Nachweis der "ausschliesslichen" Nutzung als Wohnmobil, wenn die Wohnkiste nur draufgeschnallt aussieht und der Eindruck entsteht, wochentags fährt man mit dem Laster Gemüse auf den Markt.

P.P.S. @Pirx: "denn so einen Glückstreffer wird es in den nächsten 100 Jahren wohl nicht mehr geben." --> die Doppeleintragung verliere ich, sobald ich auf H-Kennzeichen umsattle, schon abgeklärt mit dem TÜV...

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Re: Fahrgestell mit Pritsche und Ladung?

#10 Beitrag von Pirx » 2017-08-09 15:39:25

Ulf H hat geschrieben:... Hinterachslast ist seltenst kritisch ...
... aber eventuell die Entlastung der Vorderachse über die Mindestvorderachslast hinaus!

Pirx
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Re: Fahrgestell mit Pritsche und Ladung?

#11 Beitrag von meggmann » 2017-08-09 15:57:13

Um was für ein Fahrzeug mit welchem konkreten Radstand geht es denn?

Gruß, Marcel
- Punkt 1 erreicht, THW Iveco 90-16 ist zu Hause (07.11.2014)
- Punkt 2 erreicht, LAK 2 ist zu Hause (7.12.2014)
- Punkt 3 erreicht, geänderte Fahrzeugart begutachtet (19.01.2015)
- Punkt 4 erreicht, Eisenschwein ist zugelassen (17.03.2015)
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Re: Fahrgestell mit Pritsche und Ladung?

#12 Beitrag von Philena » 2017-08-09 16:34:56

Es geht um einen 80-13 AW, konkret den, der hier im Forum angeboten wurde vor kurzem. Der hat nach meinem Zollstock nen Radabstand von 2,90.

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Re: Fahrgestell mit Pritsche und Ladung?

#13 Beitrag von meggmann » 2017-08-09 16:42:52

Hab nur mal so kurz überschlagen - dann endet das Führerhaus ca. 50 cm hinter der Vorderachse - oder?
Mit einem 4,5 m Koffer wäre man dann schon bei fast 80% Überhang (2,24 m) - finde ich ganz schön viel - eigentlich zu viel.

Gruß, Marcel
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Re: Fahrgestell mit Pritsche und Ladung?

#14 Beitrag von Philena » 2017-08-09 16:46:39

Nee, das Führerhaus ist ja recht kurz, das endet nur ganz knapp hinter der Achse. Guckst du da:http://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/p ... =4&t=76353. Trotzdem ist das dann schon ne Ecke hinten raus, das ist wohl so... Aber mit 4m Pritsche und darauf 4,50 Koffer, sollte es zumindest doch theoretisch machbar sein, denke ich.

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Re: Fahrgestell mit Pritsche und Ladung?

#15 Beitrag von meggmann » 2017-08-09 16:56:07

Luftfiltergehäuse ist ja auch noch hinter dem Führerhaus - ich denke die 50 cm hauen schon hin. Dann steht die Büchse 2,24 hinter der Hinterachse über - das ist ein Wort.

Wenn ich recht informiert bin zählt der 1 Meter ohne Kennzeichnung ab Rücklichter (könnte man ja zur Not versetzen) nicht ab Hinterkante Fahrzeug. Pritsche drauf und Wohnkabine als Ladung geht (habe ich auch - allerdings nicht so viel Überhang).

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Re: Fahrgestell mit Pritsche und Ladung?

#16 Beitrag von Enzo » 2017-08-09 19:29:24

Nur nen Laster kaufen, weil er gerade zur Verfügung steht halte ich für einen Fehler.
Bei deinem Anspruch, 4,50m Koffer, evtl noch Reserverad oder Fahrrad-Motorradträger hinten dran, da sind 2,90m Radstand zu wenig. Da braucht du 3,50m.
und musst später keine Klimmzüge machen. Ueberleg genau, was du willst und warte bis das richtige Fahrzeug auftaucht.
Jens

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Re: Fahrgestell mit Pritsche und Ladung?

#17 Beitrag von magmog » 2017-08-09 20:25:00

Solange die Ladung nicht mehr als 1,0 m über Rückstrahler hinausragt,
sind keine zusätzlichen Maßnahmen zur Kenntlichmachung notwendig.
Der Montageort des Unterfahrschutzes richtet sich nach den zum Fahrzeug gehörenden Teilen,
also Hinterkante Pritsche.

