Om 352 Kurbellen-, Nockenwellen- und Pleuellager tauschen

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Walöter
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Om 352 Kurbellen-, Nockenwellen- und Pleuellager tauschen

#1 Beitrag von Walöter » 2020-09-23 17:00:51

Hallo Forum,

wie lange fährt ein handelsüblicher OM 352 im Kurzhauber ohne Öl?
Ziemlich genau 3 km :wack:
Ursache: Ölablassschraube verloren (dazu an anderer Stelle mehr)
Folge: Motor steht, fest, ganz fest...
Diagnose: Pleuellager fest, Kurbelwellenlager möglichweise beschädigt, Nockenwellenlager möglicherweise beschädigt.

Reparatur (Vorarbeiten):
Ölfilter abbauen(Öl aus Filtergehäuse vorher ablassen)
Ölwanne abbauen (Öl ablassen erübrigte sich in diesem Fall ja)
Ölpumpe abbauen
Kühler abbauen
Lüfterrad abbauen
Schraube Schwingungsdämpfer ausschrauben (ist i.d.R. geklebt, heiß machen und Schlagringschlüssel verwenden)
7068.JPG
Schwingungsdämpfer abbauen (Abzieher verwenden)
00001849.JPG
Steuergehäusedeckel abbauen
Unteren Teil des Steuergehäuses abbauen
00001888.JPG
Motor, falls er sich drehen lässt, so stellen dass der mit 1 gekennzeichnete Zahn auf dem Stirnrad der Kurbelwelle zwischen den beiden mit 1 gekennzeichneten Zähnen des Nockenwellenstirnrades liegt. Dazu ein Hinterrad aufbocken, größten Gang einlegen und am Reifen drehen.
00001923.JPG
Falls der Motor fest ist lässt sich wahrscheinlich die Nockenwelle nicht oder nur schwierig ausbauen. in diesem Fall müssen zuerst die Pleuel- und Kurbelwellenlager geöffnet werden wie folgen beschrieben. Wer "nur" die Nockenwellenlager wechseln will und den Motor noch drehen kann überliest das folgende einfach.

Kurbelwellenlager tauschen
Lagerböcke 2-6 je zwei Schrauben SW 19 12-Kant abschrauben, Lagerböcke mit leichten Schlägen mit einem Weichhammer lockern und abnehmen. Teile in der richtigen Reihenfolge ablegen Lagerböcke 1 und sieben nicht ganz abschrauben, nur ca. 5 mm lockern, Lagerböcke lockern. Die Kurbelwelle sollte sich nun (ggf. mit leichten (!) Schlägen auf die Kurbelwelle ganz vorne etwas absenken. Alte Lagerschaden auf Beschädigungen untersuchen und neue Lagerschalen einölen und in die Lagerschalen einlegen. Die oberen Lagerschalenhälften lassen sich nach dem Absenken der Kurbelwelle mit einem Stück weichen Blech ("Kuh") herausschieben. Kurbellwelle genau auf Beschädigungen oder Reste der defekten Lager untersuchen. Rückstände ggf. mit feinem (!) Schleifleinen entfernen. Geht das gut -> Schwein gehabt! Ist die Kurbelwelle beschädigt oder lassen sich etwaige Rückstände nicht entfernen weil bereits verschweißt, muss die Kurbelwelle ausgebaut und instand gesetzt werden. Das ist dann eine etwas größere Baustelle: Entweder gleich Motor ausbauen oder Getriebe weg, Kupplung raus, Schwungrad ab, Pleuellager alle ab und Kurbelwelle raus... -> heute Arschkarte erwischt.
Falls die Kurbelwelle gut aussieht: Neue Lagerschalen einölen und einführen. Lagerböcke mit neuen Lagerschalen anschrauben, nicht fest ziehen. Besonderes Augenmerk sollte dem mittleren Hauptlager zukommen, dieses führt die Kurbelwelle axial. Die Lagerböcke sind -falls man sich die Reihenfolge doch nicht gemerkt hat- nummeriert.
00001878_LI.jpg
Lagerböcke eins und sieben abschrauben und Lagerschalen in gleicher Weise wie oben beschrieben ersetzen. Bei dieser Gelegenheit kann man ggf. auch gleich die untere Hälfte des Burgmann (Borgmann-)ringes erneuern falls der Motor hier inkontinent war. Dazu die Burgmannringhäfte beidseitig ca. 0,5-1,5 mm überstehen lassen und anphasen, dadurch wird die obere Hälfte des Ringes etwas gestaucht und wird u. U. auch wieder dicht. Wenn man wie im Beispiel ein Rückführungsgewinde an der Kurbelwelle hat, erübrigt sich das:
00001874.JPG
Rückführungsgewinde
Pleuellager tauschen
Pleuellager öffnen: Die Schrauben sind ja reichlich fest, am besten lassen sie sich öffnen in dem man den Motor soweit dreht dass das Pleuel wie im Bild gezeigt steht, die Nuss muss gerade so am Motorgehäuse vorbei auf den Schraubenkopf gehen. Alle anderen Positionen sind schlechter. Wenn sich der Motor nicht drehen lässt ist's halt wieder blöd...
00001945_LI.jpg
Pleueldeckel abschrauben und in richtiger Reihenfolge ablegen. Pleuel nach oben schieben und Lagerschale entnehmen. Pleuelzapfen genau auf Beschädigungen untersuchen, ggf. mit feinem Schleifleinen säubern. Hier gilt das gleiche wie für die Lagerzapfen der Kurbelwelle. Neue Lagerschalen einölen und einsetzen.
Pleueldeckel und Pleul haben auf einer Seite eine Nummer eingeschlagen, beim Einbau darauf achten dass die Nummern zusammenpassen und auf der gleichen Seite sind.
00001887.JPG
Pleuelschrauben ausmessen und ggf. durch neue ersetzen (Dehnschrauben)

