MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

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schaenglars
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MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

#1 Beitrag von schaenglars » 2017-04-09 18:44:00

Tach zusammen,

ich frage mich seit einiger Zeit, was ein allradangetriebener MAN F90 bzw. M90 oder F2000 bzw. M2000 für eine Basis als Allrad-Fernreisemobil abgeben würde? Ich bin während des Studiums viele verschiedene Sattelzüge gefahren (Mercedes SK, Actros, Scania, MAN F90, F2000, TGA) und ich muss sagen, dass ich die MAN F90/F2000 immer mächtig cool fand. Eigentlich sind das meine Lieblings-LKWs.. Und daher habe ich mich mal so a bisserl' umgeschaut bei den einschlägigen Gebraucht-LKW-Bezugsadressen, und bin auf die Allrad-Sattelzugmaschinen mit dem großen Fernverkehrsfahrerhaus gestoßen. Z.B. der hier:
http://suchen.mobile.de/fahrzeuge/detai ... geNumber=1
Der hat zwar 450 tkm runter. Das muss aber nicht unbedingt zu viel sein. Die MAn die ich früher gefahren bin hatten teilweise deutlich mehr runter (bis zu 1 Mio) und standen teilweise mit 700 tkm noch top da. 450 tkm wäre für die gerade "eingefahren gewesen" ;-) Hier im Forum gibt's ja leider nicht gerade viele F90 und F200 Fahrer. Warum eigentlich? Eigentlich müssten das doch auch spitzen Kandidaten für unser Hobby sein?! Zugegeben nicht gerade in der kleinsten Klasse, aber doch noch deutlich unterm KAT1 (zumindest hinsichtlich der Diesel-Verbräuche).. Ich hoffe, dass doch noch ein paar fachkundige von euch ein paar Infos zu dem Laster liefern können. Und zwar stelle ich mir insbesondere folgende Fragen:

1. Robustheit?: Bei meinem 170d11 ist die größte Schwachstelle ja die Vorderachse (Tragringe, Antriebswellen etc.). Das müsste bei dem F2000 doch wohl mal alles so richtig "heavy-duty" sein. Der ist ja für 19 to. gebaut und müsste über einen quasi Leer-Einsatz mit 10, 11 Tonnen doch nur lachen. Ebenso müsste die Umbereifung auf 14.00-Reifen für die Achsen doch auch gar kein Problem sein, oder? Ebenso ist der für einen 40 to-Zug konstruiert. Somit müssten doch Getriebe, Antriebswellen etc dermaßen solide konstruiert sein, dass wir die niemals kaputt kriegen (vorausgesetzt natürlich man findet ein Exemplar, das nicht zu sehr runter gerockt ist).. Dementsprechend müsste der doch auch gut fürs Gelände geeignet sein? Allrad-Antrieb ist wohl zuschaltbar. Ebenso vorhanden sind ne Untersetzung und Mittel- und Hinterachs-Sperre.

2. Komfort: Das ist jawohl ein gaaaaanz eindeutiger Pluspunkt des LKW. Die F2000 Fahrerhäuser sind super komfortabel und leise. Nichts im Vergleich zu meinem 170d11. Somit ist die Langstreckentauglichkeit von dem doch wohl genial.

3. Leistung satt: Der verlinkte LKW hat 400 PS. Das ist jawohl leistungsmäßig für unseren Einsatz der Oberburner.. An die Leichtfüßigkeit wie der sich über Alpen-Serpentinen tänzeln dürfte wage ich gar nicht zu denken - da gerate ich ins Träumen ;-) Mir ist aber natürlich auf der anderen Seite klar, dass der riesen Motor auch gefüttert werden will. Verbaut ist der 12 Liter 6 Zylinder Motor (ich glaube der heißt D2866). Wenn man dem richtig was abverlangt (40to-Zug) wird der natürlich schlucken. Aber wie verhält es sich wenn der reisefertige LKW nachher etwas um die 11-12 to auf die Waage bringt. Der Motor hat doch dermaßen viel Drehmoment, dass man den ja fast konstant im grünen Bereich fahren kann und schön untertourig auf der Autobahn. Im Gegensatz zu meinem 170d11 den ich ja schon ganz schön treten muss und der auf der Autobahn kurz vor Abriegel-Drehzahl ist.. Ich hab mal ein bisserl recherchiert (u.a. auch bei den Durchschnittsverbräuchen) konnte aber nichts eindeutiges finden. Aber ist es nicht durchaus realistisch, dass der bei Autobahnfahrt (90km/h) etwas um die 22-25 Liter verbraucht?

4. Abmessungen: In die Fernverkehrskabine kriegt man doch bestimmt anstelle des Bettes Sitze eingebaut für den Rest der Familie. Ist es machbar und möglich, die Seitenteile durch Fenster zu ersetzen? Das müsste doch machbar sein, oder? Der Radstand des LKW müsste ähnlich wie mein 170d11 sein (3,80m). Da die Kabine vom F2000 kürzer ist müsste man doch locker einen schönen Wohn-Koffer drauf kriegen mit vlt. so 4.50 m Länge? Was ich mich allerdings bei der Gelegenheit frage ist folgendes: Da SZM ist der Rahmen am Ende abgeschrägt/abfallend. Könnte das ein Problem sein? Weil an der Stelle würde der Zwischenrahmen ja in der Luft hängen?

5. Ersatzteilversorgung: Hier hat der F2000 doch auch ganz klare Stärken. Ich vermute mal, dass man für den noch alles über MAN beziehen kann. Und auch weltweit müsste es doch ganz gut aussehen mit Teilen (klar, nicht so gut wie bei Mercedes aber immer noch deutlich besser als für nen Magirus)...

Ich kann also irgendwie nicht so wirklich die Haken von dem LKW finden. Ich wundere mich wirklich, warum der in unserer "Szene" nicht verbreiteter ist? Große SKs mit 300-400 PS werden doch auch gar nicht soo selten als Basis für Fernreisemobile hergenommen. Warum aber die f90, F2000 nicht?

Würde mich freuen, wenn ihr mich mit ein paar Denkanstößen oder Anregungen oder Infos versorgen könntet.
Besten Dank schonmal
VG
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Re: MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

#2 Beitrag von schaenglars » 2017-04-09 18:50:31

Ach so, ganz wichtigen Punkt wollte ich noch fragen:

Der LKW hat wohl Euro2. Kann mir einer von euch sagen, wie es bei dem Motor (D2866) und Euro2 mit der Fernreisetauglichkeit aussieht? Ich meine, dass mein alter Magirus ja jeden Diesel schluckt, also auch im tiefsten Süd-Amerika und so. Aber wie sieht es da mit dem F2000 aus? Klar, der ist vlt. nicht mehr ganz so unempfindlich wie die ganz alten LkW (wie meiner) aber doch noch Welten entfernt von den modernen ausgereizten Euro5 LKWs, oder? Also, kann man mit dem bedenkenlos um die Welt reisen, ohne Angst haben zu müssen, dass ein nicht ganz EU-Norm-kompatibler Diesel einem die Einpritzpumpe o.Ä. killt?

