Lage aus Federpaket rausnehmen... nur welche?

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x.l.
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Lage aus Federpaket rausnehmen... nur welche?

#1 Beitrag von x.l. » 2008-09-05 20:30:36

Moin,

Morgen gehts los, da wird mein ganzen Fahrgestell gestrahlt und neu gelackt.

Dazu kommt auch die Achse drunter weg und die Gelegenheit ist einmalig gut um eine Lage aus den Federpaketen herraus zu nehmen.

Mein MB 1113A BJ 1965 ist auf 7.5t abgelastet (mehr darf ich auch nicht fahren) und über 6t soll er eigentlich nie wieder sehen. Da das Fahtwerk aber eigentlich für 10.5t ist verspreche ich mir davon besseren Fahrkomfort.

Bitte mal eure Meinung... Machen?? oder Lassen?? und wenn machen, dann welche Lage nehme ich raus???

Gruß
Axel
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felix
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#2 Beitrag von felix » 2008-09-05 20:40:57

Das geht nur selbst, das macht dir keiner. Keine aufeinanderfolgenden Lagen rausnehmen. Die ersten zwei von Oben sind auch verboten. Eine Lage allein taugt wenig, würde mind zwei nehmen. Evetuell Blätter in der Läge so kürzen, das du wieder eine gleichmäßige Abstufung hast (Bedeutend besser für die Lebensdauer der Feder).

MlG,
Felix
Zuletzt geändert von felix am 2008-09-05 20:42:04, insgesamt 1-mal geändert.

crutchy the clown

#3 Beitrag von crutchy the clown » 2008-09-06 12:34:52

Wenn man Federblätter entfernt, ist der Herzbolzen zu lang. Diese Schraube in der Mitte der Feder hat meist kein Gewinde über die gesamte Länge.

Ich habe lange überlegt und dann den Vorschlag von Felix befolgt. Die Federblätter können im eingebauten Zustand mit dem Winkelschleifer gekürzt werden. Das hat den Vorteil, daß man nach dem ersten Kürzen erst mal eine Probefahrt machen kann und dann feststellen kann, ob eventuell nochmals gekürzt werden muß. Ich habe mir sehr viel Zeit für diese Versuche gelassen und insgesamt zwei Mal gekürzt, entspechend dem Enfernen von 2 Federblättern (Hinterachse). Die Zusatzfeder habe ich natürlich vollständig entfernt (gekürzt).

An der Vorderachse habe ich nach Iveco-Vorschlag das unterste Federblatt gekürzt. Da jetzt Stoßdämpfern eingebaut wurden, werde ich diese Maßnahme aber wieder rückgängig machen.

Niemals die Struktur der Feder ändern! - d.h. kein einzelnes Federblatt entfernen oder kürzen. Die Feder würde ungleichmäßig belastet und ein Federbruch ist vorgezeichnet. Genau das ist mir nämlich an der Vorderfeder passiert.
Zuletzt geändert von crutchy the clown am 2008-09-06 12:40:11, insgesamt 1-mal geändert.

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Krusty
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#4 Beitrag von Krusty » 2008-09-06 13:20:04

Habe meine Zerlegt, entrostet, behandelt, gefettet und eingebaut. Mein 1113 mit mom. ca 5,5t hat wieder Federung hinten und "hoppelt" nichtmehr
es ruhet hier in diesem Grab, ein ganz erbärmlich feiger Staat

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Mario
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#5 Beitrag von Mario » 2008-09-06 14:36:39

