Mercedes AF als SK2 ab 1994

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Wohnklo
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Mercedes AF als SK2 ab 1994

#1 Beitrag von Wohnklo » 2018-05-13 15:48:26

Hallo,

ich bin neu hier und möchte mir in den nächsten Jahren einen Mercedes AF ab 1994 - also SK2 - kaufen.

Nachdem wir mit einem selbst ausgebauten G unterwegs waren und nun mit einem Gespann aus Viano 4Matic und selbst ausgebautem Kofferanhänger auf Reisen sind, möchten wir uns in den nächsten Jahren nochmal vergrößern.

Das Anliegen drängt nicht, aber ich möchte mich früh genug informieren um dann gut vorbereitet auf die Suche zu gehen.

Vom Design gefällt mir der SK2 einfach am besten.
Mit der einfachen Elektronik, die der LKW dann enthält komme ich klar.
Welche größeren Änderungen zwischen SK1 und SK2 gab es ? Gibt es dazu eine Übersicht - im Netz findet man nicht allzu viel.

Ich weis das der Kühlergrill etwas geändert wurde (Deflector) - das ein 4-Speichen-Lenkrad verbaut wurde und das die Instrumente dann mit Durchlichtechnik beleuchtet sind.
Was wurde noch geändert ?

Weiterhin bin ich mir mit der Motorisierung unsicher.
Hierzulande gab es mit der großen Gruppenkabine offensichtlich nur die 1224AF mit dem OM366LA.
Ich denke allerdings das mir etwas mehr Leistung gut gefallen würde - der nächste Sprung wäre dann der V8 - oder ?
Vom V6 bin nicht so begeistert.
Gib es eine Übersicht über die ausgelieferten Modelle ?


Gruß
Dirk

Wohnklo
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Re: Mercedes AF als SK2 ab 1994

#2 Beitrag von Wohnklo » 2018-05-16 9:34:15

Ich hab noch paar Infos gefunden, bin aber nicht sicher ob die richtig sind.

Die 1224 haben den OM366LA
Sind die 12 Tonner überhaupt richtige SK ?
Ich les immer wieder das es MK seien, aber eigentlich gibt es die Einteilung doch nur in LK und SK - zumindest findet man zum MK überhaupt nichts.

Gab es auch 1224 mit V6 - OM441 ?
Bzw. gab es den V6 ab 1994 im AF ?
Die mit V6 scheinen dann immer 1222 zu sein und älter als 1994. 1427er müsste ja sowas sein, da gibt es aber keine AF

Bei den V8 gäbe es dann wohl folgende:
1426
1726
1729
1735
1935
in der Schweiz wohl auch 1428 und 1530

Welche von diesen Modellen wurden ab 1994 gebaut ?

Gab es noch höhere Gesamtgewichte als zweiachsige AF ? Ich glaube nicht.

Ab welchem Gesamtgewicht wurden Außenplaneten-Achsen verbaut ? Haben AP Achsen einen extremen Nachteil, außer dem höherem Gewicht.


Wie kommt der kleine OM366LA mit den 12 Tonnen eines 1224 zurecht ?
Lohnt hier evtl. der Sprung auf einen V8 Sauger ?

Ich weiß das Verbrauchsfragen immer schwierig sind, aber gibt es evtl. trotzdem Erfahrungen zwischen OM366LA und OM442 (Sauger) bei gleichem Gesamtgewicht von etwa 12 t ?
Ich denke das sich der OM366 recht anstrengen muss und der 442 hingegen leichtes Spiel mit 12 t haben sollte.
Dadurch fällt der Verbrauchsunterschied evtl. gering aus und man hat einen Motor der evtl. noch unproblematischer ist, weil kein Turbo da ist und er einfach geschont werden kann.


Gruß
Dirk

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Re: Mercedes AF als SK2 ab 1994

#3 Beitrag von Mark86 » 2018-05-16 10:36:02

Ab welchem Gesamtgewicht wurden Außenplaneten-Achsen verbaut ? Haben AP Achsen einen extremen Nachteil, außer dem höherem Gewicht.
Soweit ich weis ab 16 Tonnen und ab 16 Tonnen ist auch SK Klasse...

Die AP Achsen sind Wartungsintensiver, haben mehr Teile, mehr Dichtungen und sind für ein "normales" Reisemobil eher oversized. Jedenfalls für ein normales Reisemobil in der üblichen Klasse von 8-10 Tonnen.

Allgemein gilt bei Dieselmotoren, dass ein Turbo mehr Leistung hat bei gleichem Verbrauch. Die LKW Turbotechnik von MB ist allgemein sehr unanfällig, einen Saugdiesel würde ich daher nicht kaufen, egal ob als V6 oder V8. Von dem 190PS V6 würde ich ganz die Finger lassen, den hatte mein Kumpel und der brauchte n Tanklastzug hinten dran...
Welche Verbräuche man auf Dauer bereit ist hin zu nehmen, muss dann jeder für sich selbst entscheiden. Alles unter V8 ist sowieso n Kompromiss, aber son V8 braucht dann auch schonmal 30 Liter und wiegt n paar Tonnen mehr, Weil eben Achsen, Rahmen, etc. alles stabiler ausgeführt ist...
Eine komplette Übersicht gibt es nicht, da die Modelle über die Jahre einfach zu vielfältig sind...
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Re: Mercedes AF als SK2 ab 1994

#4 Beitrag von Pirx » 2018-05-16 11:05:56

Eine Übersicht aller jemals gebauten Varianten gibt es z.B. in diesem Buch:

"Mercedes-Benz Lastwagen", Tim Cole, Bechtermünz-Verlag, ISBN 3-8289-5350-6.

