Generelle Frage zur Motorleistung/Getriebe und Gewicht

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Vossba
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Re: Generelle Frage zur Motorleistung/Getriebe und Gewicht

#61 Beitrag von Vossba » 2020-03-24 21:52:05

Ich bezweifle das ein LKW sparsamer wird, wenn er seine 40t mit der Doppelten Geschwindigkeit den Berg hoch zerrt. Das geht gegen mein Verständniss von Physischen Zusammenhängen.
Richtig ist, es kostet Zeit... Aber es gibt auch heutzutage eine Menge Autos, die die 80kmh am Berg nicht halten können.

Auf kleinen Landstraßen, muss ich selbst mit dem W50 langsam machen, wegen Gegenverkehr - Spitzkehren und Schlaglöchern.

Natürlich bin ich gerne Mercedes V8 gefahren, kaum Schalten und mit wenig Drehzahl richtig Druck. Aber ist das denn wirklich Lebensnotwendig. Einen 2235 Kühlkoffer Dreiachser fand ich Solo völlig übermotorisiert. Egal ob leer oder voll.

Gruß Reinhard

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Gregorix
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Re: Generelle Frage zur Motorleistung/Getriebe und Gewicht

#62 Beitrag von Gregorix » 2020-03-25 1:54:30

Das ist einfache Physik: wenn man mit Schwung in den Berg einfährt, und der Motor in einem höheren Gang mit niedriger Drehzahl das Tempo halten kann, ist der Motor bei Vollast effizienter und auch weniger lange gefordert.
Kann man den Schwung nicht mitnehmen und muss das Tempo in einem niedrigeren Gang mit hoher Drehzahl aufbauen, arbeitet der Motor unter Vollast ineffiziente und länger.
Das trifft ganz besonders auf Turbomotoren zu, die beim Absinken der Drehzahl ein wesentlich höhere, vor allem aber bis in niedrigere Drehzahlbereiche reichende Drehmomente haben, als bei ansteigender Drehzahl.
Einfacher als Zahlenspiel: (die Zahlen sind erfunden, um den Wirkmechnismus zu veranschaulichen und keine echten Werte)
Fahre ich mit 90 in den Berg, gebe Vollgas, hält der LKW bei 80 das Tempo, im höchsten Gang bei 1500 umin, braucht der Motor dafür 180g/kWh für 4 Minuten
Fahre ich mit 50 in den Berg (weil einer bremst), gebe Vollgas, kommt der LKW nicht mehr über 60 in einem niedrigeren Gang bei 2000 u/min. Der Motor braucht dafür 280g/kWh (weil in einem inneffizienterem Zustand betrieben) und das für 6 Minuten...
In dieser Situation hat der geschwindigkeitsunterschied wenig Einfluss auf die nötigen kW Leistung, da der weitaus größte Teil der Leistung nötig ist, um die Potentialenergie der Masse zu steigern. Das ist geschwindigkeitsunabhängig und es ergibt sich somit kein relevantes Sparpotenzial durch die etwas geringere Kw Anforderung des langsameren Tempos. Der Einfluss des geringeren Luftwiderstandes ist in der Situation schlicht zu gering im Vergleich mit den anderen Einflussfaktoren.

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Gregorix
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Re: Generelle Frage zur Motorleistung/Getriebe und Gewicht

#63 Beitrag von Gregorix » 2020-03-25 2:40:27

Der scheinbare Widerspruch kommt daher, dass der nötige Energiebedarf von vielen Faktoren abhängig ist, und der Wirkungsgrad eines Verbrennungsmotors keine Konstante. Die meisten Menschen beurteilen dieses Thema aber so, als ob der Energiebedarf nur Geschwindigkeitsabhängig wäre und der Wirkungsgrad konstant.
Da dies nicht so ist, gibt es viele Umstände warum schneller und/oder stärker auch sparsamer sein kann.
200 Kw am Drehmomentmaximum betrieben sind sparsamer als am Leistungsmaximum. Um 200 kW am Drehmomentmaximum zu erreichen , braucht man ev. 300 kw am Leistungsmaximum.
Das bedeutet: wenn ich 200 kw brauche, fahre ich mit einem 300 kw Motor sparsamer, als mit einem 200 kW Motor. Brauche ich nur 100 kw, für meine Fahrsituationen, dann ist der 200 kw Motor meist sparsamer als der 300 kW Motor...
Auf die Geschwindigkeit umgelegt das gleiche Spiel:
Brauche ich bei 80 km/h 200 kw die der Motor mit 180 g/kWh erbringt, ist das sparsamer, als wenn ich 60 fahre, dafür 150 kw brauche, der Motor diese aber mit 240 g/kWh erbringt.

