Ural 375-Vergaser

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Ivan Uralski
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Ural 375-Vergaser

#1 Beitrag von Ivan Uralski » 2019-01-15 18:25:17

Servus, bin gerade dabei einen URAL-375A Kofferaufbau von 1975 (NVA) zu restaurieren. Bekannterweise hat er einen 6,9 Liter V8 mit einem Doppelvergaser. Laufleistung 4500Km, Super Zustand. Nun habe ich allerdings schon länger ein Problem mit dem Vergaser. (denke ich?) Der Motor springt gut an und läuft solang er kalt ist sehr ruhig, nimmt gut Gas an etc, alles gut. Wenn der Motor allerdings warm wird, so bei ca.50-60C° läuft der Motor noch super im Standgas, nimmt jedoch so gut wie kein Gas an. Es folgen Aussetzer und Auspuffknallen. Ist der Motor abgekühlt geht das Spiel wieder von vorne los. Folgende Maßnahmen habe ich bereits getroffen : Zündkerzen gewechselt, Verteiler geprüft und gereinigt, Vergaser gereinigt und neue Dichtungen, Gemischdüsen eingestellt, Schwimmerstand gemäß Handbuch eingestellt. Alles zusammen keine Lageänderung! Nun bin ich erst mal mit meinen Ideen am Ende und wollte Fragen ob jemand ähnliche Probleme hatte, ich denke er läuft zu fett, weiß aber nicht warum!

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Crossi
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Re: Ural 375-Vergaser

#2 Beitrag von Crossi » 2019-01-15 19:15:21

hm hilft zwar nicht aber genau deswegen hat sogar der Rasenmäher bei mir nen Dieselmotor :eek: :mad: :motz:

LG

v. Crossi
ich bin kaputt aber du bist nen Totalschaden !!!

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Wilmaaa
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Re: Ural 375-Vergaser

#3 Beitrag von Wilmaaa » 2019-01-15 19:17:38

Crossi hat geschrieben:
2019-01-15 19:15:21
hm hilft zwar nicht
Also... :hacker: :spassbremse:
Ich hab einen Virus: den H-A-N-O-M-A-G-I-R-U-S
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LutzB
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Re: Ural 375-Vergaser

#4 Beitrag von LutzB » 2019-01-15 19:21:12

Hast Du evtl. Dampfblasenbildung im Vergaser?

Lutz
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Gogomobil
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Re: Ural 375-Vergaser

#5 Beitrag von Gogomobil » 2019-01-15 19:32:18

Sollte ja solide Technik sein, sprich wenn der Fehler kommt muss er ne richtige Ursache haben und nicht so wie heute nen digitalen Aussetzer.
Also kalt OK, warm bis heiß knallts. Vergaser überholt, zudem knallen ist eher zu mageres Gemisch, vieel zu mager mit Zündverschleppung, das sollte nach Vergaserdurchsicht eigentlich nicht mehr vorkommen. Bliebe nur noch Falschluft durch Erwärmung von Bauteilen, Membran Unterdruckkolben defekt etc. was eben bei Kaltanfettung noch kompensiert wird aber bei Warmgemisch dann zu mager wird. Gib einfach mal Sprit oder Methanol, dann rußt es nicht so, "von Hand" im warmen Zustand dazu, läuft er dann liegts doch am Gemisch, ähnlich geht auch Bremsreiniger an alle Ansaugstellen die Luft ziehen könnten.
Bleibt die Zündung. Testen ob die wenn warm noch tut. Kerzen neu ist gut, da vorher auch Knall schließen wir die Neuen als auch defekt mal aus. Bleibt der/die Entstörkondensatoren. Wenn die altern gibt das, vor allem wenn warm, die tollsten Rückwirkungen auf Zündstärke und Zeitpunkt bis hin zu gehtgarnixmehr. Kondensatoren mal gegen andere tauschen reicht auch erstmal zum Test ähnliche Type. nächster Kandidat Verteiler und oder Kerzenstrecker und Zündkabel, auch da kann Wärme einiges verschlimmern.
Mit den Tests sollte sich die Sache eingrenzen lassen.
Viel Erfolg
andi

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Re: Ural 375-Vergaser

#6 Beitrag von GrafSpee » 2019-01-15 19:41:08

Der dürfte noch eine mechanische Unterbrecherzündung haben, oder? Unterbrechkontakt selbst, Kontaktabstand, Zündzeitpunktverstellung und Zündzeitpunkt statisch und dynamisch prüfen, tauschen, einstellen. Solldaten sollten sich hoffentlich im Werkstatthandbuch finden.
Kondensator(en) wurde schon genannt.