Pirx
Der mit der Zweigangachse: 15 Vorwärtsgänge, 3 Rückwärtsgänge, Split, Schnellgang, Differentialsperre
---
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Re: Mercedes AF als SK2 ab 1994

#5 Beitrag von Uwe » 2018-05-16 11:12:31

Hallo,

eine AP-Achse hat z.B. auch schon der 1217. Für Geländespäße ist sie m.E. eindeutig einer einfach untersetzten Achse vorzuziehen, aber ja, zwei zusätzliche Getriebe pro Achse bedeuten einen merkbaren Mehrverbrauch.

Bedingt durch Reibungsverluste, ... hat ein 15-l-V8 einen systembedingten Mehrverbrauch gegenüber einen 6l-V6. Hinzu kommen höher Triebstrangverluste, ... Der größte Einflussfaktor bleibt aber der rechte Fuß - nutze ich die Leistung des V8, muss ich das mit nem Express-Zuschlag bezahlen ;)

Uwe
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Re: Mercedes AF als SK2 ab 1994

#6 Beitrag von Chris_G300DT » 2018-05-16 12:48:48

Hallo,
wir fahren ja ebenfalls mit Aussenplaneten-bestückten Achsen auf unserem Magirus.

Meiner Meinung nach ergeben sich deutlich mehr Vorteile als Nachteile.
Fangen wir mit dem negativen an:
Schwerer, marginal mehr Spritverbrauch

Vorteile:
stärker dimensionierte Achsen
stärkere Achsen sind auch für größere Reifen geeigneter
Das Drehmoment im gesamten Antriebsstrang ist niedriger, da die letzte Übersetzung erst direkt am Rad im Aussenplanetengetriebe stattfindet. Schonender für Gelenk-/Antriebs- & Kardanwellen

Weiterhin bin ich der Ansicht, dass es besser ist, die kleinste Version des Lasters mit schweren Achsen zu verwenden, als die größtmögliche Ausreizung normaler Achsen im größten kleinen Modell.
Das ist einfach eine Frage der Haltbarkeit und ist allgemein hin auch recht einleuchtend.
Unser Magirus war im Winterdienst für 21,5T ausgelegt und wird derzeit mit 11,5t bewegt. Das gibt reichlich Reserven.
Ich habe die Aussenplaneten mal demontiert, als ich die Wellendichtringe erneuert habe. Das Ganze ist sehr massiv gefertigt. Ich kann mir nicht vorstellen kann das so ein Getriebe mit solch einer geringen Belastung mal Probleme macht.

Viele Reiselaster haben das Problem, dass die Vorderachse schnell am Limit ist. Mit schweren Achsen entspannt sich dieses Thema.
Die Bremsanlage ist in der Regel auch für größere Lasten ausgelegt und bietet entsprechende Reserven, auch bei größeren Reifen. Die 14.00er gab es ab Werk auf unserem Magirus.

Unterm Strich bleibt es einfach. Etwas mehr Gewicht und Spritkosten, sonst sehr viele Vorteile.
Das ist zumindest meine Meinung.

Viele Grüße
Chris

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Re: Mercedes AF als SK2 ab 1994

#7 Beitrag von Uwe » 2018-05-16 13:03:48

Chris_G300DT hat geschrieben:
2018-05-16 12:48:48

Schwerer, marginal mehr Spritverbrauch

Definiere marginal ;)

Bei nem Fernverkehrszug reduziert eine einfach untersetzte HA den Verbrauch gegenüber einer AP um 1 bis 1,5 l/100km. Beim Allradler verdoppelt sich der Wert...
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Re: Mercedes AF als SK2 ab 1994

#8 Beitrag von Mark86 » 2018-05-16 13:34:27

Chris_G300DT hat geschrieben:
2018-05-16 12:48:48

Schwerer, marginal mehr Spritverbrauch
In wie weit der Mehrverbrauch "Marginal" ist, seih mal dahin gestellt.
Läppert sich halt alles, Getriebe, Achsen, Motor, Mehrgewichte durch dickere Federn, etc.
Kommt eines zum anderen...

Die Range geht im groben los beim 1017 mit rund 20 Litern und endet irgendwo beim OM422LA im 1948 bei rund 30+ Litern auf 100km...

Das die AP an so Achsen mechanisch kaputt gehen, glaube ich nicht. Ich denke mal mechanisch wird man da im Reisemobilalltag fast garnix kaputt bekommen.
Es sind eher mehr Dichtungen die verrecken, mehr Schrauberei, und dass ganze ist halt Wartungsintensiver...
Bezüglich Reserven muss man bedenken, dass die Autos aus Zeiten sind, wo nicht nach Gewicht sondern nach Platz geladen wurde und wo n 40 Tonner selten mit nur 40 Tonnen unterwegs war, sondern auch gerne mal 50, 60 Tonnen zum Standard gehörten...
Was die knappen Zuladungen auf der VA angeht, die werden durch steigende Gesamttonnage nicht unbedingt mehr, weil ja auch Achsen, Motor, etc. alles schwerer ist...
Auch die Geländegänigkeit sinkt proportional mit dem Gewicht, vor allem im Sand...

