Kauf eines LAF 1113 B -erwartete Kosten nach Kauf

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Lowen
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Kauf eines LAF 1113 B -erwartete Kosten nach Kauf

#1 Beitrag von Lowen » 2018-01-13 23:08:02

Hallo,
wenn wir für 15.000€ einen vom Händler technisch überprüften und gewarteten Mercedes 1113 aus den Achtzigern kaufen (Feuerwehr-Halle), auf den wir später unseren Koffer (oder Holzkoffer) setzen wollen, was muss da für wirkliche Reisetauglichkeit noch alles reingesteckt werden von technischer Seite?

Ich meine, sind die i.d.R. in so vernünftigen Zustand, dass eigentlich sofort losgefahren werden kann, oder fallen da dann die nächsten paar Tausend km diverse Sachen aus/auf?

Ich weiß, dass noch Geld in DoKa-Kürzung & Kofferlagerung sowie Einzelbereifung und größerer Tank fließen. Wieviel €, kann ich allerdings mangels Recherche und Erfahrung gar nicht abschätzen.

Muss man noch was an Dichtringen, Schläuchen oder so machen (Kraftstoffsystem und Bremssystem wurde bereits gemacht und Schläuche wohl erneuert)? Oder andere Technik, die auf jeden Fall angeschaut werden muss? Oder muss ich davon ausgehen, dass noch Hohlraum- oder Unterbodenkonservierung erfolgen sollte?


Vielleicht hat ja jmd Erfahrungen mit den neueren Rundhaubern.

PS: Ich habe den Tipp bekommen, dass ich auf jeden Fall die neuesten Modelle nehmen soll, da sosnt die Technik anders ist und die Ersatzteilversorgung problematisch wird/werden kann.. Also suche ich nicht nach welchen von zB 1975 z.b., die haben alle noch die alten Türgriffe und das Bakelit-Lenkrad, und den Turbo oben auf'm Motor.
Oder is das alles SChmarn?


LG Volker

PS: die Vorgeschichte gibt es hier.
Zuletzt geändert von Lowen am 2018-01-13 23:35:40, insgesamt 1-mal geändert.

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TobiasXY
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Re: Kauf eines LAF 1113 B -erwartete Kosten nach Kauf

#2 Beitrag von TobiasXY » 2018-01-13 23:15:23

Egal welche karre du dir kaufst...bei 30-40 Jahren und 30tkm werden idr nach den ersten paar tausend Kilometern Dichtungen o rbz kommen...

Alle Sprit Leitungen austauschen ist fix gemacht... Und dann halt nach u nach alle möglichen Dichtungen, Riemen etc...

Und alle Öle musst auch beim kurzhauber tauschen und hier u da wird immer mal was kommmen...aber im Grunde ist ein Feuerwehrfahrzeug eine solide Basis...

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Lowen
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Re: Kauf eines LAF 1113 B -erwartete Kosten nach Kauf

#3 Beitrag von Lowen » 2018-01-13 23:19:55

TobiasXY hat geschrieben:Egal welche karre du dir kaufst...bei 30-40 Jahren und 30tkm werden idr nach den ersten paar tausend Kilometern Dichtungen o rbz kommen...

Alle Sprit Leitungen austauschen ist fix gemacht... Und dann halt nach u nach alle möglichen Dichtungen, Riemen etc...

Und alle Öle musst auch beim kurzhauber tauschen und hier u da wird immer mal was kommmen...aber im Grunde ist ein Feuerwehrfahrzeug eine solide Basis...
joo. Ich glaube sogar die haben die Radbremszylinder gemacht wenn nötig.. Frage ich mal, schaue mir nächste Woche was an.
Öle ist ok für uns. WeDiRi auch, solange man an die rankommt und man dafür nicht Motor oder Getriebe rausrupfen muss

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Re: Kauf eines LAF 1113 B -erwartete Kosten nach Kauf

#4 Beitrag von Karoking » 2018-01-13 23:24:14

Wechsel auf jeden Fall alle Öle ( Getriebe Achsen ) und alle Filter und die Tanks überprüfen. Karosserie ( Aufbau ) auf korrosion kontrollieren , vom Rahmen her sollte es keine Probleme geben.