MfG Jens
In der Arbeit bin ich lütt und wenig
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Ivan Uralski
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Re: Ural 375-Vergaser

#7 Beitrag von Ivan Uralski » 2019-01-15 19:47:40

Danke für die Antworten! Werde dann mal wieder auf Teilejagd gehen, durch die Hermetisierung der Zündanlage ist alles nicht so einfach austauschbar.

hugobaer
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Re: Ural 375-Vergaser

#8 Beitrag von hugobaer » 2019-01-15 20:06:18

Hallo,
könnte auch ein Wicklungsbruch in der Zündspule sein. Wenn die Spule warm ist wird der Spalt größer und die Spule funktioniert nicht mehr richtig bis sie sich wieder zusammengezogen hat.
hugobaer
Glück kann man nur haben wenn man faul genug ist!

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Re: Ural 375-Vergaser

#9 Beitrag von Vossba » 2019-01-15 22:11:07

Moin,

vom Ural habe ich zwar keine Ahnung, aber:

Kondensator läuft meistens heiss und kalt.

Wenn der Schwingkreis aus Kontakten und Kondensator oder irgendwas am Verteiler nicht funzt, dann (In der Regel) warm und Kalt.

Das mit der Zündspule kenn ich vom Vedenjiev M14P, das Isolationsmaterial der Russen ist wohl nicht so Doll. Läuft Kalt einwandfrei, nach 20Min Knallen und keine Leistung.

Vermutlich aber irgendein Vergaserproblem. Nur wie vor mir schon einer Schrieb. Knallen ist eine Abmagerung, was erstmal bei warmem Motor keinen Sinn macht.
Wenn er Kalt läuft. Es Sei Denn....

Gruß Reinhard

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Re: Ural 375-Vergaser

#10 Beitrag von hs50 » 2019-01-16 20:10:08

Hallo Bau diese komische Hermetisierung weg.Braucht man nicht oder betreibst Du ein Funkgerät.Da schlägt oft der ZF durch bei warm.

MkG

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Re: Ural 375-Vergaser

#11 Beitrag von Hecki28 » 2019-01-16 20:43:13

Hallo
Ich weiß nicht, welcher Vergaser da drin ist. Ich habe Stromberg drin. Ich gehe auch von zu magerem Gemisch aus. Der Stromberg hat am Vergaser so ein Bimetallteil, das bei kaltem Vergaser das Gemisch anfettet. Mal die Zündung beim Gasgeben kontrollieren, ob die Zündverstellung funktioniert, muss deutlich in Vorzündung gehen. Trotzdem, obwohl ich das nicht glaube, Benzinpumpe (oben aufmachen, Sieb drin) und Filter kontrollieren.

Gruß

Christian

Ivan Uralski
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Re: Ural 375-Vergaser

#12 Beitrag von Ivan Uralski » 2019-01-17 14:06:31

Vielen Dank für die vielen guten Beiträge! Nachdem ich die Zündspule einfach abgebaut und wieder drangebaut habe, läuft der Motor nun noch schlechter. Also vermute ich nun stark das die Zündspule (Made in CCCP) einen Fehler hat. Werde eine neue einbauen und wenn es dann nicht funzt mich zum Verteiler vorarbeiten.

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Re: Ural 375-Vergaser

#13 Beitrag von Bahnhofs-Emma » 2019-01-17 14:11:34

Hallo,

da kannst Du zumindest als Provisorium erstmal so ziemlich jede beliebige Zündspule zum Testen reinhängen, das haben wir mit unserem GAZ auch schon so gemacht. Wir haben übrigens noch die komplette Schirmung drin und planen auch, das so zu lassen. Erstens weil's original ist und zweitens weil es die Kabel ganz gut schützt, neue Kabel haben wir trotzdem eingezogen.

Grüße
Marcus
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Re: Ural 375-Vergaser

#14 Beitrag von stef@n » 2019-01-17 14:42:25

Bei geschirmten Zündkabeln klingeln bei mir alle Alarmglocken: Wenn die Isolierung kaputt ist, dann schlägt der Funke direkt auf den Schirm durch, ohne dass du davon was mitbekommst. Neue (nicht NOS!) rein oder gegen zivile tauschen. Das Drama kenn ich von Pinzgauern und Haflingern zur Genüge, das sorgt regelmäßig für Verdruss!
Gruß

Stefan

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Re: Ural 375-Vergaser

#15 Beitrag von Quecke2 » 2019-01-17 18:12:54

Auch die Kompression mal im warmen und kalten Zustand prüfen.