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MartinK
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Re: Generelle Frage zur Motorleistung/Getriebe und Gewicht

#64 Beitrag von MartinK » 2020-03-25 9:27:19

Hei, ich habe ja das VTG von meinem Ural umgebaut und einen Zahnradsatz mit einer deutlich längeren Übersetzung herstellen lassen. Da das ganze nicht billig war, wollte ich das Einsparpotenzial wissen. Mein Vater ist Dipl. Ing. und hat dann die Kurve vom spezifischen Verbrauch genommen, dann mit einigen anderen Werten und Konstanten gerechnet. Wir haben dann einen Zahnradsatz berechnet, der den geringsten spezifischen Verbrauch auf 80km/h legt. Interessanterweise liegt an diesem Punkt das Drehmomentmaximum des Motors. Die Berechnungen waren fertig. Mein Vater meinte, damit müsste der Verbrauch hinterher bei etwa 25 litern liegen. Da musste ich mich wundern, denn aktuell lag der Verbrauch bei 33-35 Litern. Ich bestellte die Zahnräder, baute sie ein und fuhr zum Ostblock-Fahrzeigtreffen nach Pütnitz. Immer mit der Zielgeschwindigkeit 80km/ h.
Nach 1500 km war ich wieder zu Hause und bei der Verbrauchsberechnung blieben 24,8 Liter auf 100km im Durchschnitt. Es ist also was dran, dass man mit derselben Maschinerie, nur durch Änderungen am Antrieb und Verschieben der Betriebsmodalitäten erhebliche wirtschaftliche Verbesserungen herbeiführen kann.
Gruß, Martin
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Re: Generelle Frage zur Motorleistung/Getriebe und Gewicht

#65 Beitrag von Mark86 » 2020-03-25 9:31:59

Größerer Motor, höhere Kosten. So einfach ist dass.
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Generelle Frage zur Motorleistung/Getriebe und Gewicht

#66 Beitrag von Vossba » 2020-03-25 14:25:24

Moin,

das ist alles Richtig aber auch nur die halbe Wahrheit:

Wenn ich mit Schwung den Berg hoch fahre, spare ich Sprit.
Wenn der Motor in einem ungünstigem Drehzahlbereich gefahren wird, steigt der Verbrauch.

Nur habe ich bei einem Modernem LKW 18-18 Gänge. Bremst mich einer aus, wird nicht beschleunigt, sondern mit 70-80% Last nahe des maximalem Drehmoments die Geschwindigkeit gehalten. Der Verbrauch ist im Kernbereich des Muscheldiagramms und die benötigte Leistung ist niedriger als bei doppeltem Tempo.
Dafür die Zeiteinheit größer.

Natürlich gibt es für jeden Berg eine Optimale Geschwindigkeit, aber so derbe ist der Unterschied, denke ich, nicht.

Schon mit unseren MAN18.232 konnte man derartig heizen, das man sich heute fragen muss ob das Not tat. Wir fuhren damals auf Zeit....

"Mir" fehlt beim Ifa ein Split ( Sprung 4-5. viel zu groß) und am Berg vielleicht 30PS. Den LN817 2WD meines Sohnes finde ich üppig motorisiert. Wir hatten früher mal einen NG oder MK als ?? 1417 Kühlkoffer mit Hebebühne. Mann, war das eine Krücke. Mit der üblichen Ladung war schon das Anfahren spannend und das 5 Gang Getriebe eine Katastrophe. Aber im Gegensatz zu den 1619 und 1622, sehr Sparsam und Flüsterleise. Bestimmt 10l weniger. Allerdings hatte der im Einsatz auch garantiert 16-18t GG und war damit reichlich überladen.