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Re: MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

#3 Beitrag von OliverM » 2017-04-09 20:22:25

In 19 Jahren nur 450.000 km und dann dieser Preis ?
Sorry, aber wer das glaubt macht sich die Hose auch morgens mit der Kneifzange zu.

Gruß

Oliver
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Re: MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

#4 Beitrag von Frieland » 2017-04-10 9:02:51

Hallo,

nur kurz zum Nachdenken:
Wenn der 19to kann, du den aber nur mit 11 to belädst, und der blattgefedert ist, kann ich mich vorstellen, daß unter Umständen der Fahrkomfort etwas holperig sein könnte, weil halt zu wenig Gewicht auf der HA.

Genau wissen bei dem Wagen tue ich das nicht, aber die Fahrt mit meinem 170er zum Aufbauer ohne HA-Last war etwas....nun ja....holperig

Gruß, Fabian

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Re: MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

#5 Beitrag von Fernreisender » 2017-04-10 10:16:32

schaenglars hat geschrieben:
1. Robustheit?: Bei meinem 170d11 ist die größte Schwachstelle ja die Vorderachse (Tragringe, Antriebswellen etc.). Das müsste bei dem F2000 doch wohl mal alles so richtig "heavy-duty" sein. Der ist ja für 19 to. gebaut und müsste über einen quasi Leer-Einsatz mit 10, 11 Tonnen doch nur lachen. Ebenso müsste die Umbereifung auf 14.00-Reifen für die Achsen doch auch gar kein Problem sein, oder? Ebenso ist der für einen 40 to-Zug konstruiert. Somit müssten doch Getriebe, Antriebswellen etc dermaßen solide konstruiert sein, dass wir die niemals kaputt kriegen (vorausgesetzt natürlich man findet ein Exemplar, das nicht zu sehr runter gerockt ist).. Dementsprechend müsste der doch auch gut fürs Gelände geeignet sein? Allrad-Antrieb ist wohl zuschaltbar. Ebenso vorhanden sind ne Untersetzung und Mittel- und Hinterachs-Sperre.

2. Komfort: Das ist jawohl ein gaaaaanz eindeutiger Pluspunkt des LKW. Die F2000 Fahrerhäuser sind super komfortabel und leise. Nichts im Vergleich zu meinem 170d11. Somit ist die Langstreckentauglichkeit von dem doch wohl genial.

3. Leistung satt: Der verlinkte LKW hat 400 PS. Das ist jawohl leistungsmäßig für unseren Einsatz der Oberburner.. An die Leichtfüßigkeit wie der sich über Alpen-Serpentinen tänzeln dürfte wage ich gar nicht zu denken - da gerate ich ins Träumen ;-) Mir ist aber natürlich auf der anderen Seite klar, dass der riesen Motor auch gefüttert werden will. Verbaut ist der 12 Liter 6 Zylinder Motor (ich glaube der heißt D2866). Wenn man dem richtig was abverlangt (40to-Zug) wird der natürlich schlucken. Aber wie verhält es sich wenn der reisefertige LKW nachher etwas um die 11-12 to auf die Waage bringt. Der Motor hat doch dermaßen viel Drehmoment, dass man den ja fast konstant im grünen Bereich fahren kann und schön untertourig auf der Autobahn. Im Gegensatz zu meinem 170d11 den ich ja schon ganz schön treten muss und der auf der Autobahn kurz vor Abriegel-Drehzahl ist.. Ich hab mal ein bisserl recherchiert (u.a. auch bei den Durchschnittsverbräuchen) konnte aber nichts eindeutiges finden. Aber ist es nicht durchaus realistisch, dass der bei Autobahnfahrt (90km/h) etwas um die 22-25 Liter verbraucht?

4. Abmessungen: In die Fernverkehrskabine kriegt man doch bestimmt anstelle des Bettes Sitze eingebaut für den Rest der Familie. Ist es machbar und möglich, die Seitenteile durch Fenster zu ersetzen? Das müsste doch machbar sein, oder? Der Radstand des LKW müsste ähnlich wie mein 170d11 sein (3,80m). Da die Kabine vom F2000 kürzer ist müsste man doch locker einen schönen Wohn-Koffer drauf kriegen mit vlt. so 4.50 m Länge? Was ich mich allerdings bei der Gelegenheit frage ist folgendes: Da SZM ist der Rahmen am Ende abgeschrägt/abfallend. Könnte das ein Problem sein? Weil an der Stelle würde der Zwischenrahmen ja in der Luft hängen?

5. Ersatzteilversorgung: Hier hat der F2000 doch auch ganz klare Stärken. Ich vermute mal, dass man für den noch alles über MAN beziehen kann. Und auch weltweit müsste es doch ganz gut aussehen mit Teilen (klar, nicht so gut wie bei Mercedes aber immer noch deutlich besser als für nen Magirus)...

VG
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Hallo Lars

ich oute mich mal als F2000 Fahrer, kein Allrad zwar aber ich kann gerne etwas aus der Praxis plaudern.

1. Robust sind die Teile, keine Frage, ich wundere mich selber, dass die Dinger in der Szene nicht weiter verbreitet, sind, liegt wohl an der 7.5T Grenze.
2. Die Langstreckentauglichkeit ist bezüglich Lautstärke im Fahrerhaus voll gegeben, richtig leise für'n LKW und das Haus ist auch gut gefedert.
3. Leistungsmässig bist Du mit 400PS ziemlich gut unterwegs, vor allem wenn Du dich um die 12 Tonnen bewegst. Ich fahre bi 1100U/min 80Kmh, also immer schön im grünen Bereich. So schluckt er wenn es gut kommt 22 Liter. 30 Liter gehen aber auch, vor allem wenn die Strassenverhältnisse kein schönes cruisen zulassen.
4. 2.5 Breite ist schon das maximum finde ich, schmaler wäre manchmal besser. Ich habe einen 5.5m Radstand, manchmal etwas grenzwertig, alles darunter ist recht gut zu händeln.
5. Die Ersatzteilversorgung ist noch voll gewährleistet, ich bekomme noch alles was ich bis jetzt gebraucht habe.

Insgesamt macht er mir viel Freude.

Beste Grüsse, Andreas.