Ivan Uralski
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Re: Ural 375-Vergaser

#16 Beitrag von Ivan Uralski » 2019-02-11 9:12:47

Sevus zusammen, habe jetzt Zündkabel, Stecker, Verteiler, Finger, Kerzen alles neu gemacht, Kompression ist gut. Motor springt jetzt deutlich besser an und läuft sehr ruhig. Nach dem ich dann zwei drei mal kräftig Gas gebe nimmt er danach aber wieder keine Gas mehr an. Mache ich dann im warmen Zusatnd den Motor wieder aus und danach wieder an kann ich wieder zwei drei mal kräftig Gas geben ohne Probleme. Danach allerdings wieder das gleiche. Im Stand läuft er richtig gut. Das Verstellen der zwei Gemisch Schrauben zeigt allerdings im Standgas keinerlei Wirkung?! Ich tippe jetzt mal auf ein Vergaserproblem, welches genau muss ich jetzt mal prüfen. Weiß jemand ob es so eine Art Vergaser-Prüfstände gibt wo man den Vergaser auf Funktion prüfen kann? Die Instandsetzungsvorschriften der NVA bringen mich nicht wirklich weiter.

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Re: Ural 375-Vergaser

#17 Beitrag von Gogomobil » 2019-02-11 19:41:37

Knallt der Motor dann immernoch und läuft daher wohl mager? Prüfen, bricht der Benzindruck ein wenn man Gas gibt? T-Stück und Manometer in Spritleistung, bleibt Druck konstant dürfte Pumpe und falls da Druckregler ok sein und genug Saft liefern. Bleibt dann der Versager. Kurztest, anlassen Leerlauf und jemanden vorn beim Gasgeben mal Sprit per Drucksprüher reindüsen lassen. Dreht er dann williger hoch ohne Knallen ist irgendwo was mit Gum (eingedampften Benzinablagerungen) korrodierten Alu/Zink/Messing zu oder die Verstellmechanik zu Beschleunigerpumpe etc. Kommt halt auf den Vergaser an der Verbaut ist
Passt da nicht probeweise ein ordentlicher V8 US Vergaser drauf um es einzugrenzen?
Viel Erfolg andi

Ivan Uralski
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Re: Ural 375-Vergaser

#18 Beitrag von Ivan Uralski » 2019-02-12 9:08:59

Das ist ein super Hinweis! Das prüfe ich direkt am Wochenende. Möchte halt alles versuchen um das gute Stück so original wie möglich zu lassen. Ich habe weder Vergaser noch Auspuff Knallen! Er ist dann einfach tot beim Gas geben.

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Re: Ural 375-Vergaser

#19 Beitrag von guatapt » 2019-02-12 11:39:48

Ich bin beim besten Willen kein Vergaserspezialist. Ich kann mich aus den Motorrad Zeiten jedoch noch daran erinnern, dass der Vergaser beim Ziehen des Gaszuges einen ganzen Strahl Benzin in den Gasstrom eingespritzt hat. Wenn die Düse, die diesen Strahl einspritzen soll, verstopft wäre, könnte ich mir vorstellen, dass man genau das Verhalten bekommt, dass Du hast. Dann gehen die Luftklappen auf, das Gemisch wird mager, weil eben nicht die benötigte Menge Benzin im Gas enthalten ist, der Motor kann nicht beschleunigen und knallt evtl. Mit dem Motorrad habe ich auch lernen müssen, dass Vergaserdüsen relativ schnell verstopfen, wenn der Motor mal einige Monate nicht angelassen wird. Die leichtflüchtigen Bestandteile im Benzin verdampfen dann und ein klebriges Harz bleibt zurück. Ich hab mal irgendwo gelesen, dass der beste Weg, dieses Harz aus dem Vergaser zu bekommen, warmes Seifenwasser wäre. Ob das allerdings dann noch andere Teile im Vergaser angreift, weiß ich nicht.
Viel Erfolg bei der Fehlersuche.
Ralf

Ivan Uralski
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Re: Ural 375-Vergaser

#20 Beitrag von Ivan Uralski » 2019-02-12 13:29:59

Mir ist gerade Brüh warm was eingefallen! Beim erneuern der Benzinleitungen von der Pumpe zum Vergaser hab ich die originalen Leitungen von 6mm durch 8mm ersetzt. Dadurch verringert sich die Fließgeschwindigkeit um die Hälfte! Könnte also sein das der Vergaser nicht mehr voll läuft! Probiere ich mal aus!