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Re: Kauf eines LAF 1113 B -erwartete Kosten nach Kauf

#5 Beitrag von Pirx » 2018-01-13 23:58:24

Hallo Volker!

Wie Tobias schon geschrieben hat: wenn Du einen 30 bis 40 Jahre alten LKW kaufst, mußt Du immer mindestens mit einer Instandsetzung der Bremsanlage und Ölundichtigkeiten an allen Aggregaten rechnen. Sofort losfahren ist nicht ratsam.

Hohlraum- oder Unterbodenkonservierung? Das ist doch kein PKW! Klar, wenn man zuviel Geld und Zeit hat, kann man das Fahrerhaus konservieren. Aber unbedingt notwendig ist das nicht.

Wenn Du von Mercedes-Benz-Kurzhaubern noch gar keine Ahnung hast, empfehle ich Dir meinen Lieblings-Link: :wub:
http://www.kurzhauber.allrad-lkw.eu
Lowen hat geschrieben:PS: Ich habe den Tipp bekommen, dass ich auf jeden Fall die neuesten Modelle nehmen soll, da sosnt die Technik anders ist und die Ersatzteilversorgung problematisch wird/werden kann.. Also suche ich nicht nach welchen von zB 1975 z.b., die haben alle noch die alten Türgriffe und das Bakelit-Lenkrad, und den Turbo oben auf'm Motor.
Oder is das alles SChmarn?
Dazu kann ich nur sagen: das ist Schmarrn. Wenn es Dir um die bessere Ersatzteilversorgung geht, suchst Du ein B-Modell. Die gibt es ab 1969. Nur wenn Dich der Eberspächer-Turbo stört, mußt Du nach etwas neuerem schauen. Die neuen Türgriffe und umschäumten Lenkräder kenne ich nur von THW-Fahrzeugen, sind aber in meinen Augen kein herausragendes Qualitätsmerkmal. Und die neueren Turbolader gibt es auch mit den alten Lenkrädern und Türgriffen.

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Re: Kauf eines LAF 1113 B -erwartete Kosten nach Kauf

#6 Beitrag von Lowen » 2018-01-14 1:56:43

hi pirx
ah ok wieder was gelernt.

dann werd ich mich mal schlau machen, man sagte mir dass die wagen mit dem alten Turbo halt an diversen stellen alte Technik haben, die mit dem neuen (und den genannten eigenheiten im Fahrerhaus) dann hingegen die deutlich modernere und verfügbarere technik von den modernen kurzhaubern (1017?)

der Link ist geil, den hab ich schon mehrfach durchgestöbert :happy:

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Re: Kauf eines LAF 1113 B -erwartete Kosten nach Kauf

#7 Beitrag von tobi » 2018-01-14 9:46:47

Hallo

Aber erwarte dir mal nicht zu viel.....

Warum sollte ein alter kurzhauber besser sein als ein alter Steyr oder magirus...oder oder

Kaputt gehen kann da immer was. Motor Getriebe Achsen
Und das was die Händler vor Verkauf mach ist meines Erachtens nicht das was wirklich teuer werden kann...
Ich denke mal die tauschen alle Flüssigkeiten aus und erneuern hier und da ne Leitung oder einen Schlauch....

Da wird keiner den motor checken..... Sonst würden sie ne Kompressions angabe
machen
Oder die Achsen checken......
Keine Flecken dürfen drunter sein. Reifen sollten gut sein und frischer TÜV ist drauf
Dann hat der Händler einen ordentlichen service gemacht.

Was dann nach den ersten paar tsd Kilometern kommt weiß bloß die Glaskugel.
Da kannst du Glück oder Pech haben.

Feuerwehren schauen gut aus. Aber bei jeden Einsatz mit vollgas los...

Man muss hält glück haben beim Kauf....und die nötige schrauberei in Kauf nehmen.
Es gibt aber auch mehr als genug Leute die sich einen alten LKW gekauft haben und erstmal um die Welt sind....