Dazu kommt auch der Umstand, dass je mehr Gewicht man hat, je mehr Höhe man hat, desto weniger Strecken kann / darf man damit halt befahren.

Wo man dann seine Grenze zieht, dass muss jeder für sich selbst entscheiden.
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Re: Mercedes AF als SK2 ab 1994

#9 Beitrag von Wohnklo » 2018-05-16 13:35:50

Danke für die Antworten.
Das Buch werd ich mir mal zulegen.

Hat noch jemand Erfahrungen mit dem OM366 in so einen "großen" LKW ?

Die V8 mit Turbo wären dann die 1735 und 1935 - gab es sowas als AF mit großer Kabine ?


Gruß
Dirk

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Re: Mercedes AF als SK2 ab 1994

#10 Beitrag von Mark86 » 2018-05-16 13:42:29

https://bos-fahrzeuge.info

Den 366 kenn ich vom 814, als Saugmotor, da fährt der gut.
Als Turbo bin ich den noch nicht gefahren, aber hab selber nen 352 Turbo im großen Auto (1017) und das rangiert so unter "geht so".
Normalerweise gehört da n V6 Turbo rein, mit 220PS, dann würde das richtig gut fahren. Den Motor kenne ich ausm 1622 (4x2).
Ich muss aber auch die Tankrechnung bezahlen, und so fahre ich halt nur 1017...
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Re: Mercedes AF als SK2 ab 1994

#11 Beitrag von Chris_G300DT » 2018-05-16 13:48:06

Hallo Uwe,
ich glaube du hast einen Denkfehler in deiner Annahme.

Ein LKW hat in der Regel nur einen Motor der eine definierte Kraft erzeugt.
Wenn diese Kraft nun durch diverse Getriebe und Wellen transportiert wird, ist es letztlich egal ob die Kraft durch 2 oder 4 Aussenplanetengetriebe mit einem Wirkungsgrad von xx Prozent übertragen wird.
Die Kraft teilt sich auf. Deshalb lässt sich der Verbrauch nicht einfach multiplizieren.

Unser Magirus nimmt sich 27-28L/100km gemessen über viele tausend Kilometer.
F8L513 13,4L Hubraum 237PS, S6-80, Getrag Z90, schwere Achsen mit Aussenplaneten.

Was ein vollgeladener 170D11 (11 Tonnen?) mit F6L413, kleinerem Getriebe und nur mit hinteren Aussenplaneten verbraucht, weisst du selbst besser wie ich. Der Unterschied ist nicht so groß, dass allein 3 Liter auf Aussenplaneten zurückzuführen wären.

Gruß
Chris

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Re: Mercedes AF als SK2 ab 1994

#12 Beitrag von Chris_G300DT » 2018-05-16 14:15:58

Mark86 hat geschrieben:
2018-05-16 13:34:27
Die Range geht im groben los beim 1017 mit rund 20 Litern und endet irgendwo beim OM422LA im 1948 bei rund 30+ Litern auf 100km...

Das die AP an so Achsen mechanisch kaputt gehen, glaube ich nicht. Ich denke mal mechanisch wird man da im Reisemobilalltag fast garnix kaputt bekommen.
Es sind eher mehr Dichtungen die verrecken, mehr Schrauberei, und dass ganze ist halt Wartungsintensiver...
Bezüglich Reserven muss man bedenken, dass die Autos aus Zeiten sind, wo nicht nach Gewicht sondern nach Platz geladen wurde und wo n 40 Tonner selten mit nur 40 Tonnen unterwegs war, sondern auch gerne mal 50, 60 Tonnen zum Standard gehörten...
Was die knappen Zuladungen auf der VA angeht, die werden durch steigende Gesamttonnage nicht unbedingt mehr, weil ja auch Achsen, Motor, etc. alles schwerer ist...
Auch die Geländegänigkeit sinkt proportional mit dem Gewicht, vor allem im Sand...
Es kommt halt auf die Proportionen an.
Wir kommen mit niedrigem Druck in den großen 14.00ern sehr gut durch den Sand.

Es ist meistens eine Frage des Flächendrucks.

Bild
Mark86 hat geschrieben:
2018-05-16 13:34:27
Dazu kommt auch der Umstand, dass je mehr Gewicht man hat, je mehr Höhe man hat, desto weniger Strecken kann / darf man damit halt befahren.

Wo man dann seine Grenze zieht, dass muss jeder für sich selbst entscheiden.
Ob 8,9 oder 11,5t spielt selten eine Rolle. Aber das ist ein Thema für die 7,5t DIskussion. Stört mich in der Praxis jedenfalls nicht.

Aber ich muss dir recht geben. Man muss es für sich selbst entscheiden.
Jeder hat andere Prioritäten und kommt diesen entsprechend nach. Wer Leistung, Komfort, Zuladung etc will, muss halt mehr tanken als jemand der schaut, dass er sparsam und wendig unterwegs ist.