Aber meine Meinung: 400+ PS in einem Wohnmobil, also in einem leerem Lkw... Wozu???

Gruß Reinhard

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Re: Generelle Frage zur Motorleistung/Getriebe und Gewicht

#67 Beitrag von Gregorix » 2020-03-25 14:46:55

Vossba hat geschrieben:
2020-03-25 14:25:24
Moin,

das ist alles Richtig aber auch nur die halbe Wahrheit:
Die Motoren werden mit Bremsleistung angegeben (also von hoher Drehzahl zu niedriger), dass Muscheldiagramm sähe beim Beschleunigen des Motors (von niedriger zur hohen Drehzahl) ganz anders aus. Da ist der spezifische Verbrauch um einiges höher, bzw die Leistung deutlich geringer.
Warum die Leistung dann so gemessen wird, liegt daran, dass es einfacher ist und bei Saugmotoren kaum einen Unterschied ausgemacht hat (und die waren früher halt Standart).
Bei Turbomotoren arbeit der Turbo jedoch immer mit der größtmöglichen Leistung, da er noch von der hohen Drehzahl beschleunigt ist. Damit werden bei einer bestimmten Drehzahl wesentlich bessere Füllungsgrade erreicht, als bei einer Situation, bei der der Turbo keine Überschussdrehzahl verwenden kann, sondern nur von der aktuellen Auspuffleistung angetrieben wird..wodurch der Füllungsgrad und die verbrennung schlechter werden, was die Auspuffleistung für den Turbo rediziert, was denn Füllungsgrad..etc.

D.H.: bei modernen Turbomotoren ist die Leistung bei Vollast und einer bestimmten Drehzahl deutlich geringer, wenn der Motor zu dieser Drehzahl beschleunigt wurde, als wenn der Motor bei Vollast auf diese Drehzahl gebremst wurde. (bei gleichem Verbrauch pro Hub.

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Re: Generelle Frage zur Motorleistung/Getriebe und Gewicht

#68 Beitrag von Zentralgestirn » 2020-03-26 4:21:07

Moin,

alles schön und gut. Kauf dir den größten Motor den du dir Leisten willst/kannst. Leistung macht entspanntes fahren. Ob man sie abruft oder nicht. Haben ist besser, wie brauchen und nicht haben.
Mit dem Gewicht, ja im schweren Gelände zählt jedes Kilo. Bei einem 6x6 eh egal mit 18t ob der mit hier und da und noch 3 Stühle mehr und der Bierbank auch noch dann am Ende 20t sind. Willst du was zum reisen oder zum ernsten Gelände Fahren? Bei letzterem kauf dir was kleineres, leichtes spartanisches oder achte viel mehr auf Bodenfreiheit, Überhänge etc. Bodenbearbeitung mit mehr als den Reifen oder nicht macht dann den Unterschied. Wenn dein Unterfahrschutz oder eine Staukiste am Fahrzeug im Boden einrastet zählt weniger Leistung denn Traktion um das da im Earth mover Style durch zu bekommen.
Letzte Tour in Tunesien mit einem Kurzhauber, einem Kurzhauber auf Steroiden, einem Tatra und meinem KAT. Am Ende sind wir da alle durch die Wüste gefahren und angekommen. Einzig die Bodenfreiheit war da manchmal die Frage ob mit oder ohne Fremde Hilfe, ansonsten kamen alle über die Dünen, Berge, Pässe etc. Und viel mehr wie ein weit zurück liegendes Baujahr hatten unsere Fahrzeuge nicht gemein. Denn die Konzepte waren schon deutlichst unterschiedlich aber in sich als ganzes jeweils stimmig. Leistung wurde hier und da immer mal vermisst, war aber nie der entscheidende Faktor ob man durch/ankommt oder nicht sondern wie einfach oder eben komfortabel.