Nockenwelle neu lagern
Vorarbeiten
Ventildeckel abbauen
Kipphebelwelle abbauen
Stösselstangen entfernen (Stösselstange Zylinder 6: viewtopic.php?f=31&t=60493 )
Da es sich ohnehin anbietet bei dieser doch etwas größeren Operation anschließend gleich den Förderbeginn der Einspritzpumpe einzustellen, macht es die Arbeit leichter die Einspritzpumpe auszubauen.
Luftpresser abbauen: Gehäuse abschrauben und abziehen. Je nach dem wie die Nockenwelle gerade steht, kann es blöd sein das Pleuellager des Kolbens zu öffnen. Die Kurbelwelle sollte ich aber mittlerweile (nach dem zumindest tw. Tausch der Pleuellager) irgendwie drehen lassen. Wie oben beschrieben die beiden mit 1 gekennzeichneten Zähne zueinander stelle, dann geht's auch.
00001975.JPG
Seitlichen Deckel des Kurbelgehäuses abschrauben und Ventilstössel herausnehmen, in der Ausbaureihenfolge ablegen.
00001928.JPG
Ventilstössel
Nockenwelle ausbauen
Je nach dem welche Nockenwelle man verbaut hat:
Vier Schrauben der Druckscheibe öffnen:
00001851_LI.jpg
Wer den Spritzversteller an der Nockenwelle hat, muss das erst noch Nockenwellenrad abziehen:
Rot: Schraube raus
Blau: Abzieher hier montieren
00001973_LI.jpg
Nockenwelle aus dem Kurbelgehäuse ziehen
Zum Aus- und Einbau der Lagerschalen braucht man ein Spezialwerkzeug, selber machen:
00001896.JPG
Spezialwerkzeug
Die ersten drei Lager lassen so so gut austreiben. Wenn das Lager Nr. 4 allerdings solche Beschädigungen aufweist, hast a Problem:
00001919_LI.jpg
Das Lager Nr. vier lässt sich nur durch Zerstörung ausbauen, kreativer Umgang mit diversen Werkzeugen und Ideenreichtum sind nicht hinderlich dabei...
Lager wieder einbauen:
Richtiges Lager an die richtige Stelle (die sind alle verschieden groß), vorher die korrekte Lage der Ölbohrung ermitteln und Lager unten markieren, in dieser Lage einbauen.
00001907.JPG
Nockenwelle vorsichtig - um die neuen Lager nicht zu beschädigen- wieder einbauen
Kompressorpleuel mit neuen Lagern versehen und wieder einbauen
00001932.JPG
Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge
00001858.JPG
Steuergehäusedeckel mit neuem Wellendichtring versehen und neuen Anlaufring für die Kurbelwelle verwenden




