LA 911 B Kurzhauber > Schmiernippel Gestänge Motorbremse

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cutcorne3
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LA 911 B Kurzhauber > Schmiernippel Gestänge Motorbremse

#1 Beitrag von cutcorne3 » 2019-01-20 12:44:46

Hallo Forum,
Gestern habe ich versucht vier (4) Stunden lang den vorderen Schmiernippel der Motorbremswellengestänges abzuschmieren. :motz: Diesen Schmiernippel hatte ich per Zufall ertastet (rotes Oval in meiner Zeichnung). (Er sitzt hinter der Fahrerhausfußwand zum Motor hin.) Ich wusste gar nicht das es ihn gibt.

Ich habe alles probiert: verschiedene Mundstücke auf der Fettpresse. Ich habe versucht von unter dem Fahrzeug dranzukommen (zu hoch gelegen). Ich habe versucht über den Motorraum dranzukommen (zu tief gelegen...hinterm Krümmer unten). Am ehesten kann ich noch den Schmiernippel überhaupt ertasten wenn ich mich in den Fußraum des Fahrers "falte" und dann mit der linken Hand mich links am Gestänge der Kupplung und Bremse vorbei hineinQUÄLE (orangener Pfeil im Bild) . Aber mit fehlt entweder die Kraft (in Stellung 1 meines Daumens) oder die Länge (in Stellung 2 meine Daumens) um das Mundstück auf den Schmiernippel zu bekommen. Ganz gleich wie hoch der Schmerz an meinem Arm ist, ich Kriegs nicht hin. (Und mein Arm ist nicht der Dickste)

Ich schreibe deshalb so ausführlich weil ich anscheinend wirklich zu doof bin um dort abzuschmieren!

Kann mit vielleicht ein Kurzhauberkollege erklären wie Ihr diesen Schmiernippel abschmiert? Ich bin über jeden Tipp dankbar! We hat dort schon erfolgreich abgeschmiert?

Eine mögliche Lösung wäre ein zusätzlicher Ellbogen oder Handgelenk am linken Arm.
LG
Jochen
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Pirx
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Re: LA 911 B Kurzhauber > Schmiernippel Gestänge Motorbremse

#2 Beitrag von Pirx » 2019-01-20 18:54:45

Hallo Jochen!

Vermutlich ist dieser alte Beitrag hilfreich:
viewtopic.php?f=31&t=959

In Kurzform: beim Kurzhauber habe ich da noch nie einen Schmiernippel gefunden. Die Welle sollte regelmäßig geölt werden, und man kommt schon mit der Ölkanne schlecht genug ran (von oben im Motorraum).

Pirx

Edit: Oh, da habe ich Gasgestänge und Motorbremsgestänge verwechselt! Sorry, den Fall hatte ich noch nicht.
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cutcorne3
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Re: LA 911 B Kurzhauber > Schmiernippel Gestänge Motorbremse

#3 Beitrag von cutcorne3 » 2019-01-20 20:46:58

Hallo Pirx!
also entweder ist da ein Schmiernippel oder irgendetwas was sich wie ein Schmiernippel anfühlt. Ich gehe da mal mit dem Endoskop rein und mach mal Bilder. Vorerst Danke für Deine Antwort!
LG
Jochen

Nelson
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Re: LA 911 B Kurzhauber > Schmiernippel Gestänge Motorbremse

#4 Beitrag von Nelson » 2019-01-21 15:47:27

Hallo,

mein alter Motor (A-Modell!) hatte da einen Schmiernippel. Ich kann nichrt mehr genau sagen wo genau er saß, denn da waren einige Wellen und Hebel mit vielen Kugelköpfen, an alles an Gasgestenge und Motorbremse (inklusive Standgaseinstelung) zusammen geführt wurde. Es war ein OM352AII von 1966 und man kam furchtbar schlecht an den Schmierippel ran, es gab eine Lage bäuchlings auf dem Motor mit einem Arm zwischen Krümmer und Gaspadalgestänge. Aber das kann bei dir alles anders aussehen, diese Bauart habe ich nur bei A-Modellen gesehen. Nach ein paar Jahren habe ich die Schmierstelle dann auf längere Wartungsintervalle umgestellt :ninja:

Grüße
Nils

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cutcorne3
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Re: LA 911 B Kurzhauber > Schmiernippel Gestänge Motorbremse

#5 Beitrag von cutcorne3 » 2019-01-22 12:46:57

So, ich habe mich der Sache nochmals näher angenommen.

Es ist tatsächlich die Welle des sogenannten Gas-Gestänges. Bei Ansicht von vorne befindet sich ganz rechts das Gestänge der Motorbremse welches in den Fahrerfußraum führt. Auf der linken Seiten oben befindet sich das Gestänge welches zur Klappe zwischen Krümmer und Auspuff sitzt. Auf der linken Seite unten befindet sich die Verbindung welche zum Gaspedal geht. Ganz links die Verbindung zur Welle durch den hinteren Teil des Motorblocks auf die rechte Seite.

Das Rätsel scheint gelöst. Doch wie habe ich nun den Schmiernippel geschmiert? Der erste Versuch scheiterte ja nach vier (4) Stunden kläglich.

Aber so gehts:
1. Man nehme eine Zweihandpresse mit einem arretierbaren Mundstück und lege sie auf den Krümmer sodaß das Mundstück über dem Schmiernippel baumelt ( Mit der Hand kommt man ja nicht dran. Vorher hat man mit einem Kabelbinder den Hebel heruntergedrückt, sodass das Mundstück weit offen ist.

2. Danach faltet man seinen Körper wieder so in den Fußraum des Fahrerhauses, sodass die linke Hand sich hinter die Pedalwelle quetschen kann.

3. Man ertastet das Mundstück, führt es auf den Schmiernippel und schiebt den Kabelbinder weg. Voila! Verbindung geschaffen.

4. Nun klettert man wieder halb unter die Motorhaube und bedient die Fettpresse.

Thema erledigt!

Lessons learned:
i) Irgendwie gehts dann doch immer wenn man nochmal nachdenkt

ii) Präventiv vereinbarte Termine bei einem Hand-Chirurgen und Chiropraktiker am Folgetag einer solchen Wartungsaktion mildern die körperlichen Post-Schmiernippel-Abschmieraktionsschmerzen am eigenen Körper.

LG
Jochen
IMG_2092.jpg

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