Wichtig ist auch ein Fahrwerk das deinen Anforderungen genügt. Ich werde vermutlich nie wieder so toll durchs Gelände gleiten wie mit dem KAT und seinen Spiralfedern. Hast du ein Bock steifes Fahrwerk mit Trapezfedern wirst du auch mit 100PS klar kommen, weil das der begrenzende Faktor am Ende sein wird, wenn die Straße schlecht ist oder du im Gelände bist.

Du wirst das Auto früher oder Später auch mal wieder verkaufen und da du dir kein 500€ Auto kaufst wo der Wiederverkaufswert völlig egal ist, kannst du dich ja mal auf dem Gebrauchtmarkt umsehen was sich besser verkaufen lässt. Am Ende wird es so oder so unglaublich teuer, da ist das Geld für einen Motor mit mehr Potential am ende nur einer von vielen teuren Posten.
Wenn ich dich richtig verstanden habe bist du in der Situation zum Händler zu gehen und zu sagen was du willst. Die meisten Fahrzeuge hier sind entstanden in dem man zum Händler gegangen ist und geschaut hat was er auf dem Hof hat. Das rote, das blaue oder das grüne Auto ist da bei vielen die Wahl gewesen und ich glaube viele hier hätten nichts gegen mehr Gänge und mehr Drehmoment, nur war das bei gebrauchten von den üblichen Behörden nicht Möglich, wenn du die Chance hast, nutze sie. Stellst du hinterher fest, das die Mühle unzufrieden stellende Leistung hat, wirst du dich an jedem Berg ärgern, denn einen anderen Motor wirst du da niemals einbauen. Der Gang zum Tuner ist möglich, der Kostenvorteil wird dadurch kleiner. Und der große kann auch zum Tuner wenn es ganz anders kommt :D

Grüße Sebastian

Mark86
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Re: Generelle Frage zur Motorleistung/Getriebe und Gewicht

#69 Beitrag von Mark86 » 2020-03-26 9:34:25

Also ich habe das rote Auto gekauft, weil Blau aus war und Grün konnte ich mir nicht leisten ...

Wichtig ist, dass die Karre leise ist von der Drehzahl und die Berge vernünftig hoch geht. Der 1024 Atego von meinem Kumpel macht schon richtig Laune. Wenn man viel fährt, sollte das Auto halt auch fahren. Es muessen aber natürlich keine 500PS sein... Beim LKW ist dass eh alles gemütlicher als beim PKW...

An der Leistung wird es nicht liegen wenn man wo nicht durch kommt, meistens liegt es daran dass n LKW einfach zu groß ist ^^
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

Nelson
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Re: Generelle Frage zur Motorleistung/Getriebe und Gewicht

#70 Beitrag von Nelson » 2020-03-26 14:40:52

Hallo,


dass man auch mit weitaus weniger Leistung fahren kann, ist unbestritten. Beispiele dafür gibt es zuhauf mit den vielen, gebrauchten Behördenfahrzeuegn aus der gut-und-günstig-Klasse. Aber welche Gründe gibt es, ein frei konfigurierbares Neufahrzeug gezielt mit einer kleineren Motorisierung auszustatten? Die größere Motorisierung ist nicht schwieriger in der Anschaffung oder aufwändiger in Wartung oder Reparatur; es sind ähnliche Sechszylindermotoren mit einem vergleichbaren Aufbau und Komplexitätsgrad (4 Liter mehr beim Ölwechsel sind ziemlich schnuppe). Verbrauch könnte ein Grund sein, aber zum einen kann der Unterschied nicht so groß sein, der er in den Gesamtbetriebskosten eine nennenswerte Rolle spielt, und zum anderen wird ja offenbar sehr unterschiedlich eingeschätzt zu wessen Gunsten der Verbrauch ausfällt. Das Mehrgewicht des größeren Motors wurde auf 300 kg beziffert; selbst wenn nochmal soviel für weitere, größer dimensionierte Baugruppen rund um den größeren Motor anfällt ist das in meinen Augen kein ernsthafter Grund in einem Dreiachsfahrgestell.