Hallo,
hatte bei meinem Axor 18 Tonnen, abgelastet auf 11,99 t das gleiche Problem. Federung war zu hart, das Fahrzeug hoppelte unangenehm. Abhilfe wurde durch Metallplatten geschafft, welche zwischen den einzelnen Blattferdern kamen. Der Axor hat pro Blattfederpacket 4 einzelne Federn. Also 3 Zwischenräume. In jeden Zwischenraum kam 0,6 cm Stahlplatten für vorne. Hinten kam pro Zwischenraum 1 cm an Stahlplatten. Dadurch kam das Fahrgestell vorne 1,8 cm und hinten 3 cm höher. Diese zusätzliche Höhe muss der Herzbolzen an Länge hergeben. Sonst muss auch dieser gewechselt werden. Der Vorteil an dieser Methode ist, dass die Originalfedern unverändert bleiben. Man hat im Notfall (Schlagloch im Dunkeln übersehen, o.ä.) immer noch genug Federreserve. So dass man auch mal überladen fahren kann. Diese Methode wurde mir von Felix empfohlen und funktioniert genial.
Gruss Mario
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Michael
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#6 Beitrag von Michael » 2008-09-06 15:28:22

Mario hat geschrieben:Hallo,
hatte bei meinem Axor 18 Tonnen, abgelastet auf 11,99 t das gleiche Problem. Federung war zu hart, das Fahrzeug hoppelte unangenehm. Abhilfe wurde durch Metallplatten geschafft, welche zwischen den einzelnen Blattferdern kamen. Der Axor hat pro Blattfederpacket 4 einzelne Federn. Also 3 Zwischenräume. In jeden Zwischenraum kam 0,6 cm Stahlplatten für vorne. Hinten kam pro Zwischenraum 1 cm an Stahlplatten. Dadurch kam das Fahrgestell vorne 1,8 cm und hinten 3 cm höher. Diese zusätzliche Höhe muss der Herzbolzen an Länge hergeben. Sonst muss auch dieser gewechselt werden. Der Vorteil an dieser Methode ist, dass die Originalfedern unverändert bleiben. Man hat im Notfall (Schlagloch im Dunkeln übersehen, o.ä.) immer noch genug Federreserve. So dass man auch mal überladen fahren kann. Diese Methode wurde mir von Felix empfohlen und funktioniert genial.
Gruss Mario
Sollte man aber warscheinlich nur machen, wenn man Stoßdämpfer hat. Bei den alten Flagschiffen die nur mit Eigendämpfung der Blattfedern arbeiten, könnte dieses zu ein Problem führen, was man bei neueren Lastern mit Weitspaltfedern und kaputten Stoßdämpfern hat.

Fällt mir nur gar so ein, da ich keine Stoßdämpfer habe. Bitte Kommentar dazu abgeben, ob ich da richtig liege.

Gruß Michael

Maggi-Fan
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Lage aus Federpaket rausnehmen... nur welche?

#7 Beitrag von Maggi-Fan » 2008-09-06 18:43:26

Hi Axel,
hab ich an meinem 170 D 11 auch gemacht, aber nur Hinten,
weil sich die Achslast vorn ja kaum verändert.

Ich habe eine über die Andere Lage herausgenommen, ich glaube es waren 3 Lagen.

Die fehlende Höhe ist mit einem Stahlklotz, ca. 60 mm hoch, so breit wie die Federn,
und ca. 180 mm lang ausgelichen worden.

Das kannst Du nur selber machen, das macht Dir keine Werkstatt.

Die Herzbolzen habe ich bei der Gelegenheit auch erneuert.

Für die Bolzen wollten die bei Euro - Parts so ungef. 35 € haben, (pro Stück)

Da war ich leicht geschockt.
Habe dann Inbusschrauben genommen, Festigkeit 12.9 , das Stück 2,80 €.

Die Köpfe passten genau in die Achse.
Hat sich seit 3 Jahren, und 30000 Km bestens bewährt.



Rolf

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x.l.
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#8 Beitrag von x.l. » 2008-09-06 21:20:24

Moin,

klar mache ich das selber... wo denkt ihr denn hin???

Hm... Federblätter direkt rausnehmen wird nicht favorisiert, eher die vorhandenen kürzen. Ist notiert.

Ich denke ich werds wie Krusty machen, erstmal zerlegen und begutachten und wieder schön machen. Ob ich die fette weiß ich noch nicht, mal sehen.