Viel glück
Mfg

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Re: Kauf eines LAF 1113 B -erwartete Kosten nach Kauf

#8 Beitrag von Pirx » 2018-01-14 12:22:10

tobi hat geschrieben:Hallo

Aber erwarte dir mal nicht zu viel.....

Warum sollte ein alter kurzhauber besser sein als ein alter Steyr oder magirus...oder oder

Kaputt gehen kann da immer was.
Da muß ich tobi Recht geben. Von der Technik her ist ein Mercedes-Benz Kurzhauber nicht anders oder gar besser als ein z.B. Steyr 680.

Aber mit Eurem Steyr hattet Ihr wirklich großes Pech. Der scheint eine absolute Ausnahme gewesen zu sein. Normalerweise hört man vom Steyr 680 nicht viel Schlechtes. Hin und wieder wird von einem Motorschaden berichtet, aber das gibt es auch bei anderen Marken. Aber sonst? Eigentlich ein guter, robuster LKW.

Trotzdem will ich Euch den Kurzhauber nicht ausreden. Ihr solltet aber keine Wunder erwarten, auch ein Mercedes kann mal Wehwehchen haben ...

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Re: Kauf eines LAF 1113 B -erwartete Kosten nach Kauf

#9 Beitrag von Mark86 » 2018-01-15 12:49:58

Ich meine, sind die i.d.R. in so vernünftigen Zustand, dass eigentlich sofort losgefahren werden kann, oder fallen da dann die nächsten paar Tausend km diverse Sachen aus/auf?
Manche sind fit, das ist aber selten.
Idr. haben die Fahrzeuge viel gestanden, Rost in den Bremszylindern, etc. was dann alles bei Kauf noch funktioniert, sich aber auf den ersten 5-10tkm komplett zerlegt.

Daher wichtig:
- Alle Schläuche der Bremsanlage prüfen / erneuern
- Hauptbremszylinder, Radbremszylinder, etc. prüfen / erneuern
- Bremsbeläge (Rissbildung)

Kühlerschläuche und sonstige Schläuche prüfen (bei Bedarf erneuern), Keilriemen erneuern, Kraftstoffschläuche auch gleich erneuern.
Idr. macht man alle Betriebsflüssigkeiten neu, stellt ggfls. die Ventile ein, Dieselfilter und Vorreiniger, schaut sich den Tank genau an, usw. usf.

Dann alle Fette prüfen / erneuern, also in Radlagern, evtl. Scheibenwischergestänge, Türschlösser, usw. usf.
Man schmiert das Auto ordentlich ab, Mechanik prüft man durch, festen Sitz von Schrauben & Co, usw. usf.

Dann bleiben noch diverse Dichtungen, an den Achsen außen kann man vieleicht gleich mit neumachen wenn man die Radlager neu fettet, Motor/Getriebe/Verteilergetriebe sieht man nach 5-10.000km und kann man dann bei Bedarf machen.

Also braucht bisschen Liebe und Arbeit so ne Standlaiche. Klar, Ausnahmen bestätigen die Regel, aber Leute die auf die Ausnahme hoffen und mit Radlagerschäden, ohne Bremsflüssigkeit oder weggeflogenen Keilriemen, defekter Dieselversorgung, Rost im Tank, usw. usf. hier im Forum regelmäßig Liegenbleiber vermelden, bestätigen die Regel natürlich auch.
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Kauf eines LAF 1113 B -erwartete Kosten nach Kauf

#10 Beitrag von dibbelinch » 2018-01-15 13:46:10

Mark86 hat geschrieben: Manche sind fit, das ist aber selten.
Idr. haben die Fahrzeuge viel gestanden, Rost in den Bremszylindern, etc. was dann alles bei Kauf noch funktioniert, sich aber auf den ersten 5-10tkm komplett zerlegt.
Da bin ich voll d´accord. Wir haben zum Glück unsere ersten 3 Testfahrten in Deutschland und Österreich gemacht (Nur Wochenendfahrten). Und die erste richtige Testreise in Island. Wo uns das Auto prompt liegengeblieben ist. Zum Glück waren es nur die Leckölleitungen, das liess sich schnell und einfach reparieren. Zu Hause dann gleich alle anderen Dieselschläuche erneuert.
Trotzden sínd wir dann in Argentinien nach ca. 20.000km wieder liegengeblieben, weil die Membran der Vorförderpumpe rissig geworden ist.
Also lieber erste Reisen in näherem Umkreis mit guter Infrastruktur planen. Wenn das Auto schon älter ist, ist es dem Gummischlauch oder der Bosch-Pumpe egal, ob sie in einem Mercedes oder Fiat oder Leyland oder Ford oder MD eingebaut sind.