In meinen Augen bleibt die Frage des Anschaffungspreises der verschiedenen Motorisierungen als möglicher Grund für den kleinen Motor, weil ich davon ausgehe, dass der kleinere Antriebstrang weniger kostet- ist aber nur vermutet und kann durch ein günstig angebotenes Lagerfahrzeug o.ä. schnell ausgehebelt werden.

Der Einwand, dass man auch mit Jahrzehnte alten Sparbüchsen wie Hanomag, Magirus130, Kurzhauber oder 1017 und wie sie alle heißen überall hin fahren kann, ist korrekt (mache ich selber auch so). Aber es hat mit der Entscheidung zwischen 330PS und 450PS (oder was auch immer) in einem frei konfigurierbaren 6x6 Neufahrzeug nichts zu tun. Man kann natürlich das ganze Konzept eines derartigen Reisefahrzeuges infrage stellen; das kann man allen LKWs, aber auch das ändert sich nicht mit 100PS oder ein paar Litern Hubraum mehr.

Anders herum ünterstütze ich noch einen Punkt von Sebastian. Es wäre richtig ärgerlich ein Neufahrzeug zu beschaffen, dass wegen seiner Sparmotorisierung schlussendlich beim Fahren subjektiv keinen Spaß macht- das wäre wirkliche Verschwendung. Wenn schon neu und groß, dann sollte es auch möglichst viel dafür können.
:blume:


Grüße

Nils

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Re: Generelle Frage zur Motorleistung/Getriebe und Gewicht

#71 Beitrag von Mark86 » 2020-03-26 16:02:47

Ich denke, im Bereich Anschaffungspreis muss man mal gucken, wie die so auseinander liegen und es muss vieleicht nicht unbedingt irgend ne super Spezialmotorisierung sein, aber wenn es finanziell vertretbar ist, dann würde ich nicht den Sparmotor nehmen ^^
Wenn du den Motor übergroß gekauft hast, weniger Gas geben kannste immer noch, ist der Motor zu klein, hast Pech gehabt ^^

Bei den Gesamtkosten eines Neufahrzeuges incl. den Wertverlusten ist es dann glaube ich egal, ob der 10 Liter mehr Motoröl im Jahr bekommt oder 5 Liter mehr Diesel braucht...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Generelle Frage zur Motorleistung/Getriebe und Gewicht

#72 Beitrag von unihell » 2020-03-26 21:29:07

Hallo
oder 5 Liter mehr Diesel braucht.
die Klima-Problematik ist noch immer nicht in den Köpfen angekommen. Wer 30 000l Sprit zur eigenen Plesier verbrennt, dem ist das sowieso scheißegal, Spritsparen können ja die anderen. :wack:
Gruß Helmut

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Re: Generelle Frage zur Motorleistung/Getriebe und Gewicht

#73 Beitrag von filz » 2020-03-26 21:51:05

Mark86 hat geschrieben:
2020-03-26 16:02:47
Ich denke, im Bereich Anschaffungspreis muss man mal gucken, wie die so auseinander liegen und es muss vieleicht nicht unbedingt irgend ne super Spezialmotorisierung sein, aber wenn es finanziell vertretbar ist, dann würde ich nicht den Sparmotor nehmen ^^
Wenn du den Motor übergroß gekauft hast, weniger Gas geben kannste immer noch, ist der Motor zu klein, hast Pech gehabt ^^

Bei den Gesamtkosten eines Neufahrzeuges incl. den Wertverlusten ist es dann glaube ich egal, ob der 10 Liter mehr Motoröl im Jahr bekommt oder 5 Liter mehr Diesel braucht...
Das denke ich mir auch, ansonsten hätte ich ein anderes Hobby. Taubenzüchter vielleicht, ist halt zeitaufwendig. Denn Vögeln muss man drei mal täglich,.frisches Wasser geben.