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Re: MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

#6 Beitrag von schaenglars » 2017-04-10 12:17:53

@ Oliver:
Meinst du die haben an dem Tacho geschraubt? Der LKW sollte ja auch nur ein Beispiel sein. Gibt ja noch andere Kandidaten, z.B der hier:
http://suchen.mobile.de/fahrzeuge/detai ... geNumber=2

Mir ist schon klar, dass es sicherlich nicht leicht ist was Gutes zu finden - wohl eher "Nadel im Heuhaufen...". Denn soviele gibt's wohl auch nicht mehr auf dem Markt und dann noch Allrad und großes Fahrerhaus wird sicherlich nicht einfach - aber nicht unmöglich...
Und natürlich müsste man sich die gaaaaanz genau anschauen. Wrs. sind einige (die meißten) wohl ziemlich runter gerockt. Aber vlt. hat man ja Glück und findet ein brauchbares Exemplar...
Generell denke ich, wenn man einen LKW von einer Spedition findet, die mit dem brauchbar umgegangen sind und der viel Langstrecke gefahren ist könnte man vlt. einen Passablen finden.
Und Behördenfahrzeuge sind auch nicht immer das Gelbe vom Ei. Haben zwar wenig runter, aber bei meinem habe ich ganz schöne Baustellen am LKW (gehabt)... THW ist da jetzt auch nicht soo vorbildlich (zumindest waren sie das nicht bei meinem LKW)..
Das am MAN sicherlich was dran wäre ist schon klar. Die Frage ist natürlich nur was und wieviel. Mein Plan ist halt im Laufe der nächsten Jahre den LKW herzurichten bzw. die Baustellen zu machen. Ich hätte da keinen Stress - habe ne Halle, wo der ruhig ne ganze Weile rum stehen kann, bis er bessere Zeiten erlebt.
Ich bin nur gerade an einem Punkt, wo ich viel gemacht habe an meinem Laster (ganze Vorderachse überholt - Antriebswellen, Tragringe, Bremsanlage, Federn etc. die typischen Baustellen halt) und mir überlege wieviel ich noch rein stecke. Auch wenn der Magirus jetzt mechanisch gut dasteht, so finde ich (und meine bessere Hälfte) dass uns die Langstreckentauglichkeit nicht ausreichend ist. Wir waren in 2015 ein halbes Jahr mit dem unterwegs und langfristig stört uns einfach, dass er 1) zu laut ist 2) zu unkomfortabel ist. Deswegen wären die nächsten Schritte, dass ich das Thema Schallisolierung und mehr Komfort (z.B. Schwingsitze) mal ganz ausführlich in Angriff nehme. Das bedeutet natürlich auch eine Menge Aufwand und Geld... Und deswegen frage ich mich nun, ob's nicht vlt. Sinn macht auf einen andere Basis umzusteigen. Der Magirus war mein erster Laster und ist auch schon ein geiles Teil, aber ich habe jetzt auch ne Menge Erfahrungen gesammelt worauf es ankommt und leider gibt's halt einige Nachteile an dem, die für mich doch ziemlich gravierend sind. Und ich hoffe halt, dass ein F2000 da besser wäre (insbesondere beim Thema Achsen und Komfort)..

Worum es mir halt in diesem Thread geht war jetzt nicht nur konkret über ein Fahrzeug-Angebot zu sprechen, sondern eher ganz allgemein die Vor- und Nachteile von einem F90/F2000 zu diskutieren....

OliverM
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Re: MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

#7 Beitrag von OliverM » 2017-04-10 12:33:47

schaenglars hat geschrieben:@ Oliver:
Meinst du die haben an dem Tacho geschraubt? Der LKW sollte ja auch nur ein Beispiel sein. Gibt ja noch andere Kandidaten, z.B der hier:
http://suchen.mobile.de/fahrzeuge/detai ... geNumber=2

Mir ist schon klar, dass es sicherlich nicht leicht ist was Gutes zu finden - wohl eher "Nadel im Heuhaufen...". Denn soviele gibt's wohl auch nicht mehr auf dem Markt und dann noch Allrad und großes Fahrerhaus wird sicherlich nicht einfach - aber nicht unmöglich...
Und natürlich müsste man sich die gaaaaanz genau anschauen. Wrs. sind einige (die meißten) wohl ziemlich runter gerockt. Aber vlt. hat man ja Glück und findet ein brauchbares Exemplar...
Generell denke ich, wenn man einen LKW von einer Spedition findet, die mit dem brauchbar umgegangen sind und der viel Langstrecke gefahren ist könnte man vlt. einen Passablen finden.
Und Behördenfahrzeuge sind auch nicht immer das Gelbe vom Ei. Haben zwar wenig runter, aber bei meinem habe ich ganz schöne Baustellen am LKW (gehabt)... THW ist da jetzt auch nicht soo vorbildlich (zumindest waren sie das nicht bei meinem LKW)..
Das am MAN sicherlich was dran wäre ist schon klar. Die Frage ist natürlich nur was und wieviel. Mein Plan ist halt im Laufe der nächsten Jahre den LKW herzurichten bzw. die Baustellen zu machen. Ich hätte da keinen Stress - habe ne Halle, wo der ruhig ne ganze Weile rum stehen kann, bis er bessere Zeiten erlebt.
Ich bin nur gerade an einem Punkt, wo ich viel gemacht habe an meinem Laster (ganze Vorderachse überholt - Antriebswellen, Tragringe, Bremsanlage, Federn etc. die typischen Baustellen halt) und mir überlege wieviel ich noch rein stecke. Auch wenn der Magirus jetzt mechanisch gut dasteht, so finde ich (und meine bessere Hälfte) dass uns die Langstreckentauglichkeit nicht ausreichend ist. Wir waren in 2015 ein halbes Jahr mit dem unterwegs und langfristig stört uns einfach, dass er 1) zu laut ist 2) zu unkomfortabel ist. Deswegen wären die nächsten Schritte, dass ich das Thema Schallisolierung und mehr Komfort (z.B. Schwingsitze) mal ganz ausführlich in Angriff nehme. Das bedeutet natürlich auch eine Menge Aufwand und Geld... Und deswegen frage ich mich nun, ob's nicht vlt. Sinn macht auf einen andere Basis umzusteigen. Der Magirus war mein erster Laster und ist auch schon ein geiles Teil, aber ich habe jetzt auch ne Menge Erfahrungen gesammelt worauf es ankommt und leider gibt's halt einige Nachteile an dem, die für mich doch ziemlich gravierend sind. Und ich hoffe halt, dass ein F2000 da besser wäre (insbesondere beim Thema Achsen und Komfort)..