Teile gelten für WDB 35300210823458, andere FgSt. Nr. können natürlich abweichen

Teilesatz Kurbelwellenlager A 366 030 10 40
Teilesatz Pleuellager A 322 586 36 03
Teilesatz Nockenwellenlager A 344 051 70 12
Dichtung Steuergehäusedeckel A 352 015 03 20
Wellendichtring Kurbelwelle A 006 997 85 47
Lagerschale Luftpresser A 352 131 20 33
Dichtung Luftpresser Dreiloch A 321 131 00 80
Dichtung Ventildeckel A 352 016 09 21
Dichtung Ölwanne einteilig A 366 010 06 80
Dichtung seitl. Deckel Kurbelgehäuse A 352 015 05 22

Zeitaufwand: Wir haben ca. 70 Stunden gebraucht, da war aber gleich noch Einstellen der Einspritzpumpe (von 110 PS auf 136 PS), Wechsel der Kupplung und ein paar andere Kleinigkeiten dabei.

Problem Ölablassschraube
Die "alte" Ölablassschraube benötigt einen Kupferdichtring von 2,5 mm Stärke, den gibt's aber nicht mehr. Der "neue" (Norm-) Dichtring hat eine Stärke von 1,5 mm. Da die alte Ölablassschraube im Bereich des Dichtringes eine Nut (Ohne Gewindegänge) hat, fehlt bei Verwendung des neuen dünneren Dichtringes ein Gewindegang. Damit hat die Ablassschraube nicht mehr die vorgesehen Haltekraft, es besteht die Gefahr die Schraube zu verlieren. Das hat zu oben beschriebenem Schaden geführt.
Abhilfe:
A) Einfach wie die meisten die Ablassschraube "voll anknallen", dann geht die auch nicht mehr auf. Nie mehr... :wack:
B) Ablassschraube wie vorgeschrieben mit Drehmoment anziehen, aber neue Anlassschraube (Normteil) mit dazu gehörigem Dichtring verwenden :idee:


@Mods: Falls rot als Schriftfarbe schon vorbehalten ist, bitte ändern
Wer Schreibfehler findet darf sie gerne behalten.
Ansonsten: Fehler, Irrtümer etc. bitte anmerken. Wer sich an solche Operationen wagt, sollte halbwegs wissen was er tut, alle benötigten Werkzeugen haben und mit selbigen auch umgehen können, eine gewisse Frustrationstoleranz mitbringen und Rückschläge als Teil des Erfolges betrachten können.

Viel Spaß beim Schrauben wüscht

Walter
Zuletzt geändert von Walöter am 2020-09-23 17:57:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Om 352 Kurbellen-, Nockenwellen- und Pleuellager tauschen

#2 Beitrag von Pirx » 2020-09-23 17:39:48

Walöter hat geschrieben:
2020-09-23 17:00:51
Kurbelwellenlager tauschen
Lagerböcke 2-6 je zwei Schrauben SW 19 12-Kant abschrauben, Lagerböcke mit leichten Schlägen mit einem Weichhammer lockern und abnehmen. Teile in der richtigen Reihenfolge ablegen Lagerböcke 1 und sieben nicht ganz abschrauben, nur ca. 5 mm lockern, Lagerböcke lockern. Die Kurbelwelle sollte sich nun (ggf. mit leichten (!) Schlägen auf die Kurbelwelle ganz vorne etwas absenken. Alte Lagerschaden auf Beschädigungen untersuchen und neue Lagerschalen einölen und in die Lagerschalen einlegen. Die oberen Lagerschalenhälften lassen sich nach dem Absenken der Kurbelwelle mit einem Stück weichen Blech ("Kuh") herausschieben. Kurbellwelle genau auf Beschädigungen oder Reste der defekten Lager untersuchen. Rückstände ggf. mit feinem (!) Schleifleinen entfernen. Geht das gut -> Schwein gehabt! Ist die Kurbelwelle beschädigt oder lassen sich etwaige Rückstände nicht entfernen weil bereits verschweißt, muss die Kurbelwelle ausgebaut und instand gesetzt werden. Das ist dann eine etwas größere Baustelle: Entweder gleich Motor ausbauen oder Getriebe weg, Kupplung raus, Schwungrad ab, Pleuellager alle ab und Kurbelwelle raus... -> heute Arschkarte erwischt.
...
Ansonsten: Fehler, Irrtümer etc. bitte anmerken.
Hallo Walter!