Danach Probefahrt, wenn nicht deutlich anders neu nachdenken.

Da scheue ich auch die Mehrarbeit nicht die mich das ausprobiern kostet. ich hab heute meine Achse unterm Auto weggenommen und muss sagen... soooo schlimm ist es nicht.

Würd mich über weitere Erfahrungsberichte sehr freuen!!

Gruß
Axel
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Christian H
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#9 Beitrag von Christian H » 2008-09-06 22:17:15

Die Variante mit Blättchen zwischen den Federlagen gefällt mir.
:blush:

einfach und effektiv

Christian
Wenn ich wollte .....

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felix
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#10 Beitrag von felix » 2008-09-07 9:59:42

Alarm!
Die Variante mit Blättchen zwischen den Federlagen gefällt mir.
Mario Fährt einen Atego mit Weitspaltparabelfedern. Da kann man den Abstand zwischen den Parabelfedern erhöhen um so die Feder progressiver auf zu bauen.


Wenn ihr bei normalen Blattfedern einen Spalt zwischen den Blättern baut, brechen die Federn innerhalb kürzester Zeit direkt vor der Federbriede ab, da sich dann die Blätter nicht mehr im ganzen verformen, sondern immer nur vor den Brieden knicken. Eventuell kommt ihr so kaum vom Hof!!!

MlG,
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Ulf H
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#11 Beitrag von Ulf H » 2008-09-08 8:55:04

Wozu Federlagen entfernen und sich so eine unbekannte Schwachstelle ins Fahrzeug holen ???

Blattfedern reinigen und satt fetten reichte in allen mir bekannten Fällen aus um die Achse wieder zum Federn statt zum Hoppeln zu bewegen.

Ausserdem sollte man solche Experimente erst dann anfangen, wenn man wirklich mal mit dem vollen zu erwarteneden Gewicht unterwegs war, denn das wird erfahrungsgemäss eh im mer etwas mehr als geplant.

Gruß Ulf
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#12 Beitrag von Maggi-Fan » 2008-09-08 20:14:23

Bla bla bla.....

Wenn ein Federpaket, wie zB. beim 170 D 11, für knapp 8 to. ausgelegt ist,
und das Fahrzeug dann abgelastet ist, hast Du Hinten ca. 3 to tatsächlich.

Dann springt der, da kannst Du noch so viel schmieren, das bringt garnichts.

Du kannst mit Fett keine Physikalischen Gesetze überlisten.



Rolf

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felix
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#13 Beitrag von felix » 2008-09-08 20:23:46

Hallo Rolf,

beiom 170er Frontlenker hast du recht, aber schon beim 170er Hauber gibt es das Problem nur, wenn die hinteren Federn ausgelutscht sind. Also Ball flach halten.

MlG,
Felix

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#14 Beitrag von Maggi-Fan » 2008-09-08 22:24:26

Hi Felix,

auch der 170er Hauber hat von Hause aus hinten eine Achslast von ca. 8 to, und wenn der dann abgelastet ist,
sind die Gewichte in etwa wieder wie beim Frontlenker.

Ergo, das Problem ist das gleiche.


Rolf

crutchy the clown

#15 Beitrag von crutchy the clown » 2008-09-09 11:51:07

Noch ein Tip zum Entfernen von Federblättern oder zum Kürzen:

Das Fahrzeug ändert seine Fahreigenschaften ganz erheblich. Bei starrer (Original)-Feder neigt sich der Wagen fast nicht in die Kurven, tendiert aber dazu, aus der Kurve zu hoppeln.

Werden Federblätter entfernt oder gekürzt, neigt sich der Wagen auf einmal deutlich spürbar in Kurven, besitzt aber eine bessere Bodenhaftung. Bei schnellen Lenkbewegungen in unterschiedliche Richtungen kann der Wagen so ganz erheblich "wackeln". Dieses Fahrverhalten ist zunächst sehr ungewohnt. Es empfiehlt sich daher, die Federn schrittweise zu kürzen und danach ausgiebige Fahrtests durchzuführen.