Gruss, Ulf
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Re: Kauf eines LAF 1113 B -erwartete Kosten nach Kauf

#11 Beitrag von meggmann » 2018-01-15 15:46:12

Testfahrten finde ich auch vernünftig.
Mir war auch lieber die "Winterfestigkeit" im Schwarzwald zu testen, wo ich zur Not mit dem Taxi zur nächsten Autovermietung fahre und dann gemütlich Heim als irgendwo in der Pampa (Extremtemperaturen lasse ich mal außen vor) wo ein Baufehler vielleicht fatale Folgen hat.
Dann die Kiste bei ein paar Tagen Dauerregen nutzen - auch hilfreich, man weiss dann ob sie dicht ist.
Und natürlich auch mal im "Hochsommer".
Klar sind die klimatischen Bedingungen nur imitiert - aber man hat eine erste Indikation und muss nicht auf einer langen Reise was grundsätzliches umbauen oder basteln. Und mir gab das etwas Sicherheit und Vertrauen.
Bei unseren alten Kisten verabschieden sich die Dichtungen, Wedis, etc - ist ja auch normal nach solch langer Zeit. Auch wenn die im Stand noch super aussahen.
Meiner sah beim Händler auch super aus, kein offensichtlicher Rost - aber so knapp 2000 € für "Kleinkram" steckt man immer rein (Fette, Öle, Filter, Keilriemen, xyz...). Wenn Bremse morsch dann noch mal x.000 € dazu.

Gruß, Marcel
- Punkt 1 erreicht, THW Iveco 90-16 ist zu Hause (07.11.2014)
- Punkt 2 erreicht, LAK 2 ist zu Hause (7.12.2014)
- Punkt 3 erreicht, geänderte Fahrzeugart begutachtet (19.01.2015)
- Punkt 4 erreicht, Eisenschwein ist zugelassen (17.03.2015)
- Punkt 5 erreicht, Umbauten am "Trägerfahrzeug" beendet (12.04.2015)
- Punkt 6 erreicht, H Gutachten erteilt (15.12.2015)

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Re: Kauf eines LAF 1113 B -erwartete Kosten nach Kauf

#12 Beitrag von Lowen » 2018-01-15 20:19:31

Hallo.
Das meiste von dem, was der Mark listet, wurde wohl von dem Berliner Händler schon erledigt. D.h. auch RBZ und alle Kraftstoffleitungen, Bremstrommeln..
Wie der Motor aussieht oder das Getriebe weiß man wohl erst unterwegs..

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Re: Kauf eines LAF 1113 B -erwartete Kosten nach Kauf

#13 Beitrag von Mark86 » 2018-01-15 21:04:18

Lowen hat geschrieben:Hallo.
Das meiste von dem, was der Mark listet, wurde wohl von dem Berliner Händler schon erledigt. D.h. auch RBZ und alle Kraftstoffleitungen, Bremstrommeln..
Wie der Motor aussieht oder das Getriebe weiß man wohl erst unterwegs..
Mit solchen Aussagen wäre ich persönlich vorsichtig, denn ein Händler hat idr. Interesse daran, das Fahrzeug zu verkaufen und dabei möglichst wenig zu investieren und möglichst viel zu bekommen...
Bei meinem 1017 kostet ein Radbremszylinder ca. 150€, das heist die kosten schon 600€, dazu kommt ein Hauptbremszylinder zu 700€, ein Bremsgeber und Nehmerzylinder zusammen mit rund 400€, an Bremsschläuchen, Vorratsbehältern und Kleinzeug nochmal rund 400€. Kupplungsgeber und Nehmerzylinder waren dann nochmal rund 400€.
Das heist, Teile für Bremshydraulik waren 2500€...