Je nach dem vorgesehenen Anforderungsprofil würde ich einen Überstand hinten überdenken.

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Re: Fahrgestell mit Pritsche und Ladung?

#18 Beitrag von ClausLa » 2017-08-09 22:24:09

Moin,
aber fahrbar sollte das Ganze ja wohl auch noch bleiben....

Ich halte den Radstand für ungeeignet, das wird ein Rumgeeiere.

Such Dir was passendes, dann hast Du mehr Freude damit, bevor Du einen Haufen Geld und Zeit versenkst und dann erst merkst, dass das Fahren nicht so recht Spass macht, zumal das Ding dann abseits der Strasse erst richtig lustig wird.

Gruß Claus

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Re: Fahrgestell mit Pritsche und Ladung?

#19 Beitrag von Philena » 2017-08-10 11:22:12

Ach Mist, ich habe das dumme Gefühl, ihr habt irgendwie recht. Elegant ist das dann wirklich nicht. Und vernünftig fahren soll man das Ding ja dann auch können, sonst ist der Aufwand das auch nicht wert. Hätten wir die Kohle über, könnte das ein feines Spaßmobil werden, aber als dauerhafte Behausung ist das wahrscheinlich einfach zu kurz. Trotzdem danke fürs Kopf waschen!

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Re: Fahrgestell mit Pritsche und Ladung?

#20 Beitrag von meggmann » 2017-08-10 12:20:23

So schnell gibt man seinen Traum doch nicht auf.

Ich habe bisher folgendes verstanden:
- Kofferlänge soll 4,5 m betragen
- Nur zwei Reisende (sonst wäre das Führerhaus zu klein)
- Kohle eher übersichtlich

Kurzes Fahrerhaus und "normaler" Radstand ist teuer, weil die LKW's so ziemlich jeder nutzen kann. Billiger wird es erst dann, wenn man Sachen wählt, die nicht den Normalanforderungen entsprechen, bzw. eher einschränken (wie hier der sehr kurze Radstand).
Ich will ja niemanden bekehren aber wie sieht es mit einer Zweiraumwohnung aus? Durch die riiiiiesige DOKA ist der 90-16 relativ unbeliebt, weil die halt nicht jeder will. Die Technik unter dem Blechkleid finde ich gut (obwohl mir gerade auch die DOKA zugesagt hat). Als Koffer passen ungefähr 4 m drauf (mein LAK ist 3,65 m), in der DOKA kann man noch ca. 1,5 m nutzen - sind zusammen 5,5 m - und wenn man wohnt ist ein Rückzugsraum gar nicht mal so schlecht finde ich.
Wie gesagt, ich will niemanden bekehren - aber vielleicht mal um Ecken denken und nicht ganz so geradlinig..... Nur so als "Inspiration".

Gruß, Marcel
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Re: Fahrgestell mit Pritsche und Ladung?

#21 Beitrag von Chris_G300DT » 2017-08-10 12:27:17

Wenn das Budget begrenzt ist, kauf die lieber einen Nahverkehrslaster mit 4x2 und montiertem Frischedienstkoffer.
Eventuell findest du mit etwas suchen ja noch was mit Differentialsperre.

Mit so einem entscheidenden Kompromiss in das Abenteuer LKW zu starten und dann auf ewig mit den ganzen Nachteilen zu leben ist Unfug.
Gerade wenn ihr den Laster länger nutzen wollte, darf es nicht schon auf den Kaufpreis des Fahrgestells ankommen.

Falls es doch unbedingt eine 4x4 Pritsche sein muss, kauft einen fertigen Pritschenlaster. Das ist billiger als selbst eine Pritsche zu montieren.
In Belgien gibt es z.B. einen größeren Händler mit preiswerten Iveco Magirus 110-16 im Angebot.
Der hat ne 5m Pritsche. Da muss dann auch nichts überstehen.

Gruß
Chris

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Re: Fahrgestell mit Pritsche und Ladung?

#22 Beitrag von meggmann » 2017-08-10 12:30:07

Gerade die Nahverkehrslaster (Stückguthuren) sind aber meist extrem abgeranzt. Wenn die verkauft werden weiß man meist warum....

Gruß, Marcel
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Re: Fahrgestell mit Pritsche und Ladung?