Ich habe bei meinem Fahrzeug in zwei Schritten (entspr. der Entnahme von 2 Blättern) gekürzt und dazwischen ein Jahr lang Fahrtests gemacht. Aus der Feder hätte man sicherlich noch ein weiteres Blatt entnehmen, bzw. entsprechend kürzen können, aber die Neigung in den Kurven wäre dann vielleicht problematisch geworden.

Durch den Einbau von Stoßdämpfern konnte das "Schaukeln" um die Längsachse bei den nunmehr weicheren Federn unterbunden werden.

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felix
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#16 Beitrag von felix » 2008-09-09 17:59:04

Hallo Rolf,

habe eigentlich keine Zeit für so etwas, aber unterm 170er Hauber sitzen wie bei fast allen Blatt-LKW hinten zwei Federpackete, und so lange das Schwerlastpaket nicht in Eingriff ist, hat man eine sehr perfekt auf das Gweicht eines Womos abgestimmte Federung.

Der d11 ist eine Sonderkonstruktion für konstantes Gewicht (FW, THW) und hat daher eine billigere, einstufige Hinterachsfeder. Das ganze Konzept ist eigentlich abgelastet aus berechtigten Gründen nicht zulassungsfähig, aber das ist eine andere Geschichte...

Daher würde ich bei mehrstufigen Hinterachsfederungen, wie sie eigentlich die Regel sind, erst einmal den Zustand der Tragenden Feder begutachten: Liegt das Schwerlastpaket auf, darf man keine Federblätter entfernen, sonder muss entweder die unteren Federn restaurieren (Empfohlen) oder den Abstand von der Feder zu den Anschlagböcken des Schwerlastpaketes erhöhen.

MlG,
Felix
Zuletzt geändert von felix am 2008-09-09 18:01:03, insgesamt 1-mal geändert.

berntd
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#17 Beitrag von berntd » 2008-09-17 0:46:33

Moin moin,

Nicht ganz passend zu euerer Diskussion aber
an meinem 1924 ist die Federung hinten wohl auch eher hart.
Er hoppelt und springt.

Dazu kommt noch das einer dicke Kloetze auf die Anschaege der Zusatzfedern geschweisst hat. Die greifen schon nach ca 1cm Federweg an. Das wurde wohl gemacht weil er als Wassertanker wohl immer sehr schwer geladen war auf Baustellen usw.

Ich bekommen ihn nur sehr schwer aus meinem Hof weil ein Rad fast immer durchdreht auf Unebenheiten.
Reifendruck ablassen half einen Menge mit dem Fahrkomfort.

Irgetwas werde ich aber auch machen muessen mit der Federung.

Es eilt aber nicht und ich werde hier weiter verfolgen wie was am besten geht.

Gruss
Bernt

Groschengrab
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Re: Lage aus Federpaket rausnehmen... nur welche?

#18 Beitrag von Groschengrab » 2017-07-12 22:05:01

Moin zusammen,

muss den alten Beitrag mal wieder raussuchen, da ich mit dem reisefertigen Gewicht von 6,3 t zu 11 t Gesamtgewicht bei meinem Renault auch nicht wirklich von Federung sprechen kann.
Nun wollte ich auch einzelne Federlagen entfernen und hätte an der VA die beiden unteren genommen bzw. an der HA die 3 untersten Lagen entfernt.
Beim genauen betrachten der Federpakete viel mir dann vor Beginn :spassbremse: auf, dass natürlich Herzbolzen und Briden nicht mehr passen und ich einen Klotz benötigen würde oder neue Briden samt Herzbolzen bestellen müsste.

Nun habe ich aber gelesen, dassdas Entfernen von einzelnen Federlagen nicht unbedingt angeraten ist, da es vermehrt zu Brüchen geführt hat.
Als Alternative wurde das Kürzen der Federlagen mittels Flex empfohlen.
Habt ihr denn da jede einzelne Lage gekürzt oder auch nur die unteren, was ja dem Entfernen gleichzusetzen wäre....??