Da war noch kein Bremsbelag, kein Radlagerdichtring, kein Bremsenreiniger, kein Fett, usw. usf. dabei. Und eingebaut hat es auch noch keiner...
Wenn du dann noch die normalen Inspektionssachen mit rein rechnest an Betriebsflüssigkeiten, Keilriemen, Filtern, usw. usf. dann weist du, dass du irgendwo für die angebliche "Überholung" schon bei 4k€ an reinem Material bist.
Und Arbeitsmäßig dauert das ohne neue Farbe mindestens 1 Woche. Und selbst mit nem Mechaniker für Mindestlohn wird das finanziell angesichts des Fahrzeuggesamtpreises rein kalkulativ so einfach nicht passen.

Kann nur unter dem Motto "wer billig kauft, zahlt zweimal" enden...
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Re: Kauf eines LAF 1113 B -erwartete Kosten nach Kauf

#14 Beitrag von Pirx » 2018-01-15 21:52:59

Lowen hat geschrieben:Hallo.
Das meiste von dem, was der Mark listet, wurde wohl von dem Berliner Händler schon erledigt. D.h. auch RBZ und alle Kraftstoffleitungen, Bremstrommeln..
Wie der Motor aussieht oder das Getriebe weiß man wohl erst unterwegs..
Würdest Du uns denn die Gnade erweisen, den Namen des "Berliner Händlers" zu nennen? Eventuell gibt es ja Erfahrungen im Forum, wie seriös (oder auch nicht) dieser Händler ist.

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Re: Kauf eines LAF 1113 B -erwartete Kosten nach Kauf

#15 Beitrag von Rumpel » 2018-01-16 8:45:42

evtl. der hier ?


Gruß,
R. :ninja:
Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die sich die Welt nicht angeschaut haben.

- Alexander Freiherr von Humboldt -

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Re: Kauf eines LAF 1113 B -erwartete Kosten nach Kauf

#16 Beitrag von meggmann » 2018-01-16 8:55:37

Rumpel hat geschrieben:evtl. der hier ?


Gruß,
R. :ninja:
Ach der Wendler - ich finde den ok aber „durchrepariert“ sind die in der Regel nicht.

Gruß, Marcel
- Punkt 1 erreicht, THW Iveco 90-16 ist zu Hause (07.11.2014)
- Punkt 2 erreicht, LAK 2 ist zu Hause (7.12.2014)
- Punkt 3 erreicht, geänderte Fahrzeugart begutachtet (19.01.2015)
- Punkt 4 erreicht, Eisenschwein ist zugelassen (17.03.2015)
- Punkt 5 erreicht, Umbauten am "Trägerfahrzeug" beendet (12.04.2015)
- Punkt 6 erreicht, H Gutachten erteilt (15.12.2015)

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Re: Kauf eines LAF 1113 B -erwartete Kosten nach Kauf

#17 Beitrag von TobiasXY » 2018-01-16 9:00:57

Gerade bei vebeg zwei 1113b der letzten Generation in Vollausstattung bj Glaub 87...

Wendler ersteigert die aucg bloß über die vebeg u knallt 2000-3000 drauf...
Die kann man sich ggf auch sparen u direkt bei der vebeg ersteigern..

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Re: Kauf eines LAF 1113 B -erwartete Kosten nach Kauf

#18 Beitrag von OliverM » 2018-01-16 10:23:42

Rumpel hat geschrieben:evtl. der hier ?


Gruß,
R. :ninja:
Sollte es dieser Händler sein, wäre ich da ein wenig vorsichtig. Bei den zweien, die davon hier gelandet sind war die Kernaussage: Es wird eine frische HU gemacht und was dafür gemacht werden muss, wird gemacht , aber auch nicht mehr. Die Kisten wurden so wie sie waren zur HU vorgestellt , bekamen TÜV und es hatte dort keiner auch nur Ansatzweise eine Schraube gelöst, von Bremstrommeln ziehen und Rabremszylinder kontrollieren fange ich garnicht erst an. So verkauft der Mensch aus dem Dopetal seine übrigens Sachen auch.........