Worum es mir halt in diesem Thread geht war jetzt nicht nur konkret über ein Fahrzeug-Angebot zu sprechen, sondern eher ganz allgemein die Vor- und Nachteile von einem F90/F2000 zu diskutieren....
-F90 und auch F2000 eignen sich hervorragend als Reisefahrzeug . Man muss nur bereit sein , bei Ersatzteilen ohne Wettbewerbsgefährdung die Freudenhauspreise von VW,....ähhhh MAN zahlen zu wollen .

-Tachos gehen ab und an kaputt und müssen getauscht werden . Das muss aber nicht beim jetzigen Verkäufer gesehen sein. ;)

Gruß

Oliver
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Re: MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

#8 Beitrag von schaenglars » 2017-04-10 12:36:09

@ Fabian: Jo, danke für den Hinweis - ist ein guter Punkt. Ich dachte die wären alle luftgefedert auf der HA. Aber jetzt wo du es sagst hab ich mal genauer hingeschaut - sind wohl echt nur WSP-Federpakete auf der HA. Tja, man müsste den mal fahren und schauen ob die "Hoppeligkeit" zu schlimm ist... Bei nem alten Federpaket könnte man ja Lagen raus nehmen. Ist aber bei WSP wohl nicht so einfach möglich, oder? Ich kenne mich mit WSP Federn jetzt nicht so gut aus - habe halt die normalen, alten Federpakete..

@ Andreas: Jo, besten Dank für die Erfahrungen zu den einzelnen Punkten. Freut mich, dass du mit deinem F2000 so viel Freude hast. Über deinen LKW bin ich bei meiner Recherche auch schon gestolpert. Kompliment - ist echt ein schmuckes Exemplar... Ich glaube du hattest den ja auch bei ca. 400 tkm erst erstanden. Wäre ja ne vergleichbare Laufleistung wie der von mir erwähnte. Und es macht auf mich nicht den Eindruck, dass an deinem viel dran war. Was war den dein LKW im vorherigen Leben, wie war das Einsatzprofil? Langstreckenfahrzeug?

Hast du vlt. Informationen oder von anderen F2000-Fahrern gehört, die den LKW mit Allrad haben, wie bei denen der Verbrauch ist? Ein, zwei Liter mehr, oder macht das noch mehr aus?
Mein Magirus schluckt auf der Autobahn bei 90 km/h (und nicht gerade zu bergigen Abschnitten) so ca. 21/22 Liter - und der Motor dreht fast im roten Bereich ;-(. Im Stadtverkehr sind's aber locker 30. Der Verbrauch scheint doch ähnlich zu sein wie deiner. Also schluckt deiner bei 90 km/h auf der Autobahn so 22-24 Liter - und dreht im grünen Bereich? Kommt das in etwa hin?

Hast du jenseits dieses Forums Gleichgesinnte gefunden? Hier gibt es ja leider nicht so viele. Gibt es vlt. auch ein Forum wo sich F90 und F2000-Fahrer austauschen?

Hast du für deinen LKW Werkstatthandbücher/Reparaturanleitungen finden und bekommen können?

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Re: MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

#9 Beitrag von Bruno1017A » 2017-04-10 12:48:54

ich kenn mich ja mit den MAN nicht so aus, aber fahren die von Ede & Sten auf Weltreise nicht auch so einen? http://www.edeundsten.de/
300-400PS bei nur 25l Diesel wird von den SK wohl leider keiner schaffen, sonst hätte ich den schon längst :D
....und das Wohnmobil hat Räder verdammt!

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Re: MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

#10 Beitrag von Fernreisender » 2017-04-10 17:33:46

schaenglars hat geschrieben:

@ Andreas: Jo, besten Dank für die Erfahrungen zu den einzelnen Punkten. Freut mich, dass du mit deinem F2000 so viel Freude hast. Über deinen LKW bin ich bei meiner Recherche auch schon gestolpert. Kompliment - ist echt ein schmuckes Exemplar... Ich glaube du hattest den ja auch bei ca. 400 tkm erst erstanden. Wäre ja ne vergleichbare Laufleistung wie der von mir erwähnte. Und es macht auf mich nicht den Eindruck, dass an deinem viel dran war. Was war den dein LKW im vorherigen Leben, wie war das Einsatzprofil? Langstreckenfahrzeug?

Hast du vlt. Informationen oder von anderen F2000-Fahrern gehört, die den LKW mit Allrad haben, wie bei denen der Verbrauch ist? Ein, zwei Liter mehr, oder macht das noch mehr aus?

Hast du jenseits dieses Forums Gleichgesinnte gefunden? Hier gibt es ja leider nicht so viele. Gibt es vlt. auch ein Forum wo sich F90 und F2000-Fahrer austauschen?

Hast du für deinen LKW Werkstatthandbücher/Reparaturanleitungen finden und bekommen können?
Meiner war im früheren Leben ein Möbeltransportfahrzeug, mit einem Mix aus Kurz- und Langstrecke, gekauft direkt vom Erstbesitzer welcher sehr gut zu seinen Fahrzeugen geschaut hat. Gekauft mit 398'000 Km und bis jetzt ca. 50'000 selber gefahren.

Andere F2000 Fahrer kenne ich leider nicht, es gibt sehr wenige Gleichgesinnte und von einem expliziten F2000 Forum weiss ich leider auch nichts.

Werkstattbücher sind mir bis jetzt keine über den Weg gelaufen, ich habe nur das Betriebshandbuch. Würde mir aber nicht viel nützen, denn ich habe keine gute Werkstattinfrastruktur um selber Hand anzulegen.

Beste Grüsse, Andreas.

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Re: MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

#11 Beitrag von msp » 2017-04-10 19:10:43

Hmm das Tesomobil (http://www.tesomobil.de/) ist auch auf einem F2000 aufgebaut. Es gibt meines Erachtens einige Fernreisemobile auf F200 Basis.
So schlecht scheinen die Erfahrungen ja nicht zu sein.

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Re: MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

#12 Beitrag von Pitmaster » 2017-04-10 23:42:10

Hallo Lars.

Ich habe einen F2000 Allrad von der dänischen Armee gekauft. Top Fahrzeug, top zufrieden!!!

Guckst Du hier: http://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/p ... 31&t=71512

Bin im Moment an einem Ort ohne echtes Internet. Melde mich mal, wenn ich zurück bin.