Gruß
Chris

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Re: Mercedes AF als SK2 ab 1994

#13 Beitrag von Mark86 » 2018-05-16 14:39:14

@Chris: Dass sich das nicht Multiplizieren lässt, ist richtig. Aber der Grundsatz, dass jedes zusätzliche Kilo Sprit kostet und jedes zusätzliche Getriebe Sprit kostet, genau wie jeder zusätzliche Kolben der rauf und runter geht und jedes zusätzliche Pleullager, usw. usf. lässt sich auch nicht wegrechnen...

Dazu kommt natürlich, mehr Zylinder, mehr Teile, mehr kosten. Größere Achsen, größere Bremsen, größere Kosten...

Die Frage ist halt in erster Linie, wie das Budget aussieht. Wenn das "egal" ist, nimm den 1935, hab Spass.
Im Kaufpreis macht sich das kaum bemerkbar.
Bei mir war die Frage dann halt auch, ob ich 18 oder 28 Liter Öl wechsel, ob ich ein oder zwei Turbolader habe, ob ich einen Auspuff ersetzen muss oder beim V Motor gleich 2, ob man eine Auspuffkrümmerdichtung macht oder zwei, ob ich kleine Bremsen überhole oder große, Verfügbarkeit von günstigen Bundeswehrersatzteilen, etc.
Mein 1017 braucht rund 8 Liter weniger als dein Magirus... Das ist mal ne Ansage... Mein Auto ist 20.000km p.a. im Einsatz, da ist das in den Gesamtbetriebskosten hinterher schon ne Frage, ob ich 4.200€ Diesel oder 5.880€ Diesel pro Jahr verfahre.
Das sind in 10 Jahren 16.800€ alleine an Diesel, zusammen genommen mit den sonstigen höheren Wartungs & Reparaturkosten mal eben 25.000€...
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Frank_404s
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Re: Mercedes AF als SK2 ab 1994

#14 Beitrag von Frank_404s » 2018-05-16 14:43:20

Mark86 hat geschrieben:
2018-05-16 10:36:02

... einen Saugdiesel würde ich daher nicht kaufen, egal ob als V6 oder V8. Von dem 190PS V6 würde ich ganz die Finger lassen, den hatte mein Kumpel und der brauchte n Tanklastzug hinten dran...
Das würde ich mal als "ziemlichen Quatsch" bezeichnen.
Ich bin mit meinem OM421 she zufrieden. Was Du (zumindest für den 190PS V6) beschreibst trifft auf meinen 1222 überhaupt nicht zu.
Zwischen 22 und 24 Litern finde ich für grobe MPT reifen, permanenten Allrad und 8,6 tonnen mehr als OK.
Das sind MEINE erfahrungen - ich führe Fahrtenbuch - nicht die "eines Kumpels".

Grüße
Frank

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Re: Mercedes AF als SK2 ab 1994

#15 Beitrag von Mark86 » 2018-05-16 14:49:51

Zwischen 22 und 24 Litern finde ich [...]Das sind MEINE erfahrungen
Ich führe zwar kein Fahrtenbuch, aber ein Tankbuch ;)
Deinen Verbrauch glaube ich dir sofort...

Die Problematik mit Verbrauchsangaben im Netz ist, dass die Frage ist, wie und wo die Autos im Einsatz sind, und wer am Gaspedal sitzt. Vor allem aber, wie und wo die Autos im Einsatz sind.
Der eine fährt nen 1017 mit 18 Litern, der andere braucht 24...
Das nützt nix, wenn der eine damit im Flachland sparsam Landstraße fährt, und der andere Autobahnetappen in den Alpen durchprügelt.
Mit dem Verbrauch von dem einen muss der andere die letzten 25km auf hundert schieben, mit dem Verbrauch von dem anderen läuft beim einen der Tank ständig über.

Damit bringt es recht wenig, wenn man den als Vergleich nimmt, der mit seinem Auto nur 20 Liter braucht, sich hinterher aber immer über 24 oder 26 Liter ärgert...
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Re: Mercedes AF als SK2 ab 1994

#16 Beitrag von Wohnklo » 2018-05-16 15:05:54

Naja mir erscheinen halt die knapp 6 Liter Hubraum eines 1224 etwas wenig - klar kommt der Motor auch auf 800 NM - die Frage ist nur wie.

Ich hab mit meinem Gespann - Viano Allrad 2.2 CDI 163 PS 360 NM und einen 2,3t Tandem-Kofferanhänger einen Verbrauch von 17 Liter.
Das ist wenn ich ganz sachte fahre und nur gerade hin evtl. auch mal eher 16 Liter - bei mehr Bergen und bissl schneller sind es dann 18 Liter.
Das ist für das kleine Motörchen recht viel - aber es hat auch viel zu schaffen.

Als ich mit dem gleichen Anhänger, aber einem Mercedes G350 CDI unterwegs war, hat sich der G auch 17 Liter genommen, aber die Fahrerei war eine ganz andere. Der G hat den Hänger deutlich souveräner gezogen und alles musste nicht so gemütlich gehen. LKW am Berg über holen war ein Klacks - da geht dem Viano schnell die Luft aus - ich schaff es zwar vorbei, aber da muss ich den Motor ordentlich treten.

Am Ende ist der Antriebsstrang im G größer, der Motor hat mehr Zylinder und Pleuel und trotzdem war der Verbrauch gleich - einfach weil man den großen Motor weniger fordern muss.