Beim ersten Durchlesen dachte ich: nanu, Walter senkt die Kurbelwelle ab, obwohl Kupplung und Getriebe noch dran sind?
Erst ganz unten bei "Zeitaufwand" erwähnst Du im Nebensatz, daß auch die Kupplung erneuert wurde.
Das ist für den uninformierten Leser sicherlich verwirrend oder irreführend.

Pirx
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Re: Om 352 Kurbellen-, Nockenwellen- und Pleuellager tauschen

#3 Beitrag von Walöter » 2020-09-23 18:01:30

Pirx hat geschrieben:
2020-09-23 17:39:48

Hallo Walter!

Beim ersten Durchlesen dachte ich: nanu, Walter senkt die Kurbelwelle ab, obwohl Kupplung und Getriebe noch dran sind?
Erst ganz unten bei "Zeitaufwand" erwähnst Du im Nebensatz, daß auch die Kupplung erneuert wurde.
Das ist für den uninformierten Leser sicherlich verwirrend oder irreführend.

Pirx
Hallo Pirx,

Danke für den Hinweis!
Das Getriebe war zu dem Zeitpunkt schon wieder eingebaut. Das Absenken der Kurbelwelle funktioniert in der beschriebenen weise trotzdem, habe ich schon mehrfach so praktiziert. Wie immer sollte man aber wissen was man da tut und vorsichtig sein um nichts zu beschädigen.

Walter
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Re: Om 352 Kurbellen-, Nockenwellen- und Pleuellager tauschen

#4 Beitrag von Pirx » 2020-09-23 18:04:17

Walöter hat geschrieben:
2020-09-23 18:01:30
Das Getriebe war zu dem Zeitpunkt schon wieder eingebaut. Das Absenken der Kurbelwelle funktioniert in der beschriebenen weise trotzdem, habe ich schon mehrfach so praktiziert. Wie immer sollte man aber wissen was man da tut und vorsichtig sein um nichts zu beschädigen.
OK, interessant!
Blockierst Du dann die Kupplung in ausgekuppelter Stellung oder wie?

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Re: Om 352 Kurbellen-, Nockenwellen- und Pleuellager tauschen

#5 Beitrag von Walöter » 2020-09-23 18:53:06

Nein, blockiere ich nicht. Allerdings ist die Kardanwelle ab, ich drehe den Motor am Flansch vom Getriebe.

Walter
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Re: Om 352 Kurbellen-, Nockenwellen- und Pleuellager tauschen

#6 Beitrag von Mark86 » 2020-09-23 19:26:46

Was ne Schrauberei !
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

hugepanic
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Re: Om 352 Kurbellen-, Nockenwellen- und Pleuellager tauschen

#7 Beitrag von hugepanic » 2020-09-23 20:53:39

Geht da nicht ne rote Lampe an wenn kein Öldruck da ist? Hast du die übersehen?

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tobi
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Re: Om 352 Kurbellen-, Nockenwellen- und Pleuellager tauschen

#8 Beitrag von tobi » 2020-09-23 21:40:06

Hej Walter:-)
Vielen dank für den super Bericht !!
Hat, wieder mal, rchtig spaß gemacht ihn zu lesen!

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Re: Om 352 Kurbellen-, Nockenwellen- und Pleuellager tauschen

#9 Beitrag von tobi » 2020-09-23 21:44:50

....ich nehme mal an das es die neue Ablaßschraube bei Mercedes gibt.

Hast du da zufällig auch eine Teilenummer (ablaßschraube+ dichtring)

lg

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Re: Om 352 Kurbellen-, Nockenwellen- und Pleuellager tauschen

#10 Beitrag von Walöter » 2020-09-23 22:04:34

hugepanic hat geschrieben:
2020-09-23 20:53:39
Geht da nicht ne rote Lampe an wenn kein Öldruck da ist?
Nein, es gibt keine rote Lampe. war übrigens nicht mein Auto, ich habe nur geholfen es zu reparieren
tobi hat geschrieben:
2020-09-23 21:44:50
....ich nehme mal an das es die neue Ablaßschraube bei Mercedes gibt.

Hast du da zufällig auch eine Teilenummer (ablaßschraube+ dichtring)

lg
Das ist ein Normteil Ölablasschraube M 24x1,5 Keg

Walter
Zuletzt geändert von Walöter am 2020-09-23 22:13:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Om 352 Kurbellen-, Nockenwellen- und Pleuellager tauschen

#11 Beitrag von Dsg » 2020-09-24 10:36:56

Klasse Dokumentation!