Guido
Meine Vermutung wurde bestätigt, dass ein Auto mit zwei angetriebenen Rädern nur eine Notlösung ist. Walter Röhrl

Nelson
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Re: MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

#13 Beitrag von Nelson » 2017-04-11 14:54:14

Moin,

einen 20 Jahre alten Allrad-F2000 wird man nicht gut gepflegt mit einer Million Fernverkehrskilometern finden, denn das widerspräche dem Zweck, für den das Auto gebaut wurde.
Einige Punkte, die man für Reisen gerne hätte, schließen sich beim LKW aus. Für die schweren Autos wird Allrad nur in Ausnahmen mit großen Fahrerhäusern und langen Übersetzungen kombiniert. Und der D2866-Motor zieht nach meinem Empfinden schon kernig, aber sobald es schwer wird (Zuggewichte ab 30t aufwärts) will er dafür mindestens 1200 oder 1300 Umdrehungen kriegen, damit sich etwas tut; so richtig wuchtig aus dem Keller kommt er nicht. Umso mehr wird der nicht zu lang übersetzt sein, wenn es um Zugkraft geht. Beim leichten Möbellaster ist das etwas ganz anderes.
Wie dem auch sei, wahrscheinlich wird man beim Allrad eine relativ kurze Übersetzung inkauf nehmen müssen, vermutlich irgendwas ab 1500 Umdrehungen aufwärts. Zum Verbrauch mein Beispiel: 27.414 als 6x4 leer (12t), kurz übersetzt (1700 bei 85km/h) braucht ungefähr 26l/100km.

Die Einspritzpumpen haben teilweise schon EDC, aber die sollten überall auf der Welt den Diesel problemlos vertragen. In Russland, im Iran und überall in Westafrika habe ich die auch rumfahren gesehen, also ist man dort der gleichen Menung ;)

F2000 mit Allrad bin ich noch nicht gefahren, aber ich finde den Federungskomfort auch unterhalb der Nennlast gut. Dabei spielt natürlich auch eine Rolle, dass das Fahrerhaus erste Sahne ist (leider recht rostanfällig).

Mit technischen Unterlagen war MAN bislang nicht besonders entgegenkommend (war allerdings auch noch nicht ernsthaft nötig). Die Ersatzteilpreise hat Oliver schon angesprochen...

Für ein Fahrzeug, dass ein echtes Arbeitsleben hinter sich hat, fallen mir noch zwei Punkte ein: Turbolader sind wohl eine traditionelle MAN-Baustelle und werden teilweise vorbeugend nach 300.000km getauscht. Und das ZF-Getriebe ist meines Wissens nicht für grandiose Haltbarkeit berümt. Beides sollte beim Spielzeugeinsatz ewig halten, aber man weiß eben nicht, wie weit verschlissen es möglicherweise schon ist. Und wenn ständig Gänge rausspringen, nimmt der Spaßfaktor ab. Ansonsten wüsste ich keine typischen Schwachstellen, das sind prima Autos :)

Grüße
Nils

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Re: MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

#14 Beitrag von schaenglars » 2017-04-13 18:03:01

Besten Dank für die Hinweise mit edeundstan und tesomobil. Werde die Kollegen auch mal anfunken und nach Erfahrungen fragen..

@Guido: Freu mich, wenn du wieder zurück bist und mal so von deinem MAN berichtest. Ist ja echt schon ein ziemlich geniales Teil, wie ich finde - sauba..

@Nils: Das mit der Übersetzung ist natürlich so ein Punkt. Bringt natürlich nix, wenn der LKW auch wieder fast an der Abriegeldrehzahl auf der Autobahn unterwegs ist. Ich vermute mal, dass z.B. die Baustellenkipper (zumindest die kleineren) evtl. kurz übersetzt sind.. Ich habe aber den Eindruck, dass die Fernverkehrs-Allrad-SZM lang übersetzt sind. Man findet im Netz zwei Umbauten (https://www.4wheel24.de/Projekte/Reisem ... Mobil.html
http://www.landscaper.de/Fahrzeugdaten/ ... f2000.html) die geben bei den technischen Details an, dass der LKW 150km/h schnell ist (und 168 ?!). Dann können die doch gar nicht soo kurz übersetzt sein....
Danke mit dem Hinweis auf den Turbolader und Getriebe - das sind dann so die Bereiche wo man ganz genau hinschauen/testen sollte...

F2000/F90-mäßig geht's natürlich auch ne Nummer kleiner. Es gibt eine recht große Anzahl an Container- und kleinen Kipper-LKWs. Das sind dann oft die 17.232 oder so ähnlich. Die haben dann den kleineren Motor mit 6 oder 7 Liter Hubraum. (z.B. hier:
http://suchen.mobile.de/fahrzeuge/detai ... geNumber=1
http://suchen.mobile.de/fahrzeuge/detai ... &fnai=next
http://suchen.mobile.de/fahrzeuge/detai ... &fnai=prev)
Meistens haben die auch deutlich weniger runter (klar: großteil ist natürlich Nahverkehr).. Und die haben die großen AP-Achsen. Ich habe mir gestern mal kurz einen bei einem Händler angeschaut. Hab dabei mal einen Blick auf die Achse geworfen - das ist schon echt mal ein grund-solider Anblick ;-) Ich glaube dass die Achse echt gut was abkann. Die Aufhängungen des Tragrings in der Achsfaust sehen fast doppelt so dick aus, wie bei meinem Laster (deshalb ist das ja auch eine der größten Schwachstellen beim 170d11).. Dagegen ist meine Achse Feinmechanik..
Leider gibt es die jedoch fast ausschließlich mit dem kurzen Fahrerhaus. Ganz selten auch mit der großen Hütte...
Oder ne andere Alternative wären auch dich Feuerwehr - LF16 oder so.. Die haben natürlich ne (viel zu) große Hütte und die gleiche Motorisierung (230PS). Aber die scheinen ne kleine Achse zu haben (keine AP-Achse, hat auch nur acht Radbolzen). Ich befürchte, dass das eine ähnliche Situation wie bei meinem 170d11 ist udn die Achse nicht genug abkann... Aber falls da einer mehr weiß über die Achsen-Situation beim F90/F2000 immer her mit den Infos...
Wie Nils jedoch schon anmerkte, kann es jedoch sein, dass die LKWs alle kurz übersetzt sind und das wäre dann ja mal - gelinde gesagt - suboptimal...

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Re: MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

#15 Beitrag von schaenglars » 2017-04-13 18:06:16

Ach noch was: Weiß einer von euch, wass die maximale Bereifung ist, die man an einen LF16 MAn kriegt. Wie gesagt, sind das wohl schwächere Achsen. 14.00 kriegt man da wohl nicht montiert, ohne das das langfristig gut geht, oder? Weiß da jemand vlt. was drüber?