Deshalb frag ich mich eben ob ich den kleinen 366 kaufe und dann trotzdem 28 Liter brauche und den immer bissl mehr treten muss oder den 442, der 30 Liter braucht, aber viel angenehmer und unangestregter fährt.


Gruß
Dirk

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Re: Mercedes AF als SK2 ab 1994

#17 Beitrag von Mark86 » 2018-05-16 15:19:33

Ich glaube nicht dass du 28 Liter durch nen 366er bringst...
Und am Berg überholst du sowieso keine LKWs, weil sämtliche Berge LKW Überholverbot haben und dir in der Praxis dann eh der nächste 40 Tonnen Sattelzug, dem sein armer Fahrer nur die 320PS Sparmotorisierung bekommen hat, mit 60km/h im Weg steht.
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Re: Mercedes AF als SK2 ab 1994

#18 Beitrag von Postkutscher » 2018-05-16 15:35:59

Mark86 hat geschrieben:
2018-05-16 13:42:29
https://bos-fahrzeuge.info

Den 366 kenn ich vom 814, als Saugmotor, da fährt der gut.
Als Turbo bin ich den noch nicht gefahren, aber hab selber nen 352 Turbo im großen Auto (1017) und das rangiert so unter "geht so".
Normalerweise gehört da n V6 Turbo rein, mit 220PS, dann würde das richtig gut fahren. Den Motor kenne ich ausm 1622 (4x2).
Ich muss aber auch die Tankrechnung bezahlen, und so fahre ich halt nur 1017...

Hallo,

einen 1622 ( 4x2) mit einem V6 Turbo gibt es nicht. Der 1622 hat immer den OM421 V6 Saugmotor drin.

Gruß
Arno
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Re: Mercedes AF als SK2 ab 1994

#19 Beitrag von Chris_G300DT » 2018-05-16 15:48:58

Hallo Dirk,
deine Erfahrungen kann ich teilen.
Ich habe aufgerödelt auf rund 3,5t mit Dachzelt, Dachboxen etc mit dem G (G300DT) ebenfalls 17-18l benötigt. Im Alltag genügt er sich mit 14,5L.
Vorher fuhr ich einen 250GD (Bundeswehr Wolf) mit 2,5L 5Zylinder Saugdiesel und 92PS. Der brauchte im Alltag 13L.
Die 1,5L Aufpreis für fast die doppelte Motorleistung, Automatik und ein größeres Fahrzeug habe ich immer sehr gerne bezahlt.
Beim Laster sehe ich das auch so.
Er verbraucht zwar einiges. Aber im Vergleich zum G ist der Nutzen so viel größer, der Komfort so viel größer, dass das Verbrauch für mich in Ordnung ist.

Das Problem bei Fragen solcher Art ist, dass dir jeder(auch ich) mit seiner Brille antwortet.
Wenn du unterwegs Leute triffst und fragst ob sie die Strecke XY gefahren sind und wie der Zustand ist, dann bekommst du von Leuten mit kleinem Fahrzeug fast immer zu hören um Gottes Willen mit dem Teil kommst du da nie durch.
Ich bin gerade so nochmal vom Strand wieder rauf gekommen. Mit dem großen klappt das nie usw..
Es klappt dann meistens doch ganz entspannt.

Leute die kleinere Laster fahren, werden dir oft erzählen, wie wenig Sprit sie verbrauchen, wie oft sie gerade so noch durch die enge Schlucht gekommen sind usw.
Genauso bekommst du von Leuten mit großem Fahrzeug bzw. Motor auch erzählt, ne ist eigentlich nicht so schlimm.

Ist halt ne Einstellungssache. Wenn man auf 20-30 Jahre plant und die laufenden Kosten ein kritischer Faktor der Unternehmung sind, sollte man schauen das man ein sparsames Fahrzeug bewegt.
Wenn aber Spaß, Komfort und andere teure Dinge in der Priorität etwas weiter oben stehen, dann kann man auch ein paar Liter mehr tanken und bekommt in Situationen wo die Leistung gebraucht wird, ein Grinsen ins Gesicht.

Der eine freut sich eben wenn er am a.d.W. in der Wüste steht, seine im Froster transportierten Würstchen auf den Grill legt, ein kühles Bier trinkt und abends nochmal schön duschen kann. Der andere freut sich genau gleich viel, dass er mit weniger Verbrauch am gleichen Ort angekommen ist und kann auch mit kleineren Kapazitäten und weniger Komfort leben.

Den richtigen Weg kann nur jeder für sich selbst finden.

Gruß
Chris

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Re: Mercedes AF als SK2 ab 1994

#20 Beitrag von Chris_G300DT » 2018-05-16 15:53:42

Mark86 hat geschrieben:
2018-05-16 15:19:33
Ich glaube nicht dass du 28 Liter durch nen 366er bringst...
Und am Berg überholst du sowieso keine LKWs, weil sämtliche Berge LKW Überholverbot haben und dir in der Praxis dann eh der nächste 40 Tonnen Sattelzug, dem sein armer Fahrer nur die 320PS Sparmotorisierung bekommen hat, mit 60km/h im Weg steht.
Ich überhole sehr oft am Berg. Nämlich genau die lahmen Fernverkehrslaster die nur in der Ebene mit offenem Begrenzer schieben können und am Berg dann nicht mehr voran kommen und einen ausbremsen.
Wenn es richtig bergauf geht, gibt es oft 2 Spuren für den LKW Verkehr.