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Re: Ural 375-Vergaser

#21 Beitrag von Bahnhofs-Emma » 2019-02-12 13:58:42

Hallo,
ein höherer Leitungsquerschnitt reduziert zwar die Fließgeschwindigkeit, wenn die Leitungen einmal gefüllt (entlüftet) sind geht das gleiche Volumen da durch, theoretisch durch geringere Reibung sogar ein kleines bisschen mehr. Da sollte das Problem nicht liegen.

Grüße
Marcus
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Re: Ural 375-Vergaser

#22 Beitrag von haenger » 2019-02-12 15:23:07

Hallo,
hast du noch die originale Spritpumpe verbaut? Dann solltest du mal die Membran prüfen. Diese mag unseren Westsprit überhaupt nicht und wird sehr schnell spröde und porös.
Das Problem bekommst du einfach durch eine E-Pumpe gelöst.
Nodda

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Re: Ural 375-Vergaser

#23 Beitrag von Hecki28 » 2019-02-15 20:36:01

Hallo
Scheint ja echt die Spritmenge zu sein. Vor Anschaffung einer Hardy Pumpe würde ich aber erst mal die ganzen Spritleitungen durchblasen und vor allem schaun was da rauskommt. Wenn da Rost und/oder Gummiteile rauskommen, würde ich alles tauschen. Ja, der Bioanteil in unserem Sprit kann ganz schöne Schäden anrichten. Bei meinem hat sich die Tankbeschichtung gelöst.

Gruß

Christian

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Re: Ural 375-Vergaser

#24 Beitrag von G90tom » 2019-02-16 0:22:05

Hallo (prewjet) Iwan,

wie der Stefan oben schon sehr erfahren erwähnt hat. Ist das bei den Pinzis, mal gern sehr ähnlich gewesen. Wenn du so deutlich heraus stellt, dass des devinitiv damit zusammen hängt, wenn der Motor warm wird. Nur von kalt gestartet und ein paar Gasstössen wird es nicht unbdingt warm.
Ergo. zum Starten bei kaltem Motor braucht dieser eine "fette" Anreicherung. Entweder du hast da zum ziehen einen Handchoke, denn du mit zunehmender Erwärmung zurück stösst. Oder du hast eine sog. automatische Kaltstartautmatik. Die gerne mit einem Bimetall arbeitet. Oder für sibierische Verhältnisse, mit einer Warmluftzufuhr, von der Auslassseite. Die Beschleinigerpumpe kannst du ganz einfach testen, wenn du am Gasgestänge zieht, muss es ca. ab der Hälfte gut mit einem Strahl einspritzen. Egal wie warm oder kalt der Motor ist.

Schau mal, ob event, Kabel an die Vergaser angesteckt sind? Du brauchst einfach eine zu Erwärmung des Motors, einen kontinuierlichen Reduzierung,
der Kraftstoffanreicherung. Siehst du im Führerhaus, event, einen Knopf/Hebel den du nicht so recht zuordnen kannst. Gerne reissen auch die Züge
auch mal ab. Dann is nix mit anreichern und dann reduzieren.

Eine weiterer Umstand kann sein, dass in dem Tank sich gerne die innere (event. rot-orange) Tank-Beschichtung gelöst hat. Oder einfach eine Verunreinigung im Tank umher schwimmt. Wenn die Pumpe ansaugt, geht das für eine gewisse Zeit, dann zieht es das Steigroht zu und der Motor,
geht wegen Spritmangel aus. Wenn du dir durchsichtige Kraftstollleitungen einbaust. Sieht du ja genau, was wann passiert. Mach den Lufi runter
und schau in den Vergaer rein, was da passiert, siehe oben. Un leuchte mal in den Tank hinein. Den teilabgelösten Belag, bekomst du mit etwas Wasser und Splitt mit der Zeit haraus. Am besten den Tank, aufhängen und schaukeln. Im PKW-Oldtimerbereich, bekommst du die neue orange Tankbeschichtung zu kaufen. Mache da keine Kompromisse, sonst bleibt der Genosse an jeder Ecke mal mehr oder weniger stehen.

Wenn die Zündkerze ein wenig in Betrieb war, kannst du an der Farbe des Abbrands, grob das Zufuhrverhälniß erkennen. Dunkel bis schwarz, ist zu fett, je mehr zu rehbraun ideal, je heller zu mager.