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Re: MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

#16 Beitrag von Nelson » 2017-04-18 11:05:27

Hallo Lars,

es kann schon sein, dass man mal einen lang übersetzten Allrad-LKW findet. Nur sind die eben deutlich seltener, erst recht mit dem kleinen Motor. Andererseits bedeutet eine kurze Übersetzung nicht mehr Abregeldrehzahl auf der Autobahn, sondern vielleicht 1700 oder 1800. Nun ist die Frage, wo man hin möchte oder was die Alternative ist. 1100 Umdrehungen bei 90 km/h wird man ziemlich sicher nicht beim Allrad original finden (meine Vermutung). Aber vielleicht 1400-1500. Im Vergleich sehen dann 1700 sehr unästetisch auf dem Drehzahlmesser aus, so fährt man eigendlich nicht auf der Autobahn. Aber wie wichtig ist das? Das eine genannte Verbrauchsbeispiel waren 22l mit sehr langer Übersetzung beim 4x2, das andere Beispiel waren 26l beim 6x4 mit kurzer Übersetzung, also 4l Verbrauchsdifferenz. Wenn wir annehmen, dass der 4x4 von vornherein beim Fahrwiderstand schlechter ist als der 4x2 und besser als der 6x4 verringert das die Spanne, die allein durch die unterschiedliche Übersetzung entsteht. Riesig kann der Unterschied am Ende nicht mehr sein. Wie wichtig das ist kann ich natürlich nicht für andere sagen. Da ich bislang im Kurzhauber mit 17-19l unterwegs bin ist es immer leicht über z.B. 22l entsetzt die Augen aufzureißen. Bei den Gesamtkosten aller Reisen bisher wäre das allerdings im Grundrauschen untergegangen. Hier hätten sich große Anstrengungen für andere Übersetzungen kaum gelohnt. Was man schön findet ist natürlich eine andere Sache, aber da zieht das Verbrauchsargument nicht richtig. In diesem meinem Fall wäre also der springende Punkt, dass ich es im F2000 unschön fände auf der Autobahn mit 1700 Touren zu fahren; eine Drehzahl, die man sonst nur für die Motorbremse nach dem runterschalten haben will. Wie wichtig das ist, kann man -wie gesagt- nur für sich selbst festlegen.

Grüße
Nils
Zuletzt geändert von Nelson am 2017-04-18 13:20:00, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

#17 Beitrag von Nelson » 2017-04-18 13:17:57

Nachtrag
schaenglars hat geschrieben:(https://www.4wheel24.de/Projekte/Reisem ... Mobil.html
http://www.landscaper.de/Fahrzeugdaten/ ... f2000.html) die geben bei den technischen Details an, dass der LKW 150km/h schnell ist (und 168 ?!). Dann können die doch gar nicht soo kurz übersetzt sein....
Gerade habe ich mir das Auto kurz angeschaut. Hervorragend, genau das braucht man :) -auch wenn eigendlich der 18l-10Zylinder der einzig brauchbare Motor im Reisefahrzeug ist (Beispiel); mit serienmäßig 500 oder später 600 PS müsste man gewisse Diskussionen nicht mehr führen.
:blume:


Was die Übersetzung beftrifft kann es schon sein, dass das original so gebaut wurde, es ist nur eben nicht sehr häufig zu finden. Bei umfangreichen Umbauten ist es ansonsten gut möglich, dass die Achsen geändert wurde. Für die AP-Achsen müsste es alle Teile noch original geben und sonst findet man für DIESE ACHESN bei Verwertern alles aus Schlacht-LKW, und zwar haufenweise.

Nils

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Re: MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

#18 Beitrag von schaenglars » 2017-04-18 17:50:27

@Nils:
Ja, auf jeden Fall, da gebe ich dir recht: wenn der Laster kurz übersetzt wäre und auf der Autobahn bei 90 dermaßen hoch drehen würde wie sonst was, wäre das natürlich ein riesen Negativ-Punkt. So eine Situation habe ich ja jetzt schon.. Nee, mein Wunsch wäre genau das, wie es beim Andreas ist: 1100 U/Min bei 80 km/h oder so. Und dann schön mit niedriger Drehzahl dahincruisen (und einen optimalen Verbrauch haben - da grüner Bereich).. Tja, ob das beim Allrad-F2000 so ist muss man mal sehen. Ich denke da geht probieren über studieren. Ich hoffe, dass ich es schaffe, demnächst mal welche Probe zu fahren.. Wrs. sind die Kipper-LKW mit den kleineren Motoren kurz übersetzt. Aber vlt. die SZM mit dem Fernverkehrs-Fahrerhaus lang übersetzt. Die sind ja auch sehr selten...

Klar, das mit den 500 irgendwas PS kann ich auch nicht verstehen. Ehrlich gesagt, wären mir die 400 PS eigentlich schon viel zu viel. Alles über 300 PS ist doch schon Formel-1 verdächtig :rock: . Leistung und Drehmoment hätte man dann soviel, dass man gar nicht weiß wohin damit. Ich kann mich nur an meinen Studentenjob erinnern: wenn ich mal eine SZM ohne Auflieger gefahren war das schon echt brachial, wie so eine 400 PS SZM abgeht (wenn man richtig schaltet). Da lässt man ja schon fast die meisten PKW an der Ampel stehen.. Deshalb würde ich eher versuchen ob man den Motor/die Einspritzung nicht noch was verbrauchs-optimieren könnte (auf Kosten der Leistung).. Ich weiß nicht, habe auch keine Erfahrungen mit den kleineren F2000 - vlt. wäre ein LF16 mit 230 PS ja schon super ausreichend motorisiert. Ich denke, ich muss die einfach mal Probe fahren ums einschätzen zu können

Danke für den Tip mit den Teilen für die Achsen. Ist auf jeden Fall gut zu hören, dass die Ersatzteilsituation für den F2000 noch sehr gut ist.. Ich frage mich allerdings wie lange noch? Weiß einer von euch vlt. wie lange man bei MAN Ersatzteile für ein Modell kriegt? Stellen die nach 20, 25 Jahren ihre Ersatzteilversorgung ein (sowas kenn ich z.B. von Audi). Oder wird im Nutzfahrzeugbereich länger mit Ersatzteilen versorgt?

Der Link mit dem Tesomobil war auch gut. Der Kollege hat seinen Laster auf einem 19.403FALSX aufgebaut. Das ist ja ein militärisches Fahrzeug. Da gibt es doch technische Dokumentationen und Werkstatthandbücher (Inspektionsanweisungen oder so) für/von der Bundeswehr. Weiß jemand vlt. ob man an sowas einfacher rankommt und quasi über diesen Umweg Reparaturanleitungen für den F2000 bekäme (weil sie ja über MAN nicht/schwierig zu bekommen sind). Zumindest hätte man dann etwas über Achsen, Motor etc - müsste doch baugleich sein, bis auf das Fahrerhaus...