Edit: Hier mal die Bilder von der Vorderachse: Für die HA hätte ich den Wagen rausfahren müssen und das wollte ich den Nachbarn nicht antun...

Bild

Bild


Für mich sieht es so aus, als ob die dritte Lage von oben nachträglich eingebaut wurde, da sie ein anderes Profil und auch einen anderen Abstand zu der nächsten hat...
Bevor ich hier anfange rumzupfuschen und großen Schaden anzurichten, möchte ich lieber auf Nummer sicher gehen.

Wie sind denn eure Erfahrung seit Erstellung des Threads?

Will mit der Kiste ab dem 24.07. in den Urlaub, daher ist Not am Mann, denn die durchgeschüttelte Famile steht vor mir und ich mit dem Rücken zur Wand. :positiv:


Danke euch und viele Grüße aus dem regnerischen Norden,

Alex
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Re: Lage aus Federpaket rausnehmen... nur welche?

#19 Beitrag von bullyschmiede » 2017-07-13 0:13:05

hallo,
in der kürze würde ich keine experimente veranstalten und lediglich die federn mit einem öl-fettgemisch eintränken.
der reibwert sollte bei trockenen federlagen nicht unterschätzt werden.
beste grüße aus thüringen
bullyschmiede

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Re: Lage aus Federpaket rausnehmen... nur welche?

#20 Beitrag von Groschengrab » 2017-07-13 5:24:27

Guten Morgen,

habe die Federn in der Vergangenheit äußerlich mit WD 40 und Fluidfilm bearbeitet gehabt-alles ohne messbaren Erfolg.
Entweder ist die Kriechwirkung zu gering gewesen oder, das ist für mich wahrscheinlicher, es ist tatsächlich die Differenz von 5t zul. Gesamtmasse zum jetzigen Leergewicht von 6.3t. Selbst wenn ich noch ca. 800 kg Zuladung rechne, wir sind alle schlank :-), bleibt da noch eine Lücke....
Daher bin ich bereit noch ne Nachtschicht zu machen....

Vielleicht schreibt ja noch jemand von seinen Erfahrungen mit Ausbau und/oder kürzen???

Gruß,
Alex
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Ulf H
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Re: Lage aus Federpaket rausnehmen... nur welche?

#21 Beitrag von Ulf H » 2017-07-13 5:32:46

... auch ich rate von Experimenten ab ... am Rahmen aufbocken bis sich die Federlagen spreizen, dann mit Fluidfilm in die Ritzen sprühen ...

Gruss Ulf
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Re: Lage aus Federpaket rausnehmen... nur welche?

#22 Beitrag von Groschengrab » 2017-07-13 5:47:26

Hi Ulf,

hatte einige deiner älteren Beiträge zu dem Thema gelesen und hatte mir gedacht, dass du in diese Richtung tendierst. :-)
Aber was sagst du zu der Gewichtsdifferenz von am Ende 4t?
Habe echt Schiss, dass es mir durch die harten Schläge den Aufbau zerlegt...

Gruß,
Alex
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Re: Lage aus Federpaket rausnehmen... nur welche?

#23 Beitrag von Ulf H » 2017-07-13 6:05:01

... etwas hoppeln schadet weniger als ein Federbruch ... lass es, lade zu, was das ZGG hergibt und fahre ... so würde ich es machen ...

... wirklich bockige Federn habe ich nur ohne Koffer erlebt ...

Gruss Ulf
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Re: Lage aus Federpaket rausnehmen... nur welche?

#24 Beitrag von Postkutscher » 2017-07-13 7:59:34

Hallo ,

ich sehe das auch so wie Ulf.

Habe neulich einen 1622 AK mit leerer Pritsche nach Hause überführt. War eine schlimme hoppelige Fahrt mit harten Schlägen .