Gruß
Chris

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Re: Mercedes AF als SK2 ab 1994

#21 Beitrag von Mark86 » 2018-05-16 16:45:15

@Chris: Vieleicht fahre ich die falschen Strecken zum Überholen :d
Das Problem bei Fragen solcher Art ist, dass dir jeder(auch ich) mit seiner Brille antwortet.
Das ist auch gut so.
Schließlich ist ein Forum eine Beitrags- und Meinungssammlung. Was man schlussendlich daraus macht, dass muss jeder selber wissen.

Es fährt ja auch nicht jeder 20.000km im Jahr, manche fahren 30.000, viele andere aber nur 3.000km...
Gibt Leute die Fahren hier Autos, die brauchen 70l Diesel auf 100km...
Jemand mit nem Kat 4x4 sagte mir mal "35 leer, mit Shelter 40, aber kommt da ja nicht drauf an, muss Spass machen".
Er verkaufte das Auto nach 6 Jahren und 9.000 gefahrenen KM...

So muss man halt an Hand der Meinungen und Beiträge in nem Forum n bisschen in den Hintergrund schauen, gucken was man will, gucken was zu einem passt und was nicht und sein eigenes Fazit ziehen...
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Jucksnjo
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Re: Mercedes AF als SK2 ab 1994

#22 Beitrag von Jucksnjo » 2018-05-16 17:42:17

Wohnklo hat geschrieben:
2018-05-16 13:35:50
Die V8 mit Turbo wären dann die 1735 und 1935 - gab es sowas als AF mit großer Kabine ?
Eher nicht. Selten gibt es Feuerwehren mit V8-Motor, vorallem aus den südlichen Nachbarländern (Schweiz, Österreich). Die sind dann aber auch sehr kurz übersetzt. Für eine Schweizer Feuerwehr macht das Sinn, wenn es schnell díe Serpentinen hinauf gehen soll. Als Reisemobil also eher ungeeignet...

Was heißt "große Kabine" bei AF? Die Gruppenkabine der Feuerwehr oder das Fernverkehrsfahrerhaus? Letzeres nur sehr selten; ab und zu mal als mittleres Haus als ehemaliges TLF oder RW zu finden. Eine V8 Turbo-Feuerwehr mit Gruppenkabine hab ich noch keine gesehen.

https://www.youtube.com/watch?v=s5q8Kxz-r8E

Mir erschließt sich nicht, warum es ein SK-Facelift sein soll? Nur wegen der Optik einer geänderten Frontklappe würdest du einen ansonsten perfekten anderen Lkw (egal ob NG oder SK) stehen lassen?
Hubraum statt Wohnraum :)

Mit einem Gruß

Johannes

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Re: Mercedes AF als SK2 ab 1994

#23 Beitrag von Mark86 » 2018-05-16 17:44:38

Ich würde auf das Baujahr auch nicht ganz so viel geben, bei nem Schweizer Fahrzeug aber dran denken dass die früher oft nur 2,30m Breit waren...
Im Endeffekt würde ich dir raten, mal den ein oder anderen Laster Probe zu fahren und zu schauen was du so brauchst...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Uwe
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Re: Mercedes AF als SK2 ab 1994

#24 Beitrag von Uwe » 2018-05-16 18:08:44

Chris_G300DT hat geschrieben:
2018-05-16 13:48:06
Hallo Uwe,
ich glaube du hast einen Denkfehler in deiner Annahme.
Das kommt hin und wieder vor ;)

Ich gehe in meiner Betrachtungsweise den umgekehrten Weg. Jedes Getriebe bedeutet eine Menge x an Zahnrädern, die gedreht werden wollen, sprich, mit jedem Zahnrad sinkt der Wirkungsgrad des Triebstrangs und der Widerstand steigt. Dabei ist es egal, wie viele Motoren das Auto eine Kraft aufbringen, es geht darum, was sich alles dreht, wenn sich das Auto bewegt. Bei meinem 170er werde ich aufgrund der fehlenden APs an der VA weniger Kraft zum Schieben brauchen als bei Deinem Magirus, selbst wenn beide Autos ein vergleichbares Gewicht hätten. Und wenn wenn nicht ich, sondern der Motor schiebt, braucht der dazu halt mehr Diesel :) Ob das jetzt bei Verdopplung der AP-Getriebe auch eine auf's Komma genaue Verdopplung des AP-bedingten Mehrverbrauchs ist, sei dahingestellt - als erste Näherung reicht mir das aber :angel: Und irgendwie müssen die 6-8l Unterschied bei den Verbräuchen der Autos ja zusammenkommen :ninja:
Btw, die Kurzhauber-Fahrer fahren ja genau deswegen auf die Freilaufnaben ab, weil sie damit ein Getriebe stilllegen, was im Straßenbetrieb gar nicht zum Antrieb beiträgt.

Gruß
Uwe
Zum Glück hab ich kein Laster

-------------------------------------------

Der Fahrer hört den Klang der Meise,
der Motor läuft, doch läuft er leise.
Die Wasserkühlung dämpft die Töne,
das ist am HANOMAG das Schöne

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Re: Mercedes AF als SK2 ab 1994

#25 Beitrag von Mark86 » 2018-05-16 18:26:30

Uwe hat geschrieben:
2018-05-16 18:08:44
Btw, die Kurzhauber-Fahrer fahren ja genau deswegen auf die Freilaufnaben ab, weil sie damit ein Getriebe stilllegen, was im Straßenbetrieb gar nicht zum Antrieb beiträgt.