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Re: MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

#19 Beitrag von Nelson » 2017-04-18 19:10:24

schaenglars hat geschrieben:@Nils:
Ja, auf jeden Fall, da gebe ich dir recht: wenn der Laster kurz übersetzt wäre und auf der Autobahn bei 90 dermaßen hoch drehen würde wie sonst was, wäre das natürlich ein riesen Negativ-Punkt. So eine Situation habe ich ja jetzt schon..
Das ist halt die persönliche Ansicht, kann ich auch gut verstehen. Rein sachlich stelle ich eben infrage, wie schlimm es ist, wenn der Motor 1800 Touren auf der Autobahn macht. Hören tut man im F2000 nicht viel davon. Die Drehzahlmessernadel dauerhaft am Begin der Markierung für die optimale Motorbremsleistung zu sehen stört da schon eher... :sick: Den Mehrverbrauch beim Reiseeinsatz schätze ich eben nicht so gewaltig ein, dass sich der Aufpreis beim Kauf eines spezielleren Fahrzeuges oder ein Achsumbau lohnen. Die kleineren Motoren bin ich nie gefahren, theoretisch sollte eine kurze Übersetzung weiniger stören. Dafür könnten sie umso mehr kurz übersetzt sein, weil das sonst bei der Arbeit nicht mehr vernünftig fährt. Immerhin macht man die Übersetzung mit dem Wechsel von z.B. 315/80R22,5 auf 14.00 schon etwas über 10% schneller.

Der Kommentar zu dem verlinkten LKW war übrigens gar nicht so negativ gemeint. Sowas würde ich mir zwar kaum bauen, aber schön zu fahren ist das wahrscheinlich schon. Mit 400PS im Weichsand schimpft man garantiert irgendwann, dass man nicht 500PS eingebaut hat- zumal der vermutlich den gleichen D2866 drin hat und auf der Straße das gleiche verbraucht. Interessant wäre, wie die angegebene Höchstgeschwindigkeit zustande kommt. Ist es das Ende der Leistung oder dreht der Motor nicht höher? Bei der Abgasuntersuchung macht der D28 nach dem Prüfbericht knapp über 3000 Umdrehungen pro Minute, mit dieser Drehzahl könnte man auch mit einer kurzen Übersetzung 150km/h fahren; das ergäbe genau 1800 bei 90km/h...

Grüße
Nils

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Re: MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

#20 Beitrag von Uwe » 2017-04-19 10:21:47

Nelson hat geschrieben:-auch wenn eigendlich der 18l-10Zylinder der einzig brauchbare Motor im Reisefahrzeug ist
Dann aber bitte standesgemäß in einem M1001 - da verteilt sich das Gewicht des Eisenhaufens wenigstens auf 2 Achsen ;)

Grüße
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Re: MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

#21 Beitrag von roter brummer » 2017-04-20 11:15:05

Hi,
der hier:
https://zoll-auktion.de/auktion/auktion.php?id=512092
geht doch schon deutlich in die gesuchte Richtung. Zwar ist die Übersetzung aus der Auktion nicht ersichtlich und er hat "kleine" Achtlochachsen, aber dafür hat er noch keine 16.000 gelaufen und keine Doppelkabine.

Bei den 16.000 Kilometern würde ich mir um das Getriebe keine Gedanken machen, komme aber regelmäßig in den Genuss eines vergleichbaren Fahrgestells mit etwa 70.000 Feuerwehr-Kilometern. Das Getriebe ist quasi Schrott. (70.000 Kilometer überwiegend Stadtverkehr mit vollgas und wechselnden Fahrern gehen an die Substanz! Manche gänge gehen nur noch als unsynchronisierte...)

Gruß
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Re: MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

#22 Beitrag von Pitmaster » 2017-04-21 14:00:09

Schönes Fahrzeug,

ich denke auch das der eine gute Basis für ein Womo ist. Als RW mit 5t Rotzler. Bei unseren Feuerwehrfahrzeugen haben wir immer eine relativ lange Übersetzung verbaut. Die kurzen sind häufiger in Baustellenfahrzeugen zu finden, Hängerbetrieb mit Bagger usw.
Wenn ich keinen hätte, würde ich an dem mal dranbleiben. Bin mal gespannt für was der weggeht.

Was ich bis jetzt gelernt habe bei den Übersetzungen, wenn so ein Auto nicht speziell als Womo Fahrgestell angeschafft wurde, ist es recht schwierig einen Allrad mit einer langen Übersetzung zu finden. Wie Nelson auch schon schreibt, lange Achsen haben die Fernverkehrsfahrzeuge, da sind Allrad extrem selten oder gar nicht zu finden, macht auch kaum Sinn. Baustelle, Allrad aber kurze Achsen, Sonderfahrzeuge mit Arbeitsaufbauten kurze Achsen, Schüttgut Sattelmaschinen, Feuerwehr und teilweise Militär mittlere Übersetzungen.
Ich war vor kurzem bei einem holländischen Verwerter der viele F2000 zum schlachten bereithält und auch jede Menge Teile in seinem Lager für das Fahrzeug hat. Von der Klima bis zum Tank alles greifbar und auch nicht sonderlich teuer. Hab auch mal nach Achsen geschaut, "lange" nur für hinten.

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Re: MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

#23 Beitrag von Nelson » 2017-04-21 19:43:55

Hallo!
Pitmaster hat geschrieben:Ich war vor kurzem bei einem holländischen Verwerter der viele F2000 zum schlachten bereithält und auch jede Menge Teile in seinem Lager für das Fahrzeug hat. Von der Klima bis zum Tank alles greifbar und auch nicht sonderlich teuer. Hab auch mal nach Achsen geschaut, "lange" nur für hinten.
Bei Mercedes ist das Differential der AP Achse bei Vorder- und Hinterachsen gleich, also könnte man zwei schnelle Hinterachsdifferentiale vorne und hinten in die Achsen am eigenen Laster bauen. Da diese AP-Achse von Mercedes und MAN gemeinsam stammt wäre ich optimistisch, dass das bei MAN auch geht.