#23 Beitrag von Chris_G300DT » 2017-08-10 12:35:16

Naja, das Problem hat man ja eigentlich bei jedem nicht BOS/Armee-Fahrzeug. Ein Nutzfahrzeug wird in der Regel genutzt bis es nicht mehr wirtschaftlich ist. Vielleicht bekommt man ja noch was ausgesondertes durch den Umweltplakettenwahnsinn.

Gruß
Chris

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Re: Fahrgestell mit Pritsche und Ladung?

#24 Beitrag von meggmann » 2017-08-10 12:39:16

... genau, siehe oben: "Billiger wird es erst dann, wenn man Sachen wählt, die nicht den Normalanforderungen entsprechen, bzw. eher einschränken (wie hier der sehr kurze Radstand)." Oder Umweltplakettenspielereien....

Gruß, Marcel
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Re: Fahrgestell mit Pritsche und Ladung?

#25 Beitrag von Philena » 2017-08-10 14:21:34

Stimmt schon alles. Wir haben uns auch schon lange über Dokas Gedanken gemacht, aber wir werden einfach nicht wirklich warm mit dem Konzept. Mag eigentlich ganz praktisch sein, aber wenn das Gefühl dazu nicht passt, dann ist das eben so. Das Fahrzeug soll dann irgendwann mal für 2 Mensch + einen großen Hund ausreichen als Dauerwohnsitz. Daher ist 4,50m schon die untere Grenze. Klar, wir grübeln auch, ob es nicht ein normaler 4x2 Laster auch tut. In 95% der Situationen tut er das sicher! Aber wenn ich dann irgendwo mit dem Ding vor einer Düne oder einem schlammigen Flussbett stehe und nicht weiterkomme, dann... naja, werde ich keine gute Laune haben.
Wir gucken uns den besagten Laster morgen nochmal genauer an und drehen mal ne Runde, dann wird entschieden. Aber tatsächlich tendieren wir grad eher richtung weitersuchen. Vielleicht kommt ja doch nochmal so ein Ding in bezahlbar und vernünftiger Größe zu uns.
Die Idee mit Belgien ist gut, in der Ecke habe ich noch gar nicht geguckt.
Merci und Gruß!
Philip

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Re: Fahrgestell mit Pritsche und Ladung?

#26 Beitrag von Chris_G300DT » 2017-08-10 14:37:11

Hallp Philip,
ich sehe gerade du kommst aus Kiel.

Schau mal bei Truck Sealand in Padborg/DK.

http://www.trucksealand.com/

z.B.
http://www.trucks.nl/trucksearch/Vehicl ... nguageid=1

Die haben viele dieser Magirus 168 M 11 bzw Iveco 110-16 vom dänischen Militär.

Gruß
Chris

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Re: Fahrgestell mit Pritsche und Ladung?

#27 Beitrag von Philena » 2017-08-10 16:43:28

Spannend... danke dafür! Sieht mir erstmal nach meist zu teuer für uns aus, wenn da denn noch ein Koffer dazukommt, aber weit weg ist das ja nicht, da machen wir doch demnächst wohl einfach mal nen Tagesausflug und gucken da mal rum.

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Re: Fahrgestell mit Pritsche und Ladung?

#28 Beitrag von meggmann » 2017-08-10 22:00:53

Das mit der Doka war nur ein Beispiel - und wenn man "keinen Zugang" zu so einer Büchse findet sollte man es lassen. Ich meinte nur mal ein wenig links und rechts schauen....

Ich glaube nicht, dass 4x2 billiger ist - 4x4 sind ja auf Feuerwehren, THW oder ähnliches mit kleinerem Käuferkreis. 08/15 4x2 können dann schon mehr brauchen - bei entsprechenden Preisen oder mit entsprechend schlechtem/verbrauchten Zustand.

Viel Glück bei der Suche!

Gruß, Marcel
- Punkt 1 erreicht, THW Iveco 90-16 ist zu Hause (07.11.2014)
- Punkt 2 erreicht, LAK 2 ist zu Hause (7.12.2014)
- Punkt 3 erreicht, geänderte Fahrzeugart begutachtet (19.01.2015)
- Punkt 4 erreicht, Eisenschwein ist zugelassen (17.03.2015)
- Punkt 5 erreicht, Umbauten am "Trägerfahrzeug" beendet (12.04.2015)
- Punkt 6 erreicht, H Gutachten erteilt (15.12.2015)

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