Gruß
Uwe
Ein Getriebe? Nur eines?
Das geht los mit den Inneren Steckachsen samt Gelenken, dem ganzen Differentialsatz der nicht nur gelagert ist, sondern auch durch rund 5 Liter Öl quirlt bis hin zu ner ganzen Kardanwelle und dem Verteilergetriebausgangslager, was einfach stehen bleiben kann... Da kommt mal der ein oder andere Liter zusammen....
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Mercedes AF als SK2 ab 1994

#26 Beitrag von Frank_404s » 2018-05-16 20:18:22

Meine Verbrauchsangaben sind bei durschnittlicher Fahrweise. Weder Vollgas noch Schleichfahrt. Bei einer Tour an die Adria inklusive 10 Passstraßen waren es 24 l. Bei einer Tour durch Schweden waren es 22 l.

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Re: Mercedes AF als SK2 ab 1994

#27 Beitrag von Wohnklo » 2018-05-16 21:21:32

Hallo,

ja ich suche ein AF mit Gruppenkabine - hatte ich ganz am Anfang geschrieben.

Wie gesagt möchte ich nicht unbedingt vor 1994 - das Auto soll Spaß machen und dazu zähle ich auch die optische Erscheinung - es erscheint mir einfacher es gleich richtig zu kaufen, als dann einiges umzubauen, um es geschmacklich anzupassen. Da gibt es dann genügend andere Arbeiten, die gemacht werden müssen.

Die Fahrzeuge ab '94 sind aktuell selten, aber das ändert sich ja bald und das passt dann auch in meine Planung. Da ich das etwas längerfristig Ausleger, bin ich also guter Hoffnung das ich kein deutlich älteres Fzg. kaufen muss.

Die V8 sind selten, aber evtl. findet sich ja auch da was.
Die Frage wäre eben ob die V8 mit Gruppenkabine dann auch Allrad haben - das wäre die Wunschvorstellung.


Was bedeutet denn eigentlich die Breite von 2,30 m in der Schweiz.
Ist das Fahrerhaus da schmaler oder nur der Aufbau - sind die Achsen schmaler ?


Gruß
Dirk

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Re: Mercedes AF als SK2 ab 1994

#28 Beitrag von DoktoreHH83 » 2018-05-16 22:27:25

Jucksnjo hat geschrieben:
2018-05-16 17:42:17
Wohnklo hat geschrieben:
2018-05-16 13:35:50
Die V8 mit Turbo wären dann die 1735 und 1935 - gab es sowas als AF mit großer Kabine ?
Eher nicht. Selten gibt es Feuerwehren mit V8-Motor, vorallem aus den südlichen Nachbarländern (Schweiz, Österreich). Die sind dann aber auch sehr kurz übersetzt. Für eine Schweizer Feuerwehr macht das Sinn, wenn es schnell díe Serpentinen hinauf gehen soll. Als Reisemobil also eher ungeeignet...
Bild

Klar gibts das...
Hier zum Beispiel...

Mein schweizer Feuerwehr V8 (NG) hat auch eine große Kabine, und hat lange Achsen verbaut (i=4,3). Alles eine Frage der Geduld beim Suchen. Bei mir hat es 2 Jahre gebraucht bis ich das passende Fahrzeug hatte. Telefonier doch mal die üblichen Feuerwehrhändler ab und erzähl denen was du suchst. Wenn die dann einen rein bekommen rufen die dich an.

In diesem Sinne viel Erfolg bei der Suche!

Arnim

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Re: Mercedes AF als SK2 ab 1994

#29 Beitrag von Chris_G300DT » 2018-05-17 10:28:26

Uwe hat geschrieben:
2018-05-16 18:08:44
Chris_G300DT hat geschrieben:
2018-05-16 13:48:06
Hallo Uwe,
ich glaube du hast einen Denkfehler in deiner Annahme.
Das kommt hin und wieder vor ;)

Ich gehe in meiner Betrachtungsweise den umgekehrten Weg. Jedes Getriebe bedeutet eine Menge x an Zahnrädern, die gedreht werden wollen, sprich, mit jedem Zahnrad sinkt der Wirkungsgrad des Triebstrangs und der Widerstand steigt. Dabei ist es egal, wie viele Motoren das Auto eine Kraft aufbringen, es geht darum, was sich alles dreht, wenn sich das Auto bewegt. Bei meinem 170er werde ich aufgrund der fehlenden APs an der VA weniger Kraft zum Schieben brauchen als bei Deinem Magirus, selbst wenn beide Autos ein vergleichbares Gewicht hätten. Und wenn wenn nicht ich, sondern der Motor schiebt, braucht der dazu halt mehr Diesel :) Ob das jetzt bei Verdopplung der AP-Getriebe auch eine auf's Komma genaue Verdopplung des AP-bedingten Mehrverbrauchs ist, sei dahingestellt - als erste Näherung reicht mir das aber :angel: Und irgendwie müssen die 6-8l Unterschied bei den Verbräuchen der Autos ja zusammenkommen :ninja:
Btw, die Kurzhauber-Fahrer fahren ja genau deswegen auf die Freilaufnaben ab, weil sie damit ein Getriebe stilllegen, was im Straßenbetrieb gar nicht zum Antrieb beiträgt.