Kläre zuerst, die Spritzufuhr, dann muss die Zündung sauber arbeiten (Kurzschluss der Kabel und Stecker an Masse im Dunkeln testen) jede Kerze raus und an Masse halten, dann anlassen, sollte einen blauen guten Funken haben. Achtung Hochspannung!!!!! Mit Handschuhen arbeiten. Dann muss der Fliehkraftregler sauber verstellen (gut zurück schnalzen, durch gute Federn) Wenn die Verteilerkappe abgenutzt ist, kommt auch kein Funke mehr. Unterbrecher darf kein Hütchen haben und mit Fühlerlere einstellen! Und nach der Markierung am Verteilerrand schauen, siehe Handbuch. Wenn die MIL HF-Abschirmung durchschlägt. Verzichte 100pro darauf, denn mit einen URAL mitten auf der Strasse zu stehen, ist nicht mehr lustig.

Würde mich freuen, wenn du den/die Fehler findest. Startpilot ergibt leider, nur eine sehr vage Diagnose.

Daumendrück und 4T-Grüße
Tom

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lura
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Re: Ural 375-Vergaser

#25 Beitrag von lura » 2019-02-16 3:57:41

Ich tippe mal auf die Beschleunigerpumpe, da läuft der Sprit zu langsam nach, nach 3 mal gasgeben ist der Vorrat alle, dann patscht er.
Gewinne Zeit durch Langsamkeit

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Re: Ural 375-Vergaser

#26 Beitrag von Ivan Uralski » 2019-02-18 8:20:26

Servus, bin am Wochenende ein wenig schlauer geworden. Ich habe die Spritmenge im Vergaser geprüft (Schwimmerstand) war OK. Habe die einspritzdüsen im Vergaser optisch geprüft und festgestellt das er sauber Sprit in die Ansaugung spritzt, aber keine Gasannahme! Dann habe ich Sprit in den Vergaser gesprüht (von Hand) , auch wieder keine Gasannahme! Also ich habe jetzt noch zwei möglichkeiten : entweder hat der Verteiler einen inneren Schaden (evtl. unterbrecherkontakte etc.) oder das Ventilspiel stimmt nicht mehr überein wenn er warm wird, wäre ja nach 44 Jahren durchaus möglich!
Danke für die super Beiträge!!

Bereits erneuert :
Zündkabel
Kerzenstecker
Abschirmung abgebaut
Kerzen
Zündspule
Verzeilerkopf und Finger
Veragser gereinigt neu abgedichtet

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Re: Ural 375-Vergaser

#27 Beitrag von hs50 » 2019-02-18 16:30:30

Hallo
Sind die NVA Ural von der Zündung nicht auf (Transistor) umgebaut?Der Unterbrecher gibt nur das Signal.Diese Teile haben oftmals gestreikt.

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Re: Ural 375-Vergaser

#28 Beitrag von Ivan Uralski » 2019-02-22 9:45:07

Also bevor ich meinen 20Ltr Bezinkanister über der Karre auskippe möchte ich noch die Ventileinstellung überprüfen. Transistorzündung kann ich so nicht erkennen, wüsste auch nicht an was. Für mich sieht das nach einem ganz normalen Verteiler aus?! Aber ich werde dem Hinweis mal nachgehen! Danke!

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Re: Ural 375-Vergaser

#29 Beitrag von Vossba » 2019-02-22 9:59:56

Moin,

bevor die Ventileinstellung sich aufs Laufen auswirkt, hast du keine Kompression mehr..
Selbst wenn die Ventile etwas offenstehen, würde der damit laufen, da im Betrieb in der kurzen Zeit kaum Gemisch entweichen kann( Verbrannte Ventile kommen bei Flugmotoren öfter vor).

Sicherlich ist Ventile einstellen eine Gute Sache, aber wohl nicht dein Problem.

Ich würde den Fehler beim Vergaser suchen, da das Ding ja wiederholt kein Gas annimmt. Runter damit, alle Kanäle säubern, am besten Ultraschall. Wobei die Größe dieses Dings vermutlich die Suche nach einem Ultraschallreiniger erschwert.

Vor allem alle Düsen Säubern.

Am besten wäre Tatsächlich der Gegencheck mit einem Reserve Vergaser.

Gruß Reinhard

Die 20l Sprit kippst du besser in den Tank..

hs50
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Re: Ural 375-Vergaser

#30 Beitrag von hs50 » 2019-02-22 15:46:48

Ja Der Verteiler sieht nicht anders aus.Unterbrecher-kabel - Transistor-zur Zündspüle.Den Weg kann man nachverfolgen.(wenn er so eine Zündanlage hat)

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