Da musst du schon gut hinhören was genau gesagt wurde. Nicht daß dein Wunschgedanke dich hat hören lassen, was du gerade hören wolltest.

Gruß

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Re: Kauf eines LAF 1113 B -erwartete Kosten nach Kauf

#19 Beitrag von möp » 2018-01-16 10:33:04

OliverM hat geschrieben: Da musst du schon gut hinhören was genau gesagt wurde. Nicht daß dein Wunschgedanke dich hat hören lassen, was du gerade hören wolltest.
das denke ich auch
ich wüsste keinen Händler, welcher ohne Aufpreis die komplette Bremsanlage überholen lässt, macht ja auch keinen sinn

da wird aus dem für die HU gewechselten Bremsschlauch schnell ein überholen der Bremsanlage

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Re: Kauf eines LAF 1113 B -erwartete Kosten nach Kauf

#20 Beitrag von Mark86 » 2018-01-16 10:55:18

OliverM hat geschrieben:
Rumpel hat geschrieben:evtl. der hier ?


Gruß,
R. :ninja:
Es wird eine frische HU gemacht und was dafür gemacht werden muss, wird gemacht , aber auch nicht mehr. Die Kisten wurden so wie sie waren zur HU vorgestellt , bekamen TÜV und es hatte dort keiner auch nur Ansatzweise eine Schraube gelöst, von Bremstrommeln ziehen und Rabremszylinder kontrollieren fange ich garnicht erst an. So verkauft der Mensch aus dem Dopetal seine übrigens Sachen auch.........

Da musst du schon gut hinhören was genau gesagt wurde. Nicht daß dein Wunschgedanke dich hat hören lassen, was du gerade hören wolltest.

Gruß

Oliver
Das ist auch das, was der Kunde bezahlt.
Und meine Feuerwehr hat auch Problemlos TÜV bekommen, was nach 33 Jahren fürn Tüv gereicht hat, reicht auch 300km später und nach 35 Jahren nochmal für den TÜV. Radbremszylinder bremst ja auch mit Rost drin, und so viel Öl geht an so nem trockenen Dichtring auch nicht vorbei...

Und wenn du dann anfängst los zu fahren, KM rappelst und das alles in Bewegung kommt und was leisten muss, fällt grade beim Thema Bremse idr. alles auseinander. Ist bei nem 30-40 Jahre alten PKW genau wie bei nem LKW mit Hydraulikbremse, ist ja schließlich auch das gleiche Material. Das ordentlich zu überholen, nen Mechaniker dran zu setzen der die Räder abbaut, die Bremszylinder kontrolliert (und dann austauscht), etc. zahlt dem Händler niemand mit. Dann würde das Fahrgestell nicht 15k€ kosten, sondern 35k€ und das will kaum einer bezahlen.

Wer das will, kann sich ja an Firmen wie z.B. Füss wenden und da ein überholtes Fahrgestell kaufen, nur das ist vielen dann wieder zu teuer...
Gibt halt nix geschenkt und am Ende verdient idr. der Händler, wenn das nicht so wäre, gäbs den nicht mehr...

Auf der anderen Seite ist es so, dass wenn man n VEBEG Auto bei nem Händler kauft, man in Ruhe gucken kann, Probefahren kann, prüfen kann, sich sicher sein kann das die Bemühungen sich lohnen und nicht wer anderes mal eben viel viel mehr bietet, und man bekommt den mit TÜV und Zulassung und kann ihn damit anmelden und mitnehmen. Für Privatleute gewichtige Argumente, seit dem es keine brauchbaren Kurzzeitkennzeichen zur Überführung usw. usf. gibt. Die Überführungs/Kennzeichen/Abnahmegebühren sind ja auch nicht grade unerheblich, und man fährt sich auch nicht irgendwo bei der Vebeg was angucken wo man dann doch nicht den Zuschlag bekommt, etc. Ist ja auch viel Fahrerei, Zeit und Kosten. Da kann es sich durchaus lohnen, nem Händler 2 oder 3k€ mehr für das Auto zu geben. Sonst würden ja alle Privatleute bei der Vebeg kaufen und die Händler gibts nicht mehr.
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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