Gruß
Uwe
Hallo Uwe,
ich verstehe deinen Ansatz, sehe es aber anders.
Die absolute Verlustleistung in einem Getriebe nimmt mit zunehmender übertragener Leistung zu. Damit auch der Spritverbrauch.
Das einfache Durchdrehen ist ja sogar mit der Hand möglich. Daher kommt zwar auch ein Verlust, aber nicht der Hauptanteil.
Da aber die gesamte Motorleistung nicht durch 2 sondern durch 4 Radnabengetriebe übertragen werden, reduziert sich die pro Radnabengetriebe übertragene Leistung und damit die absolute verlorene Leistung pro Radnabengetriebe.

Ein Radnabengetriebe hat als Anhaltswert einen Wirkungsgrad von 0,95-0,97. Also 3-5% Verlust.
Wenn du mit dem kalten Laster ein paar Kilometer leicht bergab rollst, werden die Achsen und die Radnabengetriebe deutlich kälter sein, als wenn du die gleiche Strecke bergauf fährst und entsprechende Leistung überträgst.

Natürlich bedeuten 2 zusätzliche Radnabengetriebe nicht, dass nicht mehr Verbraucht wird. Der Faktor liegt aber deutlich näher an 1 als an 2 im Bezug auf den Mehrverbrauch.

Der Mehrverbrauch zwischen unseren Fahrzeugen kommt meiner Meinung nach mehr von 40% Hubraumdifferenz, 35% Leistungsdiffernz und damit verbunden dem lockeren Gasfuß.
Denn die vorhandene Leistung, egal wie hoch, wird gerne auch mal genutzt. Vermutlich bin ich auch etwas schwerer unterwegs und eventuell etwas höher und breiter, grobe 14.00er etc.
Das am Ende auch die zusätzlichen Radnabengetriebe etwas mehr Verbrauch verursachen, steht außer Frage. Da bin ich ganz bei dir, aber nicht in der angenommenen Höhe.

Um nochmal auf Marks Aussagen zu den Wartungskosten zurückzukommen.
Da hat er recht, kann man auch als Nachteil aufführen. Pro Radnabengetriebe sind ungefähr 2-3l Öl notwendig. Allerdings passen in die großen Achsdifferenziale doch einige Liter Öl rein. Im Kopf habe ich es gerade nicht, aber bei einem kompletten Ölwechsel am gesamten Fahrzeug hantiere ich mit einigen 20l Kanistern herum. Da merkt man die größeren Aggregate schon. Stört mich aber nicht.

Gruß
Chris

Mark86
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Re: Mercedes AF als SK2 ab 1994

#30 Beitrag von Mark86 » 2018-05-17 10:57:23

Chris_G300DT hat geschrieben:
2018-05-17 10:28:26
Da hat er recht, kann man auch als Nachteil aufführen. Pro Radnabengetriebe sind ungefähr 2-3l Öl notwendig. Allerdings passen in die großen Achsdifferenziale doch einige Liter Öl rein. Im Kopf habe ich es gerade nicht, aber bei einem kompletten Ölwechsel am gesamten Fahrzeug hantiere ich mit einigen 20l Kanistern herum. Da merkt man die größeren Aggregate schon. Stört mich aber nicht.

Gruß
Chris
Es geht nicht nur um den Ölwechsel. So ne Achse wird auch schonmal undicht, dann hat man mit AP Achsen natürlich mehr Schrauberei, mehr Teile, die kosten Geld, usw. usf.
Dann hat man nen Mehrverbrauch, man hat nen V8 Motor wenn man ihn denn kauft, in den geht mehr Öl rein, der hat nen größeren und teureren Dieselfilter, die Wasserpumpe kostet mehr Geld, man hat mehr Ventile zum einstellen und braucht daher auch mehr Ventildeckeldichtungen, die Kupplung ist größer und teurer, da geht mehr Kühlwasser rein, und eben wie gesagt die kleinen haben den Vorteil dass es Bundeswehr Neuteile ohne Ende für kleines Geld gibt... Natürlich kann der noch größere Räder vertragen, die braucht man aber auch bei dem Mehrgewicht, kosten aber auch wiederum mehr Geld...

Das alles läpperts sich dann in den Gesamtbetriebskosten über die Jahre schon zusammen, und ein Kraftstoffverbrauch von 8 Litern über dem Basismodell sind von 20 auf 28 Liter mal eben 40% (und wenn es nur 30% sind)...
Zusammen mit den anderen höheren Wartungs- und Betriebskosten sind dann mal schnell 30% höhere Gesamtbetriebskosten fällig...

Und wenn wir dann mal in Prozentzahlen sprechen und dabei mal über 30% V8 Aufschlag, dann liest sich das schon anders als "was sind schon 5 Liter Mehrverbrauch" oder "was sind schon 3 Liter mehr Öl"...

Bei den "schmalen Schweizern" mit 2,30m Breite sind die Achsen garantiert Schmaler als bei den deutschen 2,50ern, geht garnicht anders...
Sollte man im Hinterkopf haben, wenn man n Schweizer Auto kauft. Auch, dass Schweiz nicht EU ist und beim Reimport Steuern und Zoll anfallen können...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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