Vielleicht denkst Du mal darüber nach, sämtliche Deiner zahlreichen Dokumentationen in einer Gesamt-Printausgabe zu bündeln. Das wäre das ultimative Reparaturhandbuch zum Kurzhauber und zum OM352. Ich würde sofort eine Ausgabe nehmen. (Beim Satz und Verlegen könnte ich helfen, sofern nötig).

Dsg

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Re: Om 352 Kurbellen-, Nockenwellen- und Pleuellager tauschen

#12 Beitrag von DaPo » 2020-09-24 10:51:17

Hallo Walter,
Walöter hat geschrieben:
2020-09-23 17:00:51
Problem Ölablassschraube
Die "alte" Ölablassschraube benötigt einen Kupferdichtring von 2,5 mm Stärke, den gibt's aber nicht mehr. Der "neue" (Norm-) Dichtring hat eine Stärke von 1,5 mm. Da die alte Ölablassschraube im Bereich des Dichtringes eine Nut (Ohne Gewindegänge) hat, fehlt bei Verwendung des neuen dünneren Dichtringes ein Gewindegang. Damit hat die Ablassschraube nicht mehr die vorgesehen Haltekraft, es besteht die Gefahr die Schraube zu verlieren. Das hat zu oben beschriebenem Schaden geführt.
Hast Du von dem alten Dichtring mal eine Teilenummer parat? War das Form A oder Form C?
Form A gibt es in 2mm Stärke (ist sogar gängiger als 1,5mm).
Form C gibt es in 2,5mm Stärke: N 915 035 000 029, Elring 813.168, Reinz 41-72060-30 , Opel 20 91 025...
Grüße
DaPo (Daniel)

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Re: Om 352 Kurbellen-, Nockenwellen- und Pleuellager tauschen

#13 Beitrag von Walöter » 2020-09-24 11:24:08

Hallo Daniel,
DaPo hat geschrieben:
2020-09-24 10:51:17
Hallo Walter,
Walöter hat geschrieben:
2020-09-23 17:00:51
Problem Ölablassschraube
Die "alte" Ölablassschraube benötigt einen Kupferdichtring von 2,5 mm Stärke, den gibt's aber nicht mehr. Der "neue" (Norm-) Dichtring hat eine Stärke von 1,5 mm. Da die alte Ölablassschraube im Bereich des Dichtringes eine Nut (Ohne Gewindegänge) hat, fehlt bei Verwendung des neuen dünneren Dichtringes ein Gewindegang. Damit hat die Ablassschraube nicht mehr die vorgesehen Haltekraft, es besteht die Gefahr die Schraube zu verlieren. Das hat zu oben beschriebenem Schaden geführt.
Hast Du von dem alten Dichtring mal eine Teilenummer parat? War das Form A oder Form C?
Form A gibt es in 2mm Stärke (ist sogar gängiger als 1,5mm).
Form C gibt es in 2,5mm Stärke: N 915 035 000 029, Elring 813.168, Reinz 41-72060-30 , Opel 20 91 025...
nach diversen Ersetzungen der OE Nummer sollte es tatsächlich die N915035000029 Form C sein. Danke für die Recherche!

Walter
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Re: Om 352 Kurbellen-, Nockenwellen- und Pleuellager tauschen

#14 Beitrag von Münchi81 » 2020-10-07 10:21:00

Hallo zusammen,
ich habe beim durchstöbern des Berichtes, den Hinweis von Walter mit dem Problem der Ölablassschraube gelesen.
Ich habe bei meinem 1017 die Ablassschraube gegen einen Bochumer Stopfen (Ölablassventil) ersetzt.
Die sind zwar etwas teurer als eine Schraube, aber in Verbindung mit dem Ablassrohr erspart man sich eine Menge Sauerei.
Auch kann man das Ablassen zwischendurch stoppen um den Behälter zu leeren.
Was entfällt, ist der Magnet an der Schraube.
Den kann man aber als separaten Magnet von außen an die Wanne hängen und einfach vor dem nächsten Wechsel abziehen und die eventuell vorhanden Späne mit ablassen.
Vielleicht ist die Info hilfreich.

MfG Daniel :happy:
Und immer dran denken, mit dem Spritt nie sparsam sein !!!

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