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Re: MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

#24 Beitrag von mdoerr » 2017-04-21 22:32:02

schaenglars hat geschrieben:
Der Link mit dem Tesomobil war auch gut. Der Kollege hat seinen Laster auf einem 19.403FALSX aufgebaut. Das ist ja ein militärisches Fahrzeug. Da gibt es doch technische Dokumentationen und Werkstatthandbücher (Inspektionsanweisungen oder so) für/von der Bundeswehr. Weiß jemand vlt. ob man an sowas einfacher rankommt und quasi über diesen Umweg Reparaturanleitungen für den F2000 bekäme (weil sie ja über MAN nicht/schwierig zu bekommen sind). Zumindest hätte man dann etwas über Achsen, Motor etc - müsste doch baugleich sein, bis auf das Fahrerhaus...
Hallo Lars,

Zu den modernen Fahrzeugen der BW gibt es keine TDV mehr, da gibt es nur die MAN Handbücher.
Der X65 (19.403FALSX) wie er offiziell heißt, ist eine F2000 Allrad Szm mit modularem Führerhaus.
Ein paar lustige Abweichungen wie potentialfreie Karroserie und keine Möglichkeit einen Retarder einzubauen machen das nich immer einfach.
Seit 2 Jahren ist MAN ein bisschen schwierig. Mir wurde schon das Fahrzeug von der MAN Exportkontrolle festgelegt...Bestimmte Umbauten sind nicht 'möglich'...
Als Basis für einen Umbau ist ein X65 denkbar schlecht. Die blattgefederte Vorderachse neigt ohne Last sehr zum Springen und das Fahrzeug fährt sich solo ziemlich unbequem. Mit Auflieger ist das kein Problem.
Ich mag meine Szm.

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Re: MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

#25 Beitrag von vopofreak » 2017-04-24 18:08:18

hallo,
der man 12.232 aus der zollauktion ist fuer 16355 Euro weggegangen, wie ich meine ein guter preis
wenn der oder die glueckliche im Forum aktiv ist, koennen wir uns ja mal kurzschliessen, da ich das gleiche basisfahrzeug habe
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Re: MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

#26 Beitrag von schaenglars » 2017-04-24 19:52:17

Danke für den Hinweis mit der Auktion...

Für mich wäre der nix gewesen, weil der das kurze Fahrerhaus hat.. Obwohl, kennt sich einer mit Fahrerhausverlängerungen aus? Ist doch wrs. ein mords-Akt und wohl derbe teuer? Kann man das selber oder muss das eine Karosseriebau-Werkstatt machen? Wrs. mit Tüv auch extrem schwierig, oder?

Das andere ist, dass ich mich frage was die Achsen abkönnen? Das sind doch die kleineren Achsen. Sind die robust - also auch bei Geländeeinsatz - oder gehen die dann vor die Wupper?

@Gerhard: Du sagst, dass du dasselbe Fahrzeug hast. Wrs hast du dann auch genau die Achsen dran? Acht-Loch-Achsen? Was kannst du zu den Achsen sagen? Schon irgendwie Probleme gehabt? Was sagen andere Leute, die vlt. das gleiche Fzg. haben über die Achsen? Ach ja, und noch eine Frage: Was verbraucht deiner bei 90 km/h auf der Autobahn (gerader Autobahnabschnitt; was ist das Gewicht deines LKW?)? Wie hoch dreht er dann? Wie viele Gänge hat dein Laster?

@ Markus: Du sagst dein FALSX neigt auf der Vorderachse sehr zum Springen? Hat der die gleiche Blattfederung wie der ziviele 19.403, also auch WSP-Federn? Dann müsste der zivile F2000 doch auch zum Springen neigen?! Ist ja unschön, vor allem wenn man nicht wie du plant einen Auflieger zu ziehen? Deiner hat hinten ja Luftfederung, oder? Der F2000 den ich meine hat vorne und hinten Blattfederung. Dann müsste der doch wohl derbe "hoppelig" sein bzw. noch mehr zum Springen neigen. Oder haben die andere Federn vorne, wenn hinten keine Luftfederung?

@ Guido: Das mit dem holländischen Verwerter ist ja sehr interessant! Könntest du vlt. nochmal Kontaktdaten von dem posten, oder E-Mail oder vlt. sogar die Homepage durchgeben? Wenn du es hier nicht posten willst, wäre es super nett, wenn du es mir per PN schicken könntest..

Besten Dank im Voraus
VG

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Re: MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

#27 Beitrag von vopofreak » 2017-04-24 20:19:13

Hallo lars,
wenn MAN fuer 12tonner 8 loch felgen als ausreichend ausliefert, passt das sicher
unser ausbau wird bei 7,5t liegen, also dicke auf der sicheren Seite
ich wollte das kurze fahrerhaus, eine aenderung ist zu teuer
mein laster hat ein 8 gang getriebe
deine anderen fragen kann ich dir leider noch nicht beantworten, da ich ausser der ueberfuehrungsfahrt noch nicht gefahren bin
gerhard

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Re: MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

#28 Beitrag von Nelson » 2017-04-25 18:39:20

mdoerr hat geschrieben:Der X65 (19.403FALSX) wie er offiziell heißt, ist eine F2000 Allrad Szm mit modularem Führerhaus.
[...]
Als Basis für einen Umbau ist ein X65 denkbar schlecht. Die blattgefederte Vorderachse neigt ohne Last sehr zum Springen und das Fahrzeug fährt sich solo ziemlich unbequem.
Hallo,

interessant, das kenne ich so nicht. Ist das modulare Führerhaus denn ansatzweise so komfortabel gelagert, wie das vom normalen F2000? Wenn nicht, dann könnte ich mir hier teilweise die Ursache für das schlechte Leerfahrverhalten vorstellen. Wie gesagt bin ich noch keinen MAN mit Allrad gefahren und ich weiß auch nicht, wie weit sich die Federung/Dämpfung/Lagerung bei angetriebenen und nicht angetriebenen Achsen unterscheiden. Beim Reisefahrzeug hätte man immerhin die Möglichkeit den Reifendruck auf die verringerte Achslast anzupassen.

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Re: MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

#29 Beitrag von Uwe » 2017-04-25 19:50:03

Hallo,

der 16.240 FAS fährt m.E. für sein Alter recht kommod. Kurzer Radstand und hohes Fahrgestell stuckert naturgemäß gerne...

Uwe
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Re: MAN F90 oder F2000 als Basis für Fernreisemobil?!

#30 Beitrag von Pitmaster » 2017-04-25 21:29:32

Hallo Lars,

gerne hier der Link zum Verwerter.

http://schmidt-trucks.com/de/contact

Hier noch ein F2000 aus Belgien gefällt mir sehr gut. Auch die angegebenen 550PS sind 'ne Ansage. Den würde ich mir gerne mal anschauen.

https://www.facebook.com/manmaxlu/

bin selbst nicht bei Facebook, hab aber mal über den Account von meinem Junior gespinst. Gefunden habe ich den auf Ulrich Doldes Seite.

https://www.wohnmobil-selbstausbau.com/ ... _Beru.html

Gruß Guido
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