Gruss

Sepp

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Re: Generelle Frage zur Motorleistung/Getriebe und Gewicht

#74 Beitrag von Mark86 » 2020-03-27 7:09:42

unihell hat geschrieben:
2020-03-26 21:29:07
Hallo
oder 5 Liter mehr Diesel braucht.
die Klima-Problematik ist noch immer nicht in den Köpfen angekommen. Wer 30 000l Sprit zur eigenen Plesier verbrennt, dem ist das sowieso scheißegal, Spritsparen können ja die anderen. :wack:
Du bist hier im Allrad LKW Forum
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Re: Generelle Frage zur Motorleistung/Getriebe und Gewicht

#75 Beitrag von Gregorix » 2020-03-27 7:51:28

unihell hat geschrieben:
2020-03-26 21:29:07
Hallo
oder 5 Liter mehr Diesel braucht.
die Klima-Problematik ist noch immer nicht in den Köpfen angekommen. Wer 30 000l Sprit zur eigenen Plesier verbrennt, dem ist das sowieso scheißegal, Spritsparen können ja die anderen. :wack:
Dann nimmt ein Fahrrad...für das Klima sind unsere LKW mit +-5 Liter völlig wurscht. Jede Flugreise, die wir nicht machen ist unser Beitrag . Zu Hause bleiben wär natürlich besser, aber abgesehen davon ist es relativ lächerlich, mit dem Finger auf andere zu zeigen: meine Reise ist gut, deine ist böse...

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Re: Generelle Frage zur Motorleistung/Getriebe und Gewicht

#76 Beitrag von Mojoy » 2020-03-28 8:24:02

Danke für eure Anregungen.
Ich habe soweit eh noch keine konkreten Fahrgestellvorstellungen. Habe mir einfach mal mögliche Kabinendimensonen zu den jeweiligen Achsenanzahlen angeschaut und deshalb dann die Leistungsfrage hier platziert.
Ich denke auch, dass es schwierig ist, so eine Investition rein vernünftig zu betrachten, finde aber den Effizienzaspekt im Bezug auf die z. B. 9.0L Motoren (330-400 PS) nicht uninteressant, zumal ja mehr Reichweite nicht unbedingt schlecht ist.
Ich denke, die meisten, die auf diesen Fahrgestellen planen, bauen oder bauen lassen, kaufen sich kein hochgeländegäniges Expeditionsmobil, sondern ein Reisemobil mit Allradantrieb....
Preislich denke ich, dass bestimmt so ca. 30tsd Euro zwischen dem kleinen 330Ps Motor und dem größten 510PS Motor liegen...

Viele Grüße

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Re: Generelle Frage zur Motorleistung/Getriebe und Gewicht

#77 Beitrag von Mark86 » 2020-03-28 9:00:03

Mojoy hat geschrieben:
2020-03-28 8:24:02
Ich denke, die meisten, die auf diesen Fahrgestellen planen, bauen oder bauen lassen, kaufen sich kein hochgeländegäniges Expeditionsmobil, sondern ein Reisemobil mit Allradantrieb....
Preislich denke ich, dass bestimmt so ca. 30tsd Euro zwischen dem kleinen 330Ps Motor und dem größten 510PS Motor liegen...

Viele Grüße
Auf was für ne Expedition willst du auch fahren? Willst du die Antarktis erforschen??
Im Urlaub bist du sowieso in der Regel auf mehr oder weniger guten Straßen unterwegs. Überall wo was ist wo man hin will geht irgend ne Form von Weg hin. Der ist manchmal schlecht, manchmal sind auch die Straßen eher Eselkarrenwege, oft nur Pisten, da macht es Sinn, sich je nach Reisezielregion ein etwas robusteres Fahrzeug zu zu legen. Oft ist auch keine Campinginfrastruktur vorhanden, so dass es sinnvoll ist, grade Wasser & Co in ausreichender Menge mit zu nehmen um nicht jede dritte Nacht auf nem Campingplatz verbringen zu muessen.