Gestern eine Fahrt gemacht mit 2 Tonnen zugeladenem Ballst. Der Lkw federt und fährt so sehr angenehm, obwohl nur 20 Prozent der möglichen Nutzlast geladen wurden.

Gruß
Arno
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Re: Lage aus Federpaket rausnehmen... nur welche?

#25 Beitrag von Muli1988 » 2017-07-13 14:48:40

Hallo,

hatte bei meinem TRM an der Hinterachse das unterste Federblatt entfernt, damit er hinten nicht so hoch ist und als Pritschen Fahrzeug weicher federt. Als ich den Shelter draufgebaut hatte, ging er dann doch in die Knie. Habe die Federpakete zerlegt sandstrahlen und mit Mos2 Gleitlack lackiert. Danach war die Federung egal ob mit oder ohne Beladung optimal. Ich hätte nicht gedacht, dass die Überholund des Federpaketes so viel ausmacht.
Gruß von Lothar

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Re: Lage aus Federpaket rausnehmen... nur welche?

#26 Beitrag von FrankS » 2017-07-13 15:03:21

Moin Lothar,
vielen Dank für den Tipp mit dem MOS2 Gleitlack! Da ich grad meine Federpakete "verarzte" kommt dein Post wie gerufen :cool:
Ich werd das auch mal probieren...welchen Hersteller hast du gewählt?

Grüßle
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Re: Lage aus Federpaket rausnehmen... nur welche?

#27 Beitrag von Groschengrab » 2017-07-14 5:40:40

Moin zusammen,

ok, verstanden. Ich setze am Wochenende erstmal den Wagenheber zum entspannen der Federn an und werde nochmal ordentlich mit Fluidfilm und WD40 sprühen - und dann berichten....Zur Not nehmen wir dann Kukident von meiner Oma mit auf Tour...

Noch eine Frage zum Luftdruck an dieser Stelle:
Fahre die MPT 81 in 14,5R20 zurzeit mit 6 bar. Damit machen sie 7,2t/Achse lt. Conti.
Was würdet ihr bei 3t vorn und 4t hinten empfehlen? Da kann ich doch sicher auch noch was rausholen, oder?

VG,
Alex
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Re: Lage aus Federpaket rausnehmen... nur welche?

#28 Beitrag von Uwe » 2017-07-14 8:41:17

Hallo,

prinzipiell reichen bei den Achslasten auch 4 bar. Da musst Du für Dich und Dein Auto aber etwas spielen, um den besten Kompromiss zwischen Komfort und Lebensdauer zu erreichen.

Grüße
Uwe
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Re: Lage aus Federpaket rausnehmen... nur welche?

#29 Beitrag von Wombi » 2017-07-14 8:46:27

Hallo Alex,

so langsam kommen wir Deinem Problem näher ...
Du fährst Drücke, die für 10-12 to. ausgelegt sind.

Geh einfach vorne auf 4,8 und hinten auf 5,3 runter .... das sind Galaxien im Fahrkomfort.
Und dann mit 0,2 Schritten spielen.

Vorne würde ich nicht unter 4,5 bar gehen.
Hinten nicht unter 5 bar.

Sollten Auswaschungen/Klötzchen am Profil sichbar werden, wieder leicht erhöhen.

Gruß, Wombi
Es ist an der Zeit, die Reste der Welt zu entdecken........

15.4.2013, ab da werden wir uns für seeeehr lange Zeit nicht mehr sehen :-))))

Der Urlaub ohne Stress hat begonnen :-))) www.wombi-on-tour.de

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Re: Lage aus Federpaket rausnehmen... nur welche?

#30 Beitrag von FL413 » 2017-07-14 11:15:47

Früher fuhr ich auch einen Reifendruck von ca. 4,5 bar. Als dann zweimal Reifen geplatzt sind, habe ich den Druck auf 6 bar erhöht. Seitdem (ca. 20 Jahre) habe ich nie mehr Reifenplatzer gehabt. Bei 6 bar lenkt sich das Fahrzeug auch viel leichter.

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