F8L 914 - Festgebackener Kupferring unter Düsenstock

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aw_berthausen
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F8L 914 - Festgebackener Kupferring unter Düsenstock

#1 Beitrag von aw_berthausen » 2019-03-14 0:09:02

Hallo Kollegen!

Heute brauche ich etwas Forumspower. Ich dichte gerade einen Deutz 914er Motor ab. Bei der Gelegenheit gibts neue Einspritzdüsen. Leider ist einer der Kupferdichtringe so festgebacken, dass er sich mit dem Wilbär Ausziehwerkzeug nicht ausbauen lässt.Entweder verbiegts die Kemmnasen, oder der Cu-Ring reißt aus. Ich hab schon Einweichen mit Rostlöser, klopfen und Kältespray probiert. Da ich es vermeiden möchte den Zylinderkopf abzunehmen oder den Dichtsitz zu beschädigen, wäre ich froh, wenn jemand einen guten Tipp für mich hätte.

Vielen Dank!
Bert
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Gogomobil
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Re: F8L 914 - Festgebackener Kupferring unter Düsenstock

#2 Beitrag von Gogomobil » 2019-03-14 0:56:17

Hast du ein regelbares Netzteil zur Hand? Wir hatten mal guten Erfolg mit Strom auf die festsitzenden Kupfer /Aluringe, Holzstab rechts und links Elektroden rein vom WIG in Ringbreite und auf den Ring aufsetzen, dann langsam Stromstärke gesteigert bis es gut qualmte. Dann waren entweder die Ringe los oder so weich, dass man sie rauspopeln konnte ohne dass sie brachen. Allerdings war es da Stahl rund um den Sitz, Alu leitet besser die Wärme, jeder Motor ist anders und nur Versuch macht kluch.
Alternative: vorsichtig mit geführtem Fräser (passender Messingdorn für Düsenbohrung vorn) rausschaben

Viel Erfolg, egal wie raus musser
andi

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Ulf H
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Re: F8L 914 - Festgebackener Kupferring unter Düsenstock

#3 Beitrag von Ulf H » 2019-03-14 4:24:24

... Kältespray, RostOffIce ...

Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

Magirus-Deutz 170D11FA ... Bild in Cinemascope extrabreit, Sound in 6-kanal Dolby 8.5 ...

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Wilmaaa
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Re: F8L 914 - Festgebackener Kupferring unter Düsenstock

#4 Beitrag von Wilmaaa » 2019-03-14 8:00:00

aw_berthausen hat geschrieben:
2019-03-14 0:09:02
Ich hab schon Einweichen mit Rostlöser, klopfen und Kältespray probiert.

Ulf H hat geschrieben:
2019-03-14 4:24:24
... Kältespray
:ring:
Ich hab einen Virus: den H-A-N-O-M-A-G-I-R-U-S
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Re: F8L 914 - Festgebackener Kupferring unter Düsenstock

#5 Beitrag von aw_berthausen » 2019-03-14 18:13:19

@ andi: Danke für den Vorschlag! Ich werde es mal etwas abgewandelt mit einem glühenden Stab probieren. Die Variante "spanend" wollte ich eigentlich vermeiden. Bevor ich das mache, nehme ich lieber gleich den Kopf runter, da ich eh alles runterbauen muss um die Dichtungen zu wechseln.

@ Ulf: Mit kalt hab ich es schon probiert^^ Das war die Variante 1. Aber ich kann es ja mal im Wechsel probieren. Sozusagen eine Kneipp Therapie.
@ Wilmaa: dir entgeht ja wirklich nichts :joke:

Irgendwann bekommen wir die Ölsadine schon wieder dicht ;-) ich werde berichten, Wie ich die Scheibe rausbekommen habe!

Viele Grüße
Bert
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Re: F8L 914 - Festgebackener Kupferring unter Düsenstock

#6 Beitrag von OliverM » 2019-03-14 20:46:59

Moin Bert,
wenn du es vernünftig machen möchtest, dann nimm den Kopf runter. Alles andere artet in der Regel in Murkserei aus .

Gruß

Oliver
Zuletzt geändert von OliverM am 2019-03-14 21:37:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: F8L 914 - Festgebackener Kupferring unter Düsenstock

#7 Beitrag von aw_berthausen » 2019-03-14 21:34:00

Ja soweit bin ich auch schon. Hab vorhin vorsichtig mit dem kleinsten Brenner den Ring erwärmt. Aber leider keinen Erfolg. Versuch war's wert. Der Ring ist vermutlich mit Verbrennungsrückständen festgepappt. Ich werd jetzt mal ein wenig warten. Vielleicht wirkt das Öl ja noch. Hab ja noch genügend andere Zylinder zum Abdichten^^
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Re: F8L 914 - Festgebackener Kupferring unter Düsenstock

#8 Beitrag von Quecke2 » 2019-03-15 7:57:49

Ich weis jetzt nicht wie groß der Ring ist. Aber an Injektoren haben wir immer Erfolg gehabt wenn ich einen Dreikantschaber eingesteckt habe und leicht mit dem Hammer drauf das er klemmt. und so konnte ich bis jetzt alle ziehen.

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Re: F8L 914 - Festgebackener Kupferring unter Düsenstock

#9 Beitrag von aw_berthausen » 2019-03-20 23:23:53

Also - der aktuelle Stand: Kopf ist runter. Der Ring lässt sich auch von hinten nicht rausschlagen. Ist wie mit Sekundenkleber festgepappt. 3-Kantfeile ist ein Versuch wert. ansonsten rausfräsen, oder den Reservekopf rauf und das Problem vertagen...

VG Bert
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Re: F8L 914 - Festgebackener Kupferring unter Düsenstock

#10 Beitrag von hugobaer » 2019-03-20 23:40:52

Dafür gibts einen Auszieher Wilbär 120640, sieht aus wie eine Art Betonanker mit einer Rille die den Ring greift
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Re: F8L 914 - Festgebackener Kupferring unter Düsenstock

#11 Beitrag von Hängebrücke » 2019-03-20 23:44:47

Moin.
Wir nehmen dazu Bremsflüssigkeit. Also einweichen über Stunden und dann wird der letzte Schmodder auch weich.

Gruß René

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Re: F8L 914 - Festgebackener Kupferring unter Düsenstock

#12 Beitrag von RalfPetersen » 2019-03-21 7:51:32

Hallo ,

Abzieher von Kukko Innenlager.Der drückt sich unter das Lager,bzw in diesem Fall zwischen Kupferring und Zylinderkopf.

Gruß Ralf

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aw_berthausen
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Re: F8L 914 - Festgebackener Kupferring unter Düsenstock

#13 Beitrag von aw_berthausen » 2019-03-21 8:04:05

Wie schon geschrieben hat der Wilbär Auszieher mit einem Knacks kapituliert....

Bremsflüssigkeit wäre noch einen Versuch wert. Ich werde berichten wie es weitergeht. Kann aber ein paar Tage dauern...
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