Manchmal geht es ohne Allrad einfach nicht weiter, weil die Traktion unter den Rädern fehlt.
Das sind aber alles Themen, die erfordern, dass du erst mal so weit kommst. Also die Zeit hast, überhaupt da hin zu fahren.
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Generelle Frage zur Motorleistung/Getriebe und Gewicht

#78 Beitrag von Uwe » 2020-03-30 8:02:17

Mojoy hat geschrieben:
2020-03-28 8:24:02
... finde aber den Effizienzaspekt im Bezug auf die z. B. 9.0L Motoren (330-400 PS) nicht uninteressant...
Wie oben schon angedeutet wird ein D15 mit drei angetriebenen AP-Achsen mehr verbrauchen als ein D38 mit 300PS mehr aber nur zwei angetriebenen, einfach untersetzten Achsen. Deine Effizienzüberlegung greift da zu kurz. Insofern wäre m.E. erst zu überlegen, für was das Auto angeschafft werden soll, danach kann der Triebstrang ausgelegt werden und zuletzt der Motor.
Mojoy hat geschrieben:
2020-03-28 8:24:02
Preislich denke ich, dass bestimmt so ca. 30tsd Euro zwischen dem kleinen 330Ps Motor und dem größten 510PS Motor liegen...
Ist das die offizielle Info von MAN? Ich wäre da von mehr ausgegangen...

Grüße
Uwe
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Re: Generelle Frage zur Motorleistung/Getriebe und Gewicht

#79 Beitrag von Mojoy » 2020-03-30 23:40:18

Nein, das habe ich nur vorsichtig geschätzt... Bin da auch von eher mehr ausgegangen...
Ich habe nicht allzu viele außergewöhnlichen Ziele. Panamericana und Mongolei...
Dauert aber eh noch eine gute Weile. Was mich immer schon reizt ist Kamtschatka.
Ich weiß, dass Euro 6 da nicht die beste Wahl ist.
Das soll ja hier hauptsächlich um die Leistung gehen...

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Re: Generelle Frage zur Motorleistung/Getriebe und Gewicht

#80 Beitrag von Gregorix » 2020-03-31 8:55:47

Noch einmal zur Leistung:
Es ist beim LKW so, dass es meist nur 1 oder 2 verschiedenen Motoren gibt, diese aber in unterschiedlichen Leistungsstufen. Beim PKW ist es noch eher der Fall, dass jede Leistungsstufe auch ein eigener Motor ist, auch wenn das immer weniger wird)
Der unterschied zwischen den verfügbaren Blöcken ist in anderen Punkten meist gravierender, als bei dr Leistung alleine.
Z.B.: 10 l R6 und 12 L V8
Leistungsmäßig liegt zwischen dem schwächsten V8 vielleicht gar kein großen Abstand zu einem stärkeren R6 für das Modell. Jedoch Gewicht, Drehmomentverlauf etc. unterscheiden sich deutlich.
So kann es daher vor der Frage nach der Leistung, viel wichtiger sein, die Frage nach dem Motortyp zu beantworten. (der leichtere R6 hat vielleicht Vorteile im Gelände, was Achslastverteilung und Fahrverhalten und Verbrauch betrifft, der schwere V8 besticht vielleicht durch große elastizität und Drehmoment bei niedriger Drehzahl und ist daher besonders geeignet für schwere Lasten..)
Wenn dann die Wahl auf den Motortyp gefallen ist, gibt es aber wenig Grund dort nicht die stärkste verfügbare Leistungsstufe zu wählen, wenn das Budget verfügbar ist. Im Betrieb ergeben sich innerhalb einer Motorenbaureihe wenig Unterschiede, was Wartungsaufwand, Verbauch und sonstige Kosten betrifft. Das einzige, wo die größere Leistungsstufe nennenswert mehr Kostenaufwand bedeutet ist die Anschaffung, sonst hat die nur Vorteile. Es gibt keine Situation, in der man zu viel Lesitung hat, zu wenig kann jedoch ganz schön an die Nerven und auch aufs Material gehen, weil es durch den Leistungsmangel nötig ist, öfter an die Leistungsgrenzen zu gehen.
Nachträgliche Leistungssteigerungen sehe ich jedoch eher kritisch, da dann die anderen Komponenten des Motors und Antriebsstranges nicht darauf abgestimmt sind.

Zusammengefasst: es kann durchaus Sinn machen, nicht den größten verfügbaren Motor zu wählen, aber es macht keinen Sinn, nicht die stärkste verfügbare Leistungsstufe des gewählten Motors zu nehmen, wenn das Budget vorhanden ist.


LG

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